Graubünden Ferien/David Schultheiss

Hoch hinaus mit Bike & Bus – Postauto-Tour von Chur nach Tirano

Mountainbike-Collection von Martin Donat
4-7 Tage
3-5 Std / Tag
214 km
6 880 m
7 030 m

Urbaner Charme, alpine Trails und mediterraner Flair: Der Schweizer Kanton Graubünden ist unglaublich vielseitig und ein großartiges Pflaster für wunderschöne Mountainbike Touren. In dieser Collection möchte ich dir ein spannendes Bikepacking Abenteuer vorstellen, das so kompakt ist, dass es an einem langen Wochenende machbar ist und auch für Bikerinnen und Biker taugt, die keine stundenlangen Alpenanstiege gewöhnt sind. Du benötigst noch nicht einmal ein eigenes Auto. Der Ausgangspunkt der Tour, der Bahnhof von Chur, ist bestens mit der Bahn erreichbar und die einzelnen Touren nutzen eine Schweizer Spezialität: das Postauto. Diese typischen gelben Busse nehmen nämlich Bikes mit und helfen dir unterwegs bei Bedarf, besonders lange Anstiege zu überwinden.

Das Abenteuer beginnt in Chur und führt dich auf drei Etappen über großartige Trails von Nord nach Süd durch den Kanton Graubünden. Es ist ein echter Alpencross, aber du hast immer einen Plan-B in der Hinterhand. Bei Bedarf nimmst du ein Postauto oder die Rhätische Bahn in Anspruch, um dir den ein oder anderen Anstieg zu erleichtern. Wo das möglich ist, habe ich in den einzelnen Touren entsprechend vermerkt. Zur Tour gehören zwei Übernachtungen: In Savognin und Pontresina gibt es genügend Gastgeber. Vom idyllischen Campingplatz bis zum noblen Hotel ist garantiert das Passende für dich dabei.

Trotz der Hilfe durch die Postautos sind diese Touren keine Fahrt um den See, sondern ein alpines Abenteuer. Eine gewisse Fahrtechnik sollte also ebenso vorhanden sein, wie etwas Vorbereitung auf die Bedingungen in den Bergen. Passende Bekleidung, Wechselklamotten, Ersatzteile und ein Erste-Hilfe-Kit sowie genügend Verpflegung auf den Etappen gehören also unbedingt in deinen Bike Rucksack. Mit ein bisschen Vorbereitung wirst du eine unvergessliche Zeit in einer wunderschönen Gegend mit tollen Trails erleben.

Postauto Infos
Grundsätzlich ist die Fahrradmitnahme in den Postautos kostenlos, wenn du für dich ein Ticket gelöst hast. Logischerweise ist der Platz für Fahrräder beschränkt, sodass es Sinn machen kann, vorab einen Platz zu reservieren. Insbesondere wenn du mit einer Gruppe unterwegs bist, solltest du das unbedingt vorab klären. Wenn du die genauen Abfahrtszeiten der Postautos für diese Collection checken oder dir eine eigene Postauto-Tour erstellen möchtest (Achtung: Nicht alle Postautos nehmen Bikes mit, achte auf das entsprechende Symbol im Fahrplan), kannst du hier die benötigten Infos finden: postauto.ch/de/fahrplan. Informationen zum Bernina Express findest du hier: rhb.ch/de/panoramazuege/bernina-express. Außerdem fahren natürlich auch normale Regionalbahnen auf dieser Strecke, nicht ganz so romantisch, aber dafür noch etwas günstiger. Fahrpläne findest du hier: rhb.ch/de/home.

Auf der Karte

Touren & Highlights

  • Schwer
    08:04
    66,3 km
    8,2 km/h
    2 770 m
    2 200 m
    Schwere Mountainbike-Tour. Sehr gute Kondition erforderlich. Fortgeschrittene Fahrtechnik notwendig. Auf einigen Passagen wirst du dein Rad vielleicht schieben müssen.

    Am Bahnhof in Chur geht’s los und du hast direkt die Wahl: Selber kurbeln oder das Postauto die erste Steigung erledigen lassen? Eine kleine Entscheidungshilfe von mir: Wenn du das Postauto nimmst, entgehen dir rund zehn Kilometer Distanz und an die 800 Höhenmeter. Dann würde deine Tour an der Bushaltestelle in Tschiertschen beginnen – und keine Sorge: Rauf zur Ochsenalp bleibt noch genug Kletterei über. Oben angekommen hast du die Gelegenheit, dich bei allerfeinster Aussicht zu stärken. Anschließend geht es etwas lockerer weiter und dir bleibt auf rund 2.000 Meter Höhe eine ganze Weile genug Luft, um die wirklich tolle Aussicht in vollen Zügen zu genießen. Dann wird es nochmal steiler: Auf dem Weg zur Hörnlihütte verdienst du dir die nächste Rast mit Panoramablick und die lange Abfahrt runter nach Lenzerheide, die hier ein echter Klassiker ist. An der Mittelstation der Rothorn Bahn erreichst du den schönen Bikepark Lenzerheide und kannst aus verschiedenen Abfahrten des Bikeparks wählen. Unten angekommen lädt der Heidsee zu einer Pause mit Postkarten-Kulisse ein.Über entspannte Trails flowst du nun in Richtung Tiefencastel, wo erneut die Frage zu klären ist: Wadenpower oder Postauto? Das Postauto braucht rund 15 Minuten. Möchtest du selber fahren, wird das für rund 13 Kilometer und 500 Höhenmeter sicherlich etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen. Dafür gibt’s am Ende nochmal eine aussichtsreiche Abfahrt, die allerdings über Schotter- und ruhige Asphaltstraßen verläuft und somit kaum fahrerischen Anspruch bietet. In Savognin angekommen bietet sich bei gutem Wetter ein Sprung in den schönen See an, an dem dich die Route ausspuckt. Vor Ort findest du vom Campingplatz bis zum Hotel garantiert die passende Unterkunft und es gibt genügend Einkehr- und Einkaufsmöglichkeiten.

  • Schwer
    09:14
    92,1 km
    10,0 km/h
    2 660 m
    2 020 m
    Schwere Mountainbike-Tour. Sehr gute Kondition erforderlich. Fortgeschrittene Fahrtechnik notwendig. Auf einigen Passagen wirst du dein Rad vielleicht schieben müssen.

    Eines gleich vorweg: Keine Panik, wenn du auf die Kilometer und Höhenmeter der zweiten Etappe schaust – schließlich gibt es doch das Postauto! Natürlich kannst du, wenn du magst, alles aus eigener Kraft fahren, aber selbst für hartgesottene Biker dürfte der abschließende Anstieg auf den Malojapass mit dem Mountainbike etwas zu viel des Guten sein. Aber der Reihe nach…Du startest am malerischen Lai Barnagn Badesee in Savognin und fährst dich entlang des Flüsschens Gelgia erstmal ganz entspannt warm. Wenn der Körper wieder auf Touren gekommen ist, zieht auch die Strecke langsam an. Es wird merklich steiler, aber auch immer schöner. Völlig ohne Verkehr kurbelst du langsam durch ein schattiges Waldgebiet rauf zum Marmorera See und weiter bis zum gemütlichen Ort Bivio. Wenn dir heute nicht so sehr nach Klettern ist, kannst du die Strecke von Savognin bis Bivio auch komplett mit dem Postauto fahren. Erst danach gibt es kein Entrinnen, rauf zum Septimerpass sind deine Wadenmuskeln dran. Aber ganz ehrlich: Der Trail über den alten römischen Saumpfad ist so schön, dass die Anstrengung völlig ausgeblendet wird, selbst wenn du mal ein Stück schieben musst.Oben angekommen wartet eine herrliche Abfahrt auf dich, die dich durchs enge Bergell Tal über schöne Singletrails und historische Säumerpfade runter bis ins idyllische Dörfchen Promontogno bringt. Spätestens hier hast du dir eine Pause redlich verdient! Vielleicht sogar schon den Feierabend? Wenn du möchtest, kannst du von hier aus das Postauto bis nach St. Moritz nehmen. Das letzte Stück zum Etappenziel Pontresina gilt es dann nochmal aus eigener Kraft zu bewältigen. Die letzten rund sechs Kilometer verlaufen jedoch nahezu flach und taugen bestens als Cooldown-Programm. Falls du in Promontogno noch motiviert bist, kannst du auch noch weiter radeln und erst in Casaccia ins Postauto zusteigen.

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  • Schwer
    06:00
    55,2 km
    9,2 km/h
    1 450 m
    2 810 m
    Schwere Mountainbike-Tour. Sehr gute Kondition erforderlich. Fortgeschrittene Fahrtechnik notwendig. Auf einigen Passagen wirst du dein Rad vielleicht schieben müssen.

    Die dritte Etappe der Postauto-Tour beginnt mit dem Uphill von Pontresina zum Berninapass. Der verläuft überwiegend auf der „Bernina Express“-Route, die ihren Namen trägt, weil sie immer in Reichweite der gleichnamigen Bahnlinie verläuft. Der „Bernina Express“ ist legendär und nicht umsonst als UNESCO-Welterbe ausgezeichnet. Und das Beste daran ist, dass du ihn nach dieser Tour auf der Bahnfahrt zurück nach Chur noch in aller Ruhe genießen kannst. Aber dazu später mehr…Nun pedalierst du erstmal ganz in Ruhe zum Berninapass und genießt die wundervollen Ausblicke auf den Morteratsch-Gletscher und die zahlreichen Bergspitzen rundherum. Gelegentlich kann es sein, dass du mal kurz dein Bike schieben musst, insgesamt ist die Auffahrt aber eher entspannt. Auf der Alp Grüm wartet auch schon deine Belohnung: Der Bahnhof ist sehenswert und im Restaurant kannst du dich stärken.Die folgende Abfahrt runter nach Poschiavo ist ein echter Klassiker und nochmal ein richtiges Highlight dieser Postauto-Tour. Ziel ist der malerische Marktplatz von Poschiavo, wo du den Feierabend einläuten oder dich mit einem Espresso auf die Weiterfahrt vorbereiten kannst. Richtig, du hast die Wahl: Der „Bernina Express“, sowie auch die normalen RHB Regionalbahnen halten am Bahnhof von Poschiavo, sodass du schon von hier aus zurück nach Chur fahren kannst. Wenn du noch Power hast, fährst du stattdessen einfach weiter bis nach Tirano. Dann wartet zwar ein richtig knackiger Anstieg mit rund 900 Höhenmetern auf dich (und zwar ohne Postauto-Option), die Aussicht oben in San Romerio ist dafür absolut atemberaubend und eine Pause im gemütlichen Gasthaus des idyllischen Örtchens unbezahlbar. Die lange Abfahrt runter nach Tirano ist das i-Tüpfelchen einer unvergesslichen Tour. Auf der Bahnfahrt zurück nach Chur kannst du sie in Ruhe Revue passieren lassen und wirst mit Sicherheit die ein oder andere Stelle wiedererkennen, die du in den letzten Tagen mit dem Bike erkundet hast. Kleiner Insider Tipp: Bevor du die Rückreise antrittst, solltest du dir eine kleine Stärkung gönnen. In Tirano gibt es viele sehr gute und im Vergleich zur Schweiz sehr günstige Restaurants und tolle Pizzerien.

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Collection Statistik

  • Touren
    3
  • Distanz
    214 km
  • Zeit
    23:17 Std
  • Höhenmeter
    6 880 m7 030 m

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