Der Soonwaldsteig – 6 Etappen Trekkingtour im Hunsrück

Wander-Collection von
komoot

Nur mit Schlafsack und Zelt unterwegs, kochen am Lagerfeuer oder auf dem Gaskocher, nächtliche Waldgeräusche und keine Menschenseele weit und breit – was sonst nur in Skandinavien möglich ist, kannst du auf dem Soonwaldsteig mitten in Deutschland erleben. 2009 wurde dieser außergewöhnliche Fernwanderweg im Hunsrück eröffnet. In sechs Wandertagen führt er dich von Kirn an der Nahe über die einsamen Höhenzüge des Soonwalds bis nach Bingen am Rhein. Abseits von Dörfern und Gasthöfen übernachtest du auf vorbereiteten Trekkingplätzen mitten im Wald, auf kleinen Lichtungen und sogar im Burghof der Ruine Schmidtburg.

Die sechs Tagesetappen des Soonwalds führen dich auf ruhigen Waldwegen, naturbelassenen und schmalen Pfaden und selten genutzten Forstwegen durch die dichten Buchen- und Fichtenwälder auf den Bergen des Soonwalds. Auf deinem Weg erwarten dich einsame Aussichtstürme, die dir hoch über den Baumwipfeln herrliche Aussichten bieten. Die besonderen Höhepunkte deiner Wanderung sind aber in jedem Fall die Übernachtungen auf den vier Trekkingplätzen zwischen Kirn und der Lauschhütte. Außer einer einfachen Komposttoilette gibt es hier keine weiteren Annehmlichkeiten – genau so muss eine Trekkingübernachtung sein. Am Ende der fünften Etappe kannst du dann auf der Zeltwiese des Outdoorparks Lauschhütte übernachten. Alle Zeltübernachtungen müssen vorab gebucht werden. Unsere Touren führen dich nur in die Nähe der einzelnen Trekkingplätze, denn die genauen GPS-Koordinaten erhältst du erst nach erfolgreicher Reservierung und Bezahlung. Du kannst die Trekkingplätze direkt unter soonwaldsteig.de/trekkingcamps/buchung buchen.

Da die ersten vier Etappen vollständig abseits von Dörfern und Städten verlaufen, solltest du dir ausreichend Vorräte und vor allem Wasser einpacken. Unterwegs kannst du dir Wasser aus den großen Bächen Hahnenbach, Simmerbach und Gräfenbach entnehmen, allerdings haben die Bäche keine Trinkwasserqualität. Vor dem Verzehr muss das Wasser gefiltert und abgekocht werden, eine einfache Filterung reicht hier nicht aus. Zurzeit wird außerdem an einem Netz offener Wasserhähne gearbeitet, an denen sich Wanderer direkt mit Trinkwasser versorgen können. Den aktuellen Stand zu den offenen Wasserhähnen findest du unter soonwaldsteig.de/service/netz-offener-wasserhaehne.

Sowohl der Startpunkt Kirn als auch das Ziel Bingen sind problemlos mit dem Zug aus Frankfurt, Mainz, Saarbrücken, Koblenz und Köln aus zu erreichen – so kommst du ganz bequem und umweltfreundlich zu deinem Wanderabenteuer im Soonwald. Alternativ kannst du auch mit deinem eigenen Auto anreisen und auf dem Dauerparkplatz Kiesel in Kirn kostengünstig parken.

Wenn du deinen Proviant geplant, dein Trekkingzelt gepackt und den Tourenschlafsack zusammengerollt hast, kann es losgehen zu deinem Trekkingabenteuer im Soonwald.

Auf der Karte

Alle Etappen des Soonwaldsteigs

  • Schwer
    05:09
    17,2 km
    3,3 km/h
    540 m
    440 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Die erste Etappe des Soonwaldsteigs beginnt in der kleinen Stadt Kirn im Nahetal. Hier durchquerst du die Innenstadt, wo du noch einmal deine Vorräte für deine Trekkingtour ergänzen kannst. Anschließend geht es durch eine ruhige Wohngegend hinaus ins Hahnenbachtal.

    Oberhalb der Straße führt dich der Soonwaldsteig bis zum malerisch gelegenen Schloss Wartenstein, in dem sich heute die Infostelle des Naturparks Soonwald-Nahe befindet. Auf schmalen Waldpfaden führt dich der Wanderweg oberhalb des Bachs weiter ins Tal hinein.

    Bald schlängelt sich der Soonwaldsteig in einigen Kehren hinab ins Tal, wo du die Straße überquerst und dann direkt am Hahnenbach entlang weiterwanderst. Links vom Wanderweg ragen hier im Wald immer wieder spannende Schieferfelsen empor, in denen du kleinere und größere Höhlen entdecken kannst.

    Im steten Auf und Ab schlängelt sich der Wanderweg weiter durchs Tal. An einem Aussichtspunkt kannst du bereits einen ersten Blick auf die Schmidtburg werfen, die dein heutiges Etappenziel darstellt. Bevor du dort eintriffst, lohnt sich aber noch ein Abstecher zum Besucherbergwerk Herrenberg. In den alten Stollen, die du hier besichtigen kannst, wurde früher Schiefer abgebaut.

    Nach deinem Museumsbesuch triffst du schließlich auf der Schmidtburg ein. Nachdem du dich beim Burgvogt Hans-Georg Gerlach angemeldet hast, kannst du dein Zelt aufschlagen und dein Abendessen zubereiten.

    Der Bahnhof Kirn wird von Saarbrücken, Mainz und Frankfurt am Main aus vom Regionalexpress RE3 angefahren. Den Fahrplan findest du unter rnn.info.

  • Schwer
    06:31
    20,8 km
    3,2 km/h
    790 m
    480 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    An der Schmidtburg beginnt deine zweite Tagesetappe. Morgens packst du erstmal in Ruhe dein Zelt ein, streckst die Glieder und genießt eine dampfende Tasse Kaffee und den Blick auf den umliegenden Wald. Dann kann es mit gepacktem Rucksack wieder losgehen. Von der Schmidtburg aus folgst du dem Soonwaldsteig noch für eine Weile durch das Hahnenbachtal, bis der beschilderte Wanderweg nach rechts abzweigt.

    Hier führt er dich über eine offene Wiesen- und Felderlandschaft in einigem Abstand an Schneppenbach vorbei. Langsam steigt der Wanderweg an und vor dir kannst du bereits den markanten Bergrücken des Lützelsoons erblicken.

    Das Lützelsoon ist ein schmaler und recht steil aufragender Bergkamm, der fast vollständig bewaldet ist. Wenn du an seiner Nordflanke hinaufgewandert bist, kannst du gleich eine weitere Besonderheit entdecken. Über den Grat verteilt findest du zahlreiche größere und kleinere Quarzitformationen – spannende Felsen und kleinere Steine, die aus dem Waldboden herausragen. Der größte von ihnen, der Teufelsfels, erwartet dich gleich am Rande des Lützelsoons. Neben dem gewaltigen Felsen steht außerdem ein Aussichtsturm, der dir ein herrliches Panorama über den Soonwald bietet.

    Vom Teufelsfels aus folgst du dem Soonwaldsteig über den Grat bis zur Womrather Höhe, dem höchsten Punkt des Lützelsoons. Nun wanderst du auf naturbelassenen Waldpfaden hinab ins malerische Kellenbachtal. Hier führt eine hölzerne Brücke über den Fluss, die eigens für den Soonwaldsteig angelegt wurde.

    Nach Überquerung der kaum befahrenen Landstraße geht es durch den Wald steil bergauf bis zur Burgruine Koppenstein. Außer dem Bergfried ist kaum etwas von der Burg erhalten. Dafür kannst du auf den Turm hinaufsteigen und ein weiteres Mal einen tollen Blick über die umliegenden Berge genießen.

    Ab der Burgruine schlängelt sich der Soonwaldsteig weiter bis zum Gipfel des Alteburg. Das zweite Trekkingcamp deiner Wanderung befindet nur wenige Meter von hier entfernt auf einem alten Köhlerplatz. Den genauen Standort erhältst du als GPS-Daten, sobald du eine Übernachtung über das Online-Portal gebucht hast. Alle Infos findest du unter soonwaldsteig.de/trekkingcamps/die-camps/trekkingcamp-alteburg.

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  • Mittelschwer
    01:52
    6,72 km
    3,6 km/h
    100 m
    70 m
    Mittelschwere Wanderung. Für alle Fitnesslevel. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Nach einer geruhsamen, aber auch abenteuerlichen Nacht im Wald auf dem Alteburg bereitest du dir ein zünftiges Frühstück zu und baust dein Zelt ab. Lass dir ruhig ein wenig Zeit, denn die Etappe ist mit sieben Kilometern recht kurz.

    Anschließend folgst du herrlichen Waldpfaden und einsamen Forstwegen über den Gebirgskamm zwischen Alteburg und Ellerspring. Abseits der Zivilisation kannst du hier auf die Geräusche der Natur horchen. Schnell wirst du feststellen, dass Ruhe nicht immer Stille bedeutet. Über dir rauschen die Äste im Wind, beim genauen Hinhören kannst du immer mehr Vogelgeräusche unterscheiden, das Buchenlaub raschelt unter deinen Füßen, Äste knacken im Gebüsch und immer wieder flattern Vögel vom Boden hinauf in die Bäume – keine Frage, der Wald um dich herum lebt.

    Erst am Ellerspring, dem höchsten Berg des Soonwalds, triffst du wieder auf Anzeichen menschlicher Besiedlung: Oben auf dem bewaldeten Gipfel steht ein alter Fernsehturm, der heute jedoch nur noch als Reserve dient und nicht mehr in Benutzung ist.

    Nur wenige Meter vom Turm entfernt befindet sich auf einer kleinen, versteckten Lichtung das Trekkingcamp Ellerspring. Wie bei allen Trekkingcamps im Soonwald, musst du auch hier vorab buchen, um den genauen Standort zu erfahren.

    Die Etappen drei und vier des Soonwaldsteigs sind mit rund sieben Kilometern recht kurz und ausdauernde Wanderer können beide Etappen problemlos zusammenlegen. Trekkingfans hingegen sollten sich aber nicht eine weitere Nacht im Wald entgehen lassen. Schlag stattdessen lieber ein gemütliches Lager auf und genieße dieses für Deutschland außergewöhnliche Erlebnis in vollen Zügen.

  • Mittelschwer
    02:06
    7,55 km
    3,6 km/h
    140 m
    150 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Mittlerweile hast du dich an die nächtlichen Geräusche im Wald gewöhnt und frisch ausgeruht krabbelst du am vierten Tag aus deinem Schlafsack. Eine Schale warmer Porridge und eine kräftige Tasse Instant Kaffee geben dir den letzten Schub und schon kann deine vierte Etappe beginnen.

    Obwohl die heutige Tour mit knapp sieben Kilometern ziemlich kurz ist, erwartet dich abwechslungsreiche Natur und eine spannende Wegführung. Vom Ellerspring folgst du dem Soonwaldsteig über die Ödesborner Höhe und überquerst dann die beiden alten Forstwege Rennweg und Landrichtweg. Über einen Wiesenpfad, der vor allem an Frühlingsmorgen noch vom Tau glänzt, wanderst du bis zum Gräfenbach.

    Der Bach plätschert naturbelassen über eine dichte, baumbestandene Wiese. Statt Brücken wurden hier Baumstämme über den Bach gelegt – Abenteuerfeeling inklusive. Nach der Überquerung des Bachs folgst du seinem Lauf bis zu den Glashütter Wiesen, einer weiten Feuchtwiesenlandschaft.

    Im Anschluss verläuft der Soonwaldsteig auf Forstwegen bis zur Ochsenbaumer Höhe. Hier befindet sich abseits des Forstweges das vierte und damit letzte Trekkingcamp im Soonwald. Eine Übernachtung auf der Ochsenbaumer Höhe kannst du unter soonwaldsteig.de/trekkingcamps/die-camps/trekkingcamp-ochsenbaumer-hoehe buchen.

  • Mittelschwer
    04:53
    17,0 km
    3,5 km/h
    400 m
    450 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Schlafsack zusammengerollt, Küchengeschirr eingepackt und Rucksack geschultert – schon bist du bereit für die fünfte Etappe. Von der Ochsenbaumer Höhe folgt zunächst ein schöner Waldpfad dem Verlauf eines langgezogenen Bergrückens. Der breite, bewaldete Grat verbindet die Berge Schanzenkopf, Eichberg, Katzenkopf und Hochsteinchen.

    Schon nach kurzer Zeit erreichst du den Schanzenkopf. An dessen Nordseite befindet sich eine weite Wiesenfläche und so versperrt kein Baum die herrliche Aussicht auf die Landschaft. Im Anschluss geht es wieder hinein in dichten Buchen- und Fichtenwald.

    Du folgst dem naturbelassenen Wanderweg über die ebenfalls bewaldeten Gipfel, bis dich am Hochsteinchen wieder ein Aussichtsturm erwartet. Die eiserne Konstruktion steht hier bereits seit 1893 und verwöhnt dich mit einer fantastischen Aussicht auf den Soonwald und die Berge das Mittelrheintals.

    Vom Hochsteinchen geht es dann zügig bergab ins Guldenbachtal. Hier sind die Anzeichen menschlicher Zivilisation unverkennbar: Du umrundest zunächst eine Autobahnraststätte und unterquerst im Anschluss die Autobahn A61. Zum Glück ist dieser Abschnitt nur sehr kurz und schon bald bist du wieder zurück im Wald.

    Auf der anderen Seite der Autobahn befindest du dich nun im Binger Wald, einem kleinen Höhenzug zwischen Soonwald und Mittelrheintal. Nicht minder idyllisch als im Soonwald führt dich der Wanderweg hier bis zur Emmerichshütte, der ersten Einkehrmöglichkeit am Soonwaldsteig. Nach einer wohlverdienten Mahlzeit kannst du noch deine Wasserflaschen auffüllen und dann geht es weiter.

    Rund um das Hochplateau des Kandrich wanderst du bis zum Etappenziel Lauschhütte. Hier kannst du entweder in einem Baumhaus übernachten oder du schlägst auf der Campingwiese dein eigenes Zelt auf.

  • Schwer
    05:09
    17,7 km
    3,4 km/h
    290 m
    790 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Eine Übernachtung an der Lauschhütte hat auch seine Vorteile: Wenn ihr mindestens zu sechst seid (oder auf der Zeltwiese genug Gleichgesinnte trefft) könnt ihr euch am Morgen mit einem leckeren Frühstück verwöhnen lassen. Ansonsten gibt es noch ein letztes spartanisches Trekkingfrühstück und du beginnst deine Tagesetappe.

    Von der Lauschhütte aus schlängelt sich der Soonwaldsteig durch das wildromantische Morgenbachtal gleichmäßig bergab in Richtung Rhein. Auf den Felsen im Bachlauf kannst du winzige Wasseramseln beobachten, die im Wasser nach Insekten fischen oder eine kleine Pause zwischen ihren Tauchgängen einlegen. Wenn du besonders aufmerksam bist, kannst du vielleicht sogar einen glitzernden Eisvogel entdecken.

    Nach rund sechs Kilometern erreichst du das Jägerhaus – wenn du magst, kannst du hier eine erste Pause einlegen. Ab dem Jägerhaus folgst du dem Weg weiter durch das Morgenbachtal. Ab der Schutzhütte Morgenbach ist der Wanderweg durchs Tal aufgrund von Unwetterschäden seit dem Jahr 2016 offiziell gesperrt. Es gibt eine beschilderte Umleitung, doch abenteuererprobte Wanderer können auch den Weg durchs Tal nehmen.

    Die Umleitung führt dich direkt zum Schweizerhaus und kann hier eingesehen werden: soonwaldsteig.de/aktuelles/d-sperrung-wegen-unwetter-2103971467. Zurzeit gibt es noch keine genaue Planung, ab wann das Teilstück durch das Morgenbachtal wieder eröffnet wird. Wir zeigen dir in unserer Tour trotzdem die Route durch das Tal.

    Von der Schweizer Hütte aus folgt der Soonwaldsteig dem berühmten Rheinburgenweg. Der Wanderweg verläuft hoch über dem Rhein an den Hängen des Mittelrheintals und führt dich an tollen Aussichtspunkten vorbei hinab nach Bingen. Hier empfängt dich die Zivilisation wieder mit offenen Armen. Während du durch die Straßen der Stadt schlenderst, bekommst du aber dein Abenteuer im Soonwald nicht aus dem Kopf. Und wer weiß: vielleicht kommst du ja nochmal wieder? Der Soonwald verändert nämlich mit jeder Jahreszeit sein Gesicht und verwöhnt dich mit seinem besonderen Charme.

    Von Bingen aus kannst du ganz bequem mit der Regionalbahn RB65 nach Bad Kreuznach fahren. Dort steigst du in den Regionalexpress RE3 um, der dich direkt nach Kirn oder nach Mainz und Frankfurt fährt. Fahrplanauskünfte erhältst du unter rnn.info.

Collection Statistik

  • Touren
    6
  • Distanz
    86,9 km
  • Zeit
    25:40 Std
  • Höhenmeter
    2 270 m2 380 m