Architektur & Natur – Berlins spannendste Bauten mit der S-Bahn entdecken

Collection von
S-Bahn Berlin

Wenn du dich für Architektur interessierst, dann bist du in Berlin an genau der richtigen Adresse: Die Baumeister der Kaiserzeit und die verschiedenen Baustile in der geteilten und dann wiedervereinten Stadt haben eindrucksvolle Bauwerke hinterlassen. Auf acht Touren führen wir dich in dieser Collection zu unseren persönlichen architektonischen Höhepunkten im gesamten Berliner Stadtgebiet. Anstelle der typischen Touri-Hotspots wie Fernsehturm, Berliner Dom, Potsdamer Platz oder Gendarmenmarkt haben wir aber ein paar echte Geheimtipps für dich ausgewählt.

Unsere Routen sind dabei so abwechslungsreich wie die Berliner Geschichte und die Baustile, von denen die deutsche Hauptstadt geprägt wird. Wir führen dich zu den Wohnkonzepten aus der Zeit der Weimarer Republik in der Hufeisensiedlung und im Fliegerviertel. In Dahlem erwartet dich im Botanischen Garten eine der größten freitragenden Stahl-und-Glas-Konstruktionen der Welt. Im Westberliner Hansaviertel und auf der Karl-Marx-Allee treten die verschiedenen Bauentwürfe des geteilten Berlins ganz besonders zu Tage. Und in Charlottenburg erlebst du prachtvolle Baustile der letzten hundert Jahre auf kleinstem Raum.

Unsere Touren erreichst du ganz bequem mit der S-Bahn. Und das Beste: Alle sind recht kurz gehalten – so kannst du auch nach einer Tour in die S-Bahn springen und noch ein weiteres Architektur-Highlight am gleichen Tag hinten dranhängen.

Auf der Karte

Touren & Highlights

  • Mittelschwer
    02:20
    9,12 km
    3,9 km/h
    40 m
    40 m
    Mittelschwere Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Rund um das ehemalige Flugfeld Tempelhof erwarten dich auf dieser Tour gleich zwei architektonische Höhepunkte. An erster Stelle steht natürlich das gewaltige Gebäude des Flughafens, dass in seiner gebogenen Form heute immer noch zu den flächenmäßig größten Gebäuden der Welt zählt. Überhaupt nicht groß – sondern vielmehr kleinteilig und verschachtelt – ist hingegen die Gartenstadt Neu-Tempelhof, die auch liebevoll „das Fliegerviertel” genannt wird. Wenn du hier durch die Straßen schlenderst, kannst du wie an den Ringen eines Baumes die drei verschiedenen Bauabschnitte erkennen: die großen bürgerlichen Mietshäuser von 1911, die Gartenstadt aus den 1920er Jahren und die aufgelockerte Bebauung aus kleineren Mehrfamilienhäusern aus den 1950er Jahren. Insbesondere die Gartenstadt mit ihren kleinen Reihenhäusern und idyllischen Vorgärten und Parks gehört zu den beliebtesten Wohngegenden von ganz Berlin.Startpunkt deiner Tour ist der S-Bahnhof Tempelhof, den du mit den S-Bahnlinien S41, S42, S45 und S46 erreichst. Von hier aus geht es auf dem Tempelhofer Damm erst in Richtung Flugfeld. An der zweiten Straßenkreuzung biegst du nach links ab und spazierst durch einen doppelten Torbogen hinein ins Fliegerviertel. Hier lässt du den ganzen Trubel vom Tempelhofer Damm hinter dir und während du so an den hübschen Vorgärten entlangschlenderst, vergisst du ganz, dass du noch mitten in Berlin bist.Am Adolf-Scheidt-Platz, dem Zentrum des Fliegerviertels, geht es nach rechts und im Zickzack durch die ruhigen Straßen zum Flughafen. Am Haupteingang kannst du dir noch den Kopf des alten Reichsadlers ansehen und einen Blick auf das Terminal werfen. Das ist normalerweise geschlossen, aber im Rahmen einer Führung kannst du den Flughafen auch von innen besichtigen. Hier findest du alle Infos: thf-berlin.de/fuehrungen/mythos-tempelhof.Über den Columbiadamm geht es im Anschluss zum Eingang des Tempelhofer Felds. Hier führt dich unsere Route bei herrlicher Aussicht über die Start- und Landebahnen, bevor du am S-Bahnhof Hermannstraße wieder in die S-Bahn steigst.

  • Leicht
    01:34
    6,16 km
    3,9 km/h
    20 m
    10 m
    Leichte Wanderung. Für alle Fitnesslevel. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war Berlin innerhalb weniger Jahre enorm gewachsen – aus knapp 900.000 Einwohnern im Jahr 1875 waren im Jahr 1900 bereits mehr als zwei Millionen Berliner geworden. Gerade für die ärmeren Menschen waren die Wohnbedingungen in den eilig gebauten Mietskasernen haarsträubend – und verschiedene Architekten entwickelten neue Wohnkonzepte. Einer von ihnen war Bruno Taut, dessen berühmtestes Bauprojekt wohl die Hufeisensiedlung in Berlin Britz ist. Nicht nur die ungewöhnliche Form, sondern vor allem die zurückhaltende Formensprache, die modern ausgestatteten Wohnungen und der Bezug zu gemeinsamen Grünflächen war in den 1920er Jahren absolut revolutionär. Die Hufeisensiedlung hat bis heute nichts von ihrem Charme eingebüßt und erfreut sich immer noch großer Beliebtheit unter ihren Bewohnern. Dank der offenen Bauweise kannst du sie dir auf dieser Tour mal ganz aus der Nähe ansehen.Startpunkt deiner Tour zur Hufeisensiedlung ist der S-Bahnhof Neukölln. Mit den Linien S41, S42, S45, S46 und S47 kommst du zum Startpunkt. Über die geschäftige Karl-Marx-Straße geht es in Richtung Teltowkanal. Nachdem du den Kanal überquert hast, wird es langsam ruhiger. Du spazierst durch den Park am Buschkrug und wenig später erreichst du die Hufeisensiedlung.Besonders lohnenswert ist hier ein Besuch im Café Infostation. Hier gibt es nicht nur dampfende Heißgetränke und leckere Kuchen, sondern auch wissenswerte Ausstellungen über die Hufeisensiedlung und einen Buchladen mit Architekturbüchern. Mittelpunkt der Ausstellung ist die zum Café gehörende Wohneinheit mit Originaleinrichtung. Alle Infos zur Ausstellung findest du hier hufeisensiedlung.info/foerderverein/projekte/cafe-und-ausstellung-in-der-info-station.html.Von der Hufeisensiedlung geht es dann auf einer anderen Strecke über den Teltowkanal zurück zum S-Bahnhof Hermannstraße.

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  • Leicht
    00:57
    3,66 km
    3,9 km/h
    20 m
    20 m
    Leichte Wanderung. Für alle Fitnesslevel. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Bauten aus Stahl und Glas – da denkt man erstmal an Wolkenkratzer aus New York oder Tokyo. Eine der größten freitragenden Stahl-Glas-Konstruktionen steht aber bereits seit über 100 Jahren in Berlin Dahlem: das große Tropenhaus des Botanischen Gartens. 60 Meter lang, 30 Meter breit und stolze 25 Meter hoch – in dem gewaltigen Innenraum wächst tatsächlich ein kompletter tropischer Regenwald. Architekt Alfred Koerner hatte den visionären Plan für das Tropenhaus und für weitere Schaugewächshäuser. Zusammen mit den Kakteenhäusern, den kleinen Tropenhäusern und vor allem dem freistehenden Mittelmeerhaus bildet das Tropenhaus ein herrliches Ensemble, das nicht nur für Pflanzenliebhaber interessant ist. Unsere Tour führt dich zu den Tropenhäusern und natürlich auch in einer großen Runde durch den Botanischen Garten.Startpunkt deiner Tour ist der S-Bahnhof Botanischer Garten, der im 20-Minuten-Takt von der Linie S1 angefahren wird. Von hier aus geht es an den stattlichen Häusern von Berlin Dahlem vorbei zum Eingang des Botanischen Gartens an der Straße Unter den Eichen. Über den breiten Spazierweg schlenderst du erstmal auf direktem Weg zu den Gewächshäusern. Lass dir für die Runde ruhig ausreichend Zeit – und vergiss deine Kamera nicht. Hier lassen sich spannende Fotos von äußerst seltenen und faszinierenden Pflanzen machen.Der Rundweg führt vorbei an Kakteen und Sukkulenten unterschiedlichster Formen, zu fleischfressenden Pflanzen, zu tropischen Nutzpflanzen und natürlich in die gewaltige Tropenhalle. Die erstrahlt nach ihrer Renovierung im Jahr 2009 im neuen Glanz. Nach der Tour durch die Schaugewächshäuser spazierst du durchs Alpinarium und das Arboretum zurück zum S-Bahnhof.

  • Leicht
    01:13
    4,79 km
    3,9 km/h
    10 m
    30 m
    Leichte Wanderung. Für alle Fitnesslevel. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Wenige Jahre nach der deutschen Teilung entwickelten sich im Ostteil und im Westteil der Stadt völlig eigene Architektursprachen. Zu den Höhepunkten gehörte die Westberliner Interbau im Jahre 1957, die als Gegenentwurf zum DDR-Prachtboulevard – der Karl-Marx-Allee – positioniert wurde. Im Gegensatz zu den repräsentativen und klassizistischen Arbeiterpalästen auf der Karl-Marx-Allee entwarfen Architekten aus der ganzen Welt Gebäude für die Interbau im Westberliner Hansaviertel. Kein Gebäude gleicht hier dem anderen – aber trotzdem eint der Aufbruchsgeist und die Sprache der Bauhaus-Schule die einzelnen Entwürfe. Wenn du hier durch die ruhigen Straßen spazierst, nehmen dich die Gebäude mit auf eine gedankliche Reise in die späten 1950er Jahre. Klare Formen, schnörkellose Fassaden, moderne Materialien, große Fenster und offene Baukörper sind ein Sinnbild des modernen Bauens und bis heute stilprägend.Startpunkt deiner Tour ist der S-Bahnhof Bellevue, der von den Linien S3, S5, S7 und S9 angefahren wird. Von hier aus geht es in einer weiten Schleife durch das Hansaviertel und vorbei an den einzelnen Gebäuden der Interbau 1957. Star-Architekten wie Alvar Aalto, Egon Eiermann, Walter Gropius, Arne Jacobsen, Oscar Niemeyer und Max Taut wirkten an der Gesamtplanung und den einzelnen Gebäuden mit – hier gab sich die Crème de la Crème der Architekten der westlichen Welt die Ehre.Neben den Wohnhochhäusern stechen vor allem drei Gebäude ganz besonders hervor: die katholische St. Ansgar Kirche mit der kleinteiligen Fensterfassade, die Kaiser-Friedrich-Gedächtniskirche mit dem offenen Glockenturm und den gewaltigen Betonformen und zuletzt die Akademie der Künste.Nach der Runde durch das Hansaviertel spazierst du am Spreeufer entlang, genießt nochmal den Blick auf das Haus der Kulturen der Welt – besser bekannt als „schwangere Auster” – und erreichst schließlich das Ziel der Route, den Berlin Hauptbahnhof. Von dort geht es mit der S-Bahn wieder nach Hause.

  • Leicht
    00:36
    2,29 km
    3,9 km/h
    10 m
    20 m
    Leichte Wanderung. Für alle Fitnesslevel. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Ein Bummel durch Charlottenburg ist quasi ein Muss, wenn du dich für Architektur interessierst. Das Zentrum der City West rund um den Breitscheidplatz ist schon seit über 100 Jahren das Aushängeschild von Charlottenburg – und damals gehörte die Großstadt noch nicht mal zu Berlin. Bis zu seiner Eingemeindung nach Groß-Berlin im Jahr 1923 war Charlottenburg der reiche Nachbar von Berlin – das erkennst du heute noch an den Prachtbauten entlang des Ku'Damms. Während der Berliner Teilung avancierte Charlottenburg dann zum neuen Zentrum von Westberlin und Bauten wie das Bikinigebäude, der Zoopalast, das Europa-Center und natürlich die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche prägten den Charakter des Breitscheidplatzes für Jahrzehnte. Mit der Wende geriet Charlottenburg neben dem Alexanderplatz ein wenig in Vergessenheit, doch seit ein paar Jahren boomt die City West. Die Hochhäuser Waldorf-Astoria, Upper West und Neues Kranzler Eck stehen für ein neues Selbstbewusstsein der Charlottenburger und verleihen dem Breitscheidplatz einen besonderen Hauch von internationaler Metropole, den du so nur an wenigen Orten in Berlin spürst.Startpunkt des Architekturbummels ist der Bahnhof Zoologischer Garten – während der deutschen Teilung DER Fernbahnhof von Westberlin. Du erreichst ihn bequem mit den Linien S3, S5, S7 und S9. Von hier aus spazierst du erstmal in Richtung Breitscheidplatz. Es geht vorbei am sanierten Zoopalast und dem neu gestalteten Bikini-Haus, in dem sich heute die ausgefallenste Mall von ganz Berlin befindet. Gleich gegenüber steht die markante Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche: In der Mitte steht die Ruine des alten Kirchenturms als Mahnmal für den Frieden, umrahmt vom neuen Glockenturm und dem achteckigen Kirchenbau von Architekt Egon Eiermann. Unser Tipp: Es lohnt sich unbedingt, die neue Kirche – im Volksmund auch Puderdose genannt – von innen anzusehen. Im Zwielicht der unzähligen blauen Fensterchen erlebst du hier einen unerwarteten Ort der Ruhe und Besinnlichkeit mitten im geschäftigen Charlottenburg.Im Anschluss geht es über den Kurfürstendamm weiter. Auf dem breiten Prachtboulevard reihen sich palastartige Stadthäuser aus der Gründerzeit und spektakuläre Neubauten aneinander. Besonders hervorzuheben: Der Stahl-und-Glas-Palast „Neues Kranzler Eck” von Helmut Jahn. An den Schaufenstern entlang spazierst du dann weiter bis zur Grolmanstraße. Hier biegst du nach rechts ab und kommst zum gemütlichen Savignyplatz. Wenn du magst, kannst du hier noch in einem der Cafés oder Restaurants eine Pause einlegen, bevor es vom S-Bahnhof Savignyplatz mit den Linien S3, S5, S7 und S9 wieder nach Hause geht.

  • Leicht
    01:43
    6,72 km
    3,9 km/h
    20 m
    20 m
    Leichte Wanderung. Für alle Fitnesslevel. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Die Karl-Marx-Allee im Ostberliner Stadtteil Friedrichshain ist das perfekte Gegenstück zur Interbau 57 im Westberliner Hansaviertel. Der Prachtboulevard, der vom Alexanderplatz bis zum Frankfurter Tor verläuft, wurde als Aushängeschild für den Erfolg des Sozialismus geplant – auch heute noch verfehlen die Arbeiterpaläste zwischen Strausberger Platz und den Türmen am Frankfurter Tor nicht ihre Wirkung. Die eindrucksvollen Fassaden, meterhohen Säulengänge und kunstvollen Verzierungen haben einfach einen besonderen Charme. So beeindruckend die Gebäude sind, so teuer waren sie im Bau – der Traum, für alle DDR-Bewohner solche Paläste zu bauen, war bald ausgeträumt. Stattdessen folgten in den 1960er Jahren zwischen Strausberger Platz schlichte zehngeschossige Plattenbauten. Standardisiert, schmucklos, funktional – vom Flair des sozialistischen Aufbruchs war nur noch wenig übrig und die DDR-Planer mussten sich mit der harten Realität und der schwächelnden Wirtschaft arrangieren.Startpunkt deiner Tour ist der Bahnhof Alexanderplatz, der von den S-Bahnlinien S3, S5, S7 und S9 angefahren wird. Von hier aus geht es an der Weltzeituhr vorbei direkt über den Alexanderplatz. Du spazierst an der Kongresshalle mit ihrer markanten Kuppel vorbei und stehst dann auf der Karl-Marx-Allee. Passenderweise geht es von hier aus quasi rückwärts durch die Zeit: Erstmal erwarten dich die Plattenbauten aus den 1960er Jahren. Zwischen den schmucklosen Hochhäusern stehen aber auch zwei besondere Gebäude aus der DDR-Zeit: das Kino International und direkt gegenüber das Café Moskau. Das Kino International nimmt dich mit Panoramacafé und Holzvertäfelung mit in eine andere Zeit – und zudem genießt du hier eine erstklassige Filmauswahl. Vielleicht machst du hier auf dem Rückweg noch einen Stopp?Kurz darauf geht es zwischen den beiden Türmen des Strausberger Platzes hindurch – ein toller Anblick! Ab hier beginnt der Abschnitt der Arbeiterpaläste aus den 1950er Jahren, die aufgrund der filigranen, verzierten Kacheln auch als „Zuckerbäckerbauten” bezeichnet werden. Auf dem breiten Gehweg schlenderst du die Straße entlang, gönnst dir vielleicht ein Eis in der italienischen Eisdiele „Il Viale” und bewunderst dabei die prachtvollen Gebäude. An den kuppelgekrönten Türmen des Frankfurter Tors drehst du schließlich um und spazierst auf der anderen Straßenseite unter ausladenden Bäumen zurück zum Bahnhof Alexanderplatz.

  • Leicht
    01:54
    7,23 km
    3,8 km/h
    60 m
    60 m
    Leichte Wanderung. Für alle Fitnesslevel. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Auf einer Anhöhe neben dem Olympiastadion ragt ein gewaltiger Kasten in den Westberliner Himmel: die Wohnmaschine von Le Corbusier. Das eindrucksvolle Wohnhochhaus entstand im Rahmen der Interbau 1957 im Westberliner Hansaviertel. Aufgrund der immensen Ausmaße passte es aber nicht mehr in den Bebauungsplan und wurde stattdessen auf einer Freifläche in Charlottenburg errichtet. Abgesehen von den bunten Fassadenflächen präsentiert sich das Hochhaus extrem zurückhaltend – und verschweigt damit sein geniales Konzept. Dem revolutionären Architekten Le Corbusier ging es nämlich um den preisgünstigen Bau von hochwertigen Wohnungen für alle Menschen. Standardisierte Grundrisse, moderne Materialien und fest eingebaute Möbel wie Küchen und Wandschränke gehörten genauso zum Konzept wie Gemeinschaftsräume, ein Supermarkt und ein Dach-Swimmingpool – eine „vertikale Stadt”. Den Berliner Bauvorschriften zum sozialen Wohnungsbau fielen jedoch etliche Ideen zum Opfer. Am Ende gab es nur noch eine Waschküche und einen Selbstbedienungsladen. Nur über eine Vorschrift können die Bewohner bis heute aufatmen: Die ursprünglich geplante Deckenhöhe von 2,26 Meter musste auf 2,50 Meter erhöht werden. Im Corbusierhaus finden regelmäßig Ausstellungen statt, in denen du auch einzelne Wohnungen besichtigen kannst: corbusierhaus.org.Mit den S-Bahnlinien S3 und S9 fährst du bis zum S-Bahnhof Olympiastadion, wo deine Rundtour beginnt. Von hier aus sind es nur wenige Schritte bis zum Corbusierhaus – das auch die Namen Wohnmaschine oder auf Französisch „Unité d'Habitation” trägt. Die gewaltigen Ausmaße sind heute immer noch beeindruckend, auch wenn das Haus mittlerweile ein wenig in die Jahre gekommen ist. Immerhin steht es seit 1996 unter Denkmalschutz und daher wird es abschnittsweise wieder in den Ursprungszustand versetzt. Besonders spannend ist das meterhohe Ständerwerk, auf dem der Gebäuderiegel thront.Von der Wohnmaschine aus geht es über die Heerstraße zum Drachenberg im Grunewald. Der begrünte Trümmerberg mit seinem breiten Gipfelplateau bietet dir eine herrliche Aussicht auf Berlin und vor allem eine neue Perspektive auf die Wohnmaschine. Hier oben wird die erst klar, was für einen Ausblick die Bewohner der oberen Etagen jeden Tag genießen.Über schöne Waldwege führt dich unsere Route schließlich zum Glockenturm am Olympiastadion. Wenn du Lust auf eine weitere Aussicht hast, kannst du hier noch hinaufsteigen. Ansonsten geht es um das Stadion herum zurück zum S-Bahnhof.

  • Leicht
    00:29
    1,86 km
    3,8 km/h
    20 m
    10 m
    Leichte Wanderung. Für alle Fitnesslevel. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Das Zeiss-Großplanetarium im Prenzlauer Berg ist wohl das zuletzt gebaute repräsentative Gebäude der DDR. Zur 750-Jahres-Feier von Berlin entwarf DDR-Generalbaudirektor Erhardt Gißke einen Traum aus verzierter Betonfassade und glänzender Metallkugel. Passend zu den interplanetaren Vorführungen im Inneren, sieht das Gebäude aus wie ein gelandetes Ufo. Nach einer umfassenden Sanierung im Jahr 2016 gilt das Planetarium heute als modernstes Wissenschaftstheater Europas – bring für deine Tour also genug Zeit mit, um dir eine der Vorführungen anzusehen. Das Programm findest du hier planetarium.berlin.Unsere kurze Tour beginnt am S-Bahnhof Greifswalder Straße, der von den Linien S41, S42, S8 und S85 angefahren wird. Ein paar Schritte folgst du der Greifswalder Straße, bis es dann in den Ernst-Thälmann-Park hinein geht. Die markanten Plattenbauten und die zugehörigen Hochhäuser am Rande des Parks stammen übrigens auch aus der Feder von Erhardt Gißke. Auch wenn sie von außen ziemlich trostlos aussehen, genießen die Bewohner der oberen Etagen einen erstklassigen, unverbauten Ausblick auf Berlin.Nach einem Abstecher zum monumentalen Ernst-Thälmann-Denkmal schlenderst du durch den Park bis zum Planetarium. Auch wenn du dir keine Vorstellung ansehen möchtest, lohnt sich ein Blick ins Foyer. Hier gibt es nämlich eine interessante Foto-Ausstellung über den Bau und über die Sanierung des Planetariums. Im Anschluss geht es dann über die Prenzlauer Allee zum S-Bahnhof Prenzlauer Allee, wo du deine Heimreise mit der Bahn antreten kannst.

Collection Statistik

  • Touren
    8
  • Distanz
    41,8 km
  • Zeit
    10:45 Std
  • Höhenmeter
    190 m
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Collection von
S-Bahn Berlin