Zwischen Sand und Wald – Fränkischer Dünenweg

Wander-Collection von Nürnberger Land

Dünen mitten in Franken? Nein, das ist keine Fata Morgana, sondern eine einzigartige Sandlandschaft vor den Toren Nürnbergs, die während der letzten Eiszeit entstand. Winde und Stürme haben die mächtigen Dünen aufgetürmt und verschiedene Pflanzen besiedelten den sandigen Untergrund. Die fünf Etappen des Fränkischen Dünenwegs führen dich durch diese wenig bekannten Naturräume – du wanderst über weichen Sand, durch stille Wälder und beeindruckende Schluchten.

Auf fünf Etappen entdeckst du auf dem 84 Kilometer langen Rundwanderweg die Fränkischen Dünen, die heute fast überall bewaldet sind. Bäche und Flüsse wurden vom Sand bedeckt und haben sich später einen neuen Lauf gebahnt. Der Dünenweg startet und endet in Altdorf, das du ganz einfach mit der Bahn erreichen kannst. Wie es sich für einen Rundweg gehört, kannst du selbstverständlich auch an jedem anderen Etappenort in die Wanderung einsteigen. Bereits die erste Etappe bringt dich mitten in die mit lichtem Kiefernwald bedeckte Dünenlandschaft und weiter nach Weißenbrunn. Am zweiten Tag wanderst du über den aussichtsreichen Moritzberg nach Röthenbach. Die dritte Etappe wird vom malerischen Pegnitztal und seinen Sandterrassen geprägt, die immer wieder zu einer kurzen Rast einladen. Auf der nächsten Wanderetappe geht es von Brunn aus durch die malerische Röthenbachklamm im Lorenzer Reichswald nach Feucht. Die fünfte Etappe hält nochmal einzigartige Highlights für dich bereit: der Dünenweg verläuft an glitzernden Seen und Kanälen entlang und in der Schwarzachklamm kannst du bizarre Sandsteinformationen und Höhlen entdecken.

Die Start- und Zielorte der fünf Etappen des Rundwanderwegs sind an das öffentliche Verkehrsnetz angeschlossen. So hast du die Möglichkeit, nur einen Teil oder einzelne Abschnitte des Fränkischen Dünenwegs zu wandern. Für die Begehung, vor allem der fünften, anspruchsvolleren Etappe, empfehlen wir dir feste Schuhe und ausreichend Wasser mitzubringen. Informationen über die Abfahrtszeiten der öffentlichen Verkehrsmittel findest du unter vgn.de.

Die Vorfreude darauf machen dir sicherlich schon folgende Tourenvorschauen. Falls du dann noch Lust auf mehr hast, kannst du dich von unserer gut gefüllten Collection-Seite (komoot.de/user/nuernbergerland/collections) inspirieren lassen. Wir sehen uns im Nürnberger Land!

Auf der Karte

Touren & Highlights

    Mittelschwer
    03:32
    12,7 km
    3,6 km/h
    220 m
    220 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    In Altdorf, vor den Toren Nürnbergs, liegt der Startpunkt des Fränkischen Dünenwegs. Du spazierst durch die historischen Gassen Richtung Norden und kommst am Bahnhof vorbei – du kannst also auch ganz einfach mit dem Zug an- und abreisen. Durch lichten Kiefernwald geht es in das Dorf Röthenbach bei Altdorf.

    Danach marschierst du östlich einer Sandsteinschlucht, die du nur bewundern, aber nicht durchwandern kannst, entlang und bei einem kleinen Wasserfall vorbei. Durch weite Heideflächen, die zur Blütezeit Ende August einen besonders beeindruckenden Anblick bieten, verläuft der Weg zu den Fränkischen Dünen. Eine sandige, teils bewaldete Hügellandschaft tut sich vor dir auf. Die Dünen entstanden während der letzten Eiszeit und bilden eine einzigartige Landschaft – – besonders schön ist es, barfuß durch den weichen, feinen Sand zu laufen.

    Im Anschluss geht es durch den Wald steil bergauf zum Aussichtspunkt Nürnbergblick. Über die mit zahlreichen Dolinen bedeckte Hochfläche der Frankenalb gelangst du nach Weißenbrunn, deinem Etappenziel. Im Sommer kannst du dich nach deiner Wanderung im Naturbad abkühlen. Wenn du nur eine Tageswanderung unternehmen möchtest, dann bringt dich die Buslinie 331 nach Altdorf zurück.

    Mittelschwer
    04:54
    16,1 km
    3,3 km/h
    490 m
    610 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Am zweiten Tag des Fränkischen Dünenweges startest du in Weißenbrunn und wanderst durch einen für die Frankenalb typischen Buchenwald leicht bergauf. Vorbei an bunten Feldern und Wiesen geht es weiter und schon bald genießt du einen herrlichen Blick auf Entenberg und seine schöne Kirche St. Peter und Paul. Auf dem weiteren Weg erblickst du immer wieder interessante Sandstein-Formationen.

    Auf dem Frankenalb Panoramaweg – früher auch als „Ulrich-von-Königstein-Weg“ bekannt – gelangst du zum Nonnenberg, auf dessen Westseite sich Hünengräber befinden. Die hügelige Landschaft wird von stillen Wäldern und unterschiedlich großen Dolinen-Einbrüchen und Senken geprägt. Am Reuther Berg erwartet dich ein gemütlicher Rastplatz mit Panoramablick auf die Sandgruben, die zwischen den Baumreihen zu sehen sind. Anschließend erreichst du den Gipfel des Moritzbergs: Vom beeindruckenden Aussichtsturm genießt du eine weite Aussicht und auch die Sankt-Mauritius-Kapelle lohnt einen Abstecher. Deinen Hunger und Durst kannst du im urigen Gasthaus Moritzberg stillen.

    Gestärkt steigst du hinunter nach Haimendorf und erreichst nach einer flachen Passage auf Naturpfaden dein Etappenziel Röthenbach an der Pegnitz. Wenn du nicht den gesamten Fränkischen Dünenweg wandern möchtest, kannst du ganz entspannt mit der S-Bahn nach Hause fahren.

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  • Schwer
    05:02
    19,2 km
    3,8 km/h
    190 m
    110 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Die dritte Etappe des Dünenwegs beginnt in Röthenbach und führt dich anfangs über Sandfelder am Himmelbach entlang. Du wanderst nach Wetzendorf und erreichst das Ufer der Pegnitz, die sich in unzähligen Schlingen ihren Weg durch die Landschaft sucht. Auf schönen Naturpfaden geht es über Sandterrassen und durch naturbelassene Wälder am Wasser entlang. An manchen Stellen kannst du deine Füße ins kühle Nass halten und eine Pause einlegen.

    In Behringersdorf kommst du an der sehenswerten Maria-Magdalena-Kapelle vorbei, die vor dem Neuen Schloss Behringersdorf steht. Der weitere Weg führt wieder über Pegnitzwiesen nach Malmsbach und seinem historischen Wasserschloss. Auf dem letzten Abschnitt der dritten Etappe wanderst du durch den beschaulichen Lorenzer Reichswald, früher „des Reiches Streusandbüchse“ genannt.
    Über den Hirschenkopf und den Brunner Berg erreichst du schließlich Brunn, dein heutiges Ziel. In der Ortsmitte liegt eine Bushaltestelle der Linie 54, die dich bei Bedarf nach Nürnberg-Langwasser bringt.

    Mittelschwer
    04:39
    17,7 km
    3,8 km/h
    140 m
    170 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Nach einer Nacht in Brunn, einer früheren Imker-Siedlung, tauchst du am Ortsrand wieder in den herrlichen Lorenzer Reichswald ein. Der folgende Abschnitt, der sogenannte „Sieben-Brücken-Weg“, zählt zu den schönsten Pfaden des Reichswalds. Du wanderst am plätschernden Röthenbach entlang und bei sonnigem Wetter kannst du ein bezauberndes Lichtspiel zwischen den mächtigen Bäumen genießen. Uralte Eichen und Buchen säumen den Weg und die Wurzeln im sandigen Untergrund bieten zahlreichen Tierarten Unterschlupf.

    Nach circa sieben Kilometern erreichst du das Dörfchen Ungelstetten, wo du im urigen Café Zur alten Scheune eine verdiente Kaffeepause einlegen kannst. Besonders beliebt sind die leckeren Torten-Variationen. Ausgeruht wanderst du auf die Anhöhe des Kalten Brunnens hinauf. Hier zeigt sich die Dünenlandschaft des Lorenzer Reichswalds besonders beeindruckend und lässt dich jegliche Hektik vergessen.

    Durch die Ortschaft Moosbach, das ebenfalls ein Zeidlerdorf ist, geht es weiter. Die Zeidlerei (=Imkerei) war früher in dieser Region weit verbreitet und lieferte eine wichtige Zutat für den Nürnberger Lebkuchen. Der Zielpunkt der vierten Etappe liegt im Ort Feucht, der dir nicht nur viele Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten, sondern auch drei gut erhaltene Schlösser bietet. Auch in Feucht hast du Anschluss ans Bahnnetz und kannst den Dünenweg bei Bedarf verkürzen. Dann würdest du aber die abwechslungsreiche fünfte Etappe verpassen.

    Schwer
    05:31
    20,8 km
    3,8 km/h
    230 m
    150 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Die finale Etappe auf dem Fränkischen Dünenweg zeigt das Thema nochmals, aber diesmal von einer vollkommen anderen Seite: Da die Dünen im Laufe der Jahrhunderte die Flussläufe bedeckten, musste sich das Wasser neue Wege suchen. Dabei sind imposante Schluchten wie die Schwarzachklamm entstanden, die du auf der heutigen Etappe erkunden wirst.

    Von Feucht aus wanderst du zum schimmernden Jägersee, der im Sommer ein beliebter Badeplatz ist. Die Route führt dich zum Schloss Kugelhammer und dem dortigen Ludwig-Donau-Main-Kanal, dem du ein Stück folgst. Bevor du in die atemberaubende Natur der Schwarzachklamm eintauchst, kannst du dich im Biergarten am Brückkanal vorab stärken.
    Auf der folgenden Passage begleiten dich bizarre Felsformationen, mystische Höhlen und die gurgelnde Schwarzach. Beeindruckend sind die zwei größten Höhlen der Schlucht, die Karlshöhle und die Gustav-Adolf-Höhle. Auf teils steinigen, teils sandigen Wegen geht es weiter durch die einzigartige Natur. Bei Schwarzenbruck kommst du an der imposanten Burg Faber-Castell vorbei und durch dichte Erlenbestände marschierst du weiter bis nach Ochenbruck. Wie an der Pegnitz haben sich auch an der Schwarzach Sandterrassen gebildet und so kannst du an den Ufern seltene Pflanzen entdecken.Der Dünenweg verläuft anschließend durch eine wildromantische Sandsteinschlucht zur Sophienquelle, der größten barocken Quellfassung nördlich der Alpen. Dem Lauf der Schwarzach weiterhin folgend, erreichst du Prackenfels und kurz darauf den Ziel- und Ausgangsort des Fränkischen Dünenwegs, Altdorf. In einem der vielen Restaurants oder Cafés kannst du zum Abschluss deiner Fernwanderung einkehren, bevor du dich mit dem Zug auf die Heimreise begibst.

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Collection Statistik

  • Touren
    5
  • Distanz
    86,5 km
  • Zeit
    23:38 Std
  • Höhenmeter
    1 270 m

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