Mareike

Hüttenwanderung mit Gletscherblick – Lasörling Höhenweg

Peter E.

Hüttenwanderung mit Gletscherblick – Lasörling Höhenweg

Wander-Collection von Mareike

Zwischen spiegelglatten Bergseen, romantischen Almlandschaften und kargen Felsgipfeln erkundest du auf diesem Höhenweg den südwestlichen Teil des Nationalparks Hohe Tauern. Von Matrei in Osttirol steigst du hoch hinauf in die Lasörlinggruppe und wanderst diese nördlich des Hauptkamms ab. Unterwegs kehrst du auf urigen Berghütten ein, genießt Tiroler Schmankerl und die herrliche Aussicht bis zu den Gletschern der Venedigergruppe. Auch die Höhen der Lasörlinggruppe waren einst vergletschert. An diese Zeit erinnern die Moränen, die die Berglandschaft heute prägen.

Der Höhenweg verläuft über schöne Pfade und ist für fitte Bergwanderer gut zu gehen. Insgesamt hast du um die 4.000 Höhenmeter vor dir, die sich auf 65 Kilometer verteilen. Du dringst in alpine Höhen vor, die Trittsicherheit erfordern. An ausgesetzten Stellen sind helfende Seile angebracht. Kondition solltest du für bis zu 1.500 Höhenmeter Aufstieg am Tag mitbringen. Wer eine Herausforderung sucht, erklimmt zusätzlich die Gipfel entlang des Weges. Unter anderem steht der Lasörling zur Auswahl, der der Berggruppe als höchster Gipfel seinen Namen gibt. Wenn du diesen besteigen möchtest, kannst du zwei Nächte auf der Lasörlinghütte übernachten und dir einen ganzen Tag dafür Zeit nehmen.

Auf jeder Etappe hast du die Möglichkeit, tagsüber einzukehren. Nimm aber auf jeden Fall ein bisschen was zu essen mit, damit du vorbereitet bist, falls dich der Hunger überfällt. Jeden Abend wartet eine Hütte mit warmem Essen und Betten auf dich. Deine Übernachtungsplätze reservierst du am besten schon von zuhause.

Da der Weg dich bis hinauf auf 2.800 Meter Höhe führt, liegt im Frühjahr meist noch zu viel Schnee auf den Wegen. Normalerweise öffnen die Hütten, die dir als Etappenziele dienen, Mitte Juni ihre Türen. Du kannst deine Wanderung für den Sommer und bis in den September hinein planen.

Die Lasörlinggruppe liegt zwischen dem Defereggental und dem Virgental in Osttirol. Sie ist über Matrei in Osttirol gut zu erreichen. Dorthin kommst du am einfachsten von der Osttiroler Hauptstadt Lienz, wo es einen Bahnhof gibt. Informationen zu den Fahrplänen und Verbindungen findest du auf vvt.at.

Auf der Karte

Touren & Highlights

    Schwer
    08:54
    22,3 km
    2,5 km/h
    1 810 m
    430 m
    Schwere Wanderung. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Die erste Hälfte der ersten Etappe auf dem Lasörling Höhenweg steht ganz im Zeichen des Höhengewinns. Klar, für einen Höhenweg musst du erst mal hinauf in die Höhe steigen. Diesen großen Anstieg bringst du gleich zu Anfang hinter dich. Doch ganz so lang, wie hier geplant, muss der Anstieg auch nicht sein. Nach den ersten 900 Höhenmetern kannst du auf der Zunigalm eine Übernachtung einschieben, wenn du diese Etappe lieber aufteilen möchtest.Nach Matrei kommst du mit dem Bus von Lienz. Du kannst den schnellen Bus 950X oder die Linie 951 nehmen. Die Fahrpläne gibt es auf vvt.at. Denk daran, dass du nach Matrei in Osttirol suchst, denn es gibt auch noch ein Matrei am Brenner. Über denselben Link findest du ebenfalls eine Zugverbindung nach Lienz. Mit der Linie 951 kannst du auch noch ein Stück weiter ins Tal nach Virgen fahren. Von dort kannst du in gut vier Stunden direkt zur Zupalseehütte aufsteigen.Wenn du mit dem Bus nach Osttirol fährst und gleich loswandern möchtest, steigst du am besten an der Haltestelle Auerfeld aus. Von dort kannst du gleich die Isel überqueren und mit dem Aufstieg zur Nikolaikirche beginnen. Anschließend geht es in vielen Kehren durch den Bründlwald hinauf zur Zunigalm, wo du einkehren und dich für den großen Tagesanstieg belohnen kannst.Ab hier geht die Etappe gemütlicher weiter. Von der Zunigalm führt der schöne Bärensteig als Pfad durch den Wald zur Arnitzalm mit ihren schönen traditionellen Häusern aus Holz. Von hier kannst du in einer Runde den Großen Zunig besteigen. Auf den 2.776 Meter hohen Gipfel sind es aber noch einmal grob 1.000 Höhenmeter. Für dieses Vorhaben bietet es sich also auch an, eine Nacht auf der Zunigalm zu verbringen.Du bewegst dich nun schon im Bereich der Waldgrenze und trittst immer wieder zwischen den Bäumen hervor auf freie Flächen. Der Form der Hänge folgst du mit gemächlichem Höhengewinn nach Westen. Links von dir erhebt sich der Hauptkamm der Lasörlinggruppe. Rechts siehst du ins schöne Virgental hinab. Du überquerst den Muritzbach und passierst den Lackensee. Zwischen Alpenrosen hindurch folgst du dem herrlichen Steig und umgehst ein Tal, dass sich nach Norden öffnet. Anschließend folgt ein letzter, steiler Aufstieg, um die Waldgrenze endgültig hinter dir zu lassen. Am schönen Zupalsee erreichst du schließlich die gleichnamige Hütte, auf der du dir eine ausgiebige Rast redlich verdient hast.

    Schwer
    04:56
    10,1 km
    2,1 km/h
    1 020 m
    340 m
    Schwere Bergtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Gute Trittsicherheit, festes Schuhwerk und alpine Erfahrung notwendig.

    Die zweite Etappe durch die Lasörlinggruppe ist die Essenz eines Höhenwegs: Bei mäßigem Auf und Ab wanderst du auf auf schönen Pfaden durch die Bergwelt und genießt dabei die herrliche Aussicht zum Hauptkamm der Venedigergruppe. Um dich herum breiten sich nun grüne Wiesen und graues Gestein aus. Als optionaler Höhepunkt der Hüttenwanderung wartet am Ende der Etappe die Besteigung des Lasörling. Wer nur bis zur Lasörlinghütte wandert, kann hier drei Kilometer, 700 Höhenmeter und damit rund zweieinhalb Stunden von den Angaben abziehen. Ohne Gipfel am Ende erwartet dich heute also ein ganz entspannter Tag.Doch zunächst wanderst du recht gemütlich zur urigen Merschenhütte, die sich für eine Mittagspause anbietet. Dorthin bringt dich ein Weg am Hang ohne viele Höhenmeter. Ein kurzer Anstieg führt dich auf die Merschenhöhe und anschließend knapp am höchsten Punkt des Gosachkofels vorbei. Nun fehlt nur noch ein Abstieg von 250 Höhenmetern und schon bald ist die Lasörlinghütte in Sicht. Dort warten leckere Gerichte, warme Betten und ein traumhaftes Panorama auf hungrige Bergsteiger.Für diejenigen, die den höchsten und namensgebenden Gipfel der Gebirgsgruppe besteigen möchten, habe ich den Weg von der Lasörlinghütte hier noch angehängt. Für die Besteigung solltest du schwindelfrei sowie trittsicher sein und je nach Kondition einen zusätzlichen Tag einplanen. Der Abstieg durchs steile Gelände nimmt noch einmal zwischen eineinhalb und zwei Stunden in Anspruch.

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  • Schwer
    08:18
    15,6 km
    1,9 km/h
    1 480 m
    1 180 m
    Schwere Bergtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Auf der dritten Etappe verwöhnt dich der Lasörling Höhenweg mit traumhaften Ausblicken über die Hohen Tauern. Um dir diese zu verdienen, erwartet der Weg heute fast 1.500 Höhenmeter im Aufstieg von dir. Geh also am besten früh los, dann hast du genug Zeit für Pausen.Los geht's von der Hütte zunächst in Richtung Westen und an der ersten Gabelung gleich rechts nach Norden. Durch die Moränenlandschaft steigst du auf den Sattel unterhalb der Säule. Auf der anderen Seite geht es steil bergab zur herrlich gelegenen Bergerseehütte.Anschließend folgt ein sanfteres Stück: Bei bester Aussicht umgehst du den Muhskopf. Auf dem recht ebenen Pfad kommen nur wenige Höhenmeter dazu und du kannst für den Rest des Weges Kraft schöpfen. Am Ende des Panoramawegs wanderst du hinab ins Lasnitzental. Wenn du unterwegs einkehren möchtest, kannst du hier talabwärts einen Abstecher zur Lasnitzenhütte machen. Hin und zurück zum Höhenweg schlägt dieser mit zwei Kilometern und rund 150 Höhenmetern zu Buche. Zum Ende der Etappe geht es noch einmal steil bergauf. Ein gewundener Pfad bringt dich hinauf auf die Michltalscharte. Von dort steigst du wieder ein Stück bergab und läufst am Talschluss des Kleinbachtals entlang. Nun fehlt noch ein letzter Anstieg. Dieser führt dich südlich am Gipfel der Gösleswand vorbei. Und dann kannst du schon bald dein Ziel sehen: Hinter dem Bödensee steht die Neue Reichenberger Hütte, auf der du deine müden Beine ordentlich ausruhen kannst.

    Schwer
    05:50
    16,7 km
    2,9 km/h
    190 m
    1 360 m
    Schwere Bergtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend gut begehbare Wege. Trittsicherheit erforderlich.

    Heute ist der Tag des Abstiegs und damit auch des Abschieds. Der vierte Tag ist die letzte Etappe auf dem Lasörling Höhenweg. Du verlässt die ursprüngliche Bergwelt durch das wunderschöne Dabertal. Tosende Wasserfälle versüßen dir die letzten Kilometer.Von der Reichenberger Hütte hältst du dich in Richtung Westen und beginnst deinen Abstieg sanft über schöne Bergwiesen. Dann geht es steiler hinab ins Dabertal, dessen Verlauf du nach Nordosten folgst. Entlang des Baches lässt du immer mehr Höhenmeter hinter dir und triffst wie das Bergwasser bald auf die Isel und damit auf das Virgental.Hier kannst du, wenn du möchtest, noch ein Stück taleinwärts zur Clarahütte gehen und dort ein letztes Mal zwischen malerischen Almwiesen mit Blick auf Felsgipfel und Gletschereis einkehren. Um dein Etappenziel zu erreichen, wanderst du anschließend das Tal hinaus nach Osten. Wenn du die Clarahütte auslässt, sparst du dir eine gute halbe Stunde Gehzeit. Einkehren kannst du auch später noch auf der Islitzeralm.Gemächlich steigst du bergab zum letzten Höhepunkt deiner Wanderung: den Umbalfällen. Am Lauf der Isel ist ein Erlebnispfad eingerichtet, auf dem du allerlei Spannendes zum Tal erfährst und von Aussichtspunkten einen atemberaubenden Blick auf das Naturschauspiel hast.Vorbei an der Islitzeralm bringt dich der Talweg schließlich nach Ströden, wo deine Hüttenwanderung endet. Von hier fährt die Postbus-Linie 951 zurück nach Matrei, wo du gestartet bist. Dieselbe Linie bringt dich auch gleich weiter nach Lienz zum Bahnhof. Aktuelle Fahrpläne findest du unter vvt.at.

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Collection Statistik

  • Touren
    4
  • Distanz
    64,7 km
  • Zeit
    27:57 Std
  • Höhenmeter
    4 500 m

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