Um den höchsten Berg Österreichs – Glocknerrunde

Wander-Collection von Tamara

Der Großglockner ist mit 3.798 Metern Österreichs höchster Berg und bietet viele Superlativen. Unter seinem mächtigen Gipfel breitet sich der Pasterze-Gletscher aus und die berühmte Hochalpenstraße zieht jährlich zahlreiche Besucher an. Aber nicht immer musst du ihn besteigen, du kannst den markanten Gipfel auch umrunden und somit von allen Seiten bewundern. Eine wunderbare Art, die einzigartige Natur des Nationalparks Hohe Tauern zu erleben.

In sieben Etappen führt dich die gut 100 Kilometer lange Glocknerrunde über aussichtsreiche Höhenwege, zu malerischen Almen und traumhaften Seen. Einige Abschnitte sind anspruchsvoll, zum Teil sind seilversicherte Passagen zu bewältigen. Dafür wirst du mit faszinierenden Ausblicken auf den Großglockner und die umliegende Bergwelt belohnt. Der Startpunkt des Fernwanderwegs liegt am Stausee Mooserboden. Von dort wanderst du durch die eindrückliche Landschaft des Nationalparks, wo du auf Steinböcke und Murmeltiere treffen kannst. Türkise Bergseen und klare Bäche entlang des Weges bieten dir nicht nur unzählige Fotomotive, sondern auch erfrischende Rastplätze. Die Nächte verbringst du entweder in urigen Hütten oder in idyllischen Bergdörfern wie Kals. Durch drei Bundesländer – Tirol, Kärnten und Salzburg – geht es um den markanten Gipfel des Großglockners, bis du an der Bergstation der Kapruner Gletscherbahnen dein Ziel erreichst.

Für die Begehung der Glocknerrunde sind alpine Erfahrung, Trittsicherheit und eine gute Kondition für die teils langen Etappen notwendig. Außerdem empfehle ich dir Wanderstöcke für die langen Abstiege mitzubringen und auf Schneefelder zu achten, die sich bis weit in den Sommer halten können. Bei der fünften und sechsten Etappe kannst du zwischen zwei Varianten wählen: Entweder du wanderst von der Salmhütte über das traditionelle Glocknerhaus nach Fusch (5a und 6a) oder du wählst den Weg über das idyllische Dörfchen Heiligenblut (5b und 6b). Den Startpunkt am Mooserboden erreichst du von Kaprun aus mit der Postbuslinie 660. Dieser fährt bis zur Talstation des Lärchenwald-Schrägaufzugs, der dich zum Stausee hinaufbringt. Der Zielpunkt der siebten Etappe wird ebenfalls von der Postbuslinie 660 angefahren.

Mehr Infos zu den Busverbindungen findest du unter salzburg-verkehr.at/downloads/regionalbus-660-zell-am-see-kaprun-kitzsteinhorn.

Auf der Karte

Touren & Highlights

    Schwer
    05:53
    12,6 km
    2,1 km/h
    890 m
    610 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Die erste Etappe der Glocknerrunde in den Hohen Tauern startet am Stausee Mooserboden. Du spazierst über die 107 Meter hohe und knapp 500 Meter lange Staumauer, die unglaubliche Wassermassen zurückhält. Entlang des blau schimmernden Sees geht es Richtung Kapruner Törl. Der Aufstieg ist teilweise steil, entlohnt aber mit traumhafen Hochgebirgsaussichten. Auf über 2.600 Metern führt dich die Route über Stein- und Geröllfelder, Trittsicherheit ist hier unbedingt notwendig.

    Vom Törl siehst du bereits hinunter ins Übelkar, in das ein gut ausgebauter Steig führt. Am Unteren Rifflkees vorbei wanderst du zum Tauernmoossee, einem weiteren beeindruckenden Stausee. Vom südlichen Ufer ist es nur mehr ein kurzes Stück bis zu deinem heutigen Etappenziel, der Rudolfshütte. Das moderne Berghotel liegt idyllisch am glasklaren Weißsee und lässt keine Wünsche offen.

    Schwer
    06:45
    13,5 km
    2,0 km/h
    940 m
    590 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Nach einer entspannten Nacht in der Rudolfshütte startest du mit einer traumhaften Aussicht auf den Weißsee in den zweiten Tag. Direkt am südlichen Seeufer beginnt der Aufstieg zum Kalser Tauern hinauf, wo dich ein hölzernes Gipfelkreuz inklusive Gipfelbuch erwartet. Du blickst zurück auf die schimmernden Seen und die Rudolfshütte. Im Zickzack windet sich der Pfad zum Kalserbach hinab, den du überquerst.

    Von mächtigen, knapp 3.000 Meter hohen Gipfeln umgeben, folgst du dem plätschernden Bach. Auf dem Silesia Höhenweg geht es durch die hochalpine Landschaft am kleinen Dorfer See vorbei und weiter zur Muntanitzschneid. Der Weg ist steinig, fordernd und teils mit Seilen gesichert. Anschließend wanderst du zum höchsten Punkt der Glocknerrunde hinauf – die Gradötzscharte liegt auf 2.826 Metern und belohnt dich mit einem phänomenalen Bergpanorama.
    Von der Scharte unterhalb des Gradötzkogels ist es nur mehr ein kurzes Stück bis zur urigen Sudetendeutschen Hütte, deinem Ziel. Auf der aussichtsreichen Terrasse kannst du die zweite Etappe mit einem Kaiserschmarrn ausklingen lassen.

  • Entdecke Orte, die du lieben wirst!

    Hol dir jetzt komoot und erhalte Empfehlungen für die besten Singletrails, Gipfel & viele andere spannende Orte.

  • Schwer
    05:35
    14,6 km
    2,6 km/h
    240 m
    1 560 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Der Großteil der dritten Etappe führt bergab, deshalb halte schon mal deine Wanderstöcke bereit. Nach einem stärkenden Frühstück auf der Sudetendeutschen Hütte wanderst du Richtung Osten und folgst dem Sudetendeutschen Höhenweg. Neben dir ragt der über 3.000 Meter hohe Gipfel der Kendlspitze auf. In diesen Höhen scheint der Himmel ganz nah und die traumhaften Ausblicke wechseln mit jedem Schritt.

    Über das Dürrenfeld geht es weiter zum Hohen Tor auf 2.477 Metern. Wenn du auf der dritten Etappe der Glocknerrunde noch einen Gipfel mitnehmen möchtest, hast du die Möglichkeit, die Blauspitze zu besteigen. Die Route führt weiter bergab an einem Speicherteich vorbei und im nahen Gasthaus Glocknerblick kannst du eine Pause einlegen.

    Ein Stück folgst du dem Blumen- und Kräuterweg, bevor du nach Großdorf gelangst. Von hier verläuft die Tour am rauschenden Kalserbach entlang, an dessen Ufer die Kirche St.Georg mit ihrem imposanten Turm steht. In der Nationalparkgemeinde Kals am Großglockner hast du dein Etappenziel erreicht und kannst das interessante Heimatmuseum besuchen.

    Schwer
    07:23
    15,7 km
    2,1 km/h
    1 490 m
    180 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Zu Beginn des vierten Tages der Glocknerrunde geht es vom beschaulichen Kals aus am Ködnitzbach entlang. Bereits nach dem ersten Kilometer erwartet dich ein beeindruckendes Highlight: Die 100 Meter lange Hängebrücke über das Ködnitztal kannst du dir nicht entgehen lassen. Nach dem kurzen Nervenkitzel auf der Brücke geht es in den stillen Wald hinein. Auf weichen Waldpfaden wanderst du stetig bergauf und kannst den typischen Duft genießen. Rasch gewinnst du an Höhe und erreichst die Waldgrenze.

    Der Weg verläuft am Peischlachbach entlang und am Peischlachtörl treffen auf 2.484 Metern mehrere beliebte Wanderwege aufeinander. Über offenes Gelände mit Blick auf den Großglockner geht es zur urigen Glorer Hütte hinauf. Eine Rast mit frisch gebackenem Apfelstrudel hast du dir nach diesem Aufstieg auf jeden Fall verdient. Gestärkt wanderst du zum Oberen Glatzsee weiter, in dem sich die umliegenden Gipfel spiegeln.

    Unterhalb des Glatzbergs kannst du dich entscheiden, ob du das letzte Stück auf einem seilversicherten Steig oder einem etwas längeren, aber einfacheren Wanderweg zurücklegen möchtest. Am Leiterbach überquerst du die Grenze zwischen den Bundesländern Kärnten und Osttirol. Mit herrlichem Blick auf den mächtigen Großglockner erreichst du die Salmhütte, die im Jahr 2017 einen Zubau erhalten hat.

    Schwer
    03:10
    7,20 km
    2,3 km/h
    160 m
    680 m
    Schwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Die fünfte Etappe der Glocknerrunde kann in zwei Varianten begangen werden: Entweder du gehst von der Salmhütte über die Stockerscharte zum Glocknerhaus, so wie hier beschrieben, oder von der Salmhütte durch das Leitertal nach Heiligenblut (Etappe 5b). Beide Varianten sind im Vergleich zu den übrigen Etappen relativ kurz und bieten Zeit für etwas Entspannung im Kärntner Teil des Nationalparks Hohe Tauern.

    Nach einer erholsamen Nacht in der Salmhütte folgst du dem Kärntner Grenzweg entlang des Hangs unterhalb des Schwertecks. Saftig grüne Wiesen, auf denen im Sommer Schafe grasen, umgeben dich. Bis zu den Hängen des Ersten Leiterkopfs geht es sanft bergab, dann windet sich der Weg in Kehren steil zum Margaritzenstausee hinunter.

    Du spazierst über die mächtige Staumauer und genießt traumhafte Ausblicke auf den See und den Großglockner. Entlang des Seeufers geht es weiter in Richtung Norden und zum Schluss steigst du auf einem Teil des „Gletscherwegs Pasterze“ zum traditionellen Glocknerhaus hinauf. Im geschützten Wintergarten kannst du den Tag mit Blick auf Österreichs höchsten Berg ausklingen lassen.

    Schwer
    04:37
    13,0 km
    2,8 km/h
    50 m
    1 390 m
    Schwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Die fünfte Etappe der Glocknerrunde kann in zwei Varianten begangen werden: Varianten 5a führt dich von der Salmhütte zum Glocknerhaus, Variante 5b, wie hier beschrieben, von der Salmhütte nach Heiligenblut. Beide sind im Vergleich zu den übrigen Etappen relativ kurz und bieten Zeit für etwas Entspannung im Kärntner Teil des Nationalparks Hohe Tauern.

    Mit einer beeindruckenden Aussicht auf den Großglockner startest du von der Salmhütte aus in die fünfte Etappe. Über weite Almwiesen steigst du ins idyllische Leitertal hinab und folgst dem plätschernden Leiterbach. Umgeben von den Hohen Tauern geht es auf einem gut begehbaren Wanderweg talauswärts. Auf der Trogalm kannst du eine Pause einlegen und dein mitgebrachtes Brot verspeisen.

    Im Anschluss wanderst du durch einen alpinen Wald und erreichst nach circa zehn Kilometern den mächtigen Gößnitzwasserfall: 70 Meter rauschen die Wassermassen in die Tiefe und tauchen die Umgebung in feinen Sprühnebel. Über Stufen kannst du zu einem Aussichtspunkt aufsteigen, von dem du einen noch besseren Blick auf den Wasserfall hast. Vorbei am kleinen Kachlmoor wanderst du in das malerisch gelegene Heiligenblut hinab, deinem Etappenziel. Die gotische Kirche mit den beeindruckenden Bergen im Hintergrund ist ein beliebtes Fotomotiv.

    Schwer
    08:29
    23,8 km
    2,8 km/h
    640 m
    1 970 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Die sechste Etappe der Glocknerrunde wird wieder in zwei Varianten geführt. Je nachdem, ob du dich am Vortag für das Etappenziel Glocknerhaus oder Heiligenblut entschieden hat, startest du von unterschiedlichen Punkten aus. Die Variante 6a beginnt beim Glocknerhaus und führt dich anfangs auf dem Klagenfurter Jubiläumsweg zur Unteren Pfandlscharte hinauf. Auf 2.663 Metern genießt du ein fantastisches Panorama und überschreitest die Grenze zum Bundesland Salzburg. Mit Blick auf steile Felswände, glitzernde Seen und das schöne Käfertal geht es teilweise steil bergab. Der Weg führt über Geröllfelder und verlangt Trittsicherheit. Wenn du die urige Trauneralm erreicht hast, liegt das steilste Stück hinter dir und du kannst dich auf der Sonnenterrasse der Hütte entspannen.

    Durch lichten Wald marschierst du am Gebirgsbach Fuscher Ache entlang, der sich in unzähligen Kehren durch die traumhafte Landschaft windet. Am Talboden folgst du dem breiten Weg bis zum Wildpark Ferleiten, wo du in einem der Gasthäuser eine Rast einlegen kannst. Hier befindet sich auch eine Bushaltestelle, wenn du diese Etappe abkürzen möchtest.

    Ansonsten geht es weiterhin an der klaren Fuscher Ache entlang nach Fusch an der Großglocknerstraße. Bevor du dein heutiges Ziel erreichst, kannst du noch einen Zwischenstopp am beeindruckenden Hirzbach-Wasserfall einlegen.

    Schwer
    04:48
    11,4 km
    2,4 km/h
    1 370 m
    140 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Wenn du die fünfte Etappe der Glocknerrunde in Heiligenblut abgeschlossen hast, dann wanderst du am nächsten Tag entlang der Variante 6b weiter. Du startest im Dörfchen Heiligenblut und hast die Wahl zwischen der Auffahrt mit der Bergbahn oder dem Aufstieg zu Fuß hinauf auf den Schareck. Das letzte Stück vom Hochtor bis nach Fusch legst du dann mit dem Bus zurück (grossglockner.at/gg/de/motoren-reifen/glocknerbus).

    Der Wanderweg führt abwechselnd über Wiesen und durch Wälder über die Seppenalm zur Bergstation. Dort kannst du auf 2.552 Metern im Bergrestaurant Schareck einkehren und dich mit Salzburger Spezialitäten stärken. Nur wenige Höhenmeter entfernt erreichst du das Gipfelkreuz des Scharecks und blickst auf die umliegende Bergwelt des Nationalparks Hohe Tauern. Auf einem aussichtsreichen Grat geht es weiter zur Mauskarscharte. Vor dir liegt der 2.665 Meter hohe Gipfel des Roßschartenkogels und du folgst dem Weg bis zum Hochtor, das den höchsten Punkt der Großglockner Hochalpenstraße markiert.

    An schönen Tagen tummeln sich hier unzählige Wanderer sowie Rad- und Autofahrer, um die Aussicht zu genießen. Bevor du mit dem Bus zu deinem Etappenziel in Fusch hinabfährst, kannst du noch das kleine Museum am Hochtor besuchen.

    Schwer
    07:16
    17,2 km
    2,4 km/h
    1 560 m
    1 450 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Nach einer Nacht im idyllischen Fusch startet die siebte Etappe der Glocknerrunde mit dem Aufstieg auf die Hirzbachalm. Auf stillen Waldwegen wanderst du durch den Nationalpark Hohe Tauern und erreichst die unbewirtschaftete Alm, wo du eine Verschnaufpause einlegen kannst.

    Im Anschluss folgst du der Route über idyllische Almböden oberhalb der Baumgrenze. In vielen Kehren geht es aufwärts zur gemütlichen Gleiwitzer Hütte auf 2.176 Metern, die für ihre leckeren Gerichte bekannt ist. Es besteht auch die Möglichkeit, hier zu übernachten und somit die siebte Etappe aufzuteilen. Gestärkt steigst du zur Brandlscharte hinauf und kannst unterwegs einen Blick auf den Brandlsee genießen. Auf der Scharte hast du den höchsten Punkt dieser Etappe erreicht. Dein Blick schweift über die umliegenden Gipfel und wenn du noch mehr willst, dann kannst du den Rettenzink erklimmen.

    Von der Brandlscharte geht es steil nach Nordwesten ins Faltenbachkar hinab. Unterhalb des Rosskopfes tauchst du in den stillen Wald ein. Dem gurgelnden Schwarzenbach folgend, erreichst du den Parkplatz der Kapruner Gletscherbahnen, dem Ziel der Glocknerrunde. Von hier kannst du mit dem Postbus nach Kaprun oder Zell am See fahren und ein letztes Mal die schöne Bergwelt des Nationalparks Hohe Tauern betrachten.

Dir gefällt diese Collection?

Kommentare

    loading

Collection Statistik

  • Touren
    9
  • Distanz
    129 km
  • Zeit
    53:56 Std
  • Höhenmeter
    7 330 m

Dir gefällt vielleicht auch

Pure Wanderlust – Tagestouren im Sauerland
Wander-Collection von
Sauerland Tourismus
3 Tage auf dem Hamburg-Bremen-Radweg
Fahrrad-Collection von
komoot
Entdecke Hamburg neu – Fahr ein solidarisches Hamburg
Fahrrad-Collection von
Fahr ein solidarisches Hamburg