Transteuto: per Mountainbike durch den Teutoburger Wald

Mountainbike-Collection von komoot
3-4 Tage
3-4 Std / Tag
146 km
3 210 m
2 990 m

Ein Gebirge mit dem Mountainbike zu durchqueren steht auf deiner Bucket-List ganz weit oben? Dann haben wir hier genau das Richtige für dich, ohne dass du gleich eine aufwendige Alpen-Expedition starten musst. Der Teutoburger Wald bietet actionreiche Trails und eine wunderschöne Natur, flowige Abfahrten und knackige Anstiege. Er ist gut erreichbar und du bist niemals so weit draußen, dass du im Fall eines Defekts oder einer Planänderung in Schwierigkeiten gerätst. Kurzum: Der Teutoburger Wald ist perfekt geeignet, um in die Welt der Gebirgsüberquerungen einzutauchen. Alles, was du brauchst, ist dein Bike und ein langes Wochenende. Die passende Route zeigen wir dir in dieser Collection: die TransTeuto in drei Etappen.

Der Teutoburger Wald ist eines der nördlichsten Mittelgebirge Deutschlands. Es erstreckt sich nördlich von Münster beim kleinen Örtchen Hörstel in einem schmalen, rund 105 Kilometer langen Band vorbei an Bielefeld in Richtung Südosten, wo es bei Leopoldstal ins Eggegebirge übergeht. Der höchste Punkt liegt auf 446 Meter Höhe, was nicht viel klingt, im Vergleich zum tellerflachen Umland aber doch einiges an Höhenmetern bietet. Da es sich um einen schmalen Kamm handelt, machen Rundtouren im Teuto nicht so viel Sinn. Stattdessen ist das Gelände prädestiniert für eine Durchquerung. Rund 140 Kilometer lang ist die TransTeuto, die dich über schöne Waldwege und flowige Trails vorbei an uralten Burgen, bemerkenswerten Felsformationen, atemberaubenden Aussichtspunkten und durch gemütliche Ortschaften mit vielen Einkehrmöglichkeiten führt.

Auf dem Papier mag dieses kleine Mittelgebirge nicht besonders fordernd wirken. Tatsächlich ist das Gelände aber durchaus eine Herausforderung: Es geht ständig auf und ab, teilweise sogar richtig steil. Selbst als eingefleischter Mountainbiker kommst du hier also voll auf deine Kosten – am Ende sammelst du satte 3.210 Höhenmeter. Wie fordernd deine Tour tatsächlich wird, hast du selbst in der Hand: Du kannst die TransTeuto als echte Herausforderung nehmen und sie an einem Stück fahren. Oder du teilst sie in Etappen auf, ganz wie es dir passt. Unsere drei Etappen taugen bestens für ein langes Wochenende und sind auch von weniger erfahrenen Bikern gut machbar. Zudem haben wir sie so gelegt, dass du unterwegs komfortable Unterkünfte findest, in denen du dich bestens erholen kannst.

Da die TransTeuro eine One-Way-Etappanfahrt ist, macht die Anreise per Bahn besonders viel Sinn. Los geht’s in Hörstel. Der kleine Ort hat einen eigenen Bahnhof, von dem aus es nur wenige hundert Meter bis zum Start sind. Vom Ziel der Etappenfahrt ist es nicht weit bis zum Bahnhof in Leopoldstal. Hier hast du eine gute Verbindung nach Paderborn, von wo aus du problemlos nach Hause kommst.

Worauf wartest du noch? Schnapp dir dein Bike, genieße die Zeit und mach danach einen dicken Haken auf deiner Bucket-List.

Auf der Karte

Touren & Highlights

  • Schwer
    03:52
    41,6 km
    10,8 km/h
    670 m
    590 m
    Schwere Mountainbike-Tour. Gute Grundkondition erforderlich. Fortgeschrittene Fahrtechnik notwendig. Auf einigen Passagen wirst du dein Rad vielleicht schieben müssen.

    Die TransTeuto-Strecke beginnt ganz unscheinbar mit einem kleinen Schotterweg, der von einer Straße abzweigt. Hinweisschilder des Hermannswegs weisen dir den Weg zum Einstieg in deine Fahrt durch den Teutoburger Wald. Über weite Strecken folgst du dem Hermannsweg, verlässt ihn aber auch immer wieder mal, um auf Passagen auszuweichen, die mit dem Mountainbike besser befahrbar sind oder einfach, um von Fußgängern besonders stark genutzte Abschnitte zu vermeiden.

    Kaum auf dem Bike, schon genießt du das typische Teuto-Feeling: Ein schöner Waldweg oder auch ein enger Single Trail folgen dem schmalen Gebirgszug, der meist nach links und rechts steil abfällt, sodass du immer wieder eine schöne Aussicht genießen kannst. Dabei geht es stetig auf und ab – auf dieser ersten Etappe noch ganz sachte – perfekt zum Warmwerden!

    Unterwegs erwarten dich immer wieder kleine Highlights. Neben den zahlreichen Aussichtspunkten gibt es gemütliche Einkehrmöglichkeiten oder geologische Besonderheiten, wie die Dörenther Klippen. Hier wird es sogar zum ersten Mal richtig steil. Nimm’s am besten sportlich, schieb ein Stück und freue dich, oben angekommen, über die tolle Aussicht und die beeindruckenden Felsformationen.

    Kurz vorm Etappenziel in Bad Iburg ist die Aussicht etwas speziell: Hier kommst du an einigen Steinbrüchen vorbei, die über Jahrzehnte Teile des Bergs, über den du fährst, abgetragen haben und es immer noch tun. Die Weitsicht ist perfekt, dennoch regt diese Passage zum Nachdenken an, weil hier die Folgen der menschlichen Zivilisation gar so offensichtlich sind. Umso idyllischer ist es dann bei deiner Ankunft in Bad Iburg. Das markante Schloss begrüßt dich schon aus der Ferne. Wenn deine Waden glühen, solltest du die Spezialität des anerkannten Kneipp-Kurorts ausprobieren: Über die ganze Stadt verteilt findest du Wassertretstellen nach der Lehre von Pfarrer Sebastian Kneipp. Aber auch, wenn dir nur nach einer Stärkung oder deiner Unterkunft für die kommende Nacht ist, wirst du in der gemütlichen Kleinstadt im Teutoburger Wald fündig.

    Tipp:
    Zu einer One-Way-Etappenfahrt reist du am besten per Zug an. Der nächste größere Bahnhof befindet sich in Rheine, von dort aus sind es rund zehn Kilometer bis zum Start, die du dank flachem Streckenverlauf schnell meistern kannst. Wenn dir das zu weit ist, kannst du noch ein paar Minuten mit der Regionalbahn nach Hörstel dranhängen. Von dort aus sind es nur ein paar hundert Meter bis zum Start.

  • Schwer
    05:18
    49,6 km
    9,4 km/h
    1 150 m
    1 170 m
    Schwere Mountainbike-Tour. Sehr gute Kondition erforderlich. Fortgeschrittene Fahrtechnik nötig.

    Die Aussicht bei der TransTeuto ist eigentlich immer gut – heute aber ganz besonders. Denn auf der Route liegen gleich mehrere herausragende Aussichtspunkte und zwei Aussichtstürme. Genuss pur für die Augen, aber auch der Magen kommt nicht zu kurz: Verschiedene Einkehrmöglichkeiten sorgen dafür, dass du immer genug Power hast, um abends noch gemütlich in den Bielefelder Großstadtflair einzutauchen.

    Das Streckeprofil auf der zweiten Etappe ist wieder typisch Teuto: Es geht hoch und runter. Allerdings darf es, jetzt wo du warm bist, ein bisschen mehr sein, als am Tag zuvor. Deshalb warten heute einige fordernde Anstiege auf dich, die es auf insgesamt 1.150 Höhenmeter bringen. Jedem davon folgt eine rasante Abfahrt und damit endet auch diese Etappe, sodass du mit vollem Fahrspaß das Etappenziel Bielefeld erreichst. Hier kannst du dir auf dem Kesselbrink, einem großen Platz im Zentrum der Stadt, die Sonne auf den Pelz scheinen lassen und ein wenig den BMXern und Dirtbikern zusehen, die auf der beeindruckenden Rampenanlage ihre Tricks in die Luft zaubern. Alternativ wartet die größte Stadt der Region Ostwestfalen-Lippe mit jeder Menge kulturellen und gastronomischen Möglichkeiten auf, sodass dir sicher nicht langweilig wird.

    Falls du den Tag hingegen lieber ganz in Ruhe und inmitten der Waldidylle des Teutoburger Walds ausklingen lassen möchtest, bietet es sich an, in einem der beiden Hotels einzukehren, die sich in unmittelbarer Nähe zum Hermannsweg befinden: Kurz vor Bielefeld kommst du am Waldhotel „Peter aufm Berge“ vorbei, direkt am Bielefelder Stadtrand bietet dir das Waldhotel „Brands Busch“ eine geruhsame Einkehrmöglichkeit.

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  • Schwer
    05:05
    54,5 km
    10,7 km/h
    1 380 m
    1 230 m
    Schwere Mountainbike-Tour. Sehr gute Kondition erforderlich. Fortgeschrittene Fahrtechnik nötig.

    Bist du Etappe 1 und Etappe 2 des TransTeuto schon gefahren? Super! Denn dann bist du ja bereits an das Auf und Ab des Teutoburger Walds gewöhnt und bereit für die dritte und forderndste Etappe von Bielefeld bis zum Ziel der Etappenfahrt nach Leopoldstal. Wenn nicht, ist es auch nicht schlimm: Dann bist du noch frisch und kannst es auf den knapp 55 Kilometern mit 1.380 Höhenmetern ordentlich laufen lassen. Schöne Trails, knackige Anstiege, actionreiche Abfahrten und eine herrliche Landschaft sind dir in jedem Fall sicher.

    Tolle Aussichtspunkte, darunter auch wieder ein Aussichtsturm, sorgen auf der dritten Etappe der TransTeuto für beeindruckende Weitsicht und auch an Einkehrmöglichkeiten direkt an der Route mangelt es nicht. Gekrönt wird der schöne Streckenverlauf durch drei ganz besondere Highlights – das Beste kommt ja bekanntlich zum Schluss. Los geht’s mit dem Hermannsdenkmal, dessen Dimensionen beeindruckend sind. Nach einem langen Anstieg kannst du dich dort oben eine Weile ausruhen und das Denkmal sowie die gute Aussicht genießen. Unbedingt solltest du auch kurz an der „Bandelhütte“ Halt machen, denn deren Geschichte ist wirklich sehr bemerkenswert: Ernst von Bandel nämlich war es, der das Hermannsdenkmal errichtete und dafür sein gesamtes Privatvermögen opferte. Sage und schreibe 37 Jahre dauerte es bis zur Fertigstellung seines Lebenswerkes. Während dieser Zeit lebte er in der einfachen Hütte, die nach ihm benannt wurde.

    Ähnlich beeindruckend aber rein natürlichen Ursprungs sind die Externsteine, die du wenig später erreichst. Die markanten Sandsteine ragen bis zu 50 Meter empor und sind ein beliebtes Touristenziel. Gut möglich also, dass es dir hier ein bisschen zu voll ist und du es vorziehst, die Felsen nur im Vorbeifahren zu bestaunen – aber selbst das lohnt sich! Das Dritte im Highlight-Bunde ist dafür wieder ganz beschaulich: Die lippische Velmerstot ist ein Berggipfel kurz vorm Ziel deiner Etappenfahrt, der mit riesigen Sandsteinquadern übersät ist. Es ist absolut beeindruckend hier oben zu stehen und einfach nur die Felsen und die Aussicht zu genießen. Und hier kannst du dich auf die letzte Abfahrt der Tour freuen: Noch einmal lässt du es richtig laufen, bis du im Silberbachtal das Ziel der TransTeuto erreichst. Von hier aus sind es nur rund 2,5 Kilometer bis zum Bahnhof in Leopoldstal. Ab jetzt übernimmt der Zug die Rückfahrt nach Hause.

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Collection Statistik

  • Touren
    3
  • Distanz
    146 km
  • Zeit
    14:15 Std
  • Höhenmeter
    3 210 m2 990 m

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