Alpe-Adria-Trail: Meine Weitwanderung vom Gletscher bis ans Meer

Wander-Collection von COUCHFLUCHT

Auf dem Alpe-Adria-Trail wollte ich meine erste große Solo-Weitwanderung absolvieren. Im Herbst 2019 war es endlich so weit. Insgesamt fast 750 Kilometer und 37 Tagesetappen auf dem Alpe-Adria-Trail standen auf meinem Plan. Alleine vom Gletscher des Großglockners über Kärnten und Slowenien bis nach Muggia an der italienischen Adria.

Es war ein atemberaubendes Erlebnis und eine der besten Zeiten meines Lebens, die ich nie vergessen werde. Seitdem hat mich die Sucht nach dem Weitwandern definitiv gepackt. 🤩

Landschaftlich besonders eindrucksvoll waren für mich die Abschnitte im Nationalpark Hohe Tauern, in den Nockbergen und im slowenischen Soča-Tal. Manchmal gab es natürlich auch etwas drögere Passagen mit hohem Asphaltanteil, aber das gehört nun mal auch zu einer Weitwanderung. Insgesamt habe ich den Alpe-Adria-Trail als unheimlich abwechslungsreich und vielseitig erlebt und kann diesen auch nicht so erfahrenen Wanderern empfehlen.

Unter dem Motto „Wandern im Garten Eden“ wird der Trail von den Tourismusverbänden als kultureller Genusswanderweg mit der Schwierigkeit leicht bis mittel eingestuft. Technisch ist der Weg zwar meistens nicht wirklich schwierig, weil er überwiegend im nicht alpinen Bereich verläuft, konditionell sollte er allerdings nicht unterschätzt werden. Mir sind die Beine schon manchmal ganz schön schwer geworden – aber schaut selbst, was ich so alles erlebt habe. 🤗

Alle Infos zum Weitwanderweg Alpe-Adria-Trail und meine ausführlichen Etappenberichte findet Ihr auf meinem Outdoor- und Wanderblog Couchflucht.

Auf der Karte

Touren & Highlights

    03:14
    14,4 km
    4,5 km/h
    360 m
    1 410 m

    Der Start des Alpe Adria Trails hätte nicht schöner für mich sein können!🤩Es war schon fast eine Reizüberflutung, so wahnsinnig spektakulär waren die Ausblicke auf den Gletscher und die hochalpinen Teilstücke. Auf 2.396 Meter Seehöhe an der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe angekommen, sehe ich schon kurz nach dem Aussteigen den Startpunkt des Alpe-Adria-Trails.Hier am Endpunkt der Großglockner Hochalpenstraße wartet jedoch nicht nur das riesige Nationalparkzentrum Hohe Tauern auf Besucher. Schon nach wenigen Metern auf dem Weg in Richtung Svarowski-Beobachtungsstation glaube ich meinen Augen kaum zu trauen. Murmeltiere! Und davon jede Menge, so zahm und zutraulich, wie ich es noch auf keiner meiner bisherigen Wanderungen erlebt habe! Auf dem Murmeltierpfad, auf dem ich auch niedlichen Nachwuchs bewundern kann, vertrödle ich einige Zeit und kann mich kaum von den Nagetieren trennen.Der Alpe-Adria-Trail beginnt mit einem atemberaubenden Blick auf die sogenannte Pasterze aus ewigem Eis am Fuße des Großglockners. Der größte Gletscher der Ostalpen und ganz Österreichs liegt mir zu Füßen und beeindruckt mich auf den ersten Blick. Ich komme kaum vom Fleck, weil ich alle zwei Meter Fotos mache und den Akku meiner Kamera zum Glühen bringe. Im Zuge des Gletscherrückgangs bildete sich der mittlerweile fast verlandete Sandersee, an dem ich mich wie Indiana Jones fühle. Über den tosenden Gletscherabfluss laufe ich über eine luftige und spektakuläre Hängebrücke weiter zum nächsten Highlight. Auch der türkisblau-grüne Margaritzen-Stausee mit seiner imposanten Staumauer versetzt mich in enthusiastische Zustände.Der weitere Wegverlauf wird nicht weniger spannend. Ich passiere den Leiterfall, einen idyllisch im Wald gelegenen Wasserfall und läute vor dem Eintreten in die Bricciuskapelle die Kirchglocke. Die Einkehr in der Briccius Sennerei Sattelalm muss ich allerdings leider auslassen, weil ich einfach viel zu viel Zeit vertrödelt habe. Kurz bevor ich das Etappenziel Heiligenblut erreiche, genieße ich noch den Ausblick auf das hübsche Bergsteigerdörfchen von einer Aussichtskanzel und mache mich dann an den Abstieg. Die 1.230 Höhenmeter bergab – unter anderem über den schönen Waldweg Haritzensteig – machen sich bald in meinen Knien bemerkbar. Egal, die erste Alpe-Adria-Trail-Etappe hat mich wirklich mit einer gewaltigen Landschaft verwöhnt, die mir noch lange in Erinnerung bleiben wird.

    03:36
    12,4 km
    3,4 km/h
    350 m
    640 m

    Unschwierige Etappe von Heiligenblut nach Döllach, nicht spektakulär, aber trotzdem schön und abwechslungsreich. Noch völlig geflasht von den Eindrücken des Vortages mache ich mich am nächsten Morgen auf den Weg. Es steht eine gemütliche Etappe an, auf der ich mich direkt von der ereignisreichen Startetappe erholen kann. Auf den ersten Kilometern schaue ich mich ständig um, denn das gewaltige Großglockner-Massiv liegt mir im Rücken und lässt mich immer noch ehrfürchtig werden. Heute jedoch stehen nicht die Gipfel der Hohen Tauern im Vordergrund, sondern es ist eher eine bergbäuerliche Kulturlandschaft, die ich erwandere.Jetzt im Spätsommer kann ich noch die bunte, alpine Flora genießen, am Himmel ziehen Nebelschwaden vorbei, sodass ich irgendwie in eine verträumte Stimmung komme. Hier und da streichle ich mal eine vorbeilaufende Katze und hänge ansonsten meinen Gedanken nach. Das Highlight der zweiten Etappe sind wohl die Apriacher Stockmühlen – sieben Stück an der Zahl, die sich ganz pittoresk in einem kleinen Bergweiler hintereinander aufreihen. Neben diesen Kulturdenkmälern begegnen mir auf dem Weg heute auch zahlreiche leiterähnliche, breite Holzgestelle. Ein Blick in meinen Wanderführer verrät mir, dass es sich um alte und traditionelle Heuharfen handelt, die früher zur Trocknung des Heus verwendet wurden. Typisch für das Mölltal, durch das mich der Alpe-Adria-Trail nun führt, sind auch die vielen alten Heustadel und Scheunen, die oft mit prächtigem Blumenschmuck verziert sind.Den ganzen Tag hat es immer schon zwischendurch leicht genieselt und so bin ich nicht traurig, dass ich schon nach einem halben Tagesmarsch am Etappenziel in Döllach ankomme. Auf dem Weg zu meiner Pension werfe ich noch einen Blick in den Innenhof des historischen Schlosses Großkirchheim, das mir richtig gut gefällt. Die Schlossanlage, die heute ein Heimatmuseum beherbergt, gibt mit ihren malerischen rot-weißen Fensterläden und süßen Türmchen ein tolles Fotomotiv ab. Kaum bin ich mit meiner Fotosession fertig, setzt auch schon ein heftiger Platzregen ein, sodass ich die letzten Meter im Sprinttempo zurücklege. Ich übernachte in der rustikalen Bauernhof-Pension Marhofer.

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  • 05:18
    20,8 km
    3,9 km/h
    1 220 m
    380 m

    Schon anstrengender diese Etappe. Am Anfang habe ich einen Abstecher zum Gartl Wasserfall gemacht, was sich total gelohnt hat. Dann ging es zwar idyllisch, aber etwas eintönig am Fluss Möll entlang Richtung Mörtschach. Kurz vor dem Ortseingang war ich etwas zu doof die Schilder zu lesen und habe mich ziemlich verlaufen. 🙈 Diese Schlenker im Track und meine Abstecher auf diverse Kuhweiden bitte einfach ignorieren. Nach einer kurzen Pause in Mörtschach ging es dann bestimmt zwei Stunden über eine stinklangweilige Forstrasse immer bergauf. Ich hab die Etappe 3 schon verflucht, bis dann einer der schönsten Waldsteige kam, den ich bisher gelaufen bin. 😍 Ein wahrer Märchenwald, überall mit Moos bewachsene Felsen und Pilze wohin das Auge nur blickte! Ich wusste gar nicht, dass es so viele verschiedene Pilzarten gibt, unglaublich. Dazwischen immer wunderschöne Ausblicke auf die Lienzer Dolomiten und die umgebenden Berggipfel. Im Auf und Ab (eigentlich viiiiiel mehr steil aufwärts) ging es über einen traumhaften Wurzelpfad in Richtung Marterle, Rehe habe ich auch noch einige gesehen. 🤩 Und mir ist vier Stunden lang kein einziger Mensch begegnet! Das Marterle ist die am höchsten gelegene Wallfahrtskirche Österreichs und ein wahnsinnig idyllisches, fast schon kitschiges Fleckchen Erde.Untergebracht bin ich in der herrlichen Rangersdorfer Hütte, die urgemütlich ist, und einen riesigen Streichelzoo hat. Ich bin im siebten Himmel mit Alpakas, Ziegen, Hühnern, Enten, Gänsen, Hasen, Hunden und Baby-Kätzchen! ❤️Darf ich bitte, bitte für immer bleiben!??!

    02:58
    11,7 km
    3,9 km/h
    80 m
    1 090 m

    Heute habe ich tierische Begleitung auf meiner nächsten Etappe durch die Hohen Tauern. Nein, ich habe (leider) keines der Alpakas von der Rangersdorfer Hütte entführt. Steffi, eine meiner liebsten Bloggerkolleginnen vom Camping- und Reisen-mit-Hund-Blog Vandog.blog ist angereist und begleitet mich auf den folgenden drei Etappen mit ihrer Hündin Skye. Ich freue mich wahnsinnig über diese schöne Abwechslung, und wir genießen die sonnige Almwanderung oberhalb des Mölltals in vollen Zügen. Es geht über den Kirchweg bergab, über Hänge und Almwiesen – umringt von dutzenden Zweitausendern der Hohen Tauern.Wir fotografieren gefühlt jeden zweiten Pilz, der unseren Weg kreuzt und quatschen über Gott und die Welt, während wir über Waldsteige und Weiden nach Stall hinabsteigen.Fazit:
    Eine einfache Etappe, die eher als Verbindungsstrecke dient.
    Am Anfang noch sehr schön und aussichtsreich. Im weiteren Verlauf dann ein wenig eintönig mit relativ hohem Asphaltanteil. Wir übernachten in der Kräuterpension Rosenkranz beziehungsweise in der dazu gehörenden Ferienwohnung.

    03:23
    11,6 km
    3,4 km/h
    1 060 m
    130 m

    Die erste Hälfte der Etappe bis zur Goldberghütte ging aufgrund von Lawinenabgängen über eine Umleitung. Zu Anfang ging es über ziemlich viel Asphalt, schließlich dann über einen schönen, aber mordsmäßig steilen Waldpfad hoch auf 1.770 Meter. Ein Besuch in der total urigen Goldbergalm ist unbedingt zu empfehlen, und der Kaiserschmarren ein Gedicht. ❤️Die zweite Hälfte der Etappe von der Goldberghütte bis Innerfragant ist richtig, richtig schön. Besonders der Waldpfad „Rollbahn“, früher zum Abtransport beim Kupferbergbau benutzt, ist einfach traumhaft. Ein mystischer Zauberwald voller Moos, Felsen, Pilzen, Flechten und Farnen wie aus dem Bilderbuch. 🤩Leider ist Komoot bei mir irgendwie nach der Hälfte der 5. Etappe abgeschmiert. Insgesamt waren wir 18,5 Kilometer unterwegs.

    05:26
    17,7 km
    3,3 km/h
    1 380 m
    990 m

    Normalerweise startet diese Etappe schon in Innerfragant, wo auch Etappe 5 ihr Ende hatte. Da aber unsere Pension in Flattach war und wir keine Lust hatten uns zurück Shuttlen zu lassen, sind wir direkt von Flattach aus gestartet und haben und fünf bis sechs Kilometer Strecke gespart. Die Etappe war aber auch so anstrengend genug! Es ging direkt mit einem richtig steilen Anstieg über einen Wald- und Wiesenweg los. Danach dann ein etwas mürbe machender Abschnitt bergauf über eine Forststraße. Einkehr dann beim Himmelsbauer mit einer traumhaften Aussicht auf das Tal von Obervellach. Weiter ging’s über einen schönen Waldpfad und anschließend mitten durch eine Herde schottischer Hochlandrinder (Vorsicht: Es gibt Nachwuchs). Zum Schluss wartete mit der Rabischschlucht noch ein Highlight. 🤩

    05:51
    25,1 km
    4,3 km/h
    540 m
    1 040 m

    Eine meiner absoluten Lieblingsetappen bisher. ❤️ Nicht wundern, auf dem Rückweg von Mallnitz zur Rabischschlucht bin ich drei Stationen mit dem Bus gefahren, weil ich die Strecke morgens schon gelaufen bin, da meine Pension nicht direkt in Mallnitz war und die Etappe dort startete.Viele Highlights waren heute dabei: der Stappitzer See mit dem Naturlehrpfad im Seebachtal, der Ankogel und die umgebenden Berge mit frisch eingeschneiten Gipfeln. Ich wollte eigentlich noch mit der Ankogelbahn hoch zur Bergstation fahren, um die Aussicht zu genießen. Das machte aber bei der Schneemenge und der Witterung leider keinen Sinn. Die Wege durch die Rabischschlucht und ganz zum Schluss durch die Groppensteiner Schlucht waren sehr beeindruckend. 🤩 Sieben Euro Eintritt, die sich lohnen: Spektakuläre Steganlagen, Wasserfälle und tosendes Wasser. ❤️Nach der Groppensteinschlucht unbedingt einkehren beim Bauernladen Wagner. Vom süßen Städtchen Obervellach mit seinen kunterbunten Häusern bin ich auch begeistert.

    04:22
    15,9 km
    3,6 km/h
    820 m
    580 m

    Eine richtig schöne und gemütliche Etappe war das. Das tat gut nach der Anstrengung und den müden Beinen gestern. 🤗
    Meine Highlights: der Mölltalblick, wo ich die bisherige Wanderung Revue passieren lassen konnte, die Begegnung am Wegesrand mit der Schmusekatze und Burg Falkenstein.
    Der letzte Anstieg auf einem wunderschönen Waldpfad zum Herkuleshof auf dem Danielsberg hatte es nochmal in sich. Aber was für eine tolle Pension mit Kapellchen, Gartenteich, leckerem Essen und Ruhe im Überfluss! 🙏🏼

    05:29
    21,7 km
    4,0 km/h
    680 m
    580 m

    Die 9. Etappe war eine der nicht ganz so spannenden, aber trotzdem schönen Touren. Es fing gut an mit dem Naturlehrpfad vom Danielsberg hinunter. Danach war der Asphaltanteil für meinen Geschmack etwas zu hoch. Eine ganze Weile folgt der Weg dem Fluss Möll und ist zugleich der R8 Radweg beziehungsweise Alpe Adria Radweg, daher ein wenig eintönig. Mein Highlight heute war die Barbarossaschlucht, die sowohl landschaftlich reizvoll war als auch total nett gestaltet als Themenweg mit Legenden und Sagen rund um Barbarossa und seine Gefolgen. Danach ging es hauptsächlich eben über Wald- und Wiesenwege und die Landschaft wurde zunehmend lieblicher, die Berge wieder hügeliger. Man hat deutlich gemerkt, dass es nun in die Seenlandschaft Kärnten geht. Von der Kirche Hohenburg im letzten Viertel der Etappe hat man einen gigantischen Ausblick auf den Millstätter See und die Talebene. 🤩 Die letzten Meter über Asphalt hoch zum Etappenziel haben sich für mich unendlich gezogen. 🙈

    03:53
    16,8 km
    4,3 km/h
    390 m
    710 m

    Etappe 10 war bisher die unspannendste und für mich auch ärgerlichste Etappe. Erstmal war der Asphaltanteil generell ziemlich hoch, was meine Füße nicht gefreut hat. 🙈 Dann war auch noch die spektakulär angekündigte Hängebrücke am Ende der Erlebniswandermeile Drachenschlucht gesperrt, sodass ich einen riesigen Umweg zurücklaufen musste. Blöderweise war ich ziemlich faul und habe versucht diesen Umweg quer durch den Wald kürzer zu gestalten, was eine ziemlich schwachsinnige Idee war. 🙈 Ich musste nämlich über diverse Stacheldrahtzäune klettern und mich später noch durch ein Brennnessel-Dornengestrüpp kämpfen. Indiana Jones Feeling hin oder her – definitiv NICHT nachahmenswert!Ansonsten führte mich der restliche Weg ziemlich lange an einer Bundesstraße entlang inklusive der nahen Autobahngeräusche. Na ja, ein paar schöne Ausblicke gab es trotzdem und immerhin habe ich einige richtig idyllische Dörfchen mitsamt der Kärtner bergbäuerlichen Kulturlandschaft kennengelernt. Und das Etappenziel, die Künstlerstadt Gmünd mit ihrem tollen Dorfplatz, den mittelalterlichen Gassen und den vielen Ateliers, ist ein wahres Schmuckstück. 🤩PS: 2019 ist die Hängebrücke bis zum 8.9. geöffnet gewesen. In der Sommersaison ist die Etappe 10 sicherlich wesentlich schöner.

    04:07
    17,4 km
    4,2 km/h
    270 m
    430 m

    Joaaaa. Da gibt es hoffentlich weitaus schönere Etappen, die noch kommen. Diese elfte hat mich echt nicht umgehauen. Zwar Gott sei Dank nicht ganz so hoher Asphaltanteil wie bei Etappe 10 und ganz schöne Wald- und Wiesenwege, aber trotzdem nicht unbedingt nachwandernswert, wie ich finde. Der Millstätter See ist bei solchen Sommertemperaturen wie gerade ein ziemlicher Rummelplatz. 😂 Bin mitten in das örtliche Strudelfest geraten. Was kann ich ansonsten noch erzählen? 🤔 Ach so, die Burg Sommeregg liegt noch auf dem Weg, da könnte man ein Foltermuseum besichtigen. Hatte ich aber kein Verlangen nach... 🙈😂 Morgen geht es endlich in die Nockberge. 🤗

    06:01
    23,1 km
    3,8 km/h
    1 600 m
    410 m

    Diese Etappe hat mich fertig gemacht, und zwar im positivsten Sinne. 🤩 Ok, auch körperlich ein kleines bisschen. 😂 Es ging nämlich 1.600 Höhenmeter hinauf in die Nockberge. Eine echte Traumgegend, und so herrlich ruhig. Ich war ganz alleine auf den Gipfeln Tschiernock (2.088 Meter) und Tschierweger Nock (2.010 Meter). Von dort hat man eine unglaubliche 360-Grad-Panoramasicht und sieht die Karawanken, die Julischen Alpen inklusive Triglav, die Tauern und so weiter. 🤩 Die Landschaft hat mich mit ihren Grasbergen an Schottland oder Island erinnert. Und den Millstätter See sieht man auch immer wieder aus anderen Perspektiven von oben. Da der lange Aufstieg (übrigens erst ab der Pichlhütte richtig schön) über den ganzen Tag verteilt war und ich seeehr viele Fotopausen eingelegt habe, ist der Tag nur so verflogen. Ich war auf diese Weise aber wirklich viel länger als eingeplant unterwegs und bin erst um 18 Uhr an meiner Unterkunft, der Alexanderhütte angekommen. Also pünktlich zur fantastischen Hüttenmahlzeit und einem traumhaften Sonnenuntergang über dem Millstätter See. PS: Eine der allerschönsten Etappen bisher, die Gratüberquerung war grandios. PPS: Wer zwischendurch noch einkehren will: Die Sommeregger Alm ist mein Tipp! 🤗

    05:40
    23,7 km
    4,2 km/h
    500 m
    1 660 m

    Und noch so eine herrliche und himmlisch schöne Etappe. 🤩Von der Alexanderhütte ging es los auf den Weg der Liebe/ Sentiero Dell Amore. ❤️Zunächst an einem wasserspeienden Drachen vorbei zur Millstätter Hütte, wo ich allerhand niedliche Begegnungen mit Eseln und Schweinchen hatte. 🤗 Dann hoch zum Kamplnock (2.101 Meter) mit wieder einmal atemberaubender Weitsicht auf den Triglav, die Julischen Alpen und die Karawanken. Wie am Vortag verläuft die Wanderung nun über einen Grat mit See- und Bergpanorama par excellence. Highlights sind das Granattor und das tibetisch anmutende Stoanamandl auf der Millstätter Alpe. Hier begegne ich tatsächlich auch mal ein paar anderen Wanderern, die sich mit mir über die fantastische Aussicht freuen. Nun geht’s abwärts zur verdienten Rast in der Lammersdorfer Hütte. Mein Tipp: die frische Buttermilch mit Schwarzbeeren oder Grantn/Preiselbeeren. Ein Gedicht. 😍 Meine Vorstellung war es, dass es ab hier nur noch abwärts geht. Aber nein, es gab doch noch ein paar Höhenmeter über Waldpfade zum Jufenkreuz zu überwinden. Dann geht’s aber wirklich los mit dem Abstieg: fast 1.700 Höhenmeter geht’s über Matzelsdorf bergab. Die Wege und Aussichten über den Millstätter See sind gar nicht mal so schlecht, jedoch melden sich Beine und Füße bald und wollen am liebsten nur noch streiken. Auch, wenn Ziegen und Lamas zwischenzeitlich motivieren...Ich sag’s euch, nach den 24 Kilometern dieser Etappe bin ich dem Wirt des Gasthauses meiner Unterkunft in Döbriach fast dankbar um den Hals gefallen. 😂🙈 Aber verdammt schön war‘s, und wer auf diesem Weg nicht seine Liebe zu den Bergen entdeckt, dem ist wahrlich nicht mehr zu helfen!

    05:49
    17,2 km
    3,0 km/h
    1 100 m
    90 m

    Na ja, Etappe 14 war schon ein ziemlicher Kontrast zu den vorherigen Traumtagen in den Nockbergen. Die ersten Kilometer von Döbriach bis Radenthein verliefen entlang eines Baches relativ eintönig. Dazu noch jede Menge Industriekulisse, die mich jetzt nicht so vom Hocker gehauen hat, auch wenn Radenthein die Stadt des Granatsteins ist. Für Interessierte gibt es dazu sogar eine Erlebnisausstellung mit allem Pipapo.Das Türkhaus war da für mich schon etwas interessanter, innen drin gibt es ein mit Liebe gestaltetes Heimatmuseum. Dort beginnt dann auch der Mühlen- und Kneipppfad, der wirklich schön angelegt ist. Lauter Kneippbecken, Barfußpfade und sechs restaurierte Mühlen (früher gab es in diesem Tal 22 Stück).Der weitere Weg durch das Langalmtal verläuft in stetigem Bergauf an mehreren Almen und Einkehrmöglichkeiten vorbei. Wovon ich aber heute keine ausprobiert habe. Da ich zwischendurch keinerlei GPS Empfang hatte, bin ich auch einen Teil der Strecke parallel auf einer Forststraße gelaufen. Der eigentliche Wegabschnitt wäre sicherlich schöner gewesen. So war ich dann echt froh, als ich am Erlacherhaus angekommen bin.

    04:52
    16,3 km
    3,4 km/h
    1 070 m
    1 100 m

    Was für eine Etappe!!!! 🤩🤩🤩Ich hoffe auf den Fotos kommt ansatzweise rüber, wie traumhaft diese war. Aber die hatte es auch echt in sich. Es ging los durch Nebelsuppen ab dem Erlacherhaus und ich hab erst befürchtet, dass ich sicher gar nichts auf den Gipfeln sehen werde, hatte dann aber Glück, dass der Nebel sich aufgelöst hat.Zuerst ein Stück Forststraße, dann über einen wunderschönen Steig Richtung Nassbodensee und weiter bergauf zum Gipfel des Predigerstuhls auf 2.170 Meter Höhe. Der Steig war teilweise ganz schön anspruchsvoll und hat wirklich Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erfordert. An einigen Stellen war er ganz schön ausgesetzt, an anderen müsste ich über Felsbrocken kraxeln. Also mal was ganz Feines Alpines, was meine Knie manchmal echt zum Zittern gebracht hat.Kein anderer Mensch auf dem ersten Gipfel und ein Traumpanorama! 😍 Diese grasbedeckten Nockberge haben es mir echt angetan. Der zweite Gipfel war dann der Pfannock mit einer Höhe von 2.254 Metern. Vorbei an den schönen Pfannseen wartete dann noch mit dem Mallnock auf 2.226 Meter Höhe das dritte Gipfelglück auf mich. Dann ging es bergab durch einen Lärchenwald bis zur Lärchenhütte, wo mich die liebe Hüttenwirtin Heidi dann zum krönenden Abschluss noch mit Zirbenschnaps abgefüllt hat. 😂 Sehr empfehlenswert die Lärchenhütte übrigens: urgemütlich und alle Produkte sind von Heidi selbst hergestellt!Immer wieder traumhafte Ausblicke auf die übrigen Nockberge, die Karnischen und Julischen Alpen- Glücksgefühle und Weite auf diesem Hochplateaus mit wild lebenden Schafherden. Und dann diese duftenden Latschenfelder!

    04:57
    18,0 km
    3,6 km/h
    880 m
    1 470 m

    Und noch so eine Knallertour durch die Nocky Mountains. Der Biosphärenpark Nockberge ist echt gewaltig schön. ❤️Es ging los von der Lärchenhütte über einen wahnsinnig schönen Waldpfad und wurde dann immer steiler mit dem Anstieg über einen Hang an einem kleinen Berg-Bächlein vorbei. Früh morgens war die Wiese noch total gefroren, und die Grasbüschel sahen echt toll aus. Oben angekommen an der Hundsfeldscharte führt der Trail eigentlich direkt wieder nach unten zum Falkertsee und zur Heidi Alm. Aber nicht für mich 🤩: Ich bin lieber über den großen Falkert mit seinen massiven Felswänden weiter nach oben gestiegen, was ich nicht bereut habe. 😍 Der Weg über den Grat zum höchsten Punkt der Etappe, dem Rödresnock auf 2.310 Meter Höhe, fand ich wieder mal gigantisch. Überall riecht es nach Speik, einem Baldriangewächs.Ab da geht es bergab zum Schwarzkofel mit 1.723 Metern, einem tollen Kraftplatz, wo ich es tatsächlich mal kurz geschafft habe, innezuhalten und ein wenig zu meditieren. Der Abstieg wird dann immer steiler, was die Knie nicht ganz so freut. Einkehrmöglichkeiten gab es leider fast keine auf meinem Weg, dafür aber jede Menge kuschelbedürftige (Glücks-)Katzen, von denen ich mich kaum trennen konnte.Über Almwiesen, Lärchenwälder und schließlich einem Höhenweg gelangte ich schließlich hungrig nach Bad Kleinkirchheim, was anscheinend ein Ski-Eldorado für Italiener ist. Es gibt nämlich jede Menge Pizzerias und Trattorias, sodass ich mir als Belohnung erstmal eine riesige Pizza gegönnt habe. 😂 Der zunächst lange Anstieg und hinterher der noch längere Abstieg hatten es nämlich echt in sich... jetzt erstmal Füße und Beine ausgiebig erholen! 🤗

    05:13
    14,2 km
    2,7 km/h
    170 m
    1 350 m

    Asche über mein Haupt! 😂 Ich habe heute tatsächlich die Bergbahn hoch zum Wöllaner Nock genommen. 🙈 Meine Pension lag einfach zu verführerisch direkt an der Talstation der Kaiserbrunnbahn...So habe ich mir faulerweise knapp 1.000 Höhenmeter Aufstieg erspart. Oben angekommen stellte ich aber sogleich fest, dass ich alles richtig gemacht hatte! Es war dermaßen kalt und stürmisch oben auf dem Gipfel, dass ich fast weggeflogen wäre.Wöllaner Nock, der Gratrücken und der Schwesterngipfel Vorderer Wöllaner Nock bieten wieder eine wunderschöne Grasberge-Landschaft und Ausblicke auf die Nockberge, den Nationalpark Hohe Tauern, die Julischen Alpen und Karawanken.Von da an geht es bergab über Forststraßen und Waldwege ins idyllisch gelegene Arriach. Am geographischen Mittelpunkt Kärntens gibt es eine Plattform, auf der man mittels Selbstauslöser-Webcam ein Foto von sich machen kann, was anschließend online im Web Archiv von arriach.at abrufbar ist. Nette Idee 🤗.An wunderschönen alten Bauernhöfen, Weiden und einer circa 500 Jahre alten Kandelaberfichte vorbei erreicht man schließlich Arriach.

    05:23
    15,3 km
    2,8 km/h
    1 250 m
    210 m

    Vom idyllischen Örtchen Arriach ging es erst gefühlt endlos eine Forststrasse entlang, immer weiter bergauf. Es gab ein paar schöne Aussichten auf Arriach und die Berge der Umgebung, aber anfangs war die Etappe wirklich ziemlich zermürbend. Wer hier nicht die Kunst der Meditation beherrscht, tut gut daran, ein Hörbuch zu konsumieren (wie ich) oder einen unterhaltsamen Gesprächspartner dabei zu haben. Nach circa 2,5 Stunden wird es dann endlich abwechslungsreicher, und ein wunderschöner Waldsteig schließt sich an. Mein Highlight waren drei wild lebende Pferde, die mitten im Zauberwald grasten.🤩Das letzte Teilstück über die Skipiste hat es dann nochmal ganz schön in sich. Entweder etwas gemächlicher über Serpentinen oder direkt geht es steil hinauf zum Gerlitzen Gipfelhaus. Leider habe ich gerade bei dem Regenwetter null Aussicht, aber drückt mir die Daumen, dass sich das morgen zum Sonnenaufgang noch ändert. ✊🏼

    05:35
    20,8 km
    3,7 km/h
    160 m
    1 530 m

    Halbzeit auf dem Alpe Adria Trail 🤩 – Wahnsinn, wie schnell die Zeit vergangen ist!Bevor ich diese Etappe beschreibe: Bis Ende Oktober läuft noch meine Spendenaktion, die mir so am Herzen liegt, aber leider gerade sehr ins Stocken geraten ist. Im Rahmen der Weitwanderung sammle ich für das AMAP-Projekt in Brasilien, das sich um die Aufforstung des atlantischen Regenwaldes kümmert, und so auch den Lebensraum der Goldkopflöwenäffchen sichert. Ihr würdet mich so motivieren, bis zum Ende durchzuhalten, wenn ihr euch entscheidet, das mit einer kleinen Spende zu unterstützen. Unter allen Spendern werden auch tolle Preise verlost. Hier der direkte Spendenlink mit allen Infos:
    betterplace.org/f33064
    So, nun zur Etappe 19. Der Tag begann mit einem gigantischen Sonnenaufgang auf der Gerlitzen Alpe! 😍 Hatte ich am Tag zuvor bei starkem Regen und Nebel noch null Sicht, konnte ich am nächsten Tag ein absolut traumhaftes 360-Grad-Bergpanorama über den Wolken genießen! WOW!Mit Blick auf den Ossiacher See machte ich mich dann schweren Herzens auf den Abstieg. Es ging über sehr schöne Waldpfade, unter anderem auf dem Weg der Philosophen, stetig bergab. Ab und zu konnte ich kleine Ausblicke auf den See erhaschen. Die grünblaue Farbe fand ich echt sehr schön. Später ging es dann über eine asphaltierte Straße in Richtung Steindorf am Ossiacher See und dann durch ein Moorgebiet (Bleistätter Moor) mit verschiedenen Aussichtstürmen am See entlang. In Ossiach lohnt ein Besuch des Stifts mit der romanischen Stiftskirche, die voller Barockkunst protzt. Untergekommen bin ich im netten, soliden und sauberen Gasthof zur Post. 🤗

    06:26
    20,9 km
    3,2 km/h
    570 m
    640 m

    Eine schöne Tour war das gute vom Ossiacher See zum Wörthersee. Es ging von Ossiach aus erst ein kleines Stück zurück Richtung Alt-Ossiach und dann auf den Schluchtsteig steil bergauf. Bei dem Regen der letzten Tage war es wirklich extrem rutschig, und ich musste gehörig aufpassen auf den nassen Wurzeln, Laub und Felsen nicht abzurutschen. Der Weg hat mir dennoch richtig gut gefallen, auch wenn ich gehörig ins Schwitzen gekommen bin. Und ich habe zum ersten Mal in meinem Leben einen Feuersalamander gesehen. 🤩 Der war nur leider etwas schüchtern und hat sich schnell unter dem Gras versteckt. Die Etappe führte weiter über den Tauernteich, einem Waldsee, über Waldpfade und asphaltierte Wege zur Ruine Hohrnwart. Ein richtiger lost Place mitten im Wald. 🤗 Zwischendurch immer tolle Ausblicke auf die Tauern und umgebenden Berge. Über den moorigen Saissersee endete die Etappe im mondänen Velden.Ganz schön Schickimicki und schnöselig alles, aber irgendwie konnte auch ich mich nicht dem Charme des Städtchens entziehen. Die Seepromenade entlangzuflanieren, das Casino, das Schloss und die alten, prunkvollen Villen zu bestaunen, hat schon was. 🤩 Meine Übernachtung ist im Hipster-Hotel Rocket Rooms Velden. Leckeres Essen übrigens und echt komfortabel. 🤗

    05:47
    24,1 km
    4,2 km/h
    820 m
    400 m

    Ich bin schon wieder völlig begeistert von der heutigen Etappe. Auch wenn zwischendurch ein paar langweilige Passagen (Forststrassen, asphaltierte Wege) dabei waren. Egal, die Highlights waren so toll, dass ich großzügig darüber hinwegsehe. 🤩Zuerst die von rotem Efeu umrankten Baumgiganten, dann der (eigentlich Rad-)Weg entlang der glasklaren Drau, dem größten Fluss Kärntens. Dann die vielen Postkarten-Marterle (Bildstöcke). Der unglaublich türkisfarbene Faaker See mit dem Mittagskogel im Hintergrund. Warum zum Teufel hätte ich keine Badeklamotten dabei? Es war Hochsommerfeeling dort. 🤩Schließlich noch kurz vor Etappenende das einmalige 360-Grad-Panorama vom Aussichtsturm der Burg Finkenstein (die ist überhaupt ein malerischer Ort, und der Biergarten ist spitze). Der Blick über den Faaker See, den Wörthersee, Villach und die Karawanken werde ich so schnell nicht vergessen. Ebenso wenig die ganzen Rehe und Hirsche im Gehege der Baumgartnerhöhe, die alle neugierig angerannt kamen, als ich das Gatter verschlossen habe.Meine Unterkunft ist der Baumgartnerhof auf der Baumgartnerhöhe. Total nett und ein ebenso fantastischer Ausblick!

    07:42
    24,8 km
    3,2 km/h
    1 140 m
    1 280 m

    Jaaaa, ich bin tatsächlich in Slowenien angekommen und fix und fertig. 🥵 Diese Etappe war wirklich sehr fordernd, sodass ich nur noch ins Bett falle. Aber auch beeindruckend schön, bin jetzt schon verliebt in Slowenien, auch wenn ich wegen Nebel teilweise nur sehr begrenzte Aussicht hatte.Die ganzen Schlenker im Track im Ort von Kranjska Gora bitte ignorieren, ich war so erledigt, dass ich nicht mehr daran gedacht habe, Komoot auszustellen und die Tour ordnungsgemäß zu beenden. 🙈So nun zur Beschreibung:
    Los ging es von der Baumgartnerhöhe in nur eine Richtung: BERGAUF! Über Wald- und Forstwege an plätschernden Bächen entlang zum Jepzasattel auf 1.438 Meter Höhe. Da findet man den ziemlich unscheinbar anmutenden Grenzstein zu Slowenien.
    Dann geht’s weiter nach oben zum Schwarzkogel in den Karawanken. Der Pfad entlang des Bergkamms ist richtig schön und ohne Nebel sicherlich spektakulär aussichtsreich. Rechts der Faaker See, Villach und Kärnten, links die Karawanken und Julischen Alpen Sloweniens. Ich war wirklich etwas enttäuscht, dass die Sicht am Gipfelkreuz (1.842 Meter) so vernebelt war. 😢Der weitere Weg entlang des Bergrückens war allerdings trotzdem gigantisch. Den majestätischen Mittagskogel stets in der Nachbarschaft, genoss ich das Nebelsuppen-Panorama, bis es dann durch wunderschöne Lärchenwälder bergab ging. Traumhaft, wenn die Lärchen sich im Herbst gelb verfärben und eine wirklich idyllische Kulisse. 😍Ganz besonders beeindruckt hat mich die Sicht vom Aussichtspunkt Srednji Vrh. Hier liegen einem der Triglav Nationalpark und die Julischen Alpen förmlich zu Füßen. Der weitere Abstieg nach Kranjska Gora zieht sich trotz gelegentlichen Ausblicken und Flussbegleitung. Mit schmerzenden Knien und Füßen dann endlich in Kranjska Gora angekommen, hab ich mir noch das kleine und nette Stadtzentrum (mit Fußgängerzone) angesehen. Sehr hübsch ist es hier. Meine Unterkunft: das (Kongress-)Hotel Kompas. Obwohl es allerhand Schnickschnack bietet, nicht so 100-prozentig mein Fall. Irgendwie alles etwas muffig und zu groß. Frühstück ist sehr gut, aber beim nächsten Mal würde ich ein kleineres, schnuckeliges Gästehaus vorziehen. 🤗

    07:28
    29,8 km
    4,0 km/h
    2 460 m
    2 650 m

    Wow, wow, wow! Die Schönheit des Triglav Nationalparks in Worte zu fassen ist wirklich für mich kaum möglich. Ich war überwältigt von dieser traumhaften Etappe. 🤩Der Anstieg von Kranjska Gora auf den 1.612 Meter hohen Vrsic Pass hat es aber wirklich in sich. Erstes Highlight ist der fast unwirklich türkisfarbene Doppelsee von Jasna. 😍 Ab der russischen Kapelle, wird es ziemlich steil, und der Weg schlängelt sich in Serpentinen den Pass hinauf. Da aber die Aussichten auf die Julischen Alpen so grandios sind, ist die Euphorie größer als die Anstrengung. Das Ganze dann noch in den leuchtenden Herbstfarben bei Sonnenschein zu sehen, hat die Tour für mich perfekt gemacht. Oben auf dem Gebirgspass angekommen, hatte weder die Hütte noch eine Snackbar geöffnet, na ja, ist halt Nachsaison. Aber dafür so herrlich leer alles... ❤️ Es geht dann den ganzen Pass auf der anderen Seite wieder runter bis nach Trenta ins Nationalparkzentrum Triglav. Vorher lohnt sich ein Abstecher zur Soca Quelle (circa jeweils 20 Minuten hin und zurück). Dieser geht jedoch über einen ganz schön abenteuerlichen, ungesicherten Klettersteig, der meine Beine ordentlich zum Wackeln gebracht hat. 🙈 Adrenalin pur 🤩.Nach der Aufregung hab ich erstmal nicht den richtigen Einstieg in den Alpe Adria Trail gefunden, der Schlenker im GPX-Track querfeldein durch den Wald ist daher natürlich Quatsch. 😂 So, der nun folgende Weg entlang der Soca bis nach Trenta ist zwar schön, hat sich aber für mich bis ins Unendliche gezogen. Er hörte und hörte nicht auf. Als ich dann noch fast auf eine Schlange getreten bin, war es für mich völlig aus, und die letzten Meter waren nur noch Quälerei – Also unbedingt frühzeitig mit der Etappe starten.Übernachtet habe ich direkt im Nationalpark Zentrum Dom Trenta. Da gibt es Appartements direkt im Museum, die sehr gemütlich sind. Frühstück ist zwar nicht verfügbar, kann man aber gegenüber in der Pizzeria bekommen, oder sich selbst im kleinen dort ansässigen Supermarkt etwas besorgen und in der Appartement-Küche zubereiten.

    07:29
    25,0 km
    3,3 km/h
    740 m
    920 m

    Mit dieser Etappe ist ein Traum für mich in Erfüllung gegangen. Schon immer wollte ich das Türkisblau der Soca mal mit meinen eigenen Augen sehen. 🤩 Und ja: Es ist einfach unfassbar schön und fast surreal, welche Farbe dieser Fluss hat und wie kristallklar er ist. Obwohl ich 25 Kilometer im Auf und Ab an der Soca entlang gelaufen bin, konnte ich mich nicht satt sehen! 😍Der Weg verläuft entlang des offiziellen Soska Pot Wanderweges und ist perfekt ausgeschildert. Bei Nässe kann es auf den unzähligen Wurzeln und Steinen ganz schön rutschig werden, also Vorsicht!Jede Menge Abenteuer Feeling ist durch die etlichen Hängebrücken garantiert. Und ich sag Euch, die schaukeln ganz schön. 🤪 Dann diese steilen Schluchten, an die man ebenso abenteuerlich nah an den Abgrund herangehen kann. Hier ist wirklich Vorsicht geboten beim Fotografieren, ich hatte die ganze Zeit solche Panik, dass ich vor lauter Aufregung und Euphorie mein Handy herunterfallen lassen habe. 🙈 Aber überzeugt dich selbst mit den Bildern, wie unglaublich malerisch und smaragdgrün die Soca ist. Wie bei den meisten langen AAT Etappen ziehen sich die letzten Kilometer bis nach Bovec wieder wie Kaugummi. Also viel länger hätten meine Füße echt nicht ausgehalten. Meine Unterkunft im Hotel Alp: na ja, ok, aber wirklich schwer OSTalgisch. 🤗 Würde wohl beim nächsten Mal was Anderes suchen.

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Collection Statistik

  • Touren
    37
  • Distanz
    753 km
  • Zeit
    203:49 Std
  • Höhenmeter
    27 950 m

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