E1-Italien: Tour 1, Parco Lombardo del Ticino (2020)

Collection von Michael wandert 🌄

Die Tour startet in Varese, nicht in Porto-Ceresio am Luganer See, wo der E1 in Italien eigentlich beginnt.
Für drei Etappen geht es durch den bergigen Regionalpark Campo dei Fiori, bis in Sesto Calende der südliche Zipfel des Lago Maggiore erreicht ist.
Vier Etappen führen dann durch den langgestreckten "Parco del Ticino". Es geht am Ufer des Ticino und an 100 Jahre alten Bewässerungskanälen entlang oder im Zickzack-Kurs durch Felder und Wiesen an Bauernhöfen (Cascinas) vorbei.
Eine abwechslungsreiche Tour, die ich in ihrer Vielfältigkeit so nicht erwartet hatte.
Die Tour durch die Lombardei endet in Pavia, wo der Ticino in den Po mündet und der Park sein südliches Ende hat.
Tourbericht: findpenguins.com/michael-wandert/trip/e1-italien-1
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Der Fernwanderweg E1 führt längs durch Europa. Vom Nordkap bis zum Capo Passero in Sizilien sind es mehr als 7.000 km. Ich bin als Section Hiker auf ihm unterwegs

Auf der Karte

Touren & Highlights

    02:13
    10,8 km
    4,9 km/h
    310 m
    180 m

    E1 Tag 140 | Tour Tag 1, 3.3.20
    Der Flug wird gestrichen, ich kann erst am Nachmittag in Mailand landen. Deshalb verläuft meine erste Etappe in Italien anders als die offizielle E1-Route. So geht es nicht am Lago di Lugano, sondern in Varese los. Diese schnell zusammen geschusterte erste Etappe folgt einer Straße stetig bergauf, mitten hinein in den großen Regionalpark "Parco dei Fiori". Ein schöner Waldpfad geleitet mich nach Brinzio, wo ich in der "Locanda del Brinsc" als einziger Gast übernachte.
    Tourbericht: findpenguins.com/7jc2jk51k9zyj/footprint/5e5ecbdd56bd09-24695845

    05:54
    18,1 km
    3,1 km/h
    710 m
    960 m

    E1 Tag 141 | Tour Tag 2, 4.3.20
    Die Etappe führt über das Bergmassiv Campo dei Fiori, das im gleichnamigen Regionalpark liegt.
    Der Weg über das Bergmassiv erfordert Kraft und eine gute Kondition.
    Von Brinscio aus muss man erst einmal ordentlich an Höhe gewinnen (500 Höhenmeter in nur 5km). Ein erster Aussichtspunkt belohnt mit spektakulärem Ausblick zum Lago Varese hinunter.
    Es folgt ein einfach zu gehenden Höhenweg, der zahlreiche Blicke in die Weite der Po-Ebene und auf die schneebedeckten Gipfel der Alpen gewährt. Ein Geheimtipp ist dieser schöne Weg allerdings nicht, denn zahllose Einheimische, die vor allem mit ihren Autos herauf gefahren sind, tummeln sich mit mir auf dem Gratweg, an dessen Ende der E1 nach Orino hinab will. Ich kürze hier die Strecke um fünf Kilometer ab und spare so auch gleich 500 Höhenmeter ein. Wer weiß, warum der E1 über Orino verläuft und was ich dort verpasst habe 😉.
    350 Höhenmeter geht es nun einen Hohlweg stetig und steil hinab Richtung Ziel. Den kleinen Ort Gavirate konnte man vom Höhenweg aus schon lange vorher am Lago Varese liegen sehen.
    Es war ein wunderschöner Wandertag bei herrlicher Frühlingssonne. In den Hochlagen lag noch Schnee. Tourbericht: findpenguins.com/7jc2jk51k9zyj/footprint/5e5fde987f5141-72857213

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  • 06:51
    27,7 km
    4,1 km/h
    390 m
    460 m

    E1 Tag 142 | Tour Tag 3 | 5.3.20
    Die heutige Etappe soll mitten durch einen großen Steinbruch führen. Mir ist vorab nicht klar, ob man da noch durch kommt. Es gab da so Hinweise von Wanderern, die vor mir auf dem E1 hier durch wollten.
    Doch der E1 ist hier - wie bisher überall - perfekt ausgeschildert, der Verlauf jedoch hat sich verändert. Statt mitten hindurch geht es nun nördlich um den Steinbruch herum.
    Weiter geht es auf einer frequentierten Strasse ohne Fußweg um den südlichen Zipfel des Lago di Monte, was gefährlich ist. Man muss stets sprungbereit sein, um auf den schmalen Grünstreifen zu flüchten. Hier hätte ich mir eine bessere Wegführung gewünscht. Kurz vor Osmate verlässt der E1 die Straße, nun geht es auf schmalem Pfad hinein in eine dicht bewaldeten Hügelkette. Hier finde ich den ersten Hinweis auf den Parco Ticinio, durch den es nun bis nach Pavia gehen wird.
    Brombeerranken gibt es hier zahlreiche. Jetzt im Frühjahr komme ich gut durch, die Wege sind nicht zugewuchert. Doch bei fortschreitender Vegetation mag der Pfad zugerankt sein. Bevor ich nach Sesto Calende, dem heutigen Etappenziel, komme, geht es eine Zeit lang an einer alten, mächtigen Steinmauer entlang.
    Tourbericht: findpenguins.com/michael-wandert/trip/e1-italien-1

    07:24
    31,9 km
    4,3 km/h
    260 m
    350 m

    E1-Tag 143 | Tour Tag 4 | 6.3.20
    Was für eine spektakuläre Tour!
    Zunächst 8km durch Wald, immer an einer Gasleitung entlang, dann für zwei unschöne Kilometer auf einer viel befahrenen, kurvenreichen Straße - immerhin schon am Ticino entlang.
    Der Hammer des Tages beginnt am Wehr 'Panperduto'. Es folgen die parallel verlaufenden Kanäle 'Industriale' und 'Villoresi', genutzt für Bewässerung und Stromerzeugung, gebaut vor langer Zeit mit viel Beton. Der gut befestigte Weg führt - eifrig genutzt von Joggern und Highspeed-Radlern - direkt an den Kanalufern entlang. Mutige können auch zwischen den Kanälen auf einem Trampelpfad laufen, ich habe allerdings nicht darauf geachtet, ob das durchgängig funktioniert.
    Ein Stück führt der E1 direkt am Strom Ticino entlang. Wie in den Kanälen fließt das Wasser auch im Flussbett sehr schnell.
    Bis auf die ersten Kilometer, die es bergan geht, führt die Route stetig abwärts. Das ist angenehmes Gehen und der Strom zieht mich mit. Nur eine Bank hätte ich mir hier und da gewünscht. Die E1-Markierung ist lückenhaft und folgt manchmal anderen Wegen als den Offiziellen. Ohne Blick in die Karte wäre ich gelegentlich falsch gegangen.
    Ab Panperduto wird die Etappe zu einem einziges Highlight.
    Tourbeschreibung:
    findpenguins.com/michael-wandert/footprint/5e6297896af469-15567922
    findpenguins.com/michael-wandert/footprint/5e62a13fc83677-21123440

    05:51
    23,4 km
    4,0 km/h
    150 m
    190 m

    E1-Tag 144 | Tour Tag 5 | 7.3.20
    Bei bestem Frühlingswetter geht es heute erst einmal am Navaglio Grande entlang. Es ist ein sehr alter Kanal, der von Mailand zum Lago Maggiore führt. Ein Radweg führt heute daran entlang, der reichlich von äußerst sportiven Highspeed-Radlern genutzt wird. Als Fußgänger muss man gelegentlich beiseite springen.
    In Rubine geht's rechts ab, um den Kanal zu verlassen. Nicht verpassen, es ist nicht ausgeschildert. In Folge führt die E1-Markierung mich weiter mächtig an der Nase herum. Die eigene Karte ist ab jetzt ein Muss! Das Stück am Ticino entlang ist grandios, die A4 Unterführung eine Herausforderung, der rückwärtige Blick auf die Alpen spektakulär. Noch ein Stück geht's durch niedrig gewachsenen Wald, dann ist das Etappenziel "La Barcella al molino" vor dem Ort Casterno erreicht.
    Tourbericht:
    findpenguins.com/michael-wandert/footprint/5e63cc99d7f083-07915605
    findpenguins.com/michael-wandert/footprint/5e63da4d3290b6-09955031

    07:01
    29,9 km
    4,3 km/h
    140 m
    150 m

    E1-Tag 145 | Tour Tag 6 | 8.3.20
    Der E1 mäandert zunächst durch die Feldmark von Hof zu Hof, die mit Schotterwegen verbunden sind. Auf jedem Hof kläfft ein Hund, manch einer kommt mir aufgeregt entgegen. Wohl dem, der eine Abwehrstrategie gegen die zähnefletschenden Wachhunde parat hat. Es dauert sechs lang werdende Kilometer, bis der Ticino erreicht ist. Der E1 war hier nicht gut markiert.
    Ein paar Bänke fast direkt am Ticino geben Gelegenheit für eine ausgedehnte Pause. Auf den den reißenden Strom zu schauen ist einfach herrlich. Doch an diesem sonnigen Sonntag ist es auch ein frequentierter Spot für Spaziergänger und Sportradler.
    Für ein nur kurzes Stück geht es am Canale Scolmatore di NordOvest (nordwestlicher Überlaufkanal) entlang, um bald darauf wieder in südliche Richtung abzuknicken und weiter durch die Feldmark zu mäandern.
    Kurz vor Ozzero muss eine Bahnschranke überwunden werden, die schwer verrammelt ist. Kurz darauf gibt es an der lebhaft befahrenen Strada Proviciale 494 Vigevanese einen Kiosk. Dort kann man sich stärken, bevor es an der sehr belebten Straße ohne Bürgersteig entlang gehen muss. Vorsicht! Manchmal wünscht man sich für den E1 in Italien schon eine bessere Wegführung. Ich bin froh, nach ein paar hundert Meter auf einen Feldweg abbiegen zu können.
    Weiter geht es durch die Feldmark. Eine schöne Pause bietet sich in der Cascina Caremma an (man kann hier auch nächtigen). In Besate lohnt der Besuch der Kirche. Schöne Malereien. Und bis zu meinem Ziel, der kleinen Cascina Caiella', zwischen Motta Visconti und Casorate Primo direkt am Kanal Naviglio di Bereguardo gelegen, ist es nun auch nicht mehr weit.
    Tourbericht:
    findpenguins.com/michael-wandert/footprint/5e64ffd3b2b327-15776485
    findpenguins.com/michael-wandert/footprint/5e6502a18974b9-46752127

    05:37
    28,7 km
    5,1 km/h
    160 m
    180 m

    E1-Tag 146 | Tour Tag 7 | 9.3.20
    Mein Weg führt mich von meiner Unterkunft kurz am trocken gefallenen Kanal Naviglio di Bereguardo entlang, dann durch Felder und Wiesen an weiteren Höfen (Cascinas) vorbei.
    Auf den E1, den ich gestern kurz vor Besate verlassen musste, um zur Unterkunft zu gelanden, kehre ich zurück, kurz bevor der Ticino erreicht ist. Der Weg am Ufer des Ticino erweist sich als wild, aber gut begehbar.
    Es naht die sehenswerte 'Ponte Barche'. Auf dieser kuriosen Pontonbrücke kommt man auf die andere Flussseite.
    Weiter geht es auf schönen Pfaden. Kurz hinter der A7 knickt der E1 nach Süden ab. Da ich aber nach Pavia will, halte ich mich ostwärts. Auch hier führt offenbar eine markierte E1-Variante entlang.
    Interessant ist die Storchenkolonie, die in Bäumen nahe am Weg brütet. Die Cascina Arpassanta bewirbt diese Attraktion mit großen Schildern.
    Ein Stück weiter gibt es eine überraschende Schwierigkeit: am Canale du Riva gibt es eine Brücke, die über einen Kanal führt. Darauf ein Tor, das verschlossen ist. Aber es gibt einen schmalen Durchlass für Wanderer. Was für ein Glück! Eine E1-Markierung oder Hinweisschilder fehlen hier allerdings.
    Danach ist der Zieleinlauf einfach. Ob man den kürzeren Weg direkt auf der Deichkrone nimmt oder dem offiziellen E1-Verlauf, der länger ist, folgt, ist eine Frage. die jeder individuell entscheiden sollte. Ich hatte Zeit und folgte den E1-Markierungen und damit dem längeren Pfad entlang des Ticino.
    Drei Brücken noch, dann ist man in Pavia. Die letzte, die Ponto Coperto, ist die Älteste und Schönste. An sie werde ich noch lange denken...
    Die Altstadt ist es wert, in Muße besichtigt zu werden.
    Tourbericht:
    findpenguins.com/michael-wandert/footprint/5e66a9e3e93ca5-42704108
    findpenguins.com/michael-wandert/footprint/5e66ba8eb14839-71508812

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Collection Statistik

  • Touren
    7
  • Distanz
    171 km
  • Zeit
    40:50 Std
  • Höhenmeter
    2 110 m

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