Wandern in Österreichs größtem Naturpark – Karwendel Höhenweg

Wander-Collection von Nadine
4-9 Tage
3-6 Std / Tag
67,2 km
3 380 m
3 570 m

Auf dem Karwendel Höhenweg entdeckst du in sechs Etappen das Karwendelgebirge in all seinen atemberaubenden Facetten. Insgesamt überwindest du 3.400 Höhenmeter im Aufstieg und legst dabei stolze 60 Kilometer zurück. Die Tour verläuft überwiegend auf schwarzen Bergwegen und Steigen in einer Höhe zwischen 1.500 und 2.000 Metern – perfekt geeignet Somit verlangt der Karwendel Höhenweg den erfahrenen, trittsicheren und ausdauernder Bergwanderer. Der Weg kann von beiden Gehrichtungenbestritten werden. Jeden Tag wartet eine neue Schutzhütte mit köstlichem Essen aus regionaler Herstellung, gemütlicher Stube und rustikaler Übernachtung im Matratzenlager auf dich. Wenn das mal keine Motivation ist, die anspruchsvollen Tagesetappen zu schaffen! Der Karwendel Höhenweg ist ein rundum alpines Bergerlebnis.

Das Karwendel ist eine Gebirgsgruppe in den nördlichen Kalkalpen und der größte Naturpark in Österreich. Die Bergwelt, die überwiegend auf Tiroler Boden liegt, überzeugt mit ihrer fast unberührten Wildheit. Du durchwanderst beschauliche Hochtäler und Almen, querst Latschenfelder und die für die Gegend typischen Schotterkare und steigst hinauf bis in die felszerklüfteten Gipfelregionen. Andererseits blickst du auch immer wieder hinab ins dicht besiedelte Inntal. Ein spannender Kontrast, der dir umso mehr verdeutlicht, dass du dich auf deiner Mehrtageswanderung fernab des Alltags bewegst.

Mit seinen zum Teil schwierigen Streckenabschnitten erfordert der Karwendel Höhenweg Kondition und bergsteigerisches Können. Für routinierte Bergwanderer sollten die sechs Tagesetappen aber gut zu bewältigen sein. Falls es dir doch zu anstrengend wird, sind Zu- und Abstiege von allen Hütten möglich. Zudem kannst du mit Hilfe von zwei Bergbahnen die erste und dritte Etappe deutlich verkürzen. Obwohl sich Durchhalten natürlich lohnt. Spätestens dann, wenn du nach deiner Tagestour mit Bier und Holunderschorle auf der Hüttenterrasse sitzt und den Sonnenuntergang bewunderst. Wichtig ist aber, dass du die Hütten schon vorab reservierst, weil in der Hochsaison zwischen Juni und Oktober ziemlich viel los ist.

Wenn dir die einzelnen Tagesetappe noch nicht reichen, sammelst du zusätzliche Höhenmeter bei kleinen Gipfelausflügen rund um die Hütten. Lohnenswert sind unter anderen die Reither Spitze und die Stempeljochspitze. Die Anreise mit dem Zug bietet sich an, weil Start- und Zielort nicht identisch sind. Meine Collection startet am Bahnhof in Reith in Tirol und endet am Bahnhof in Scharnitz. Verbindungen nach München und Innsbruck sind regelmäßig möglich.

Wichtig: Du bewegst dich im Hochgebirge. Informiere dich daher vor deiner Tour über das Wetter und den Zustand der Wege. Starkregen und Gewitter können die Wege beschädigen und teils unpassierbar machen. Trittsicherheit, Eigenverantwortung, Vorsicht und Aufmerksamkeit sind die wichtigsten Gebote im alpinen Gelände. Während der Tour versorgen dich die Hüttenwirte gerne mit Informationen zum Wetter und zur aktuellen Wegbeschaffenheit. Freu dich auf sechs wundervolle Tage in schönster Umgebung!

Auf der Karte

Touren & Highlights

  • Schwer
    03:53
    6,61 km
    1,7 km/h
    1 100 m
    10 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Die erste Etappe beginnt am Bahnhof in Reith in Tirol mit dem abwechslungsreichen Aufstieg zur Nördlinger Hütte. Auf diesem Abschnitt überwindest du 1.300 Höhenmeter und rund sieben Kilometer Strecke. Am Bahnhof folgst du der Straße Richtung Norden. Wenig später gelangst du auf den Panoramaweg, der in seinem Verlauf auf den Steig Nr. 211 abbiegt. Diesem folgst du in Serpentinen zum Schartlehnerhaus auf einer Höhe von 1.856 Metern. Von dort aus gehst du über den Latschenrücken entlang des „Schoaßgrates“ erst in Serpentinen, dann geradliniger hinauf zur Nördlinger Hütte. Die Nördlinger Hütte ist mit 2.239 Metern die höchstgelegene Schutzhütte des Karwendels. Von der beeindruckenden Sonnenterrasse der Hütte hast du einen unvergleichlichen Blick über das Inntal, auf die Mieminger Kette und das Wetterstein-Gebirge. Nach Süden bietet sich ein überwältigender Blick auf die Gletscherberge des Alpenhautpkamms. Tipp: Falls du noch Restenergie vom Aufstieg übrig hast, steige von der Nördlinger Hütte auf die Reither Spitze (2.374 m). Der Sonnenaufgang ist von hier aus noch spektakulärer. Dabei handelt es sich um eine mittelschwere Bergwanderung mit einigen ausgesetzten, aber mit Seilen gut abgesicherten, Stellen. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind erforderlich. Rechne mit etwa 30 Minuten bis zum Gipfel.Wenn du dich am ersten Tag noch schonen möchtest, bietet sich folgende Variante an: Fahre mit der Standseilbahn in Seefeld zur Rosshütte (1.751 m) und weiter mit der Härmelekopfbahn zur Bergstation – dem Ausgangspunkt deiner Wanderung. Von hier gelangst du direkt über den Kuntersteig (10) zur Nördlinger Hütte.

  • Schwer
    02:53
    6,24 km
    2,2 km/h
    280 m
    700 m
    Schwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Auf der zweiten Etappe warten 280 im Aufstieg und 720 Höhenmeter im Abstieg sowie 6,4 Kilometer auf dich, die du in etwa vier Stunden bewältigst. Das Ziel deiner Tour ist das Solsteinhaus, das du über den Ursprungsattel und die Eppzirler Scharte erreichst. Von der Nördlinger Hütte führt der Weg erst nach Osten, dann unterhalb der Ostabbrüche der Reither Spitze nach Norden und im Anschluss wieder gen Osten zum Ursprungsattel (2.087 Meter). Von hier nimmst du den abwärts führenden Weg nach Nordosten bis zum Breiten Sattel (1.794 Meter). Dort angelangt, biegst du nach rechts auf den Steig 74 zur Eppzirler Scharte (2.102 Meter) ab. Dein Weg führt dich erst durch ein Geröllfeld und später in Serpentinen nach oben zur Scharte. Während einer kleinen Pause genießt du Ausblicke weit über das Karwendelgebirge hinaus. Nun geht es auf einem im groben Schotter gut sichtbaren Weg 200 Höhenmeter bergab in das Höllkar. Zu guter Letzt folgst du dem Steig 211/212, der in moderatem Auf und Ab zum Solsteinhaus führt.Das Solsteinhaus liegt auf grünen Almwiesen am Fuße des Großen Solsteins. Hier angelangt, stärkst du dich mit einer guten Brotzeit und einem kühlen Getränk. Sobald deine Akkus wieder aufgeladen sind, erkundest du die Umgebung der Hütte. Denn hier ist noch mehr möglich, als nur den Ausblick zu genießen. Die Hütte punktet mit einer Outdoorkletterwand und einem Flying-Fox – für die, die noch ein wenig Adrenalin vertragen können. Mehr vertikale Meter zu Fuß sammelst du auf einer Tour auf den Großen Solstein (735 Höhenmeter, zwei Stunden) oder auf den Zischgenkopf (530 Höhenmeter, zwei Stunden).

    Info: Falls du die Wanderung an dieser Stelle beenden möchtest, gelangst du vom Solsteinhaus zu Fuß in etwa zweieinhalb Stunden nach Zirl oder Hochzirl und von dort aus weiter mit dem Bus nach Innsbruck. Der Weg wird als leicht eingestuft.

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  • Schwer
    08:13
    18,0 km
    2,2 km/h
    1 340 m
    1 220 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Nach einem rustikalen Frühstück auf dem Solsteinhaus startest du in die dritte und längste Etappe deiner Tour, für die etwa acht Stunden angesetzt sind. Auf deinem Weg zur Pfeishütte via Gipfelstürmerweg und Goetheweg überwindest du 1.400 Höhenmeter und 18,5 Kilometer. Vom Solsteinhaus startest du auf Steig 213 hinab Richtung Möslalm. Bei der folgenden Abzweigung nimmst du den Gipfelstürmerweg (215) Richtung Osten. Nach einem kurzen Abstieg durch versicherte Passagen steigst du steil hinauf zum Frau-Hitt-Sattel, westlich der markanten Felsnadel „Frau Hitt“. Vom Sattel steigst du steil über den Schmidhubersteig hinunter und über Bergwiesen zum Restaurant Seegrube (1.906 Meter). Von hier gelangst du auf dem Steig 216 hinauf zum Hafelekarhaus (2.269 Meter). Südlich unterhalb der Hafelekarspitze führt der Goetheweg (219) zur Pfeishütte (1.922 Meter), deinem heutigen Etappenziel. Auf deiner langen Wanderung genießt du Ausblicke auf die Tiroler Hauptstadt Innsbruck und das Inntal, später wechselst du auf die Nordseite der Nordkette und erlebst die ganze Pracht des Karwendelgebirges. Die Pfeishütte ist sehr urig und kleiner als andere Hütten in der Umgebung. Sie ist umringt von majestätischen Berggipfeln wie Rumer Spitze, Stempeljochspitze und Bachofenspitze. Highlight ist die südlich ausgerichtete Terrasse mit 100 Sitzplätzen.Gute Nachricht für alle, auf die 1.300 Höhenmeter abschreckend wirken: Deinen Weg kannst du durch eine Fahrt mit der Hafelekarbahn vom Restaurant Seegrube auf das Hafelekarhaus um 363 vertikale Meter abkürzen. Und falls du dich einfach einen Tag auf der gemütlichen Pfeishütte ausruhen willst, buche noch eine zweite Übernachtung. Langweilig wird dir sicher nicht.

  • Schwer
    04:27
    9,35 km
    2,1 km/h
    500 m
    400 m
    Schwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Die vierte Etappe ist mit 500 Höhenmetern, 9,1 Kilometern und einer Gehdauer von viereinhalb Stunden deutlich gemütlicher als der Vortag. Diese Etappe führt dich über das Stempeljoch und den wildromantischen Wilde-Bande-Steig zur Bettelwurfhütte, deinem heutigen Tagesziel.
    Nach einem gutem Frühstück startest du von der Pfeishütte auf dem Steig 221 (Via Alpina) in östliche Richtung leicht ansteigend zum Stempeljoch (2215 Meter). Ab hier führt der Steig steil über eine Schotterreise hinab. Beachte, dass im Frühsommer hier noch Altschneefelder vorhanden sein können, auf denen eine hohe Rutschgefahr ausgeht. Nutze Teleskopstöcke, um mehr Balance zu erlangen und informiere dich, wie du durch Stufenschlagen und Gehtechniken sicher unterwegs bist.
    Nach einem kurzen Abstieg zweigst du links in den Wilde-Bande-Steig ab. Nun führt dich dein Weg Richtung Lafatscher Joch (2081 Meter). Anschließend verläuft der Steig 222 (Via Alpina) leicht ansteigend Richtung Osten durch das Kleine und Große Speckkar. Nun bist du schon fast bei der Bettelwurfhütte (2077 Meter) angelangt, die aufgrund ihrer spektakulären Lage an der Südflanke des Kleinen Bettelwurfs auch „Adlerhorst des Karwendel“ gennant wird. Hier angelangt, stehen dir nach einer Verschnaufpause noch einige Tourenmöglichkeiten offen. Lohnend sind Ausflüge auf den kleinen (2649 m, 1:45 Stunden) und großen Bettelwurf (2725 m, 1:45 Stunden) und die Speckkarspitze (2621 m, 2:45 Stunden). Falls du deine Tour hier beenden möchtest, beachte, dass du mit einem Taxi aus dem Halltal fahren musst. Nähere Informationen findest du hier: alpenverein.at/bettelwurfhuette/aktuelles/aktuelles.php

  • Schwer
    02:18
    5,86 km
    2,5 km/h
    120 m
    390 m
    Schwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Wieder wartet eine moderate Etappe auf dich. Insgesamt überwindest du 130 Höhenmeter und 5,8 Kilometer in etwa zweieinhalb Stunden. Die fünfte Etappe führt auf alten Saumwegen über das Lafatscher Joch zum Hallerangerhaus. Morgens startest du von der Bettelwurfhütte auf Steig 222 zurück zum Lafatscher Joch (2.081 Meter). Dort zweigst du in nördlicher Richtung auf den Steig 223 ab. Dieser Streckenabschnitt ist Teil des Weitwanderweges „Adlerweg“. Zwischen dem Lafatscher, dem Rosskopf und der Speckkarspitze geht es stets bergab zum Hallerangerhaus (1.768 Meter). Auf deinem Weg verändert sich die Landschaft zunehmend. Nach dem blendenden Grau des Gesteins durchläufst du niedrigen Latschenwald, bis sich zu dem niedrigen Strauchwerk auch Nadelbäume gesellen. Im Umfeld des Hallerangerhauses triffst du auf friedlich grasende Kühe, die ihre Freiheit auf der Alm sichtlich genießen.Das Gebiet rund um das Haus ist ein beliebtes Klettergelände bis in den oberen Schwierigkeitsgrad. Auf der Sonnenterrasse genießt du angenehmen Abendstunden und lässt dich mit hausgemachten Speisen verwöhnen.

  • Schwer
    05:57
    21,1 km
    3,6 km/h
    40 m
    860 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Deine letzte Etappe über das Hinterautal nach Scharnitz steht an. Bergauf geht es nur 30 Meter, doch legst du auf deinem Weg ins Tal 19,5 Kilometer zurück und steigst 840 Meter ab, was sich auf fünfeinhalb Stunden Gehzeit summiert. Vom Hallerangerhaus folgst du dem Weg 224 Richtung Westen. An dieser Stelle empfiehlt sich ein Abstecher zur Sunntigerspitze (2321 Meter). Der leichte Wanderberg eignet sich dank seiner Südexposition auch schon im Frühsommer für eine Tour. Danach geht es weiter zur Kohleralm. Für einen Zwischenstopp eignet sich ein Abstecher in die Kastenalm. Die Abzweigung ist ausgeschildert. Ansonsten geht es für dich immer weiter talauswärts. Auf deinem Weg lässt du den Isarursprung hinter dir – an dieser Stelle fließen drei Gebirgsbäche zusammen und vereinen sich zur türkisblauen Isar. Nun steigst du wieder etwas hinauf zur Gleirschhöhe (1.069 Meter) und dann wieder gemütlich hinab bis zur Isarbrücke und weiter nach Scharnitz. Ist dir der lange Weg aus dem Tal zu Fuß zu langweilig, habe ich einen Tipp für dich: Beim Hallerangerhaus kannst du ein Fahrrad mieten und den Weg von der Kastenalm bis Scharnitz wesentlich verkürzen. Informiere dich auf dem Hallerangerhaus, wo du das Fahrrad im Ort abgeben kannst. Die Rückreise kannst du problemlos mit der bahn antreten. Sowohl München als auch Innsbruck erreichst du mit der Regionalbahn in etwa einer Stunde. Falls du dein Abenteuer noch gemütlich ausklingen lassen möchtest, findest du in Scharnitz Übernachtungs- und Einkehrmöglichkeiten.

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Collection Statistik

  • Touren
    6
  • Distanz
    67,2 km
  • Zeit
    27:43 Std
  • Höhenmeter
    3 380 m3 570 m

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