Der Harzer Försterstieg – in 4 Etappen durch den Westharz

Wander-Collection von
komoot

Im Süden der Norddeutschen Tiefebene erhebt sich ein dicht bewaldetes, sagenumwobenes Gebirge – der Harz. Wo früher die Hexen an der Rosstrappe tanzten, die Geister auf dem Brocken umgingen, Zwerge in Minen nach Erz schürften und der Teufel in einem Streit mit dem lieben Gott einen steinernen Wall durch den Harz zog, locken heute weite, urige Wälder zu ausgedehnten Wanderungen. Eine besonders schöne Tour ist der Harzer Försterstieg im Westharz. Abseits der meist überlaufenen Ausflugsziele Brocken, Bodetal und Teufelsmauer wanderst du hier vier Tage lang auf mittelalterlichen Handelswegen und schmalen Waldpfaden durch ausgedehnte Bergwälder. Dazwischen liegen kleine Bergstädte, die zur Hochzeit des Harzer Erzrausches entstanden. Nun sind es gemütliche Kurorte mit historischen Dorfkernen und kleinen Heimatmuseen.

Der offiziell beschilderte Harzer Försterstieg führt dich in vier Etappen von der alten Kaiserstadt Goslar in einer großen Schleife durch den Westharz bis zur Sösetalsperre. Auf deiner rund 73 Kilometer langen Wanderung überwindest du knapp 1.800 Höhenmeter – damit eignet sich der Försterstieg perfekt als deine erste Mehrtageswanderung oder als gemütliche Wochenendtour. Die meiste Zeit wanderst du durch stille Fichten- und Mischwälder, besuchst drei romantisch gelegene Stauseen und entdeckst immer wieder Spuren aus der Bergbauzeit des Harzes. Trotz der dicht bewaldeten Berge erwarten dich auch traumhafte Aussichten: Von kahlen Gipfeln und von Aussichtstürmen genießt du weite Blicke auf den Brocken, die Harzer Berglandschaft und das hügelige Harzvorland.

Wir haben dir den Harzer Försterstieg so eingeteilt, dass du in jedem Etappenziel eine gute Auswahl an gemütlichen Übernachtungsmöglichkeiten findest. Außerdem kannst du dort auch deinen Proviant aufstocken, denn es liegen keine Waldgasthäuser auf der Wanderroute durch die urigen Wälder.

Goslar, den Startpunkt des Harzer Försterstiegs, kannst du ganz bequem mit der Bahn erreichen. Dank guter Busverbindungen zwischen den Etappenzielen, kannst du dir eine einzelne Etappe auch als Tageswanderung planen oder nur zwei oder drei Tage auf dem Harzer Försterstieg wandern.

Fahrpläne und Fahrplanauskünfte findest du unter vsninfo.de/de/home.

Auf der Karte

Touren & Highlights

  • Mittelschwer
    04:02
    14,2 km
    3,5 km/h
    300 m
    320 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Die erste Tagesetappe auf dem Harzer Försterstieg führt dich von der altehrwürdigen Kaiserstadt Goslar über einige bewaldete Höhenzüge und an der Granetalsperre vorbei bis zum Luftkurort Wolfshagen. Obwohl du die meiste Zeit durch unberührte, dichte Wälder wanderst, erwarten dich entlang der Strecke immer wieder mal schöne Aussichten auf die Berglandschaft des Harzes.

    Startpunkt des Harzer Försterstiegs ist die beeindruckende Kaiserpfalz in Goslar. Da die Wanderung mit 14 Kilometern Strecke nicht zu lang ist, kannst du das ehrwürdige Gebäude vor dem Start noch besichtigen. Wenn du kein größeres Interesse an alten Schlössern und Burgen hast, kann es aber auch gleich losgehen. Du verlässt die Stadt Richtung Westen und wanderst dann direkt an der Flanke des Steinbergs hinauf.

    Nach einem steilen, aber kurzen Aufstieg gelangst du zu einer kleinen Wanderhütte. Wenn du magst, kannst du hier nach links abbiegen und einen Abstecher zum steinernen Aussichtsturm auf dem Steinberg machen. Alternativ wanderst du direkt weiter und folgst dem beschilderten Försterstieg. Am Waldrand geht es um den Steinberg herum und hinein in das Quellwiesenbiotop Reinbachtal.

    Nachdem du das idyllische Wiesental durchquert hast, wanderst du auf stillen Waldwegen in Richtung Granetalsperre. Bald kannst du zwischen den Bäumen einen ersten Blick auf das blaue Wasser werfen. Ein kurzer Abstieg führt dich direkt über die Staumauer. Hier genießt du eine fantastische Aussicht über den waldumsäumten Stausee.

    Am anderen Ufer geht es auf Waldpfaden sanft bergauf. Im Schatten der Bäume überquerst du den Höhenzug. Die einstigen Fichtenmonokulturen werden seit über 30 Jahren stückweise abgeholzt und nach und nach durch ursprünglichen Mischwald ersetzt. Oberhalb von Wolfshagen verlässt du den Wald und schlenderst über einige Wiesen bis zu deinem Etappenziel.

    In Wolfshagen gibt es mehrere Unterkünfte in unterschiedlichen Preisklassen. Eine Auswahl findest du unter wolfshagen.de/html/ihre-gastgeber.php.

    Wenn du die Tour nur als Tageswanderung unternehmen möchtest, dann kannst du von Wolfshagen aus mit der Buslinie 832 zurück nach Goslar fahren. Fahrplanauskünfte bekommst du unter fahrplaner.vsninfo.de.

  • Schwer
    05:49
    20,1 km
    3,5 km/h
    520 m
    470 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Die zweite Etappe führt dich auf dem Innerste-Rennstieg, einer mittelalterlichen Handelsroute am gleichnamigen Stausee vorbei und hinauf zum kahlen Gipfel der Lageswarte. Entlang des Weges kannst du noch heute die Verwüstungen des Orkan Kyrills erkennen, der im Jahr 2007 weite Waldflächen des Harzes zerstörte. Doch auch das hatte sein Gutes: Die alten Fichtenforste wurden im Nachhinein mit verschiedenen Laubhölzern aufgeforstet und so konnte ein natürlicher Mischwald entstehen.

    Von Wolfshagen aus wanderst du über Wiesen zurück zum Verlauf des Försterstiegs. Nach rund fünf Kilometern Strecke erreichst du bereits die Innerstetalsperre. Auf der Staumauer wanderst du bei herrlicher Aussicht direkt am Wasser entlang. Am anderen Ufer geht es dann steil bergauf zur Lageswarte.

    Beim Aufstieg wanderst du durch dichte Wälder und passierst aber auch weite Flächen, die durch den Orkan Kyrill zerstört wurden. Am Gipfel der Lageswarte kommen dir diese Schäden zu Gute, denn kein Baum versperrt dir die Sicht auf die Berge des Harzes.

    Bei einer Pause genießt du die Aussicht und schon geht's weiter in Richtung Lautenthal. Ohne nennenswerten Höhenunterschied führt dich der Harzer Försterstieg über einen langgezogenen Bergrücken. Erst am Luchsstein unterhalb des Großen Trogtaler Bergs beginnt dein Abstieg nach Lautenthal. In einer Schleife geht es gemächlich hinab zu deinem Etappenziel.

    Im Luftkurort Lautenthal solltest du keine Probleme haben, eine passende Unterkunft für dich zu finden. Unter lautenthal-harz.de/gastgeber/gastgeber-suche findest du eine erste Auswahl.

    Lautenthal ist über die Buslinie 832 mit Wolfshagen verbunden. Wenn es nach der zweiten Etappe zurück nach Goslar gehen soll, kannst du mit den Buslinien 831 und 832 fahren. Fahrplanauskünfte erhältst du unter fahrplaner.vsninfo.de.

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  • Mittelschwer
    04:54
    16,9 km
    3,4 km/h
    440 m
    430 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Auf der dritten Etappe wanderst du hinauf zum höchsten Punkt des Försterstiegs – zur Brombergshöhe. Der lang gezogene Bergrücken ist vollständig bewaldet, aber an einzelnen Lichtungen erwarten dich großartige Ausblicke ins Harzvorland und bei guter Sicht sogar bis zum Brocken.

    In einigen Kehren geht es aus Lautenthal hinauf zum Bromberg. Der Försterstieg schlängelt sich auf dem breiten Bergkamm entlang und führt dich dabei zu den schönsten Aussichtspunkten. Von Bromberg aus geht es in einem gemächlichen Abstieg hinab in den Keller. Der Keller ist ein mittelalterlicher Hohlweg, der als künstlicher Passübergang zwischen Wildemann und Münchehof über die Berge führt. Da die Ochsenkarren im Mittelalter nicht über den Bergrücken fahren konnten, musste hier der Berg abgeflacht werden.

    Wenig später triffst du am Rastplatz Schweinebraten auf eine Köte. In einer solchen, für den Westharz typischen Hütte, haben über viele Jahrhunderte die Köhler gelebt. Die Holzkohle der Köhler war von zentraler Bedeutung für die Weiterverarbeitung der Erze, die im Harz abgebaut wurden. Die Köte am Rastplatz ist ein originalgetreuer Nachbau und schützt dich bei schlechtem Wetter vor dem Regen.

    Vom Rastplatz aus geht es dann bergab zum Etappenziel Bad Grund. In der alten Bergbaustadt gibt es verschiedene Pensionen, Gästezimmer und Hotels. Unter pensionen-im-harz.de/Pensionen-in-Bad+Grund.html kannst du dir einen ersten Überblick verschaffen.

    Wenn du nach der dritten Etappe die Heimreise antreten möchtest, dann kannst du mit der Buslinie 460 weiter zum Bahnhof Gittelde fahren. Von dort aus geht es mit dem Zug nach Hause. Um zurück nach Lautenthal zu gelangen, fährst du mit der Buslinie 460 bis nach Clausthal-Zellerfeld. Von dort aus bringt dich der Bus 831 nach Lautenthal. Fahrpläne findest du unter fahrplaner.vsninfo.de.

  • Schwer
    06:19
    22,4 km
    3,5 km/h
    500 m
    430 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    An deinem letzten Wandertag geht es noch einmal hoch hinaus. Vom Startpunkt in Bad Grund geht es gleich 250 Höhenmeter hinauf. Dafür verläuft der Weg nach diesem ersten Aufstieg nahezu eben. Durch dichte Wälder überquerst du hier eine hügelige Hochfläche, bis du am Aussichtsturm an der Kuckholzklippe mit einer fantastischen Aussicht belohnt wirst. Im Anschluss geht es am Sösetalstausee vorbei zum Etappenziel in Kamschlacken.

    Von Bad Grund aus führt dich ein schmaler Waldpfad hinauf zum Eichelberg. Fortan schlängelt sich der Harzer Försterstieg auf Waldpfaden und bequemen Forstwegen über den bewaldeten Höhenzug. Es geht vorbei an einigen Stempelstellen der Harzer Wandernadel und mehrere Wanderhütten bieten dir bei Regen einen trockenen Unterschlupf.

    Nachdem du eine ruhige Landstraße überquert hast, erreichst du den Aussichtsturm an der Kuckholzklippe. Der Aufstieg zur Aussichtsplattform lohnt sich in jedem Fall, denn hier erwartet dich ein grandioser Blick auf das südliche Harzvorland und die umgebenden Berge.

    Am Rande des Dorfes Buntenbock entlang wanderst du nun in einer weiten Schleife hinab zur Sösetalsperre. Der Blick auf den Stausee mit den baumbestandenen Berghängen an seinen Ufern lässt ein wenig Kanada-Charme aufkommen. Anschließend wanderst du an der Söse flussaufwärts bis nach Kamschlacken, deinem letzten Etappenziel.

    Auch vom winzigen Dorf Kamschlacken aus kannst du mit dem Bus die Heimreise antreten. Die Buslinie 462 fährt dich direkt bis zum Bahnhof Osterode – allerdings nur von Montag bis Freitag. Wenn du also am Wochenende deine Wanderung beendest, solltest du dir einfach noch eine Nacht in dem gemütlichen Örtchen gönnen und in einer der Pensionen übernachten. Hier kannst du dir schon eine Pension auswählen: harz-paradies.de/unterkuenfte-riefensbeek-kamschlacken.php.

    Fahrplanauskünfte für deine Heimreise bekommst du unter fahrplaner.vsninfo.de.

Collection Statistik

  • Touren
    4
  • Distanz
    73,6 km
  • Zeit
    21:04 Std
  • Höhenmeter
    1 760 m

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