SeTro

Geschichte erleben – Tagestouren am Grünen Band in Thüringen

Wander-Collection von Thüringen

Vom Todesstreifen zur Lebenslinie – wo einst die innerdeutsche Grenze das Land in Ost und West teilte, erstreckt sich heute eine grüne Ader durch Deutschland. Tiere, Pflanzen und eine einzigartige Natur bilden das sogenannte Grüne Band. Ein Naturparadies voll mit seltenen Tieren und Pflanzen, mit Erinnerungen und neuen Projekten. Mehrerer Bundesländer haben es sich zur Aufgabe gemacht, die fast 1.400 Kilometer lange ehemalige Grenze zum Grüngürtel umzuwandeln und so Fauna und Flora Platz zu schaffen. In dieser Collection zeigen wir dir die schönsten Touren zu Fuß und auf dem Rad, um diese grüne Oase in Thüringen zu erleben. Du hast also die Wahl, ob dir eher nach radeln oder wandern ist.

Die ersten drei Tourvorschläge führen dich auf dem Fahrrad über Abschnitte des einzigartigen Rennsteigs, der dich quer durch Thüringen führt. Falls du genug Zeit hast, kannst du die drei Etappen über den Kammweg auch in einem Rutsch durchziehen. Auf den fünf Wanderungen in dieser Collection erlebst du das Grüne Band zu Fuß und kannst die wunderschöne Landschaft entlang den Landesgrenzen von Thüringen, Hessen und Niedersachsen in Schrittgeschwindigkeit erkunden.

Entlang der Strecken erwarten dich immer wieder Zeitzeugnisse, die an die Teilung Deutschlands erinnern – seien es historische Grenzpfosten oder eindrucksvolle Ausstellungen mit Gänsehaut-Feeling. Dieses große Kapitel der Geschichte wird dich auf deinen Ausflügen stetig begleiten. Denn vier Jahrzehnte der Trennung haben eine Narbe hinterlassen. Umso schöner ist es deshalb zu sehen, dass ein grüner Streifen Natur diese Wunde verbindet – und wir heutzutage wieder ungestört die Ländergrenzen überwandern- und radeln können. Mehr Informationen zum Grünen Band kannst du hier nachlesen: gruenes-band.thueringen-entdecken.de.

Auf der Karte

Touren & Highlights

    Schwer
    02:39
    35,1 km
    13,2 km/h
    500 m
    570 m
    Schwere Fahrradtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Die Tour kann Passagen mit losem Untergrund enthalten, die schwer zu befahren sind.

    Auf dieser abwechslungsreichen 35 Kilometer langen Radtour kreuzt du gleich drei Bundesländer – Thüringen, Bayern und Sachsen. Startpunkt ist am geschichtsträchtigen Bahnhof von Hof, an dem 1989 die Flüchtlingszüge aus Prag einfuhren. Durch das Saaletal führt dich die Strecke ins flachhügelige Bayerische Vogtland. Unterwegs fährst du immer wieder an Zeitzeugnissen der innerdeutschen Grenze vorbei. Plane auf jeden Fall einen Stopp in „Little Berlin“ ein, wie das kleine Dorf Mödlareuth auch bezeichnet wird. 1989 war der Ort durch einen Stacheldraht und die Mauer geteilt. Heute bekommst du im Grenzmuseum einen Eindruck dieses historischen Kapitels. Die Straße führt dich weiter durch die schöne Landschaft und verschiedene Ortschaften, wie zum Beispiel Sparnberg. Hier rollst du über die hölzerne Brücke, die dem Zweiten Weltkrieg zum Opfer gefallen ist, seit 1993 jedoch die beiden Uferseiten der Saale wieder verbindet. Nicht mehr lang, dann erreichst du Blankenstein, den Start- beziehungsweise Endpunkt des Rennsteigs und das Ziel deiner heutigen Tour. Hier findest du mehrere Restaurants zur Stärkung.

    Schwer
    03:04
    41,7 km
    13,6 km/h
    560 m
    730 m
    Schwere Fahrradtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Die Tour kann Passagen mit losem Untergrund enthalten, die schwer zu befahren sind.

    Ab aufs Rad und erkunde die außergewöhnliche Naturlandschaft der einstigen Grenzregion in Deutschland. Auf der Tour radelst du am Grünen Band über den Rennsteig ins Selbitz- und Saaletal, durch das europäische Vogelschutzgebiet „Frankenwald-Schieferbrüche“ und den „Franken(ur)wald“. Startpunkt der 35 Kilometer langen Tour ist in Steinbach am Wald. Du fährst auf dem Kammweg des Rennsteigs entlang bis zu dessen Ausläufern in Blankenstein.

    Deinen ersten Stopp kannst du nach elf Kilometern am Altvaterturm einlegen. Dieser thront auf dem 792 Meter hohen Wetzstein. Halt am Fuß des Berges die Augen nach einer außergewöhnliche Wanderhütte in Form eines Stahlbunkers auf: Dies war einst die lokale Kommandozentrale der Stasi.
    Die Straße führt dich weiter am Rennsteighaus in Brennersgrün vorbei. Du radelst durch die wunderschön grüne Landschaft des urwüchsigen Frankenwalds. Auf der leicht abschüssigen Straße rollst du entspannt zu deinem Zielort Blankenstein, dem Endpunkt des Rennsteigs. Hier findest du einige Gaststätten, in denen du Einkehren kannst.Über Kaulsdorf an der Saale kommst du mit dem Zug wieder zurück zu deinem Ausgangsort Steinbach am Wald.

  • Entdecke Orte, die du lieben wirst!

    Hol dir jetzt komoot und erhalte Empfehlungen für die besten Singletrails, Gipfel & viele andere spannende Orte.

  • Mittelschwer
    02:57
    48,5 km
    16,4 km/h
    430 m
    720 m
    Mittelschwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Zur Zeit der deutsch-deutschen Teilung war der 170 Kilometer lange Kammweg auf dem Rennsteig nicht durchgängig befahrbar. Abschnitte davon langen in Ost- andere in Westdeutschland. Heute steht dir auf der knapp 50 Kilometer langen Radtour glücklicherweise nichts mehr im Wege. Dafür erfährst du jede Menge Interessantes zu diesem Abschnitt der Geschichte – und kannst dabei noch eine tolle Natur genießen.Die erste Hälfte der Tour radelst du locker Auf und Ab, danach lässt du dein Bike quasi bis nach Kronach rollen. Startpunkt ist in Steinbach am Wald. Auf deinen ersten Kilometern auf dem Rennsteig kannst du die wunderschöne Landschaft im Naturpark Frankenwald genießen. Halte die Augen offen nach den Hochlandrindern, die hier schon seit 1980 heimisch sind.An der Ortschaft Kalte Küche biegst du links ab. Früher hat sich hier eine Grenzkapelle befunden, heute kannst du das Informationszentrum der Naturparks Thüringer Wald, Thüringer Schiefergebirge/Obere Saale und Frankenwald besuchen. Das Biotop ist Lebensraum für viele gefährdete Vogel- und Fischarten sowie für bedrohte Tagfalter- und Pflanzenarten. Nach circa 20 Kilometern verlässt du allmählich die Höhen des Rennsteigs und rollst weiter gen Süden. Auf dem Weg nach Heinersdorf fährst du entlang des Bahndamms der ehemaligen Tettautalbahn, die im Volksmund auch Tettauer Mockerl genannt wird. Diese überquerte von 1947 bis 1952 insgesamt 14 Abschnitte der innerdeutsche Grenze. Heute erinnern noch einige hundert Meter Gleis im fränkischen Dorf Schauberg an das „Mockerl“, welches im Jahr 1952 durch den Stacheldraht quasi „erwürgt“ wurde. Die letzten rund 15 Kilometer bis nach Kronach rollst du entspannt bergab. Im Zielort angekommen kannst du dich in einem der Restaurants in der hübschen Altstadt stärken, bevor du mit dem Zug wieder in 20 Minuten zurück nach Steinbach am Wald fährst.

    Mittelschwer
    04:46
    16,8 km
    3,5 km/h
    350 m
    350 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Diese Tour startet prunkvoll: Am Schlossplatz Geisa beginnt deine knapp 17 Kilometer lange Rundwanderung mit tollen Aussichten und einem interessanten Highlight kurz vor Schluss. An der Gedenkstätte Point Alpha kannst du auf sehr eindrückliche Weise erleben, was die Teilung in Deutschland für die Menschen in der Region bedeutete.Anfangs noch leicht hüglig, steigt der Weg nach circa vier Kilometern steil an. Doch das lohnt sich: Vom sogenannten Kreuz der Geiserämter hast du einen fantastischen Panoramablick. Auf einer der Bänke kannst du dich erholen und deine verdiente Aussicht genießen. Du wanderst über hügelige Wiesenwege und durch das beschauliche Örtchen Wiesenfeld, bevor der Weg wieder ansteigt. Nicht mehr weit, dann befindest du dich auf dem Grünen Band, der ehemaligen Innerdeutschen Grenze, die sich im Lauf der Zeit zu einer friedlichen Naturoase entwickelt hat. Hier wanderst du auf einem besonders geschichtsträchtigen Weg. Du willst mehr über die ganzen Hintergründe der einstigen Grenze wissen? Dafür musst du nur noch etwas Wegstrecke zurück legen, dann erreichst du die Gedenkstätte Point Alpha. Hier standen sich Vorboten von NATO und Warschauer Pakt vier Jahrzehnte lang Auge in Auge gegenüber. Heute befindet sich auf dem Areal das Haus der Grenze, mit mehreren interessanten Dauerausstellungen. Plane ausreichend Zeit für den Besuch einer der wichtigsten Beobachtungsstützpunkte der US-Streitkräfte in Europa ein.Von Point Alpha sind es noch drei Kilometer, bis du wieder in Geisa ankommst. Dort kannst du den Tag in einem der Restaurants oder am Ufer der Ulster entspannt ausklingen lassen.

    Mittelschwer
    04:22
    15,0 km
    3,4 km/h
    400 m
    360 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Diese gut 13 Kilometer lange Wanderung führt dich durch die Eichsfelder Schweiz, die mit ihrem Muschelkalkplateau und zahlreichen Aussichtspunkten eine tolle Kulisse für deine Wanderung bildet. Start der Rundwanderung ist am Wanderparkplatz Alter Steinbruch zwischen Asbach und Sickenberg. Du wanderst – wie sich das für eine Schweiz gehört – erst einmal bergauf. Nach vier Kilometern über schöne Waldwege erreichst du dann deinen ersten Aussichtspunkt: den Dietzeröder Stein. Aussichtsreich geht es auf dem Plateau weiter. Immer wieder findest du Sitzbänke, auf denen du dich niederlassen kannst, um ausgiebig die Landschaft zu genießen. Vorbei am Vatteröder Stein und über den Rachelsberg wanderst du durch die hügelige Landschaft. Nach zehn Kilometern lohnt sich ein kurzer Abstecher zur Ruine Altenstein, ein beliebtes Ausflugsziel in der Region. Hier kannst du zwischen den mittelalterlichen Mauerresten hindurch spazieren und in der Zeit zurückreisen. Der folgende Abschnitt hält dich ebenfalls noch etwas in der Vergangenheit fest: Du wanderst nun auf dem Grünen Band, der einstigen Innerdeutschen Grenze und der heutigen Landesgrenze zwischen Thüringen und Hessen. Die letzte Wegstrecke führt dich noch durch Asbach hindurch, bevor du zum Ausgangspunkt zurückkehrst. Dort kannst du dich im Hofcafé wieder voll und ganz in der Gegenwart mit frischgebackenem Kuchen stärken. Unterwegs auf der Strecke kommst du an keinen Einkehrmöglichkeiten vorbei, pack also Wasser und etwas Proviant ein.Du möchtest noch mehr über die Zeit der Grenze zwischen Ost- und Westdeutschland wissen? Dann findest du im nahegelegenen Grenzmuseum Schifflersgrund jede Menge Informationen. Es handelt sich um das erste Grenzmuseum im wiedervereinigten Deutschland. Ziel ist es, Zeugnisse der deutsch-deutschen Teilung zu konservieren und erlebbar zu machen.

    Mittelschwer
    03:51
    13,0 km
    3,4 km/h
    350 m
    350 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Auf ihren 13 Kilometern Strecke führte dich diese Wanderung durch eine artenreiche Tier- und Pflanzenwelt mit ganz viel toller Aussicht. Los geht der Rundweg in Heldra. Nachdem du aus dem Ort gewandert bist, überquerst du die Werra und beginnst mit dem Aufstieg. 360 Höhenmeter lässt du auf den ersten gut vier Kilometern hinter dir.Du folgst für eine Weile dem ehemaligen Patrouillenwegen an der deutsch-deutschen Grenze – heutzutage eine wunderschöne Wald- und Wiesenlandschaft. Hast du den Anstieg gemeistert, wirst du mit einem fantastischen Ausblick von der Hüneburg belohnt. Zwar ist von der einstigen Wehranlage nicht mehr viel zu sehen, ein toller Ort zum Verschnaufen ist er dennoch. Von der Ruine ist es nicht mehr weit bis zum Bergsporn Heldrastein, dem nächsten Aussichtspunkt. Der dort stehende Turm der Einheit ist ein Symbol der deutsch-deutschen Teilung und Wiedervereinigung.Du wanderst auf der Hochebene weiter, bis du nach rund einem Kilometer am Drei-Herren-Stein das Trio deiner Aussichtspunkte komplettierst. Von hier siehst du den beschaulichen Ort Großburschla, dein nächstes Ziel. Über Wald- und Wiesenwege wanderst du bergab. Sobald du aus dem Wald heraus bist, führt dich der Weg am Ufer der Werra entlang. In Großburschla überquerst du den Fluss und spazierst auf der anderen Uferseite wieder zurück zu deinem Ausgangspunkt. Entlang der Strecke gibt es keine Einkehrmöglichkeiten, pack also ausreichend Wasser für den Aufstieg ein. In Heldra kannst du dich zum Abschluss in der Gemeindeschänke stärken (montags Ruhetag).

    Mittelschwer
    02:32
    8,26 km
    3,3 km/h
    280 m
    280 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Auf dieser Tour wanderst du auf einem Abschnitt des Harzer Grenzwegs – und auf einem Abschnitt deutscher Geschichte. Der Fernwanderweg führt auf insgesamt 100 Kilometern entlang der einstigen innerdeutschen Grenze. Heute kannst du die friedliche Natur entlang des Grünen Bandes genießen. Start der gut acht Kilometer langen Rundwanderung ist am Wanderparkplatz des Ellricher Stadtwaldes. Zu Beginn wanderst du am Waldrand entlang bis zur Wegkreuzung „Spitzer Winkel“. Nun befindest du dich auf dem Grenzweg, eine Tafel versorgt dich mit den ersten Informationen zum Grünen Band-Projekt im Harz. Wo heute die Landesgrenze zwischen Thüringen und Niedersachsen verläuft, war früher Deutschland in Ost und West geteilt. Du wanderst durch den Wald vorbei an historischen Grenzsteinen bis zur „Zwei-Länder-Eiche“. Auf einem schmalen Pfad führt dich der Weg immer weiter bergauf, bis du die Wendeleiche – den höchsten Punkt der Tour – erreichst. Bei guter Sicht kannst von hier sogar bis zum Brocken blicken. Ein schöner Ort, um eine Rast einzulegen und die Aussicht zu genießen. Nun verlässt du den Grünen Streifen und wanderst zum „Roten Schuss“. Obwohl dich die Strecke bergab führt, hast du immer noch einen fantastischen Panoramablick ins südliche Harzvorland. Der schmale Weg schlängelt sich weiter bergab und bringt dich wieder zurück zu deinem Ausgangspunkt.Pack für diese Wanderung etwas Proviant ein, denn unterwegs gibt es keine Einkehrmöglichkeiten. Dafür aber schöne Rastplätze und jede Menge Geschichte zu erleben.

    Mittelschwer
    02:29
    8,17 km
    3,3 km/h
    280 m
    270 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Auf dieser acht Kilometer langen Wanderung erwarten dich neben einer imposanten Burg auch jede Menge eindrucksvolle Ausblicke. Start ist am Gasthof Klausenhof in Bornhagen. Die ersten zweieinhalb Kilometer steigt der Weg stetig an. Du wirst dabei jedoch vom Ausblick auf die Burg Hanstein, eine der schönsten Burgruinen Mitteldeutschlands, begleitet. Wie wäre es mit einem Abstecher zur Ruine? Falls du zusätzlich auch den Burggarten besichtigen willst, dann solltest du das vorab beim Klausenhof anmelden.Bald hast du den fordernden Teil der Wanderung geschafft und kannst die fantastischen Ausblicke genießen. Von der Junkerkuppe bietet sich dir ein grandioses Panorama, nicht weniger beeindruckend ist der Lindewerrablick. Nach einem Kilometer erreichst du die sogenannte Teufelskanzel, ebenfalls ein perfekter Ort, um die Aussicht ins Werratal zu genießen. Von hier oben hast du einen einmaligen Ausblick auf das Grüne Band. Zurück geht es auf dem gleichen Weg. Im Klausenhof kannst du zum Abschluss noch einkehren und dir weitere wertvolle Ausflugstipps für die Region holen.

Dir gefällt diese Collection?

Kommentare

    loading

Collection Statistik

  • Touren
    8
  • Distanz
    187 km
  • Zeit
    26:39 Std
  • Höhenmeter
    3 150 m

Dir gefällt vielleicht auch

Geschichte erleben – Tagestouren am Grünen Band in Thüringen
Wander-Collection von
Thüringen