Die Rhone-Route – Vom Gletscher bis zum Genfer See

Fahrrad-Collection von Tobias
4-7 Tage
3-5 Std / Tag
344 km
2 880 m
3 950 m

Zwar gehört die Rhone nicht zu den Top 10 der längsten Flüsse Europas, hier befindet sie sich gerade mal auf Platz 20. Aber wie sagt man noch gleich so schön: Es kommt nicht auf die Länge an. Die Rhone weiß indes mit ganz anderen Qualitäten zu überzeugen: Allem voran steht hier die Vielfalt der verschiedenen Landschaftstypen, die sie durchquert. Diese Collection folgt ihr auf ihrem Weg durch die Alpen bis zum Genfer See. Neugierig geworden? – Dann komm doch mit!

Auf den Spuren von James Bond begibst du dich zunächst bis an die Quelle der Rhone, den imposanten Rhonegletscher. Nach diesem kräftezehrenden Anstieg saust du auch schon wieder bergab, der sonnendurchfluteten Landschaft des Goms entgegen. Während die Rhone allmählich an Breite gewinnt, werden nun auch die Weinberge entlang des Walliser Weinwegs immer ausladender. Dann, eine 90° Wende am sogenannten Rhoneknie und es geht, glücklicherweise nur auf der Landkarte, steil Richtung Norden bis an den größten aller Schweizer Seen. So findet also doch noch ein Superlativ zu den Höhepunkten deiner Strecke, gefolgt von der Metropole Lausanne und der Weltstadt Genf. Übrigens: Bis das Wasser der Rhone den Weg durch den Genfer See findet, vergehen im Durchschnitt 11,4 Jahre. So lange brauchst du mit dem Rad zum Glück nicht. Zwei bis drei Tage sollten genügen, um ans andere Ende des Sees zu radeln.

Die Rhone-Route startet in Andermatt und folgt auf insgesamt 343 Kilometern dem Flusslauf der Rhone bis nach Genf. Dort angekommen, fließt sie natürlich noch weiter. Erst nach Frankreich, dann zum Mittelmeer. Auch der Radweg folgt ihr bis zum finalen Ziel. In Frankreich trägt dieser allerdings den schönen Namen „ViaRhôna“. Die offizielle Rhone-Route der Schweiz endet in einem kleinen Ort an der französischen Grenze. Diese Collection lasse ich zwecks einer praktischen Reiseplanung jedoch bereits in Genf enden. Noch etwas: Sei nicht verwirrt, wenn während deiner Reise die Rhone stellenweise als Rotten oder der Genfer See mitunter als Lac Léman bezeichnet wird. Das sind einfach etwas ältere, zum Teil noch gebräuchliche Ausdrucksweisen, für ein und dieselbe Sache.

Zwar folgt die Strecke, wenn möglich, immer dem Flusslauf, das Höhenprofil der Collection hat es aber trotzdem in sich. Vor allem auf der ersten Etappe, aber auch später am Genfer See, geht es stellenweise in die Höh. Schau dir also am besten im Vorfeld die Etappen genau an und entscheide, was du dir zutraust. Wenn dir zwischendurch eine Passage mal nicht so passen sollte, gibt es auch immer die Möglichkeit, Streckenteile mit dem Bus oder der Bahn inklusive Fahrradtransport zu bewältigen. Am Genfer See kannst du dafür sogar eine Fähre nehmen. Vereinzelt eignet sich die Route so gesehen auch für einen ambitionierten Familienausflug.

An manchen Stellen hab ich die offizielle Streckenführung für dich etwas angepasst (näheres in den Tourenbeschreibungen). Deswegen entspricht die Gesamtstrecke nicht exakt den offiziellen Kilometerangaben der Rhone-Route. Dabei bin ich jedoch bei der ursprünglichen Etappeneinteilung geblieben. Dementsprechend finden sich an den einzelnen Etappenzielen auch immer genügend Übernachtungsmöglichkeiten. Bitte denk trotzdem daran, deine Unterkünfte im Vorfeld zu reservieren. Verpflegungsengpässe werden für dich auf dieser Reise ebenfalls ein Fremdwort sein. Es gibt prinzipiell immer genügend Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants entlang des Radwegs. Auf die Anreise- und Abreisemöglichkeiten geh ich dann in den entsprechenden Etappen ein. Natürlich kannst du die Strecke auch in entgegengesetzter Richtung fahren. Dann geht es zwar größtenteils leicht bergauf, aber auch den Walliser Wind hast du unter Umständen im Rücken.

Hast du Lust auf mehr? Diese Collection bietet dir diverse Möglichkeiten, deine Reise zu verlängern: So kannst du entweder ab Genf über die ViaRhôna weiter bis nach Lyon und dann bis zum Mittelmeer fahren (komoot.de/collection/919849 und komoot.de/collection/453) oder du gibst dir das volle Programm, startest direkt an der Nordsee und fährst den Rhein entlang bis zu seiner Quelle kurz vor Andermatt (komoot.de/collection/210), von dort schwenkst du dann auf die Rhone-Route ein. Der Clou an der ganzen Sache: Du durchquerst Europa und musst nur über einen Berg drüber.

Auf der Karte

Touren & Highlights

    Schwer
    02:55
    37,1 km
    12,7 km/h
    1 040 m
    1 120 m
    Schwere Fahrradtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Die Rhone-Route ist Teil der EuroVelo 17 und startet in Andermatt, einem wahren Drehkreuz des intereuropäischen Radstreckennetzes. Außer der Rhein-Route (EuroVelo 15) verläuft hier auch noch die Nord-Süd-Route als Teil der EuroVelo 5, auch genannt Via Romea Francigena, dem historischen Pilgerweg von England nach Rom.Die Anreise nach Andermatt funktioniert problemlos mit der Bahn aus allen Himmelsrichtungen: vom Norden oder Süden kommend, über Göschenen, dann mit dem Gotthard Panorama Express beziehungsweise der Matterhorn Gotthard Bahn bis nach Andermatt; aus dem Westen oder Osten ebenfalls mittels der Matterhorn Gotthard Bahn oder dem Glacier Express. Möchte man einige Passagen auf der Strecke abkürzen, empfiehlt sich unter Umständen der Erwerb eines Swiss Travel Pass, der in der Schweiz sowohl für Reisen mit der Bahn, als auch mit Bus oder Schiff gilt. Wer mit dem Auto anreist sollte in Andermatt ebenfalls keine Schwierigkeiten haben, einen Parkplatz zu finden, wenn gleich auch die Parkgebühren in der Schweiz nicht gerade zu vernachlässigen sind.Die erste Etappe führt von Andermatt über den Furkapass, vorbei am Rhone-Gletscher, hinab bis ins Goms. Allein schon die Worte „Pass“ und „Gletscher“ lassen vermuten, dass es sich hierbei nicht um die leichteste aller Strecken handelt. Das Höhenprofil dieses Streckenabschnitts ist relativ gnadenlos und führt über einen Anstieg von etwa 900 Metern hinauf auf 2.429 Meter über dem Meeresspiegel. Wer es nicht gewohnt ist, in solchen Höhen Sport zu treiben, dem wird die eine oder andere Pause am Wegesrand gut tun. Hier empfiehlt es sich auch, ein bisschen Proviant einzupacken, um die Energiereserven regelmäßig aufzufüllen. Mit etwas Glück hat auf Passhöhe das Hotel Furkablick mit seinem angegliederten Café geöffnet. Eine doppelte Brotzeit oder eine süße Leckerei hast du dir nach diesem Anstieg ganz klar verdient.Zum Glück ist mit dem Furkapass der höchste Punkt des Tages erreicht. Bis zum Etappenziel Oberwald steht, wenn überhaupt, nur noch ein kleiner Hügel dem schönen „Laufenlassen“ den Berg hinab im Weg. Auf der Höhe von Gletsch lohnt sich ein kurzer Halt, sowie der Blick zurück gen Furkapass. Deutlich ist an dem baumlosen Hang noch zu erkennen, wo sich der Rhonegletscher früher in das Tal schob.Alternativ zu den Strapazen des Anstiegs kannst du auch einen der diversen Veloverlad-Dienste in der Schweiz nutzen. Von Andermatt kannst du dein Fahrrad und dich so bequem auf den Pass hinauf transportieren lassen und trotzdem von den angenehmen Seiten eines hohen Berges profitieren. Die Platzzahl ist allerdings begrenzt. – Wichtige Info: Der Furkapass ist gewöhnlich nur von Mai bis Oktober geöffnet. Infotelefon: 163

    Schwer
    03:31
    52,6 km
    15,0 km/h
    540 m
    1 210 m
    Schwere Fahrradtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Die Tour kann Passagen mit losem Untergrund enthalten, die schwer zu befahren sind.

    Die zweite Etappe startet in Oberwald und führt durch das sonnenverwöhnte Gomstal. Die Rhone ist nicht ganz unschuldig an dessen Entstehung, wurde es zu Urzeiten doch komplett vom eiszeitlichen Rhonegletscher ausgehobelt. Schaut man sich die wilde, aber noch junge Rhone an, die in seiner Mitte fließt, ist das heutzutage jedoch nur noch schwer vorstellbar.Unterwegs Richtung Brig lohnt es sich hier und da auf die Architektur der Häuser und Kirchen zu achten. Dieser ist es unter anderem zu verdanken, dass das Goms inzwischen zu einem wichtigen Kulturgut der Schweiz zählt.Nach etwa 28 Kilometern biegt die Strecke von der Rhone nach rechts Richtung Binnaschlucht ab und es erwartet dich ein kleiner Terrainwechsel. Bei Regen kann der Boden hier schonmal etwas arg matschig werden, dann empfiehlt es sich unter Umständen, das Rad zu schieben. Wer etwa mit dem Rennrad unterwegs ist, sollte gar über eine Alternativ-Route entlang der Furkastrasse nachdenken, die rechter Hand zur Rhone verläuft, jedoch sehr stark befahren ist. Hierzu muss man in Ernen die Abzweigung Richtung Lax nehmen. Auch wenn die Strecke entlang der Hauptstraße kürzer ist und unkomplizierter scheint, lohnt sich landschaftlich gesehen ganz klar der Abstecher in die Binnaschlucht.Ab Mörel verläuft dann selbst die offizielle Strecke entlang der Schnellstraße, was zugegebenermaßen nicht sehr attraktiv ist. Allerdings gibt es auch wenig Alternativen, bis auf einen weiteren Velotransport mit dem Bus oder der Bahn von Mörel nach Brig.Kleiner Tipp, wenn du deinen Knochen etwas Gutes tun möchtest: In dem Ort Brigerbad liegt nur etwa fünf Kilometer hinter Brig das größte Freiluft- und Thermalbad der Alpen. Genau das Richtige nach einem anstrengenden Radfahrtag. Praktisch: Eine passende Übernachtungsmöglichkeit findest du, zum Beispiel in Form eines Bungalows, gleich nebenan auf dem Campingplatz.

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  • Mittelschwer
    02:46
    44,9 km
    16,2 km/h
    200 m
    350 m
    Mittelschwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Ganz allmählich gewinnt der Flusslauf der Rhone, wie auch das Walliser Haupttal an Breite. Von einem wilden Gletscherbach kann hier kaum noch die Rede sein. Die Rhone gleicht an vielen Stellen nun vielmehr einem begradigten Kanal. Allein im Naturpark Pfyn-Finges zwischen Leuk und Sierre lässt man ihr noch freien Lauf. Dort verliert sie sich verspielt in dutzend kleinen Nebenarmen und mäandert durch das Tal.Das Teilstück des Rhone-Radweges zwischen Susten und Sierre führt an einer stark befahrenen Bundesstraße entlang. Zudem wird dort seit 2015 an einer Autobahn gebaut. Wir biegen deshalb in Susten vom Radweg Richtung Leuk ab und schauen im Folgenden lieber auf den Pfynwald herab anstatt hindurch zu fahren. Auf dem heutigen Höhenprofil sorgt das zwar für ein Plus an 130 Metern bergauf. Die Ruhe, die Aussicht und der gute Wein sind es allerdings mehr als wert. Meiner Ansicht nach, drei wirklich gute Gründe für diesen kleinen Umweg.In Leuk beginnt, wie bereits erwähnt, der Walliser Weinweg. Um das kleine Weindorf Varen herum, ist dies dann kaum noch zu übersehen: wo man auch hinsieht, überall entlang des Südhangs wachsen sie, die Rebstöcke der örtlichen Winzer. Zunehmend wirst du nun auch den typischen Walliser Wind im Gesicht spüren, der bei schönem Wetter talaufwärts weht. Wie schön also, dass dich zum Ende des Tages noch eine entspannte Abfahrt hinunter nach Sierre erwartet.Höchstwahrscheinlich unbemerkt hast du nun auch im Laufe der letzten Kilometer die Sprachgrenze zwischen dem deutschsprachigen Ober- und dem französischsprachigen Unterwallis überquert. Spätestens ab Sierre ist es dann aber offensichtlich: Alle Orts- und Straßennamen sind nun hauptsächlich auf Französisch geschrieben.Außer einer Besichtigung des Schlosses Mercier beziehungsweise der angegliederten Parkanlage, lohnt sich in Sierre auch ein kleiner Abstecher zum Lac de Geronde, der mit seinen kleinen Begleitern, den „Petit-Lacs“ inmitten der einzigartigen Hügellandschaft der Stadt liegt.

    Mittelschwer
    03:24
    56,0 km
    16,5 km/h
    160 m
    240 m
    Mittelschwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Die heutige Etappe vereint Oberwelt mit Unterwelt und Burgen mit Schlössern. Doch zunächst geht es für einige Kilometer schnurstracks geradeaus auf dem Rhonedamm entlang, bis der Lac de la Brèche mit seinem türkisblauen Wasser zu einer kleinen Pause einlädt. Nimm dich in Acht vor dem Golfplatz auf der anderen Seeseite. – Vielleicht lässt du deinen Helm lieber auf. ;)Dass ein See auch unter der Erde faszinieren kann, davon überzeugt der unterirdische See von Saint-Léonard. Mit einem Boot kannst du hier eine Tour durch das glasklare Wasser der beleuchteten Grotte machen.Sion, die Hauptstadt des Kantons, empfängt dich mit dem Anblick der beiden Burghügel, die die Stadt bei Weitem überragen und so auf markante Weise zum örtlichen Landschaftsbild beitragen. Aus östlicher Richtung sieht man allerdings nicht viel von den darauf befindlichen Bauten. Es lohnt sich also, einen kleinen Abstecher um die Hügel herum zu machen, wenn nicht sogar einen kleinen Ausflug auf die Hügel: Das Schloss Tourbillon beziehungsweise seine Ruine sollte man sich ebenso wenig entgehen lassen, wie auch den Ausblick, den man von der Burgruine auf die Basilika des Nachbarhügels hat.Solltest du abermals Lust verspüren deine müden Knochen in wohlig warmem Thermalwasser zu entspannen, so bietet es sich an, die Etappe bereits in Saillon enden zu lassen. Sage und schreibe 4 Thermalbäder stehen hier zur Auswahl, alle gespeist durch ortseigene Quellen. Wenn du in Saillon übernachten möchtest, solltest du dich aber auf ein eher teureres Preissegment gefasst machen. Glücklicherweise steht als Alternative noch ein Campingplatz zur Verfügung, der auch Zimmer vermietet.

    Mittelschwer
    02:42
    48,1 km
    17,8 km/h
    80 m
    170 m
    Mittelschwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Etappe Nummer 5 beschreibt zum Großteil das letzte Stück des Oberlaufs der Rhone, bevor diese schlussendlich in den Genfer See mündet. Passend zu diesem großen Finale vollführt der Radweg, ebenso wie der Fluss selbst, in Martigny am sogenannten Rhoneknie eine 90° Kehrtwende Richtung Norden. Damit sollte nun auch endlich dem Walliser Wind etwas Einhalt geboten werden.Das untere Rhonetal, rund um Martigny, wird fast überall von der majestätischen Bergkulisse der „Dents du Midi“ dominiert. Auch der Mont Blanc, Frankreichs höchster Berg, ist von hier nicht weit entfernt. Seine Basis ist in südlicher Richtung sehr gut auszumachen, wobei sich sein Gipfel noch hinter seinen Ausläufern zu verstecken weiß.Wir wenden uns jedoch schnell von diesen eisigen Aussichten ab und freuen uns lieber auf das milde Klima des Genfer Sees. Bevor die Rhone diesen erreicht, muss sie am Château de Saint-Maurice, wo sich der Fahrradweg erneut eng an ihren Lauf schmiegt, noch ein kleines Nadelöhr passieren. Kurze Zeit später mündet sie auch schon bei Le Bouveret in den größten aller Schweizer Seen. Die dadurch geschaffene Schwemmlandebene wird von den Einheimischen nicht ohne Grund auch „Petite Camargue“ genannt. Spätestens auf dem Aussichtsturm bei Villeneuve kannst du dir noch ein umfassendes Bild von diesem beeindruckenden Flussdelta und Naturpark machen. Mit der Ruhe der Berge ist es für den Rest der Rhone-Route nun leider vorbei. Deutlich bunter stellt sich das Treiben entlang der Promenaden am Genfer See in den nächsten Tag dar.In Villeneuve weichen wir erneut von der offiziellen Rhone-Route ab, die hier wieder entlang einer Hauptstraße verläuft. Die Uferpromenade bis nach Montreux ist eh viel schöner und das pittoresk auf einer Felsinsel erbaute Schloss Chillon schon von Weitem auszumachen. – Nur einen kleinen Grund zur Vorsicht, möchte ich dir hier gerne ans Herz legen: Bitte gib auf der gesamten Uferpromenade vor allem auch auf die Fußgänger acht. Zwar ist das Fahrradfahren hier erlaubt, aber es wäre doch schön, wenn das auch so bleibt.

    Mittelschwer
    02:47
    43,1 km
    15,5 km/h
    440 m
    430 m
    Mittelschwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Kennst du den Song „Smoke on the Water“ von Deep Purple? Bestimmt. – Hier eine kleine Anekdote zur Entstehungsgeschichte dieses Welthits: Während eines Konzerts im Casino von Montreux an einem Dezemberabend 1971 feuerte ein Gast eine Leuchtpistole ab. Das Casino brannte daraufhin komplett nieder. Deep Purple, die sich zur gleichen Zeit in Montreux aufhielten, um eine paar Songs aufzunehmen, sahen den Rauch des Feuers, wie er sich nebelartig auf dem Genfer See ausbreitete. Dieses Szenario inspirierte sie zu „Smoke on the Water“. Auch der Text handelt von dem Brand.Auf den Spuren weltbekannter Bands und Komiker – auch Freddy Mercury wurde in Montreux ein Denkmal gesetzt, Charlie Chaplin nicht zu vergessen – fährst du also von Montreux entlang der palmengesäumten Uferpromenade bis nach Vevey. Wieder verlassen wir stellenweise die offizielle Strecke, die auch hier entlang einer Hauptstraße verläuft.Ab Vevey macht die Rhone-Route einen Abstecher in das, von der UNESCO als Weltkulturerbe aufgenommene, Weinbaugebiet Lavaux. Vorbei ist es mit dem entspannten Fahren auf der Ebene. Für die nächsten 15 Kilometer folgt der Radweg einem stetigen Auf und Ab. Belohnt wird man abermals mit guter Aussicht, gutem Wein und einer tollen Abfahrt bis in die Vororte von Lausanne.Lausanne selbst wird vom Radweg eigentlich nur am Hafenviertel Ouchy gestreift. Mehr ist aber auch nicht unbedingt nötig, schließlich hat sich Ouchy seit seinen Tagen als kleines Fischerdorf inzwischen zum touristischen Zentrum Lausannes hinaufgearbeitet. Hinaufarbeiten müsstest du dich ebenfalls, möchtest du doch der Innenstadt von Lausanne einen Besuch abstatten: Die Stadt ist dermaßen steil in den Hang hineingebaut, dass, meiner Ansicht nach, selbst die berühmte Filbert Street in San Francisco leichter zu erklimmen ist.Bevor die heutige Etappe in Morges endet, lohnt sich ein kurzer Halt am Strand von Saint-Sulpice. Hier kannst du dem Trubel der Uferpromenaden entfliehen und in einem Moment der Ruhe die Füße ins Wasser baumeln lassen.Achtung: Kurze Stücke auf verkehrsreichen Hauptstraßen befinden sich zwischen Clarens und La Tour-de-Peilz, Lutry und Lausanne (Ouchy), sowie Préverenges und Morges. Hier bitte aufpassen. – Wer möchte, findet übrigens am gesamten Seeufer diverse Möglichkeiten, Streckenabschnitte mit der Fähre abzukürzen.

    Mittelschwer
    03:44
    61,7 km
    16,5 km/h
    430 m
    430 m
    Mittelschwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Mit knapp 62 Kilometern ist die finale Etappe von Morges nach Genf die längste der Rhone-Route. Da am Seeufer abermals eine stark befahrene Hauptstraße entlangführt, zweigt der Radweg oft in die Weinberge ab. Das Höhenprofil der Strecke ist dementsprechend eher zackig und auch das Fahren am Seeufer wird eher zur Seltenheit. Dafür hast du in den Weinbergen ein bisschen mehr Ruhe. Von der lohnt es sich auch zu profitieren: Kurz vor Genf wird es nämlich richtig hektisch.Der Besuch einer Weltstadt, wie Genf, ist natürlich etwas ganz Besonderes, wenn auch für Fahrradfahrer nicht ganz unkritisch: In der Stadt herrscht wahnsinnig viel Verkehr, also aufgepasst. Auch die letzten zehn Kilometer vor der Stadtgrenze verlaufen immer wieder entlang der Hauptstraße. In Genf verzieht man sich deshalb nach einem kurzen Besuch des „Place des Nations“ besser schnell ins Hafenviertel und schaut dem „Jet d'eau“ dabei zu, wie er jede Sekunde mit 500 Litern Wasser um sich wirft. Stimmt die Windrichtung, kannst du dir hier sogar eine kleine Dusche gönnen. Die hast du dir nach der heutigen Strecke auch redlich verdient.Zurück nach Andermatt kommst du am besten mit der Bahn. Diese fährt von Genf nach Brig, dort musst du umsteigen, dann geht es weiter nach Andermatt. Informiere dich über die Verbindungen am besten im Vorfeld. Wahrscheinlich lohnt es sich, noch eine Nacht in Genf zu bleiben, da die Zugfahrt insgesamt schon mal um die 5 Stunden dauern kann. Musst du nicht gerade zurück nach Andermatt, steht dir in Genf praktisch die ganze Welt offen. Aber auch die Rhone fließt von hier weiter Richtung Mittelmeer...

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Collection Statistik

  • Touren
    7
  • Distanz
    344 km
  • Zeit
    21:49 Std
  • Höhenmeter
    2 880 m3 950 m

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