Der Ostweg des Schwarzwaldvereins

Wander-Collection von Schwarzwaldverein e.V.
11-24 Tage
3-6 Std / Tag
257 km
5 460 m
5 310 m

Der Ostweg führt aus der Goldstadt Pforzheim über die Höhen östlich und westlich des Nagoldtals. Täler, Höhen und offene Landschaft wechseln sich ab und bringen den Wanderer über Pfalzgrafenweiler, Freudenstadt vorbei am Friedrichsturm und Vogteiturm nach Alpirsbach im Kinzigtal.

Über die Hochfläche mit Aichhalden, Schramberg im Tal der Schiltach und die Höhen mit der Ruine Waldau, Königsfeld, Mönchweiler, Villingen-Schwenningen und dem Neckarursprung, hält der Weg Ausblicke zur schwäbischen Alb im Osten, dem Schwarzwald im Westen und über die Baar hinweg bis zu den Alpen bereit, wenn Wetter und Sicht es zulassen.

Der Weg führt durch die typische Landschaft am Übergang zur Schwäbischen Alb und quert bei Geisingen das Donautal. Auf den bewaldeten Höhen des Bergrückens erreicht der Ostweg mit 920 m ü. NN seinen höchsten Punkt. Über den Eichberg kommt er bei Achdorf ins Tal der Wutach und begleitet diese bis nach Stühlingen flussabwärts. Über Schleitheim und den letzten großen Anstieg des Weges zum Schleitheimer Randenturm (451 Höhenmeter) geht es dann hinab nach Schaffhausen an den Hochrhein.

Auf der Karte

Touren & Highlights

    Schwer
    07:42
    27,6 km
    3,6 km/h
    540 m
    490 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Wasser, Burgen und Kapellen kennzeichnen die erste Etappe, die von Pforzheim, dem Ausgangspunkt des West-, Mittel- und Ostwegs über die Hochfläche des Biet hinunter durch das wildromantische Monbachtal nach Bad Liebenzell im Nagoldtal führt. Das Wegzeichen des Ostwegs ist die schwarz-rote Raute auf weißem Grund.Die Etappe beginnt am Wasser in der Schmuck- und Goldstadt Pforzheim am Zusammenfluss von Nagold, Enz und Würm. Pforzheim beherbergt ein sehenswertes Schmuckmuseum direkt am Ostweg. Die Etappe führt zunächst auf schattigen Wegen durchs Würmtal und hinauf zur Ruine Liebeneck. Auf der Hochebene des Biet, genießen wir eine herrliche Aussicht hinüber ins Heckengäu. Die Herren von Gemmingen blieben auch nach der Reformation katholisch, so dass das Biet eine katholische Enklave in evangelischer Umgebung geblieben ist. Sichtbarer Ausdruck sind die Kapellen entlang eines eigens angelegten Kapellenwegs. Über Steinegg mit seiner schönen Burganlage, ab dem 15.Jh Verwaltungssitz der Gemminger, heute Freizeitheim der evangelischen Kirche, und Neuhausen erreichen wir den Eingang des Monbachtals. Die Etappe endet auch am Wasser mit dem spektakulärsten Abschnitt der Etappe durch das Monbachtal mit zahlreichen Querungen des Monbachs und an der Nagold in Bad Liebenzell. Die Etappe erfordert Ausdauer durch die Länge von immerhin 27 km. Sie hat zwei längere Anstiege, vom Würmtal zur Ruine Liebeneck und nach dem Abstieg von der Ruine beim Anstieg hinauf nach Hamberg.(Text: Peter Grotz)

    Schwer
    06:23
    21,3 km
    3,3 km/h
    710 m
    460 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Die Etappe startet im Thermalbadeort Bad Liebenzell, führt über Hirsau mit seiner beeindruckenden Klosteranlage und Calw, der Heimatstadt Hermann Hesses hinauf zum Städtle Zavelstein. Von dort geht es hinab ins Tal in den Thermalbadeort Bad Teinach und von dort wieder hinauf nach Oberhaugstett.
    Wir kommen am Kurhaus vorbei, durchwandern den gepflegten Kurpark und gehen Nagold aufwärts bis nach Hirsau. Hier begegnen wir mit der Klosteranlage von St.Peter und Paul einem im 11. und 12.Jahrhundert bedeutenden Zentrum des Benediktinerordens.
    Ein Abstecher in das Klostermuseum bei der St.Aurelius-Kirche und ein Besuch der Überreste der Klosteranlage sind unbedingt lohnenswert.Weiter Nagold aufwärts erreichen wir Calw, Heimatstadt von Hermann Hesse. Hesses Geburtshaus am Marktplatz Nr. 6 und das Hermann-Hesse-Museum am Marktplatz 30 liegen unmittelbar an unserem Weg. Überhaupt bietet Calw ein sehenswertes Ensemble bestens erhaltener Fachwerkhäuser. Die Stadt war durch Tuch- und Salzhandel sowie durch Flößerei zur ehemals reichsten Stadt in Württemberg geworden.Von Calw geht es stetig bergauf bis auf die Hochebene von Zavelstein, berühmt für seine im Frühjahr in voller Blütenpracht stehenden Krokuswiesen. Der Ostweg führt mitten in das Zentrum von Zavelstein, einem Städtle, das sich entlang eines Bergsporns in Richtung auf die Burg erschließt, die im 12. Jahrhundert von den Staufern gegründet wurde. Zavelstein erhielt 1367 vom württembergischen Grafen Eberhardt das Stadtrecht und war bis zur Gemeindereform im Jahre 1975 die kleinste Stadt in Deutschland. Vom Burgturm, der von der Ortsgruppe Zavelstein des Schwarzwaldvereins gepflegt wird, hat man grandiose Rundsicht. Der Ostweg führt vorbei an der Ruine der Burg, hinunter nach Bad Teinach, einem weiteren, überregional bekannten Thermalbadeort im Nordschwarzwald mit einem beeindruckenden Gebäudeensemble aus Badehaus, Trinkhalle und Hotel. Der letzte Teil der Etappe führt uns hinauf nach Oberhaugstett, einem Ortsteil von Neubulach. Neubulach war im Mittelalter die führende Bergwerksstadt im Nordschwarzwald und bietet heute seinen Besuchern einen faszinierenden Einblick in die Welt unter Tage.

  • Entdecke Orte, die du lieben wirst!

    Hol dir jetzt komoot und erhalte Empfehlungen für die besten Singletrails, Gipfel & viele andere spannende Orte.

  • Schwer
    06:36
    23,7 km
    3,6 km/h
    450 m
    390 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Wald, Handwerk und Fachwerk: Die Etappe entlang des Ostwegs, markiert mit der schwarz-roten Raute, führt uns durch ausgedehnte Waldabschnitte und durch Orte mit vielen Sehenswürdigkeiten, die uns bis in die Zeit des Mittelalters zurückführen. Wir starten in Oberhaugstett und wandern über Berneck und Altensteig nach Pfalzgrafenweiler.Ausgangspunkt unserer Etappe ist Oberhaugstett, ein Ortsteil von Neubulach. Über Neubulach, in Zeiten des Mittelalters die führende Bergwerksstadt im Nordschwarzwald
    Von Oberhaugstett wandern wir weiter durch den Buhlerwald bis an den Ortsrand von Wart, einem kleinen Ort inmitten einer für die Gegend typischen Rodungsinseln auf der Hochebene.
    Es geht weiter auf ruhigen Waldwegen, bis wir kurz vor Berneck wieder aus dem Wald heraustreten und vor uns die Burg und deren mächtige Schildmauer sehen. Um die Burg, eine Gründung der Staufer, hat sich entlang des Bergsporns eine kleine Stadt entwickelt, die bis zur Kreisreform im Jahre 1972 die zweitkleinste Stadt in Württemberg war. Die Häuserzeilen werden abgeschlossen durch die Laurentius Kirche mit sehenswerten spätgotischen Fresken. Von Berneck geht es hinauf nach Altensteigdorf und von dort weiter zum oberen Ortsrand von Altensteig
    Der Ostweg führt uns durch enge Gassen hinunter zum Marktplatz. Wir wandern an gut erhaltenen Fachwerkhäusern vorbei und erhalten einen sehr lebendigen Einblick in die Anlage einer mittelalterlichen Stadt.
    Die Geschichte einzelner Gebäude wird besonders eindrücklich lebendig entlang der Historischen Meile . Hoch über der Stadt thront das Altensteiger Schloss mit seinen beiden Rundtürmen, auch "Himmel" und "Hölle" genannt.
    Unser weiterer Weg führt uns weiter durch das stille Zinsbachtal, dem Standort mehrerer Sägemühlen. Die über 400 Jahre alte Kohlsägemühle verfügt noch über ein funktionstüchtiges und im Betrieb befindliches Wasserrad.
    Auf unserem Weg durch das Zinsbachtal gewinnen wir Zug um Zug an Höhe, bis wir schließlich unser Ziel in Pfalzgrafenweiler erreichen.
    Pfalzgrafenweiler war ehemals nicht nur "Kleinod" der Pfalzgrafen von Tübingen, sondern auch ein wichtiger Ort an der Handelsstraße Straßburg - Stuttgart mit viel Handwerk und Gewerbe im Bereich der Holzverarbeitung.
    Die Etappe hat einen kurzen, steilen Abstieg nach Berneck und einen ebenso steilen Anstieg auf der anderen Talseite nach Altensteigdorf, sowie zum Abschluss einen längeren, aber moderaten Anstieg nach Pfalzgrafenweiler.

    Mittelschwer
    04:51
    17,8 km
    3,7 km/h
    300 m
    190 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Vom Kleinod der Pfalzgrafen von Tübingen geht es abwechslungsreich über Wald und Wiesen in die Residenz Herzog Friedrichs I. von Württemberg. Wir wandern entlang der schwarz-roten Raute von Pfalzgrafenweiler über Ober- und Untermusbach nach Freudenstadt. Angesichts der Bedeutung von Pfalzgrafenweiler verwundert es nicht, dass es rund um den Ort auch eine Reihe von Befestigungsanlagen gibt, deren Überreste entlang des Vier-Burgen-Wegs zu besichtigen sind. In Ober- und Untermusbach begegnen wir der Besiedlung des Schwarzwalds durch Klöster. Obermusbach war ein Teil des Klosters Reichenbach (heute Klosterreichenbach, einem Ortsteil von Baiersbronn), wie Hirsau und Alpirsbach eine Gründung der Benediktiner. Die Geschichte des Ortes und einzelner Häuser ist umfangreich dokumentiert. Auf unserem weiteren Weg kommen wir am Freudenstädter Teilort Frutenhof vorbei, durchqueren ein malerisches Tal, das Frutenhof mit Grüntal verbindet und erreichen auf der anderen Talseite schließlich die Stadtgrenze von Freudenstadt, dem Ziel der Etappe. Die Etappe verläuft angenehm, hat nur geringe Höhenunterschiede, zum Ende hin einige kurze Taldurchquerungen.

    Schwer
    05:43
    20,4 km
    3,6 km/h
    300 m
    590 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Von einer barocken Stadtgründung mitten im Schwarzwald hinunter ins Kinzigtal zu einem bedeutenden Kloster im frühen Mittelalter. Dazwischen viel Wald. Die 5.Etappe des Ostwegs führt von Freudenstadt über Schömberg nach Alpirsbach.Freudenstadt liegt an wichtigen Straßen- und Schienenkreuzungen sowohl in West-Ost als auch in Nord-Süd-Richtung. Dementsprechend dicht ist der Verkehr, der um den Marktplatz herum fließt. In Freudenstadt kreuzen sich auch mehrere Wanderwege, zum Beispiel der Ost- und der Mittelweg des Schwarzwaldvereins. Der Mittelweg geht von Freudenstadt weiter nach Schiltach.Wir starten unsere Tour entlang der schwarz-roten Raute des Ostwegs am Marktplatz und gehen von dort weiter hinauf zur Friedrichshöhe , auf der im Jahre 1899 aus Anlass der 300-Jahr-Feier der Herzog-Friedrich-Turm eingeweiht wurde. Der Aussichtsturm wurde vom Schwarzwaldverein geplant und gemeinsam mit dem Verschönerungsverein der Stadt gebaut. Vom Turm blicken wir zurück auf Freudenstadt und seine Umgebung, bevor wir dann für längere Zeit in den Wald eintauchen. Die Etappe verläuft nahezu vollständig im Wald, lediglich unterbrochen durch freie Wiesen- und Ackerflächen bei Ödenwald und Schömberg , im 14.Jh von den Mönchen des Klosters Alpirsbach besiedelt.Die Route beinhaltet einen Abstecher zum Vogteiturm in Loßburg-Rodt mit prächtiger Aussicht.Alpirsbach hat sich als Siedlung um das im Jahr 1095 gegründete Benediktiner-Kloster entwickelt. Alpirsbach schloss sich bald nach seiner Gründung wie das Kloster in Hirsau der von Cluny ausgehenden Reformbewegung an. Die Klosterkirche und der Kreuzgang sind - im Unterschied zu Hirsau - weitgehend erhalten geblieben und sollten unbedingt besichtigt werden. Ein besonderes Highlight ist die im Jahr 2008 eingeweihte Orgel-Skulptur in der Klosterkirche.Alpirsbach gelangte durch die Flößerei und den Bergbau im 17. und 18. Jahrhundert zu beträchtlichem Wohlstand, sichtbar an schönen Fachwerkhäusern in der Ortsmitte. Das Wasser in der Gegend um Alpirsbach wurde aber nicht nur als Transportmittel zum Flößen, sondern auch als Trinkwasser genutzt. Nicht weit entfernt befindet sich im Tal der Kleinen Kinzig eine Trinkwassertalsperre, die auf dem Alpirsbacher Wasserpfad umrundet werden kann. Und natürlich wurde das Wasser schon von den Mönchen des Klosters zum Bierbrauen genutzt. Daraus wurde später das Bier mit dem berühmten Brauwasser aus dem Schwarzwald. In der Alpirsbacher Brauwelt und im Brauereimuseum gibt es dazu eine Fülle weiterer Informationen.Die Etappe hat eine sehr angenehme Wegführung mit geringen Anstiegen und einem längeren und steilen Abstieg ins Kinzigtal nach Alpirsbach. UInterwegs gibt es zahlreiche kleine, unbewirtschaftete Hütten, die zur Rast einladen.

    Schwer
    05:55
    20,5 km
    3,5 km/h
    500 m
    510 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Vom Kinzigtal über Schwarzwaldhöhen überqueren wir alte Handelswege und laufen entlang der alten Landesgrenze zwischen Baden und Württemberg von Alpirsbach nach Schramberg, einer Hochburg der Uhrenindustrie im Schwarzwald. Alpirsbach hat einen sehenswerten Ortskern entlang der Kinzig mit schönen Fachwerkhäusern und engen Gassen, mit Namen wie Flößergasse, Gerbergasse, Säggasse, die an Handwerke erinnern, die für den Ort wichtig waren.

    Wir starten am Rathaus von Alpirsbach und folgen der schwarz-roten Raute zunächst nach Rötenbach und von dort steil hinauf zum Fräulinsberg, wo wir einen ersten Aussichtspunkt über das Kinzigtal erreichen. Weiter geht es vorbei an kleinen Weilern mit stattlichen Höfen, am Naturfreundehaus auf der Holzebene, bis wir bei Brandsteig auf die Überreste einer römischen Kontrollstation stoßen.
    Die Station befand sich an der Straße, die die römischen Lager im heutigen Straßburg und Rottweil verbanden. Solche Stationen dienten der Abwicklung des Verkehrs und der Versorgung der Reisenden. Immerhin waren von Schiltach, einem weiteren Ort jener Fernstraße, bis hier herauf 400 Höhenmeter auf kurzer Distanz zu überwinden.Im weiteren Verlauf der Etappe wandern wir hinter Zollhaus ein Stück entlang der alten Grenze zwischen Baden und Württemberg entlang. Sichtbar wird dies durch Grenzsteine, die auf der einen Seite das württembergische, auf der anderen Seite das badische Wappen tragen. In Aichhalden, dessen Ortsgeschichte eng mit der Schrambergs verbunden ist, lädt die Mariengrotte dazu ein, einen Moment inne zu halten, bevor wir nach dem Paradiesberg den Abstieg nach Schramberg beginnen.
    Schramberg entstand in der Folge der Besiedlung des östlichen Schwarzwalds durch die Klöster in Alpirsbach und St.Georgen. Durch seine Lage am Ausgang von 5 Tälern erlangte der Ort rasch eine strategische Bedeutung, die durch den Bau von Burgen gesichert werden musste. Mit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert begann der Aufschwung von Schramberg. Der Ort erlangte durch die Uhrenfabrik Junghans weltweite Bekanntheit. Ein Besuch im Uhrenmuseum ErfinderZeiten ist unbedingt empfehlenswert.

    Route verläuft über weite Strecken im Wald mit einigen schönen Aussichtspunkten. Es gibt zwei längere Anstiege vom Kinzigtal bis Adelsberg und vom Naturfreundehaus bis zum Weiler Brandsteig. Steiler Abstieg nach Schramberg.

    Schwer
    08:20
    29,7 km
    3,6 km/h
    640 m
    370 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Von der 5-Täler-Stadt über ein Zentrum der Herrnhuter Gemeinde im Schwarzwald in eine Zähringerstadt auf der Baar. Wir wandern entlang der schwarz-roten Raute von Schramberg über Königsfeld nach Villingen.Wir verlassen Schramberg durch das Schiltachtal und gelangen rasch auf die Höhe von Tischneck, auch das "Tessin" von Schramberg genannt. An der Ruine Waldau begegnen wird den Überresten einer Burg aus dem 13.Jahrhundert. Vom noch erhaltenen Bergfried bietet sich eine schöne Aussicht auf die Umgebung. Zur Burg gehört die Waldau-Schänke , die zur Rast einlädt. Königsfeld ist eine Gründung der Herrnhuter Brüdergemeine aus dem Jahre 1806. Die Brüdergemeinde ist eine evangelische Glaubensgemeinschaft mit Wurzeln in Herrnhut in der Lausitz, die ab Mitte des 18. Jahrhunderts weitere Gemeinden in vielen Teilen der Erde gegründet. hat. Der Wunsch von Freunden der Herrnhuter in Süddeutschland und der Schweiz nach einer Gemeinde und einer Herrnhuter Schule in ihrer Nähe führte zur Gründung Königsfelds. Der Ort übte bald eine besondere Anziehungskraft aus für Anhänger aus Württemberg und darüber hinaus. Dies beflügelte den Fremdenverkehr und etablierte Königsfeld als Kurort aufgrund günstiger klimatischer Bedingungen auf der Hochfläche an der Grenze zwischen Schwarzwald und Baar.Auch der elsässische Arzt Albert Schweitzer, Gründer eines Urwaldhospitals in Lambarene/Gabun, hat immer wieder in Königsfeld Ruhe und Erholung gesucht und hier zeitweilig mit seiner Familie gelebt. Das Albert-Schweitzer-Haus zeugt noch davon und beherbergt heute ein Forum für Information und Kommunikation.Am Ende einer langen Etappe erreichen wir schließlich unseren Zielort Villingen, eine Stadtgründung der Zähringer aus dem 12. Jahrhundert. Villingen ist schon allein deshalb sehenswert, weil der mittelalterliche Stadtkern mit Stadtmauer und Stadttoren sehr gut erhalten ist. Weitere Sehenswürdigkeiten sind das Münster und das Franziskanermuseum, in dem die Stadtgeschichte ausführlich dokumentiert ist.Die Etappe ist anspruchsvoll aufgrund der insgesamt 600 Höhenmeter, die zu überwinden sind, und der Länge von fast 30 Kilometer.

    Schwer
    05:01
    18,7 km
    3,7 km/h
    220 m
    210 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Von der Baden-Württemberg-Stadt entlang eines Lehrpfads mit viel Information zu Geschichte und Natur, durch eine ausgedehnte Moorlandschaft vorbei an einem vitalen Kurort: Entlang der schwarz-roten Raute wandern wir auf dem Ostweg von Villingen über Schwenningen, das Schwenninger Moos bis nach Bad Dürrheim-Sunthausen. Villingen und die Nachbarstadt Schwenningen sind durch die Industrialisierung im 18. und 19.Jahrhundert, nicht zuletzt durch den Anschluss beider Städte an die Eisenbahnlinie von Offenburg durch den Schwarzwald zum Bodensee zu beträchtlichem Wohlstand gelangt. Zunächst mit Schwerpunkt auf der Uhrenindustrie, im 20. Jahrhundert auch durch die Unterhaltungselektronik mit namhaften Marken wie zum Beispiel Kienzle oder Saba. Schwenningen bietet eine Reihe von Sehenswürdigkeiten, unter anderem das Heimat- und Uhrenmuseum, in dem die Geschichte der Uhrenproduktion dargestellt wird, für Schwenningen über zwei Jahrhunderte der dominierende Wirtschaftsfaktor. 1972 wird das badische Villingen mit dem benachbarten, württembergischen Schwenningen zur Doppelstadt Villingen-Schwenningen, auch als Baden-Württemberg-Stadt bezeichnet, vereinigt, nachdem sich die Bevölkerung beider Städte mehrheitlich für die Fusion ausgesprochen hatte.Wir starten unsere Etappe in Villingen und wandern hinüber an den Ortsrand von Schwenningen. Vom Aussichtsturm auf der Wanne hat man einen besonders guten Blick auf Villingen und seinen historischen Stadtkern. An den Bertholdshöfen vorbei, erreichen wir bald eine erste Station des vom Villinger Geschichts- und Heimatverein vorbildlich dokumentierten Geschichts- und Naturlehrpfads. Es wird an dieser Station an den Hölzlekönig erinnert, der einst als Deutschlands mächtigste und höchste Weißtanne galt.Weitere Stationen informieren über Siedlungen, bereits aus der Zeit der Kelten, eine alte Römerstraße und vieles mehr. Schließlich erreichen wir das Schwenninger Moos, ein ehemaliges Moorgebiet in rund 700 Meter Höhe, in dem bis in die 50er Jahre des vergangenen Jahrhunderts Torf abgebaut wurde. Seit 1985 ist das Schwenninger Moos Naturschutzgebiet und wird aufwändig wieder renaturiert. Am Wegpunkt NSG/Schwenninger Moos West lohnt ein Abstecher zur Neckarquelle im Nordosten der Moorfläche.
    Die Europäische Wasserscheide führt durch das Schwenninger Moos mit dem Ergebnis, dass der Abfluss aus dem nördlichen Teil mit dem Neckar schließlich in die Nordsee, aus dem südlichen Teil des Moores über den Talbach und die Brigach in die Donau und schließlich ins Schwarze Meer erfolgt.
    Wir wandern weiter am Ortsrand von Bad Dürrheim vorbei, einer lebendigen Kurstadt, mehrfach ausgezeichnet als heilklimatischer Kurort und als Sole-Heilbad. Auf dem weiteren Weg bietet sich an der Lourdeskapelle eine meditative Einkehr an, im Waldcafe eine Einkehr zur leiblichen Stärkung bei schönem Ausblick, bevor wir den letzten Abschnitt über Felder und Wiesen nach Sunthausen in Angriff nehmen.Die Etappe ist eine vergleichsweise leichte Tour über die Baar mit 18 Kilometer Länge und mit geringen Höhenunterschieden.

    Schwer
    05:20
    18,6 km
    3,5 km/h
    360 m
    390 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Vom Autobahndreieck über ein Feriendorf am Albtrauf Baar hinunter ins Donautal. Wir folgen der Markierung mit der schwarz-roten Raute von Bad Dürrheim-Sunthausen über Öfingen aussichtsreich bis nach Geisingen an der jungen Donau. Auf der heutigen Etappe verlassen wir den Schwarzwald und bewegen uns am westlichen Rand der Schwäbischen Alb. Wir starten in Sunthausen, unterqueren die Autobahn und gewinnen auf dem Weg an der Waldhornhütte vorbei zügig an Höhe. Am Haugenrain erreichen wir die erste von mehreren wunderbaren Aussichtspassagen auf dieser Etappe. Am Ortseingang von Öfingen, dem sonnigen Dorf der Baar passieren wir ein Feriendorf mit hübschen Ferienhäuschen. Auch von hier bietet sich eine herrliche Fernsicht über die Baar hinüber zum Schwarzwald. Bei guten Bedingungen reicht die Sicht bis zu den Gipfeln der Schweizer Alpen. Über Felder und Wiesen geht es durch das Naturschutzgebiet Albtrauf Baar zunächst über die Anhöhe Auf den Rainen mit einem weiteren wunderbaren Panoramablick. Danach führt der Weg weiter in den Wald und mit einem längeren Anstieg hinauf auf die Blatthalde. An der Blatthaldehütte gibt es einen weiteren Aussichtspunkt. Auf gleicher Höhe wandern wir weiter, am Roßberg vorbei und schließlich hinunter ins Donautal zu unserem Zielort Geisingen. Eine ausgesprochen aussichtsreiche Tour mit zwei längeren Anstiegen hinauf nach Öfingen und später hinauf auf die Blatthalde.

    Schwer
    07:08
    23,7 km
    3,3 km/h
    720 m
    860 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Im früheren Herrschaftsgebiet der Fürstenberger wandern wir auf und ab entlang der schwarz-roten Raute durch eine abwechslungsreiche Landschaft am Übergang zwischen Schwarzwald und Schwäbischer Alb von Geisingen über Gutmadingen, Hondingen und Blumberg nach Achdorf. Geisingen, im 16. Jahrhundert für mehrere Jahrzehnte Regierungssitz der Fürstenberger, ist heute eine Stadt mit 6.000 Einwohnern, geprägt von Industrie, zum Beispiel im Bereich der Medizintechnik, dessen Zentrum Tuttlingen nur wenige Kilometer entfernt ist. Geisingen beherbergt mit der arena geisingen ein besonderes Freizeitangebot, das auf der Homepage der Stadt als europaweit einmaliges Zentrum für Inlinesport beschrieben wird.Am Ortsrand von Geisingen erklimmen wir die Kuppe des Wartenbergs mit prächtiger Aussicht auf Geisingen und das Donautal.Von dort steigen wir wieder hinab ins Donautal nach Gutmadingen, einem Ortsteil von Geisingen. Weiter geht es wieder bergauf zu den bewaldeten Höhen des Bergrückens zwischen Gutmadingen und Hondingen. Dort erreicht der Ostweg mit 920 m ü. NN seinen höchsten Punkt. Etwas abseits passieren wir den Ort Fürstenberg, der zwar nicht an unserem Weg liegt, dennoch aber bedeutsam ist als ehemalige Burgstadt und erster Stammsitz des Hauses Fürstenberg. Vom höchsten Punkt des Ostwegs steigen wir hinab nach Hondingen und von dort weiter über Wiesen und Felder ins Gebiet des Eichbergs, an dessen Rand wir oberhalb von Blumberg nach Achdorf weiterwandern. Die Etappe ist mit 24 Kilometer von angenehmer Länge, trotzdem anstrengender als die Etappen zuvor aufgrund dreier längerer Steigungen und der insgesamt 400 Höhenmeter, die beim Abstieg vom Eichberg bis nach Achdorf zu bewältigen sind.

    Mittelschwer
    04:29
    15,7 km
    3,5 km/h
    230 m
    320 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Auf der vorletzten Etappe des Ostwegs erreichen wir das Wutachtal. Hier erwartet uns mit den Wutachflühen ein landschaftlicher und geologischer Höhepunkt. Wir wandern entlang der schwarz-roten Raute von Achdorf nach Stühlingen an die Schweizer Grenze.Unsere Etappe beginnt in Achdorf, das heute ein Stadtteil von Blumberg ist. In der Ortsmitte befindet sich das Gasthaus zur Linde, 1543 gegründet und mittlerweile in der 19. Generation von der Familie Wiggert bewirtschaftet. Zu Ehren des Dichters Josef Victor von Scheffel, der im 19. Jahrhundert hier Stammgast war, trägt das Gasthaus heute den Namen Scheffellinde.Bald hinter Achdorf erreichen wir das Tal der Wutach - ein geologisches Kleinod im Südschwarzwald, das sich über mehr als 30 Flusskilometer vom Gebiet um Neustadt und Lenzkirch bis nach Stühlingen erstreckt. Wer die Schlucht als Ganzes durchwandern will, dem sei der Schluchtensteig empfohlen. Die Wutachflühen sind ein besonderer Abschnitt der Wutachschlucht insofern, als die Wutach hinter Achdorf in einem scharfen Knick nach Süden abbiegt und sich dadurch besonders hohe und steile Felswände ausgebildet haben, die interessante erdgeschichtliche Formationen offenlegen. Der alpine Obere Flühenweg entlang dieses beeindruckenden Talabschnitts ist teilweise schmal und führt durch die linke Steilwand, setzt also sichere Verhältnisse und eine Portion Trittsicherheit und Schwindelfreiheit voraus. Alternativ ist der leichter zu begehende Untere Flühenweg im Talgrund ausgeschildert.Bei der großen Wutachbrücke, über die die Sauschwänzlebahn das Wutachtal überquert, treffen beide Wege wieder zusammen. Über Lausheim-Blumegg, Grimmelshofen wandern wir weiter nach Weizen. Dort liegt nicht nur der Endbahnhof der Sauschwänzlebahn, sondern wir begegnen hier ausgefallener Architektur in Form des Verwaltungsgebäudes der Firma Sto, eines weit über die Region bekannten Herstellers von Farben für Gebäudefassaden und Produkten zur Wärmedämmung.Von hier erreichen wir in etwa einer Stunde auf angenehmem Weg Stühlingen an der Schweizer Grenze, dem Zielort der Etappe. Sehenswert hier die Altstadt, das Kapuzinerkloster mit Wallfahrtskirche in barockem Stil, sowie das Schloss Hohenlupfen, hoch über dem Tal gelegen. Das Schloss ist aus einer Burganlage der Grafen von Lupfen aus dem 11. Jahrhundert hervorgegangen. Die Strecke ist von angenehmer Länge, weist aber ein durchaus abwechslungsreiches Höhenprofil aus.

    Schwer
    06:01
    19,7 km
    3,3 km/h
    490 m
    530 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Die letzte Etappe führt uns in die Schweiz, zunächst hoch hinauf und dann sanft bergab ans Ziel. Wir wandern entlang der schwarz-roten Raute von Stühlingen über den Schleitheimer Randen nach Schaffhausen.Stühlingen, das auf eine über 750-jährige Geschichte zurückblickt, ist sehenswert mit seinen vielen historischen Gebäuden, verwinkelten Gässchen und der Lage unterhalb von Schloss Hohenlupfen. Der Ort war Ausgangspunkt der ersten deutschen Revolution, des Bauernkriegs der Jahre 1524/25 in der Folge der Reformation und dem Einfluss des Schweizer Reformators Zwingli, der am Hochrhein besonders groß war.Am Ortsausgang von Stühlingen passieren wir den Grenzübergang zur Schweiz und wandern weiter nach Schleitheim im Kanton Schaffhausen, hervorgegangen aus dem römischen Straßendorf Juliomagnus an der Römerstraße Neckar - Alb - Aare. Am südlichen Ortsrand von Schleitheim, etwas abseits des Ostwegs, sind noch heute die Reste römischer Thermen zu besichtigen sind. Wir lassen Schleitheim hinter uns und nehmen dann noch einmal einen kernigen Anstieg mit 300 Höhenmetern auf den fast 900 Meter hohen Schleitheimer Randen in Angriff, einen der nördlichsten Berge der Schweiz und einen der höchsten Punkte auf dem gesamten Ostweg. Dort oben befinden wir uns auf dem Randen, einem plateauartigen Höhenzug, geologisch eine Verbindung zwischen dem Schweizer Jura und der Schwäbischen Alb. Der Schleitheimer Randenturm entschädigt aber mit toller Aussicht. Er wurde errichtet auf der Ruine der Randenburg aus dem 12. Jahrhundert. In der Waldwirtschaft Schlossranden mit großem Garten besteht zudem zumindest an Wochenenden eine Einkehrmöglichkeit.Durch ein ausgedehntes Waldgebiet wandern wir weiter Richtung Schaffhausen, dessen Ortsrand wir bei Sommerwies erreichen. Kurz danach endet der Ostweg unvermittelt an der Bushaltestelle Neubrunn. Von dort sind es zu Fuß circa 30 Minuten bis ins Zentrum von Schaffhausen und zum Bahnhof.Schaffhausen hat eine sehenswerte Altstadt mit vielen schönen Bürgerhäusern. Über Stadt thront seit dem 16.Jahrhundert die ringförmige Festung des Munot. Weiterhin sehenswert sind das Museum zu Allerheiligen, das Themen aus Archäologie, Geschichte und Kunst sowie Naturkunde unter seinem Dach präsentiert. Empfehlenswert ist weiterhin ein Besuch im Uhrenmuseum der Firma IWC.
    Ein Abstecher zum Rheinfall ist zu Fuß oder mit dem Bus möglich und lohnend.
    Die Etappe hat einen anstrengenden Anstieg auf den Schlossranden, bei dem 300 Höhenmeter praktisch in der Falllinie zu überwinden sind. Der Rest der Etappe ist angenehm zu bewältigen. Die Etappe verläuft nahezu vollständig auf Schweizer Gebiet. Daher Ausweispapiere nicht vergessen!

Dir gefällt diese Collection?

Kommentare

    loading

Collection Statistik

  • Touren
    12
  • Distanz
    257 km
  • Zeit
    73:29 Std
  • Höhenmeter
    5 460 m5 310 m

Dir gefällt vielleicht auch