Beim „Gipfelsammeln“ sagenhafte Natur erleben – Saalachtaler Höhenweg

Wander-Collection von Valerie

Von Gipfel zu Gipfel, Tal zu Tal, Hütte zu Hütte. Der Saalachtaler Höhenweg führt dich durch wildromantische Natur, vorbei an zahlreichen Gipfelkreuzen und direkt hinein in die warmen Stuben oder auf die sonnigen Terrassen von urigen Hütten.

Knapp 82,5 Kilometer reine Gehlänge und nicht ganz 4.000 Höhenmeter erwarten dich. Immer wieder steigst du für die richtig guten Aussichten in die Gondeln einer Seilbahn. In fünf (oder mehr) Etappen und vielen Stunden auf deinen sportlichen Beinen absolvierst du eine Runde, die dir lange in Erinnerung bleiben wird. Nicht nur der Anstrengung, sondern vor allem der belohnenden Aussichten, Naturspektakel und leckeren Jausen wegen.

Und „Abwechslung“ ist der zweite Vorname deiner bevorstehenden Tour – es bleibt stetig spannend. So beginnst du im Zuge der ersten Etappe von Saalfelden nach Leogang zu marschieren, wobei du immer mal wieder vom leisen Plätschern schöner Bäche begleitet wirst und dein Ziel schließlich im ehemaligen Bergbaudorf Hütten findest. Auf die Spuren der Bergknappen begibst du dich am zweiten Tag und wanderst durchs Schwarzleotal über das Spielbergtörl bis hinauf zum Kohlmais. Am dritten Tag sind die Seilbahnen deine besten Freunde und dazwischen wanderst du über einen Panoramaweg vom Zwölferkogel bis zum Schattberg. Etappe 4 nimmt dich talaufwärts mit nach Viehhofen und Etappe 5 verpasst dem ganzen Abenteuer ein rasantes Krönchen: Mit der Sommerrodelbahn geht’s zurück ins Tal und nach Saalfelden.

Soviel zu den Touren, doch was gibt es zu beachten? Als leidenschaftlicher Wanderer kannst du es dir schon denken: Ausreichend Wasser solltest du für jede der Etappen mitbringen. Außerdem festes Schuhwerk und Trittsicherheit – denn es geht hinauf in stolze Höhen. Dass in jedem Etappenziel ein warmes Bett für dich bereitsteht, wirst du per rechtzeitiger Reservierung auch sicherstellen wollen. Vor allem im Alpengasthof Stiegernigg, dem Etappenziel des vierten Tages (viehhofen.com), denn dieser ist in der Hauptsaison sehr beliebt. Und ja, auch wenn der Überblick anderes vermuten lässt – es handelt sich um reine Rundtour. Um dich nicht zu verwirren, habe ich die Kilometer und Höhenmeter, die du per Seilbahnen machen wirst, in meinen Tourenplanungen aber außen vor gelassen.

Also ab ins Auto oder noch „grüner” in den Zug und schon kann das Abenteuer losgehen. Saalfelden, den Ausgangs- und Endpunkt des Höhenweges erreichst du ganz einfach per Bahn von den Knotenpunkten Salzburg, Innsbruck, München oder Klagenfurt. Auch aus Wien fährt seit neuestem ein Railjet dorthin. Die perfekte Verbindung für dich findest du hier: fahrplan.oebb.at.

Auf der Karte

Touren & Highlights

  • Schwer
    05:16
    17,3 km
    3,3 km/h
    530 m
    430 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Etappe 1 des Saalachtaler Höhenweges startet im Herzen Saalfeldens. Das schöne Städtchen wird mehrmals täglich von Zügen aus wichtigen Knotenpunkten angesteuert (fahrplan.oebb.at). Reichlich Wasser und Proviant hast du bestimmt eingepackt, der feste Wanderschuh ist schon ganz heiß darauf, endlich in die Berge ausgeführt zu werden und der Regenschutz schlummert zur Sicherheit in den Tiefen deines Rucksacks. Es kann losgehen! Und während du so durch Saalfelden spazierst, lässt du das rege Leben der Stadt noch einmal auf dich wirken. Denn schon bald führt der Weg weg von dicht besiedelten Ortschaften und hinauf in die magische Stille der Berge. Doch das dauert noch ein wenig. Heute wanderst du erst einmal bis in das historische Bergbaudorf Hütten, einen Ortsteil von Leogang. Zunächst spazierst du dazu stadtauswärts und immer der Urslau Ache nach. Du folgst ihr bis zur Bundesstraße, die du kurz entlang wanderst und bald darauf überquerst. Durch Lenzing und vorbei an dessen Kirche marschierst du weiter in Richtung Wiesersberg und beginnst dann auch schon mit dem Aufstieg nach Mitterbrand. Es geht durch Serpentinen und vorbei an schönen Bauernhöfen. Oben angekommen, wirst du mit traumhaften Blicken auf das Saalfeldener Becken und Leogang belohnt. Dann geht’s im Zickzack und durch artenreiche Natur hinunter nach Ullach. Den anstrengendsten Teil dieser Etappe hast du schon hinter dir – ab hier geht’s im relativ entspannten Auf und Ab bis zum Etappenziel. Dabei hast du auch die Chance, in Priesteregg Huwi’s Alm einzukehren und bei einer zünftigen Jause und einem kühlen Getränk neue Kräfte zu tanken. Dann marschierst du vorbei an Häusern, später durch einen Wald und schließlich entlang eines Radweges bis nach Hütten, wo du in einer von mehreren Unterkünften ein Bett für die Nacht findest.

  • Schwer
    04:42
    13,0 km
    2,8 km/h
    1 010 m
    90 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Tag zwei deiner Saalachtaler Höhenweg-Wanderung steht an. Und dafür begibst du dich gleich zu Beginn auf die Spuren der Bergknappen: Es geht durchs Schwarzleotal. Um das zu erreichen, marschierst du von deinem gestrigen Etappenziel erst einmal entlang der Leoganger Ache, um sie bald per Brücke zu überqueren – schon bist du quasi mittendrin. Entlang des fröhlich plätschernden Schwarzleobachs wanderst du etwa zweieinhalb Kilometer bis zur Knappenstube Unterberghaus. Hier kannst du nicht nur einen Blick in die Bergbau-Geschichte des Tals werfen, sondern dir auch eine Stärkung gönnen. Du wirst sie brauchen – denn ab jetzt steigt der Weg an. Es geht bergwärts durch wunderbare Natur und vorbei an zahlreichen kleinen und größeren Almen, wie der Vogleralm und Hundalm. Bei der Hundalm solltest du unbedingt einen Blick über deine Schulter werfen: Rückwärts Richtung Osten erspähst du das Steinerne Meer mit dem Breithorn, der Schönfeldspitze und dem Massiv des Hochkönigs. Allein dafür hat sich der Aufstieg schon gelohnt. Doch es geht noch weiter. Über Serpentinen gelangst du immer höher und kommst an immer mehr Almen vorbei. So auch bei der Lindlalm, einer bewirtschafteten Hütte, die vor allem für ihren Kaiserschmarrn bekannt ist. Und den darfst du dir auch gönnen, hast du den Aufstieg doch schon fast geschafft. Nach der Lindlalm wanderst du erst ansteigend durch eine Lichtung, dann hinunter zu einem Hinweisschild und dann wieder bergauf. Nach etwa dreißig Minuten (vom Hinweisschild gemessen) erreichst du das Spielbergtörl unter den mächtigen Hängen des Spielberghorns. Und von da an geht es relativ gemütlich und begleitet von genialen Aussichten in etwa eineinhalb Stunden zur Bergstation der Kohlmaiskopf-Seilbahn. Geschafft! Weiter musst du nicht mehr gehen. Die letzten Kilometer bis zu deinem heutigen Etappenziel übernimmt die Technik für dich. Die Kohlmaisbahn fliegt dich hinunter nach Saalbach, wo du dann direkt in Postbus Nummer 680 einsteigst, um nach Hinterglemm zu fahren (saalbach.com/de/service/infrastruktur/postbus-wanderbus_a_1556). Dort angekommen, suchst du dir erstmal eine Unterkunft für die ausgiebige Nachtruhe. Die hast du dir heute nämlich echt verdient.

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  • Schwer
    06:36
    19,5 km
    2,9 km/h
    1 020 m
    970 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Tag drei deiner Saalachtaler Höhenweg-Wanderung beginnt und endet mit einer Seilbahnfahrt. Dazwischen liegen einige schöne Gipfel(kreuze) und natürlich wieder sagenhafte Natur. Von der Talstation der Zwölferkogel Seilbahn in Hinterglemm wirst du in einem Schwung auf den 1.984 Meter hohen Zwölferkogel befördert. Schon unterwegs, besonders aber sobald du oben ankommst, eröffnet sich dir ein Wahnsinnspanorama: im Süden die Firnberge der Hohen Tauern, östlich das Steinerne Meer und nördlich die Leoganger Steinberge. Du darfst da oben am Gipfelkreuz gern ein wenig staunen. Dann geht’s los – denn heute wirst du noch ein paar mehr von ihnen bestaunen. Zunächst führt dich der Weg etwas abwärts in eine Mulde. Immer dem Hinweisschild „Panoramaweg“ folgend, erreichst du dann aber auch schon bald den Seekar. Von dort gehst du den Aufstieg zum höchsten Punkt deiner Wanderung, der Schönhoferwand (2.116 Meter), an. Über einen längeren Kamm mit atemberaubenden Aussichten verlässt du sie wieder, wanderst immer weiter über Wiesen und schließlich durch die Ostwände des Malitzkogels zum Sommertor. Hier ist vor allem im Frühling Vorsicht geboten, da noch Schnee liegen könnte. Oben am Sommertor stehend, machen sich eventuelle Mühen des Anstiegs aber ganz schnell bezahlt. Im Süden erspähst du zum Beispiel die Gletscherberge der Hohen Tauern. Weiter entlang des Panoramawegs marschierst du nun in Richtung Osten, immer der rot-weiß-roten Markierung nach, bis du auf einer Anhöhe stehst, dann über steinigen Almboden bis Baumoosriedl. Der Weg fällt nun wieder etwas ab, steigt dann aber auch schon wieder an und bringt dich schließlich über das Seetörl bei den Hacklberger Seen und den Saalbachkogel zur Schattberg Westgipfelhütte. Dies ist deine Chance, eine ausgedehnte Pause einzulegen, dir eine Jause zu gönnen und etwas Erfrischendes zu schlürfen. Bei herrlicher Aussicht, versteht sich. Denn nach der Westgipfelhütte gilt es nur noch etwa 30 Minuten zum Ostgipfel des Schamberges zu wandern. Vo da an übernimmt wieder die Seilbahn. Sie fliegt dich hinunter in dein Etappenziel Saalbach, wo zahlreiche Unterkünfte bereitstehen, dich für die Nacht aufzunehmen.

  • Schwer
    06:31
    18,9 km
    2,9 km/h
    550 m
    1 360 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Ich hoffe, die Nacht im charmanten Örtchen Saalbach hat gut getan. Denn heute stehen noch einmal ordentlich Kilometer an. Es geht talauswärts. Und zwar auf stolzen Höhen bis nach Viehhofen. Dazu steigst du auch dieses Mal gleich zu Beginn wieder in eine Gondel. Mit der Kohlmaisgipfelbahn geht es vom Zentrum Saalbachs auf den 1.744 Meter hohen Kohlmaiskopf. Was dort oben wartet? Natürlich ein grandioses Panorama auf dir schon bekannte steinige Kameraden: im Süden siehst du die Gletscherberge der Hohen Tauern, östlich das Steinerne Meer und nördlich die Leoganger Steinberge. Von der Bergstation der Seilbahn folgst du der Beschilderung Salaachtaler Höhenweg und beginnst zunächst durch einen Wald, vorbei an einer Unterstandshütte und weiter über freies Gelände bis zum Wildenkarkogel zu wandern. Dies ist der zweite Gipfel deiner heutigen Tour. Im relativ bequemen Auf und Ab geht’s weiter zu den nächsten: erst zum Großen Asitzkopf, dann den Kamm entlang zum Schaberkogel und weiter zum Geierkogel. Von da an geht’s (zumindest zum größten Teil) bergab. Der Höhenweg führt dich über die Sausteige, die noch einmal einen herrlichen Rundumblick auf die Salzburger Bergwelt gewährt, bis zur Jahnhütte. Dann folgst du einer Forststraße, die dich durch einige Kehren, vorbei an einem Wasserschloss und schließlich über eine Brücke bis an ein Wegkreuz führt. Du biegst ab in Richtung Gasthof Stiegernigg, deinem heutigen Ziel, das du über einen schönen Wiesen-Waldweg auch schon bald erreichst. Davor hast du aber noch auf zahlreichen Aussichtsbänken die Chance, den herrlichen Blick ins Glemmtal und auf die Grasberge, die es schützend umgeben, zu werfen. Angekommen im Gasthof Stiegernigg (viehhofen.com) kannst du dir es erst einmal bequem machen. Hier wirst du – nachdem du rechtzeitig reserviert hast – übernachten und dich mental auf die letzte Etappe des Saalachtaler Höhenweges vorbereiten.

  • Mittelschwer
    04:47
    13,6 km
    2,9 km/h
    790 m
    630 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Es ist an der Zeit, die letzte Etappe deiner Rundwanderung anzugehen. Und wie es sich für eine richtige Bergtour gehört, wirst du sie mit einem Knall beenden. Sofern du Lust auf Sommerrodeln hast. Aber fürs Erste machst du dich zu Fuß auf den Weg. Nach einem kraftspendenden Frühstück im gestrigen Etappenziel Gasthof Stiegernigg wanderst du den Weg ein Stück zurück bis zur Jahnhütte. Von dort marschierst du entlang des Alpenrosenweges über Almen und wirst dabei von wunderbaren Aussichten begleitet. Eine Weile führt der Weg durch Wald – bis du wieder zum Saalachtaler Höhenweg und dem höchsten Punkt dieser Tour (1.650 Meter) gelangst. Dem Höhenweg folgend, wanderst du zu einem großen Teil durch schöne Wälder bis du den Berggasthof Biberg erreichst. Dies ist eine Möglichkeit, für eine kurze Rast einzukehren. Es wird traditionelle Hausmannskost serviert – und das bei einem wirklich wunderbaren Panorama.
    Doch es ist noch nicht ganz vorbei mit den kulinarischen Highlights dieser Tour. Wenn du und dein Magen euch noch etwa 40 Minuten gedulden könnt, erreicht ihr bald auch den Berggasthof Huggenberg und damit ebenfalls eine tolle Einkehrmöglichkeit.
    Danach hast du die Wahl: Entscheidest du dich für die rasante Talabfahrt per Sommerrodelbahn, die gemütliche Variante mit dem Lift oder doch den Abstieg zu Fuß (etwa 45 Minuten)? Wie auch immer du an der Talstation des Huggenberglifts ankommst – von hier sind es noch etwa dreieinhalb Kilometer (circa eine Stunde) bis nach Saalfelden, dem Endpunkt deiner Wanderung. Dieses letzte Stück kannst du aber auch per Bus von der Haltestelle „Saalfelden Biberg“ bis „Saalfelden Bahnhof“ in Angriff nehmen (fahrplan.oebb.at).

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Collection Statistik

  • Touren
    5
  • Distanz
    82,4 km
  • Zeit
    27:53 Std
  • Höhenmeter
    3 890 m

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