Mareike

Kärntner Durchquerung auf einsamen Pfaden – Kreuzeck-Höhenweg

Theblacksheep207

Kärntner Durchquerung auf einsamen Pfaden – Kreuzeck-Höhenweg

Wander-Collection von Mareike
4-7 Tage
3-5 Std / Tag
62,7 km
3 850 m
3 630 m

Ganz allein auf einem Berggipfel stehen, um dich herum nur die abfallenden Flanken, Felsen und vielleicht ein paar Vögel, die im Wind segeln – das hat sich wohl jeder Bergsteiger schon einmal vorgestellt. Wenn du planst, den Kreuzeck-Höhenweg zu gehen, bist du diesem Traum schon einen Schritt näher. Die Hüttenwanderung verläuft von Osten nach Westen über den Kamm der Kreuzeckgruppe. Hier oben gibt es nur wenige Hütten. Viele andere Wanderer verirren sich deshalb nicht hierher und du hast die Wege oft ganz für dich allein. Abends kommst du in den kleinen, urigen Schutzhäusern unter, in denen es familiär und gemütlich zugeht.

Die insgesamt 60 Kilometer verteilen sich auf fünf Etappen: Die erste ist dem Aufstieg, die letzte dem Abstieg gewidmet. Die drei in der Mitte verlaufen entlang des Hauptkamms der Kreuzeckgruppe. Zwischen ihren Gipfeln und Graten wanderst du durch eine ziemlich unberührte Alpenlandschaft, in der du mehrere Gipfel erklimmst. Der höchste ist mit 2709 Metern das Hochkreuz, das nicht nur den Höhepunkt, sondern auch ziemlich genau die Mitte deiner Wanderung markiert. Die meiste Zeit bewegst du dich auf dem Höhenweg zwischen 2.000 und 2.500 Metern. Hier, über der Waldgrenze, verstellt dir kein Baum den Blick. In allen Himmelsrichtungen liegen breite, tiefe Täler, die dir eine weite Aussicht bescheren. Im Norden reicht sie bis zu den Gletschern der Hohen Tauern, im Westen erblickst du die weißen Felsen der Lienzer Dolomiten.

Das Gelände ist hochalpin. Die Wanderung ist also hauptsächlich von Juli bis September möglich. Zu dieser Zeit haben auch die Hütten entlang des Weges geöffnet. Behalte auf jeden Fall deren Öffnungszeiten im Blick, während du deine Wanderung planst. In diesem Zuge kannst du auch gleich deine Schlafplätze reservieren. Die Hütten sind nicht so groß, teilweise haben sie weniger als 30 Betten. Für unterwegs packst du am besten ordentlich Proviant ein, denn mit Ausnahme der ersten Etappe, hast du an keinem Tag die Möglichkeit, tagsüber einzukehren.

Auf den ersten Blick scheinen die Etappen nicht allzu anspruchsvoll zu sein – Strecke und Höhenmeter fordern keine außergewöhnliche Kondition. Die Wege haben aber schon ihre Tücken: Mal wanderst du über loses Gestein, mal auf schmalen, ausgesetzten Pfaden. Schwierige Stellen sind zwar mit Seilen gesichert, die zweite und dritte Etappe können aber schon eine Herausforderung sein. Besonders nach Regen, wenn der Boden nass ist, oder wenn noch viel Altschnee liegt, ist Vorsicht geboten. Mit trittsicheren Füßen und einem schwindelfreien Kopf sowie einer Portion Orientierungssinn verbringst du aber sicher ein paar schöne Tage in den alpinen Höhen der Kreuzeckgruppe.

Der Start- und Endpunkt ist jeweils praktisch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Nach Kolbnitz fahren Bus und Bahn; in Winklern nimmst du einen Bus zum nächsten Bahnhof. Überregionale und internationale Züge fahren in der Nähe zum Beispiel die Bahnhöfe Spittal-Millstätter See, Mallnitz und Lienz an. Der Höhenweg eignet sich bestens für alle, die eine spannende, aber auch entspannte Woche in den Alpen verbringen möchten.

Auf der Karte

Touren & Highlights

    Schwer
    07:09
    17,1 km
    2,4 km/h
    1 880 m
    630 m
    Schwere Bergtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Ein Tourenstart mit vielen Möglichkeiten – die erste Etappe des Kreuzeck-Höhenwegs kannst du gut an deine Wünsche anpassen: Entweder, du läufst dich nur ganz gemütlich ein, oder du startest gleich mit einer sportlichen Herausforderung. Der Weg führt durch schattigen Wald, über malerische Almlandschaften und auf einen felsigen Gipfel. So bereitet dich die erste Etappe gut auf die kommenden Tage in alpinen Höhen vor.Die Wanderung startet in Unterkolbnitz. Hier hast du die Wahl, ob du die ersten 600 Höhenmeter mit der Kreuzeckbahn zurücklegen möchtest, oder ob du vom Fuß des Berges loswanderst. Die zweite Option führt dich über gemütliche Wirtschaftswege durch den Wald, bis du zur Bergstation gelangst. Von hier steigst du weiter auf und erreichst nach 200 Höhenmetern die Mernikalm, wo du zwischen friedlich grasenden Kühen die erste Einkehrmöglichkeit des Tages erreichst. Die zweite befindet sich noch ein Stück weiter auf der Mühldorfer Alm. Nun tauchst du noch einmal in den Wald ein, wo es abermals kräftig bergauf geht. Bald darauf erreichst du die Waldgrenze, an der du auf relativ ebenen Pfaden am Südhang zur Salzkofelhütte gelangst. Wenn du hier noch Zeit und Lust hast, kannst du in nördlicher Richtung den Großen Salzkofel besteigen. Auf demselben Weg kehrst du anschließend wieder zurück, um deine Nacht auf der Hütte zu verbringen. Alternativ kannst du schon etwas früher am Weg zum Großen Salzkofel abbiegen. Auf dem Rosseben-Sattel wendest du dich dafür nach rechts in Richtung Koppen. Hier führt ein schöner Pfad über den Bergrücken zuerst zum Kleinen Salzkofel und dann über die Südseite auf den Großen Salzkofel. An seiner Südseite steigst du anschließend zur Salzkofelhütte ab.

    Mittelschwer
    04:21
    12,4 km
    2,8 km/h
    730 m
    530 m
    Mittelschwere Bergtour. Gute Grundkondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Heute lässt du die Bäume hinter dir. Von nun an wirst du dich bis zur letzten Etappe des Kreuzeck-Höhenwegs auf Gras, Geröll und Fels zwischen weiten Almwiesen und hohen Gipfeln bewegen. Mit dem Gelände wird auch der Weg anspruchsvoller. Ausgesetzte Stellen sind oft mit Seilen abgesichert. Ab und zu brauchst du aber auch mal eine helfende Hand am Fels. Von der Hütte folgst du dem Heinrich-Hecht-Weg nach Westen. Zunächst ist er noch ganz flach und zahm, aber bald wird er richtig steil. In engen Kehren führt er dich hinauf zur Goldgrubenscharte. Hier erwartet dich eine ausgesetzte, aber abgesicherte Querung unter dem Kleinen Kreuzeck. Achte gut darauf, wo du deine Füße hinsetzt.Während der nächsten Passage kannst du erst einmal wieder Luft schnappen. An den südlichen Hängen hast du nur wenige Höhenmeter zu überwinden. Der nächste steile Anstieg bringt dich hinauf auf die Annaruhe. Der Gipfel ist eine liebliche Graskuppe mit schöner Aussicht. Hier kannst du es dir gemütlich machen und deine Jause auspacken, denn die anstrengenden Teile der heutige Etappe hast du schon hinter dir. Von der Annaruhe geht es relativ gleichmäßig bergab immer weiter in Richtung Westen. Du steigst aus dem felsigen Gelände ab und erreichst bald sanftere Almwiesen. Nur ganz am Ende wartet vor der Feldnerhütte noch ein kurzer Aufstieg auf dich. Direkt neben deinem Etappenziel liegt der Glanzsee. Hier freuen sich deine Füße sicher über ein erfrischendes Bad.

  • Entdecke Orte, die du lieben wirst!

    Hol dir jetzt komoot und erhalte Empfehlungen für die besten Singletrails, Gipfel & viele andere spannende Orte.

  • Mittelschwer
    03:41
    9,89 km
    2,7 km/h
    700 m
    550 m
    Mittelschwere Bergtour. Gute Grundkondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Für die Morgenwäsche bietet sich ein kaltes Bad im Glanzsee an. Denn heute ist es wichtig, dass du richtig wach bist. Die dritte Etappe ist alpinistisch der anspruchsvollste Tag auf dem Kreuzeck-Höhenweg. Viele Felsen, loser Untergrund und ausgesetzte Wege erwarten dich. Mit dem Hochkreuz besteigst du heute den Höhepunkt deiner Hüttenwanderung.Von der Hugo-Gerbers-Hütte startest du am Glanzsee vorbei nach Westen. Hier gilt es gleich, den ersten Anstieg aufs Glenktörl zu bewältigen. Anschließend wanderst du nördlich am Rothorn vorbei. Links von dir öffnet sich nun ein Kessel, in dem viele kleine Bergseen schimmern.Auf den folgenden absteigenden Wegen mit schöner Aussicht sammelst du noch einmal Kraft für die Besteigung des Hochkreuzes, das mit 2.709 Metern zu den höchsten Gipfeln der gesamten Berggruppe gehört. Über das Kirschtörl geht es steil bergauf. Der Gipfel ist der höchste Punkt der Wanderung und markiert ziemlich genau die Hälfte der Gesamtstrecke. Na, wenn das nicht ein Grund für eine ordentliche Pause ist. Die Beine dürfen sich auch ruhig noch ein bisschen ausruhen, denn weiter geht es auf felsigen Pfaden mit der Überschreitung des Schwarzwandkopfs.Danach wird der Weg wieder gemütlicher. Du bleibst auf dem Kamm in Richtung Westen, bis du die Kreuzlhöhe rechts umgehst. Dabei geht es nur noch leicht bergauf und bergab. Zum Abschluss dieser Etappe wanderst du hinab in einen Kessel und von dort am Hang entlang zur Hugo-Gerbers-Hütte, die dich mit einem warmen Abendessen empfängt.

    Mittelschwer
    04:25
    13,2 km
    3,0 km/h
    530 m
    830 m
    Mittelschwere Bergtour. Gute Grundkondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Auf der vierten Etappe des Kreuzeck-Höhenwegs steht klassisches Bergauf und Bergab auf dem Programm. Dabei halten sich die Höhenmeter in Grenzen und du kannst entspannt die Aussicht genießen. Gleich nach dem Frühstück steigst du nach Westen wieder auf den Kamm auf. Hier beginnt die Wanderung mit einer weiten Sicht über die Bergkette, die du heute abläufst. So weißt du schon mal ungefähr, was auf dich zukommt – das steigert die Vorfreude.Anfangs ist der Weg noch eher schmal. Im Laufe des Tages wird er dann immer breiter und gemütlicher. Bis es soweit ist, wanderst du links an an einer Kette von drei Gipfeln vorbei: dem Taubichl, dem Wallischalmkopf und dem Moritzhorn. Südlich von letzterem passierst du einen Sattel und hältst dich anschließend wieder auf dem Kamm, der nun zum Sandfeldkopf hinaufführt.Dahinter steigst du rechts herum am Rand eines Kessels ab und unter dem Kegelstattkegele hindurch. Am Wildsee wanderst du durch das Törl und beginnst auf der anderen Seite wiederum den Anstieg zum Damerkopf. Ab diesem Gipfel folgst du nun nicht mehr nur dem Kamm der Kreuzeckgruppe, sondern gleichzeitig auch der Grenze zwischen Kärnten und Tirol.Wende dich nun in Richtung Nordwesten und bleib immer ganz oben bis zum Zietenkopf. Hier beginnt langsam der Abstieg. Etwa einen halben Kilometer hinter den Happlköfel verlässt du den Kamm und steigst links ab. Auf diesem Wegstück passierst du auch wieder die Waldgrenze – ein Zeichen, dass deine Wanderung auf ihr Ende zugeht.Zwischen den Bäumen hindurch findest du bald zum Anna-Schutzhaus mit seiner schönen Aussichtsterrasse. Hier steht dein Bett für die Nacht und wartet auf dich. Hast du noch Zeit und Kraft für einen letzten Gipfel? Direkt über der Hütte befindet sich der Ederplan mit seinem eindrucksvollen Kreuz. Sieht gar nicht weit aus? Stimmt, diesen Gipfel hast du wirklich ganz schnell erklommen.

    Mittelschwer
    03:13
    10,2 km
    3,2 km/h
    10 m
    1 100 m
    Mittelschwere Bergtour. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Mit der fünften Etappe verabschiedest du dich vom Kreuzeck-Höhenweg. Über 1.000 Höhenmeter geht es heute bergab. Vom Ederplan wanderst du nach Nordwesten zum Zwischenberger Sattel hinab. Genieße noch einmal den federnden Boden auf dem schmalen Waldpfad.Anschließend folgst du dem Verlauf des Hochtals nach Nordosten. Bald lichten sich die Bäume und du triffst auf die ersten Gebäude entlang des Weges. Ab hier gehst du auf einem gemütlichen Fahrweg weiter durch idyllische Almwiesen. Zusammen mit der Straße tauchst du dann wieder in den Wald ein und wanderst am Hang gemütlich bergab nach Winklern. Am Ende deiner Wanderung lohnt sich noch ein Spaziergang durch den Ort, bevor du den Heimweg antrittst. Der Busbahnhof befindet sich im Ortskern von Winklern am Kulturlandschaftsweg zwischen der Hauptstraße und der Mölltal Straße. Hier kannst du entweder in einen Bus der Linie 5108 steigen und damit zum Bahnhof Mallnitz/Obervellach fahren (ab dort bestehen Verbindungen nach Spittal an der Drau, aber auch in Richtung Norden), oder du nimmst den Bus 942 zum Bahnhof von Lienz in Osttirol. Die Abfahrtszeiten und genauere Informationen findest du auf oebb.at.Möchtest du lieber gleich direkt nach Osttirol absteigen? Dann kannst du einen alternativen Abstieg vom Anna-Schutzhaus wählen. Dieser führt nach Westen über Stronach hinab nach Dölsach, das gleich neben Lienz liegt. Hier gibt es am Ufer der Drau ebenfalls einen Bahnhof.

Dir gefällt diese Collection?

Kommentare

    loading

Collection Statistik

  • Touren
    5
  • Distanz
    62,7 km
  • Zeit
    22:48 Std
  • Höhenmeter
    3 850 m3 630 m

Dir gefällt vielleicht auch

Mareike

Kärntner Durchquerung auf einsamen Pfaden – Kreuzeck-Höhenweg