Hügel, Hochmoore und Hochbarock – der Oberschwaben-Allgäu-Radweg

Fahrrad-Collection von Oberschwaben-Allgäu-Radweg

Verträumte Weiler, geheimnisvolle Moorlandschaften, saftige Wiesen – der Südosten Baden-Württembergs hat so viel mehr zu bieten als Kehrwoche und Käsespätzle. Wobei, der köstliche Allgäuer Käse ist bei Radlern ein durchaus gern gesehener und schmackhafter Energielieferant, wenn es darum geht, die Hügel in Oberschwaben mit der eigenen Muskelkraft zu erklimmen.

Südlich von Ulm begibst du dich mit deinem Rad auf eine Entdeckungsreise durch Oberschwaben und das Allgäu. Die Landschaft wurde von der letzten Eiszeit geformt und so liegen zwischen den unzähligen Hügeln – ganz flach ist der Radweg nur selten – auch riesige Moorgebiete. Dort findest du seltene Tier- und Pflanzenarten und auch die einsame Ruhe, die dich den Alltagsstress vergessen lässt. Auf der anderen Seite mangelt es auch nicht an kulturellen Highlights. Viele Orte, durch die du fährst, blicken auf eine jahrhundertealte Geschichte zurück und die Tour führt dich ganz nebenbei durch das Kernland des oberschwäbischen Barocks.

Die Radstrecken sind sehr gut ausgebaut, häufig fährst du auf asphaltierten Nebenstraßen, auf die sich selten ein Auto verirrt. Und obwohl die Alpen bereits in Sichtweite sind – lange und steile Anstiege suchst du auf der Tour vergebens. Wenn dir trotzdem mal die Puste ausgeht, gibt es unzählige Gasthöfe, die dich mit ihren schwäbischen Spezialitäten verwöhnen oder Badeseen und Thermen, in denen du dich entspannen kannst.

Von Ulm aus führen dich diese acht Etappen, die wir hier für dich ausgearbeitet haben, südwärts über Ochsenhausen und das Wurzacher Ried nach Isny im Allgäu. Danach fährst du in die Richtung vom Bodensee, wobei du das „Schwäbische Meer” nur in der Ferne glitzern siehst, bevor du wieder nach Norden abbiegst. Die Etappen enden alle in Orten, in denen du verschiedene Unterkünfte findest. Somit steht dir nichts mehr im Wege und du kannst mit deinem „Gebbl” Oberschwaben und das Allgäu erkunden.

Noch ein Qualitätsmerkmal: Vom ADFC wird der Oberschwaben-Allgäu-Radweg mit drei Sternen bewertet.

Auf der Karte

Touren & Highlights

  • Mittelschwer
    03:45
    52,4 km
    14,0 km/h
    410 m
    280 m
    Mittelschwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Die abwechslungsreiche Radtour durch Oberschwaben und das Allgäu beginnt in Ulm. Die Stadt mit dem berühmten Münster erreichst du bequem mit dem Zug. Vom Bahnhof aus startest du zur Donau. Natürlich kannst du auch einen Schlenker durch die sehenswerte Altstadt machen, bevor du dich auf den Weg machst.Du überquerst die Donau und bist somit schon in Bayern. Dort, wo die Iller in die Donau fließt, radelst du durch eine traumhafte Naturlandschaft.Du fährst am Kloster Wiblingen vorbei in Richtung Süden. Hier und da gilt es einen kleinen Hügel zu überwinden, ansonsten ist die Strecke nicht schwer zu radeln und führt durch viel Natur.Nach 30 Kilometern erreichst du Laupheim, wo sich eine Mittagspause anbietet. Von dort folgst du der Rottum bis nach Ochsenhausen. Es kann passieren, dass dich auf den letzten Kilometern eine schnaufende Dampflok begleitet, denn auf diesem kurzen Stück fährt manchmal noch das „Öchsle”.In Ochsenhausen angekommen, kannst du dich bei einem kühlen Bier entspannen und oberschwäbische Spezialitäten in einem der Gasthäuser probieren. Ein besonderer Geheimtipp für den späten Nachmittag ist der Ziegelweiher, ein tolles Naturfreibad.

  • Mittelschwer
    03:06
    45,2 km
    14,6 km/h
    420 m
    340 m
    Mittelschwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Du verlässt Ochsenhausen am barocken Kloster vorbei. Das herrschaftliche Gemäuer ist eine der wichtigsten Bauten an der Oberschwäbischen Barockstraße. Auf kleinen Nebenstraßen radelst du mehr bergauf als bergab durch ruhige, ursprüngliche Ortschaften wie Rottum, Bellamont und Füramoos.Auf der Hälfte der Etappe liegt das Highlight des heutigen Tages, das Wurzacher Ried bei Bad Wurzach. Es ist eines der bedeutendsten Moore und größten Naturschutzgebiete Süddeutschlands. Für die interessantesten Bereiche lässt du am besten dein Fahrrad stehen und spazierst durch die einzigartige Naturlandschaft. Zudem kannst du das Moormuseum besuchen oder mit dem Torfbähnle fahren.Die restliche Etappe führt dich über eine besonders schöne Strecke durch den Wald nach Leutkirch. Dort angekommen, lohnt sich ein Spaziergang durch die denkmalgeschützte Altstadt.

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  • Mittelschwer
    03:07
    51,0 km
    16,3 km/h
    370 m
    470 m
    Mittelschwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Auf der heutigen Etappe lernst du das typische Allgäu kennen. Hier ein Flüsschen, da eine Weide – und dazwischen schmucke, kleine Städtchen. Und natürlich ein stetiges Auf und Ab, was einfach zum Allgäu dazugehört und die Landschaft auflockert.Kurz nach Urlau liegt auf der Wasserscheide zwischen Donau und Rhein ein Regen­rückhalte­becken mit einer bemerkenswerten, alten Schleusenanlage. Unweit davon findest du eine große Moorlandschaft.Du machst einen kleinen Schlenker nach Isny, wo dich eine besonders hübsche Altstadt erwartet. Hier kannst du in eins der urigen Restaurants einkehren, bevor du weiterfährst.Die Etappe endet nach gut 50 Kilometern in Wangen, am westlichen Ende des Allgäus. Auch dieses Städtchen hat eine gut erhaltene Altstadt. Ein echter Geheimtipp für eine Einkehr ist der Fidelisbäck, ein Bäcker, der seine Rezepte seit über 500 Jahren hütet. Der köstlichste Snack ist eine Leberkäs-Seele!

  • Mittelschwer
    02:57
    48,6 km
    16,5 km/h
    410 m
    530 m
    Mittelschwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Auf dieser Etappe fährst du durch das südliche Oberschwaben, fast auf Tuchfühlung mit dem Bodensee. Du beginnst mit einer Fahrt durch das hügelige Argental in westlicher Richtung. In Oberrussenried bietet sich im vielgelobten Café Nubers eine Kaffeepause an, bevor du nach Obereisenbach ein kurzes, steiles Stück in Angriff nimmst.Nach dem Hügel wartet eine außergewöhnliche Aussicht als Belohnung auf dich. Zwischen den Hopfenreben erblickst du in der Ferne den Bodensee und bei guter Witterung die Alpen dahinter. Danach rollst du nach Tettnang und Meckenbeuren hinunter. Beide Orte eignen sich hervorragend für eine ausgedehnte Mittagspause und ein Eis.Die Etappe endet nach rund 50 Kilometern in Markdorf. Markantes Wahrzeichen der Gemeinde ist das Bischofsschloss, das inzwischen als Hotel genutzt wird.

  • Schwer
    03:37
    53,6 km
    14,8 km/h
    620 m
    500 m
    Schwere Fahrradtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Die Tour kann Passagen mit losem Untergrund enthalten, die schwer zu befahren sind.

    Heute erwartet dich die Königsetappe, sowohl was die Länge als auch die Höhenmeter angeht. Aber nach vier erfolgreich absolvierten Etappen bist du ja schon im Training. Gleich zu Beginn kommt der ordentlichste Anstieg der ganzen Reise.Oben angekommen vergisst du die Anstrengungen und genießt einen sagenhaften Ausblick über die Felder, Hügel und Wälder. Schon fast kitschig stehen vereinzelt die Bäume an der schmalen Straße, die sich durch die Gegend schlängelt.Nach einer rasanten Abfahrt kommst du in das Rotachtal. Hier geht es in einer traumhaften Flusslandschaft gemächlich bergauf. Während der Bach plätschert, radelst du auf dem schattigen Weg mitten durch die herrliche Natur.In Altshausen bist du nur noch zehn Kilometer vom Etappenziel entfernt und kannst entweder eine Runde durch den Schlosspark drehen oder dich im Freibad abkühlen.Dann hast du es geschafft: Du bist in Aulendorf angekommen. Auch hier erwartet dich ein Badesee und ein Schloss. Und du kannst dich in den Gasthäusern mit köstlichen Spezialitäten verwöhnen und ein kühles Getränk genießen.

  • Schwer
    02:35
    39,9 km
    15,5 km/h
    360 m
    320 m
    Schwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Auf einigen Passagen wirst du dein Rad vielleicht schieben müssen.

    Los geht es zuerst nach Bad Schussenried und dann nach Bad Saulgau. Neben dem hübschen Marktplatz, an dem mittwochs und samstags der Wochenmarkt stattfindet, gibt es in diesem Kurort auch eine Therme.In Bad Saulgau hast du schon so gut wie alle Steigungen des Tages geschafft. Es geht also fast nur noch flach durch die Felder und Wiesen dahin. In Kanzach findest du ein besonderes Highlight, die Bachritterburg, ein tolles Freilichtmuseum, wo du am Wochenende sogar Rittern begegnest.Dann ist es nicht mehr weit und du erreichst das Federsee-Moor. Du durchquerst das Moorgebiet auf einem Holzsteg und kannst die Natur so ganz auf dich wirken lassen. Am besten, du schiebst das Rad ein Stückchen, um zu entschleunigen. In Bad Buchau endet diese Etappe und wenn du noch ein bisschen Zeit hast, kannst du den Wackelwald besuchen, der seinem Namen alle Ehre macht.

  • Mittelschwer
    02:46
    47,5 km
    17,1 km/h
    260 m
    330 m
    Mittelschwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Zu Beginn der vorletzten Etappe fährst du auf der anderen Seite um das Federsee-Moor und kannst in Tiefenbach einen Abstecher zum Federsee machen. Dort erlebst du die einzigartige Naturkulisse des Moores.Auf deinem Weg entdeckst du am Horizont eine einsame Erhebung in der Landschaft, den Bussen. Aufgrund seiner Geologie überstand der Berg die letzte Eiszeit und wird der „Heilige Berg der Oberschwaben” genannt. Du kannst in Offingen auch geradeaus weiterfahren und den Berg erklimmen. Von oben hast du einen sehr schönen Blick, zum Beispiel auf den Federsee.Danach geht es lange flach oder bergab dahin und du erreichst kurz vor dem Etappenende die Donau. Der Weg durch die Donauauen ist einfach herrlich. Kurz vor Rottenacker kannst du auch in einem der Seen baden. In Ehingen hast du die heutige Etappe geschafft und kannst dir in einer der Gaststätten oder Brauereien ein frisches Ankunftsbier gönnen.

  • Mittelschwer
    02:06
    30,8 km
    14,6 km/h
    330 m
    360 m
    Mittelschwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Du befindest dich nun auf der Zielgeraden in Richtung Ulm. Die letzte Etappe auf dem Oberschwaben-Allgäu-Radweg führt dich parallel zur Donau durch eine idyllische Landschaft.Auf dem Weg fährst du durch Oberdischingen. Der historische Ortskern ist äußerst sehenswert. Dort stehen mehrere Häuser im französisch-barocken Mansardstil nebeneinander und bilden einen spannenden Kontrast zu den traditionellen Häusern, die du auf deiner Tour bisher kennengelernt hast.Nach gut 30 Kilometern hast du wieder den Ausgangspunkt deiner Reise erreicht und hast somit noch Zeit, um dich noch etwas in der hübschen Altstadt umzusehen und die letzten Tage Revue passieren zu lassen.

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Collection Statistik

  • Touren
    8
  • Distanz
    369 km
  • Zeit
    23:58 Std
  • Höhenmeter
    3 170 m

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