Kremstalweg – Folge dem Wasser durch das malerische Waldviertel

Wander-Collection von Mareike

Zwischen dichten Wäldern, farbenfrohen Mohnwiesen und malerischen Seen bahnen sich zwei Flüsse ihren Weg. Im südlichen Waldviertel entspringen die Kleine und die Große Krems, deren Wasser zunächst getrennt und dann gemeinsam als Krems Richtung Donau fließt. Ihrem Lauf folgst du auf dem Kremstalweg durch ursprüngliche Flusstäler. Als ob die Täler zurück zur Natur wollten, triffst du unterwegs auf verlassene Mühlen, leere Sägen und stillgelegte Eisenbahnstrecken. Auch das ein oder andere Wildtier könnte sich nahe der Wanderwege zeigen.

Der Kremstalweg führt durch eine liebliche Landschaft, ist aber auch eine sportliche Herausforderung – wenn du das willst. Insgesamt fast 100 Kilometer verteilen sich auf fünf Etappen, sodass du an einigen Tagen mehr als 20 Kilometer zurücklegst. In Kombination mit mäßig vielen Höhenmetern sind sie aber gut zu meistern. Die Route ist durchgehend und in beide Richtungen mit der Nummer 625 markiert. Sie führt über Forst- und Feldwege, schmale Pfade, aber auch manchmal kurz an kleinen Straßen entlang.

Jede Etappe endet in einem Dorf. Allerdings gibt es dort nicht immer eine Unterkunft oder nur wenig Auswahl. Deshalb ist es praktisch, dass mehrere Gasthäuser in den Gemeinden Pakete mit Übernachtungen und Taxiservice für den Weitwanderweg anbieten. So bist du am Ende jeden Tages immer gut versorgt. Du schläfst jede Nacht im selben Bett und wirst zu den jeweiligen Etappen gebracht und am Ende des Tages wieder abgeholt. Je nach Wunsch kannst du dann die langen Etappen auch aufteilen.

Du kannst den Kremstalweg das ganze Jahr über gehen – auch wenn ein bisschen Schnee liegt und es nicht glatt ist. Besonders schön ist er im Hochsommer, wenn es auf den Wegen am Wasser und im Wald schön kühl ist. Solltest du nicht gerade im heißesten Hochsommer unterwegs sein, lohnt es sich auf jeden Fall, wasserfeste Schuhe mit höherem Schaft anzuziehen. Je nach Wetter können die Waldwege matschig sein und vor allem in den Quellgebieten ist der Boden oft nass. Und mit feuchten Socken wandert es sich schlecht.

Da der Kremstalweg eine Runde beschreibt, kannst du überall auf der Route anfangen. Die Bahn bringt dich zum Beispiel nach Krems an der Donau, St. Pölten oder Ybbs an der Donau. Von dort kommst du jeweils mit dem Bus zu allen Etappenzielen auf dem Weg (oebb.at).

Auf der Karte

Touren & Highlights

    Schwer
    06:21
    23,3 km
    3,7 km/h
    400 m
    280 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    An diesem Tag entdeckst du die Kleine Krems, deren Flusslauf du bis zu ihrem Ursprung folgst. Du verlässt die Hauptstraße von Kottes nach Süden und überquerst gleich zu Anfang zweimal die Kleine Krems. Hast du die letzten Häuser des Ortes hinter dir gelassen, hältst du dich zunächst auf der rechten Uferseite entlang eines Waldes. Anschließend überquerst du das Wasser noch einmal, verlässt das Ufer und folgst dem Weg über freie Felder. Schon bald erreichst du das vertraute Ufer wieder und folgst diesem bis nach Kirchschlag. Dort wendest du dich wie der Fluss nach Süden und gelangst bei der Streusiedlung Primassen schließlich in sein Quellgebiet, wo du dich verabschieden musst. Ein Wiedersehen gibt es auf der fünften Etappe. Nun läufst du in zwei großen Bögen über Roggenreith nach Martinsberg.In Roggenreith kommst du an der ersten Whisky-Destillerie Österreichs vorbei. Da lohnt sich ein Blick – und vielleicht auch ein kleiner Schluck? Das letzte Stück zwischen Pitzeichen und Martinsberg begleiten dich die Überreste einer alten Bahnlinie, die nicht mehr in Betrieb ist. Insgesamt ist diese Etappe gute 23 Kilometer lang. Nimm dir also genug Zeit.Einkehren kannst du in Kirchschlag. Allerdings hast du dort noch nicht ganz die Hälfte der Tagesetappe geschafft. Das solltest du bei der Wahl deines Gerichtes bedenken. In Martinsberg gibt es keine Unterkunft. Etwas weiter – schon auf der nächsten Etappe – gibt es eine Pension am schönen Edlesberger See.Der Startpunkt der Wanderung liegt abgelegen im ländlichen Waldviertel. Vom Bahnhof in Krems an der Donau fährt ein Bus nach Kottes – allerdings nur von Montag bis Freitag. Je nach Verbindung ist er rund eineinhalb Stunden unterwegs. Du hast also genug Zeit, um aus dem Fenster zu schauen und dich auf die Landschaft einzustimmen. Den aktuellen Fahrplan der Linie 701 findest du auf vor.at.

    Mittelschwer
    04:25
    16,2 km
    3,7 km/h
    270 m
    170 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Ein wunderschöner See und mehrere sagenhafte Steine erwarten dich auf den vielen Waldwegen von Etappe 2. Außerdem entdeckst du an diesem Tag, wo die Große Krems entspringt.Von Martinsberg geht es bergan in Richtung Oed und von dort an den herrlichen Edlesberger See. Sein Ufer sieht verlockend gemütlich aus. Die meisten Tageskilometer hast du hier noch vor dir, aber eine kurze Pause am Ufer ist auf jeden Fall drin. Ab hier verläuft der Weg Richtung Norden vorbei an den Höllbergen auf der linken Seite. Der Große Höllberg gehört mit 1.001 Metern zu den Tausendern der Region. Bei den Vorderen Waldhäusern gelangst du in das Quellgebiet der Großen Krems. Rechts vom Weg vereinen sich viele kleine Bäche zu dem Fluss, der dich die nächsten Tage begleiten wird. Dein Weg fällt hier genau mit einer Wasserscheide zusammen. Das heißt, dass alles Wasser, was du links des Weges siehst, in einen anderen Fluss fließt. Dieser heißt Kleiner Kamp und sein Wasser hat noch einen wesentlich weiteren Weg in die Donau als das der Krems. In munterem Auf und Nieder bleibst du mit wenigen Ausnahmen im Wald bis nach Bad Traunstein.Am Etappenziel lohnt sich noch ein Abstecher zu zwei besonderen Felsen: zum riesigen Franzosenstein, der schräg auf einem anderen Fels balanciert, und zum Wachstein, der sich über das Dorf erhebt, als würde er es beschützen wollen. Auf dieser Etappe packst du dir am besten eine gute Jause ein, denn unterwegs gibt es kein Gasthaus zum Einkehren. Am Ende des heutigen Weges, in Bad Traunstein, gibt es dann mehrere Unterkünfte und Gasthäuser zur Auswahl.Um diese Etappe mit dem Bus zu erreichen, kannst du vom Bahnhof in Ybbs an der Donau mit der Linie 780 Richtung Zwettl fahren. Sie fährt von Montag bis Freitag. An der Station Martinsberg/Pitzeichen steigst du aus. Zu Fuß läufst du von dort etwa eine halbe Stunde ins Dorf Martinsberg. Oder du steigst in die Linie 733 Richtung Bärnkopf um. Die Anbindung ist aber nicht immer so gut. Mehr Informationen findest du auf vor.at.

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  • Mittelschwer
    04:43
    17,6 km
    3,7 km/h
    140 m
    320 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Auch Etappe 3 bleibt den Wegen entlang des Wassers treu. Sie führen dich an diesem Tag an einem Weiher, einem Schloss und im Sommer auch an blühenden Mohnwiesen vorbei.Der Weg beginnt gen Osten zwischen dem Waltenschläger Bach und der Großen Krems. Auf ein Stück durch bewirtschaftete Felder folgt ein schöner Waldpfad bis zum Weyrerteich. Von dort geht es in den Ort Ottenschlag, der sich für eine Pause anbietet. Anschließend wendest du dich nach Norden und stößt kurz vor Armschlag wieder auf die Große Krems, die dich bis zum Etappenziel Sallingberg bringt.Vielleicht ist es dir schon aufgefallen – mehrere Ortsnamen in der Region enden gleich: unter anderem Kirchschlag, Ottenschlag und Armschlag. Das deutet darauf hin, dass hier die Landschaft einst mit Wald bedeckt war, der geschlagen wurde, um Platz zum Wohnen und Arbeiten zu schaffen.Einkehren kannst du auf dieser Etappe in Ottenschlag und in Armschlag. Letzteres bezeichnet sich als Mohndorf und tut auch allerhand dafür, dass das keinem entgeht. Hier gibt es einen Lehrpfad, einen Garten und natürlich einen Spezialitätenladen zu den schönen roten Blumen. Am Etappenziel Sallingberg gibt es einen Ferienbauernhof, der auch Gästezimmer anbietet. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nach Bad Traunstein zu kommen, ist nicht ganz einfach, aber mit ein paar Umstiegen machbar. Entweder du fährst von St. Pölten mit Bus F nach Zwettl/Kampparkplatz und von dort mit der Linie 732 zum Oberen Markt in Ottenschlag. Hier fährt dann Linie 734 nach Bad Traunstein ab. Oder du kommst von Ybbs an der Donau. Vom Bahnhof kannst du dort direkt mit dem Bus 780 nach Ottenschlag fahren und dann umsteigen. Alle Busse fahren nur von Montag bis Freitag. Aktuelle Fahrpläne findest du auf vor.at.

    Mittelschwer
    04:36
    16,7 km
    3,6 km/h
    260 m
    320 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Über malerische Waldwege folgst du auf Etappe 4 der Großen Krems nach Osten. Nur um Großreinprechts etwa nach der Hälfte des Weges und das Ziel Albrechtsberg zu erreichen, entfernst du dich kurz von ihrem Lauf.Du verlässt Sallingberg nach Südosten, um das Ufer deines treuen Begleiters wiederzufinden. An der Seite der Großen Krems wanderst du nach Grafemühle und dann kurz ohne Wasser weiter nach Großreinprechts. Zwischen Bäumen folgst den Mäandern bis zur Königsmühle. Kurz darauf gilt es, noch einen Anstieg zu überwinden, bis du in Albrechtsberg ankommst.Wenn dich mittags der Hunger plagt, kannst du in Großreinprechts einkehren. Leckere Forellen gibt es an der Fischzucht Bründlmühle kurz hinter dem Ortsausgang. In Albrechtsberg bieten Gasthäuser Zimmer für Wanderer an.Nach Sallingberg kommst du mit dem Bus vom Bahnhof in Ybbs an der Donau. Die Linie 780 fährt von Montag bis Freitag in Richtung Zwettl. Die richtige Haltestelle heißt Sallingberg/Marktplatz. Auch über St. Pölten gibt es eine Verbindung. Hier musst du allerdings noch einmal in Zwettl/Kampparkplatz umsteigen. Alle Informationen dazu gibt es auf vor.at.

    Schwer
    06:06
    20,7 km
    3,4 km/h
    490 m
    480 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Verglichen mit den anderen idyllischen und ruhigen Etappen auf dem Kremstalweg ist an diesem Tag richtig was los: Du wirfst in einer Höhle einen Blick in die Steinzeit, entdeckst geologische Besonderheiten und wanderst unter mächtigen Felswänden.Auch wenn das heutige Tagesziel eigentlich im Südwesten von Albrechtsberg liegt, machst du dich zunächst auf nach Nordosten, wo du nach einem kurzen Abstieg die Große Krems überquerst. Dass das heute nicht das letzte Mal sein soll, ist wohl keine Überraschung. Auf der anderen Talseite geht es wieder bergauf und in einer Runde zurück an das Ufer. Nun bist du schon auf dem Weg nach Süden und folgst den Kurven des Flusses, bis das Tal immer enger und von Felswänden begrenzt wird. Am sogenannten Zwickl übernimmt wieder die Kleine Krems die Aufgabe als Wegbegleiterin. Hier ist es fast schade, wenn du einfach auf dem Kremstalweg am Flussufer bleibst. Denn rechts des Weges gibt es viel zu sehen. Dafür biegst du an der nächsten Kurve hinter dem Zwickl rechts ab und kletterst auf dem Vettersteig den steilen Hang hinauf. Das ist schon etwas anspruchsvoller als die Wege im Tal. Es sind aber viele Hilfen und Sicherungen angebracht. Oben auf dem Berg entdeckst du Höhlen und schöne Ausblicke. Wer lieber gemütlich am Wasser bleiben möchte, folgt einfach dem Lauf des Flusses. Flussaufwärts kommst du bald zu einer Schleife, in der ein Fels aufragt, der gleich doppelt interessant ist. Auf ihm steht eine Burg und in ihm versteckt sich eine Höhle. Weiter geht es durch das enge Tal, bis du dich nach Westen wendest, um einen Abstecher ins Dorf Els zu machen. Anschließend führt der Weg dich über Marbach zurück nach Kottes. Im Gemeindegebiet dieses Ortes wird Marmor abgebaut. Das kannst du an den Steinbrüchen unterwegs sehen.Auch an diesem Tag findest du unterwegs keine Gasthöfe zum Einkehren. Deshalb solltest du genug zu essen und zu trinken für unterwegs dabeihaben. Am Ziel der Wanderung in Kottes bekommst du dann wieder etwas Warmes. Hier im Ort gibt es auch ein Gasthaus, in dem du übernachten kannst.Zwischen Montag und Freitag kommst du vom Bahnhof in Krems an der Donau mit dem Bus nach Albrechtsberg. Den aktuellen Fahrplan der Linie 701 findest du auf vor.at.

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Collection Statistik

  • Touren
    5
  • Distanz
    94,5 km
  • Zeit
    26:12 Std
  • Höhenmeter
    1 560 m

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