Der wilde Forststeig – in sieben Etappen durch das Elbsandsteingebirge

Wander-Collection von
komoot

Fernab der beliebten Touristenziele des Elbsandsteingebirges wie der Bastei oder den Schrammsteinen schlängelt sich der Forststeig abgeschieden über rund 100 Kilometer und 13 aussichtsreiche Tafelberge. Das linkselbische Elbsandsteingebirge ist mindestens genauso so faszinierend wie der Nationalpark Sächsische Schweiz, durchzogen von bizarren Felsformationen, weiten, menschenleeren Wäldern und fantastischen Ausblicken. Mit seiner Eröffnung im April 2018 zählt er zu den jüngeren Fernwanderwegen in Deutschland, bei dem du aber auch für einige Kilometer die deutsche Grenze hinter dir lässt und einen Abstecher nach Tschechien machst. Auf dem Forststeig findest du eine einzigartige Ruhe und Einsamkeit.

Der Sachsenforst als zuständige Einrichtung der Forstbezirke hat einige Forsthütten als urige Unterkünfte hergerichtet, in denen du einen Kamin, Sitz- und Schlafgelegenheiten findest. Biwakplätze, auf denen du dein Zelt aufschlagen darfst, ergänzen diese Zurückgezogenheit und Nähe zur Natur. Alles, worum du dich vorher kümmern musst, sind ein paar Trekkingtickets. Mit diesen bezahlst du deine Übernachtungen in den Hütten und Biwakplätzen. Die Tickets erhältst du zum Beispiel in der Globetrotter-Filiale in Dresden, aber auch in den S-Bahnhöfen Bad Schandau und Schöna.

Wir haben dir eine Collection erstellt, die dich den Forststeig in sieben Tagesetappen genießen lässt. Jede von ihnen endet an einer Forsthütte oder einem Camping-/Biwakplatz. Nicht selten begegnest du auf einigen dieser Etappen keinem anderen Menschen, da der Weg durch seinen wilden Charakter und die Abgeschiedenheit vor allem erfahrene Trekker anzieht. Dem Rechnung tragend ist es absolut sinnvoll, einen Wasserfilter mit dir zu tragen, denn fließend Wasser aus einem Wasserhahn wirst du auf deinem Abenteuer selten finden, wohl aber glasklare, wohlschmeckende Bergbäche und Quellen.

Für den Start des märchenhaft-wilden Forststeigs musst du dich nur noch in die S-Bahnlinie S 1 aus Dresden setzen, welche dich direkt zum Startort Schöna bringt. Oder du lässt dein Auto am S-Bahnhof Bad Schandau stehen, dem Zielort, und fährst nur eine Station mit der S-Bahn. Bis hierhin ist es einfach. Ab jetzt beginnt dein Abenteuer.

Mehr Informationen zu den Trekking-Tickets findest du hier: forststeig.sachsen.de/tickets-4123.html

Auf der Karte

Touren & Highlights

  • Mittelschwer
    04:43
    15,5 km
    3,3 km/h
    600 m
    310 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Schon die erste Etappe des Forststeigs entführt dich tief in die herrlichen Wälder der Sächsischen Schweiz und gefühlt weit ab der Zivilisation. Dich erwartet eine tolle Aussicht von einem der höchsten Berge deiner gesamten Tour und ein gemütlicher Abend in einer urigen Forsthütte.

    Dein Abenteuer beginnt am S-Bahnhof Schöna. Von Dresden aus bringt dich die S-Bahnlinie S 1 direkt zum Start des Forststeigs. Konntest du dir deine Trekkingtickets zur Übernachtung in den Forsthütten und Biwakplätzen nicht vorab in Dresden holen, hast hier im Bahnhof die letzte Gelegenheit, dich mit diesen zu versorgen. Es kann losgehen. Schon auf den ersten Metern erwartet dich ein sanfter Aufstieg in die stillen Wälder. Du folgst den malerischen Elbhängen und erreichst das Gelobtbachtal.

    Ein stetiger Anstieg durch die felsdurchzogene Landschaft bringt dich auf den höchsten Berg der Sächsischen Schweiz auf Deutscher Seite – den Großen Zschirnstein. Der großartige Panoramablick über die Böhmische und Sächsische Schweiz lädt dazu ein, ein paar Minuten zu verharren, bevor du wieder tief ins Waldgebiet eintauchst. Der Forststeig führt dich nun entlang zahlreicher, moosüberwachsener Grenzsteine.

    Kurz bevor du in den schmalen Pfad zur deinem Nachtlager in der Grenzbaude einbiegst, kannst du noch einmal deine Wasservorräte an einer märchenhaft gelegenen Quelle auffüllen. Deinen Abend verbringst du in der gemütlichen Forsthütte am Kamin und erholst dich im großzügigen Nachtlager von deinen ersten anspruchsvollen Kilometern.

  • Schwer
    04:16
    14,7 km
    3,4 km/h
    340 m
    300 m
    Schwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Mit der zweiten Etappe wirst du erstmalig die deutsche Grenze hinter dir lassen und die Schönheit der Böhmischen Schweiz entdecken. Auch heute wartet wieder ein imposanter Berg auf dich und die ein oder andere Gelegenheit zur Einkehr.

    Die geruhsame Nacht in der Grenzbaude hinter dich lassend betrittst du wieder den Grenzweg , der Deutschland und Tschechien optisch nur anhand niedriger, verwitterter Grenzsteine trennt. Bist du neugierig, dann schlage einen Seitenweg ein, der zum idyllisch gelegenen Biwakplatz Taubenteich führt. Ein kleines Hinweisschild zeigt dir den Weg. Eine weitere günstige Gelegenheit, noch einmal den Wasservorrat aufzufüllen, bevor du nach Süden abbiegst und endlich die nicht sichtbare Grenze überschreitest.

    Du folgst einer kaum befahrenen Landstraße, die alsbald in einen alpin anmutenden Anstieg auf den Schneeberg übergeht. Riesige Felsbrocken säumen den Weg durch das Birkenwäldchen, während du in der Ferne schon einen alten Steinturm wie aus der Ritterzeit erspähst. Auf dem höchsten der 13 Tafelberge des Forststeigs eröffnet sich ein toller Weitblick über die bewaldete Landschaft und – wenn die Zeit es erlaubt – bestellst du eine der typisch tschechischen Knoblauchsuppen in der gemütlichen Gaststätte.

    Ab hier fällt der Forststeig sanft ab. Anstiege hast du heute keine mehr zu erwarten. Dein Tagesziel, der Campingplatz Ostrov, ist nun nicht mehr weit. Eine halboffene Holzhütte bietet sich noch einmal für eine letzte Verschnaufpause an, dann folgst du einer alten Forststraße. Ein leckeres, warmes Mahl in der Gaststätte des Campingplatzes ist genau die richtige Belohnung, bevor du in eine der rustikalen Hütten zur Ruhe kommst oder auf der Wiese dein Zelt aufschlägst.

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  • Mittelschwer
    04:01
    14,5 km
    3,6 km/h
    210 m
    260 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Heute ist Entspannungstag. Die dritte Etappe verzichtet fast gänzlich auf positive Höhenmeter. Tolle Ausblicke und entzückende Landschaften sind dennoch garantiert.

    Vor deinem Aufbruch solltest du deine Wasserbehältnisse noch einmal randvoll füllen. Frisch gestärkt vom Frühstück auf dem Campingplatz Ostrov beginnt der einzige ernstzunehmende Anstieg des Tages. Über Steinstufen folgst du dem Forststeig in eine märchenhafte Felsschlucht mit haushohen Felsmassiven. Zarte Birkenbäume bilden einen herrlichen Kontrast zu den mit tiefen Furchen versehenen Sandsteinriesen.

    Auf der Hälfte deiner Tagesetappe ragt auf einmal ein Felsmonolith vor dir in den Himmel empor. Der Zeisigstein liegt gut verborgen inmitten der Mischwälder, fernab des Massentourismus. Die wenigen Sprossen der Metallleiter sind schnell hinauf gestiegen, denn oben bietet sich ein unerwarteter Weitblick.

    Auf deinem Weg zum Beutwald begegnest du wahrscheinlich niemandem oder wenigen Menschen. Dieser Abschnitt des Forststeigs ist einer der abgelegensten. Über etliche Kilometer durchstreifst du menschenleere Wälder und findest dich erst kurz vor der Kamphütte, deinem heutigen Nachtlager, auf einer Forststraße und damit in der Zivilisation wieder. Deinen Schlafsack rollst du auf einem der brandneu gezimmerten Hochbetten aus, nachdem du deine weitgewanderten Füße vor dem leise knisternden Kamin ausgestreckt hast.

  • Schwer
    05:33
    19,3 km
    3,5 km/h
    440 m
    450 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Es liegen nun schon viele Kilometer auf dem Forststeig hinter dir. Heute wartet aber die längste der sieben Etappen auf dich. Vorbei an bizarren Felsformationen, die das Elbsandsteingebirge so beliebt machen, gleicht der Forststeig einer langgezogenen Achterbahn. Auf- und Abstiege wechseln sich auf deinem Weg von Hütte zu Hütte stetig ab.

    Der Schlafsack ist zusammengerollt, der Rucksack fertig geschnürt. Es geht weiter. Nur rund 700 Meter von der Kamphütte entfernt befindet sich die Sophien-Quelle, ein winziges natürliches Wasserreservoir. Da du heute aber einige Mal den Fluss Biela kreuzt, musst du nicht schon die gesamte Tagesration mitnehmen.

    Es wird mystisch, denn kurz nach der ersten Flussquerung befindest du dich im Gebiet des Herkules. Herkuleskopf, -stein und –sohn liegen direkt auf deiner Route. Die Herkulessäulen muten als Felstürme mit ihrer schlanken Form besonders bizarr an. Aber das Bielatal hat noch mehr zu bieten. Du besteigst den Bielawächter von der rechten Seite und danach die Johanneswacht mit ihrer atemberaubenden Aussicht auf die darunterliegenden Nadelwälder.

    Ab hier beginnt der anstrengende Teil. Über steile Waldpfade steigst du zur Grenzplatte auf und blickst zurück auf den bereits hinter dir liegenden Teil des Abenteuers. Unter dir liegt der kleine Ort Ostrov mit seinem Campingplatz. Auf den nächsten rund 3 Kilometern kannst du noch einige Mal den Blick über die Böhmische Schweiz genießen, bevor du der Grenze endgültig den Rücken kehrst.

    Nach dem langen Tag taucht über dir im Wald endlich die Rotsteinhütte auf. Schnell das Trekkingticket ausgefüllt und eingeworfen, dann kannst du die Beine am Kaminfeuer hochlegen.

  • Mittelschwer
    04:48
    16,6 km
    3,5 km/h
    370 m
    460 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Auf der fünften Etappe kannst du dich austoben. Ein verwunschenes Felslabyrinth wartet darauf, von dir entdeckt zu werden. Nicht wenige Aussichtspunkte auf zu erklimmenden Tafelbergen liegen auf dem Weg dorthin, von denen jeder absolut einzigartig ist.

    Von der Rotsteinhütte sind es nur einige hundert Meter zum gleichnamigen Felsen – dem Rotstein. Der Forststeig windet sich als schmaler Pfad durch die moosüberzogenen Felsgestalten. Hier kann es schwer werden, den gelben Markierungen zu folgen, die dir schon seit Beginn der Wanderung den Weg weisen. Es dauert gar nicht lange, da öffnet sich der Wald vor dir und gibt eine traumhafte Aussicht auf den Kleinen Schneeberg frei. Gleich nebenan steigst du noch ein paar Meter weiter nach oben. Die steile Metallleiter auf dem Katzstein bringt dich auf eine kleine Aussichtsplattform. Ihr Wahrzeichen ist eine lebensgroße, in den Katzfelsen gehauene Katzenfigur.

    Nun geht es erst einmal wieder ein ganzes Stück bergab bis du auf den Lampertsbach triffst. Der klare Gebirgsbach staut sich gleich neben einer Picknickbank in einen hübschen Teich auf. Der Neuteich ist eine ideale Gelegenheit, eine kurze Pause einzulegen und den Wasserfilter arbeiten zu lassen. Nur ein paar Schritte später geht es nämlich wieder ordentlich nach oben. Die Hälfte der Tagesetappe hast du auf dem Aussichtspunkt Lampertsstein erreicht. Ein toller Platz für eine Brotzeit.

    Das absolute Highlight der Etappe erreichst du nach rund 14,5 Kilometern. Ein Felslabyrinth, das auf dem Forststeig seinesgleichen sucht, lädt zum hemmungslosen Klettern und Entdecken zwischen den schroffen Steinblöcken ein. Merke dir deinen Weg ins Labyrinth gut, es trägt seinen Namen nicht ohne Grund.

    Nachdem du aus dem Labyrinth wieder herausgefunden hast, trittst du den Endspurt zum Biwakplatz Nikolsdorf an. Hier findest du eine Picknickbank sowie eine Komposttoilette vor. Für dein Zelt steht eine großzügige Rasenfläche zur Verfügung. Vielleicht entscheidest du dich aber auch dafür, unter dem Sternenhimmel zu schlafen und Sternschnuppen zu zählen.

  • Mittelschwer
    04:35
    16,0 km
    3,5 km/h
    360 m
    390 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Die vorletzte Etappe des Forststeigs bringt dich der Zivilisation wieder ein Stück näher, ohne etwas von ihrem natürlichen Charakter zu verlieren. Burg Königstein und der Pfaffenstein tauchen immer wieder zwischen den Baumwipfeln auf, während die Achterbahnfahrt über die Tafelberge weitergeht.

    Zu Tagesbeginn erwartet dich ein langgezogener Abstieg in das Tal der Biela. Hier findest du auch deine Tagesration Wasser, bevor du dich über den Unteren und Oberen Kohlweg an den Aufstieg zum Plateau des Quirls begibst. Der Forststeig besteht hier oftmals aus kleinen, zugewachsenen Trampelpfaden. Immer wieder kannst du Burg Königstein zu deiner linken betrachten und bist auf dem Quirl angekommen sogar auf gleicher Höhe. Den Quirl überquerst du einmal der Länge nach und wirst mit einem großartigen Blick auf den Pfaffenstein belohnt.

    Der steile, aber märchenhafte Kanonenweg bringt dich hinunter zum Niederen Kohlweg. Du umrundest den majestätisch aufragenden Pfaffenstein im Süden, bevor der Weg dich ins beschauliche Gohrisch führt. Die „Alte Gärtnerei“ ist ein Partner des Forststeigs und bietet Wanderern eine Unterkunft in ihren liebevoll hergerichteten Schäferwagen. Sind diese schon belegt, kannst du dein Zelt auf der Wiese des Biwakplatzes aufstellen.

  • Schwer
    02:43
    8,30 km
    3,1 km/h
    220 m
    380 m
    Schwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Deine letzte Etappe auf dem urigen Forststeig ist angebrochen. Mit nur gut 8 Kilometern bis zum Ende in Bad Schandau ist sie mit Abstand die kürzeste und entspannteste und gibt dir genug Zeit, zum Abschied unterwegs noch einmal auf einer der schönsten Aussichten einzukehren.

    Kaum hast du das letzte Nachtlager im ruhigen Gohrisch verlassen, erklimmst du auch schon die wenigen Höhenmeter auf den Gohrischstein. Ein früher Aufbruch lohnt sich, denn der Sonnenaufgang vom Tafelberg aus ist atemberaubend. Beim Aufstieg solltest du dich nicht verwirren lassen, denn es gibt mehrere Wege nach oben. Von freistehenden Treppen bis hin zu engen Felsspalten ist alles dabei. Welchen Weg du nach oben nimmst, ist dir überlassen.

    Beim Abstieg folgst du den Wegweisern des Malerwegs, der dich über einen Wanderparkplatz auf den beliebten Papststein bringt. Vor allem am Wochenende begegnest du hier vielen Ausflüglern und Tageswanderern. Heute kannst du es gemächlich angehen lassen, daher bietet sich eine Einkehr in die einzige Berggaststätte entlang des Forststeigs an.

    Über moosige Steinstufen steigst du vom Tafelberg wieder herab und folgst nun dem Forststeig nach links, während sich der Malerweg zur anderen Seite abzweigt. Dein letzter Tafelberg liegt nun vor dir. Der Kleinhennersdorfer Stein ist dein Portal in die „Hölle“, einem von Farnen gesäumten Pfad entlang imposanter Felswände, die in ihrer Höhe nur von den umgebenen Nadelbäumen übertroffen werden.

    Zwei Biegungen weiter erblickst du schon die Elbe unter dir. Bad Schandau ist nun nicht mehr weit. Der Forststeig endet nach gut 100 Kilometern direkt am S-Bahnhof Bad Schandau. Die Linie S 1 bringt dich entlang der Elbe wieder zurück nach Dresden.

Collection Statistik

  • Touren
    7
  • Distanz
    105 km
  • Zeit
    30:38 Std
  • Höhenmeter
    2 530 m