Verlassene Orte in Berlin

Fahrrad-Collection von
Komoot

Einst waren sie gefüllt mit Leben, überall Stimmen und Geräusche, Schicksale wurden geprägt, machmal Geschichte geschrieben. Dann verlässt der Mensch diese Orte, und die Natur erobert sie zurück. Mit ihr kommt eine Stimmung, die uns daran erinnert, dass nichts bleibt wie es ist, und unsere aufgeräumten Städte nichts weiter sind, als eine Momentaufnahme. In und um Berlin gibt es unzählige verlassene Orte, die man hervorragend entdecken und ein bisschen Apokalypse spielen kann. Aber Vorsicht: Auch hier gilt das Gesetz. Bitte tut nichts, was wir nicht auch tun würden, und bucht im Zweifel eine Führung.

Auf der Karte

Die Highlights

  • 38
    © OSM

    Schloss Dammsmühle

    Fahrrad-Highlight

    In seiner langen Geschichte seit 1650 hat das Schloss Dammühle so einiges miterlebt, von der ursprünglichen Nutzung als Mühle, dem Umbau zum Herrenhaus (in dem auch Napoleon zu Besuch war), zeitweise als Vergnügungslokal und während des NS-Regimes als Außenlager des KZ Sachsenhausen. Nach dem Krieg besetzte die Rote Armee die Dammsmühle, anschließend die Stasi.

    Aus den Plänen, das barocke Herrenhaus nach der Wende wieder für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen, wurde nichts. Trotzdem, oder vielleicht gerade deswegen, ist das verfallende Schloss Dammsmühle mit seiner Umgebung aus verwunschener Wald- und Sumpflandschaft ein faszinierendes Ziel für Ausflüge, dass man von außen wunderbar erkunden kann.

    Anreise
    zu Fuß oder mit dem Rad 2,7km ab Bahnhof Schönwalde

    Tipp von
    Stephanie
  • 84
    © OSM

    Bei der Silent Tour bekommt man zwar nicht viele Infos über die Geschichte des Ortes, aber es ist trotzdem super interessant, sich die Werke von unzähligen Sprayern anzuschauen. Außerdem hat man von oben einen herrlichen Ausblick über den Grunewald!

    Tipp von
    Carina 🍍
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  • 29
    © OSM

    Spreepark

    Fahrrad-Highlight

    Als “Kulturpark Plänterwald” war der Spreepark mit jährlich etwa 1,7 Millionen Besuchern der einzige Freizeitpark der DDR. Nach der Wende wurde er von einem privaten Unternehmer nach westlichem Vorbild umgebaut, dieser ging pleite und von da an gleichen die Geschichten einer wilden Achterbahnfahrt, darunter die Verschiffung einiger Attraktionen nach Peru und 167kg Kokain im Mast des Fahrgeschäftes “Fliegender Teppich” beim Rücktransport nach Deutschland. Der insolvente Park war von 2001 bis 2014 sich selbst überlassen und verwilderte in bester Manier. 2016 soll er zumindest teilweise wieder eröffnet werden, die Renovierungsarbeiten laufen bereits.

    Eine Führung IM Park wird seit dem Verkauf des Geländes 2014 nicht mehr angeboten, allerdings eine Führung UM den Park, bei der man allerlei historische Details erfährt. Infos unter berliner-spreepark.de.

    Tipp von
    Stephanie
  • 106
    © OSM

    Tempelhofer Feld

    Fahrrad-Highlight

    Ein unglaubliches Gefühl von Weite und Freiheit, mitten in der Stadt. Hier kann man wunderbar alles machen, grillen, sporteln, durch die Gemeinschaftsgärten spazieren, Menschen bei kuriosen Aktivitäten beobachten, Pfandsammler glücklich machen. Und wie so oft in Berlin, liegt auch über diesem Ort ein historischer Schleier und schwupdiwups ist man beim Limotrinken mitten in einer politischen Diskussion. Was wird aus dem Tempelhofer Feld? Wer soll etwas davon haben? Die Zeit wird es zeigen. Bis dahin, genießt, gestaltet und schaut der Sonne beim Untergehen zu.

    Öffnungszeiten
    Ändern sich monatlich, grob von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang

    Führungen
    thf-berlin.de

    Tipp von
    Stephanie
  • 2
    © OSM

    Militärruine Vogelsang

    Fahrrad-Highlight

    Nördlich des Dörfchens Vogelsang liegt mitten im Wald eine verlassene Stadt. Hier lebten nach dem zweiten Weltkrieg bis 1994 Zehntausende Soldaten in einer der größten Sowjet-Garnisonen außerhalb der Sowjetunion. Von den alten Gebäuden stehen viele noch, darunter Kasernen, Bars, ein Theater und eine Sporthalle, allerdings sind viele einsturzgefährdet, schon von außen sieht man, wie die Natur sich die Stadt zurückholt. Das Betreten des ehemaligen Militärgeländes ist verboten und gefährlich.Anreise
    mit dem Rad 10km ab Bahnhof Zehdenick

    Tipp von
    Stephanie
  • 4
    © OSM

    Olympisches Dorf

    Fahrrad-Highlight

    Während der Olympischen Spiele 1936 wohnten hier die 3600 männlichen Sportler mit Betreuern und Personal 18 km entfernt vom Olympiastadium, darunter der US-Amerikaner Jesse Owens. Mit vier Goldmedaillen war er der erfolgreichste Olympiateilnehmer der XI. Olympischen Sommerspiele. Das Dorf sollte als Rückzugsort und Trainingsstätte dienen, es wurde auch ein Unterhaltungsprogramm geboten. Gespeist wurde nach Nationen getrennt, Frauen war der Zutritt untersagt. Von NS-Seite war von Beginn geplant, das Dorf später als Kaserne zu nutzen, unter diesem Aspekt wirkt sein Name “Dorf des Friedens” fast zynisch.Über die Jahre wurde das Dorf für verschiedenste Zwecke genutzt, seit 1992 steht es leer.Anreise
    zB 2km ab Bahnhof Elstal oder ab U2 Olympiastation knapp 20km mit dem Rad
    Öffnungszeiten
    1. April bis zum 31. Oktober
    Montag bis Freitag 10 bis 16 Uhr
    Samstag, Sonntag & Feiertags 10 bis 18 Uhr
    Führungen
    Montag bis Freitag 11.00 Uhr
    Samstag, Sonntag & Feiertag 12.00 und 15.00 Uhr
    Die Führungen dauern zirka zwei Stunden, Treffpunkt und Buchung an der Kasse.
    Eintritt
    ohne Führung Erw. 4€, Kinder unter 12 frei
    mit Führung 10€ pro Person, Familien 15€ (mit Kindern bis 16 Jahren)
    dkb-stiftung.de

    Tipp von
    Stephanie
  • 1
    © OSM

    Haus der Offiziere in Wünsdorf

    Mountainbike-Highlight

    Das Haus der Offiziere ist Teil der “Verbotenen Stadt”, einem Militärstandort der von 1910 bis 1994 Truppen der jeweiligen Regierungen als Standort diente, stetig erweitert wurde und sich nach und nach zur kompletten Stadt entwickelte. Legalen Zutritt und Besichtigungen gibt es allerdings nur zum Haus der Offiziere, das für sich allein aber schon sehr sehenswert ist.

    Anreise
    mit dem Rad knapp 9km ab Bahnhof Zossen oder 1,5km ab Bahnhof Wünsdorf-Waldstadt

    Führungen
    für 15€ mit Voranmeldung bei Herr Naumann unter 0178 5806 569

    Nicht ganz preiswerte Fototouren über das gesamte Gelände veranstaltet die Fotobase Wünsdorf.

    Tipp von
    Stephanie
  • 16
    © OSM

    Wer jemals einen Fuß auf das verwunschene Gelände der Beelitzer Heilstätten gesetzt hat, weiß um den Zauber dieser Anlage. Alten Schlössern ähnliche, einen unvergleichlichen Charme ausstrahlende Gebäude, eine weitläufige alte Parkanlage mit einer ungeahnten Artenvielfalt und eine Geschichte, die über 100 Jahre in die Vergangenheit zurück reicht. Natur, Historie und Architektur scheinen an diesem magischen Ort zu einem Gesamtkunstwerk zu verschmelzen.

    Als erster Baumkronenpfad erschließt er nicht nur die Welt über den Baumwipfeln, sondern spannt sich unter anderem über eine riesige Ruine, auf der sich seit über 60 Jahren ein ursprünglicher Wald entwickelt hat.

    In einer Höhe von bis zu 23 Metern auf dem Pfad und von 36 Metern auf dem Turm eröffnet der Baumkronenpfad eine nie dagewesene Perspektive auf einen magischen Ort.

    Öffnungszeiten
    Mai bis September: 9 bis 19 Uhr
    April & Oktober: 9 bis 17:30 Uhr
    November bis März: 10 bis 16 Uhr
    Ganzjährig geöffnet, mit Ausnahme vom 24. & 25. 12., sowie dem 01.01.

    Eintritt
    Erwachsene 9,50 €, Kinder (7 -17 Jahre) 7,50 €

    Tipp von
    Stephanie
  • 1
    © OSM

    Waldhaus Buch

    Wander-Highlight

    Das Waldhaus Buch hat schon einige Kapitel der Geschichte hinter sich, viele davon sehr dunkel. Ursprünglich als Tuberkulose Heilanstalt gebaut, war es während der NS-Zeit ein Zwischenstopp für “Patienten” auf dem Weg in die Euthanasie-Zentren Bernburg und Brandenburg. Es folgte die Nutzung als Militär-Krankenhaus. Nach dem Krieg wurde es eine Klinik für Orthopädie und steht seit 1992 leer.

    Tipp von
    Stephanie
  • 2
    © OSM

    Wer hier schwimmen gehen möchte, muss sein eigenes Wasser mitbringen. Seitdem das ehemalige BVB-Freibad in den 1980ern zuletzt als öffentliches Schwimmbad diente, ist es sich selbst überlassen. Bei seiner Eröffnung 1928 war es mit dem BVG-Stadion ein Ort für die sportliche Ertüchtigung der Straßenbahner. 1932 und 1936 diente es als Trainingsstätte für die Olympischen Sommerspiele.

    Tipp von
    Stephanie
  • 11
    © OSM

    Zombie Hospital

    Wander-Highlight

    Es gibt ein Zombie Krankenhaus in Weißensee. Ursprünglich war es ein Kinderkrankenhaus, dann übernahmen die Zombies das Gelände, brachten die Ärzte um die Ecke und aßen die Gehirne der Kinder :)
    Okay, nicht wirklich.

    Der Ort ist trotzdem spannend. Allerdings ist es auch gefährlich (und illegal) hinein zu gehen, alle Gebäude sind sehr alt und verfallen nach und nach

    Tipp von
    Dmytro

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