TMB Fotoarchiv Steffen Lehmann

6 Etappen durch Brandenburg frei nach Theodor Fontane

Fahrrad-Collection von
Reiseland Brandenburg

Wo auch immer du in Brandenburg in diesem Jahr unterwegs bist, ist Theodor Fontane nicht weit. Der aus Neuruppin stammende Dichter hat sich vor 150 Jahren selbst aufgemacht, das Land um Berlin zu bereisen: zu Fuß, per Kutsche und Eisenbahn. Was er bei seinen Streifzügen erlebte, schilderte er in seinem fünfbändige Werk „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“. Seinen 200. Geburtstag nehmen wir für dich zum Anlass, Fontane zu entstauben und wieder Schwung in seine morschen Gebeine zu bringen – mit dem Fahrrad auf sechs Tagesetappen.

Für die Touren unserer Collection musst du dir nicht extra Fontanes „Wanderungen“, zulegen – viel zu schwer fürs Gepäck! Und Radwandern mit Fontane ist auch keine schwere Kost für eingefleischte Kulturfreaks. Die wunderschöne Natur im Land der 3.000 Seen steht bei unseren Touren ganz klar im Mittelpunkt.

Wer mag, startet in der Fontanestadt Neuruppin. Malerisch am Ufer des Ruppiner Sees gelegen, verläuft eine Radroute rund um Brandenburgs längsten See und gibt immer wieder schöne Blicke aufs Wasser frei – Badesachen nicht vergessen! Blütenträume erlebst du auf der Radroute in die historischen Stadtkerne auf dem Abschnitt von Neuruppin nach Wittstock (Dosse), wo in diesem Jahr die Landesgartenschau stattfindet. Die Route führt an der wunderschönen Kyritzer Seenkette vorbei, die ebenfalls zum Baden einlädt. Wenn du Natur am Wasser suchst und an heißen Tagen Radeln und Baden kombinieren möchtest, bist du auch auf der Route rund um die Potsdamer Havelseen genau richtig. Nicht nur Fontane, auch Albert Einstein fand hier sein Sommerparadies. Ganz im Zeichen von Fontanes berühmten Birnengedicht geht es auf der Radroute „Mit Ribbecks Birne auf Du & Du“ nach Ribbeck im Havelland. Steig ab und mach dich auf die Suche nach dem legendären Birnbaum. Die „Königstour im Oderbruch“ ist ein royales Vergnügen für Naturfans. Dieser östlichste Landstrich Brandenburgs entfaltet seinen herben Charme und breitet sich unter einem weiten Himmel aus. Wer die Faszination Spreewald erleben und dabei malerische Dörfer und Städte entdecken möchte, radelt auf dem Spreeradweg im Süden Brandenburgs von Cottbus über Peitz, Burg und Lübbenau nach Lübben.

Alle Routen sind als Tagesetappen voneinander unabhängig und gut an den Regionalverkehr der Bahn angebunden, sodass du bequem an- und abreisen kannst.

Auf der Karte

Touren & Highlights

  • Leicht
    01:43
    27,2 km
    15,8 km/h
    90 m
    90 m
    Leichte Fahrradtour. Für alle Fitnesslevel. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Die Tour führt auf 26 Kilometern rund um den längsten See Brandenburgs auf den Spuren Fontanes durch idyllische Landschaften. Vergiss im Sommer auf keinen Fall die Badesachen!Auf dem Seedamm überquerst du den Ruppiner See und radelst nach Wuthenow. Dort angekommen, solltest du dir die von Baumeister Schinkel entworfene Dorfkirche ansehen. In ihrem Innern hütet sie ein Gemälde mit der ältesten Stadtansicht Neuruppins. Nach einem Sprung ins kühle Nass in Gnewikow fährst du weiter nach Karwe. Auf der alten Gutsanlage mit dem nicht mehr existenten Schloss derer von Knesebeck, die Fontane einst besuchte, bietet der Park ein schattiges Plätzchen mit Bademöglichkeit. Zum Verweilen lädt auch das alte Fischerdorf Altfriesack ein: Schleuse, Hubbrücke, die Alte Fischerhütte, das Flüsschen Rhin sowie der Bützsee geben zusammen ein malerisches Bild ab. Am südlichsten Zipfel des Ruppiner Sees liegt das Zietendorf Wustrau. Das Brandenburg-Preußen Museum, das einstige Schloss des Husarengenerals Zieten und der Eiskeller gehören zu den interessanten Stationen des Ortes, in dem im Sommer das Seefestival stattfindet. Gegenüber dem Café Constanze führt ein Weg zum Wiesen- und Strandbad mit wunderschönem Seeblick.Auf der Westseite des Ruppiner Sees fährst du nach Neuruppin zurück, teilweise durch ein Waldgebiet. Zurück in Neuruppin, kommst du auf dem Weg zum Bahnhof am Fontane-Denkmal und dem Geburtshaus Fontanes, der Löwen-Apotheke, vorbei. Wenn du noch Zeit hast, empfiehlt sich ein Besuch im Tempelgarten mit dem Apollotempel und der Seepromenade mit der Parzival-Skulptur.Vom Bahnhof Neuruppin Rheinsberger Tor verkehrt stündlich der Regionalexpress RE 6 von und nach Berlin.

  • Mittelschwer
    04:44
    80,7 km
    17,0 km/h
    210 m
    190 m
    Fähre
    Mittelschwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Die Tour kann Passagen mit losem Untergrund enthalten, die schwer zu befahren sind. Die Tour enthält Überquerungen mit der Fähre.

    Diese Tour verbindet Natur mit Geschichte(n), denn sie führt dich durch herrliche Fluss- und Seenlandschaft zwischen den historischen Stadtkernen in Neuruppin und Wittstock (Dosse).Auf dieser 74 Kilometer langen Tagestour entdeckst du kleine Flüsse, Seen-, Wiesen- und Waldlandschaften und die sehenswerten Altstädte von Neuruppin, Wusterhausen, Kyritz und Wittstock. Du kannst die Route auch in umgekehrter Richtung befahren und in Wittstock (Dosse) starten. Die Fontanestadt Neuruppin ist unbedingt eine Stippvisite wert. Weite Plätze verleihen ihr luftiges Flair. Entdecke die imposante Parzival-Skulptur an der Seepromenade und den Apollotempel, das Geburtshaus und das Denkmal Fontanes. Über weite Felder und durch verträumte kleine Dörfer geht es nach Wusterhausen (Dosse). Schon von weitem grüßt die mächtige Sankt-Peter-und-Paulskirche. Die Stadt überrascht mit viel Fachwerk. Auch im benachbarten Kyritz lockt hübsches Fachwerk rund um den Marktplatz und die St.-Marienkirche. Wenn du hier eine Rast einlegen möchtest, fährst du auf der Seestraße bis zum Ufer des Untersees und lässt dich per Fähre zur INSL übersetzen, einem beliebten Ausflugsziel der Region. An der Kyritzer Seenkette radelst du durch bewaldete Uferschnitte weiter nach Wittstock (Dosse), wo die Tour endet. Wer sich für Geschichte interessiert, macht in Scharfenberg einen Abstecher zur Aussichts- und Gedenkplattform. Hier fand 1636 eine der blutigsten Schlachten des 30-jährigen Krieges statt. Mehr dazu erzählt die Alte Bischofsburg in Wittstock. Sie ist Teil der längsten Stadtmauer aus Backstein, die es in Deutschland gibt. In diesem Jahr ist die Stadtmauer zugleich eine hübsche Kulisse für die Landesgartenschau.Aus Richtung Berlin verkehrt der Regionalexpress RE 6 mindestens stündlich nach Neuruppin und zweistündlich nach Wittstock.

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  • Mittelschwer
    02:11
    34,1 km
    15,6 km/h
    140 m
    140 m
    Mittelschwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Die Tour kann Passagen mit losem Untergrund enthalten, die schwer zu befahren sind.

    Die 34 Kilometer lange Rundtour um die Potsdamer Havelseen macht auf Anhieb gute Laune: Neben vielen Kulturhighlights locken Badestellen und schöne Ausblicke in die Natur, die schon Einstein und Fontane beglückte. Vom Hauptbahnhof Potsdam radelst du stadtauswärts über die Leipziger und Templiner Straße. Das Waldbad am Templiner See hält schon die erste Bade-Erfrischung parat. Nur einen Steinwurf entfernt liegt Caputh. Sehenswert sind das malerische Barockschloss mit dem Lennépark und das Sommerhaus von Albert Einstein.  In Ferch an der Südspitze des Schwielowsees lockt das Strandbad, wenn du eine Abkühlung benötigst. Entdecke das Museum der Havelländischen Malerkolonie und den Japanischen Bonsaigarten. Nur einen Katzensprung entfernt liegt der Gutspark in Petzow. Das alte Waschhaus beherbergt das Heimatmuseum mit einer Ausstellung zur Waschkultur. Die Schinkelkirche gegenüber des Parks bietet eine fantastische Panoramasicht über den Schwielowsee.Lohnenswert ist ein Abstecher nach Werder. Am südlichen Ortseingang geht es hinauf zum 84 Meter hohen Werderaner Wachtelberg, Deutschlands nördlichstes Weinanbaugebiet. Auch die historische Altstadtinsel inmitten der Havel mit ihren verwinkelten Gassen und pittoresken Fischerhäusern ist unbedingt sehenswert. Radeln empfiehlt sich auf der Altstadtinsel wegen des starken Kopfsteinpflasters allerdings nicht. Belohne dich mit leckerem Eis der original italienischen Eismanufaktur „Dolci e Gelati“.Bis nach Potsdam zurück sind es nun noch etwa 15 Kilometer. Ab Geltow verläuft die reizvolle Route am Ufer des Templiner Sees entlang. An vielen Stellen lohnen sich kurze Stopps für tolle Fotomotive.

  • Leicht
    01:39
    28,8 km
    17,5 km/h
    60 m
    60 m
    Leichte Fahrradtour. Für alle Fitnesslevel. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Im Havelland werden alte Legenden lebendig: Bei dieser 28 Kilometer langen Tour durch Heide, Wälder und das Havelländische Luch entdeckst du viel märkische Geschichte, besonders die des Herrn von Ribbeck aus Fontanes berühmtem Gedicht.Die Rundtour beginnt und endet am Bahnhof Nauen, den du von Berlin mehrmals stündlich mit dem Regionalexpress RE 2 und den Regionalbahnen RB 10 und RB 14 erreichst. Hinter Nauen verläuft die Route über Lietzow und Berge auf einer ehemaligen Kleinbahntrasse nach Ribbeck – gänzlich autofrei auf eigenem Radweg (der hier identisch mit dem Havelland-Radweg ist). In Ribbeck begibst du dich auf die Spurensuche nach dem legendären Birnbaum und lernst so das malerische Dorfensemble mit Kirche, Schloss und Birnengarten, dem Alten Waschhaus und der Alten Schule kennen. Ideal für eine gemütliche Pause ist das Café „Ribbäcker“ und das Alte Waschhaus, wo es fantastische Birnentorten gibt. Von Ribbeck geht es durch den Wald nach Groß Behnitz, wo die Geschichte einer der bedeutendsten Industriellenfamilien des 19. und 20. Jahrhunderts zu erleben ist. Die denkmalgeschützte Anlage des landwirtschaftlichen Mustergutes der Familie Borsig leuchtet in hellrotem Backstein. Eingebettet in eine Parklandschaft am Rande des Naturparks Westhavelland ist sie heute ein beliebtes Ausflugsziel. Im Café und Restaurant „Seeterrassen“ genießt du den Blick über den Groß Behnitzer See. Auf überwiegend straßenbegleitendem Radweg geht es zurück nach Nauen. Hier kannst du die erlebnisreiche Tour bei einer kurzen Stippvisite der sehenswerten Altstadt ausklingen lassen.

  • Schwer
    06:04
    97,9 km
    16,1 km/h
    150 m
    150 m
    Schwere Fahrradtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Die Tour kann Passagen mit losem Untergrund enthalten, die schwer zu befahren sind.

    Ohne den Alten Fritz wäre heute an eine Radtour im Oderbruch überhaupt nicht zu denken, sorgte der einstige Preußenkönig doch für die Trockenlegung dieses Feuchtgebiets. Wer heute am östlichsten Rand Brandenburgs unterwegs ist, wird von der flachen Landschaft unter dem weiten Himmel fasziniert sein. Das macht die mit 98 Kilometer Länge fordernde „Königstour“ zu einem royalen Vergnügen.Los geht es am Bahnhof Seelow-Gusow. Dorthin bringt dich die Regionalbahn RB 26 aus Berlin im Stundentakt. Auf dem straßenbegleitendem Radweg fährst du nach Neuhardenberg. Das klassizistische Ensemble aus Schloss und Schinkelkirche und der ausgedehnte Schlosspark lohnen unbedingt einen Zwischenstopp.Vogelliebhaber erklimmen den Aussichtsturm in der Teichlandschaft bei Altfriedland. Dann geht es auf ruhigen Landstraßen mitten durchs Oderbruch an die Oder. In Neutrebbin grüßt der Alte Fritz von seinem Denkmalsockel. Neulietzegöricke ist das älteste Kolonistendorf des Oderbruchs, da passt das Kolonisten-Kaffee perfekt für eine Rast.Auf dem Oderdeich kannst du dann deinen Blick weit über die Oderauen ins Nachbarland Polen schweifen lassen. Der Radler`s Hof lockt mit Speis und Trank. In Groß Neuendorf grüßt dich schon von weitem der Verladeturm der alten Hafenanlage. Ab hier schwenkt die Route wieder ins Oderbruch. Zwischen den Dörfern liegen die Loose-Gehöfte, sie wurden den Neusiedlern vom Alten Fritz per Losverfahren zugeteilt. In Letschin steht eine Fontane-Büste auf einem Granitsockel vor der Fontane Apotheke. Baumeister Schinkel hinterließ dem Ort eine Kirche, von der heute nur noch der Turm steht. Am Ortsausgang grüßt zum Abschied wieder der Alte Fritz. Durch die Letschiner Loose geht es dann zurück nach Gusow-Platkow, wo sich ein kurzer Abstecher zum Schloss lohnt.

  • Schwer
    04:35
    76,4 km
    16,7 km/h
    110 m
    130 m
    Schwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Auf einigen Passagen wirst du dein Rad evtl. tragen müssen.

    Wer denkt beim Spreewald nicht gleich an Gurken und Kahnfahrten? Dabei hat das in ganz Europa einmalige Wasserlabyrinth mit seinen Fließen und Kanälen, Wiesen und Wäldern so viele Gesichter: magische Lichtstimmungen, seltene Pflanzen- und Tierarten, stille Natur, Bräuche und Traditionen.Auf dem Spreeradweg von Cottbus nach Lübben kannst du viel von der Faszination dieses sagenumwobenen Landstrichs erleben. Cottbus, wo die Tour beginnt, erreichst du stündlich mit dem Regionalexpress RE 2. Die grüne Lausitzmetropole lohnt allein schon mehr als einen Ausflugstag. Ein bisschen Flair der Stadt vermittelt sich aber schon, wenn du entlang der Spree durch Cottbus zur Teichlandschaft rund um Peitz radelst. Das größte zusammenhängende Teichgebiet Deutschlands ist Brutgebiet und Rastplatz für seltene Vogelarten, auch die Altstadt mit dem Festungsturm ist ein Blickfang.Durch die Wiesen der Spreeauen fährst du mitten hinein ins Biosphärenreservat nach Burg. Typisch Spreewald: Auf das malerische Dorf mit seinen verstreut liegenden Ortsteilen trifft das unbedingt zu. Vom Bismarckturm schweift der Blick in die Weite. Hinter Leipe beginnt der bewaldete Teil des Oberspreewaldes. Nimm dir in Lehde etwas Zeit für einen Besuch des Freilandmuseums und tauche ein in die Welt der Spreewaldbewohner zur Fontanezeit.Wenn es nach dem Dichter der „Wanderungen“ geht, ist Lübbenau die „heimliche Hauptstadt des Spreewaldes“. Da ist sicher etwas Wahres dran: Vom Großen Spreewaldhafen starten die
    Kahnfahrten vor der beeindruckenden Schlosskulisse, nicht zu vergessen die Altstadt, wo du auf die Sagengestalten der Lutkis triffst.
    Durch Wälder und Spreewiesen geht es nach Lübben. Von Lübben verkehren der Regionalexpress RE 2 und die Regionalbahn RB 24 jeweils stündlich. Aber bevor du zurückfährst, solltest du dir „das Tor zum Unterspreewald“ ruhig noch etwas genauer anschauen. Ein Besuch der romantischen Schlossinsel inmitten der Spree ist in jedem Fall ein krönender Abschluss der Tour.

Collection Statistik

  • Touren
    6
  • Distanz
    345 km
  • Zeit
    20:56 Std
  • Höhenmeter
    760 m

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