Frank Meyer

Virtuelle komoot-Staffelwanderung Berlin/Brandenburg Juni 2020

Frank Meyer

Virtuelle komoot-Staffelwanderung Berlin/Brandenburg Juni 2020

Collection von Frank Meyer

Im Juni 2020 soll es erneut angesichts der einschränkenden äußeren Umstände darum gehen, den Zusammenhalt der Community zu stärken und eine gemeinsame virtuelle Tour auf die Beine zu stellen. Das Prinzip ist hierbei wie folgt: ich wandere zum Start eine Tour von A nach B, jemand von euch wandert dann von B nach C, die nächste Person von C nach D usw. So bestreiten wir bis Ende Juni jeden Tag lückenlos eine Tour als ‚virtuelle Wandergruppe‘. Bei diesem Event soll es um Teilnehmer aus dem Raum Berlin/Brandenburg gehen, natürlich könnt ihr gerne auch anreisen, um eine Etappe beizusteuern.Welche Strecke ihr wandert und wie lang sie ist bleibt dabei vollkommen euch überlassen, ihr müsst nur den eigenen Startpunkt aus dem Endpunkt eures jeweiligen Vorgängers übernehmen. Es geht definitiv hier nicht um 'Höher-Schneller-Weiter' und ums Kräftemessen sondern darum, dass jeder Teilnehmer tatsächlich Teil der Sache ist und seinen individuellen Beitrag am Gesamtergebnis leistet.Hier die absolvierten Etappen:
-----------------------------------
12.06. Frank Meyer & Steffen Lehmann: komoot-HQ Potsdam - RE-Seddin
13.06. Regina & Bea: Bus Neuseddin - RE-Trebbin
14.06. Andrea & Susann: RE-Trebbin - RE-Zossen
15.06. ahorn4: RE-Zossen - RE-Königs-Wusterhausen
16.06. Bernhardt: RE-Königs-Wusterhausen - S-Schöneweide
17.06. Daniela Müller: S-Schöneweide - S-Alexanderplatz
18.06. Thomas aus EF: S-Alexanderplatz - S-Köpenick
19.06. Eisenwaden: S-Köpenick - S-Erkner
20.06. Robin & Fiete: S-Erkner - S-Strausberg
21.06. schnubbi62 & Jeanine & Ghana: S-Strausberg - RB-Werneuchen
22.06. Seabass: RB-Werneuchen - RB-Wandlitz
23.06. Marflow & Bea: RB-Wandlitz - RB-Melchow
24.06. KlausBraus: RB-Melchow - RB-Groß-Schönebeck
25.06. peacemaker_fx: RB-Groß-Schönebeck - RB-Löwenberg
26.06. Thomas Tesche (Panketaler): RB-Löwenberg - RE-Kremmen
27.06. Mandelkern & Anette & frank: RE-Kremmen - S-Oranienburg
28.06. Hannah: S-Oranienburg - S-Birkenwerder
29.06. Karen & Cornell: S-Birkenwerder - S-Spandau
30.06. Tbrnds & Alex: S-Spandau - S-Wannsee
01.07. Frank Meyer: RB-Wannsee - komoot-HQ Potsdam

Auf der Karte

Touren & Highlights

    04:36
    17,6 km
    3,8 km/h
    100 m
    80 m

    ... heute nun war ich also zusammen mit Steffen L. von Reiseland Brandenburg unterwegs bei der Auftaktetappe zur zweiten Staffelwanderung Berlin/Brandenburg, unser Startpunkt war wiederum das komoot-Headquarter in der alten Speicherstadt in Potsdam. Ich hatte mich für eine Kombination aus dem '66-Seen-Wanderweg' sowie dem Fernwanderweg E11 in der Gegend entschieden, die die herrlichen drei kleineren Seen südöstlich des Schwielowsees mit dem hübschen Ort Caputh verband. Ziel dieser Tour war der typische Wanderbahnhof Ferch-Lienewitz.Zuhause angekommen nach der Tour um 12:30 Uhr stellte ich erschreckt fest, dass wegen Schienenersatzverkehr dieser Bahnhof am nächsten Tag nicht erreichbar sein würde, weder per Bahn noch per Bus. Also entschloss ich mich dazu, am Nachmittag noch einmal zu dem Bahnhof zu fahren und die drei Kilometer bis zum Bahnhof Seddin (andere Bahnlinie) anzuhängen, damit der Startpunkt für den Folgetag erreichbar ist.An der Stelle nochmals der Hinweis an alle Teilnehmer: prüft bitte nicht nur, ob eure eigene Verbindung funktioniert sondern auch, ob am Folgetag euer Ziel überhaupt erreichbar ist.Staffelwandern ist halt ein bisschen wie Schach: man muss immer einen Schritt mehr mit- und vorausdenken ...Die Collection ist nun ergänzt unter: komoot.de/collection/949565/-virtuelle-komoot-staffelwanderung-berlin-brandenburg-juni-2020Somit übergebe ich den Staffelstab an Regina und Bea und wünsche eine hoffentlich schöne und regenfreie Etappe für morgen!--------------Infos und Tourbeschreibung:Diese Tour startet am Firmensitz von komoot in der alten Speicherstadt in Potsdam, zunächst wird eine Weile der vielbefahrenen Leipziger Straße gefolgt, dann auf den Uferweg zum Kölle-Park abgebogen. Dem Ufer des Havelgewässers wird gefolgt zum Judengraben, an diesem entlang und über die Straße 'Alter Tornow' geht es zum Eingangstor von Hermannswerder und dort endlich nach Überquerung der Templiner Straße in den Wald.Der Grüne Höhenweg führt sehr schön naturbelassen zwei Kilometer weit bis zum erneuten Auftreffen auf die Templiner Straße, der danach bis zum Forsthaus auf dem Fahrradweg gefolgt wird. Der Weg führt dort erneut hinauf in den Wald und durch die Hänge bis zu Einsteins Sommerhaus am Rande von Caputh. Der schöne Ort wird zum Schloss hin durchquert, nach einer kleinen Runde durch den Park geht es an der Kirche vorbei und über die Seestraße zum Ufer des Caputher Sees.Der See wird auf der östlichen Seite ufernah passiert, es folgt ein knapp drei Kilometer langer Abschnitt im Wald zur Badestelle des Großen Lienewitzsees. Etwa ein Viertel des Sees wird umrundet, bevor ein weiterer Waldabschnitt zum Ufer des Kleinen Lienewitzsees führt. Auch dieser See wird ufernah passiert, über eine alte Pflastersteinstraße geht es anschließend zum Forsthaus Schmerberg. Auf dem Zubringer wird der Berliner Autobahnring unterquert, dann abgebogen auf den Forstweg 'Schmerberggestell' in südwestlicher Richtung.Nach etwa einem Kilometer wird in südöstlicher Richtung abgezweigt und diesem Waldweg gefolgt bis zur Bahntrasse. Nach einem kurzen Stück im Wald parallel zu den Gleisen geht es direkt auf den Bahnsteig des Bahnhofs Seddin, an dem diese Tour endet.

    Anpassen
    05:09
    27,6 km
    5,4 km/h
    250 m
    270 m

    Heute haben wir den Staffelstab von Frank in Seddin "übernommen". Wir, das sind Bea, Wilhelm und ich. Wilhelm konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht an der Wanderung teilnehmen und hat uns unsere schöne Tour erstellt. Vielen Dank noch einmal dafür.
    Wir gehen in Seddin los in Richtung Seddiner See, unser erstes Highlight bei dieser Wanderung. Der Weg, den wir heute erwandern, ist eine Mischung aus 66-Seen-Wanderweg, Fernwanderweg E10 und Jakobsweg. Unsere App hätten wir eigentlich nicht gebraucht, da alles super beschildert war. Zurück zum Seddiner See: Der See ist sehr groß, wir gehen weiter am See entlang. Die Aussichten sind herrlich und zeitgleich auch erschreckend, da der starke Wassermangel der letzten Jahre an diesem Gewässer sehr deutliche Spuren hinterlassen hat. Wir laufen weiter in Richtung Wildenbruch auf Feld- und Wiesenwegen, entlang eines Golfplatzes, Wiesen, Feldern und Pferdekoppeln und genießen die Aussichten und die vielen Mohn- und Kornblumen, die uns die komplette Wanderung begleiten. Bei einer kleinen Pause am Waldesrand haben wir Glück. Ein Hase hoppelt neben uns und hält inne, um sich von uns bestaunen und fotografieren zu lassen. Irgendwann wird ihm das zu langweilig, im Turbo geht es wieder zurück in den Wald. Nach Wildenbruch laufen wir noch ein Stück am See entlang und dann weiter nach Blankensee. In Blankensee angekommen, gucken wir uns den Schlossgarten an, beschließen dann kurz einzukehren, um uns in der Museumsschänke, bei einem Glas hausgemachter Limonade, von der schwülwarmen Hitze kurz zu erholen. Weiter geht es zum Blankensee. Der Blankensee ist geschützt und damit kein Badesee. Um einen schönen Blick auf den See und Vögel zu haben, wurde ein Holzsteg gebaut, der einen Zugang auf den See erlaubt. Nach Blankensee geht es auf dem E10 weiter bis Trebbin. Ein, wie ich finde, sehr eintöniger Weg entlang der Waldgrenze auf sandigen Untergrund. Wir werden von dem Gewitter überrascht, natürlich genau vor einer Waldschänke mit hübschen Biergarten und warten da, bei einer Weissen und netten Gesprächen, bis das Unwetter vorbei ist. Weiter geht es für uns über die Löwendorfer Berge, ein sehr schöner Abschnitt durch den Wald. Auf dem höchsten Punkt steht ein Aussichtsturm, der momentan geschlossen hat. Wir kommen in Trebbin an. Leider haben wir nicht mehr viel Zeit, das hübsche Städtchen anzusehen, da, wie immer, die Bahn gleich kommt.
    Bea und mir hat die Wanderung viel Spaß gemacht, wobei es heute fast schon zu heiß/zu drückend für diese sehr sonnige Wanderung war. Bis auf die kurze Strecke E10 und das Gewitter eine sehr schöne Tour.
    Wir übergeben den Staffelstab an Andrea und Susann und wünschen den beiden sehr viel Spaß bei ihrer Wanderung.

    Anpassen
  • Entdecke Orte, die du lieben wirst!

    Hol dir jetzt komoot und erhalte Empfehlungen für die besten Singletrails, Gipfel & viele andere spannende Orte.

  • 06:05
    27,8 km
    4,6 km/h
    120 m
    120 m

    Mit Susann haben wir heute die 2. Etappe der virtuellen Staffelwanderung absolviert. Unser Startpunkt war Trebbin, der Zielpunkt von Regina und Bea am Vortag.
    Diese Tour ist sehr abwechslungsreich, so wie wir es mögen. Begonnen in Trebbin ging es über den 66-Seen-Weg zum Torfstich Talgraben. Weiter durch Wald- und Feldwege über die Autobahn nach dem Ort Christinendorf ein kleiner und hübscher Ort mit einer Kirche und einer sehr schönen Windmühle. Unser Weg führte uns dann über Feldwege, mit vielen Mohnblüten und Kornblumen, zum Großen Gadsdorfer See. Auf dem Fontaneweg gelangen wir nach Saalow. Ein kleiner verträumter Ort. Der Fontaneweg führte uns weiter über Feldwege und schöne Waldwege nach Mellensee-Saalow, wo wir eine kleine Erfrischung zu uns nahmen. Nach der Stärkung lag vor uns eine 5-km-Strecke am Nottekanal entlang nach Zossen. Dieser Weg ist zwar sehr gut zu laufen, aber die Länge ist schon eine kleine Herausforderung.
    Am Bahnhof in Zossen angekommen fuhr 4 Minuten später auch schon die Bahn nach Berlin. Es hat also alles super geklappt.
    Wir übergeben den Staffelstab nun an Ahorn4 und sind schon sehr gespannt wo es mit der 3. Etappe der virtuellen Staffelwanderung hingehen wird.Tour von Susann: komoot.de/user/953479556790

    Anpassen
    05:17
    28,5 km
    5,4 km/h
    70 m
    70 m

    Ich durfte heute bei bestem Wanderwetter den Staffelstab von Susann und Andrea in Zossen übernehmen.
    Nach einem Rundgang durch die Altstadt von Zossen ging es auf dem F4 zum Nottekanal. Auf dem Weg dahin begegneten mir schon Storch und Reh und später Reiher.
    Entgegen meiner Befürchtung liegt der Kanalweg durchgehend im Schatten und ist somit sehr angenehm zu wandern. Unterwegs begegnete mir ein Mähfahrzeug, so dass ich auf frisch gemähten Weg wandeln durfte.
    Der letzte halbe Kilometer vor Mittenwalde war der leider komplett zugesichert. Meine kurzen Hosen waren auf diesem Stück definitiv die falsche Wahl 😭Es folgte ein Abstecher ins beschauliche Mittenwalde und seiner Altstadt.Danach wollte ich nun doch nicht mehr einfach nur den Nottekanal folgen, sondern bin durch Feld, Wiese und Waldessaum nach Krummsee abgebogen.Dann folgte das letzte Drittel und landschaftlich schönste Abschnitt, nämlich die Rundtour durch das urige Sutschketal und anschließend entlang am Krummsee nach Königs Wusterhausen.Die letzten km ging es dann wieder am Nottekanal entlang bis zum Schloss.Der Berliner Süden war bisher nicht meine Wandergegend, aber ich bin sicher, ich werde wiederkommen 😉

    Anpassen
    04:35
    26,7 km
    5,8 km/h
    50 m
    60 m

    Hallo liebe Wanderfreundinnen und Wanderfreunde, mein erster, noch sehr frischer Kommentar, den ich gleich noch am Ziel im Bahnhof Schöneweide geschrieben habe, scheint wohl verloren gegangen zu sein. Daher versuche ich es jetzt, zu hause angekommen, nochmal.
    Zunächst mal danke ahorn4 für den aus meiner Sicht idealen Startpunkt. Dir Daniela und Deinem Mann wünsche ich für morgen gleich gute Bedingungen und eine tolle Wanderroute.
    Ich hatte heute vom Bahnhof in KW bis Grünau eine einfach tolle Strecke. Vor allem die Passagen direkt am Langen See waren traumhaft. Das hat mich dann auch den nicht mehr ganz so schönen Stadtanteil in Köpenick und Niederschönhausen locker, im Sinne eines guten Mix, hinnehmen lassen.
    Wichtig für alle, die den Staffelstab noch übernehmen, startet bei diesem Wetter früh am Morgen, dann ist das Wandern doppelt so schön. Eine Badehose hätte ich heute auch gebrauchen können. Die Bedingungen waren super.
    Ich habe nach ca.16,5 km in der Gaststätte am Strandbad Grünau eine Pause eingelegt und mir beim herrlichen Blick über den Langen See ein großes Radler schmecken lassen.
    Es hat mir wirklich Spaß gemacht!
    Also, haltet die Ohren steif und kommt gut durch
    Bernhardt

    Anpassen
    05:24
    24,0 km
    4,4 km/h
    330 m
    210 m

    Wir haben in Schöneweide den Staffelstab von Bernhardt übernommen.
    Juhu … mein Plan in die Stadt hinein zulaufen ist aufgegangen, auch wenn es bedeutet das wir unseren Hund daheim lassen… auch schon wegen dem Wette. Bei der Planung versuchte ich schon grüne Fleckchen raus zu picken, wie zum Beispiel den Königsheiderwald, den Plänterwald, am Landwehrkanal entlang und zu guter Letzt den Volkspark Friedrichshain.
    Ich hoffe dass die Bilder für sich sprechen.
    Schön dass wir an der Staffel mit teilnehmen durften
    Wir übergeben an Thomas aus EF

    Anpassen
    06:22
    32,6 km
    5,1 km/h
    220 m
    220 m

    Ich übergebe den Staffelstab an Eisenwaden mit Köpenick als morgigen Startpunkt, wo in der Nähe Gewässer sein sollen.😉
    Ansonsten wollte ich unbedingt mal auf den Kienberg und den Ausblick auf Marzahn-Hellersdorf genießen. Dafür hat es sich gelohnt, allerdings wird der Rest der Strecke mich nicht gerade zum Fan der Thematik 'Wandern in der Stadt' werden lassen.

    Anpassen
    04:38
    22,4 km
    4,8 km/h
    170 m
    150 m

    Vielen vielen Dank, Norman, dass Du bei diesem Experiment teilgenommen und Du meinen Vorschlag aufgegriffen und Deine Etappe als teilweise Packraft-Tour absolviert hast! Das sieht wirklich toll aus und das teilweise 'Wasserwandern' bot sicher ganz neue Perspektiven und Einblicke, die dem normalen Wanderer verborgen bleiben. Wie ich hoffe ein 'Appetizer' für wasserfreudige Wanderer, diese Kombination doch auch mal auszuprobieren.Da ich weiß, wie sehr das Packraften Dein Herzensprojekt und Deine Leidenschaft ist, verweise ich gerne für alle Mitleser hier auf Deine Website HIKANOE unter hikanoe.com und bette dieses kleine Promovideo ein, dass Dich beim Aufbau des Packrafts zeigt:
    Die Collection ist nun ergänzt unter: komoot.de/collection/949565/-virtuelle-komoot-staffelwanderung-berlin-brandenburg-juni-2020

    Anpassen
    05:40
    30,3 km
    5,3 km/h
    180 m
    150 m

    Heute durften wir nun den Staffelstab von Eisenwaden übernehmen, dessen grandiose Kombi-Wanderung des gestrigen Tages mich immer noch absolut begeistert.Mit Erkner als Startpunkt haben wir einen wunderbaren Ausgangspunkt übernommen, der mich aber auch hinsichtlich der Tourplanung ordentlich ins Schwitzen brachte.
    Für mich war klar... es muss ins Löcknitztal gehen, aber auf der anderen Seite kann man auch NICHT die Abfolge von Flakensee, Kalksee, Strausberger Mühlenfließ und Stienitzsee im wahrsten Sinne des Wortes „links liegen“ lassen.
    Nach einigen Überlegungen und Abwegungen war recht schnell klar... es gibt nur einen Weg!!
    Und dieser bedeutet - die Beine müssen einfach ein paar Kilometer mehr laufen als wir uns eigentlich vorgenommen hatten. 😁
    Letztlich sind wir bis auf einige kleine Abweichungen die meiste Zeit auf dem 66-Seen-Wanderweg (Etappe 8 und 9) gelaufen. Entsprechend führte uns der Weg zunächst in östliche Richtung an die Löcknitz, vorbei am Wupatzsee. Der anschließende Abschnitt des Löcknitztals mit dem stark mäandrierenden Flußlauf der alten Löcknitz war wunderbar und sicher ein absolutes Highlight.Auf Höhe von Grünheide (Mark) schwenkten wir kurz nach Norden und vorbei am Werlsee verlief unsere Tour dann zurück in nordwestlicher Richtung bis an das Ufer des Flakensees. Von hier folgten wir dem östlichen Uferweg immer weiter Richtung Norden und passierten ebenfalls auf der Ostseite den Kalksee. Am Ende überquerten wir den Kalkgraben und unsere Tour führte uns am Kalksteinbruch und Museumspark Rüdersdorf vorbei.Wir folgten nun dem Verlauf des Strausberger Mühlenfließ, vorbei am Karpfenteich Alter Hafen und durch das Naturschutzgebiet Lange-Damm-Wiesen und unteres Annatal.Nach kurzer Passage durch Tasdorf gelangten wir wieder zurück ins Naturschutzgebiet und wanderten entlang des nördliche Ufers des Stienitzsees bis Torfhaus. Von hier folgten wir abschließend dem Annafließ bis Strausberg.Es war einfach ein super schöner Tag!
    Das Wetter war deutlich besser als befürchtet und war sehr angenehm zum wandern.
    Nur die letzten 5 Kilometer waren dann auch irgendwie eine „Wasserwanderung“ 😁, nur dass wir im Vergleich zu Eisenwaden kein Boot dabei hatten...
    Aber wie sagt die norddeutsche Seele so schön:
    „Regen ist erst, wenn die Heringe auf Augenhöhe vorbei schwimmen!“ 😊
    In diesem Sinne hatten wir eine wunderschöne Wanderung und eine grandiose Zeit.Etwas erschöpft aber sehr glücklich bei diesem tollen Projekt dabei gewesen zu sein, übergeben wir also nun den Staffelstab an Schnubbi62 und wünschen Ihm morgen eine schöne Tour und ganz viel Spaß!Nochmals vielen Dank für die Einladung und das Engagement aller Beteiligten!!! 👍😁

    Anpassen
    04:31
    25,7 km
    5,7 km/h
    290 m
    270 m

    Den Staffelstab hat uns heute Robin in Strausberg übergeben und wir haben ihn, wie alle anderen wahrscheinlich auch, mit Freude angenommen und bis nach Werneuchen weitergetragen.Warum Werneuchen? Die offiziellen Vorgaben lauteten Ziel mit ÖPNV-Anschluss und die Vorgabe von Frauchen für unsere ältere Lady Ghana lautete nicht mehr als maximal 25 km und so kam ich auf Werneuchen. Zunächst hatte ich Wriezen geplant, aber damit bin ich aufgrund der Entfernung gescheitert. Die Strecke war sehr schön, dank der Nässe sehr grün und in Wassernähe ein Paradies für Mücken. Das Wetter war uns, bis auf einen zehnminütigen Nieselregen, hold und die Temperaturen zum Wandern optimal.Uns Drei hat es sehr viel Spaß bereitet an diesem tollen Projekt teilnehmen zu können. In unserem Bekanntenkreis haben wir mit der Schilderung dieses Vorhabens Respekt ausgelöst, insbesondere bezüglich der unkomplizierten und zuverlässigen Organisation/Ablauf der Touren. Dem können wir uns gegenüber allen Beteiligten nur anschließen und übergeben morgen Sebastian gerne den Stab weiter und wünschen ihm ebenfalls eine tolle Tour. Ghana liegt bereits in ihrem Körbchen und wir lassen uns den Kaffee schmecken.

    Anpassen
    05:09
    31,1 km
    6,0 km/h
    90 m
    110 m

    Liebe Wandergemeinde,
    schnubbi62 hat mir den Staffelstab in Werneuchen ins Wartehäuschen der Regionalbahn gelegt. Diesen habe ich heute Morgen in den Rucksack gepackt und bin damit bis nach Wandlitz gewandert.
    Werneuchen war und ist nicht mein favorisierter Ort zum Loswandern. Im ersten Moment hatte ich kühn überlegt, nach Eberswalde zu wandern, was die gleiche Entfernung wie Wandlitz gewesen wäre. Dort wäre man anfangs über Wald und Wiesen gelaufen und auch erst das letzte Drittel entlang einem Bach wäre richtig interessant geworden. Direkt nach Südosten zu laufen, auch wenn dort einige Fliestäler vorzufinden sind, kam für mich nicht in Frage. Das klare und erfrischende Badewasser des Liepnitzsees zum Ende der Wanderung hin war ein überzeugendes Argument für diesen Weg.
    Ursprünglich wollte mein Sohn mich begleiten, ist aber lieber mit seiner Klasse ins Freibad gefahren. Ich denke, das frühe Aufstehen hat auch seinen Anteil daran... jaja die Jugend von heute.
    Das erste Teilstück bis Bernau sah schon in der Planung und Karte nicht viel versprechend aus, was sich auch bewahrheitete. Ich wollte aber nicht enorme Umwege gehen, um die Streckenlänge im Griff zu haben, max. 30km. Die Abschnitte von Werneuchen (zunächst die „unendliche“ und dann die „endliche Gerade“ – ich nenne sie so mal) ist nur unter folgenden Bedingungen zu bewandern, da hier schöne alte DDR-Platte auf dem Weg liegt:
    1.) Man muss über diverse Dinge lange nachdenken
    2.) Die Blumen blühen und das Korn wächst
    3.) Der Wind kommt weder aus Ost oder West
    4.) Man interessiert sich für den Bau von Solarfeldern
    Für Radfahrer bei Nord- oder Südwind ist der lange nicht enden wollende Weg uneingeschränkt zu empfehlen.
    Ich habe diese Teilstrecken als sportliche Herausforderung zum „Aufwärmen“ hergenommen. Die Blumenpracht war trotzdem überwältigend. Dazwischen lag das Dorf Börnicke mit wunderschönen Backsteinbauten.
    Die Wanderung in Bernau zu beenden, kam für mich nicht in Frage, das war mir zu kurz. Ab Bernau wurde für mich die Wanderung so richtig schön. Zunächst habe ich mir die Quelle der Panke angeschaut, dann bin ich entlang der Stadtmauer mit den vorgelagerten kleinen Teichen gelaufen, habe bewusst die Kiesgrube angesteuert – bei Kiesgruben werden Kinderwünsche wieder aktiviert. Dort gibt es sehr schöne Ausblicke. Im Anschluss schaute ich mir die verlassenen NVA-Bunker an, die nun Fledermäuse beherbergen. Die Bunkerzone endet in einer schönen großen Heidelichtung, wo ich dann mal kurz Querfeld durch den Wald gehen musste, da der Weg nicht zu finden war. Nun freute ich mich schon auf die Wanderwege rund um den Liepnitzsee und vor allem das planschen darin.
    Den Staffelstab habe ich in das Wartehäuschen des Bahnhofes Wandlitz gelegt und übergebe hier an marflow und wünsch schon heute eine schöne Wanderung. Die Optionen von Wandlitz sind ja gewaltig!

    Anpassen
    05:40
    30,3 km
    5,3 km/h
    380 m
    390 m

    Wir danken Seabass herzlich für das Hinterlegen des Staffelstabes in Wandlitz. Für uns war das natürlich ein Startpunkt erster Klasse. Da der Wetterbericht nahezu wolkenlosen Himmel versprach (siehe Bilder), wollten wir wesentliche Teile der Etappe in den Wald legen. Auf der großen Generalkarte fielen mir die vielen kleinen Seen im Gebiet von Premden ins Auge. Zudem interessierte mich die Finowaue und der "weit ab vom Schuss" liegende große Samithsee. Der Endpunkt Melchow war kein Wunschziel per se, lag aber innerhalb der Reichweite einer 30 km-Tour.
    Kurzbeschreibung:
    Bereits am Bahnhof Wandlitz war die ländliche Ruhe und Gemächlichkeit zu spüren, die auch diesen Wandertag prägen sollten. Rechts die Bernauer Chaussee raus, am Ortsrand nach links zum Liepnitzsee abzweigen. Selbiger war ein genussvoller Einstieg in die Etappe, obgleich man sich gut vorstellen kann, dass im Waldbad an den Wochenenden der Bär brummt. Am schattigen Uferweg schöne Ausblicke über den lang gestreckten See und die mitten im See liegende Insel "Großer Werder". Kurzer Blick auf das kleine "Seechen", wo jedoch ein Anglerverein die Hoheit über den Uferzugang besitzt. Bis Ützdorf ein kurzes Stück auf dem 66-Seen-Wanderweg. Nach selbiger Ansiedlung schlugen wir in Richtung Nordosten den Weg nach Prenden ein. Brücke über das idyllische Pregnitzfließ, mit seiner überfluteten und baumbestandenen Niederung - eine Art "Briesetal light". Schattiger Uferweg am Strehlesee (einige Rastplätze), immer schön nah am Wasser.
    Nach Prenden am Bauersee (einige Rastplätze) vorbei und wieder den Berg hoch. Am dritten See, dem idyllisch gelegenen Mittelprendener See machten wir eine längere Pause und nutzten die Gelegenheit, im weichen Wasser ein paar Runden zu schwimmen.
    Das Finowtal als nächstes Ziel erforderte längere Waldgeraden und einen Gang über die Autobahn. Nun schloss sich ein für mich ein definitives Natur-Highlight an, die Finowaue (Teil des NSG Finowtal–Pregnitzfließ). Man läuft meist auf einer schmalen Spur am Waldrand, bekommt aber wunderschöne Blicke auf die dazwischen liegende Wiesenlandschaft. Weit duftendes Gras und Heu. Der eingebettete Lehnsee. Ab diesem Zeitpunkt fühlten wir uns definitiv entschleunigt und inmitten der Natur.
    Durch den dichten Wald kündigte sich der "Große Samithsee" schon aus der Ferne durch sein tiefes Blau an. Der See liegt ruhig und abgeschieden im Wald, hat schilfbewachsene Ufer. Ansiedlungen gibt es keine. Wir haben an zwei, drei Stellen versucht, zum Ufer zu gelangen, die Trampelpfade endeten jedoch noch einiges vor der Schilfzone. Ein paar recht verlassen wirkende Boote wackelten an improvisierten Anlegern. Es gelang kein klassischer freier Blick auf den See, aber dennoch war dies eine Oase der Ruhe unter dichtem Laub: zweite Pause.
    Von der Schlussstrecke nach Melchow hatte ich mir nicht sonderlich viel versprochen, aber selbst hier wurde es eine recht stimmungsvolle Passage durch stark welliges Gelände mit wechselnden Buchen- und Kiefernbeständen. An einer Stelle haben wir ein paar hundert Meter quer durch den Wald abgekürzt, was bei der Trockenheit kein Problem war. Aus dem Wald heraus gelangten wir direkt zum Endpunkt der Tour, dem "schnuckeligen" Haltepunkt Melchow, wo wir für KlausBraus den Staffelstab hinterlegt haben.
    Fazit:
    Das war heute großes "Brandenburgisches Konzert". Wir haben festgestellt, dass uns beiden naturbelassene Gebiete mit am besten gefallen. Es hat uns daher nicht gestört, dass auf den 30 km kaum menschliche Ansiedlungen und somit auch kaum Verpflegungsmöglichkeiten zu finden waren. Jeder, der diesen Weg geht, sollte genug Wasser und Verpflegung mitnehmen. Die Natur und die Ruhe geben einem aber viel zurück. (Interessanterweise spielte die Autobahn trotz der relativen Nähe optisch und akustisch keine Rolle.) Im Kerngebiet der Tour sind uns vielleicht eine Handvoll anderer Touristen begegnet. Auf der Nachhausefahrt fand ich es fast schade, dass die Tour schon vorbei war.
    PS: Im Nachhinein stellte ich fest, dass die Endpunkte der heutigen Tour auch durch den 66-Seen-Wanderweg verknüpfbar sind. Aber das ist eine andere Geschichte!
    PPS: Bea's Bilder sind in einer weiteren Tourbeschreibung: komoot.de/tour/207545309

    Anpassen
    06:25
    35,3 km
    5,5 km/h
    200 m
    200 m

    Vielen Dank an Wolfram für die Staffelübergabe.
    Melchow? Kannte ich nicht. Eigentlich kenne ich die ganze Ecke dort nur teilweise, und nur mit Auto/Öffis. Hier eine Tour zu planen war für mich dann doch reizvoll. Kurzer Blick auf die Landkarte – Werbellinsee! Das Hauptziel war also gesteckt, nun nur noch eine Route zurecht legen – die gestaltet sich bei mir immer ziemlich wild und ohne Rücksicht auf markierte Wanderwege oder zugewachsene Pfade.
    Zunächst geht es eine lange Strecke nur durch Wald. Unterbrochen von einem Wildzaun der dem geplanten Pfad im Wege steht. Der sieht neu aus, also Komoot entschuldigt. Ich bin ja mittlerweile geübt die Tragedrähte aus- und wieder einzuhängen – der Zaun ist also kein größeres Hindernis. Die A11 wird überquert und schon ist Marienwerder und der dortige Teil des Finowkanals erreicht. Sehr schön die dortige große Kirche und weiter geht es Richtung Norden. Der Kanal wird am Sperrwerk wieder gequert und rechts geht es vorbei am Pechsteinsee zum Grabowsee. Dort wird ein maroder Steg benutzt – Vorsicht! Probiert ob es geht, ansonsten 3 km Umweg.
    Dem Webellinkanal folgend und vorbei an Eichhorst wird dann auch recht schnell der Werbellinsee erreicht. Kleine Pause zur Stärkung und weiter geht es vorbei am „Rapunzelturm“ nach Süd-West. Wer nachläuft bitte nach dem See nicht sofort meiner Route folgen sondern einen Weg weiter oben einsteigen – der führt dann auf die gelaufene Ausweichroute. Komoot hat mich vorbei an mehreren Bienenstöcken (kein Problem) auf einen Pfad, dann keinen Pfad und dann nichts mehr in ein von Brennesseln überwuchertes Feuchtbiotop mit tückischem Sumpf geführt. Da war sicher noch nie ein gangbarer Weg. Es ist recht anstrengend hier wieder raus und hoch auf die Ausweichroute zu kommen. Mein lautstarkes Fluchen ist sicher bis Potsdam gedrungen.
    Unspäktakulär geht es weiter auch zwischen den Pinnowseen durch, die aber kaum zu sehen sind. Also ein Fall für die Drohne, genau wie das Sperrwerk und der Werbellinsee davor. 45 Minuten vor der geplanten Abfahrtzeit des Zuges wird Groß Schönebeck erreicht – hier muss ich nochmal hin um alles anzuschauen. Am dortigen Bahnhof endet die für mich interessante und schöne Wanderung und ich übergebe den Staffelstab an Felix. Bin gespannt wohin ihn die Etappe führt.
    Video hier:
    Besucht gerne auch meinen YouTube Kanal

    Anpassen
    08:43
    45,8 km
    5,3 km/h
    450 m
    450 m

    Bilder kommen nachher, wenn ich wieder zu Hause bin. Vielleicht schaffe ich auch noch den Tourbericht. Falls nicht, dann morgen früh. Stehe gerade noch auf dem Bahnhof in Löwenberg und bin einigermaßen platt.Tourbeschreibung (nachgetragen am 26.06.) Groß Schönebeck, eines der Tore zur Schorfheide. Zunächst hatte ich darüber nachgedacht, eine reine Schorfheidewanderung zu machen. Es sollte ja im Lauf des Tages heiß und sonnig werden. Da könnte ich schön im Schatten durch das riesige Waldgebiet laufen. Der Drang nach Westen war aber doch zu verlockend. Jetzt, hinterher, bin ich ganz froh, dass ich das so gemacht habe. Recht früh am Morgen startete ich an dem kleinen, schick gemachten Bahnhof, wo KlausBraus den virtuellen Staffelstab hinterlegt hatte. In Sichtweite vom Bahnsteig endet das Gleis der Heidekrautbahn an einem Prellbock. Der kleine Ort war schnell durchquert. Ein kurzer Blick auf das Jagdschloss, dass im 17. Jh. unter dem Großen Kurfürsten, Friedrich Wilhelm, erbaut und ihm und den nachfolgenden preußischen Königen als Ausgangspunkt für die Jagden in der Schorfheide gedient hatte. Ein paar Meter weiter steht die Kirche. Der Feldsteinsockel des Turms, soll das einzige gewesen sein, was nach dem Dreißigjährigen Krieg vom Dorf übriggeblieben war.
    Das waren sie dann, die drei sehenswerten, historischen Gebäude von Groß Schönebeck. Nun hinein in den Wald, der direkt am Ortsrand beginnt.
    In der direkten Umgebung des Dorf sieht man noch viel Unterholz, Eichen, Robinien und Birken. Es gibt einen kleinen Naturlehrpfad mit Schautafeln von Pilzen und Wildschweinen, aber sehr bald weichen die Büsche und Laubbäume den monotonen Kiefernplantagen. Diese dominieren dann im Wesentlichen den gesamten Verlauf meiner Wanderroute durch die Schorfheide bis zum Erreichen der Havelniederung. In mehrerer Hinsicht denke ich, ist die unendlich große, quasi unbesiedelte Schorfheide für Wildtiere, Jäger, Förster und eventuell sogar für Radfahrer deutlich attraktiver als zum Wandern. Das Wegenetz bildet ein fast schachbrettartiges Muster. Zu Fuß werden einem die schnurgeraden und immer gleich aussehenden Wegabschnitte, von denen man einen nach dem anderen absolviert, irgendwann langweilig. Es sieht alles gleich aus. Positiv ist, dass die Wege größtenteils natürliche Waldwege mit einem Streifen aus Gras und Waldblumen rechts, links und in der Mitte zwischen den Fahrspuren sind, statt der geschotterten Waldstraßen, die in der Forstwirtschaft immer beliebter werden. Das flachwellige Relief gibt auch nicht viel an Abwechslung her. So war ich sehr froh als ich den kleinen Glasowsee erreichte und bin auch gleich erstmal für ein erfrischendes, morgendliches Bad hineingesprungen. Der kleine runde See hat wunderbar klares Wasser und einige kleine sandige Badebuchten. Vollständig vom Wald umschlossen vermittelt er den perfekten Eindruck von Abgeschiedenheit und Ruhe. Nach einer Runde um den See und einem weiteren Stück Kiefernwald folgte dann der Große Glasowsee. Der ist etwas wilder. Mehr Schilf, mehr Sumpf und nur wenige Zugänge. Er besteht aus einem größeren, runden Teil im Süden und einem kleinen, ovalen im Norden, welche durch eine Enge verbunden sind. Die Badestellen liegen alle am Südlichen und östliche Ufer des unteren Teils. Ich habe probiert, ob man vielleicht näher am Ufer zum Nordende entlanglaufen kann. - Die Glasowseen sind bei Anglern recht beliebt, was mich auf einen nicht eingezeichneten Trampelpfad am Ufer hoffen ließ. - War jedoch nix. Musste wieder zurück. An der nördlichen Spitze des Großen Glasowsees änderte ich die Richtung und wanderte von nun an für lange Zeit nach Westen. Bedingt durch den Verlauf der kleinen Fließe, welche die Abflüsse der Waldseen zur Havel bilden, ist die strenge geometrische Ordnung der Waldwege hier unterbrochen. Die feuchten, moorigen Niederungen stehen unter Naturschutz und eigenen sich vermutliche ohnehin nicht für die Forstwirtschaft. Daher wurde jetzt sowohl der Wegverlauf krummer, als auch die Vegetation viel abwechslungsreicher. Als nächstes sollte mich die Wanderung am Trämmersee vorbeiführen. Der Waldweg endet jedoch an einem Grundstück, das mit einem zwei Meter hohen, hölzernen Jägerzaun umgeben ist und sich bis zum Wasser hinunter erstreckt. Man kann die gegenüberliegende Seite sehen, aber zum Darüberklettern war er mir zu hoch. Da ich keine Lust hatte zurück bis zur letzten Wegkreuzung zu laufen, bin ich die hundert Meter quer durch den Wald und viele Spinnweben, wo ich das Grundstück dann auf dem nächsten Weg umgehen konnte. So ganz entgehen lassen wollte ich mit den Trämmersee dann aber doch nicht und hab es an der nächsten Kreuzung noch mal probiert zum Wasser hinunterzugelangen. Erstaunlicherweise hat der Trämmersee momentan sehr viel Wasser. Die Uferbäume stehen zum Teil 3 bis 4 Meter vom Rand entfernt. Ich würde schätzen, dass der Wasserstand bestimmt 30 cm höher ist als normalerweise. Vielleicht ist der Biber verantwortlich. Ein paar angeknabberte Bäume gab es zumindest.
    Mehr als ein zwei kleine Abstecher zum See waren aber nicht drin. Man kann am Ufer nicht gut entlanglaufen. Der parallel verlaufende Waldweg oben ist scheinbar aufgegeben worden. Wahrscheinlich nicht zuletzt deswegen, weil er durch das Grundstück weiter vorn unterbrochen ist. Er ist sehr verwildert aber noch ganz gut zu laufen. Kurz hatte ich überlegt, der kleinen Siedlung am Trämmersee noch einen Besuch abzustatten. Angesichts dessen, dass der größte Teil der heutigen Wanderung noch vor mir lag, habe ich es aber auf einen späteren Besuch verschoben.
    Der Weg führt nicht weit vom Waldrand entfernt zwischen dem Trämmerfließ und dem Faulen Fließ bis die Waldstraße erreicht ist, die von Schluft nach Krewelin führt. Links ein schöner Mischwald in der Senke des Trämmerfließ', ein paar Meter rechts vom Weg die offene, mit Schilf und kleinen Büschen bestandene Sumpflandschaft des Faulen Fließes. Dann war der Wald zu Ende und die offene Landschaft der der Havelniederung begann. Große Wiesen und Felder begleiteten den Weg, unterbrochen von den Busch- und Baumreihen längs der Bäche. So richtig dolle schön ist der Weg bis Krewelin nicht. Eine sehr breite, graue Sandstraße. Ein paar Autos und Mopeds sind vorbeigekommen. Sie stellt eine der wenigen Verbindungswege zu den kleinen Wohnplätzen im Wald dar. Krewelin ist ein hübsches kleines Dorf direkt an der Havel. Im historischen Ortskern, der sich zum Glück abseits der Hauptstraße befindet, steht eine sehr niedliche kleine Fachwerkkirche zentral auf dem Dorfanger. Ein entscheidendes Kriterium, warum ich überhaupt die Route hier entlang geplant hatte, ist die Brücke über die Havel. Es gibt nicht besonders viele davon. Die nächsten Möglichkeiten sind Zehdenick im Norden und die Schleuse Liebenwalde im Süden, dort jedoch über den Voßkanal. Um auch über die Schnelle Havel zu kommen, muss man noch weiter südlich bis zur Brücke der Bundesstraße bei Liebenwalde. Das war auch der Hauptgrund, warum ich die Wanderung nicht dort entlang geplant habe, denn von der Bundesstraße kommt man dort nicht mehr so leicht weg. Es gibt nur wenige kleinere Wege die quer über das Luch führen. Nach dem Überqueren der Havel kam dann auch endlich die versprochene Sonne raus. Bis auf ganz früh war war es den ganzen Vormittag lang doch einigermaßen grau geblieben. Der Wald zwischen Krewelin und der Bundesstraße 109 war die letzte, langweilige Kiefernmonokultur mit geraden Wegen, die es heute zu durchqueren galt. Im Anschluss entspricht meine Route bis nach Liebenberg der des E10 Wanderweges und ist wesentlich abwechslungsreicher und schöner zu wandern als zuvor. Mit herrlichem Blick über die weiten flachen Weiden auf die Hügel, wo sich sich Granseer Platte über die Havelniederung erhebt führte der Weg am Rand des Waldes zum Ausbau Falkenthal. Das ist kein richtiges Dorf sondern einzelne Gehöfte und kleine Grüppchen von Häusern, die etwas zufällig in der Landschaft zu stehen scheinen. Gleich hinter der Siedlung geht es auf sandigem Boden steil nach oben auf die sogenannten Hohen Berge. Oben hat man eine prima Sicht über die hügeligen Felder und die einzelnen Höhenrücken, die allesamt mit Windkraftanlagen besetzt sind. Durch das erste Tal führt ein wirklich hässlicher Betonweg. Der hört zum Glück an der Kopfsteinpflasterstraße auf, die zwischen dem Dorf Falkenthal und Bergsdorf verläuft. Ab dort wandert man auf einen normalen Feldweg weiter. Ein Stück weiter ist der Weg nach Liebenberg hinauf vollständig zugewachsen. Wenn ich vom Komoot-Navi nicht gewusst hätte, dass ich hier entlang muss, und man bei genauen Hinsehen den Pfad gerade so noch erahnen konnte, so hätte ich mich nur schwerlich den Kilometer durch das mannshohe Gras gekämpft. Am Ende ging es aber doch besser als erwartet und es gibt zum Glück wenig Brennesseln. Oben angekommen betritt man den Schlosspark von Liebenberg. Durch den von Lenné gestalteten englischen Landschaftspark bin ich bis vor zu dem wunderschönen Gutshaus. Schon Theodor Fontane war von Schloss und Gut begeistert, dass er oft hierher kam. Leider war der Innenhof des Ensembles verschlossen. Weil inzwischen die meisten Wolken vom Himmel verschwunden waren und die Sonne mit voller Kraft herunterballerte, hatte ein wenig darauf gehofft, hier eine kleine Rast einlegen zu können. Sollte aber nicht sein. Alles geschlossen.
    So bin ich durch das Dorf wieder den Berg hinuntergegangen und habe es auf dem Radweg, der in der Nähe des Weißen Sees vorbeiführt, wieder verlassen. Glücklicherweise im Schatten des Waldes. Das sogenannte Seehaus war mir auf vorherigen Touren (die meisten mit dem Fahrrad) bisher noch nie aufgefallen. Der kleine Umweg mußte einfach sein. Ein sehr schmuckes Schlösschen auf dem Hügel über dem Großen Lanksee. Errichtet worden ist es Anfang des 20 Jh. und diente während der DDR-Zeit hochrangigen Mitgliedern des Zentralkomitees der SED als Urlaubsdomizil.
    Auch wenn ich inzwischen meine Füße müde gelaufen hatte, gefiel mir der Abschnitt von dort durch den Wald bis nach Neu-Löwenberg auf der gesamten Wanderung am besten. Das Gelände ist erstaunlich hügelig. In den Tälern zwischen den Bergen sind kleine Seen wie der Papensee und der Kleine Lanksee oder sumpfige Bruchwaldsenken. Alle Seen hatten sehr schönes klares Wasser und luden förmlich zum Baden ein. So gerne ich auch noch mal reingesprungen wäre, ich konnte mich doch nicht durchringen. Ich fürchtete mich zu sehr vor dem Wieder-in-Gang-kommen nach der Badepause und wollte lieber in Bewegung bleiben und durchziehen. Neu-Löwenberg zieht sich entlang der Straße und es gibt nichts, was es wert wäre, erwähnt zu werden. Was mir wirklich gefehlt hat, war ein Supermarkt, Laden oder Imbissstand, denn mein Wasservorrat war schon lange erschöpft. Aber da gibt es nichts. Insgesamt kann ich diese Wanderung nur bedingt zum Nachwandern empfehlen. Wegen der Länge braucht man schon ein wenig sportlichen Ehrgeiz. Vermutlich könnte man sie in zwei kürzere Abschnitte teilen, indem man als Zwischenstopp Zehdenick einbaut. Ansonsten gibt es unterwegs keine einzige Einkehrmöglichkeit. Wegverpflegung sollte man also dabeihaben. Abgesehen von dem genannten Problem des Wanderns in der Schorfheide, ist es sehr angenehm abgelegen und ruhig dort. Wenn man Pech hat, sind vielleicht die Forstarbeiter zugange. Aber sonst hört man dort keinen menschengemachten Lärm. Ab der Überquerung der Havel ist es wesentlich dann abwechslungsreicher. An dieser Stellen auch meinen ganz herzlichen Dank an alle, die bei dieser Staffelwanderung mitmachen, besonders an Frank Meyer, sowie an alle, die die sie unterstützen und sie verfolgen. Ich freue mich sehr, dass ich daran teilnehmen konnte.

    Anpassen
    04:52
    28,0 km
    5,8 km/h
    270 m
    290 m

    Wo fange ich bloß an ... Na, ja, der Startpunkt war ja klar definiert. Als Rahmen hatte ich unter 30km, viel Wald, möglichst ein See zum Baden und halbwegs vernünftige Wege gesetzt. Hoch, runter, zur Seite: Lindow, Oranienburg, Neuruppin. Die Havel war ja auch verlockend. Aber richtig zurücklaufen wollte ich nicht. Bestimmt wäre die lange Route nach Oranienburg mit Teilen an der Havel landschaftlich die schönste Tour geworden. War mir aber zu lang. Also dann ab durch die Rüthnicker Heide. Vom Start weg läuft mal auf einer alten Allee, uralte Kirschbäume, die Kirschen nur noch so groß wie Tollkirschen. Schöne Strecke bis zur B96. Das ist ja die Route 66 des Ostens, ähnlich der B3 im Westen Deutschlands. Früher einer der Hauptschlagadern und wie immer hängen da Erinnerungen dran. Man kann sicher auf den Fußweg neben der Straße laufen, auf der B96 würde ich nicht laufen wollen. Teschendorf war ein lustiger 'Seiteneffekt'. Keine Ahnung, ob der/die Namensgeber mit mir verwandt sind, aber immer, wen man früher durchgefahren ist, hat man sich da irgendwas Glamouröses vorgestellt. Die Rüthnicker Heide ist gar nicht so klein. Kiefernwald, meistens ungeschotterte Wege und Einsamkeit. Hat was von einem Fernwanderweg. Da freut man sich ab irgendwann über jede Abwechslung, auch wenn es nur ein Stück Baumrinde ist. Aber der Beetzer See winkt als Belohnung. Und man weiß auch, dass außerhalb des Waldes wandern noch schweißtreibender wäre. Das Wasser erinnert eher stark verdünnte Jauche. Egal, war noch kein Schaum drauf, also rein. Und erfrischend ist es. Jetzt tauchen wieder Menschen auf, der nachfolgende Gang durch die Hellmuth-Ulrici-Klinik ist sehr schön. Viele alte Gebäude und alles sehr weitflächig verstreut. Ab Sommerfeld wird es dann anders. Hat eher was von Gérards 'Die kleine Dörfer nebenan'. Vermutlich hätte man mit Umwegen einen größeren Abstand zu den Autos hinbekommen, aber das war mir beim Planen nicht so wichtig gewesen. Und damit es nicht langweilig wird, geht es durchs Summerfelder Luch. Die Wege werden immer unauffindbarer, das Gras und vor allem die Brennnesseln immer höher. Und wie kommt man auf den Holzweg? An der richtige Stelle und durch die mannshohen Brennnesseln. Läuft. Am Ruppiner Kanal hat mir ein Einheimischer einen Biberbau beschrieben, so richtig habe ich den nicht gesehen. Aber es war auf Höhe des Loches in der Straße. Kremmen selber hat eine schöne Altstadt zu bieten. Wenn man sich Zeit nimmt, gibt es da sicher eine Menge Entdeckenswertes. Aber ich wollte nur zum Zug. Muss ich noch lernen, am Ende die Abfahrtszeiten zu ignorieren. Alles in Allem eine schöne Tour. Man könnte auch schon in Sommerfeld Schluss machen.
    Dann bin ich gespannt, wohin es Mandelkern treibt.
    Antworten auf eure Kommentare kommen dann morgen Abend.

    Anpassen
    06:26
    25,6 km
    4,0 km/h
    60 m
    70 m

    Juni 27, 2020
    «Der heiße Norden von Berlin»
    15 Touren der Komoot-Staffelwanderung sind schon geschafft als wir - Anette, Frank und ich - uns am S-Bahnhof Jungfernheide treffen und gemeinsam mit dem RE6 nach Kremmen fahren, um den Staffelstab von Thomas Tesche (Panketaler) aufzunehmen und uns mit der 16. Etappe einzureihen.Details und mehr Bilder füge ich später hinzu, wenn ich wieder zu Hause bin. Nur soviel. Es war sehr heiß, schön anstrengend wie anstrengend schön. Hannah bitten wir zum S-Bahnhof Oranienburg. Der virtuelle Staffelstab liegt oben auf den Infotafeln in der Eingangshalle. Wir sind gespannt, wo sie morgen landen wird.Anettes Fotos und Tourbeschreibung: komoot.de/user/215072986915Tourbeschreibung (1. Teil, Nachtrag vom 1. Juli)Die Bahnhofsuhr in Kremmen zeigt 9:11 Uhr, kurz nachdem wir den RE 6 verlassen. Nicht viele steigen hier aus. Wir spüren, dass ein heißer Tag vor uns liegt. Wir haben uns am Vorabend auf diese Route deshalb geeinigt, weil sie - wie Annette schon schreibt - viel Schatten versprach. Sie hat ihr Versprechen nicht gehalten.Der Bahnhof von Kremmen liegt etwas außerhalb des Städtchens und so benutzen wir zunächst den Bürgersteig entlang der Berliner Chaussee, die - je weiter wir uns dem Zentrum nähern - nur noch Berliner Straße heißt.Zuerst treffen wir auf ein schmuckloses Gebäude, das man nur auf dem zweiten Blick als Kapelle wahrnimmt. Ein Kreuz an der schmutzig-grauen Hausfront links vom Eingang. Auf dem Nachbargrundstück ein Glockentürmchen. Nachlesen kann man, dass die Kapelle «Christus König» Anfang des 20. Jahrhunderts als Missionshaus mit Wohnungen und einem «Betsaal» für katholische Soldaten gebaut wurde. Später verweigerten die DDR-Behörden den Bau einer «richtigen» Kirche. Und so wurde das Innere eines kastenförmigen Anbaus 1970 zu einem Gotteshaus, mit kleinem Altar und noch kleinerer Orgel für die Katholiken in der Region.Wir halten uns nicht lange auf, machen einen kleinen Schlenker über den Markplatz, kehren dem Zentrum über die Dammstraße wieder den Rücken und wenden uns dem ältesten Haus der ehemaligen Ackerbürgerstadt zu. St. Nikolai ist eine prachtvolle Kirche (für Protestanten) mit Feldstein-Chorraum aus dem 13. Jahrhundert. Weiter geht’s entlang der Straße der Einheit, vorbei an der Freiwilligen Feuerwehr. Auf einem alten Schornstein ein bewohntes Storchennest. Annette gelingt mit ihrem starken Zoom beinah ein Portrait, während ich mich per Smartphone-Kamera mit einem Suchbild («Such’ den Storch!») begnügen muss. Inzwischen, wieder zu Hause, kann ich live auf meinem Monitor verfolgen, was im Nest gerade so los ist. Die Stadt hat eine Kamera hoch oben installiert. Auf ihrer Homepage - kremmen.de - kann man verfolgen, wie sich Adebar gerade sein Gefieder sortiert.An der «Richard Dehmel Brücke» können wir endlich runter von der Ruppiner Chaussee und tauchen hinein in den Kremmener Forst, der uns gute zehn Kilometer lang mehr oder weniger schattige Wege spendieren soll. Unser Optimismus relativiert sich im Laufe der Tour.Anfänglich tauchen «Lichtspiele» die Waldwege in eine Zauberwelt und sind mitverantwortlich für eine wunderbare «stille» Wanderung. Das Laubdach der großen Bäume schirmt den Waldboden nur zum Teil ab. Denn so ein Blätterdach hat viele Löcher, und so sind die Wege übersät mit Sonnenlichtflecken - Sonnentaler wie sie im Märchen heißen. Und es gibt große Lücken im Kronendach. Nämlich da, wo breitere Wege oder eine Fahrradstraße angelegt wurden.Bänke, Schutzhütten usw. fehlen hier gänzlich. Ob das daran liegt, dass wir es nicht mit einem offiziellen Wanderweg zu tun haben? Wir improvisieren. Das heißt, für das Bergfest ruckeln wir uns einen Baumstamm zurecht, der einen schattigen Platz bietet, um mit Abstand unser Pausenbrot einzunehmen.Fortsetzung folgt.

    Anpassen
    06:33
    28,0 km
    4,3 km/h
    180 m
    170 m

    Nun war es also soweit, ich durfte bei der virtuelle Staffelwanderung teilnehmen. Vielen Dank nochmal dafür, Frank😉 Ich fand die erste Staffelwanderung eine super Idee und war ganz aus dem Häuschen als ich die Einladung von dir erhielt. Da ich noch relativ neu bei Komoot bin, war ich die ganze Zeit aufgeregt wie ein Schulmädchen vor ihrer ersten Prüfung.
    Den Staffelstab übergab mir Mandelkern, Anette und Frank in Oranienburg. Nun war es an mir die erste Hürde zu überwinden, die Planung. Welche Richtung sollte man einschlagen? Man ist geneigt den Kreis zu schließen. Also Richtung Süden, einfach der Havel folgen nach Spandau. So hätte man sich die Rückfahrt gespart. Oder den Osten einschlagen nach Wandlitz? Dazu kam noch die Unwetterwarnung. Damit war schon mal klar, es kommt zu keiner Wanderung über Feldern oder an Seen. Auch musste man das Timing im Auge behalten. Erst gegen Zwölf sollte ein Sturm aufziehen.
    Beim Recherchieren der Karte fiel mir auf einmal der Briestaler Steig ins Auge. Den hatte ich mir unter meinen „noch-zu-besuchenden-Highlights“ gespeichert. Damit stand die Richtung der Route fest. Also wurden alle Akku`s geladen und der Rucksack gepackt.
    Zusammen mit heimkehrenden Partypeople und den Frühschichtarbeiter trat ich die Reise mitten in der Nacht nach Oranienburg an. Als ich Startbahnhof erreichte, guckte die Sonne schon über den Horizont. Und man konnte deutlich vermerken, dass es trotz Unwetterwarnung warm wird.
    Als erstes wollte ich mir das Oranienburger Schloss anschauen und ein wenig durch den Schlossgarten laufen. Auch wenn am Vortag dieses Highlight schon in der Route mit drin war. Ja, nennt mich egoistisch, aber ich dachte, wenn ich schon nach Oranienburg fahre, will ich mir auch das Schloss angucken.
    Leider war der Garten noch verschlossen. So ist es halt. Der frühe Vogel steht vor verschlossenen Toren.
    Am Hafen vorbei ging es weiter zur nächsten Sehenswürdigkeit in Oranienburg. Zur Gedenkstätte Sachsenhausen. Die Waldstraße und die Straße der Nationen zog sich an endlos aneinanderreihenden Häuser und fühlte sich damit ewig an. Nach ca. einem Kilometer stand ich erneut vor verschlossenen Türen. Nun musste eine Planänderung her. Nicht nur das Tor vor dem Eingang KZ Sachsenhausen war verschlossen, sondern auch der Weg meiner geplanten Route war mit einem Tor versehen. Eine Frau vom Infostand war in den frühen Morgenstunden auch schon unterwegs. Mit ihr tauschte ich mich bzgl. der neu überlegten Route aus. Sie gab mir die Empfehlung: "Halten sie sich immer rechts!" Also lief ich zwischen den Häusern einmal um das Areal herum. Wie viel habe ich von dem Gelände gesehen? Das zeigen die Bilder. Es war nicht wirklich viel.
    Weiter gings über den Oder-Havel-Kanal. Vorbei an der Schleuse Lenitz. Rechts am Kanal entlang. Um dann in den angrenzenden Wald zu gelangen, musste man sich durch das Gestrüpp kämpfen. Als ich endlich wieder eine Straße sah, stand ich fast in einem Grabstein von einem verstorbenen Motorradfahrer. Sorry Paul.
    Der eingezeichnete Weg von Komoot konnte ich im Anschluss nicht auffindbar machen. Also weiter durch das Gestrüpp. Bald darauf war ein Weg zu erahnen, aber das Gras war kniehoch. Nach einigen Schritten gelang ich endlich auf einen festen Wanderweg. Vorbei an Sandwegen und Hochsitzen, ging es durch den Kieferwald. Den ganzen Weg über, wurde ich von einem schwarzen Falter begleitet.
    Durch die hohe Luftfeuchtigkeit fühlte sich die Wanderung wie im Tropenwald an. Kurzzeitig überlegte ich, ob die Wanderung an der Briese eine gute Wahl war. Dort wird es sicherlich vor Stechmücken nur so wimmeln, dachte ich.
    Überall wo man hin schaute sah man Kiefern. Die Wege waren so breit, dass ich kaum vom kühlenden Schatten der Bäume profitieren konnte.
    Einige Greifvögel kreisten ihre Runden über mich. Verschiedene Vogelschreie schalten durch den Wald. Da kam mir die Überlegung wie es wohl in der Steinzeit war, als die Tiere den Planeten noch beherrschten. Welche Geräusche man dort wohl vernahm, wenn ein Flugsaurier durch die Lüfte glitt? An der Stelle war mir schon ganz schön warm.
    Die Wege streckten sich in die Länge durch die Kiefer-Monotonie.
    Ab dem Försterhaus sah ich endlich andere Bäume. Bald tat sich auch das Briesetal auf. Eine wunderschöne Naturlandschaft. Wie aus einer längst vergessenen Welt. In diesem Abschnitt des Waldes fand ich endlich meinen gewünschten Schatten. Und auch die befürchteten Mücken blieben aus.
    Der Abschnitt ab der L211 fand ich dann etwas enttäuschend. Nur selten machte sich der Blick auf das Gewässer auf. Und somit fingen die letzten 6 km psychisch an mir zu zerren.
    Kurz vor Birkenwerder kam nochmal ein letztes Highlight der Bohlenweg im Erlenbruch.
    1,5 m Abstand könnte man auf diesen Steg leider nicht einhalten. Ein Mann vor mir, wahrscheinlich auch schon länger unterwegs, nahm mit seinen Moschusgeruch weit mehr als die 1,5 m ein, trotz knapper Bekleidung.
    Die letzten drei Kilometer standen mir nun vor. Meine Trinkflaschen waren so gut wie leer, das Essen schon längst aufgegessen und die Füße wollten nicht mehr so wie ich es wollte. Auch die Sonne war weg. Letzteres war aber gar nicht so schlimm, weil endlich ging Mal ein raues Lüftchen.
    Als ich das erste Mal wieder menschliche Siedlungen vernahm, fing es dann auch an zu regnen. Das nutzte ich um Mal kurz die Beine hoch zulegen und den letzten Schluck zu trinken.
    Meine geplante Route am Birkenwerder Bries lang zu wandern, wurde von einer Sperrung zu Nichte gemacht. Also traf ich die einzig vernünftige Entscheidung und lief direkt zum Bahnhof Birkenwerder.
    Hier übergebe ich am Getränkeautomaten mit Gratisgetränk -es gibt einen Gott und er mag mich- den Staffelstab an Karen und Cornell weiter und wünsche den beiden Glückauf und gutes Wetter. Viel Spaß euch beiden. Ich bin gespannt wo die Reise jetzt hingeht.
    Und vielen Dank fürs mitmachen. Gerne wieder.

    Anpassen
    05:55
    28,3 km
    4,8 km/h
    50 m
    70 m

    Montag, 29.06.2020 / Zeit in Bewegung: 5h:55m / Gesamtzeit: 6h:26m*******Diese Tour ist die Staffeletappe von Wanderfreundin Karen. Bevor sie sich zu dieser Staffelwanderung anmeldete, fragte sie mich, ob ich sie begleiten und bei der Planung unterstützen würde. Natürlich bejahte ich das. Da Karen noch nie eine Wanderstrecke über komoot plante, übernahm ich das. Nachdem ich den Startpunkt erfahren hatte, fing ich an, eine Strecke zu planen. Insgesamt waren es 3 Varianten. Da sich die Staffel aber dem Ende nähert, entschieden wir uns für die hier gewanderte Strecke.
    Im Vorfeld dieser Etappe war Karen schon mächtig aufgeregt, aber die Aufregung legte sich während der Wanderung. Für Karen war diese längste Strecke der drei geplanten Varianten heute nicht ganz so optimal, weil sie mit Muskelkater am Startpunkt eintraf, den sie unterwegs natürlich immer wieder zu spüren bekam. Aber letztlich hat sie auch das gemeistert.
    Wir übernahmen den Staffelstab am Bahnhof Birkenwerder, wo ihn Hannah in einem Getränkeautomaten hinterlegte. Wie für Birkenwerder nicht anders zu erwarten, steuerten wir zuerst die Briese an. Wir folgten dem Verlauf des Briesesteiges bis zum Stolper Weg. (Zwischen Humboldtbrücke und Stolper Weg ist die Aufzeichnung nicht ganz korrekt.)Wir folgen dann dem Saumweg Wiese, passieren die Havelbaude und nutzen die nachfolgende Wiese bis an die Havel heran, wo just in diesem Moment das Frachtschiff 'Lula' vorbei fährt. Nach dem kurzen Moment an der Havel wird diese schon wieder durch ein Feuchtgebiet mit hohem Gras und teilweise mannshohen Brennnesseln zum Schwarzen Weg hin verlassen. Auf dem Schwarzen Weg wird in U-Form die Autobahn und später noch eine Bahnbrücke unterquert. Dann verlassen wir diesen Weg für einen längeren Abschnitt durch den Wald und treffen in Höhe der Havelwiesen erneut auf ihn.Wir erreichen dann Hennigsdorf und überqueren etwas später auf der Havelbrücke den Oder-Havel-Kanal. Hier blüht Karen plötzlich auf weil sie Wasser sieht. Doch wir müssen das Wasser wieder verlassen, da die geplante Route zum Rathenaupark und durch den Waldpark führt. Auf der Spandauer Allee wird der Havelkanal gekreuzt und dann kommt für Karen das erwartete Wasser, der Nieder Neuendorfer See in Sicht, an dessen Uferpromenade wir ein Stück entlang wandern.
    Auf dem Oberjägerweg geht es in den Spandauer Forst und wir erreichen dann das NSG Teufelsbruch und Nebenmoore und hier konnte ich wieder feststellen, dass es auch für mich noch Neues in Berlin zu entdecken gibt. Die Überquerung ungefähr in der Mitte des Teufelsbruchs müssen wir leider wegen Überschwemmung des Weges abbrechen und der ehemaligen Bahnstrecke, wo nur noch die Schwellen herumliegen, folgen. Wir kommen dann am Johannesstift heraus und sind etwas später an der Kuhlake, die nicht nur so heißt, sondern teilweise auch so gestunken hat.
    An der Schönwalder Allee nutzen wir den als Naturnahe Grünfläche ausgeschilderten Grünstreifen und gelangen auf dem Hohenzollernring in den Spektegrünzug und durch den Münsingerpark erreichen wir den Bahnhof Spandau, das Ziel dieser Etappe. Nach einem kühlen Getränk treten wir unsere Heimreise an.Wir wünschen unseren Nachfolgern Torsten und Alex eine schöne Etappe bei hoffentlich bestem Wetter!

    Anpassen
    05:09
    25,4 km
    4,9 km/h
    410 m
    410 m

    Fontane schreibt: Es spiegeln sich in Deinem Strome
    Wahrzeichen, Burgen, Schlösser, Dome:
    Der Julius-Thurm, den Märchen und Sagen
    Bis Römerzeiten rückwärts tragen,
    Das Schildhorn, wo, bezwungen im Streite,
    Fürst Jazko dem Christengott sich weihte,
    Der Harlunger Berg, deß oberste Stelle
    Weitschauend trug unsre erste Kapelle,
    Das Plauer Schloß, wo fröstelnd am Morgen
    Hans Quitzow steckte, im Röhricht verborgen,
    Die Pfaueninsel, in deren Dunkel
    Rubinglas glühte Johannes Kunkel
    Schloß Babelsberg und „Schlößchen Tegel
    Nymphäen, Schwäne, blinkende Segel, –
    Ob rothe Ziegel, ob steinernes Grau,
    Du verklärst es, Havel, in Deinem Blau.
    Am S-Bahnhof Spandau übernahmen wir den Staffelstab von Karen und Cornell, die uns mit diesem Ausgangspunkt eine herrliche Vorlage lieferten.Für uns ging es an der Havel entlang über die Tiefenwerder Wiesen, durch das Teufels- und Postfenn, auf den Drachenberg, auf den Teufelsberg, am Teufelssee entlang, über den Karlsberg, am Grunewaldturm vorbei, über den Havelhöhenweg, am Strandbad Wannsee entlang und dann drehten wir noch eine Runde auf der Insel Schwanenwerder.Insgesamt eine tolle Tour - alpines und mediterranes Berlin.Die Tour von Alexandra findet ihr hier: komoot.de/tour/211192502

    Anpassen
    03:01
    16,7 km
    5,5 km/h
    150 m
    150 m

    ... nun ist also auch die zweite Ausgabe der 'Virtuellen komoot-Staffelwanderung' in Berlin/Brandenburg mit meiner heutigen Etappe abgeschlossen. Zuerst hatte ich daran gedacht, die exakt gleiche Strecke wie zum Auftakt der ersten Staffel zu wandern, das hätte inhaltlich natürlich die perfekte Klammer um das Thema ergeben. War mir aber dann doch zu banal, mir schwebte anschließend eine Tour weit im östlichen Bogen um Potsdam herum vor ... bis ich heute Morgen die Wetterprognose sah.So wurde es am Ende nur eine kurze Wanderung, die ich aber vom Verlauf her eher ungewöhnlich zusammengestellt hatte mit dem Teltowkanalufer und dem renaturierten Deponieberg Wannsee. Der Abschnitt von Klein-Glienicke durch den Park Babelsberg nach Potsdam hinein war alternativlos und sollte noch einmal die wunderbaren Bauten dort als Fotomotive aufnehmen, zumal ich die erste Staffel bereits über die andere Potsdamer Havelseite beendet hatte.Gut eine Stunde lang war ich im Regen unterwegs, der allerdings eher angenehm als hinderlich war. Nur der Fotoqualität kam das Wetter nicht unbedingt zugute. Die finale Collection findet ihr unter: komoot.de/collection/949565/-virtuelle-komoot-staffelwanderung-berlin-brandenburg-juni-2020Mein Fazit und meinen Ausblick findet ihr im zweiten Kommentartext.Als kleines ‚Goodie‘ ein Mood-Video von der sprudelnden Quelle im Park Babelsberg:
    ---------------Infos und Tourbeschreibung:Diese Tour beginnt am Bahnhof Wannsee, der durch den Fußgängertunnel zum Borussia-Monument hin verlassen wird. Über den Serpentinenweg geht es hinab zur Ronnebypromenade und auf dieser an den Schiffsanlegern entlang, unter der Wannseebrücke hindurch und am Kleinen Wannsee entlang zur Königstraße. Nach Unterquerung der Bahnbrücke führt der Weg über die Treppe hinauf in den Wald und zur Revierförsterei Dreilinden, dann wird ein kurzes Stück dem Kurfürstenweg gefolgt. Am Damm der ehemaligen Friedhofsbahn geht es parallel zur teilweise noch erhaltenen Trasse durch den Wald, nach Überquerung des Königswegs ist bald die renaturierte Schneise der ehemaligen Autobahn Dreilinden erreicht.Dem Verlauf der Schneise wird gefolgt an der Ruine der Stammbahnbrücke vorbei zur alten Autobahnbrücke mit tollem Blick über den Teltowkanal. Am Kanalufer entlang führt der Weg auf dem schönen schmalen Pfad nahe am Wasser, der jahreszeitlich bedingt allerdings hier und da etwas zugewachsen sein kann. Der Biergarten an der Söhnel-Werft wird passiert kurz vor der Einmündung des Griebnitzkanals, dem daraufhin bis zur Hubertusbrücke gefolgt wird.Über den Roedenbecksteig geht es nach Überquerung des Kanals bergauf zur langgestreckten renaturierten Deponie Wannsee und über die Höhenzüge bis um den angrenzenden Hirschberg herum, danach durch eine Hohlkehle hinab nach Klein-Glienicke. Der Teltowkanal wird überquert, anschließend führt der Weg im Park Babelsberg zum wunderbaren Schloss, dann schlängelt er sich durch die Hügel zur Gerichtslaube und weiter zum Flatowturm. Nach dem Abstieg geht es am Kindermannsee zum Ausgang des Parks am Havelhaus, dort wird dem Promenadenweg an der Havel gefolgt zum Nuthepark und weiter zum Potsdamer Hauptbahnhof.Der Straße 'Brauhausberg' wird bergauf gefolgt, am ehemaligen Landtag abgebogen zur Straße 'Am Havelblick', von wo aus sich tatsächlich tolle Ausblicke über die Havel und das dahinterliegende Stadtgebiet ergeben. Am Finkenweg geht es über die Treppe hinab zur Leipziger Straße, bei erster Gelegenheit wird abgezweigt in die Boelcke-Straße, in der am ehemaligen Schinkelspeicher diese Tour endet.

    Anpassen

Dir gefällt diese Collection?

Kommentare

    loading

Collection Statistik

  • Touren
    20
  • Distanz
    558 km
  • Zeit
    110:09 Std
  • Höhenmeter
    4 000 m
Frank Meyer

Virtuelle komoot-Staffelwanderung Berlin/Brandenburg Juni 2020