Koralm Kristall Trail – zwischen einzigartigen Pflanzen und Felsen

Wander-Collection von Mareike
4-7 Tage
3-5 Std / Tag
78,0 km
2 340 m
2 990 m

Der Kristall Trail verbindet die beiden Gebirgszüge Stubalm und Koralm. Hier, in der südlichen Steiermark werden die Bezeichnungen Alm und Alpe munter durcheinander geworfen. Also nicht wundern, wenn du auch mal von der Stubalpe oder der Koralpe liest. Das Gebiet ist geologisch und botanisch besonders spannend. Du kommst vorbei an Marmor, Quarz und eigenwilligen Felsformationen, die Öfen genannt werden. Für die Pflanzen entlang des Weges lohnt es sich, ein Bestimmungsbuch oder eine entsprechende App mitzunehmen. Dann findest du mit etwas Glück die hübschen Blüten von Berganemonen, Bergnelkenwurz und Petergstamm. Außerdem wachsen hier Sturzbachgemswurz und das Koralmberufkraut. Sie sind einzigartig in dieser Region, die in der letzten Eiszeit weitgehend vom Eis verschont geblieben ist.

Auf dem Höhenweg bewegst du dich zwischen 1.100 und 2.140 Metern. Die Wege sind gut zu gehen, aber es kann auch mal ein bisschen anspruchsvoller und felsiger werden. Die rund 75 Kilometer Strecke kannst du in vier Tagen zurücklegen, wenn du flott unterwegs bist. Die Einteilung ist aber nur ein Vorschlag, denn es gibt unterwegs viele Hütten zum Übernachten. Die vier Tagesetappen sind größtenteils auch ziemlich lang. Du kannst dir also ruhig etwas mehr Zeit lassen.

Den Weg planst du am besten zwischen Juni und September. Behalte dabei die Öffnungszeiten der Hütten entlang des Weges im Blick. Davon hängt auch ab, an welchen Tagen du dein Mittagessen selbst mitnehmen musst. Außerdem ist es immer eine gute Idee, deine Übernachtungen zu reservieren. Teilweise haben die Hütten nur wenige Schlafplätze.

Am Startpunkt am Gaberl gibt es zwar einen Parkplatz, aber es empfiehlt sich nicht, mit dem Auto anzureisen, da die Rückreise vom Zielort Soboth zum Ausgangspunkt eine echte Odyssee ist. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln dauert sie an die 24 Stunden. Deshalb ist es ratsam, mit der Buslinie 733 zum Gaberl zu fahren. Die fährt morgens an Sonntagen und Feiertagen von Köflach ab. Dann kannst du nach der Wanderung von Soboth direkt zurück nach Hause fahren.

Auf der Karte

Touren & Highlights

    Schwer
    08:37
    28,1 km
    3,3 km/h
    850 m
    1 090 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Am ersten Tag des Koralm Kristall Trails wanderst du über die Wiesen, auf denen im Sommer die jungen Lipizzaner grasen. Für die Zucht dieser Pferderasse ist das Gebiet im Süden der Steiermark bekannt. Anschließend besteigst du den höchsten Berg der Stubalm, den Rappoldkogel, der sich 1.928 Meter in den Himmel erhebt. Oben hast du einen weiten Blick auf die Stubalm.Am Gaberl richtest du dich nach Süden und steigst zunächst zum Alten Almhaus auf. Teils durch Wald überwindest du den steilen Anstieg zum Rappoldkogel. Nach dem leicht alpinen, felsigen Abstieg vom Gipfel erreichst du in einer Senke das Salzstiegelhaus. Ab dort geht es mit einigem bergauf und ein wenig bergab über den Peterer Sattel weiter zur Bernsteinhütte, der kurz darauf die Knödelhütte folgt. Halte unterwegs Ausschau nach den sogenannten Felsöfen – das sind die Gesteinsbrocken, die mitten auf den Wiesen liegen. Dann steigst du Richtung Pack ab, wo das Barbarahaus mit seinen Betten auf dich wartet.Diese Etappe schlägt mit über 27 Kilometern und nicht zu verachtenden 950 Höhenmetern zu Buche. Und auch der Abstieg hat es in sich. Um das an einem Tag zu bewältigen, solltest du einiges an Kondition mitbringen. Wer sich mehr Zeit lassen möchte, kann die Strecke auch an zwei Tagen gehen. Übernachten kannst du dann im Salzstiegelhaus direkt hinter dem Rappoldkogel. Zum Einkehren hast du unterwegs viele Möglichkeiten: Im Altem Almhaus, im Salzstiegelhaus, auf der Bernsteinhütte und auf der Knödelhütte gibt es etwas zu essen.

    Schwer
    06:08
    20,3 km
    3,3 km/h
    870 m
    500 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Auch die zweite Etappe hat es mit 20 Kilometern Strecke wieder in sich. Gut, dass der Weg abwechslungsreich ist. Du läufst durch Wälder und Kulturlandschaften. Für Zerstreuung am Wegesrand sorgen ein Hochmoor und beeindruckende Felsöfen. Diese auffälligen Steinformationen findest du auf den Wiesen oder auch im Wald. Es ist meist nicht erkennbar, wo die großen Felsblöcke herkommen. Sie stehen einfach ganz allein in der Landschaft. Deshalb haben sich die Einheimischen oft Sagen erzählt, die ihre Herkunft mit übernatürlichen Mächten erklären.Vom Barbarahaus durchquerst du zunächst das Tal südlich von Pack und steigst dann Richtung Hebalm auf. Dieses Gebiet ist gut ausgebaut, weil hier im Winter Skilifte betrieben werden. Hast du diese hinter dir gelassen, folgst du dem Weg durch einen Wald zur Stoffhütte, die am Hochmoor See-Eben liegt. Anschließend wanderst du zum Wildbachsattel, auf den der Aufstieg zum Weberkogel folgt. Auf dem letzten Stück des Weges zum Etappenziel hast du eine schöne Aussicht auf die Handalm mit ihren Felsöfen.Auf der Hebalm kannst du einkehren und auch übernachten. Für die große Rast eignet sich an diesem Tag aber eher ein Picknick – zum Beispiel am Hochmoor. Denn die Hebalm erreichst du schon nach einem Drittel der Strecke. Am Ende der Etappe auf der Weinebene gibt es mehrere Übernachtungsmöglichkeiten: das Weinebenehaus, das Almhüttendorf und den Gasthof Gösler.

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  • Mittelschwer
    03:05
    9,05 km
    2,9 km/h
    490 m
    200 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Auf dieser vergleichsweise kurzen Etappe kannst du dir Zeit lassen und dich etwas erholen. Trotzdem steht heute mit dem Großen Speikkogel der höchste Gipfel der Koralm und des gesamten Kristall Trails auf dem Programm. Er misst 2.140 Meter und ist damit ein bisschen größer als der Kleine Speikkogel (2.117 m) gleich nebenan. Diesen zweiten Gipfel kannst du mit ein paar Schritten in südöstlicher Richtung auch noch mitnehmen.Die Etappe beginnt gemütlich und steigt am Anfang nur leicht an. Schnell hast du die die Weinebene und damit das Skigebiet im Sommerschlaf hinter dir gelassen. Steiler bergan erklimmst du bald die 1989 Meter hohe Hühnerstütze. Danach darfst du auf fast ebenen Wegen noch einmal verschnaufen, bevor es auf direktem Weg über den Rücken auf den Großen Speikkogel geht. Alternativ kannst du noch vor dem Aufstieg zur Hühnerstütze rechts ins Große Kar absteigen und auf der anderen Seite zum Koralpenhaus – dem Etappenziel – aufsteigen. Dabei sparst du dir allerdings keine Höhenmeter, den Aufstieg verschiebst du nur auf später.Wer unterwegs Hunger bekommt, kann nach rund dreieinhalb Kilometern auf einem Sattel entweder links zur Bärentalhütte absteigen oder rechts die Grillitschhütte besuchen. Bei zweiterer verlierst du weniger Höhenmeter. Hier gibt es auch ein paar wenige Betten für Weitwanderer.

    Schwer
    05:57
    20,6 km
    3,5 km/h
    130 m
    1 190 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    An diesem Tag wartet ein ordentlicher Abstieg zurück ins Tal. Über 1.000 Höhenmeter läufst du bergab nach Soboth. Genieß am Dreieckkogel noch einmal die Aussicht, bevor du absteigst, denn ab dort führt ein großer Teil des Weges durch den Wald. Doch das war nicht immer so. Vor rund 200 Jahren standen hier viel weniger Bäume. Den Grund dafür erfährst du auf dieser Etappe.Nach dem Abstieg im Süden des Großen Speikkogel erreichst du den Luckerten Felsen, an dem das Gestein einen natürlichen Tunnel bildet. Kurz dahinter folgt auf den Jauksattel noch einmal ein kleiner Aufstieg. Links am Kleinalpl vorbei kommst du etwa auf halber Strecke zum Dreieckkogel, der sich mit seiner schönen Aussicht für eine Rast anbietet. Kurz darauf erreichst du die Dreieckhütte. Der anschließende Abstieg ins Tal nach Soboth verläuft in vielen Kurven größtenteils durch Wald. Auf einer Lichtung beim ehemaligen Gasthaus Urch gewähren dir die Ruinen einer Glashütte einen Blick in die Vergangenheit. Vom 18. bis ins 19. Jahrhundert war die Glasproduktion ein wichtiger Wirtschaftszweig der Region. Dafür brauchte man viel Kohle, für die wiederum viele Bäume gefällt wurden. Einiges davon ist bis heute aber wieder nachgewachsen.Die Dreieckhütte ermöglicht eine Teilung dieser Etappe. Hier kannst du essen und übernachten. Am Ende des Weges in Soboth hast du mehrere Gasthäuser zur Auswahl. Der Ort liegt am gleichnamigen Pass, der das Kärntner Lavanttal mit dem steirischen Schilcherland verbindet.

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Collection Statistik

  • Touren
    4
  • Distanz
    78,0 km
  • Zeit
    23:47 Std
  • Höhenmeter
    2 340 m2 990 m

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