Frankreichs Küste mit dem Rad – von Marseille bis Montpellier

Fahrrad-Collection von
komoot

Camargue ist, wenn links weiße Pferde grasen und rechts rosa Flamingos durch seichtes Gewässer starksen. Camargue ist auch, dem kräftigen Mistral Nordwind entgegenzustrampeln, oder sich mit selbigem im Rücken auf flotte 30 Kilometer pro Stunde voranpusten zu lassen. Die weitläufige Sumpflandschaft mitten in der Provence im Süden Frankreichs liegt im größten Flussdelta Westeuropas. Diese Region mit dem Fahrrad zu entdecken ist pure Erholung. Auf schmalen Pfaden betört die Provence mit ihren Düften, denn der Thymian wächst hier direkt am Wegesrand.

In dieser Collection haben wir die Strecke zwischen den pulsierenden Hafenstädten Marseille und Montpellier in sieben Etappen unterteilt, die von 30 bis zu 80 Kilometern variieren. Die Reise ist also auch mit weniger Kondition und mehr Genusspausen machbar. Insgesamt verläuft die Tour sehr flach und ohne viele Höhenmeter. Oft führt der Weg abseits der Straße ohne Asphaltierung, dafür mit traumhaftem Panorama. Die Tour ist auch für Familien geeignet und es lässt sich ein toller Fahrradurlaub an der französischen Mittelmeerküste daraus zaubern. Als ambitionierter Radler kannst du mehr Strecke an einem Tag machen, indem du zwei Etappen auf einmal fährst.
Zwischen den beiden Städten erstreckt sich das Naturreservat der Camargue, in seiner Atmosphäre und Biodiversität einzigartig. Auf deinem Weg wirst du auf malerische Fischerorte, menschenleere Natursandstrände, rosa schimmernde Salzseen und unzählige heimische Flamingos in freier Wildbahn stoßen. Die Etappen enden in hübschen Küstenorten wie Martigues, Saintes-Maries-de-la-Mer oder Sète.

In der Hauptsaison empfiehlt sich, die Unterkünfte frühzeitig zu kontaktieren. Es gibt zahlreiche Campingplätze, Ferienwohnungen und Hotels auf der Strecke, die touristisch sehr gut erschlossen ist. Eine spannende Möglichkeit ist es auch, abseits der touristischen Unterkünfte einen Blick in die das Netzwerk der Fahrradcommunity Warmshowers zu werfen. Bei Einheimischen zu übernachten ermöglicht einen ganz anderen Blick auf die besuchten Orte und lässt dich tolle Bekanntschaften schließen.
Der Startpunkt Marseille ist mit dem Zug von Deutschland aus über Paris gut zu erreichen. So kannst du die Räder direkt mitnehmen und dem emissionsarmen und nachhaltigen Urlaub steht nichts mehr im Wege. Unter de.oui.sncf/de kannst du dich über die Stecken und Preise der französischen Bahn informieren. Wenn du die Strecke von Deutschland nach Paris bei einem deutschen Reiseanbieter buchst, und die Strecke von Paris nach Marseille bei einem französischen, kommst du deutlich günstiger weg. Frühzeitig buchen lohnt sich ebenfalls. Von Montpellier aus gibt es zahlreiche Verbindungen nach Deutschland über Paris.

Auf der Karte

Touren & Highlights

  • Schwer
    04:53
    58,1 km
    11,9 km/h
    610 m
    620 m
    Fähre
    Schwere Fahrradtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich. Die Tour enthält Überquerungen mit der Fähre.

    Die Reise beginnt in der hippen Hafenstadt Marseille, die mit einem milden Klima das ganze Jahr über ein lohnenswertes Reiseziel ist. Wir empfehlen dir etwas Zeit einzuplanen, um die Stadt zu erkunden, bevor du das erste Etappenziel anpeilst: Martigues.

    Unsere erste Etappe von 58 Kilometern führt dich entlang der Côte Bleue, der blauen Küste, hinaus aus der Großstadt und bietet dir tolle Aussichten, malerische Fischerorte, versteckte Buchten, Sandstrände und Meeresbriesen.

    Los geht's mit einem Abschiedsschlenker um den alten Hafen in Marseille, vorbei an der Cathédrale de la Major und weiter an der Küste entlang. Nun durchquerst du das ehemalige Fischerdorf L'Estaque, das nicht grundlos zahlreiche berühmte Maler angezogen hat. Wir empfehlen dir noch eine kleine Stärkungspause einzulegen und die malerische Umgebung zu genießen. Denn jetzt geht's den Berg rauf, durch die Gemeinden Le Rove und Ensuès-la-Redonne, damit du eine noch bessere Aussicht genießen kannst.

    Nachdem du dir die Abfahrt zum Meer gegönnt hast, geht es an der Küste entlang weiter, du durchquerst schnuckelige Badeorte und darfst dich auf eine offizielle Fahrradstrecke ohne Verkehr direkt am Meer entlang freuen.

    Danach sind es nur noch knappe zehn Kilometer bis zu deinem ersten Etappenziel, auch bekannt als das Venedig der Provence. Hier findest du viele Unterkünfte, ob Camping, Ferienwohnung oder Gastgeber aus den Fahrrad Communities.

  • Mittelschwer
    03:12
    50,6 km
    15,8 km/h
    210 m
    220 m
    Mittelschwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Surrealistische Salzseen, etruskische Mauern, ein keltisch-ligurisches Oppidum und gestrandete Lebensträume werden dir auf deiner heutigen Etappe begegnen. Wenn du dir darunter nichts vorstellen kannst, umso besser. Auf der heutigen Strecke wirst du kaum Höhenmeter machen. So kannst du den ein oder anderen längeren Zwischenstopp einlegen und die eindrucksvolle Umgebung erkunden. Die Entdeckungsreise bis ins fünfte Jahrhundert vor Christus kann losgehen.

    Nach etwa zehn Kilometern gelangst du zwischen die Étangs, stille Salzgewässer mit einer erstaunlichen Geographie. Hier hört die Straße auf und es geht auf Wegen und Trails weiter. Die nächsten Stops sind nicht weniger spannend. Inmitten des Forêt de Castillon warten gleich zwei archeologische Ausgrabungsstätte auf dich.

    Danach geht es weiter bis zu deinem Etappenziel Port-Saint-Louis-Du-Rhône, einem beschaulichen Hafenstädtchen. An diesem entlegenen Ort gibt es zwei außergewöhnliche Ausflugsziele, zu denen sich der Abstecher lohnt.

    In nur drei Kilometern Entfernung kommst du zum Yachthafen Port Napoleon. Hier werden über 1.000 Boote repariert, überwintern, oder parken seit Jahrzehnten auf dem Trockendeck. Es finden regelmäßige Versteigerungen der verlassenen Boote statt, hier hat schon manch einer ein Schnäppchen geschlagen.

    Vom Hafen aus kommst du direkt auf die ViaRhôna, dem 700 Kilometer langen Rhoneradweg, der dich auf deiner Reise noch öfter geleiten wird. Der Streckenabschnitt führt dich an einen fast menschenleeren Sandstrand. Auf der Strecke wirst du den heimischen Flamingos begegnen. Sein Federkleid ist übrigens aufgrund der in seiner Nahrung enthaltenen Carotinoiden so rosa, er ernährt sich nämlich vorwiegend von kleinen Krebsen.

    Du kannst selbst entscheiden, ob du zurück nach Port-Saint-Louis-du-Rhône fährst und dort übernachtest, oder am Strand campierst und dir vor der nächsten Etappe noch ein morgendliches Meeresbad gönnst. Unterschätze jedoch den Mistral Wind nicht, der an manchen Tagen aus nordwestlicher Richtung kräftig bläst. Der Mistral hat auch in der Landschaft schon seine Spuren hinterlassen. Viele Bäume und Sträucher weisen in seine Windrichtung. Ein weiterer Übernachtungsgeheimtipp sind die Boote in Port Napoleon, wo gelegentlich über Internetplattformen eine Koje angeboten wird.

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  • Mittelschwer
    02:48
    41,0 km
    14,6 km/h
    30 m
    30 m
    Fähre
    Mittelschwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich. Die Tour enthält Überquerungen mit der Fähre.

    Heute führt dich der Weg durch die atemberaubende Landschaft der Camargue. Fernab vom Verkehr warten auf deiner Reise durch das Naturreservat außergewöhnliche Pflanzenwelten, verlassene Strände, Salzblumen und massenhaft Flamingos auf dich. Dein heutiges Etappenziel ist Saint-Maries-De-La-Mer, inmitten der Salzseen gelegen und Wallfahrtsort der spanischen Roma.

    Nachdem du dich auf den ersten paar Kilometern warmpedaliert hast, wartet eine nette Überraschung auf dich. Die Fähre zur anderen Seite der Rhône nach Salin-de-Giraud ist für Radfahrer kostenlos. In Salin-de-Giraud empfehlen wir dir, die letzte Gelegenheit zu nutzen, um dich für die heutige Tour mit Proviant auszustatten. Zivilisation wirst du erst bei deinem Etappenziel wieder sehen.

    Auf den nächsten 25 Kilometern erwarten dich Natur pur, denn du fährst quer durch das Naturschutzgebiet der Camargue. Bei dem Leuchtturm Phare de la Gacholle kannst du dich näher über die Flora und Fauna informieren und findest eine windgeschützte Picknickstelle. Lass die einsame Landschaft einfach auf dich wirken. Jede Stelle ist genau richtig, um eine Pause einzulegen, die Natur zu beobachten und die Stille zu spüren.

    Einen wichtigen Hinweis vorweg: es gibt hier viele Mückenarten, von denen allerdings nur einige stechen. Die Mücken sind sehr nützlich, bieten Nahrung für Libellen, Schwalben und Fledermäuse und bilden einen wichtigen Bestandteil der Biodiversität. Für den Menschen ist sie eher lästig, daher empfehlen wir dir, dich mit Spray und angemessener Kleidung zu schützen.

    Dein Etappenziel Saint-Maries-de-la-Mer ist ein spannender Ort, im Herbst und Winter sehr ruhig, im Sommer belebt, doch spätestens im Mai ist es vorbei mit der Ruhe, wenn Tausende zur Fête des Gitans pilgern. Wenn du deine Reise um diese Jahreszeit planst, solltest du dir diese eindrucksvolle Prozession nicht entgehen lassen. Doch auch sonst lockt die abgelegene Fischerkleinstadt mit ihrem Charme.

  • Mittelschwer
    02:37
    36,8 km
    14,1 km/h
    40 m
    30 m
    Mittelschwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Lass dich auf kleinen Wegen durch das Hinterland in die Welt der Etangs entführen. Die Etappe von nur 36 Kilometern lässt dir ausreichend Zeit, um die spannenden Landschaften zu erkunden. Wenn du lieber durchradeln möchtest, kannst du diese Etappe auch direkt an die vorherige anschließen und in Saintes-Maries-de-la-Mer nur einen kleinen Zwischenstopp einlegen.

    Deck dich in Saintes-Maries-de-la-Mer mit ausreichend Proviant und Wasser ein, denn es wird erstmal keine Einkaufsmöglichkeit mehr geben.

    Dein Weg führt dich durch die Heimat der Camargue Pferde, eine der letzten wildlebenden Pferderassen. Du kannst ruhig mal vom Rad absteigen und dich mit einem der schönen weißen Tieren anfreunden. Die Pferde sind perfekt an ihren Lebensraum angepasst und haben erstaunliche Fähigkeiten, so können sie beispielsweise unter Wasser grasen, indem sie ihre Nüstern verschließen.

    Auf Off-Road Wegen gelangst du zum Fort de Peccais, einem entlegenen historischen Denkmal. Man munkelt, der Fort sei nach dem römischen Ingenieur Peccatius benannt, der die erste Technik der Salzgewinnung erfand.

    Über Salz wirst du auf deinem Weg noch einiges lernen, wenn du an den Salin d'Aigues Mortes gelangst. Jeder Feinschmecker kennt es, das Fleur de Sel, welches hier gewonnen wird. Die Salinen lassen sich hervorragend mit dem Fahrrad erkunden. Die rosafarbenen Salzseen zu bestaunen, ist eine Erfahrung für sich. Und es ist hier sogar möglich, einen der Salzberge zu besteigen.

    Dein heutiges Etappenziel ist die gemütliche Kleinstadt Aigues-Mortes, die für ihre vollständig erhaltene Stadtmauer bekannt ist. Hier findest du zahlreiche Unterkünfte und tolle Ausblicke auf die rosa Saline.

  • Leicht
    01:55
    29,9 km
    15,5 km/h
    50 m
    50 m
    Leichte Fahrradtour. Für alle Fitnesslevel. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Heute stehen nur 30 entspannte Kilometer auf dem Programm, gesäumt von Flamingos, Kiefern, Meer und Natursandstrand. Obendrauf gibt's wunderbare Radwege. Wenn du motiviert bist, dann häng die nächste Etappe am besten gleich mit an.

    Auf dem ersten Abschnitt fährst du entlang der Etangs und kannst dich nochmal an den Flamingos sattsehen, bevor es Richtung Meeresküste geht. Doch vorher radelst du noch einen hübschen Schlenker durch ein Kiefernwäldchen, wo dir noch das ein oder andere Camarguepferd begegnen wird. Danach durchquerst du la Grade Motte und gelangst an die Küste.

    Die ViaRhôna geleitet dich mit herrlichem Meeresblick sicher an der Küste entlang. Der Natursandstrand zwischen la Grande Motte und Carnon lädt zu einem Bad in den Meereswogen ein.

    Deine Etappe endet im schönen Palavas-les-Flots, Hafenstadt und Badeort mit Auszeichnung für hervorragende Umweltqualität. Wer frisch gefangenen Fisch schätzt, der wird hier an den kleinen Ständen des Fischmarkts fündig. Es gibt zahlreiche Unterkunftsmöglichkeiten und Campingplätze.

  • Mittelschwer
    02:33
    37,7 km
    14,8 km/h
    110 m
    90 m
    Mittelschwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Von Palavas-les-Flots aus ist es nur ein Katzensprung bis Montpellier. Doch warum solltest du dir die tolle Strecke nach Sète, dem Venedig des Languedoc, entgehen lassen, wenn der Weg bekanntlich das Ziel ist.

    Los geht die Fahrt auf einem wunderschönen und gut ausgebauten Radweg entlang des Etang du Méjean und Etang de l'Arnel mit Blick auf die durch das Wasser starksenden Flamingos. Danach geht es auf einem kleinen Weg am Naturreservat de l'Estragnol vorbei.

    Du durchquerst die Gemeinden Mireval und Vic-la-Gardiole, wo sich ein kleiner Zwischenstopp anbietet, um Proviant zu besorgen. Denn anschließend fährst du duch das hübsche Wäldchen Bois des Aresquiers, das zu einem Picknick einlädt.

    Möchtest du lieber im Schatten der Tannen verweilen, oder vermisst du schon das Meeresrauschen? Alternativ kannst du, anstatt rechts in den Wald einzubiegen, einfach weiter geradeaus fahren und den tollen Radweg entlang der Küste nehmen.

    In beiden Fällen kommst du schon bald in Sète an, der mit Wasser umringten und von Kanälen durchzogenen Hafenstadt. Das letzte Highlight für heute ist eine von fünf Hubbrücken, die dich in den Stadtkern führt. Nun steht einer Erkundungstour der quirligen Stadt nichts mehr in Wege.

  • Mittelschwer
    04:55
    79,0 km
    16,0 km/h
    380 m
    350 m
    Mittelschwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Heute steht deine letzte Etappe nach Montpellier an. Weil es so schön war, darfst du dich auf eine Ehrenrunde um den Etang de Thau freuen. Und wenn du auf Delikatessen stehst, gibt es auf halber Strecke der sportlichen Tour von 80 Kilometern eine köstliche Zwischenmahlzeit frisch aus dem Etang.

    Einmal aus Sète heraus wartet eine traumhafte, zehn Kilometer lange Fahrradstraße auf dich. Dann geht es um die Kurve nach Marseillan, das auf eine Geschichte bis in das hohe Altertum zurückblickt. Vielleicht hast du Glück, und heute findet einer der tollen Märkte statt.

    Wenn du dich in Marseillan genug umgeschaut hast, geht die Reise weiter am Etang entlang. Du gelangst auf einen neu angelegten Trail, der dich die Landschaft in vollen Zügen ohne Verkehr genießen lässt. Du steuerst nun auf Mèze und Bouzigues zu, die beide von hauptsächlich einer Tätigkeit leben: Austernzucht. Wir empfehlen dir im 1000-Seelen-Örtchen Bouzigues abzusteigen, denn hier reihen sich die Austernfischer aneinander, und man kann sich die fangfrischen Delikatessen direkt beim Erzeuger einverleiben.

    Mit einer traumhaften voie verte verabschiedet sich der Etang von dir, denn jetzt geht es an die letzten 30 Kilometer nach Montpellier. Auf der Strecke fährst du fast ausschließlich auf Fahrradwegen. Du gelangst von Westen in die Metropole und Studentenstadt, wo erstmal Schluss mit Ruhe und Landschaft ist. Aldstadtgässchen zum Schlendern, ein buntes Nachtleben zum Ausschweifen, historische Monumente, die das Stadtbild prägen, Montpellier hat einiges zu bieten. Amuse toi bien!

Collection Statistik

  • Touren
    7
  • Distanz
    333 km
  • Zeit
    22:54 Std
  • Höhenmeter
    1 440 m1 400 m

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