Der Westweg – 12 Etappen quer durch den Schwarzwald

Wander-Collection von
komoot

Der Westweg gehört nicht nur zu den großen Klassikern der deutschen Fernwanderwege, er ist vielmehr ihr Ursprung. Im Jahre 1900 wurde der Wanderweg vom Schwarzwaldverein eingerichtet – als allererster deutscher Fernwanderweg. Seither führt er auf einer Strecke von 285 Kilometern von Pforzheim im Norden bis nach Basel im Süden einmal quer durch den gesamten Schwarzwald. Der Westweg verläuft – im Gegensatz zum Mittelweg und zum Ostweg – größtenteils durch den Westen des Gebirges. Auf dem Wanderweg lernst du die gesamte landschaftliche Vielfalt des größten deutschen Mittelgebirges kennen: die namensgebenden dichten Tannen- und Fichtenwälder, die baumlosen Grinden im Nordschwarzwald, stille Bergseen, aussichtsreiche Felskuppen und die eiszeitlichen Täler und Berge im Südschwarzwald. Dazwischen geht es immer wieder hoch hinaus auf die höchsten Gipfel. Du wanderst über das Plateau der Hornisgrinde, besuchst den Belchen und den Hochblauen, genießt die Aussicht auf dem Schliffkopf und durchstreifst das Hochmoor rund um den Hohloh. Höhepunkt ist natürlich die Besteigung des Feldbergs, des höchsten Bergs des Schwarzwalds.

Wir haben dir den Westweg auf 12 Etappen eingeteilt. Auf der 285 Kilometer langen Strecke stehen fast 8.000 Höhenmeter im Aufstieg an – ziemlich ordentlich für eine Wanderung außerhalb der Alpen. Aufgrund des zu überwindenden Höhenunterschieds und der recht langen Etappen ist der Westweg keine ideale Wanderung für Anfänger. Erfahrene Wanderer hingegen werden die Abgeschiedenheit der Wälder und der Berge lieben, denn der Westweg führt auch abseits der beliebtesten Touristenziele durch stille Bannwälder und über einsame Hochflächen. Wir haben alle Touren so geplant, dass du an den einzelnen Etappenzielen problemlos ein Hotel oder eine Pension findest. Eine Reservierung lohnt sich trotzdem, denn zum Teil stehen nur wenige Zimmer vor Ort zur Verfügung. Mit gebuchten Übernachtungen und unseren Touren bist du bestens ausgerüstet, für dein Abenteuer auf dem Westweg.

Wenn du bisher noch keine Fernwanderung in dieser Größenordnung unternommen hast, aber mit dem Westweg liebäugelst, schlagen wir dir ein paar Übungswochenenden vor. Plane dir ein paar Wanderungen mit einer Strecke von mehr als 20 Kilometern und wandere an beiden Wochenendtagen. Nutze am besten die Zeit, um deine Wanderschuhe einzuwandern und dich an dein Gepäck im Rucksack zu gewöhnen. Wenn du dich fit genug fühlst, steht deiner Wanderung auf dem Westweg nichts mehr im Wege.

Wanderkarte zum Westweg

Alle Etappen des Westwegs

  • Schwer
    07:37
    26,6 km
    3,5 km/h
    770 m
    340 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Die erste Etappe des Westwegs führt dich von Pforzheim am Nordrand des Schwarzwalds stetig hinauf zum heilklimatischen Kurort Dobel. Der Norden des Schwarzwalds ist noch relativ dicht besiedelt – daher führt dich der Westweg heute nicht nur durch stille, dichte Wälder, sondern auch durch Neubürg und an Schwann vorbei.

    Startpunkt deiner Wanderung ist die Goldene Pforte in Pforzheim. Diese steht am Zusammenfluss von Würm und Nagold und markiert die erste Etappe des Ostwegs und des Westwegs. Von hier aus führt dich der mit einer roten Raute markierte Westweg über einen bewaldeten, sanften Höhenzug an der Ruine Hoheneck vorbei.

    Nach der Überquerung der Nagold schlängelt sich der Wanderweg für ein Stück durch die Stadt und dann hinein in das Pforzheimer Arboretum. Hier wachsen über 40 verschiedene Baumarten aus der ganzen Welt – unter anderem kalifornische Mammutbäume.

    Kurz darauf stehst du am Ufer der Enz, einem Zufluss der Nagold. Der Westweg verläuft direkt am bewaldeten Ufer entlang und folgt dem Flusstal bis zum Neuenbürger Schloss. Das Schloss steht auf einem Bergsporn am Rande von Neuenbürg, der an drei Seiten von der Enz umflossen wird.

    Vom Schloss aus geht es sanft bergab und über die Enz. Am anderen Ufer steigt der Wanderweg an und führt dich durch die Straßen von Neuenbürg. Schon nach wenigen Minuten lässt du die Stadt jedoch hinter dir und du wanderst auf Waldwegen weiter. Bei Schwann geht es dicht am Waldrand entlang und du kannst am Aussichtsturm Schwanner Warte den Ausblick über die weiten Wiesen und Felder bis hin zur Rheinebene genießen.

    Ab diesem Punkt folgst du dem Westweg durch dichten Wald stetig bergauf zum Etappenziel Dobel. Hier findest du verschiedene Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen, in denen du übernachten kannst.

  • Schwer
    07:33
    26,2 km
    3,5 km/h
    520 m
    910 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Die zweite Tagesetappe folgt einem langgestreckten Höhenzug und führt dich hinauf zum Hohloh. Auf dem 988 Meter hohen Berg steht ein Aussichtsturm, der dir einen fabelhaften Ausblick auf den Nordschwarzwald bietet. Aber schon auf dem Weg dorthin eröffnen sich dir immer wieder grandiose Panoramen.

    Voller Energie startest du deine Tour im Kurort Dobel. Von hier aus geht es auf bequemen Waldwegen sanft bergauf. Der erste Panoramablick erwartet dich an der Schweizerkopfhütte, die sich etwas unterhalb vom eigentlichen Gipfel befindet. Von der kleinen Wanderhütte aus hast du einen tollen Blick ins Gasibach- und ins Albtal.

    Der Wanderweg schlängelt sich über den bewaldeten Bergrücken. Auf dem Weg kommst du an mehreren Wanderhütten und Rastplätzen vorbei, die oftmals einen schönen Ausblick auf die umgebende Landschaft für dich bereithalten.

    Rund um den Hohloh, den höchsten Punkt der heutigen Etappe, wanderst du auf Holzstegen durch ein ausgedehntes, unberührtes Hochmoor. Der Gipfel selbst ist dicht bewaldet, aber dank des steinernen und knapp 30 Meter hohen Aussichtsturms kannst du trotz allem ein fantastisches Panorama genießen.

    Vom Hohloh aus wanderst du im Anschluss stetig bergab, bis du das Etappenziel Forbach erreichst.

    Auf der heutigen Etappe gibt es keine Einkehrmöglichkeiten, daher solltest du dich vor Beginn der Wanderung mit ausreichend Proviant und Wasser versorgen.

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  • Schwer
    06:26
    19,7 km
    3,1 km/h
    1 030 m
    400 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Die dritte Tour auf dem Westweg verläuft über eine lange Gipfelkette und führt dich hinauf zur Passhöhe Unterstmatt. Die liegt an der berühmten Schwarzwaldhochstraße, der ältesten Ferienstraße in Deutschland. Auf dem Weg dorthin wanderst du durch dichte Wälder und an idyllischen Seen vorbei.

    Vom Startpunkt in Forbach geht es gleich stramm bergauf. In einigen Kehren und Serpentinenabschnitten steigst du an den Hängen des Murgtals auf, bis du am Ufer des Schwarzenbach-Stausees stehst. Dieser bietet vor allem im Winter und Frühling einen erhabenen Anblick, wenn das Wasser hochsteht und sich die Bäume darin spiegeln.

    Nach einer kurzen Verschnaufpause geht es gleich weiter: Du verlässt den Stausee und wanderst auf einem felsigen Wanderweg am schmalen Seebach entlang. Der wird zum Teil aus dem Herrenwieser See gespeist, dessen Ufer du beim Aufstieg zum Seekopf passierst.

    Am Seekopf angekommen, erwartet dich zwar keine Aussicht, aber dafür ein geschichtsträchtiges Denkmal: Auf einem großen Felsen ist eine Gedenkplatte für Philipp Bussemer angebracht, der als „Vater des Westwegs” gilt.

    Am Seekopf hast du bereits fast den gesamten Aufstieg der heutigen Etappe hinter dich gebracht und von hier aus wanderst du ohne größere Höhenunterschiede weiter. Nächster Stopp ist der Friedrichsturm auf der Badener Höhe. Auf der Aussichtsplattform des Turms befindest du dich deutlich oberhalb der Baumwipfel und wirst dementsprechend mit einem tollen Ausblick verwöhnt.

    Vom Turm aus sind es nur noch wenige Gehminuten bis zum Naturfreundehaus Badener Höhe, das sich perfekt für eine gemütliche Rast und für eine leckere Mahlzeit anbietet. Frisch gestärkt wanderst du dann durch den Wald weiter bis zum Etappenziel Unterstmatt. Hier findest du zwei verschiedene Hotels, in denen du übernachten kannst.

  • Schwer
    07:13
    24,3 km
    3,4 km/h
    640 m
    620 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Die vierte Etappe hält einen ganz besonderen Höhepunkt für dich bereit – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Die Hornisgrinde ist nämlich mit einer Höhe von 1.163 Metern der höchste Gipfel im Nordschwarzwald. Vom Gipfel aus wanderst du im Anschluss grob parallel zur Schwarzwaldhochstraße über bequeme Waldwege bis zur Passhöhe Zuflucht, deinem heutigen Etappenziel.

    Von Unterstmatt aus wanderst du direkt zu Beginn hinauf zur Hornisgrinde – da aber bereits der Startpunkt recht hoch liegt, hast du nur noch 200 Höhenmeter Aufstieg vor dir. Oben auf dem ausgedehnten Gipfelplateau der Hornisgrinde erwartet dich eine karge Wiesen- und Moorlandschaft. Die ohnehin schon herrliche Aussicht kannst du auf den beiden Türmen Bismarck- und Hornisgrindenturm noch besser genießen.

    Vom Gipfel aus wanderst du in einer weiten Kehre hinab zum malerischen Mummelsee. Der liegt allerdings direkt an der Schwarzwaldhochstraße und so kann es hier an Wochenenden schon mal ganz schön voll werden. Wenn es dir am See zu trubelig ist, setzt du deine Wanderung einfach direkt fort.

    Der Wanderweg führt nun parallel, aber mit einigen Metern Abstand zur Schwarzwaldhochstraße durch den Wald. Du wanderst hier auf bequemen Waldpfaden bis zum Seibelseckle, wo du eine Pause an der kleinen Rasthütte einlegen kannst.

    Auf naturbelassenen Wanderwegen setzt du deine Tour fort. Der Westweg folgt hier dem natürlichen Verlauf einer Bergkette und zwischen den Nadelbäumen kannst du an verschiedenen Stellen den Blick auf den Schwarzwald genießen.

    Wenn du am Seibelseckle noch keine Pause benötigt hast, kannst du auch noch in der Darmstädter Hütte oder in der Ruhesteinschänke einkehren. Von der Ruhesteinschänke geht es dann nochmal bergauf zum Schliffkopf, an dessen Gipfel du ein tolles Panorama genießen kannst.

    Anschließend wanderst du sanft bergab zum Etappenziel Zuflucht. Die einzige Unterkunft vor Ort ist das Natur- und Sporthotel Zuflucht, in dem du gemütlich übernachten kannst.

  • Schwer
    05:52
    20,7 km
    3,5 km/h
    350 m
    610 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Auf der fünften Etappe wanderst du vom Naturhotel Zuflucht bis zum Vesperhof Hark, der inmitten weiter Almwiesen liegt. Dabei wanderst du die meiste Zeit auf gleichbleibender Höhe über dicht bewaldete Bergrücken und schließlich gleichmäßig bergab zum Etappenziel. Insgesamt stehen mehr Höhenmeter im Abstieg als im Aufstieg auf dem Programm – eine willkommene Abwechslung nach den Bergetappen der letzten zwei Tage.

    Zu Beginn deiner heutigen Etappe wanderst du erneut parallel zur Schwarzwaldhochstraße bis zur Passhöhe Alexanderschanze. Hier befand sich früher eine wichtige Befestigungsanlage, nach der die Passhöhe heute immer noch benannt ist. Außerdem steht hier ein altes Berghotel, das jedoch schon seit mehreren Jahren verlassen ist.

    An der Alexanderschanze gabelt sich die Schwarzwaldhochstraße und für eine Weile verläuft der Westweg noch parallel zu einem der beiden Straßenläufe. Zum Glück trennt dich dichter Wald von der Straße, so bekommst du kaum etwas von den vorbeifahrenden Autos mit. Nach rund drei Kilometern knickt die Straße dann Richtung Tal ab und du kannst die Natur wieder vollständig für dich alleine genießen. Von einer kleinen Lichtung an einem Berghang kannst du die Straße erblicken, wie sie sich durchs Tal nach Griesbach schlängelt.

    Anschließend wanderst du auf einem urigen Wanderweg durch ein zauberhaftes Bannwaldstück. Hier wird der Wald bereits seit vielen Jahren nicht mehr vom Menschen bewirtschaftet und langsam verwandelt sich die Landschaft zurück in einen Urwald. Tote Bäume liegen am Wegesrand und bieten einen hervorragenden Lebensraum für Insekten, Reptilien und Pflanzen.

    Der Weg schlängelt sich weiter durch mal dichte und mal junge Wälder, über kleine Bergwiesen und am verwunschenen Glaswaldsee entlang. Auf deinem Weg kannst du an zahlreichen unbewirtschafteten Hütten Rast machen und die abgeschiedene Landschaft bewundern.

    Erst kurz vor deinem Etappenziel öffnet sich der Wald schließlich vollständig und gibt dir den Blick auf den Vesperhof Hark frei, der gemütlichen, aber auch einzigen Unterkunft in Hark.

    Für die heutige Etappe solltest du dich vorab mit Proviant und Wasser versorgen, da es zwischen dem Naturhotel und dem Vesperhof keine Einkehrmöglichkeiten gibt. Frag am besten morgens im Hotel nach einem Lunchpaket.

  • Mittelschwer
    04:46
    16,1 km
    3,4 km/h
    310 m
    780 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Mit gerade mal 16 Kilometer Strecke, nur 300 Höhenmeter im Aufstieg und dagegen fast 800 Meter im Abstieg gehört die sechste Etappe zu den Genießertouren des Westwegs. Über einen langen Höhenzug schlängelt sich der Wanderweg sanft bergab bis nach Hausach. Dein Etappenziel liegt im breiten Kinzigtal, das als Grenze vom Nord- zum Südschwarzwald gilt.

    Dein Startpunkt ist der Vesperhof Hark, der auf einer weitläufigen Bergwiese unterhalb vom Regeleskopf liegt. Ohne nennenswerte Höhenunterschiede schlängelt sich der Wanderweg durch den dichten Wald. Langsam senkt sich der Pfad hinab ins Tal und du schwebst förmlich dahin.

    Auf dieser Etappe macht der Schwarzwald seinem Namen alle Ehre: Die meiste Zeit wanderst du auf bequemen Waldpfaden und auf ruhigen Forstwegen durch dichten Tannen- und Fichtenwald. Besonders an warmen Sommertagen ist der schattige Wald eine echte Wohltat.

    Nach knapp zehn Kilometern hast du gleich zwei Einkehrmöglichkeiten zur Auswahl: Die Hohenlochhütte befindet sich auf einer Anhöhe im dichten Wald und der Käppelehof liegt auf einer malerischen Almwiese. Da die Etappe heute nicht allzu lang ist, kannst du dir bei deiner Pause richtig Zeit lassen.

    Anschließend geht es in einer weiten Schleife hinab nach Hausach im Kinzigtal. Auf deinem Weg dorthin wird der Wald langsam lichter und du kannst immer wieder schöne, weite Aussichten genießen.

  • Schwer
    06:42
    21,0 km
    3,1 km/h
    1 110 m
    360 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Die siebte Etappe führt dich nun hinauf in den Südschwarzwald, in dem die höchsten Erhebungen des gesamten Schwarzwalds liegen. Das merkst du auch gleich auf der heutigen Tour, denn auf deinem Weg zum Etappenziel Wilhelmshöhe geht es insgesamt über 1.100 Meter bergauf. Als Belohnung für diese Herausforderung wirst du mit herrlichen Aussichten auf die von Gletschern geformten Berge und Täler verwöhnt.

    Zu Beginn deiner Tour führt dich der Westweg hinauf zur Burg Husen. Von der Wehrmauer kannst du noch einen Blick auf Hausach werfen und schon geht es weiter bergauf. Erster „Höhepunkt” des Tages ist der Farrenkopf. Hier lädt eine kleine Wanderhütte zu einer Pause ein, bei der du die malerische Aussicht auf die bewaldeten Berge des Schwarzwalds bewundern kannst.

    Der Westweg schlängelt sich von hier aus weiter durch den dichten Wald und führt dich an offenen, saftigen Bergwiesen vorbei. Besonders spektakuläre Panoramen erwarten dich auf dem Hubertfelsen und auf dem Karlstein. Von den kahlen Granitfelsen aus schweift dein Blick hinab in tiefe Täler und über die dicht bewaldeten Berghänge.

    Am Karlstein hast du dann auch schließlich fast den gesamten Anstieg der heutigen Etappe geschafft. Von hier aus verläuft der Weg nahezu eben bis zum Etappenziel Wilhelmshöhe. Die einzige Unterkunft am Ziel ist der Gasthof Wilhelmshöhe.

    Diese Etappe führt fast die gesamte Zeit durch abgeschiedene Wälder – dementsprechend findest du keine Einkehrmöglichkeiten am Wegesrand. Erst nach fast 18 Kilometer Strecke kannst du im Gasthaus Reschbe eine Pause einlegen. Wenn du schon vorher Hunger bekommen solltest, lohnt es sich, morgens Proviant in den Rucksack zu packen.

  • Schwer
    06:19
    22,6 km
    3,6 km/h
    450 m
    420 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Auf der achten Etappe windet sich der Westweg im steten Auf und Ab über die Berge des Südschwarzwalds. Höchster Punkt der heutigen Etappe ist mit 1.150 Metern der kahle Gipfel des Brends. Von hier oben hast du eine fantastische Weitsicht auf die höchsten Gipfel des Schwarzwalds: In Richtung Süden reihen sich Feldberg, Belchen, Hochfirst und Kandel aneinander.

    Startpunkt der achten Etappe ist der Gasthof Wilhelmshöhe. Hier durchschreitest du eins der zahlreichen kunstvollen Tore, die am Westweg für die Wanderer aufgestellt wurden. Für eine Weile führt dich der Wanderweg entlang von Wiesen, durch lichte Wälder und an Waldrändern vorbei. Rund um den winzigen Blindensee erwartet dich eine verwunschene Moorlandschaft, die du auf Holzstegen erkunden kannst.

    Weiter geht es über Almwiesen und an großen, ehrwürdigen Schwarzwaldhöfen vorbei. Immer wieder genießt du herrliche Ausblicke über die friedliche Landschaft. Vor dem Aufstieg zum Brend kannst du noch eine gemütliche Rast im Hofcafé Näbbe Duss einlegen. Frisch gestärkt flitzt du förmlich den Wanderweg zum Gipfel hinauf. Wenn du erst hier eine Pause machen möchtest, kannst du entweder im Naturfreundehaus oder auch im Berggasthof Brend einkehren.

    Vom Brend aus führt der Westweg die meiste Zeit über weite Bergwiesen bergab. Bald darauf stellst du fest, dass die Landschaft hier ein wenig dichter besiedelt ist. Rund um das Bregtal befinden sich nämlich viele Dörfer und Höfe, die durch eine Hochstraße gut erschlossen sind. Das letzte Stück der heutigen Etappe folgt grob dem Lauf dieser Hochstraße bis zum Etappenziel Kaltenherberg. Wie auch auf anderen vorhergegangenen Etappen, findest du hier nur ein einziges Hotel: den Gasthof Kalte Herberge.

  • Schwer
    07:23
    26,0 km
    3,5 km/h
    540 m
    640 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Auch auf der neunten Tagesetappe wirst du mit bequemen Wanderwegen über schier unendliche Bergweiden verwöhnt. Während du hier entlang schlenderst, begleitet dich eine fantastische Aussicht auf die Bergwelt des Südschwarzwalds.

    Der Gasthof Kalte Herberge, Startpunkt deiner heutigen Etappe, liegt direkt am südlichen Abschnitt der Schwarzwaldhochstraße. Der Westweg verläuft für einige Kilometer in der Nähe der Straße.

    Nach rund sieben Kilometern knickt der Wanderweg ab und schnell kehrt wieder Ruhe ein. Hier schlängelt sich der Westweg am Rande von weiten Wiesen entlang und führt dich nur für kurze Abschnitte durch kleine Waldstücke. Dementsprechend genießt du bei jedem Schritt herrliche Fernblicke über die weite Landschaft.

    Erst rund um den Gipfel der Weißtannenhöhe geht es wieder hinein in den typischen Nadelwald des Schwarzwalds. Du wanderst in einer sanft ansteigenden Schleife an hoch gewachsenen Tannen vorbei zur Gipfelmarkierung. Auch der höchste Punkt ist dicht bewaldet, doch auf einer schmalen Waldschneise ergibt sich ein Blick auf die umliegenden Berge.

    Über Almwiesen wanderst du im Anschluss bergab zum malerischen Titisee und zum gleichnamigen Ort an seinem Ufer. Hier hast du gleich mehrere Einkehrmöglichkeiten zur Auswahl und bei schönem Wetter lohnt sich natürlich auch ein Sprung in den See.

    Nach einer wohlverdienten Pause geht es über einen letzten Höhenzug zum Etappenziel Hinterzarten.

  • Schwer
    07:47
    26,5 km
    3,4 km/h
    810 m
    690 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Auf der zehnten Etappe geht es ganz hoch hinaus, denn heute besteigst du den höchsten Berg des Schwarzwalds. Der berühmte Feldberg ist mit seinen 1.493 Metern nicht nur der König des Schwarzwalds, sondern zugleich der höchste deutsche Berg außerhalb der Alpen. Nach deinem Gipfelsturm führt dich der Westweg durch dichte Wälder und an schönen Aussichtspunkten vorbei zum Etappenziel Wiedener Eck.

    Von Hinterzarten aus wanderst du zu Beginn der Tour an den Hängen des friedlichen Zartenbachtals bergauf. Bald betrittst du eine Lichtung und du kannst einen ersten Blick auf das Feldbergmassiv werfen. Immer weiter führt dich der Westweg bergauf – erst durch Wälder und bald über offene, weite Bergwiesen.

    Das Feldbergplateau setzt sich aus dem Feldberg und dem nur wenig niedrigeren Seebuck zusammen. Hier oben wachsen kaum Bäume und daher genießt du einen fantastischen Ausblick, der bei gutem Wetter bis zu den Alpen reicht. Auf dem Feldberg lohnt außerdem ein Besuch in der St. Wilhelmer Hütte, der höchstgelegenen Almhütte im Schwarzwald.

    Nach einer Rast in der Almhütte führt der Westweg noch für eine Weile über Bergwiesen und schließlich hinein in stille Wälder. Gemächlich wanderst du bergab bis zum Etappenziel Wiedener Eck.

  • Schwer
    10:13
    33,0 km
    3,2 km/h
    880 m
    1 570 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Die elfte Etappe führt dich über lange 33 Kilometer und über 1.500 Höhenmeter im Abstieg von den höchsten Gipfeln des Südschwarzwalds herab. Vorher besuchst du aber noch den Belchen, mit einer Höhe von 1.414 Metern immerhin der vierthöchste Berg des Schwarzwalds. Nimm dir für die heutige Etappe genug Zeit und gönn dir regelmäßig Pausen, dann kommst du gut ans Ziel.

    Vom Wiedener Eck aus wanderst du in einer weiten Schleife über Waldwege bergauf zum Belchen. Neben der fantastischen Aussicht erwartet dich hier auch der Gasthof Belchenhaus, der sich für eine erste Pause eignet.

    Nun beginnt der lange, aber gleichmäßige Abstieg. Dabei folgt der Westweg dem Lauf eines Höhenzugs. Du wanderst die meiste Zeit durch Nadelwälder, an verschiedenen Stellen öffnet sich jedoch der Wald und gibt den Blick bis zu den Alpen oder auf die Vogesen frei.

    Wenn du rund 13 Kilometer zurückgelegt hast, kannst du dich mit einer Pause im Haldenhof belohnen. Ausgeruht und mit frischen Kräften geht es dann weiter. Die nächsten sieben Kilometer verlaufen ohne nennenswerte Höhenunterschiede und so kannst du ein wenig deine Knie schonen.

    Ab der kleinen Rasthütte Egertenhütte beginnt der letzte, kurze Aufstieg des Tages. Hier wanderst du hinauf zum Aussichtspunkt auf dem Hochblauen. Wenn du noch Reserven hast, solltest du zur Aussichtskanzel aufsteigen, denn der Blick über den Südschwarzwald ist großartig.

    Über einen langgezogenen Bergrücken verläuft der Westweg schließlich talwärts. Unten angekommen, empfängt dich dein Etappenziel Kandern.

    Wenn dir die gesamte Etappe zu lang ist, dann kannst du sie auch auf zwei Tage aufteilen. Am besten übernachtest du dann auf dem Haldenhof.

  • Schwer
    07:19
    26,0 km
    3,6 km/h
    490 m
    580 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Die zwölfte und letzte Etappe führt dich durch die letzten Ausläufer des Südschwarzwalds. An vielen Stellen eröffnen sich dir fantastische Ausblicke in die Rheinebene, bis nach Frankreich und natürlich bis in die Schweiz. Dort liegt auch dein Etappenziel: Am Ende deiner Tour überquerst du nämlich die deutsch-schweizerische Grenze und beendest deine Wanderung in Basel.

    In Kandern beginnst du deine Abschiedstour durch den Schwarzwald. Du folgst dem Flusslauf der Kander in Richtung Süden. Oberhalb des Flusses befindet sich hier eine langgezogene Felsformation, die als Wolfsschlucht bekannt ist. Der Weg führt dich mitten hindurch und du kommst in den Genuss einer einzigartigen Landschaft.

    Bald öffnet sich das Tal und der Westweg führt dich über die Kander. Am anderen Ufer verläuft der Wanderweg knapp unterhalb der bewaldeten Berghänge und so wanderst du über weite Wiesen und passierst kleine Dörfer und Städtchen.

    Hinter Wollbach schlängelt sich der Westweg über einen bewaldeten Höhenzug. An dessen südlichem Ende findest du auf einer Anhöhe die gut erhaltene Burgruine Rötteln. In der eindrucksvollen Ruine befindet sich auch ein Café mit Biergarten – der perfekte Ort für eine ausgedehnte Rast.

    Im Anschluss geht es bergab und unter der Autobahn A96 hindurch. Hier folgt der letzte Höhenzug deiner Fernwanderung. Der Tüllinger Berg liegt direkt zwischen Lörrach, Basel und Weil am Rhein und verspricht fantastische Aussichten auf alle drei Städte.

    Vom Tullinger Berg wanderst du hinab zum Ufer der Wiese, die dich gemächlich zu deinem Etappenziel Basel führt. Zufrieden blickst du auf deine letzten zwölf Tage zurück: Auf deiner Wanderung hast du alle Facetten, Landschaften und die einzigartige Natur des Schwarzwalds hautnah kennen und lieben gelernt.

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