Kohle-, Wind- & Wasser-Tour – in 6 Etappen durchs Elbe-Elster-Land

Fahrrad-Collection von
Kohle, Wind & Wasser-Tour
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Erfrischende Seen und Flüsse, malerische Wiesen und schattige Wälder, zerklüftete Bergbaugebiete und idyllisch renaturierte Flächen, auf denen sich die Natur nach und nach die vom Kohlebergbau gezeichnete Landschaft zurückerobert: Die Kohle-, Wind- und Wasser-Tour, die wir dir in dieser Collection in sechs Etappen präsentieren, führt dich auf rund 250 Kilometern durchs abwechslungsreiche Elbe-Elster-Land. Weitere Infos zur Tour findest du übrigens auch in der neuesten Auflage der ADFC-Broschüre „Deutschland per Rad entdecken“, die du hier online anschauen oder dir als gedruckte Version nach Hause bestellen kannst: deutschland-per-rad.de.

Entlang der Route kommst du immer wieder an spannenden Stationen vorbei, die nicht nur einfach irgendwelche Sehenswürdigkeiten darstellen, sondern die ein Teil der Geschichte der Region sind. Sie erzählen Geschichten über das Leben der Menschen, über die Lebensart im Elbe-Elster-Land und über die Vergangenheit und Zukunft der Gegend. Dabei ist das Thema Energie stets präsent. Ob Kohle, Wind oder Wasser – auf dieser Tour ist der Name Programm und wird durch Windmühlen, historische Kraftwerke und alte Förderanlagen verkörpert. Und natürlich durch die Schwarze und Kleine Elster mit ihren Nebenflüssen, die allgegenwärtig sind und die hier und da eine abgelegene Wassermühle zum Klappern bringen.

Die offiziell ausgewiesenen Etappen sind überwiegend flach und so kurz gehalten, dass sie auch für Gelegenheitsradler entspannt zu meistern sind. Wenn du es gewohnt bist, längere Touren zu fahren, spricht auch nichts dagegen, einzelne Etappen zusammenzulegen und die Tour in weniger Tagen zu absolvieren. Unterwegs findest du immer wieder Gelegenheiten für eine kleine Rast und in den Ortschaften auf dem Weg kannst du deine Vorräte wieder auffüllen. Die Etappenorte sind teilweise ziemlich klein, sodass die Auswahl an Übernachtungsmöglichkeiten oft überschaubar ist. Wir empfehlen dir darum, die Übernachtungen vorab zu planen und zu buchen, damit du vor Ort nicht vor verschlossenen Türen stehst. Falls du unterwegs andere Pläne schmiedest, weil zum Beispiel das Wetter umschlägt, kommst du mit Bussen oder der Bahn zurück zum Ausgangspunkt nach Bad Liebenwerda. Allerdings ist die Verbindung nicht immer optimal und du musst einige Male umsteigen. Viele Busse nehmen sogar Fahrräder mit – um sicherzugehen, kannst du hier deine Verbindung checken: verkehrsmanagement-elbeelster.de/fahrplanaenderung.

Da es sich um eine Roundtour handelt, kannst du grundsätzlich von jedem Etappenort aus in die Tour einsteigen. Wir haben Bad Liebenwerda als Start ausgewählt. Der gemütliche Kurort ist per Auto oder Bahn gut erreichbar, außerdem gibt es hier viele Unterkünfte, sodass du am Abend vor dem Tourstart anreisen und dich noch einmal richtig ausruhen kannst.

Wir wünschen dir viel Spaß auf dieser energiegeladenen Radtour mit all ihren Mühlen, Industriedenkmalen sowie ganz viel Natur und Kultur.

Auf der Karte

Die Etappen der Kohle-, Wind- und Wasser-Tour

  • Mittelschwer
    03:18
    54,3 km
    16,5 km/h
    220 m
    230 m
    Mittelschwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Schon auf der ersten Etappe der „Kohle-, Wind- und Wasser-Tour leuchtet es sofort ein, warum diese Radtour durchs Elbe-Elster-Land genau so heißt. Von Beginn an ist das Wasser stets präsent, denn du radelst auf einem wunderschönen, ruhigen Radweg entlang der schwarzen Elster, der dich direkt zum ersten „Wasser-Highlight“ der Tour führt. Der Hochpolgenerator Neumühl markiert den ältesten Mühlenstandort des Landkreises und bietet sich für eine lehrreiche Pause an, die sich hervorragend mit einem Kuchenstopp in der benachbarten Elsterstube verbinden lässt.Ein paar Kilometer weiter kommt die Kohle ins Spiel. Für die Besichtigung der ehemaligen Brikettfabrik Louise solltest du ruhig eine etwas längere Pause einplanen. Hier gibt es viel zu entdecken, zu lernen und zu bestaunen. Spätestens, wenn die alten Dampfmaschinen angeworfen werden, ist richtig Action im Spiel. Danach wird es wieder ruhig. Ein kleiner Abstecher führt dich zu einem „Restloch“ des ehemaligen Kohleabbaus. Die riesigen Löcher der alten Tagebaue sind heute mit Wasser vollgelaufen und werden nach und nach aufwändig renaturiert. So kannst du hier heute die schöne Aussicht auf die großen Feuchtgebiete genießen, die kaum noch erahnen lassen, was der Kohleabbau hier einst angerichtet hat.Nach knapp 55 Kilometern erreichst du das Etappenziel Herzberg. Die kleine Stadt besitzt einen gemütlichen Stadtkern mit mittelalterlichem Kopfsteinpflaster, einem historischen Rathausgebäude und einer mittelalterlichen Kirche. Sehenswert ist auch der Stadtpark, das dienstälteste Planetarium Brandenburgs und das Tiergehege etwas außerhalb der Stadt. In Herzberg gibt es allerlei Pensionen, Privatzimmer und ein paar Hotels und Gasthöfe, sodass du leicht eine passende Unterkunft findest. Falls du die Etappe einzeln fahren möchtest, kommst du mit der Bahn oder mit Bussen leicht zurück zum Ausgangspunkt nach Bad Liebenwerda.

  • Leicht
    01:12
    21,1 km
    17,5 km/h
    40 m
    40 m
    Leichte Fahrradtour. Für alle Fitnesslevel. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Die zweite Etappe auf der Kohle-, Wind- und Wasser-Tour ist mit rund 21 Kilometern recht kurz gehalten, zudem ist sie nahezu flach, sodass du genug Energie und genug Zeit übrig hast, um die schöne, ruhige Landschaft zu genießen, hier und da einzukehren und dir die Sehenswürdigkeiten im Etappenziel anzuschauen.Unterwegs erwarten dich eine rustikale Gaststätte, ein Badesee und ein Picknickplatz direkt am Radweg. Du hast also die freie Auswahl: idyllisch, erfrischend oder „original“ – der passende Pausenplatz wird sich schon finden.Im Etappenziel Schönewalde steht wieder eine Station der Kohle-, Wind- und Wasser-Tour auf dem Programm – heute dreht sich alles um den Wind, mit dessen Kraft in der Mühle am Rande des Orts jahrhundertelang die Müller das Korn gemahlen haben. Heute ist das leider nur noch während einer Führung der Fall, die du vorab anmelden solltest, wenn du die Mühle nicht nur von außen bewundern möchtest. Ebenfalls sehr zu empfehlen ist ein Abstecher zum barocken Schloss im nahegelegenen Ahlsdorf. Das Schloss ist leider nicht öffentlich zugänglich, dafür aber der schöne Park davor, in dem sich das historische Teehaus befindet, das einst von der Familie Georg von Siemens erbaut wurde. In der kleinen Stadt Schönewalde gibt es ein einziges Hotel, das Parkhotel. Ansonsten findest du hier noch ein paar Gasthäuser und Pensionen und eine überschaubare Anzahl an Restaurants und Imbissen. Falls du deine Tour hier beenden möchtest, bringt dich eine Busverbindung zurück nach Herzberg, dort kannst du in Richtung Bad Liebenwerda umsteigen.

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  • Mittelschwer
    03:02
    51,7 km
    17,0 km/h
    180 m
    150 m
    Mittelschwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Fast 52 Kilometer umfasst die dritte Etappe der Kohle-, Wind- und Wasser-Tour, die dich heute durch uralte Dörfer, vorbei an idyllischen Seen und durch schattige Wälder führt. Eine barocke Kirche und verschiedene Windmühlen sorgen für Abwechslung und bieten unterhaltsame wie interessante Gelegenheiten für kleine Pausen.Du startest im gemütlichen Schönewalde über eine ruhige und absolut flache Landstraße, auf der du dich ganz in Ruhe warmfahren kannst. Nach 18 Kilometern erreichst du den kleinen Körbaer See, der eine schöne Gelegenheit für eine Pause darstellt. Vielleicht entspannst du dich ein wenig am Seeufer oder gönnst dir einen kleinen Snack im Café am südlichen Ufer. Frisch gestärkt bist du dann bereit für den nächsten Abschnitt der Tour, der ein bisschen hügeliger ist, als es bisher der Fall war.In der Rochauer Heide warten ein paar Anstiege auf dich, die aber alle machbar sind und dich vor keine große Herausforderung stellen. Vielmehr kommt etwas Abwechslung ins Spiel, wenn du durch den idyllischen Heidewald pedalierst. Gerade, wenn der Wald endet, kommst du zu einem wahrhaft märchenhaften Gebilde: „Schloss Lilliput“ ist das bauliche Lebenswerk eines schrulligen Autors und Künstlers, der dir am monatlich stattfindenden „Tag der offenen Tür“ einen Einblick in seine zauberhafte Welt gewährt. Allein dafür lohnt es sich, die Tour entsprechend zu timen.Bevor du das Etappenziel Sonnewalde erreichst, passierst du noch die Bockwindmühle Trebbus, die dich wieder auf den Boden der Tatsachen holt und zu einer Rast im Sinne der Kohle-, Wind- und Wasser-Tour lädt. Lass dir unterwegs ruhig viel Zeit, denn im Etappenziel ist es noch ruhiger, als am Startort Schönewalde. Einige wenige Unterkünfte stehen dir zur Verfügung, in denen du pure Dorfidylle genießen kannst. Wenn du die Tour vorzeitig abbrechen möchtest, empfiehlt es sich, noch ein paar Kilometer weiter bis nach Finsterwalde zu radeln. Von dort aus fahren dann Regionalbahnen.

  • Schwer
    03:47
    63,2 km
    16,7 km/h
    210 m
    200 m
    Schwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Auf einigen Passagen wirst du dein Rad evtl. tragen müssen.

    Auf der vierten Etappe der Kohle-, Wind- und Wasser-Tour geht es wieder etwas geschäftiger zu. Wenn du den kleinen Ort Sonnewalde verlassen hast, steuerst du auf Finsterwalde zu. Großstadt-Flair gibt’s auch hier nicht, aber immerhin fährst du durch den einwohnerreichsten Ort im Landkreis Elbe-Elster mit schönem Marktplatz, auf dem sich eine kleine Rast anbietet.Was nun folgt ist hingegen wahrhaft gigantisch und widmet sich nach so viel Wind und Wasser voll und ganz dem Thema Kohle: Im Rahmen einer Besichtigung der „Förderbrücke F60“ kannst du auf beeindruckende Art und Weise erleben, wie hier früher im Tagebau die Kohle abgebaut wurde. Noch heute ist die Landschaft davon geprägt, auch wenn die hässlichen Löcher mittlerweile überwiegend zu schönen Seenlandschaften und grünen Naherholungsgebieten renaturiert wurden. Genau diesen Kontrast erlebst du im weiteren Verlauf. Vom Kohleloch bei der Förderbrücke radelst du über wunderschöne Radwege durch die renaturierte Seenlandschaft nach Grünewalde und weiter nach Lauchhammer.Im Etappenziel Lauchhammer gibt es einiges zu sehen. Die vielen Kirchen der Stadt sind sehenswert und das Mühlenmuseum passt hervorragend zum Motto der Tour. Ebenfalls einen Besuch wert sind die „Biotürme“. Darin wurden früher die Abwässer der Koksproduktion biologisch behandelt. Die Türme stellen heute eine skurrile Kulisse dar, einer von ihnen kann bestiegen werden – von oben hast du eine beeindruckende Aussicht auf das ehemalige Industrieareal.In Lauchhammer findest du eine gute Auswahl an Unterkünften vom Campingplatz bis zum Hotel. Mit der Bahn bist du in gut 20 Minuten zurück am Ausgangspunkt der Kohle-, Wind- und Wasser-Tour in Bad Liebenwerda.

  • Mittelschwer
    03:31
    57,4 km
    16,3 km/h
    80 m
    90 m
    Mittelschwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Die Tour kann Passagen mit losem Untergrund enthalten, die schwer zu befahren sind.

    Die fünfte Etappe der Kohle-, Wind- und Wasser-Tour verläuft entlang der schwarzen Elster über Elsterwerde bis nach Mühlberg an der Elbe. Der Streckenverlauf ist aalglatt, sodass du die Distanz locker meistern kannst und genug Energie bleibt, um die Sehenswürdigkeiten entlang der Tour und im Etappenziel Mühlberg in Ruhe anzuschauen. Diese Etappe steht noch einmal im Zeichen der Kohle: In Plessa kommst du am weltweit ältesten Kraftwerk vorbei. Hier solltest du unbedingt stoppen und an einer spannenden Führung teilnehmen, bei der du den Weg der Kohle vom Speichersilo bis zum Trafohaus anschaulich nachvollziehen kannst. Deutlich „mickriger“ geht es in Elsterwerda zu. Im Miniaturenpark sind rund 120 historische Gebäude der Gegend nachgebaut, sodass du auf kleinstem Raum einen Streifzug durch den Landkreis Elbe-Elster unternehmen kannst. Hier befindet sich übrigens auch eine Bockwindmühle, die es zu besichtigen lohnt, und die den Fokus von der Kohle zurück auf den Wind lenkt.Vorbei an Kirchen, durch idyllische Ortschaften und eine malerische Wiesenlandschaft, die immer wieder von kleinen Gewässern aufgelockert wird, radelst du nun zum Etappenziel Mühlberg, wo die Elbe noch einmal den Wasser-Part der Tour übernimmt. In Mühlberg warten einige Sehenswürdigkeiten darauf, von dir entdeckt zu werden. Dazu gehören die Altstadt mit schönem Marktplatz, das Schloss Mühlberg, das Museum oder das Kloster Marienstein. Von Mühlberg besteht eine Busverbindung zum Ausgangsort der Tour, Bad Liebenwerda.

  • Mittelschwer
    02:07
    32,4 km
    15,3 km/h
    60 m
    60 m
    Mittelschwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Von Mühlberg führt die letzte Etappe der Kohle-, Wind- und Wasser-Tour zurück zum Ausgangspunkt nach Bad Liebenwerda oder – um beim Motto der Tour zu bleiben – von der Elbe zurück zur Schwarzen Elster. Der Streckenverlauf der rund 32 Kilometer langen Etappe ist nahezu flach, sodass auch heute wieder genug Zeit und Energie bleibt, die Landschaft zu genießen und hier und dort anzuhalten, um zum Beispiel eines der Schlösser oder eine der Windmühlen, die den Weg säumen, genauer zu begutachten.Zu Beginn der Tour folgst du eine Weile dem Elberadweg, bis die Bockwindmühle Altbelgern das Signal gibt, die Elbe zu verlassen und rechts auf die kleine Straße in Richtung Osten abzubiegen. Schon kurz darauf folgt die nächste Mühle und die ist sogar noch im Einsatz. Die Holländermühle in Koßdorf mahlt das Mehl für einige Bäckereien der Region – allerdings nicht mehr mit der Kraft des Windes, sondern mittels Strom.Auf den letzten Kilometern lohnt sich noch ein Stopp im wunderschönen Pfarrgarten von Saxdorf, bevor die Tour endgültig zu Ende geht und du zurück nach Bad Liebenwerda kommst. Hinter dir liegen sechs Etappen, die nicht nur wunderschön waren, sondern in gleichem Maße unterhaltsam und lehrreich. Besser als auf dem Fahrrad, kannst du die Landschaft und Industriekultur des Elbe-Elster-Lands nicht erkunden.

Collection Statistik

  • Touren
    6
  • Distanz
    280 km
  • Zeit
    16:58 Std
  • Höhenmeter
    780 m

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