Weitwandern im Salzkammergut – der BergeSeen Trail (klassisch)

Wander-Collection von Valerie

Was das Wandern in Österreich ausmacht? Für mich ist es diese herrliche Kombination aus stolzen Bergspitzen und friedlichen Seen. Beide strahlen eine so besondere Ruhe aus. Und doch erwecken sie auch ganz neue Lebenskräfte im Menschen – dieser uneingeschränkte Blick vom Gipfel ins Tal oder der erfrischende Sprung ins eben erwanderte Gewässer. Gibt’s etwas Schöneres?

Für mich nicht. Ich hoffe, diese Collection zeigt dir auch, warum. Der BergeSeen Trail – sein Name verrät es schon – führt Wanderer seit seiner Gründung im Jahre 2017 einmal quer durchs Salzkammergut, hinauf auf die schönsten Gipfel und vorbei an nicht weniger als 35 Seen. Jene Naturschätze, für die die Region eben bekannt ist.

Folge dem gelben Logo-S auf schwarzem Grund und werde dadurch Zeuge einer der wohl schönsten Fernwanderungen überhaupt. Die klassische Variante des Trails, die ich dir hier zeige, hält insgesamt 20 Etappen in den verschiedensten Längen bereit. Die Dauer der Touren liegt zwischen knapp drei und gut neun Stunden. Und auch wenn die meisten von ihnen weit und dadurch nur mit einer gewissen Kondition zu schaffen sind, triffst du auf keinem einzigen der stolzen 360 Gesamtkilometer auf einen Klettersteig oder andere schwer begehbare Passagen.

Und so geht’s los. Vom oberösterreichischen Gmunden am Traunsee über mehrere Etappen ins Salzburger Land, dann in die Steiermark und schließlich wieder zurück an den Ausgangspunkt. Unterwegs erwarten dich so einige schöne Hütten mit regionalen Schmankerln, die du unbedingt in dein Wanderabenteuer mit einbauen solltest – immerhin durchwanderst du ja gleich mehrere Regionen auf einen Schlag.

Natürlich kannst du die einzelnen Etappen auch häppchenweise genießen und per Bus, Bahn, Schiff oder Seilbahn an den jeweiligen Startpunkt gelangen. Das richtige Abschalten gelingt vielen Menschen aber nur, wenn sie gleich längere Zeit in den Bergen verbringen. In diesem Fall solltest du dir an jedem Etappenziel im Vorfeld ein Bett reservieren. Glaub mir, du wirst die „Reise“ nicht bereuen.

Auf der Karte

Touren & Highlights

    Schwer
    06:07
    19,3 km
    3,2 km/h
    840 m
    610 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Der Startpunkt des BergeSeen Trails befindet sich im schönen Zentrum von Gmunden. Du erreichst ihn ganz bequem per Bahn: erst nach Attnang Puchheim und von dort weiter bis nach Gmunden. Entlang des Seeufers marschierst du auch direkt los und bahnst dir erst einmal deinen Weg aus der Stadt. Hast du einmal das Verwaltungsgebäude erreicht, ist Schluss mit den Straßen: Erst geht es durch einen Wald, dann über einen Wiesenrücken entlang zum Themenweg Altmünster bis du schließlich die Pfarrkirche des Ortes erreichst.Damit folgt auch schon der zweite Teil deiner Wanderung – du machst dich auf nach Neukirchen. Und zwar indem du erst Richtung Grasberg, dann zwischen ein paar Häusern und unter einer Eisenbahnbrücke hindurch zum Beginn der schönen Waldschlucht des Stücklbachgrabens wanderst. Über schmale, ansteigende Wege, den ein oder anderen Holzsteg und immer wieder begleitet von Wasserfällen erkundest du den Graben, hältst dich weiter in Richtung Grasberg und stehst bald vor dem idyllisch platzierten Gasthof Reschenwirt. Bevor du die Südhange des Grasberges querst und auf einem schmalen Steig nach Neukirchen absteigst, solltest du hier eine kurze Rast in Erwägung ziehen. Fehlt nur noch Part drei deiner heutigen Tour. Und die nimmt noch einmal etwa zweieinhalb Stunden in Anspruch. Vom Neukirchner Zentrum folgst du den Wegschildern „Viechtauer Heimathaus, Windlegernweg“, um wenig später zum Kalvarienberg aufzusteigen. Über schöne Wald- und Wanderwege gelangst du früher oder später zum Gasthof Windlegern. Sollten deine Kräfte hier schon ein Limit erreicht haben, hast du die Möglichkeit, für die Nacht einzuchecken. Oder aber du gönnst dir eine kleine Pause und Erfrischung und marschierst dann froh und munter weiter zum eigentlichen Ziel: vorbei an einer kleinen Kapelle und der Hochsteinalm, über einen steilen Weg (Nummer: 839) hinunter ins Langbathtal und zum Landgasthaus „In der Kreh“. Hier hast du dir idealerweise schon ein Bett reserviert, auf das du dich nach den gut 19 Kilometern dieser Etappe bestimmt schon freust. Ruh dich gut aus – denn morgen geht’s weiter mit Etappe 2 deines BergeSeen Trail Abenteuers.

    Schwer
    05:50
    19,0 km
    3,2 km/h
    560 m
    730 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Deine heutige Tour und Etappe 2 des BergeSeen Trails beginnt gleich mit zwei wunderschönen Bergseen. Naja, zumindest fast – ein Stückchen musst du dafür schon marschieren. Vom Gasthaus „In der Kreh“ überquerst du den Langbathbach und spazierst dann eine Weile auf einem Forstweg dahin bis zum Vorderen Langbathsee. Nur kurze Zeit später erreichst du auch den Hinteren Langbarthsee. Den bestaunst du erst einmal. Dann geht der Weg wieder ein kurzes Stück zurück und zweigt schließlich in Richtung Lueg ab. Angekommen auf einer Ebene geht die Forststraße in einen Steig über. Du wanderst in Richtung Westen und im gemächlichen Auf und Ab zum Taferlklaussee. Sofern du keine Rast am schönen Bergsee machen möchtest, umrundest du ihn auf einer der beiden Seiten und gelangst kurze Zeit später zu einem Skilift. Zunächst geht es rechts über die Skipiste aufwärts und dann links auf einer Forststraße weiter bis du zu einer Wegtafel gelangst, wo du das erste Mal vom Valerieweg liest. Und genau in den steigst du hiermit auch ein – auf und ab, einen anderen Steig querend und durch den Wald bis zu einer Forststraße. Diese führt dich weiter bis an dein Etappenziel Steinbach am Attersee. Die idyllische Ortschaft ist zwar nicht groß, hält aber genügend Unterkünfte für die Nacht bereit. Schlaf dich aus in einem Hotel oder einer netten Pension, bevor du morgen Etappe 3 in Angriff nimmst.

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  • Schwer
    06:12
    21,1 km
    3,4 km/h
    610 m
    550 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Etappe 3 des BergeSeen Trails führt dich von Steinbach am Attersee ins berühmte St. Wolfgang. Ich hoffe, du hast gut geschlafen (oder reist für diese Tagestour motiviert an), denn es liegen gute 21 Kilometer vor dir. Vom Dorfzentrum in Steinbach am Attersee marschierst du zu Beginn südwärts bis zum Anfang des so genannten Nikoloweges. Dieser führt dich im leichten Auf und Ab, begleitet von schönen Aussichten auf den Attersee durch einen schattigen Hochwald bis nach Weißenbach (immer noch am Attersee). Dort angekommen, geht es in den kommenden schätzungsweise drei Stunden zum Schwarzensee. Erst entlang des Seeufers, dann über eine Brücke und einen Rad- und Gehweg zur Ortschaft Burgau. Die hier beginnende Forststraße mit dem klingenden Namen „Moosstraße“ führt dich kontinuierlich bergauf zu den traumhaften Almflächen der Moosalm, einer Einkehrmöglichkeit namens Gschwandtnerhütte und in weiterer Folge zum Schwarzensee. Sein rechtes Ufer leitet dich zu den beiden Gaststätten Almstadel und Gasthaus „Zur Lore“, wo du dir eine Stärkung gönnen kannst – mit Blick auf den See, versteht sich. Dann nimmt dich der Weg zwischen den beiden Gaststätten mit bergauf bis in den Sattel auf 807 Metern. Danach geht’s auch schon stetig bergab, vorbei an der Jausenstation Holzerbauer bis ins schöne St. Wolfgang mit der berühmten Wallfahrtskirche. Erkunde die belebten Straßen, kehr ein in eines der Gasthäuser oder Restaurants und gönn dir eine gute Portion Schlaf. Morgen steht Etappe 4 an.

    Schwer
    08:41
    22,3 km
    2,6 km/h
    1 190 m
    1 250 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Ja, ich weiß: Mit ihren vielen Höhenmetern sieht Etappe 4 nach einem ganzen Stück Arbeit aus. Deshalb gleich vorweg: Mit Benützung einer Zahnradbahn kannst dir ein bisschen Zeit und viel Anstieg ersparen. Aber dazu später mehr. Los geht’s erst einmal in St. Wolfgang, wo du dir zuerst den Weg zum Marktplatz vor der Wallfahrtskirche bahnst und dann über den Kalvarienbergweg bis zur ersten Kapelle wanderst. Über ein paar Stufen und den Malersteig geht’s hinauf auf eine Anhöhe, dann wieder ein Stück hinunter und schließlich wieder bergauf zur Jausenstation Aschinger. Hier beginnt der Schafbergweg, der dich (teilweise sehr steil) zur Dorneralm und dann zum Beginn der Schafbergalm (1.300 Meter – höchster Punkt) führt. Bis hierhin kannst du alternativ auch mit der Zahnradbahn von St. Wolfgang fahren. Alle Infos dazu findest du hier: schafbergbahn.at/content/website_schafbergbahn/de_at/ueber-die-bahn/UeberBahn.html. So oder so ist der nächste wichtige Punkt deiner Wanderung der Krottensee. Und den erreichst du nach circa zwei Stunden über Forststraßen, durch Wälder und die Ortschaft Winkl. Wenn du, am See angekommen, einmal nach oben blickst, kannst du das Schloss Hüttenstein erspähen. Bevor du den letzten Teil dieser Etappe angehst, lohnt es sich, hier kurz innezuhalten. Dann ist auch schon Endspurt angesagt: Du beginnst mit dem Aufstieg zum Almkogel. Insbesondere wenn du dich dazu entscheidest, den Schlenker zum Gipfel einzubauen, solltest du für diesen Teil der Wanderung schwindelfrei und trittsicher unterwegs sein. Die Aussicht von den 1.030 Metern auf Atter-, Mond- und Irrsee auf einmal belohnt aber für die Anstrengungen. Steil bergab führt der Weg im Anschluss durch einen Wald und hinunter bis zum Gasthaus Drachenwand. Von dort ist es nicht mehr weit und vor allem flach bis zu deinem Etappenziel Mondsee.

    Schwer
    03:26
    10,2 km
    3,0 km/h
    500 m
    330 m
    Schwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Etappe 5 deines BergeSeen Trail Abenteuers bringt dich von Mondsee nach Fuschl am See. Und im Vergleich zur gestrigen Tour wirken die heutigen zehn Kilometer fast wie ein Spaziergang. Lass dich aber nicht täuschen – ein paar Höhenmeter gibt es trotzdem zu überwinden. Außerdem lässt sich diese Tour je nach Lust, Laune und Ausdauer variieren.Von Mondsee wanderst du durch die Lindenallee zur Seepromenade. Ein Stück verläuft der Weg neben der Bundesstraße, dann querst du sie und spazierst durch die Höribachsiedlung bergauf. Einmal über die Fuschler Ache gehuscht, beginnst du auch schon mit dem Anstieg Richtung Obernberg. Ein mäßig steiler Waldweg führt dich schließlich nach Wartenfels, wo du im urig-gemütlichen Forsthaus Wartenfels Mittagspause machen kannst. Außerdem lohnt sich von hier ein kurzer Abstecher zur Burgruine Wartenfels. Sie hält einfach grandiose Ausblicke für dich bereit. Im Anschluss führt dich ein Wanderweg durch einen Wald und etwas später über Wiesen hinunter zum Fuschlsee. Du erreichst sein Ufer direkt am berühmten Hotel Waldhof und kannst von dort aus gemütlich ins Ortszentrum spazieren. Mach’s dir in einem örtlichen Hotel oder einer Pension bequem, denn hier wirst du für die Nacht bleiben. Variante für trittsichere und schwindelfreie Bergziegen: Vom Forsthaus Wartenfels steigst du zur Burgruine auf, dann über einen steilen, am Gipfel mit Drahtseilen gesicherten Weg hinauf auf den 1.328 Meter hohen Schober. Kurz (oder länger) kannst du die Aussicht genießen und anschließend über den Frauenkopf zurück nach Wartenfels absteigen.

    Schwer
    07:15
    23,2 km
    3,2 km/h
    840 m
    760 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Im Zuge der gut 23 Kilometer, die dich auf Etappe 6 des BergeSeen Trails erwarten, wanderst du zunächst in Richtung Fibling. Du erreichst den mit seinen 1.307 Metern höchsten Punkt der Wanderung, indem du von Fuschl zur Bundesstraße gehst, dann über eine Forststraße und eine Wiese zu einer Kapelle wanderst und schließlich den langen, aber meist flachen Anstieg über den Nordwestrücken zum Gipfel angehst. Oben angekommen, darfst du dich über wunderbare Ausblicke freuen. Über den Grat machst du dich auf bis zu einem flachen Sattel, von dem du auf den verträumten, kleinen Filblingsee blicken kannst, dann aber gleich in die andere Richtung zum Schmiedbauer absteigst und von da weiter Richtung Faistenau gehst. Über die Ortschaft Hamosau, vorbei an einer Kapelle und durch den Wald gelangst du zu einem weiteren Gehöft und schließlich zum Hintersee. Ein Stückchen davor hast du noch die Möglichkeit, im Gasthaus Fischerwirt einzukehren. Oder aber du genießt mitgebrachten Proviant in der traumhaften Idylle am Seeufer. Auf einer Forststraße marschierst du dann wieder zur Landstraße, überquerst sie und wanderst – immer der Taugl folgend – bis zu deinem Etappenziel, der Ortschaft Hintersee. Geschafft! Hier kannst du dich für die Nacht ausbreiten, deine Beine hochlegen und dich schon auf die morgige Etappe 7 freuen.

    Schwer
    06:53
    18,0 km
    2,6 km/h
    1 180 m
    600 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Heute erwartet dich ein besonderes Erlebnis: Es geht hinauf auf die Postalm, eine wunderschöne Alm mit traumhafter Natur und netten Hütten. Los geht’s aber erst einmal in Hintersee. Von da aus wanderst du nach Lämmerbach, wo die Mautstraße in Richtung Genneralm beginnt. Genau da willst du auch hin. Dieses Ziel im Blick marschierst du über die Schotterstraße und so manchen Steig bergaufwärts. Auf der Genneralm angekommen, erwarten dich zwei urige Hütten zur Einkehr. Mit frisch gefüllten Energiereserven beginnst du dann auch schon den Gipfelsturm zum Hohen Zinken. Über einen Almweg geht’s im Auf und Ab in den Gennersattel und von da an auf einem steilen Steig über die Westflanke bis zum 1.764 Meter hohen Gipfel. Die Aussicht – unter anderem auf Hochkönig und Dachstein – hat es in sich. Doch früher oder später musst du selbst den schönsten Gipfel einmal verlassen. Und beginnst mit dem letzten Teil deiner Tour. Schließlich musst du ja noch hinunter zu deinem Etappenziel, der Postalm. Erst geht es weiter über den flachen Rücken, dann gelangst du über einen steilen Wiesenhang in ein weites Kar, das sogenannte „Goldene Schüsserl“. Du bahnst dir den Weg in den Sattel zwischen Osterhorn und Pitscherberg, steigst wieder ein Stück bergauf und entdeckst bald einen zielführenden Wegweiser kurz unterhalb des Pitscherberg-Gipfels. Die gleichnamige Alm erreichst du nur wenig später, nachdem du über Wiesenhänge und einen lichten Lärchenwald abgestiegen bist. Mit wunderbarem Blick auf den Dachstein bietet sie sich für eine kurze Rast an. Dann steht auch schon der Endspurt an: Du wanderst hinunter zu einem Weidetor, dann über einen Almenweg zu einer Straße. Der blauen Markierung folgend erreichst du nach kurzem Auf und Ab bereits die erste Hütte auf der Postalm. Es folgen weitere. Eine davon solltest du zu deinem heutigen Nachtquartier machen, denn soeben hast du dein Etappenziel erreicht.

    Mittelschwer
    03:46
    11,6 km
    3,1 km/h
    190 m
    970 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Etappe 8 des BergeSeen Trails geht es mit ihren gut elfeinhalb Kilometern vergleichsweise gemütlich an. Von deinem gestrigen, an Idylle kaum zu übertreffenden Etappenziel, der Postalm, wanderst du eine flache Almstraße entlang bis zur Wieslerhütte. Rechts abzweigend, in Richtung Thoralm wandernd und schließlich per schmalem Steig in den weitläufigen Thoralmsattel wechselnd, hast du deinen höchsten Punkt (1.492 Meter) bereits erreicht. Sofern du nicht noch einen Abstecher zum Gipfel der Thorhöhe machen möchtest, wofür du etwa eine Stunde extra und ein paar Höhenmeter mehr einrechnen solltest. Vom Sattel geht’s nun jedenfalls bergab: erst auf einem schmalen Almweg zur privaten Höplihütte, dann durch einen schütteren Lärchenwald hinunter zu Niedergadenalm. Den wunderbaren Ausblick auf Rinnkogel und Gamsfeld kannst du ruhig einen Moment lang auf dich wirken lassen. Dann führt der Weg in einen Sattel, vorbei an weiteren Hütten und schließlich über Almwiesen und einen bequemen Waldweg hinunter zum Gasthaus Mahdhäusl. Über die Zufahrtsstraße des Gasthauses wanderst du nun in Richtung Wolfgangsee. Hast du einmal die Bundesstraße gequert, erreichst du das bekannte Hochmoor „Blinklingmoos“. Du hältst dich am Seeufer und landest schließlich in Strobl, am östlichen Ende des Wolfgangsees. Hier hast du wieder freie Wahl, was dein Nachtquartier betrifft. Hauptsache du bist morgen früh fit, um die nächste Etappe anzugehen.

    Mittelschwer
    04:21
    15,8 km
    3,6 km/h
    240 m
    310 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Im Zuge von Etappe 9 des BergeSeen Trails wanderst du vom charmanten Strobl ins traditionsreiche Bad Ischl. Dazu begibst du dich vom Strobler Zentrum erst einmal zur Seeuferpromenade, der du gen Norden zum Abfluss des Wolfgangsees folgst. Noch bevor du die Brücke bei der Seeklause erreichst, biegst du aber ab und steigst über eine kurze Stiege hinunter auf einen Wanderweg, der dich immer entlang der Ischler Ache bis zu einem Gehöft, der Schlagermühle führt. Erst über einen Wanderweg, dann einen schmalen Steig entlang und schließlich über eine schmale Straße erreichst du schon bald den Gasthof „Zur Wacht“. Von hier ist’s nicht mehr weit bis zum Nussensee – Halbzeit deiner Wanderung. Der schöne See lädt zur Rast ein. Die Natur ist einfach herrlich und verdient hast du dir die Pause sowieso. Dann wird dir die Wahl gelassen, denn um nach Bad Ischl zu gelangen, musst du dir erst einmal deinen Weg um den See bahnen: entweder rechts per schönem Steig oder links und damit dieser Variante folgend. So oder so erreichst du bald einen breiten Wanderweg, der dich erst auf eine Anhöhe und dann durch den Wald hinunter zur asphaltierten Lindaustraße führt. Der Auerbachweg bringt dich zu einer Kapelle, bei der du in den idyllischen Elisabeth-Waldweg einbiegst. Den im Andenken an Kaiserin Elisabeth errichteten Wanderweg marschierst du entlang bis zur Kalvarienbergkirche und schließlich über den gleichnamigen Bergweg und einige Stufen hinunter ins Zentrum von Bad Ischl. Dieser Ort hat eine lange Tradition und somit einige Geschichten zu erzählen. Aber natürlich findest du hier auch mehrere Unterkünfte, in denen du einchecken und fürs Erste deine Beine lang machen kannst. Wir sehen uns dann morgen in alter Frische, bereit für Etappe 10.

    Schwer
    09:20
    20,3 km
    2,2 km/h
    1 990 m
    880 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Genug vom Tal – heute geht es wieder höher hinaus. Und dafür heißt es: von Bad Ischl erst einmal flussaufwärts wandern. Bis zur Talstation der Katrinseilbahn, wo sich dir zwei Möglichkeiten auftun: Entweder wählst du den bequemeren Weg und lässt dich von der urigen Seilbahn nach oben „schweben“. Oder aber du steigst links von ihr über eine Wiese, eine flache Forststraße und den sogenannten „Bilderweg“ auf bis du über die Südseite des Berges schließlich zur Katrinalm-Hütte gelangst, wo sich auch die Bergstation der Seilbahn befindet. Nach einer kurzen Rast geht’s auch schon weiter – immerhin hast du heute viel vor. Gen Süden steigst du ein Stück ab, dann führt dich ein schöner Berg- und Buchenwald bis zur Abzweigung in Richtung der Ortschaft Weißenbach, deren Häuser du nach etwa zwei Stunden ab der Hütte auch schon sehen kannst. Hier beginnt der letzte Streich deiner Wanderung. Ganz kurz folgst du dem Soleweg in Richtung Bad Goisern, biegst dann aber direkt auf einen Steig ab, der dich aufwärts bis zu einer Aussichtskanzel bringt. Diese befindet sich oberhalb der senkrechten Abstürze der Jochwand und bietet dir eine spektakuläre Panorama-Aussicht. Zum Abschluss erwartet dich noch ein bunter Mix aus Auf- und Abstiegen. Von Obermuth aus wanderst du rechts zum Gehöft Hochmuth und von da hinauf zum Waldrand. Ein Steig führt dich über den Bergrücken – erst flach, dann steil hinauf zur auf 1.330 Meter hoch gelegenen Pramesbergerrast. Durch einen lichten Wald geht es mäßig steil weiter hinauf zur Schartenalm und schließlich flach über traumhafte Almwiesen zu deinem heutigen Nachtquartier, der aussichtsreichen Goiserer Hütte, deren köstliche Speisen du dir jetzt aber wirklich verdient hast.

    Schwer
    07:30
    21,4 km
    2,9 km/h
    770 m
    1 570 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Na, gut geschlafen? Um in die elfte Etappe des BergeSeen Trails zu starten, brauchst du nur dein Bett zu verlassen, schon stehst du praktisch mittendrin – gleich unterhalb der Hütte beginnst du nämlich mit dem Abstieg in Richtung Gosau. Der gestaltet sich erst schön frei über Almgelände und vorbei an einigen Hütten, dann durch den Wald bis zur Iglmoosalm und weiter bis zu einem Parkplatz oberhalb von Ramsau. Scharf rechts gelangst du zu einer Brücke, überquerst kurz darauf die Pass Gschütt Bundesstraße und erreichst nach einem kurzen Stück entlang der Straße den Einstieg des so genannten Herrenweges. Die nächsten geschätzten drei Stunden lang wanderst du über einen mäßig steilen Steig durch den Wald und zwischendrin immer wieder über eine schöne Forststraße. Dabei kommst du auch an der Mittelstation der Hornspitzlifte und der Falmbergalm vorbei. Über einen letzten Steig erreichst du früher oder später dann den höchsten Punkt dieser Etappe: die Gablonzer Hütte auf 1.550 Metern. Hier oben kannst du erst einmal Pause machen und den Wahnsinnsblick auf den zackigen Gosaukamm und den Vorderen Gosausee genießen. Auch der Dachstein bäumt sich am Horizont auf. Wenn du schließlich soweit bist, machst du dich an den letzten Abschnitt deiner Tour. Es geht über mäßig steile Almwiesen und anschließend auf einem deutlich steileren Steig hinunter bis zum Vorderen Gosausee. Alternativ kannst du dich, falls du schon müde Beine haben solltest, auch per Gosaukammbahn (Bergstation etwas unterhalb der Gablonzer Hütte – dachstein.at/sommer/bergsommer/bergbahnen/gosaukammbahn/betriebszeiten) ins Tal fliegen lassen. Unten, am verträumten See angekommen, führt dich ein Wanderweg talauswärts. Du musst nur dem Gosaubach folgen – er bringt dich fast bis direkt zu deinem Etappenziel: dem Gasthof Gosauschmied, wo du dich für die Nacht ausruhen kannst.

    Schwer
    06:41
    17,0 km
    2,6 km/h
    900 m
    1 150 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Hallstatt ist eine der meist besuchten Städte Österreichs. Das Bild mit den traditionellen Häusern am Wasser hast du bestimmt schon einige Male gesehen. Heute ist Hallstatt auch das Ziel deiner Tour. Dazu beginnst du von deinem gestrigen Nachtquartier aus in Richtung Gosau bis zum Gasthaus Edelweiß zu marschieren. Von dort aus wanderst du erst über einen Steig, dann über eine Forststraße durch den Wald bis zu den Schleifensteinhütten. Hier kannst du eine erste kleine Rast einlegen. Falls du hingegen direkt weiterwandern möchtest, lässt du die Hütten einfach hinter dir und hältst dich an der Weggabelung rechts. Schon bald beginnt das Löckernmoos, ein traumhaftes Hochmoor, das du über stabile Holzstege durchschreitest. So wanderst du durch das Moor bis du sein Ende erreichst. Dann folgt ein Abstieg hinunter zur Hinteren und Vorderen Grubenalm und bald darauf wieder der Aufstieg zu den idyllischen Almwiesen der Plankensteinalm. Nach einem Stückchen entlang einer Almstraße und über Almwiesen gelangst du zum 1.580 Meter hohen Durchgangsattel. Etwas mehr als die Hälfte der Tour hast du damit bereits hinter dich gebracht. Nun folgst du dem Wegweiser hinunter zu den Durchgangalmen und noch etwas weiter bis du zu einer Forststraße gelangst. In Abwechslung mit einem Steig führt diese dich im Zickzack hinunter bis zum markanten Rudolfsturm, wo du den Welterbeblick auf den Hallstätter See genießen kannst. Er ist also schon zum Greifen nah. Einen breiten, etwa 40 Minuten langen Salzträgerweg oder eine schnelle Fahrt mit dem Schrägaufzug (dachstein.salzkammergut.at/oesterreich-poi/detail/430003930/salzbergbahn-hallstatt.html) später stehst du schon an seinem Ufer. Und damit mittendrin in deinem heutigen Etappenziel Hallstatt.

    Mittelschwer
    04:28
    16,1 km
    3,6 km/h
    320 m
    190 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Etappe 13 des BergeSeen Trails beginnt mit einer Schifffahrt, mittels der du einmal den Hallstätter See querst, um auf der anderen Seite am Bahnhof wieder auszusteigen (hallstattschifffahrt.at). Erst geht es rechts am See entlang bis zu ein paar Bootshütten, dann wanderst du auf dem Höhenweg taleinwärts hoch über den Dächern Obertrauns. Nach einer Weile führt dich der Weg wieder hinunter in Richtung Tal bis du schließlich vor dem Gasthaus Koppenrast stehst. Ein gutes Stück deiner Etappe hast du nun schon hinter dir – du kannst dir hier also getrost eine Pause gönnen. Von der Koppenrast führt dich ein breiter Wanderweg zur Koppenbrüllerhöhle und weiter bis zur Jausenstation Koppental. Entlang der Traun wanderst du durch herrliche Natur. Schon bald überquerst den Fluss auf einer Hängebrücke und findest dich auf einer Forststraße wieder. Die ersten Häuser der Ortschaft Sarstein siehst du von hier bereits. Du folgst der schmalen Straße, bis sie in die Sommersbergseestraße mündet. Dann führen dich die Wilhelm-Kienzl-Straße, die Rudolfstraße und schließlich die Ischler Straße mitten hinein ins Herz des wunderbaren Ortes Bad Aussee. Such dir ein Quartier für die Nacht – idealerweise hast du bereits vorab eines gebucht, Bad Aussee ist nämlich besonders zur wärmeren Jahreszeit beliebt. Viele Urlauber kommen hierher zur Sommerfrische. Genieße auch du das einzigartige Ambiente der Gegend. Morgen geht’s dann weiter mit Etappe 14.

    Schwer
    05:57
    21,0 km
    3,5 km/h
    520 m
    360 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Die schönen Gässchen Bad Aussees zu verlassen, fällt bestimmt nicht leicht. Doch heute geht dein Abenteuer weiter und soviel sei verraten: Mit schönen, traditionsreichen Plätzen ist es noch lang nicht vorbei. Erstmal aber beginnst du, in Richtung Ödensee zu wandern. Dazu überquerst du die Traunbrücke und findest dich kurze Zeit später vor dem Bahnhof von Bad Aussee wieder. Von hier spazierst du – mal rechts, mal links von der Traun – bis zu einer Forststraße, die bald auf die Ödenseestraße und weiter bis zum Ödensee selbst führt. Der See ist ein traumhaftes Stückchen Erde, also warum nicht eine erste Rast einlegen? Einkehren kannst du unter anderem im Gasthof Kohlröserlhütte, in dem man dich mit regionalen Köstlichkeiten empfängt. Hast du genug gerastet, wanderst du entlang des Sees zu einer Forststraße. In Abwechslung mit einem Steig führt sie dich hinauf durch den Wald und anschließend wieder hinunter nach Mühlreith. Du lässt das Sägewerk hinter dir, passierst die Jausenstation Stieger und gelangst schließlich über eine schöne Almstraße, die auch öfters durch den Wald führt, hinauf zur Steinitzenalm, eine weitere Einkehrmöglichkeit, in der du dir eine Erfrischung gönnen kannst. Weit ist's von hier nicht mehr. Von der Almhütte gelangst du in Richtung Süden zum Einstieg in die Forststraße, die dich durch den Almgraben hinunter zu einer Straßenkreuzung führt. Du hältst dich links und folgst dem Schotterweg entlang der Salza bis ins Zentrum von Bad Mitterndorf. Hier wirst du heute Nacht bleiben. Der Ort hält einige Unterkünfte bereit und auch kulinarisch kommst du hier natürlich auf deine Kosten. Sollst du auch – denn morgen steht bereits Etappe 15 des BergeSeen Trails an.

    Schwer
    05:32
    16,2 km
    2,9 km/h
    880 m
    40 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Etappe 15 führt dich von Bad Mitterndorf hinauf auf die idyllische Tauplitzalm. Der Anstieg steht heute erst zum Schluss an – in Bad Mitterndorf beginnst du erst einmal gemütlich und flach dahin zu spazieren. Und zwar zur Kirche, vorbei an der Griminghalle und unter der Bundesstraße hindurch zur Königgasse. An der Abzweigung hältst du dich links und wanderst über einen Feldweg zur Ortschaft Graben und wenig später weiter nach Krungl. Der Grimmingweg, der Further-Auenweg und der Furtherleitenweg führen dich bis nach Tauplitz und damit zur Talstation des Tauplitzalm-Sessellifts. Hier kannst du natürlich in den Lift steigen und dich ganz schweißfrei nach oben „fliegen“ lassen. Ist dir hingegen nach ein paar Extra-Schritten, so gehst du vom Lift-Parkplatz die nach oben führende Straße entlang. Du marschierst einige Zeit taleinwärts bis du bei Niederblas, einer ehemaligen Alm, in einen Steig einbiegst. Er führt dich hinauf auf einen Sattel, von dem du einen tollen Ausblick auf den Steirersee genießt. Über die Steirerseehütten erreichst du nach einem weiteren kurzen Auf und Ab dein Etappenziel: die Tauplitzalm. Hier oben findest du neben einer Kirche und einem kleinen See auch einige Hotels, in die du für die Nacht einchecken kannst.

    Mittelschwer
    04:17
    13,7 km
    3,2 km/h
    180 m
    1 100 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Natur, Wasser und noch mehr Natur erwarten dich auf Etappe 16 deines BergeSeen Abenteuers. Das beginnt praktisch schon vor der Tür deines Nachtquartiers am Tauplitzsee, dem ersten schönen Gewässer, dem du heute begegnen wirst. Und auch die nächsten sind nicht weit. Im Gegenteil: Nur einen Katzensprung entfernt warten der Großsee und der kleine Märchensee, die du über flache Almwiesen erreichst, auf deine Entdeckung. Am Öderntörl, an dem du nur wenige Schritte hinter dem Märchensee stehst und das eine breite Einsattelung zwischen Schneiderkogel und Traweng darstellt, steigst du in einen schmalen Steig ein. Dieser führt dich durch dichten Wald hinunter zu den Hütten der Ödernalm.Von hier folgst du der Salza talauswärts. Kurz nach dem sogenannten Rechenplatz triffst du auf einen markierten Wanderweg, der von Bad Mitterndorf heraufkommt. In diesen steigst du ein und wanderst bergauf bis zur Schneckenalm. Und von dort aus geht’s wieder bergab. Erst flach, dann steiler zu den Gößlwiesen und von da an immer weiter bis zu den ersten Häusern der Ortschaft. Am Grundlsee rechts vorbei erreichst du bald das Zentrum von Gößl. Gößl liegt im Ausseerland und ist neben seinen gastfreundlichen Bewohner vor allem für die „Gemütlichkeit“, die es ausstrahlt, bekannt. Gönn dir eine Abkühlung im wunderschönen Grundlsee, unternimm eine Schifffahrt oder lass dir einen frisch gefangenen Fisch schmecken. Dein heutiges Etappenziel wird dir gefallen!

    Schwer
    06:49
    15,1 km
    2,2 km/h
    1 220 m
    320 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    So schön Gößl auch ist – heute darfst du schon wieder weiter wandern. Und es geht hoch hinaus. Doch erst einmal musst du dir den Weg aus Gößl bahnen: Von der Kirche aus spazierst du gen Osten hoch zum Waldrand und steigst dort in einen Steig ein, der bald in einen breiteren Weg übergeht und dich schließlich zur Schwaiber Alm führt. Hier zweigt auch der Weg zur Gößler Alm ab. Du querst zwei Forststraßen, wanderst durch das Kanzlermoos und die felsige Engstelle namens „Draußengatterl“ bis du zu den Schafbüheln gelangst. Von hier geht’s leicht bergab und schon bald stehst du vor dem Vorderen Lahngangsee. Nachdem du eine Pause eingelegt, zumindest aber das herrliche Panorama des Sees genossen hast, führt dich der Wanderweg am Ufer entlang bis zum östlichen Seeende. Nach einem kurzen Anstieg erreichst du die Lahngangalm und kurz darauf – begleitet von einem wunderbaren Blick auf den Hinteren Lahngangsee – die Elmgrube. Hier zweigt der Trail schließlich nach links ab, womit der letzte große Teil dieser Etappe ansteht: Über einen Sattel namens Abblasbühel gelangst du zum Wildgößl und um dessen Nordrücken herum zum kleinen Wiesensee. Dabei passierst du auch den eindrucksvollen Hinteren Bruderkogel, den Widderkarkogel wie auch den Redenden Stein und kommst schließlich an deinem Etappenziel, dem Albert-Appelhaus, an. Beine hoch, Kopf aus – Aussicht an. Hier oben kannst du es dir für die Nacht gemütlich machen, den Blick auf die umliegende Bergwelt genießen und dich mit einem leckeren Essen stärken. Du hast es dir verdient.

    Schwer
    08:38
    24,9 km
    2,9 km/h
    560 m
    1 590 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Etappe 18, die heute ansteht, verlangt dir nochmal so einiges ab: knappe 25 Kilometer, um genau zu sein. Dafür geht es relativ gemächlich dahin. Und die schöne Natur entschädigt sowieso für jede Anstrengung. Los geht’s an deinem gestrigen Etappenziel, dem Albert-Appelhaus. Durch schütter bewaldetes und mit Felsen besetztes Gelände steigst du hinab zu den vielen kleinen Hütten der Wildenseealm und über die Hufnagelwiese weiter zum malerischen Wildensee. Dieses wunderbare Fleckchen Erde bietet sich natürlich für eine Rast an. Oder du geduldest dich noch ein wenig, denn etwa eineinhalb Kilometer und einen kurzen Anstieg über die Karschwelle später erreichst schon du die urige Rinnerhütte. Mit neuen Kräften wanderst du zunächst relativ flach talauswärts. Weit unter dir kannst du schon den Offensee erspähen. Nach einer Weile im steilen Berggelände, durch viele Kehren, vorbei an einem Wasserfall und über eine Metallstiege erreichst du schließlich auch sein Ufer.. Hier gibt es ebenfalls die Möglichkeit, einzukehren, um dich mit einer zünftigen Jause verwöhnen zu lassen. Ein gutes Stück der Strecke liegt nämlich noch vor dir. Du folgst dem Weg mit der Nummer 420 hinauf durch den Wald zum Gschirrsattel. Die 400 Höhenmeter, die du dabei überwinden musst, sind gleich wieder vergessen, wenn du die Aussicht erblickst. Dann geht es wieder abwärts – erst zur Gschirrhütte, später zur Weißenegg-Jagdhütte. Forststraßen führen dich durch idyllische Natur und gehen bald in einen Fußweg Richtung Deutsches Haus über, das direkt am Ufer des Almsees liegt.Den herrlichen Almsee kannst du natürlich gern im Zuge einer kurzen Rast genießen. Doch auch, wenn du dich dazu entscheiden solltest, gleich weiter zu marschieren, hast du während der Strecke noch genügend Zeit, ihn zu bestaunen. Der Weg verläuft nämlich entlang der östlichen Seeseite und führt dich immer wieder in verträumte Buchten. Angekommen am Ende des Sees ist es wirklich nicht mehr weit bis zu deinem Etappenziel, dem Gasthof Jagersimmerl. Das schöne Haus im Almtal empfängt dich gerne. Und du kannst dich endlich von dieser langen Etappe erholen.

    Mittelschwer
    02:36
    9,90 km
    3,8 km/h
    60 m
    120 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Etappe 19 könnte man schon als „Ruhe vor dem Sturm“ bezeichnen. Oder aber als eine letzte gemütliche Tour vor dem „Grande Finale“. Ausgeschlafen und voller Tatendrang führt dich der malerische Almuferweg vom Gasthof Jagersimmerl talauswärts. Nach etwa einem Drittel der heute zu meisternden Strecke kommst du am Wildpark Cumberland vorbei. Da die heutige Etappe mit ihren neun Kilometern ein Klacks für dich ist, kann es schon lohnen, den Bewohnern des Parks einen Besuch abzustatten. Unter anderem triffst du dort auf Hirsche, Rehe, Braunbären und sogar Luchse und Wölfe. Auch einkehren lässt es sich gut: nämlich im Wildparkstüberl. Dann geht es über einen flachen Weg weiter bis nach Fischerau, Heckenau und schließlich einmal die Almstraße querend von Rabenstein über Reichenau nach Grünau. Der kleine, idyllische Ort ist dein heutiges Etappenziel. Morgen steht dann der Endspurt an.

    Schwer
    07:12
    23,4 km
    3,2 km/h
    670 m
    760 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Zeit für die letzte Etappe des BergeSeen Trails. Und die hat es noch einmal in sich: Knapp 23,5 Kilometer erwarten dich. Aber am Ende willst du dir deine Auszeichnung als Fernwanderer ja doch verdient haben, oder? Von Grünau bahnst du dir erst einmal deinen Weg – immer entlang der friedlich plätschernden Alm – in Richtung Scharnstein. Kurz davor schwenkst du direkt nach einem Bahnübergang nach links und wanderst über die Siedlung Matzing zum Hochbuchegg hinauf, an dessen Gehöft der sechs Kilometer lange Übergang zum Laudachsee beginnt. Erst über eine Forststraße, dann über einen Fußweg den Bergrücken hinauf erreichst du bald das Jagdhaus Schrattenau. Von hier wanderst du durch herrliche Natur bis hinab zum Laudachsee. Eine Einkehr kannst du dir hier schon gönnen – immerhin hast du schon mehr als die Hälfte der Strecke hinter dich gebracht. Über einen Waldlehrpfad machst du dich dann auf in Richtung deines finalen Zieles: Gmunden. Schöne Holzfiguren am Wegesrand versüßen dir deine Wanderung durch das hügelige Gelände. An einer Stelle könntest du bereits zum Ostufer des Traunsees abbiegen – der BergeSeen Trail aber möchte lieber noch einen Berg mitnehmen. Und deshalb steigst du, statt die Abkürzung zu nehmen, auf zum 1.004 Meter hohen Grünberg. Allein schon der Baumwipfelpfad mit Aussichtsturm ist den Besuch des Berges jedoch allemal wert. Wenn deine Füße müde sind, kannst du am Grünberg in die Seilbahn hinunter nach Gmunden steigen (gruenberg.info/de/wandern-aktivitaeten/gruenberg-in-gmunden/oeffnungszeiten). Ansonsten beginnst du mit deinem finalen Abstieg. Erst über den Weg Nr. 410 bis zur Querung des Mitterwegs, dann links hinunter bis du schließlich im Gmundener Ortsteil Weyer landest. Entlang des Traunseeufers führt dich ein letzter idyllischer Abschnitt bis nach Gmunden, dem Ziel deiner erfolgreich absolvierten Weitwanderung.

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Collection Statistik

  • Touren
    20
  • Distanz
    360 km
  • Zeit
    121:31 Std
  • Höhenmeter
    14 190 m

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