Gletscherreiches Fernwandern – der Adlerweg in Osttirol

Wander-Collection von
komoot

Gletscherdurchzogene Landschaft, schroffe Gipfel, urige bis futuristische Berghütten und herrliche Aussichten machen eine Fernwanderung auf dem Adlerweg in Osttirol zu einem unvergleichlichen Erlebnis. Auf der Silhouette eines Adlers wandernd – denn daher hat der bekannteste Wanderweg Tirols seinen Namen – passierst du aufregende Scharten, kühle Gletscherseen, malerische Almentäler und tosende Wasserfälle – und hast die majestätischen Gipfel des Großvenedigers und Großglockners immer wieder im Blick.

Der Adlerweg in Osttirol gehört zum 413 Kilometer langen Fernwanderweg-System in Tirol, welches aus zwei Routen besteht: dem längeren Weg durch Nordtirol und dem hier für dich zusammengestellten Abenteuer im Osten dieser herrlichen Alpenregion.

Diese Route ist mit etwa 100 Kilometern über neun Tagesetappen durch Osttirol deutlich kürzer als die 320 Kilometer des „großen“ Adlerwegs, aber nicht weniger spektakulär. Auf ihr wanderst du zur gletscherreichen Venedigergruppe und zum imposanten Großglockner, an dessen Fuße du das berühmte Alpenglühen genießen kannst. Diese Route benötigt auf einigen Etappen erhöhte Aufmerksamkeit, Schwindelfreiheit und Trittfestigkeit.

Deine Tage beginnen und enden stets an einer der wunderschön gelegenen Berghütten. Die gemütlichen Hütten sind in den Sommermonaten bei Wanderern sehr beliebt, daher empfehlen wir dir, rechtzeitig zu reservieren. Die ideale Saison für den Adlerweg liegt Mitte Juni bis Ende September. In den höheren Lagen erwartet dich außerhalb der Sommermonate reichlich Schnee. Start und Ziel des Osttiroler Adlerwegs befinden sich in einem malerischen Alpendorf.

Um zum Startpunkt im Osten Tirols zu gelangen, nimmst du den Zug nach Lienz. Von dort fährt ein kostenloser Bus zu deinem Startort in Ströden. Genauso einfach geht es vom Endpunkt in Kals am Großglockner wieder zurück nach Lienz.

Bist du ein Stempeljäger und hast Spaß am Sammeln, dann ist der Adlerweg genau das Richtige für dich. In vielen Hütten, Almen und Gasthöfen kannst du dein Stempelheft zücken. Als Belohnung und kleines Andenken kannst du dir je nach Anzahl der erwanderten Stempelstellen den Adler-Pin in Bronze, Silber oder Gold und zusätzlich eine Adlerweg-Urkunde abholen.

Suchst du eine weitere Herausforderung, empfehlen wir dir die 24 Etappen des herrlich anspruchsvollen „großen Bruders“ des Adlerwegs in Nordtirol: komoot.de/collection/897054/auf-adlers-schwingen-der-nordtiroler-adlerweg-in-24-etappen

Mehr Informationen findest du unter tirol.at/reisefuehrer/sport/wandern/adlerweg

Auf der Karte

Touren & Highlights

  • Schwer
    06:39
    13,3 km
    2,0 km/h
    1 350 m
    640 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Dein Abenteuer auf dem Adlerweg in Osttirol startet am Parkplatz Ströden. Von hier beginnt der Aufstieg ins malerische Maurertal mit seinen rauschenden Gebirgsbächen, grünen Weiden und Ausblicken auf die vergletscherte Landschaft. In der Essener-Rostocker Hütte kannst du dich zünftig für den anstrengenden Aufstieg belohnen, bevor es in Serpentinen hinauf zum Turmjöchl geht. Hier kannst du verschnaufen oder deine Baukunst an einem der vielen Steintürme testen. Die Johannishütte empfängt dich auf 2.121 Meter Höhe mit leckerem, hausgemachten Kuchen und einem urigen Matratzenlager oder Mehrbettzimmer für die Nacht.

    Deinen Startpunkt in Ströden erreichst du innerhalb einer guten Stunde vom Bahnhof Lienz aus mit dem kostenlosen Bus der Linie 591. Um den Bus-Service in Osttirol kostenlos nutzen zu können, benötigst du eine Gästecard, die du von einer deiner gebuchten Unterkünfte erhältst.

  • Schwer
    06:49
    11,9 km
    1,7 km/h
    1 200 m
    830 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Die zweite Etappe wird aufregend und herausfordernd zugleich, denn der Adlerweg bringt dich ins hochalpine Gelände. Nachdem du deine gemütliche Unterkunft in der Johannishütte verlassen hast, steigst du über mehrere Kehren auf die Schernesschaft mit 3.040 Metern auf. Dabei genießt du einen einzigartigen Ausblick auf den gletscherreichen Großvenediger. Der ausgesetzte Übergang erfordert Schwindelfreiheit und Trittsicherheit. Vor deiner Ankunft am Zwischenziel an der Sajathütte, dem sogenannten „Schloss in den Bergen“, kannst du einen Abstecher auf die Kreuzspitze mit ihrem imposanten Gipfelkreuz und herrlichem Panorama unternehmen.

    Hast du dich auf der Sajathütte gestärkt, geht es weiter zum Timmeltalhöhenweg. Wegen seiner starken Ausgesetztheit und Steinschlaggefahr solltest du diesen Abschnitt zügig, aber bedacht durchwandern. In der Eisseehütte kannst du diesen spektakulären Tag bei einem zünftigen Abendessen noch einmal Revue passieren lassen.

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  • Schwer
    03:34
    8,10 km
    2,3 km/h
    440 m
    220 m
    Schwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Heute erwartet dich eine kurze und entspannte Tagesetappe, daher kannst du dir überlegen, ob du vor deiner Rückkehr auf den Adlerweg einen Abstecher zum Eissee unternimmst. Ein Rundweg von etwa einer Stunde führt dich von der Eisseehütte zum eiskalten, aber wunderschön türkis leuchtenden Gletschersee. Der Adlerweg folgt nun dem aussichtsreichen Venediger Höhenweg hoch über dem Virgental. 15 sehr enge Spitzkehren in einer Rasenrinne bringen dich hoch zum Eselsrücken. Von hier aus siehst du bereits dein Etappenziel, die herrlich gelegene, mit Schindeln verkleidete Bonn-Matreier-Hütte.

  • Schwer
    04:29
    9,40 km
    2,1 km/h
    510 m
    650 m
    Schwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Steile Steige, fordernde Abstiege, Stahlsicherungen und Altschneefelder prägen deinen Weg auf der vierten Etappe. Sie ist wieder eine Herausforderung an deine Trittsicherheit, aber bietet beeindruckende Aussichten auf den allgegenwärtigen Großvenediger und das Großglocknermassiv. Bei schönem Wetter kannst du sogar bis zu den Dolomiten sehen. Du überschreitest wieder ein paar felsenreiche Scharten, die zumeist stahlseilversichert sind. Über der Galtenscharte thront der Galtenkogel mit einer Höhe von fast 3.000 Metern. Unter dir kannst du den Ausblick auf das idyllische Froßnitztal genießen, bevor du den Aufstieg über einige Moränen beginnst, der dich zur Badener Hütte am Großvenediger führt.

  • Mittelschwer
    04:52
    13,9 km
    2,9 km/h
    180 m
    1 270 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Die Gletscherwelt des Großvenedigers immer im Blick haltend, steigst du heute etliche hundert Höhenmeter hinab ins Tal nach Innergschlöss. Seilstellen geben dir auf dem steilen Abstieg immer wieder Sicherheit. Auf deinem Weg kommst du am „Auge Gottes“ vorbei, einem Bergsee, dem eine kleine Halbinsel aus Gras die Form eines Auges gibt, in dem sich der tiefblaue Himmel spiegelt. Bist du im Tal angekommen, kannst du im Venedigerhaus auf eine Rast einkehren. Dann geht es entlang des Gschlösslbaches weiter, vorbei an einem schmelzwassergetriebenen Wasserfall und das Tal öffnet sich vor dir.

    Die in Stein gemauerte Felskapelle zeugt einmal mehr von faszinierender Baukunst. Du bist nun ganz nahe am Tagesziel, dem Matreier Tauernhaus, das über seichte Pfade erreichbar ist.

  • Schwer
    05:27
    11,2 km
    2,1 km/h
    1 640 m
    30 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Um von deinem letzten Etappenziel am Tauernhaus zu deiner nächsten Etappe zu gelangen, kannst du den Wanderbus 955 bis nach Matrei Hinterburg, das zur Gemeinde Matrei in Osttirol gehört, nehmen. Über den verkehrsarmen Fahrweg gelangst du zum Parkplatz Glanz, deinem heutigen Startpunkt. Durch dichten Lärchenwald steigst du über die Edelweißwiese auf zur Äußeren Steiner Alm, die mit leckeren, traditionellen Speisen lockt. Riesige Grünschieferblöcke machen die Landschaft wildromantisch.

    Der rauschende Steinerbach begleitet dich auf dem Zustieg zur Sudetendeutschen Hütte, die wunderschön eingebettet in die Granatspitzgruppe liegt.

  • Schwer
    03:24
    6,86 km
    2,0 km/h
    160 m
    1 060 m
    Schwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Du kommst dem imposanten Großglocker mit der siebten Etappe immer näher. Eiszeitliche Moränen prägen die Landschaft, während du unterhalb des Gradötzgletschers hoch zur gleichnamigen Scharte in felsigem Gebiet wanderst. Du kreuzt recht bald den Muntanitzbach. Bei starker Schneeschmelze wird es schwer, ihn trockenen Fußes zu überqueren. Nun geht es über zahlreiche enge Serpentinen durch Erlen, Lärchen und Eschen wieder hinab ins Tal. Am Stotzbach können deine Füße trocken bleiben, denn eine hübsche Holzbrücke führt über den tosenden Gebirgsbach, der sich ein wenig weiter als herrlicher Wasserfall hinabstürzt.

    Am Ende des Dorfertals erreichst du das gemütliche Kalser Tauernhaus, dein heutiges Etappenziel.

  • Schwer
    05:36
    13,8 km
    2,5 km/h
    1 340 m
    290 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Deine Talwanderung durch das malerische Dorfertal geht weiter. Du passierst die einladende Bergeralm, die besten Kaiserschmarrn serviert. Eine Einkehr in die Moa-Alm ist fast schon Pflicht, denn auf der urigen Alm wird auch heute noch auf einem etwa 80 Jahre alten Holzofen gekocht. Die seit 1771 im Originalzustand belassene Alm ist die älteste Hütte im Tal. Du kannst dich nun entscheiden, ob du auf einem lärchengesäumten Almweg wieder in die Alpinwelt aufsteigst oder lieber direkt über einen Steig, der den Almweg mehrfach kreuzt, abkürzt. Im Hochtaltrog der Teischnitz-Ebene angekommen, siehst du die Eistürme des Teischnitzkees in der Sonne glänzen.

    Die am Fuße des Großglockners gelegene, extravagante Stüdlhütte erreichst du über einige Wiesenhänge, die sich bald in Fels und Schutt wandeln. Der Ausblick über die Gletscherwelt von hier ist schlichtweg atemberaubend.

  • Schwer
    04:37
    11,1 km
    2,4 km/h
    280 m
    1 150 m
    Schwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Der Osttiroler Adlerweg neigt sich dem Ende entgegen. Die letzte Etappe wartet noch einmal mit einer ausgesetzten Stelle, Geröll und Schutt auf. Mit dem Aufbruch von der Stüdlhütte lässt du nun auch den Großglockner hinter dir. Ein Blick zurück auf das gigantische Gletschermassiv lohnt sich jedoch immer wieder. Den Höhepunkt der Etappe erreichst du an der Pfortscharte, von der du genauso steil absteigst wie du aufgestiegen bist. Auf der stattlichen Glorer Hütte kannst du ein letztes Mal hoch oben in der Gebirgswelt einkehren, dann führt dich ein erdiger Steig immer weiter hinab bis zum Endpunkt des Adlerwegs am Lucknerhaus. Hier kannst du dich mit deiner eigenen Adlerweg-Geschichte im Adlerweg-Tourenbuch verewigen.

    Vom Lucknerhaus kannst du den kostenfreien Bus 952 zum Bahnhof Lienz nehmen. Von dort fahren Züge nach Innsbruck, Bregenz, Wien, München und Zürich.

Collection Statistik

  • Touren
    9
  • Distanz
    99,5 km
  • Zeit
    45:27 Std
  • Höhenmeter
    7 100 m6 140 m

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