Julia

Die perfekte Woche im Trailparadies Finale Ligure

Julia

Die perfekte Woche im Trailparadies Finale Ligure

Mountainbike-Collection von Julia

Finale Ligure ist unter Enduro-Bikern schon lange der Garten Eden der MTB-Reviere. Die ursprünglich mal als Badeort bekannte Stadt ist aufgrund ihrer Lage ein Urlaubsparadies für sonnenhungrige Outdoorsportler: Die Ligurischen Alpen grenzen direkt ans Meer und machen so Strand und Biken (oder Klettern) am selben Tag möglich. Zum Essen muss ich wahrscheinlich nicht viel sagen: Es gibt kaum etwas besseres nach einem anstrengenden Tag im Sattel als einen großen Teller Pasta oder frischen Fisch – und natürlich Gelato, Tiramisu und andere italienische Köstlichkeiten.

Das besondere an Finale Ligure ist nicht nur die einzigartige Lage: Es sind die über 100 Enduro-Trails, die Mountainbiker Jahr für Jahr wiederkommen lassen. Das Gelände hier ist nichts für Anfänger. Alles ist mindestens steil und steinig und nicht zu selten auch noch verblockt, wurzlig und voller enger Kurven – von der exponierten Hanglage mancher Trails gar nicht erst zu sprechen. Es gibt den beliebten Spruch unter Enduro-Bikern, dass Trails entweder schwer oder Finale-schwer sind. Biken hier ist einfach eine andere Hausnummer als anderswo, sogar im Vergleich zu den Alpen.

Daher wirst du in dieser Collection auch keine leichten Touren finden – es gibt schlicht und ergreifend keine. Dementsprechend ist in Finale neben einem voll funktionsfähigen Mountainbike mit genügend Federweg (ich empfehle mindestens 150 Millimeter) außerdem adäquate Schutzausrüstung fast schon verpflichtend. Viele Biker hier fahren mit Integralhelm, Knie- und Ellbogenschoner sowie Rückenprotektor. Solltest du dir nicht sicher sein, ob dein Bike fit für die Finale-Trails ist, kannst du vor Ort auch problemlos eines ausleihen.

Finale Ligure ist ein sehr großes MTB-Gebiet. Die legendären endlosen Abfahrten heißen natürlich auch, dass du Uphill einiges wegtreten müsstest. Sessellifte gibt es hier nicht, dafür aber eine große Anzahl an Shuttle-Anbietern, die dich den ganzen Tag durch das bergige Hinterland transportieren. Meistens sitzt außerdem noch ein MTB-Guide mit auf dem Shuttle und zeigt dir die besten Trails der Umgebung. Du kannst aber auch auf eigene Faust losziehen: Hartgesottene Biker fahren die teilweise sehr steilen und langen Uphills selbst. Entscheide selbst, worauf du Lust hast oder wechsle einfach von Tag zu Tag ab. Und falls du dich mal einen Tag nicht auf den Sattel setzen willst, kannst du es dir am Strand bequem machen und ausgiebig Sonne tanken.

Nach Finale Ligure gelangst du entweder mit dem Auto (ab München über den Brenner oder die Schweiz in etwa acht Stunden) oder mit der Bahn (etwa zehn Stunden). Auch mit dem Flugzeug ist Finale Ligure über Genua oder Mailand gut zu erreichen. Vor Ort ist die Fortbewegung ohne Auto eigentlich kein Problem. Übernachtet wird entweder direkt in Finale Ligure in unmittelbarer Strandnähe oder im bezaubernden, mittelalterlichen Finalborgo. Von dort aus starten auch jeden Morgen die Shuttles. Von Finale Ligure ist man jedoch in zehn Minuten zum Parkplatz geradelt.

Auf der Karte

Touren & Highlights

    Schwer
    05:44
    55,0 km
    9,6 km/h
    1 820 m
    1 850 m
    Schwere Mountainbike-Tour. Sehr gute Kondition erforderlich. Fortgeschrittene Fahrtechnik notwendig. Auf einigen Passagen wirst du dein Rad vielleicht schieben müssen.

    Neu in Finale Ligure? Dann ist diese Tour ein Must-Do für dich. Hier fährst du zwei der beliebtesten Finale-Trails und einen fast schon obligatorischen Uphill zur Base NATO. So bekommst du ein gutes Gefühl für das Terrain und die Logik der Trailbauer dieser Region. Wenn du nur einen Teil der Tour selbst pedalieren möchtest, empfehlen wir dir, den ersten Uphill nach Melogno (DIN) mit einem Shuttle zu ersetzen. So kommst du auf circa 850 Höhenmeter bei gleichbleibenden Tiefenmetern.Für alle tapferen Uphill-Treter ist die Osteria DIN der ideale Verschnaufpunkt nach den ersten 1.000 (!) Höhenmetern. Hier lässt es sich super auf einen Espresso oder ein herzhaftes Mittagessen verweilen, bevor es auf die Trails geht. Der Rollercoaster hat Kultstatus unter den Finale-Fans. Mit seinem ständigen Auf und Ab ist der Name Programm und deine Jubelschreie fast unabwendbar. Unfassbarer Flow paart sich hier immer wieder mit technischen Sektionen, die bei Nässe nicht zu unterschätzen sind. Der untere Teil des Trails ist außerdem als S3 auf der Singletrailskala einzustufen. Oben ist eher mit S2 zu rechnen.Nun ist es Zeit für den großen Anstieg des Tages (Melogno-Pedalierer ausgenommen). Über eine von Shuttles viel frequentierte Asphaltstraße kurbelst du bis zur Osteria DIN hoch. Von hier aus geht es deutlich sanfter, aber stetig bergauf über Straßen und kleine Zubringertrails weiter zur Base NATO. Oben angekommen, empfiehlt sich ein weiteres Päuschen, das du super mit dem Erkunden der Ruinen des alten NATO-Stützpunkts kombinieren kannst. Dann geht es weiter zum finalen Downhill des Tages.Zunächst folgst du dem Cravarezza, ein flowiger S1-Trail, der sich perfekt zum Einschwingen eignet. Dieser geht nahtlos über in den Ingegnere, ein weiterer Finale-Liebling. Hier erwartet dich ebenfalls perfekter Flow, jedoch auf S2-Niveau mit steilen Sektionen, Fels- und Wurzelstufen. Vor allem gegen Ende des Trails wird dein technisches Können auf einer recht langen verblockten Sektion noch einmal gefordert, bevor du die letzten Kilometer der Tour entspannt auf der Straße ausrollst.

    Schwer
    01:17
    13,6 km
    10,6 km/h
    320 m
    340 m
    Schwere Mountainbike-Tour. Gute Grundkondition erforderlich. Fortgeschrittene Fahrtechnik notwendig. Auf einigen Passagen wirst du dein Rad vielleicht schieben müssen.

    Die Bondi-Tour ist der perfekte Einstieg in eine actiongeladene Woche in Finale Ligure oder perfekt für zwischendurch, wenn du einmal keine Lust auf Shuttle hast. Die 320 Höhenmeter sind in einen angenehmen Anstieg auf einer Asphaltstraße schnell bewältigt. Die ersten Meter fährst du auf der Hauptstraße zwischen Finale und der Autobahn, was viel Verkehr und Lärm bedeutet. Die Autofahrer hier sind jedoch Radler auf der Fahrbahn gewohnt und nehmen (meistens) Rücksicht. Nach dem Kreisverkehr wird es sofort ruhiger und du kannst die verträumten, rustikalen Dörfer und den Blick genießen. Der letzte Teil des Anstiegs führt durch den Wald auf einer Forststraße.Nach der Arbeit kommt das Vergnügen: Der Bondi-Trail ist ein Bilderbuchtrail mit unfassbar viel Flow. Er ist die ideale sanfte Heranführung an das Finale-Terrain und zu Beginn ein verspielter Flowtrail mit ein paar Steinchen und Wurzeln, bevor er dann langsam, aber sicher immer knackiger wird. Eine recht beachtliche Steinstufe habe ich aus Versehen einfach ganz easy weggeschluckt, weil ich so im Flow war – so fühlen sich perfekte Trails an!Die Herausforderungen warten im späteren Verlauf. Die Kurven werden enger und du merkst anhand deiner schmerzenden Zeigefinger, dass der Trail richtig steil geworden ist. Für Finale-Verhältnisse ist jedoch immer noch alles im grünen Bereich und du wirst am Ende der Tour wahrscheinlich in Erwägung ziehen, den verdienten Schlussespresso in Finalborgo gegen noch eine Runde Bondi einzutauschen.

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  • Schwer
    01:59
    15,5 km
    7,8 km/h
    570 m
    980 m
    Schwere Mountainbike-Tour. Gute Grundkondition erforderlich. Fortgeschrittene Fahrtechnik notwendig. Auf einigen Passagen wirst du dein Rad vielleicht schieben müssen.

    Ohne den ersten Anstieg zur Base NATO und den Heimweg von Mallare nach Finale sind die Höhenmeter auf dieser Tour ziemlich überschaubar. Wenn du eine (für Finale-Verhältnisse) entspannte Halbtagestour im Hinterland suchst, bist du hier richtig. Solltest du jedoch Ambitionen haben, einmal den fordernden Uphill zur Base NATO selbst bezwungen zu haben, plane lieber einen ganzen Tag ein. Bitte berücksichtige auch, dass die Tour circa 18 Kilometer entfernt von Finale Ligure in Mallare endet.Die schönsten Touren beginnen bergab, so auch diese: Der steile, wurzlige und steinige Sentiero 115 reißt dich garantiert innerhalb von Sekunden aus deinem wohligen Shuttle-Halbschlaf. Auf etwa zwei Kilometern Downhillvergnügen, die sich trotz S2/S3-Einstufung auf der Singletrailskala irgendwie flowig anfühlen, groovst du dich gleich perfekt auf den Rest der Tour ein.Jetzt sind die ersten Höhenmeter fällig, die dich zum Einstieg in den Neverland-Trail bringen. Dieser ist laut Karte S0, was nicht weiter von der Wahrheit entfernt liegen könnte. Der Neverland-Trail ist nicht ganz so steinig wie andere Finale-Trails, aber genauso steil, voller enger Kurven und (bei Nässe sehr rutschigen) Wurzelpassagen. Er hat mindestens eine S2 verdient. Auf der Spaßskala bekommt er die volle Punktzahl.Der zweite Uphill ist der längere der beiden und auch der steilere. Dazu kommt die nicht immer ebene Beschaffenheit der Straße, die rechtfertigt, dass in Finale Ligure viele Shuttle-Fahrzeuge Allradantrieb haben.Dafür wartet jetzt ein sehr beliebter Trail mit dem charmanten Namen Little Dog auf dich. Er ist der flowigste Trail dieser Tour und zu Beginn eine entspannte S1, später dann eher S3 mit Spitzkehren, verblockten Passagen und Stufen. Ein absoluter Traum zum Abschluss, bevor du dich entweder von einem Shuttle abholen lässt oder den langen Heimweg antrittst.

    Schwer
    01:38
    20,0 km
    12,2 km/h
    360 m
    380 m
    Schwere Mountainbike-Tour. Gute Grundkondition erforderlich. Fortgeschrittene Fahrtechnik notwendig. Auf einigen Passagen wirst du dein Rad vielleicht schieben müssen.

    Diese Halbtagestour führt über eine weitgehend unbefestigte Holperpiste durch wunderschöne italienische Berglandschaft hoch zum Startpunkt des ikonischen 24-Stunden-Rennens. Dort geht die harte Arbeit erst richtig los: Der DH Huomo-Trail ist ein waschechter Downhill-Trail, der auf der Singletrailskala zurecht eine S4 erreicht. Eine tolle Enduro-Runde für fortgeschrittene Biker.Los geht's in Finalborgo beziehungsweise in Finale Ligure, je nachdem, wo du schläfst. Die ersten Kilometer folgst du asphaltierten Straßen entlang der Küste ins Tal hinein und die ersten Höhenmeter auf einer gewundenen Bergstraße. Dann beginnt der schöne Teil des Uphills: Auf einer Schotterpiste führt dein Weg zur Ponte Romani, einer alten Römerbrücke und danach weiter durch das idyllische Hinterland der ligurischen Berge. Zu Beginn ist der Weg entspannt fahrbar. Später wird es steil und etwas verblockt, was diesen Anstieg zu einem der wenigen Enduro-Uphills der Region macht. Viele Biker wählen diese Strecke auch als einfachen Downhill-Flowtrail. In der Hauptsaison ist daher erhöhte Aufmerksamkeit geboten.Mit brennenden Waden erreichst du den Berggipfel beim Camping Terre Rosse. Hier lässt es sich entweder im gemütlichen Restaurant verweilen oder du hast ein paar Snacks dabei und fährst die ersten Meter des DH Huomo (hier noch S1), um bei atemberaubendem Meeresblick ein paar Minuten zu rasten. Dann geht es bergab – und mit bergab meine ich steil-verblockt-geröllig-wo-ist-hier-eine-Line-bergab. Ich bin auf diesem Trail definitiv nicht alles gefahren und habe mir einzelne Sektionen vorher zu Fuß angesehen, um herauszufinden, wie ich da jetzt mein Bike hinunterbringe. Was ein paar Tage vorher bei den Profis der EWS noch total easy aussah, stellt mich vor mehrere Rätsel. Ich brauche für die Abfahrt in etwa genauso lang wie für den Uphill – aber das Erlebnis ist es trotzdem wert! Alleine der Blick über das in der Sonne glitzernde Mittelmeer und die umliegenden Berge machen unsere Anstrengungen wett. Im Tal kannst du dich direkt vom Bike ins Meer stürzen und feiern, dass du diesen Trail bewältigt hast.Wenn du diese Tour morgens gefahren bist und danach noch nicht genug hast, empfehle ich im Anschluss die La Briga-Tour: komoot.de/tour/103299935

    Mittelschwer
    01:05
    10,5 km
    9,7 km/h
    310 m
    310 m
    Mittelschwere Mountainbike-Tour. Gute Grundkondition erforderlich. Fortgeschrittene Fahrtechnik nötig.

    Die Briga-Tour ist eine entspannte kleine Runde für Nachmittage, wenn du mittags zu viel italienische Pasta gegessen hast oder nach einem sonnenverwöhnten Strand-Vormittag doch noch ein paar Höhenmeter machen willst. Ich empfehle ausdrücklich, diese Tour nachmittags oder am frühen Abend zu fahren, da die Landschaft um diese Zeit in goldenes Licht getaucht ist und die Tour noch schöner macht.Du startest gemütlich von der Promenade in Finale Ligure in Richtung Osten und findest dich recht schnell auf einer relativ ruhigen Asphaltstraße wieder, der du den ganzen Weg nach oben folgst. Nimm dir unterwegs unbedingt Zeit für ein paar kleine Pausen, um den phänomenalen Blick über die Bucht(en) und das Meer zu genießen.Oben angekommen, hast du zwei Möglichkeiten: Entweder du nimmst den ersten ausgeschilderten Traileinstieg auf die klassische La Briga (Singletrailskala S1-S2) oder du folgst meiner vorgeschlagenen Tour zur La Briga Express (S3), einer neuen Variante. Die La Briga Express mündet irgendwann in den klassischen Trail, ist davor aber eine knackige Ansage, die in gewohnter Finale-Manier steil, steinig, abschüssig am Hang und voller Spitzkehren ist. Ein Riesenspaß für Fahrer, die Herausforderungen zu schätzen wissen!Der Rest der Briga ist ein sehr entspannter Flowtrail ohne große Überraschungen, der vor allem im sanften Abendlicht bezaubernd ist. Die Tour endet wieder an der Piazza in Finale Ligure, wo der verdiente Aperol Spritz bereits auf dich wartet.

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Collection Statistik

  • Touren
    5
  • Distanz
    115 km
  • Zeit
    11:42 Std
  • Höhenmeter
    3 380 m

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