Unendlich schön – 11 Etappen auf dem RemstalWeg

Wander-Collection von Vanessa Kopp
9-20 Tage
3-6 Std / Tag
217 km
4 830 m
4 910 m

Auf ihrer Reise zum Neckar fließt die Rems durch historische Ortschaften, vorbei an blühenden Streuobstwiesen und steilen Weinbergen durch eine einzigartige Landschaft: das Remstal. Die beste Art, dieses schöne Fleckchen Erde östlich von Stuttgart kennenzulernen, ist eine Wanderung auf dem RemstalWeg. In elf Etappen führt dich der Fernwanderweg an einer Talseite entlang bis zur Quelle des Flusses und auf der anderen Seite wieder zurück bis zur Mündung in den Neckar. Du wanderst durch romantische Weinberge, genießt herrliche Aussichten von der Hochebene in das Tal, reist durch die römische Geschichte und entspannst nach einem langen Wandertag in den gemütlichen Ortschaften mit Fachwerk-Charme. Dich erwartet jede Menge Abwechslung auf 215 Kilometern und mehr als 4.800 Höhenmetern. Für mich ist das Remstal ein wunderschöner Ort vor den Toren Stuttgarts, der mich immer wieder verzaubert. Was das Remstal so besonders macht, das zeig ich dir in dieser Collection.

Der RemstalWeg ist ziemlich neu, aber doch ein alter Bekannter. Im Rahmen der Remstal Gartenschau 2019 wurde der neue RemstalWeg eingeweiht. Doch eigentlich handelt es sich bei dem Fernwanderweg um den Zusammenschluss des Remswanderwegs mit dem Remstal-Höhenweg. In Vorbereitung der Gartenschau wurde das Wegenetz im Remstal überarbeitet und neu beschildert. Das blaue Unendlichkeitszeichen auf gelbem Grund markiert dir nun die Strecke des RemstalWegs. Für die Gartenschau wurden zudem viele Plätze im Remstal herausgeputzt sowie mehrere Projekte realisiert, wie zum Beispiel das Architekturprojekt „16 Stationen“ oder über 200 bienenfreundliche Blühflächen. Das macht deine Wanderung entlang des Flusses noch abwechslungsreicher.

Viele Etappen des Weges wanderst du auf der Hochebene über dem Tal entlang. Die größeren Ortschaften im Remstal – wie Schorndorf, Schwäbisch Gmünd und Lorch – liegen allerdings am Ufer der Rems. Deshalb macht es oft Sinn, am Ende eines Wandertags hinab ins Tal zu steigen. Ich gebe dir bei den einzelnen Etappen Tipps, wo du am besten übernachten kannst. Unterwegs kommst du immer wieder durch kleine und größere Ortschaften hindurch, sodass du dich gut mit Proviant eindecken kannst. Entlang des Weges findest du auch einige Schutzhütten, jedoch nicht bei jeder Etappe.

Start- und Endpunkt des RemstalWegs erreichst du ganz einfach vom Stuttgarter Hauptbahnhof mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Falls du nur einen Abschnitt des Weges wandern oder dir einzelne Tagesetappen herauspicken möchtest, ist das auch kein Problem. Dank der Remstalbahn kommst du schnell von Stuttgart ins Tal.

Typisch für das Remstal sind die steilen Weinberge und die üppigen Streuobstwiesen. So wanderst du im Frühling an blühenden, duftenden Bäumen entlang und erlebst im Herbst einen Indian Summer in den Weinbergen – ein Farbenspiel, das mich immer wieder staunen lässt. Genieße die Ruhe und Idylle in unmittelbarer Nähe zur Großstadt, lass dich vom gemächlichen Flow der Rems anstecken und freu dich auf schwäbische Traditionen bei einem „Viertele“ (Viertelliter Wein) nach einem langen Wandertag. Das Remstal ist abwechslungsreich, erlebnisreich und einfach nur unendlich schön!

Auf der Karte

Touren & Highlights

    Mittelschwer
    04:37
    15,7 km
    3,4 km/h
    470 m
    450 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Romantische Weinberge, herrliche Aussichten und Kunst entlang des Weges – die erste Etappe des RemstalWegs gibt dir einen super Einstieg in den 215 Kilometer langen Fernwanderweg. Start der gut 15 Kilometer langen Tour ist im Ortszentrum von Fellbach. Vom Stuttgarter Hauptbahnhof brauchst du eine knappe halbe Stunde mit den öffentlichen Verkehrsmitteln bis zur Lutherkirche. Fellbach ist umgeben von malerischen, steilen Weinbergen, die du gleich zu Beginn erklimmst. Du verlässt den Ort und wanderst durch die wunderschöne Landschaft hinauf auf den Kappelberg. Unterwegs bietet sich dir eine fantastische Aussicht auf die steilen Hänge, Fellbach und das angrenzende Stuttgart. Bald führt dich der Weg in den Wald und immer weiter bergauf bis zum Kernenturm. Der 30 Meter hohe Turm steht auf über 500 Meter Höhe, von oben hast du einen herrlichen Blick auf Stuttgart und das Remstal. Dann geht es erstmal wieder bergab nach Stetten. Auf deinem Weg hinab hast du einen tollen Blick auf den Ort und die bekannte Y-Burg. Falls du in Stetten eine Pause machen willst, findest du mehrere Einkehrmöglichkeiten. Denn nun geht es wieder hinauf – erst zur in den Weinbergen gelegenen Burg und dann durch den Wald immer weiter bergauf.Du wanderst auf dem Lobenroter Weg durch den kühlen Wald, bis du Lobenrot erreichst, einen kleinen Ortsteil der Gemeinde Aichwald. Gute Nachrichten: Du hast den fordernden Teil der Tour geschafft. Das letzte Stück der Wanderung geht es nur noch bergab, entlang des Skulpturenwegs mit seinen zehn bronzenen Paaren. In Strümpfelbach, deinem Etappenziel, findest du eine kleine Auswahl an Übernachtungsmöglichkeiten. Falls du noch etwas Erfrischung brauchst, kannst du den Tag im Freibad ausklingen lassen.

    Schwer
    06:27
    22,2 km
    3,5 km/h
    590 m
    550 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Etappe 2 auf dem RemstalWeg führt dich in einem schönen Auf und Ab vom idyllischen Strümpfelbach nach Schorndorf-Steinmäurich. Freu dich auf malerische Weinberge, schattige Wälder und üppige Streuobstwiesen – inklusive herrlichen Ausblicken ins Remstal. Zu Beginn der 22 Kilometer langen Tour bringst du deinen Kreislauf erstmal wieder in Schwung und wanderst durch die Weinberge hinauf zum Aussichtspunkt Karlstein. Hier kannst du kurz innehalten und deinen Blick über das Vordere Remstal schweifen lassen. Dann wanderst du hinab nach Schnait, durchquerst den Ort und nimmst den nächsten Anstieg durch die Weinberge in Angriff. Dabei legst du einen Teil auf dem Weinbau- und Skulpturenweg zurück, auf dem der ortsansässige Hobby-Künstler Ludwig Heeß Kunst mit dem Thema Wein verbindet. Oben angekommen kannst du dich im Gasthaus Hirsch stärken.Der Weg führt dich dann wieder hinab, vorbei an Streuobstwiesen und mit einem tollen Blick ins Remstal. Du streifst den Ort Winterbach und kannst am Ufer des Stausees noch einmal Kraft für die letzten Kilometer sammeln. Der Weg durch den Wald steigt noch ein letztes Mal an, bevor du dann hinab zu deinem Etappenziel Schorndorf-Steinmäurich wanderst. Der RemstalWeg verläuft am Rand von Schorndorf. Bis in die schöne Altstadt sind es noch gut zwei Kilometer. Im Zentrum am Ufer der Rems findest du mehrere Einkehrmöglichkeiten und Quartiere für die Nacht.

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  • Mittelschwer
    04:51
    17,3 km
    3,6 km/h
    370 m
    280 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Weiter geht es mit Etappe 3 auf dem über 200 Kilometer langen RemstalWeg. Die gut 17 Kilometer lange Strecke startet in Schorndorf-Steinmäurich und führt dich ins beschauliche Unterkirneck. Falls du in der Schorndorfer Altstadt übernachtet hast, geht es zum Startpunkt erstmal gut zwei Kilometer sanft den Berg hinauf. Wusstest du eigentlich schon, dass Gottlieb Daimler, der Entwickler des Benzinmotors, in Schorndorf geboren wurde?Wieder zurück auf dem Weg wanderst du ein Stück bergauf und dann auf einer relativ ebenen Strecke durch den Schorndorfer Stadtwald und die Ausläufer der Herrschafts- und der Siebenklinge. Klingen sind kleine Kerbtäler, die im Laufe der Zeit durch Wasser- und Schutterosion entstanden sind. Bald passierst du die Schönblickhütte.Der Weg steigt wieder ein bisschen an und führt dich vorbei am Frauenberg mit dem Geisterhäusle. Der Name des Försterhäuschens kommt nicht von ungefähr: Der Sage nach soll hier einst ein Räuber von wilden Waldgeistern bestraft worden sein. Harmlose Wanderer können den Ort jedoch ohne Bedenken passieren. Von hier ist es nicht mehr weit bis zum Grenzstein, der die Grenze zwischen dem Rems-Murr-Kreis und dem Ostalbkreis markiert. Auf der Höhe wanderst du entspannt weiter durch den Wald. Sobald sich die Bäume lichten, siehst du bereits den Kirchturm der Rattenharzer Holzkirche vor dir. Am Horizont kannst du den Kegel des Hohenstaufens erkennen. Der über 680 Meter hohe Berg, der zu den drei Kaiserbergen zählt, zeichnet sich markant in der Ferne ab.Endspurt: Bald hast du dein Etappenziel Unterkirneck erreicht. Zum Übernachten bietet die Stadt Lorch im Tal eine bessere Auswahl. Du kannst entweder von der Bushaltestelle Hohenlinde hinab an die Rems fahren oder du läufst noch gut zwei Kilometer in den Ort. In Lorch findest du eine große Auswahl an Restaurants und Unterkünften. Falls du noch Zeit und Energie hast, dann lohnt sich eine abendliche Spazierrunde um die Locher Baggerseen.

    Mittelschwer
    03:21
    11,9 km
    3,6 km/h
    240 m
    260 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Die vierte Etappe auf dem RemstalWeg ist mit ihren knapp zwölf Kilometern und 240 Höhenmetern entspannt, du kannst den Tag also gemütlich beginnen. Falls du in Lorch übernachtet hast, kannst du zum Start in den Tag noch eine Runde durch den Ort drehen und dir das Kloster anschauen. Lorch lag übrigens zur Römerzeit am Limes. Dazu erfährst du noch mehr auf deinem weiteren Weg durchs Remstal.Du wanderst von Lorch wieder aus dem Remstal hinauf zum eigentlichen Startpunkt der Tour in Unterkirneck. Alternativ kannst du den ersten Anstieg auch mit dem Bus Richtung Göppingen zurücklegen. Dann startest du deine Wanderung Richtung Oberkirneck am Golfplatz entlang. Kurz darauf führt dich der Weg hinein in den Wald. Vorbei am Froschbrunnen, der an einem heißen Sommertag eine perfekte Abkühlung bietet, geht es im Zickzack-Kurs durch den Großen Katharinenwald. Du wanderst weiter ins Hölltal und überquerst den Tiefenbach. Hunger? Dann kannst du dir an der Grillhütte beim Schützenhaus eine kleine Stärkung bestellen. Der Weg dreht noch eine weitere Kurve durch den Wald, bevor du ein Zeugnis der römischen Geschichte passierst: das Kastell Schirenhof. Es wurde um das Jahr 150 in der Nähe des Rätischen Limes errichtet. In unmittelbarer Nähe zum Kastell befinden sich außerdem Überreste des Kastellbads sowie ein Gräberfeld. Von hier ist es nicht mehr weit bis zu deinem heutigen Etappenziel Straßdorf. Eine kleine Kapelle markiert den Endpunkt der Tour. In Straßdorf kannst du dich im Gasthof Krone für die Nacht einquartieren. In dem Stadtteil von Schwäbisch Gmünd findest du zudem einen Supermarkt, um eventuell deine Vorräte auszufüllen.

    Schwer
    05:31
    18,7 km
    3,4 km/h
    560 m
    520 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Auf der fünften Etappe des RemstalWegs kannst du dich auf eine abwechslungsreiche Wanderung über Wiesen und durch schattige Wälder freuen. Auf der zweiten Hälfte der knapp 19 Kilometer langen Tour erwartet dich ein schöner Anstieg – natürlich inklusive tollem Ausblick. Los geht deine Wanderung nach Heubach an der Kapelle in Straßdorf. Du wanderst zu Beginn auf einer flachen Strecke entlang des Skulpturenpfads „Wege zur Kunst“. Der Weg führt dich weiter über Wiesen und Felder, bevor du dann in den Wald eintauchst und der erste Anstieg des Tages ansteht: Es geht hinauf zur sogenannten Kriegsebene. Die Bunker auf der Fläche wurden einst von der US-Armee errichtet, heute dienen sie Fledermäusen als Unterschlupf. Dann läufst du wieder ein Stück bergab und durch den Ort Weiler in den Bergen. Hier kannst du eine Pause einlegen und dir die Kirche St. Michael anschauen. Der malerische Ort gehört zur Stadt Schwäbisch Gmünd und liegt im Strümpfelbachtal. Danach steht der nächste, lange Anstieg an. Oben angekommen kannst du dir im Naturfreundehaus Himmelreich eine Rast gönnen und den schönen Ausblick genießen. Vom Ostfelsen des Scheuelberg kannst du dein heutiges Etappenziel Heubach bereits sehen. Auf einem Serpentinenweg steigst du die letzten Kilometer der Wanderung hinab und kannst dich auf einen entspannten Abend in Heubach freuen. Im Ort findest du alles, was du brauchst: Unterkünfte, Restaurants, Supermärkte sowie ein Freibad. Falls du noch etwas Programm für den Nachmittag suchst, kannst du zum Beispiel das Schloss in Heubach besuchen und dir die Ausstellung im Heimat- und Miedermuseum anschauen.

    Schwer
    06:58
    23,4 km
    3,4 km/h
    590 m
    650 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Auf der sechsten Etappe des RemstalWegs kommst du hoch hinaus: Du wanderst von Heubach über den Rosenstein, mit seinen 735 Metern der höchste Punkt des Fernwanderwegs. Ziel der knapp 24 Kilometer langen Tour ist Mögglingen. Die heutige Etappe ist der Wendepunkt des RemstalWegs. In Essingen macht die Strecke einen Knick und du beginnst den Weg zurück durch die andere Seite des Remstals.Von Heubach geht es allerdings erst einmal stramm bergauf. Nach knapp zwei Kilometern kommst du an der Burgruine Rosenstein vorbei, von der du einen tollen Blick ins Tal hast. Der Rosenstein ist übrigens besonders bekannt für seine vielen Höhlen. Der Berg ist von rund 40 Höhlen durchlöchert, wie zum Beispiel von der „Großen Scheuer“. Du wanderst durch die 44 Meter lange und bis zu sieben Meter hohe Höhle hindurch. Dank den großen Öffnungen ist es hell genug und du brauchst keine Taschenlampe.Danach geht es bergab, vorbei an weiteren Höhlen bis nach Lautern. Aufgrund seiner zahlreichen Gartenbaubetriebe wird Lautern auch das „Gärtnerdorf“ genannt. Du durchquerst den Ort, kannst dir beim Bäcker im Ort noch fix eine Brezel auf die Hand holen und wanderst wieder bergauf. Der Weg schlängelt hinauf, an Lauterburg vorbei und noch ein Stück weiter. Deine Höhenmeter für heute hast du nun gesammelt, ab jetzt geht es nur noch bergab. Es lohnt sich, einen kurzen Abstecher zum Remsursprung einzulegen. Auf 550 Meter Höhe entspringt der 80 Kilometer lange Fluss. Auf ihrem Weg bis zur Mündung in den Neckar legt die Rems ein Gefälle von fast 350 Meter zurück. An der Quelle kannst du eine kurze Pause machen – immerhin in der Fluss quasi dein ständiger Wegbegleiter auf deiner Wanderung.Weiter geht es bergab bis nach Essingen. Dort kannst du einkehren oder im Schlosspark eine Pause einlegen. Am Ufer der Rems entlang wanderst du die letzten Kilometer bis zu deinem Etappenziel Mögglingen. Dort findest du alles, was du für einen entspannten Abend nach einem langen Wandertag brauchst.

    Schwer
    05:47
    21,5 km
    3,7 km/h
    240 m
    320 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Weiter geht es mit Etappe 7 auf dem RemstalWeg, mehr als die Hälfte der 215 Kilometer liegen bereits hinter dir. Die knapp 22 Kilometer lange Tour führt dich von Mögglingen nach Schwäbisch Gmünd. Freu dich auf eine schöne Wanderung über Felder, durch den Wald und entlang des Weltkulturerbes Limes. Große Anstiege erwarten dich heute keine.Die ersten Kilometer legst du auf dem Limesweg zurück, der auf einer 250 Kilometer langen Strecke der ehemaligen römischen Grenze folgt. Tafeln entlang des Weges erklären dir mehr zur Geschichte des gigantischen Bauwerks, welches bei Andernach am Rhein beginnt, sich über Lorch hinzieht und als Raetischer Limes bei Einingen an der Donau endet.Du wanderst auf dem Höhenzug weiter und genießt dabei schöne Blicke auf die Schwäbische Alb und die drei Kaiserberge zwischen Göppingen und Schwäbisch Gmünd – Hohenstaufen, Rechberg und Stuifen. Das herrliche Panorama begleitet dich noch ein ganzes Stück. Entspannt wanderst du über Wiesen und Felder, durchquerst Lindach und nimmst Kurs auf dein Etappenziel Schwäbisch Gmünd, die größte Stadt im Remstal.Zum Abschluss des Tages kannst du durch die wunderschöne Altstadt schlendern und es dir in einem der Straßencafés bequem machen. Am Ufer der Rems findest du zudem viele tolle Plätze, die im Rahmen der Gartenschau 2019 richtig herausgeputzt wurden. Im „Forum Gold und Silber“, einem markanten Bauwerk im Ortszentrum – das irgendwie an einen Schweizer Käse erinnert – kannst du dir auf der ausladenden Dachterrasse schwäbische und mediterrane Speisen schmecken lassen.

    Schwer
    05:06
    17,6 km
    3,5 km/h
    430 m
    410 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Auf Etappe 8 des RemstalWegs wechseln sich tolle Aussichten mit einer spannenden Flora ab. So passierst du riesige Mammutbäume, die sich im schwäbischen Boden doch sehr wohlfühlen. Ziel der knapp 18 Kilometer langen Tour mit Startpunkt in Schwäbisch Gmünd ist Lorch.Du verlässt die Stauferstadt und steigst gleich ein Stück steil bergauf. Vom Lindenfirst Aussichtsturm genießt du einen herrlichen Ausblick auf Schwäbisch Gmünd und das Remstal. Oben auf der Höhe angekommen, wanderst du in einem entspannten Auf und Ab durch den Wald und über Felder und Wiesen. Weiter geht es über den Philosophenweg und vorbei an Wustenriet hinab ins Rotenbachtal. Auf dem kurzen und steilen Waldweg folgst du der Originallinie des Limes und wanderst über die Fundamente des römischen Bauwerks. Der Weg führt dich dann durch das idyllische Haselbachtal und wieder aus dem Tal hinaus bis zur Annaklinge. Dann geht es durch den Wald Richtung Kloster Lorch. Der RemstalWeg führt dich nicht ganz bis zum Kloster. Falls du dir die ehemalige Benediktinerabtei genauer anschauen willst, dann lohnt sich ein kurzer Abstecher. Neben dem Kloster befindet sich zudem die Stauferfalknerei, die regelmäßig Flugschauen mit den Greifvögeln zeigt. Die Zeiten der Shows kannst du hier nachlesen: stauferfalknerei.de.Falls es dir schon reicht für heute, dann kannst du vom Kloster auf direktem Weg hinab nach Lorch wandern. Dann verpasst du allerdings die Riesenmammutbäume, die Mitte des 19. Jahrhunderts hier gepflanzt wurden und bis zu 50 Meter hochgewachsen sind. Heimisch sind die Bäume in Nordamerika, doch sie scheinen sich auch im Remstal wohlzufühlen. Weiter geht es durch eine urwüchsige, schmale Waldschlucht, bevor du dann schon bald dein Etappenziel Lorch erreichst. In Lorch findest du eine gute Auswahl an Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten.

    Schwer
    06:18
    22,4 km
    3,6 km/h
    450 m
    510 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Lorch entstand an der Stelle eines ehemaligen Römerkastells am sogenannten „Limesknie“. Ganz in der Nähe trafen einst der Obergermanische und der Raetische Limes zusammen. So startet die neunte Etappe auf dem RemstalWeg von Lorch nach Miedelsbach auf dem ehemaligen Grenzverlauf – den Wall kannst du noch deutlich erkennen.Der Weg führt dich auf und ab, durch den Wald und vorbei an schönen Aussichtspunkten ins Remstal. Du wanderst vorbei an Plüderhausen und Urbach, bekannt für seine üppigen Streuobstwiesen. Immer wieder bieten sich dir tolle Blicke ins Tal. Bald kommst du am Bergrutsch beim Kirchsteig vorbei. Auf einer Länge von 240 Metern ist das Gelände im Jahr 2001 bis zu 17 Meter abgesackt. Auf Informationstafeln erfährst du mehr darüber. Falls du Zeit hast, dann kannst du einen Abstecher auf den drei Kilometer langen Bergrutsch-Rundweg einbauen.Bald hast du dein heutiges Etappenziel Miedelsbach erreicht. Vom Aussichtsturm kannst du den Blick noch einmal schweifen lassen, bevor du dann hinab in den Ort steigst. Von Miedelsbach fährst du am besten mit dem Zug in zehn Minuten nach Schorndorf. Dort hast du eine gute Auswahl an Übernachtungsmöglichkeiten und Restaurants. Zum Abschluss des Tages kannst du durch die malerischen Gassen der Daimlerstadt mit ihren Fachwerkhäusern schlendern oder vielleicht noch einen Besuch im Geburtshaus von Gottlieb Daimler einlegen.

    Schwer
    06:37
    23,3 km
    3,5 km/h
    600 m
    370 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Auf der zehnten Etappe auf dem RemstalWeg erwarten dich üppige Streuobstwiesen, idyllische Dörfer und romantische Weinberge – Remstal pur eben. Start der knapp 24 Kilometer langen Wanderung ist in Miedelsbach bei Schorndorf, Ziel ist die Gemeinde Buoch. Falls du die Nacht in Schorndorf verbracht hast, dann kommst du mit dem Zug wieder fix hinauf zum Startpunkt der Tour.Auf der heutigen Etappe erklimmst du einige Höhenmeter, die ersten sammelst du gleich zu Beginn der Wanderung auf dem Weg von Miedelsbach nach Schornbach. Du wanderst durch den Ort hindurch und gönnst dir vielleicht noch ein zweites Frühstück. Weiter geht es durch die Weinberge zum Grafenberg. Unterwegs genießt du eine tolle Aussicht auf Schorndorf und das Remstal. Bald siehst du das weiße, rund zwölf Meter hohe Ostlandkreuz vor dir. Mehrere hundert dieser Vertriebenendenkmäler gibt es in ganz Deutschland. Das Kreuz soll zum einen an das erlebte Leid erinnern und zum anderen ein Zeichen für Hoffnung und Frieden setzen. Ein idealer Platz, um kurz innezuhalten und durchzuatmen. Nicht weit vom Kreuz entfernt führt dich der Weg am Königsstein vorbei. Der Stein erinnert an die Vermählung von König Karl zu Württemberg und Olga, Großfürstin von Russland. Heute befindet sich hier ein schöner Rastplatz, an dem du noch einmal Kraft schöpfen kannst. Denn jetzt steigt der Weg wieder an. Durch schattige Wälder wanderst du stetig bergauf. Dann öffnet sich der Wald und du spazierst das letzte Stück bis zu deinem Etappenziel Buoch an Streuobstwiesen vorbei. In Buoch lohnt sich ein Blick in die spätgotische evangelische Pfarrkirche. In dem kleinen Ort findest du eine Pension und eine Gaststätte. Mehr Auswahl hast du im nahe gelegenen Grunbach. Entweder wanderst du gut zwei Kilometer hinab ins Tal oder du nimmst den Bus 217.

    Schwer
    06:23
    23,1 km
    3,6 km/h
    310 m
    590 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Endspurt auf dem RemstalWeg: Mit Etappe 11 vollendest du den Fernwanderweg durch das malerische Remstal. Start der 23 Kilometer langen Wanderung ist in Buoch. Falls du die Nacht in Grunbach verbracht hast, kannst du entweder mit dem Bus wieder aus dem Tal hinauf fahren oder dich schon einmal warmlaufen. Freu dich auf deinem Weg nach Remseck auf typische Remstal-Idylle, die dich bereits die letzten Tage begleitet hat.Du wanderst zu Beginn ein Stück bergab, dann führt dich der Weg durch die Weinberge und den Wald entlang des Kleinheppacher Kopfs. Die nächsten Kilometer werden aussichtsreich: Du wanderst auf der Höhe weiter und genießt die schönsten Ausblicke ins Remstal, eingefasst von romantischen Weinbergen. Lass die einzigartige Landschaft noch einmal ausgiebig auf dich wirken.Die letzten Kilometer deines Wandervergnügens auf dem RemstalWegs führen dich nach und nach weiter bergab Richtung Neckarufer. Du überquerst die Bundesstraße 14 und begleitest die Rems auf ihren letzten Schleifen durch das Untere Remstal. Und schon bald heißt es Abschied nehmen von dem Fluss, den du in den vergangenen Tagen aus verschiedenen Perspektiven intensiv kennengelernt hast. Bei Neckarrems mündet die Rems in den Neckar und setzt ihre Reise fort zum Rhein.Du überquerst den Neckar und hast die Haltestelle in Remseck-Neckargröningen bereits in Sichtweite. Die U12 bringt dich in einer halben Stunde direkt an den Stuttgarter Hauptbahnhof. Doch wie wäre es, noch eine Weile am Neckarstrand in Remseck zu entspannen und die 215 Kilometer durch das zauberhafte Remstal erst einmal sacken zu lassen?

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Collection Statistik

  • Touren
    11
  • Distanz
    217 km
  • Zeit
    61:55 Std
  • Höhenmeter
    4 830 m4 910 m

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