Zwischen Bodensee und Genfersee – die Mittelland-Route

Fahrrad-Collection von komoot
4-8 Tage
3-6 Std / Tag
381 km
2 510 m
2 540 m

Auf dem Weg vom Bodensee zum Genfersee erkundest du die facettenreiche Landschaft zwischen dem Jura und den Alpen: das Mittelland. Obwohl der Streifen, der sich quer durch die Schweiz zieht, dicht besiedelt ist, führt die Route oft durch unberührte Natur, schöne Landschaften und an mehrere große Seen. Zudem verläuft die Strecke häufig an Flüssen entlang, allen voran an der Aare. Du entdeckst viele kulturelle Schätze, während du durch die kleinen Dörfer und Städtchen radelst, kannst unterschiedlichste regionale Köstlichkeiten probieren, querst den ein oder anderen Fluss auf einer mittelalterlichen Holzbrücke und überwindest die Sprachgrenze von der deutschsprachigen in die französischsprache Schweiz.

Die Mittelland-Route besteht aus sieben Etappen mit jeweils einer Länge von 50 bis 65 Kilometern. Auf jeder Etappe überwindest du rund 300 bis 400 Höhenmeter. Insgesamt ist die Route somit nicht allzu schwer, du brauchst nur ein wenig Grundkondition. Und sollte dir einmal die Puste ausgehen, kannst du unterwegs fast überall in den Zug steigen, denn neben jedem Start- und Zielort sind auch viele weitere Orte an das Bahnnetz angebunden.

Da die Infrastruktur in der Schweiz nichts zu wünschen übrig lässt, ist die Mittelland-Route hervorragend geeignet, um die erste mehrtägige Radtour in Angriff zu nehmen. In allen Etappenorten findest du mehrere Übernachtungsmöglichkeiten und auch Cafés, Supermärkte und Gasthäuser musst du nicht lange suchen. Du fährst meistens auf hervorragend ausgebauten Nebenstraßen mit wenig Verkehr und die Route ist durchgehend ausgeschildert. Folge einfach der Fünf und genieße das Land zwischen Jura, Alpen, Bodensee und Genfersee.

Auf der Karte

Touren & Highlights

  • Mittelschwer
    02:47
    36,5 km
    13,1 km/h
    350 m
    180 m
    Mittelschwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Die Reise vom Bodensee zum Genfersee durch das Schweizer Mittelland beginnt im hübschen Hafenstädtchen Romanshorn. Die Anreise ist denkbar einfach: Mehrere Zuglinien führen hierher und du kannst auch mit der Fähre von Friedrichshafen übersetzen.

    Zum Aufwärmen verlässt du Romanshorn auf kleinen Nebenstraßen fast ohne Autoverkehr, die herrlich zu radeln sind. Du überwindest kleinere Anstiege und hast von oben einen schönen Blick auf den Bodensee. Du fährst durch eines der wichtigsten Obstanbaugebiete der Schweiz und gerade zur Bluescht, der Apfelblüte, verwandelt sich die Gegend in ein sagenhaftes Blütenmeer.

    In Hagenwil erwartet dich das gleichnamige Wasserschloss mit seinem markanten Fachwerk-Aufbau. Kurz danach erreichst du das Hudelmoos, ein geschütztes Moorgebiet, das zum Erkunden einlädt. Auf der restlichen Etappe rollst du gemächlich und ohne große Steigungen dahin. Einige schmucke Ortschaften liegen auf deinem Weg, wie zum Beispiel Bischofszell mit seiner „Krummen Brücke” aus dem Jahre 1478.

    Du fährst einige Kilometer durch eine idyllische Landschaft an dem Fluss Thur entlang. Vor deinem Etappenziel gibt es noch eine kleine Steigung und danach bist du in Wil angekommen. Auf den ersten Blick ist die Stadt nicht ganz so spektakulär, aber auf den zweiten Blick entdeckst du die hübsche Altstadt, die auf einem Hügel über dem Wilerweiher thront.

  • Mittelschwer
    03:20
    54,9 km
    16,4 km/h
    440 m
    570 m
    Mittelschwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Die zweite Etappe auf der Mittelland-Route ist etwas länger und hügeliger als die erste, aber du bist ja schon aufgewärmt. Zwischen den Ortschaften, die du durchquerst, fährst du immer wieder durch herrliche Landschaften. Weite Felder, ruhige Wälder und saftige Wiesen liegen an deinem Weg.

    Nach gut zehn Kilometern erreichst du den Bichelsee. Obwohl er größtenteils von Schilf umgeben ist, kannst du darin baden und die wunderschöne Naturkulisse um den See genießen. Für eine kleine Stärkung findest du dort auch einen Kiosk.

    Weiter geht es meistens bergab zur Töss. Der Name des Flusses lässt sich als „die Tosende” übersetzen. Du folgst ihr einige Kilometer und überquerst sie ein paar Mal. An ihren Ufern gibt es einige Picknickplätze für deine Brotzeit und mehrere Badestellen.

    In Sennhof gibt es zwei Möglichkeiten für die Weiterfahrt: Entweder du folgst weiter der Töss, bis du in Steig wieder auf die Hauptstrecke der Mittelland-Route triffst. Oder du fährst nach Winterthur. Die frühere Industriestadt hat sich mit ihren vielen Museen inzwischen zur Kulturstadt entwickelt. Daneben bieten die vielen Gärten, wie der Rosengarten oder der Lindengut-Park, die Möglichkeit zur Entspannung.

    Nach dem Zusammenfluss von Töss und Kempt beginnt eine Steigung über 130 Höhenmeter bis zum Bläsihof. Von dort aus geht es fast nur noch bergab bis zu deinem Etappenziel Kloten. Die Stadt ist vor allem für den Flughafen bekannt und weniger für das tolle Naherholungsgebiet Hardwald, in dem du ausgiebig spazieren oder im Freibad entspannen kannst.

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  • Mittelschwer
    04:13
    64,2 km
    15,3 km/h
    370 m
    420 m
    Mittelschwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Du verlässt das Zentrum von Kloten und fährst um den größten Flughafen der Schweiz herum. Von mehreren Punkten aus bietet sich dir ein schöner Blick auf den Flughafen und du kannst die Flugzeuge beim Start und bei der Landung beobachten. Wenn dich die Luftfahrt nicht ganz so begeistert und du lieber die ruhige Natur suchst – kein Problem. Nach einem kleinen Hügel ist Kloten hinter dir verschwunden und du landest im Naturschutzgebiet um den Katzensee, in dem du dich bei freiem Eintritt kurz abkühlen kannst.

    Die nächsten Kilometer geht es flach dahin, bis du Baden erreichst. Die kleine Stadt am Fluss Limmat ist vor allem für ihre schöne Altstadt bekannt. Eine große Kirche und eine Burgruine thronen über der Altstadt, in der sich die Fachwerkhäuser an den Fluss schmiegen. Auf einer gedeckten Holzbrücke überquerst du die Limmat und überwindest eine Steigung, bevor du in das Tal der Reuss hinuntersaust.

    Ab dem Städtchen Brugg folgst du der Aare bis zu deinem Etappenziel Aarau. Dabei führt der Weg immer wieder durch idyllische Flusslandschaften und an mehreren Burgen und Schlössern vorbei, wie zum Beispiel an Wildenstein, Auenstein und Biberstein. In Auenstein gibt es direkt an der Radstrecke noch ein schönes Naturmonument zu bestaunen: den Tuffgraben. In Aarau angekommen kannst du zum Ausklang der heutigen Etappe noch ein wenig in der Altstadt schlendern oder am Aareufer verweilen.

  • Mittelschwer
    04:01
    59,8 km
    14,9 km/h
    340 m
    300 m
    Mittelschwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Die Tour kann Passagen mit losem Untergrund enthalten, die schwer zu befahren sind.

    Die vierte Etappe auf der Mittelland-Route steht ganz im Zeichen der Aare. Du fährst aber nicht immer am Flussufer entlang, sondern machst hier und da mal einen kleinen Schlenker. Langgezogene Anstiege gibt es auf dieser Etappe keine, aber häufig kleine Hügel, die du überwindest.

    Los geht's in Aarau. Du fährst zuerst auf eine kleine Insel, die du über ein Stauwehr wieder verlässt. Kurz darauf folgt schon die nächste, langgezogene Flussinsel. Nach insgesamt gut einer Stunde Fahrzeit erreichst du Olten. Der Ort ist vielen nur als Bahnknotenpunkt bekannt, hat aber auch eine hübsche, kleine Altstadt mit einer für diese Region typischen Holzbrücke.

    Zwischen Olten und Aarburg fährst du auf einem schönen, ja schon fast spektakulären Radweg an der Aare entlang. Hier hat sich der Fluss besonders tief in die Landschaft eingegraben. Die malerische Altstadt von Aarburg eignet sich besonders gut für eine Kaffeepause. Solltest du zu viel Kuchen gegessen haben, kannst du die Kalorien bei einem kleinen Verdauungsspaziergang auf dem 1000er-Stägeli wieder abarbeiten. Ob die Stiege wirklich 1000 Stufen zählt, kannst du ja selber überprüfen.

    Du schlängelst dich immer an der Aare oder in ihrer Nähe durch die Landschaft und entdeckst viele schmucke Orte. Du überquerst den Fluss mehrfach, teilweise sogar auf wunderschönen gedeckten Holzbrücken. Dein Etappenziel ist Solothurn, das neben einer hübschen Altstadt auch mehrere Parks und ein interessantes Kunstmuseum hat.

  • Mittelschwer
    04:09
    62,2 km
    15,0 km/h
    290 m
    280 m
    Mittelschwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Auch diese Etappe beginnt mit einer Radelei an der Aare. Noch bevor du Solothurn verlassen hast, bietet sich dir ein toller Blick auf den Krummturm. Seinen Namen hat er vom leicht schiefen Dach, das aber mit Absicht so konstruiert wurde. Kurz danach beginnt eine ausgesprochen schöne Strecke mal direkt an der Aare entlang, mal ein bisschen weiter weg von ihr. Hier ist die Aare teilweise naturbelassen. In Altreu haben sich einige Storchkolonien niedergelassen.

    Du folgst weiter der Aare oder einem seiner Kanäle bis Nidau, wo der Nidau-Büren-Kanal in den Bielersee fließt. Hier hast du bereits die Hälfte der Tagesetappe gemeistert. Gleich neben Nidau liegt die zweisprachige Stadt Biel/Bienne, wohin ein Abstecher lohnt. Dort kannst du durch die Altstadt oder am Ufer entlang schlendern oder in einem Café oder Restaurant die Mittagspause verbringen.

    Die Fahrt am Südufer des Bielersees entlang ist leicht hügelig, dafür hast du immer wieder schöne Blicke auf den See und die St. Petersinsel, die mitten in den See hineinragt. Die Etappe endet im idyllischen Örtchen Ins. Hier ließ sich Friedrich Dürrenmatt zu seinem Buch „Der Besuch der alten Dame” inspirieren.

  • Mittelschwer
    03:16
    50,9 km
    15,6 km/h
    310 m
    310 m
    Mittelschwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Los geht es von Ins aus durch eine Landschaft, die von unzähligen kleinen und großen Kanälen durchzogen ist. Mit Blick auf den kleinen Mont Vully überquerst du auf einer Holzbrücke den Broye Kanal, der den Murtensee mit dem Neuenburgersee verbindet. Anschließend hast du auch die Sprachgrenze überquert und bist nun in der Romandie, der französischsprachigen Schweiz.

    Du radelst fast die gesamte Südseite des Neuenburger Sees entlang, jedoch selten direkt am Wasser. Denn beinahe das ganze Ufer ist ein Naturschutzgebiet. Unterwegs gibt es aber auch einige Badestellen und Strände, damit du den See auch aus der Nähe betrachten kannst.

    Die Fahrt ist nicht ganz eben, du überwindest immer wieder einige langgezogene, wenn auch nicht besonders steile Anstiege. Von oben hast du dann ein schönes Seepanorama. Eine Mittags- oder Kaffeepause bietet sich besonders in Estavayer-le-Lac an. In dem kleinen Örtchen direkt am See findest du einige Cafés am Ufer oder in den verwinkelten Gassen der Altstadt.

    Die vorletzte Etappe des Mitelland-Radweges endet in Yverdon-les-Bains. Du fährst zuerst an der Steinreihe von Clendy vorbei, einem beeindruckenden Zeugnis der Megalithkultur. Anschließend machst du einen Schlenker zum See und erreichst zum Schluss das schöne Zentrum von Yverdon-les-Bains.

  • Mittelschwer
    03:28
    52,4 km
    15,1 km/h
    410 m
    480 m
    Mittelschwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Die Tour kann Passagen mit losem Untergrund enthalten, die schwer zu befahren sind.

    Die letzte Etappe der Mittelland-Route führt dich von der Südspitze des Neuenburger Sees in Richtung Süden zum nördlichen Ende des Genfersees. Zu Beginn radelst du im Flachen durch eine schöne Landschaft. Kleine Dörfer, Kanäle und Teiche liegen an deinem Weg.

    Nach der ersten Steigung erreichst du La Sarraz und die dortige, gleichnamige Burg. Dort befindet sich das Pferdemuseum als Andenken an die letzte berittene Kampfeinheit Europas, die hier bis 1972 stationiert war.

    Die nächsten 20 Kilometer ist der Weg selten flach. Du überwindest mehrere Anstiege und saust einige Abfahrten hinunter. Jedoch sind die Steigungen moderat. Kurz vor der Olympiastadt Lausanne siehst du schon den Genfersee in der Ferne glitzern. Die Einfahrt in die Stadt ist besonders idyllisch: Direkt am See ist eine wunderschöne, großzügige Parkanlage.

    Der Endpunkt der Etappe und somit der Route durch das Schweizer Mittelland liegt am Lausanner Hafen. Die Stadt eignet sich hervorragend für ein paar Verlängerungstage, denn sie hat kulturell und geschichtlich viel zu bieten. Von hier aus kannst du auch mit dem Schiff nach Evian übersetzen oder bis nach Genf radeln.

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Collection Statistik

  • Touren
    7
  • Distanz
    381 km
  • Zeit
    25:14 Std
  • Höhenmeter
    2 510 m2 540 m

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