Der Lebensweg – eine (geistige) Reise durchs Waldviertel

Wander-Collection von Mareike

Gehen ist die Urgeschwindigkeit des Menschen. Eine Wanderung eignet sich also perfekt, um sich seinen eigenen Lebensweg bewusst zu machen. Deinen Lebensweg begehst du im südlichen Waldviertel nicht nur symbolisch, sondern auch tatsächlich – so nennt sich hier nämlich ein rund 275 Kilometer langer Weitwanderweg.

Zwischen dem mächtigen Strom der Donau und den Tälern der kleineren Flüsse entdeckst du die Region und dich selbst neu. Jede Etappe steht Pate für eine Lebensphase. So läufst du im Geiste von deiner Kindheit in die Zukunft zu dem, was noch vor dir liegt. Die topographischen Höhen und Tiefen kannst du dabei auch als symbolische Höhepunkte und Rückschläge im Leben verstehen – nur dass die Tiefen beim Wandern genauso schön wie die Höhen sind.

Der perfekte Hintergrund für diese Reise der Reflexion ist das malerische Waldviertel mit seinen urwüchsigen Wäldern, lieblichen Feldern und besonderen Felsformationen. Die Region ist wunderbar idyllisch. Hier durchwanderst du grüne Wiesen, aber auch tiefe, mystische Wälder und im Sommer blühende Mohnfelder. Dein Lebensweg führt dich an die Ufer von Flüssen, Bächen und Seen. Unterwegs erkundest du tiefe Klammen und beeindruckende Höhlen. Neben der Natur kannst du hier auch gut ein bisschen Kultur genießen: Entlang des Weges stehen imposante Burgruinen und Schlösser sowie Kapellen, Kirchen und eine Basilika.

Der Lebensweg ist ein Zusammenschluss von Ysper-Weitental-Weg (Markierung 22) und Kremstalweg (Markierung 625, komoot.de/collection/920827). Gemeinsam malen sie eine kreative Acht auf die Landkarte. Durch seine Form kannst du bei jeder der 13 Etappen einsteigen. Zu den Orten kommst du mit den regionalen Bussen. Aktuelle Fahrpläne findest du auf vor.at. Schau sie dir genau an, denn viele der Busse fahren nur von Montag bis Freitag. Wenn du der ganzen Geschichte des Lebenswegs folgen möchtest, empfehle ich dir jedoch, in Laimbach zu starten, denn hier startet er thematisch mit dem Lebensanfang. Als Begleiter für die Wanderung kannst du dir beim Tourismusverband ein Tourentagebuch holen.

Die Route überschreitet nur zweimal die 1.000-Meter-Marke. Du kannst sie daher gut von Frühling bis Herbst begehen. Aber auch in einem milden Winter oder bei wenig Schnee ist es im Waldviertel schön. Die Wege sind leicht zu gehen und auch für weniger erfahrene Wanderer machbar. Allerdings stehen dir einige lange Etappen durch eine relativ spärlich besiedelte Region bevor. Das macht das Waldviertel sehr schön zum Wandern, aber das bedeutet auch, dass es nicht immer eine Möglichkeit zur Einkehr gibt. An diesen Tagen kommt zu deinem Gepäck noch das Gewicht von Proviant dazu. Der Lebensweg ist also ein Weitwanderweg, auf dem du dich gleichermaßen mit deinem Körper und deinem Geist auseinandersetzt.

Auf der Karte

Touren & Highlights

    Schwer
    08:08
    26,5 km
    3,3 km/h
    900 m
    900 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Die erste Etappe des Lebenswegs symbolisiert die Liebe deiner Eltern und damit den Ursprung deines Lebens. Die Strecke hat es in sich. Beginnst du den Lebensweg in Laimbach, besteigst du gleich als erstes den Großen Peilstein. Er ist etwas über 1.000 Meter hoch. So hast du von deinem ersten Gipfel auf dem Weitwanderweg einen schönen Ausblick auf das Waldviertel. Diese Aussicht ist eine gute Einstimmung auf die vielen herrlichen Landschaften, die noch vor dir liegen. Durch Wald geht es Richtung Süden stetig bergab. An der Siedlung Neuwaldhäusl – mehrere Höfe, die auf einer Lichtung stehen – wendest du dich ein bisschen mehr nach Westen. Weiter verläuft der Weg durch den Wald, bis du auf einer Lichtung wieder auf ein paar Häuser stößt. Eine große Kurve noch und du läufst durch eine Schneise auf eine Straße zu, wo sich die einzige Einkehrmöglichkeit der Etappe befindet: das Gasthaus Rote Säge. Hier kannst du guten Gewissens zulangen, denn es fehlen nur noch fünf Kilometer bis zum Etappenziel.Nach der Pause steigst du direkt beim Gasthaus noch mal ein Stück auf. Bald verlässt du den Wald und lässt deinen Blick über die weiten Waldviertler Felder streifen. Doch das ist nur ein Intermezzo. Du triffst auf die Kleine Ysper und folgst ihrem Lauf nach Süden durch ein bewaldetes Tal nach Nöchling. Hier gibt es ein Gasthaus zum Übernachten.Möchtest du mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen, nimmst du den Bus. Von Ybbs an der Donau gibt es zum Beispiel eine direkte Verbindung mit der Linie 780.

    Schwer
    05:48
    19,5 km
    3,4 km/h
    570 m
    610 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Dieser Tag steht für eine Art Wiedergeburt, denn sie soll dich an den Anfang deines Lebens erinnern. Nach der langen ersten Etappe sind die Beine heute Morgen vielleicht noch etwas steif. Aber das geht schnell vorüber, sobald du ein paar Schritte gewandert bist. An klaren Tagen kannst du von Nöchling über die Donau bis ins Gesäuse blicken. Genieße noch einmal die Aussicht, bevor du dich nach Norden wendest. Heute wanderst du bergauf und bergab über Felder, Wiesen und Wälder. In diesem Teil wird das Waldviertel landwirtschaftlich genutzt.Hinter Sankt Oswald triffst du auf den Herzsteinweg, dem du ein Stück folgst. Mehrere interessante Stationen – darunter einige besondere Felsen – sind mit Schildern und Informationstafeln markiert. Unterwegs kannst du rechts den Wald hinauf einen Abstecher auf den Gipfel des Weißenbergs machen. Vom Gipfelkreuz genießt du die Aussicht über die liebliche Waldviertler Landschaft. Am Herzstein vorbei führt dich der Weg hinab zum Etappenziel, dem Ort Ysper. Hier und nebenan in Altenmarkt hast du mehrere Gasthäuser zur Auswahl.Nach Nöchling kommst du mit zwei Bussen von Ybbs an der Donau – zuerst mit der Linie 781 und dann mit der 782. Dafür steigst du an der Haltestelle Ysperdorf Abzweig Niederndorf um.

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  • Schwer
    05:29
    18,9 km
    3,4 km/h
    540 m
    300 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Auf der dritte Etappe erinnerst du dich zurück an deine ersten Lebensjahre. Heute siehst du alles mit anderen Augen. Du verlässt Ysper Richtung Norden und kommst schon bald am Waldteich vorbei. Ein kurzes Stück weiter verläuft der Weg unterhalb von Schloss Rorregg – das sich in Privatbesitz befindet – und am Ufer des Puschacherteichs entlang.Hinter Parming triffst du auf den Lauf der Großen Ysper. Ihr folgst du weiter nach Norden. Das Tal wird immer enger und verwandelt sich in eine beeindruckende Klamm. Treppen und Brücken führen dich über moosige Felsen und Wasser, das unter deinen Füßen sprudelt. Hier gibt es einen Gasthof, der sich gut für eine Mittagspause eignet. Am Ende der Schlucht wendest du dich nach Südwesten und begibst dich auf langen Waldpfaden nach Dorfstetten. Abends hast du im Dorf mehrere Gasthöfe zur Auswahl. Möchtest du deine Weitwanderung mit dieser Etappe beginnen, kannst du Ysper mit einem Bus von Ybbs an der Donau erreichen.

    Schwer
    06:46
    24,4 km
    3,6 km/h
    490 m
    360 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Heute verschwindest du morgens im Wald und tauchst erst abends wieder richtig aus den Bäumen auf. Du durchquerst den Weinsberger Wald, das größte geschlossene Waldgebiet Österreichs. Seinen Namen hat er vom Weinsberg, dessen Gipfel du heute besteigst. Diese Etappe steht für deine ersten Schuljahre. Vielleicht lernst du heute ja auch etwas Neues?Von Dorfstetten hältst du dich zunächst an der Kleinen Ysper und wanderst dann am Pfaffenstegteich und am Schlesingerteich vorbei zum Ort Bärnkopf. Falls du dich dafür interessierst, wie früher im Wald gearbeitet wurde, kannst du hier – nach Voranmeldung beim Tourismusbüro – das Holzhackermuseum besuchen (baernkopf.at/tourismus/museum). In Bärnkopf gibt es Gasthöfe und Ferienwohnungen, falls du pausieren möchtest.Von Bärnkopf wendest du dich nach Osten und bald nach Süden, um den Weinsberg zu besteigen. Nach dem Abstieg folgst du an seinem Fuß der Großen Ysper nach Süden. So kommst du noch einmal zur Ysperklamm. Diese verlässt du aber gleich wieder auf der anderen Seite, um nach Osten zu deinem Etappenziel Gutenbrunn zu wandern. Hier gibt es mehrere Übernachtungsmöglichkeiten. Und auch für Erholung ist gesorgt: Im Inhalatorium entspannen sich die angestrengten Lungen. Ein natürliches Kneipp-Becken macht die Beine wieder fit.Möchtest du Dorfstetten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anfahren, kannst du zum Beispiel von Amstetten mit zwei Bussen kommen.

    Schwer
    05:36
    20,7 km
    3,7 km/h
    260 m
    310 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Heute amüsierst du dich auf dem Lebensweg vielleicht ein bisschen über deine Vergangenheit. Denn auf der fünften Etappe des Lebenswegs reflektierst du deine Pubertät. Von Örtchen zu Örtchen gehst du hier ein Stück auf dem Kremstalweg.Gleich nach dem Frühstück wanderst du zum Ufer des malerischen Edlesberger Sees, der nördlich von Gutenbrunn liegt. Bist du früh dran, kannst du hier die morgendliche Ruhe genießen. Vom See gelangst du über Oed nach Martinsberg. An der Siedlung Pitzeichen vorbei erreichst du Roggenreith, wo du in einer Destillerie einen österreichischen Whisky probieren kannst. Bei Primassen entspringt die Kleine Krems, die ab nun häufig deine Begleiterin sein wird. Noch ein Stück weiter erreichst du mit Kirchschlag das heutige Etappenziel. Hier versorgen dich die Wirte des Ortes gut mit Essen und Betten. Unterwegs gibt es heute keine Möglichkeit, einzukehren. Nimm dir also genug Proviant mit. Möchtest du diese Etappe mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anfahren, kannst du die Busse von Ybbs an der Donau nehmen.

    Mittelschwer
    04:47
    17,7 km
    3,7 km/h
    180 m
    340 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Langsam wird es auf deinem Lebensweg ernster. Du hast deine Kindheit und Pubertät hinter dir gelassen und durchwanderst die sechste Etappe als junger Erwachsener. Sie führt dich durch die Kulturlandschaft des Waldviertels mit seinen Feldern, Wiesen und kleinen Wäldern.Östlich von Kirchschlag orientierst du dich am Lauf der Kleinen Krems. Sie bringt dich nach Kottes. Ein Abstecher ins Zentrum lohnt sich, denn der Ort liegt ziemlich genau auf der Hälfte der Strecke. Hier bekommst du ein warmes Mittagessen.Nach einer wohlverdienten Pause bleibst du der Kleinen Krems als Begleitung treu. Durch einen erfrischenden Wald führt sie dich an Marbach vorbei. Bald biegst du rechts ab und verlässt den Fluss in Richtung Klein-Heinrichschlag. Du durchquerst den Ort und bleibst immer auf nordöstlichem Kurs bis Els, wo du die Nacht im einzigen Gasthof verbringst. Den Etappenstart in Kirchschlag erreichst du mit dem Bus vom Bahnhof in Melk. Dieser hält auch in Kottes.

    Schwer
    08:14
    29,1 km
    3,5 km/h
    640 m
    550 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Die siebte Etappe des Lebenswegs fordert einige Anstrengung von dir. Auf geistiger Ebene ist deine Vorstellungskraft gefragt. Denn heute geht es darum, sesshaft zu werden und sich einen Lebensort aufzubauen. Mit diesem Thema im Kopf bist du aber alles andere als sesshaft. Denn heute hast du an die 30 Kilometer vor dir.Von Els begibst du dich nach Osten, wo du wieder auf die Kleine Krems triffst, deren Lauf du flussabwärts folgst. Bald erreichst du ein sehr spannendes Stück des Weges. Im engen Flusstal gibt es eine Burg und mehrere Höhlen zu entdecken. Die Gudenushöhle liegt gleich am Wegesrand. Zu den anderen gehst du noch ein Stück den Berg zu deiner Linken hinauf.Bald darauf erreichst du den sogenannten Zwickl, an dem du dich von der Kleinen Krems verabschiedest. Ab hier nimmt ihre Schwester, die Große Krems ihren Platz als deine Begleiterin ein. Vorbei an steilen Felswänden bleibst du die meiste Zeit an ihrem Ufer, bis du nach Albrechtsberg abbiegst. Hier hast du die Möglichkeit, einzukehren. Du kannst die lange Etappe auch aufteilen und eine Nacht in Albrechtsberg verbringen. Dann hast du auch noch mehr Zeit, die Burg und die prachtvolle Kirche des Ortes zu bewundern.Möchtest du etwas schneller vorankommen, kannst du den Besuch in Albrechtsberg auch einfach auslassen und am Flussufer weiterlaufen. Denn von Albrechtsberg wanderst du wieder zurück zur Großen Krems und an ihrem Lauf nach Großreinprechts. Auch hier bekommst du unterwegs etwas zu essen.Über Grafemühle gelangst du anschließend nach Sallingberg. Hier am Etappenziel gibt es einen Ferienbauernhof, der auch Gästezimmer anbietet. Busse fahren zum Start der Wanderung in Els zum Beispiel ab Melk.

    Mittelschwer
    04:45
    17,4 km
    3,7 km/h
    320 m
    140 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Die heutige Etappe führt dich am malerischen Flussufer der Großen Krems entlang sowohl durch schöne Wälder als auch über weite Felder. Hier kannst du den Blick und die Gedanken schweifen lassen. Dieser Tag steht unter dem Motto der mittleren Jahre.Gleich als erstes kommst du von Sallingberg nach Armschlag. Dieser Ort nennt sich auch Mohndorf und wenn du zur richtigen Zeit im Sommer unterwegs bist, bewunderst du hier ganze Felder der schönen roten Blumen. Um anschließend nach Ottenschlag zu kommen, verlässt du den Lauf der Großen Krems. Hier kannst du einkehren, wenn du möchtest. Weiter geht es Richtung Westen. Hier stößt du am Weyrerteich wieder auf die Große Krems. Mach am idyllischen Seeufer noch einmal eine Pause, denn es sind nur noch fünf Kilometer bis zum Etappenziel. In Bad Traunstein bekommst du vom erhöhten Wachtstein einen guten Überblick. Hier gibt es mehrere Unterkünfte und Gasthäuser zur Auswahl. Möchtest du diese Etappe mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anfahren? Dann kommst du mit den regionalen Bussen zum Beispiel von Ybbs an der Donau oder St. Pölten und Zwettl nach Sallingberg.

    Mittelschwer
    04:11
    15,6 km
    3,7 km/h
    150 m
    240 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Das Thema des heutigen Tages erlebt jeder Wanderer anders. Es geht um die Fünfziger. Dem einen stehen sie noch bevor, der andere hat sie schon hinter sich. Der dritte steckt mittendrin. So variantenreich diese Lebensphase sein kann, so abwechslungsreich ist auch die neunte Etappe auf dem Lebensweg. Die Strecke ist heute vergleichsweise gemütlich und du kannst dir Zeit lassen.Bevor es richtig losgeht, machst du noch einen Abstecher zum Franzosenstein am Ortsrand von Bad Traunstein. Dann betrittst du den Wald und wanderst zwischen Bäumen und Wiesen nach Süden. Bald erreichst du den Edlesberger See, den du schon von einer früheren Etappe kennst. An warmen Tagen kannst du hier wunderbar die Füße erfrischen oder sogar baden gehen. Du kannst auch gleich am See bleiben und in der Pension an seinem Ufer unterkommen. Denn von hier führt der Weg über Oed nach Martinsberg. Dort gibt es aber keine Unterkunft für die Nacht. Alternativ machst du einen kleinen Umweg nach Gutenbrunn südlich vom See. Um mit dem Bus nach Bad Traunstein zu kommen, kannst du zum Beispiel in St. Pölten, Zwettl oder Ybbs an der Donau abfahren.

    Schwer
    08:09
    28,2 km
    3,5 km/h
    620 m
    1 010 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Auf Etappe 10 gehst du sportlich in den Ruhestand. Geistig setzt du dich mit der Zeit auseinander, in der alles vielleicht etwas ruhiger wird. Körperlich hast du dabei aber eine sehr lange Etappe mit viel Auf und Ab vor dir.Von Martinsberg geht es gen Südosten los. Du hältst dich auf den Feld- und Waldwegen oberhalb der Landstraße, bis du diese kreuzt. Dann dringst du weiter in den Wald vor und wanderst nach Annagschmais. Anschließend wechseln sich in spärlich besiedeltem Gebiet Felder und Wälder ab. Hier kannst du in der Ferne schon die große Sehenswürdigkeit von Pöggstall entdecken, bevor du in den Ort absteigst.An Pöggstall könntest du einfach so vorbeigehen. Ein Abstecher lohnt sich aber auf jeden Fall: Hier erkundest du ein imposantes Schloss mit seinem Museum. Außerdem bekommst die im Ort auch etwas zu essen, falls du Hunger hast. Für einen ausgedehnten Besuch hast du aber noch zu viele Höhenmeter und Kilometer vor dir. Hast du Lust auf einen Museumsbesuch ohne Zeitdruck, kannst du früh morgens mit einem Bus von Martinsberg/Pitzeichen nach Pöggstall fahren. Oder du lässt den zweiten Teil der Wanderung aus und fährst von Pöggstall mit dem Bus zum Etappenziel Raxendorf.Wanderst du von hier weiter, steigst du anschließend wieder nach Braunegg auf. Das Gasthaus des Ortes lädt zum Pausieren ein. Hier hast du außerdem den höchsten Punkt des heutigen Tages erreicht. Von nun an geht es wieder bergab. Vor dem Etappenziel Raxendorf hast du nur noch einen kleinen Gegenanstieg zu überwinden. Für die Nacht suchst du dir ein Zimmer in den Ortsteilen Feistritz oder Heiligenblut.Mit dem Bus kommst du von Ybbs an der Donau nach Martinsberg. Du kannst in Pitzeichen aussteigen und von dort direkt auf den Lebensweg stoßen.

    Schwer
    07:27
    25,2 km
    3,4 km/h
    670 m
    830 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Die elfte Etappe auf dem Weitwanderweg stellt deine letzten Lebensjahre dar. Das bedeutet aber nicht, dass die Wanderung heute gemütlich ist. Heute geht es 25 Kilometer auf und ab, immer grob nach Süden Richtung Donau.Bis Zeining ist der Weg noch relativ gemütlich. Danach wanderst du teilweise steil bergauf nach Nonnersdorf, um schließlich nach Weiten wieder abzusteigen. Hier kannst du gut Mittagessen. Es gibt ein Café und einen Gasthof. Außerdem kannst du hier eine nur teilweise ruinöse Burg entdecken. Nach der Pause wanderst du auf der anderen Talseite noch einmal bergauf und wieder bergab nach Lohsdorf. Dann steht noch ein letzer kleiner Hügel an. Kurz bevor du in Leiben ankommst, kannst du links nach Aichau abbiegen. Hier vermietet ein Bauernhof Gästezimmer. In Leiben selbst gibt es keine Unterkünfte. Ein Stück weiter unten am Ufer der Donau hast du aber viel Auswahl. Den Startpunkt in Raxendorf erreichst du von Melk aus mit den Regionalbussen.

    Mittelschwer
    04:08
    14,8 km
    3,6 km/h
    350 m
    210 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Heute geht es auf den Tod zu – aber zum Glück nur symbolisch! Der Rest des Tages kompensiert dieses traurige Thema mit Pracht und Prunk. Auf der zwölften Etappe kommst du an einem herrlichen Schloss und einer opulent geschmückten Basilika vorbei. Über die Zeit brauchst du dir dabei kaum Gedanken zu machen. Die Länge der Tour erlaubt heute ausgedehnte Pausen.Leiben liegt schon sehr nah an der Donau. Dein Weg führt dich heute oberhalb des Flusses fast parallel zu seinem Lauf entlang. So genießt du unterwegs immer wieder schöne Ausblicke. Gleich am Morgen besteigst du den Hügel südlich von Leiben, um von dort über die Donau zu schauen. Anschließend wanderst du nach Losau und bei gemütlichem Auf und Ab über Hasling nach Artstetten, wo mit einem Renaissance-Schloss die erste große Sehenswürdigkeit des Tages steht.Weiter über liebliche Wiesen und Felder begibst du dich nach Unterthalheim, wo du schon die nächste Besonderheit der Etappe erblicken kannst: die Basilika von Maria Taferl. Diese Ansicht motiviert zu einem Endspurt. Auf der Terrasse vor der Basilika erfreust du dich noch einmal am Blick über die Donau. Vielleicht siehst du in der Ferne sogar die Alpenkette. Maria Taferl ist ein beliebter Wallfahrtsort. Deshalb hast du hier mehrere Möglichkeiten, zu übernachten. Möchtest du diese Etappe mit dem Bus anfahren, erreichst du Leiben von Melk.

    Schwer
    05:18
    18,4 km
    3,5 km/h
    480 m
    390 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Bevor du losgehst, genießt du noch einmal den Blick über die Donau und schöpfst neue Kraft für den letzten Tag auf dem Lebensweg. Denn heute geht es zurück zum Anfang. Der Lebensweg schließt sich, während du die letzte Etappe deinen Vorfahren widmest und dir bewusst machst, dass auch du einmal an ihre Stelle treten wirst. Nach Norden wanderst du über Reitern und Pargatstetten nach Kollnitz. Wenn du möchtest, kannst du den offiziellen Weg hier kurz verlassen. Denn auf dem Kollnitzberg gleich im Norden des Ortes steht ein Aussichtsturm, von dem du noch einmal über das Waldviertel, das dich nun so viele Tage begleitet hat, blicken kannst. Am Fuß des Berges gibt es außerdem einen witzigen Getränkebrunnen. Im nächsten Ort, in Münichreith, kannst du in der Wirtshausbrauerei zu Mittag einkehren und dir ein frisch gezapftes Bier gönnen. Die letzten zehn Kilometer auf dem Lebensweg führen dich stets nach Norden. Kurz vor deinem Ziel Laimbach entdeckst du rechts des Weges den Großen Peilstein, den du auf der ersten Etappe bestiegen hast.In Laimbach findest du ein warmes Essen und ein Bett für die letzte Nacht. Abreisen kannst du von hier mit dem Bus. Damit kommst du zum Beipiel nach Ybbs an der Donau. Um zum Start der Wanderung nach Maria Taferl zu kommen, steigst du in Pöchlarn auf der anderen Seite der Donau in den Bus. Nach Pöchlarn kommst du bequem mit der Bahn.

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Collection Statistik

  • Touren
    13
  • Distanz
    277 km
  • Zeit
    78:46 Std
  • Höhenmeter
    6 180 m

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