4 Tage Erdgeschichte pur – eine Runde durch die Vulkaneifel

Wander-Collection von
komoot

Die Westeifel gehört zu den geologisch jüngsten Gebieten Deutschlands. Hier haben sich vor rund 13.000 Jahren noch unzählige Vulkane ausgetobt, schleuderten Magma in den Himmel und verursachten gewaltige Krater. Noch heute kannst du deutlich die Spuren dieser Geschichte in der Westeifel erkunden – kein Wunder also, dass sie auch den Namen Vulkaneifel trägt. Besonders Highlight sind die Maare, Vulkankrater inmitten der weiten Hügellandschaft. Als die Eifel noch vulkanisch aktiv war, berührte heiße Magma auf ihrem Weg an die Oberfläche Seen oder Sümpfe. Dabei kam es zu plötzlichen Explosionen, wodurch tiefe Krater in der Landschaft entstanden. Einige dieser Maare sind bis heute mit Wasser gefüllt.

Auf unserer Vier-Tages-Rundwanderung führen wir dich von Daun aus zu den spannendsten Orten in der Vulkaneifel. Es geht hinauf auf den Ernstberg, dessen bewaldete Hänge mit gewaltigen Felsen aus Vulkangestein übersät sind. Du bewunderst die Dauner Maare, drei kreisrunde Seen, die sich in alten Vulkankratern gebildet haben. Von der Vulcano-Plattform am Leyberg verschaffst du dir eine einmalige Übersicht über die spannende Hügellandschaft der Vulkaneifel. Und im Naturschutzgebiet Mürmes erkundest du ein ausgedehntes Trockenmaar.

In den vier Tagen legst rund 63 Kilometer Strecke zurück und überwindest knapp 1.400 Höhenmeter. Da die Wanderwege allesamt gut ausgebaut sind, eignet sich die Tour auch für Gelegenheitswanderer. Über den Großteil der Strecke folgen unsere Touren zwei der schönsten offiziellen Wanderwege im Umkreis von Daun: Die ersten zwei Etappen verlaufen auf dem Vulkangipfelpfad und die anderen zwei Etappen auf den Wegen des Vulcano-Pfades.

An allen Etappenzielen hast du eine mal kleinere und mal größere Auswahl an Pensionen, Gasthäusern und Hotels. Da zwischen Daun, dem ersten Etappenziel Neunkirchen und dem zweiten Etappenziel Schalkenmehren auch regelmäßig Busse fahren, kannst du die erste und zweite Etappe auch als Zwei-Tages-Tour oder als einzelne Tageswanderung planen.

Daun, den Startpunkt der Rundwanderung, erreichst du von den Bahnhöfen Cochem und Gerolstein mit der RegioBuslinie 500. Alternativ kannst du natürlich auch mit deinem eigenen Auto anreisen und in Daun parken.

Busfahrpläne findest du unter vrt-info.de.

Auf der Karte

Die Touren

  • Schwer
    05:41
    19,9 km
    3,5 km/h
    460 m
    450 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    An deinem ersten Wandertag durch die Vulkaneifel erwartet dich gleich ein ganz besonderer Höhepunkt. Die erste Etappe führt dich hinauf auf den Ernstberg, den höchsten Vulkan in der Vulkaneifel. Seine Hänge sind mit dichtem Buchenurwald bedeckt und dazwischen ragen immer wieder spektakuläre Felsformationen und steinerne Wände empor. An seinem felsigen Gipfel erwartet dich dann zwar keine Aussicht, aber ein gemütlicher Rastplatz.Deine Wanderung zum Ernstberg beginnt im Ortszentrum von Daun. Du verlässt Daun in Richtung Norden und nachdem du die Bonner Straße überquert hast, geht es hinein in den Wald. Hier wanderst du entgegen der Fließrichtung am Jossenbach gemächlich bergauf. Bequeme Forstwege führen dich immer weiter in den Wald hinein. Außer ein paar anderen Wanderern oder Radfahrern begegnest du hier niemandem. Der Wanderweg schlängelt sich durch den Wald und unter dem Asseberg entlang. Du kreuzt den Pützborner Bach und im Anschluss beginnt dein Aufstieg zum Ernstberg. Über den dicht bewaldeten Südhang geht es immer weiter hinauf bis zum Gipfel.Nachdem du deinen Proviant bei einer Pause am Gipfel verzehrt hast, setzt du deine Wanderung fort. Der Weg führt dich über den offenen Westhang bergab und hier hast du einen herrlichen Ausblick über die weite Hügellandschaft der Vulkaneifel. Der weitere Weg bis zum Etappenziel Neunkirchen verläuft sanft bergab und die meiste Zeit am Rande von weiten Feldern und Wiesen entlang – du kannst dich also schon auf herrliche Panoramablicke freuen.In Neunkirchen findest du mehrere Ferienwohnungen und eine kleine Pension, in denen du für deine erste Nacht unterkommen kannst. Alternativ kannst du auch mit der Buslinie 504 zurück nach Daun fahren. Früh morgens, spät abends und am Wochenende fährt anstelle des Busses ein Anruflinientaxi. In diesem Fall musst du deinen Fahrtwunsch mindestens 60 Minuten vor Abfahrt telefonisch unter 06591 - 5656 anmelden.Fahrplanauskünfte bekommst du unter vrt-info.de.

  • Mittelschwer
    03:33
    12,1 km
    3,4 km/h
    310 m
    320 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Der zweite Wandertag hält direkt die nächste vulkanische Landschaft für dich bereit: Heute geht es zu den berühmten Dauner Maaren. Maare entstehen, wenn eine tiefliegende Magmaschicht mit einem darüber liegenden See oder dem Grundwasser in Berührung kommt. Durch den Temperaturunterschied kommt es zu einer gewaltigen Explosion, die einen Krater aushebt. Im Gegensatz zu anderen Vulkankratern haben Maare keine Kegel, sondern nur einen Wall aus Gestein, der durch umherfliegendes Geröll aufgetürmt wurde. In der Eifel gibt es über 100 Maare, aber nur in 10 Stück befinden sich bis heute Seen. Zu den schönsten gehören die drei Dauner Maare. Das Gemündener Maar, das Weinfelder Maar und das Schalkenmehrer Maar befinden sich südlich von Daun und liegen dicht beieinander – ebenfalls eine absolute Besonderheit.Von Neunkirchen aus durchquerst du zunächst das Tal des Pützborner Bachs. Anschließend überschreitest du einen bewaldeten Hügel. Auf der anderen Seite des Hügels führt dich der Weg für ein kurzes Stück durch Daun und dann direkt wieder hinein in den Wald. Am Waldrand befindet sich ein großer Sportplatz und von hier aus hast du einen schönen Blick auf die kleine Stadt Daun. Du folgst dem Wanderweg bergab durch das Tal der Lieser und an einigen Häusern vorbei. Nachdem du die Jugendherberge Daun passiert hast, erreichst du wenig später das Gemündener Maar.Das Gemündener Maar ist übrigens der einzige der drei Maarseen, in dem gebadet werden darf. Hier befindet sich ein gepflegtes Naturfreibad mit Liegewiese und Sprungturm. Im Sommer solltest du deine Badesachen also nicht vergessen. Als nächstes wanderst du über eine kleine Anhöhe weiter zum Weinfelder Maar, das auch als Totenmaar bekannt ist. Von dem Wall rund ums Maar hast du nicht nur einen schönen Blick auf den See, sondern auch auf die weite Landschaft der Vulkaneifel. Du umrundest das Maar und kannst vom sogenannten Maarsattel gleichzeitig das Totenmaar und das Schalkenmehrer Maar bewundern. Anschließend geht es bei herrlicher Aussicht einmal rund um das Schalkenmehrer Maar bis hinab zu deinem Etappenziel Schalkenmehre.In Schalkenmehre hast du eine große Auswahl an Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen. Wenn du die Wanderung nur als Tagestour geplant hast, kannst du anschließend mit der RegioBuslinie 500 zurück nach Daun oder weiter zu den Bahnhöfen Cochem oder Gerolstein fahren.Fahrplanauskünfte erhältst du unter vrt-info.de.

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  • Mittelschwer
    04:05
    14,5 km
    3,5 km/h
    320 m
    290 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Die dritte Etappe führt dich hinauf auf den Leyberg und weiter hinein ins Ellscheider Trockenmaar. Der Leyberg ist mit 558 Metern zwar nicht ganz so hoch wie der Ernstberg von der ersten Etappe, aber dafür befindet sich am Gipfel ein 28 Meter hoher Aussichtsturm. Wenn du den hinaufsteigst, wirst du oben mit einer atemberaubenden Aussicht auf die Vulkaneifel belohnt. Das Ellscheider Trockenmaar entstand auf dieselbe Weise wie die Dauner Maarseen, doch im Laufe der Zeit ist das Wasser versickert und das Maar verlandet. Die Kraterform lässt sich aber auch heute noch gut erkennen.Von Schalkenmehren aus führt dich der Wanderweg über den Wall des Schalkenmehrer Maares und weiter zum Nachbarort Mehren. Hier gibt es einen kleinen Supermarkt, in dem du deine Vorräte auffrischen kannst. Du verlässt Mehren und wanderst im Anschluss direkt unter der Autobahn hindurch. Auf der anderen Seite geht es auf Wald- und Feldwegen hinauf zum Leyberg. Am Gipfel erwartet dich der Aussichtsturm, der den Namen Vulcano Plattform trägt. Am höchsten Punkt angekommen, erwartet dich ein fantastischer Rundumblick auf die Landschaft der Vulkaneifel.Vom Leyberg aus wanderst du durch einen dichten Wald stetig abwärts. Der Weg führt dich durch eine kleine Senke und dann über einen licht bewaldeten Höhenzug an Feldern entlang weiter zum Ellscheider Trockenmaar. Direkt südlich davon befindet sich auch das Pulvermaar mit seinem kreisrunden Maarsee. Allerdings kannst du nur den äußeren Wall erkennen, der die beiden Maare voneinander trennt. Am Rand vom Trockenmaar wanderst du weiter zum Etappenziel Ellscheid.In Ellscheid kannst du zwischen verschiedenen Ferienwohnungen und Gasthäusern auswählen. Allerdings gibt es nur außerhalb der Schulferien und nur wochentags mit den Bussen 305 und 503 eine Verbindung nach Schalkenmehren. Wenn du die Tour als Tageswanderung absolvieren möchtest, dann kannst du dir entweder ein Taxi bestellen oder weiter bis nach Schalkenmehren wandern. Die Strecke beträgt dann insgesamt rund 26 Kilometer. Die Wegbeschreibung findest du in der vierten Etappe.

  • Mittelschwer
    04:40
    16,6 km
    3,6 km/h
    320 m
    360 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    An deinem letzten Wandertag führt dich unsere Rundwanderung durch den Mürmes. Dort kannst du eine weitere vulkanische Landschaftsform bewundern. Der Mürmes war einst ein enorm großes Maar. Der See versickerte zum Teil und hinterließ eine saftige, urige Moorlandschaft. Früher wurde auf den Feuchtwiesen Torf gestochen, doch mittlerweile steht die Moorlandschaft unter Naturschutz. Hier kannst du zahlreiche Vögel beobachten und seltene Pflanzen bestaunen. Im Anschluss geht es dann an den Dauner Maaren entlang zurück nach Daun.Von Ellscheid aus wanderst du entlang von Feldern und Wiesen bis zum Mürmes. Ein uriger Wanderpfad führt dich am Nordrand des Moores entlang. Von hier aus hast du einen schönen Blick über das Naturschutzgebiet und du kannst deutlich die Kesselform erkennen. Nachdem du den Mürmes umrundet hast, überquerst du auf einer Brücke die Autobahn und wanderst über Felder weiter bis nach Schalkenmehren.In Schalkenmehren kannst du in einem der Gasthäuser und Cafés eine Pause einlegen und anschließend frisch gestärkt weiter wandern. Der Wanderweg führt dich am Südufer des Schalkenmehrer Maars entlang und hinauf zum Totenmaar. Oberhalb vom Seeufer geht es stetig bergauf zum Gipfel des Mäusebergs. Hier oben steht ein alter, steinerner Aussichtsturm, der dem Begründer des Eifelvereins Dr. Adolf Dronke gewidmet ist. Vom Dronketurm aus genießt du eine tolle Aussicht auf die Dauner Maare und im Norden kannst du deutlich den Ernstberg erkennen. Vom Mäuseberg folgst du dem Weg weiter bis nach Daun.Am Ende deiner Entdeckungsreise durch die vulkanische Geschichte der Eifel kannst du in Daun deine Heimreise antreten. Mit der RegioBuslinie 500 geht es täglich zu den Bahnhöfen Cochem oder Gerolstein. Von dort aus kannst du dann mit dem Zug nach Hause fahren.Fahrplanauskünfte erhältst du unter vrt-info.de.

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