Zwischen Skulpturen und Geschichte – der Museumsradweg

Fahrrad-Collection von Tobias
2-3 Tage
1-1 Std / Tag
59,7 km
450 m
560 m

Stell dir ein Museum vor, in etwa so lang wie der Bodensee und eingebettet in wunderschöne Natur – das ist der Museumsradweg. Kein Wunder also, dass du das Museum ausnahmsweise mit dem Rad befahren darfst, um alles zu sehen. Auf knapp 60 Kilometern Länge führt dich der Museumsradweg durch das wunderschöne Würmtal im Heckengäu und am Rande des Schönbuchs durch das idyllisch gelegene Aichtal an vielen geschichtlich hochinteressanten Orten vorbei. Dank der Kombination des Radwegs mit der riesigen Freiluftgalerie SCULPTOURA gibt es zudem auf fast jedem Kilometer beeindruckende Kunstwerke im Zusammenspiel mit der Natur zu entdecken.

In dieser Collection habe ich die Strecke für dich in zwei gemütliche Etappen aufgeteilt, sodass du genügend Zeit hast, auch mal das ein oder andere Museum am Rande des Weges ganz in Ruhe zu besuchen. Insgesamt bieten sich dir die Möglichkeiten ganze 18 Museen entlang der Strecke zu besuchen. Darunter befinden sich viele Heimatmuseen, zum Beispiel in Grafenau, Holzgerlingen und Schönaich, stadtgeschichtliche Museen in Weil der Stadt und Nürtingen, aber auch kleine Besonderheiten, wie das Bäckereimuseum in Grötzingen oder das Narrenmuseum in Weil der Stadt. Zum Teil gehe ich in den Touren genauer auf einzelne Museen ein. Ein Highlight – besonders für Radfahrer, denen es ab und zu nach etwas Schokolade verlangt, um die Energiereserven aufzufüllen – ist sicherlich das Ritter Sport Museum in Waldenbuch.

Natürlich kannst du die Strecke auch an einem einzigen Tag fahren, doch dann wird dir nicht viel Zeit zum Genießen und Erkunden bleiben. Aufgrund des angenehmen Streckenprofils und der vielen Dinge, die man unterwegs entdecken kann, eignet sich der Museumsradweg auch besonders für Familien. Zudem führt er kaum an stark befahrenen Hauptstraßen entlang. Unterwegs laden dich allerlei rustikale Biergärten dazu ein, ein Päuschen zu machen, aber auch die eine oder andere Grillstelle lässt sich finden. Übernachtungsmöglichkeiten gibt es ebenfalls entlang der Strecke, vor allem in den größeren Ortschaften. Es lohnt sich jedoch, nochmal genauer selbst nachzuschauen, denn teilweise verbirgt sich der besondere Über-Nacht-Aufenthalt eben auch auf einem schönen Landgasthof zwischen Feldern und Wiesen.

Wenn es dir möglich sein sollte, empfehle ich dir den Radweg nicht zu den Stoßzeiten am Wochenende zu fahren. Gerade an schönen Tagen, kann dieser dann schon mal schnell überlaufen sein. Die Strecke zwischen Weil der Stadt und Grafenau, der Radwegabschnitt zwischen Ehningen und Holzgerlingen und das Aichtal rund um Waldenbuch sind in dieser Hinsicht besonders beliebt. Gehst du es gemütlich an, sollte aber auch das kein Problem darstellen.

Der offizielle Radweg verläuft übrigens von Weil der Stadt bis nach Nürtingen. Wenn du möchtest kannst du ihn aber auch in umgekehrter Richtung fahren, je nachdem, was für dich geschickter ist. Im Höhenprofil macht es nur wenig Unterschied, da Holzgerlingen in der Mitte die höchste Stelle des Radwegs markiert. Zwar geht es entlang der offiziellen Richtung nach Nürtingen insgesamt etwas mehr bergab, allerdings endet der Radweg dann auch in einer vergleichsweise verkehrsreichen Stadt. Setzt du hingegen Weil der Stadt als deinen Zielpunkt, kannst du dich auf ruhige Radwege bis zum Schluss freuen.

Als Ergänzung innerhalb des Weges bieten sich übrigens das Siebenmühlental, wie auch das Schaichtal an, wo du jeweils kurze Abstecher machen kannst und anschließend wieder auf den Museumsradweg zurückkehrst. Als weitere Ergänzung eignet sich in Nürtingen der Neckartal-Radweg, im Aichtal der Hohenzollern-Radweg und in Weil der Stadt der Würmtal-Radweg. Zudem kannst du von Weil der Stadt aus auf dem parallel zum Würmtal-Radweg verlaufenden Planetenweg einen Eindruck von unserem Sonnensystem gewinnen, was sich insbesondere in Zusammenhang mit einem Besuch des Kepler-Museums lohnt. Da dieser aber nicht Teil des Museumsradwegs ist, habe ich ihn dir hier als separates Strecken-Highlight angelegt: komoot.de/highlight/1622789

Auf der Karte

Touren & Highlights

    Mittelschwer
    01:42
    26,3 km
    15,5 km/h
    240 m
    150 m
    Mittelschwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Du startest die Museumstour in der geschichtsreichen Keplerstadt Weil der Stadt. Diese erreichst du ganz einfach mit der S-Bahn von Stuttgart aus. Von dort fährt alle halbe Stunde eine Bahn, zu Stoßzeiten sogar alle 15 Minuten. Während einer kurzen, historischen Innenstadtrunde kannst du dir überlegen, ob du den Museumsradweg direkt mit einem Besuch im Stadt- oder Keplermuseum am Marktplatz beginnst.Danach verlässt du die mittelalterlichen Stadtmauern mit einem abschließenden Blick auf den Seilerturm und radelst im Würmtal gemütlich an gepflegten Schreber- und urigen Biergärten vorbei, ehe dich bei Grafenau der nächste Museums-Stopp erwartet. Unterwegs informiert ein kleines Metallschild am Wegesrand darüber, wie weit es von hier mit dem Rad noch bis nach Rom ist.Kurz vor Döffingen biegst du über eine kleine Brücke nach rechts in Richtung Dätzingen ab. Du könntest meinen, dass du hier das Würmtal bereits verlässt, denn der Hauptfluss entspringt eindeutig dem linken Tal. Es ist jedoch einer jener seltenen Momente, in denen ein größerer Fluss, in diesem Fall die Schwippe, den Namen des kleineren Gewässers übernimmt, das in ihn mündet. So folgst du weiter dem Lauf der Würm, kannst in Dätzingen als Teil der Gemeinde Grafenau das Schloss oder das Heimatmuseum besichtigen und fährst im Anschluss unter dichten Blättern am Waldrand weiter flussaufwärts – eine Wohltat an heißen Sommertagen.Sicherlich wird dir inzwischen schon mehr als nur eine interessante Skulptur am Wegesrand begegnet sein. Mittels dem zumeist auf einer kleinen Infotafel zu sehenden QR-Code in unmittelbarer Nähe der Skulptur, kannst du dich auf der Webseite von SCULPTOURA übrigens über die meisten Kunstwerke informieren. Ab Aidlingen folgst du für ein weiteres Stück der Würm durch das nun zusehends schmäler werdende Tal. Eine Grillstelle am Rande der Schrebergartenanlage lädt zur ausgiebigen Rast ein, meistens liegt hier auch etwas Feuerholz herum.In Ehningen biegst nach der Überquerung einer verkehrsreichen Kreuzung auf die Felder und Wiesen in Richtung Holzgerlingen ab. Schon bald wird das Tal wieder schmäler und nur noch ein paar wenige landwirtschaftliche Flächen versuchen zwischen den Waldrändern einen Platz für sich zu beanspruchen. Ein Weiher zu deiner Linken lädt zur Pause unter einem Baum ein. Kurze Zeit später geben dir der Gewässerlehrpfad und der darauf folgende Walderlebnispfad Gelegenheit, dich über die örtliche Flora und Fauna schlau zu machen – auch für die Kleinen ein tolles Erlebnis.Kurz vor Holzgerlingen verlässt du während eines kurzen Stücks den Museumsradweg, um eine kleine Extra-Schleife auf der SCULPTOURA zu drehen. Die Landschaft wird nun wieder offener, die Felder ausladender und die Aussicht weiter. Nach einem letzten Stück entlang der Würm bis kurz vor ihre Quelle fährst du von Altdorf auf dem Panoramaweg zurück zum Museumsradweg. Der Name ist ganz klar Programm, denn die Aussicht ist der Wahnsinn. Beim 9. Längengrad Ost hast du dein Ziel erreicht. Hier auf den Feldern am Stadtrand von Holzgerlingen kannst du ruhig noch einen Moment innehalten bevor du deinen Übernachtungsspot aufsuchst oder noch eine Runde zum Heimatmuseum in die Innenstadt drehst.

    Mittelschwer
    01:57
    33,5 km
    17,2 km/h
    210 m
    420 m
    Mittelschwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Frisch ausgeruht und mit vielen Eindrücken des letzten Tages startest du die heutige Etappe in Holzgerlingen. Zum Frühstück lohnt sich ein Abstecher ins Stadtcafé, das direkt im Ortskern idyllisch an der Kirche liegt. Danach erwartet dich eine rasante Abfahrt hinab ins Aichtal. Die Aich hat hier übrigens ihren Ursprung und wird dich, wie bereits die Würm zuvor, auf der gesamten Strecke bis nach Nürtingen begleiten.Bis Waldenbuch werden dir weiterhin unterschiedlichste Kunstwerke und Skulpturen auf dem Weg begegnen – dann endet die SCULPTOURA, dafür werden die Museen zahlreicher. Auch wird dir ein zunehmendes Auf und Ab im Aichtal nicht entgehen. Die Anstiege sind aber nur von sehr kurzer Dauer, sodass du ohne Probleme absteigen und schieben kannst, falls es dir zu steil wird. Lange dauert es nicht und du erreichst den Stadtrand von Waldenbuch. Durch die Baumwipfel am Hang kannst du es bereits deutlich ausmachen: das Logo jener Schokoladenmarke, für die Waldenbuch so berühmt ist. Steht der Wind gerade günstig, kannst du sogar den herb-süßen Duft der Schokoladenfabrik in der Luft wahrnehmen. Jetzt ist es Zeit für eine wohlverdiente Pause im Ritter Sport Museum.Sollte dir eher nach etwas Deftigem sein, so findest du gleich eine ganze Reihe von Biergärten und urigen Restaurants im Siebenmühlental am Ortsausgang. Ist dir der Abstecher ins Tal zu weit, kannst du auch einfach direkt am ersten Biergarten Halt machen. Dieser ist nur wenige Meter vom Museumsradweg entfernt.In Neuenhaus wartet das Häfnermuseum auf deine Erkundung, ein Kleinod in dem eine Ausstellung vom Leben der damals bitter armen Töpfer und ihrem Handwerk erzählt. In Grötzingen führt der Weg zum letzten Mal für ein kurzes Stück direkt an der Aich entlang. Vielleicht hast du Glück und es ist gerade nicht so viel los, dann bietet sich die eine oder andere Badestelle zur Erfrischung an.Bis nach Nürtingen verläuft die Strecke auf den letzten Kilometern entlang einer Hauptstraße. Dafür erwartet dich in Nürtingen abermals eine idyllische Innenstadt, die nicht nur mit einem Museum zu beeindrucken weiß. Auch eine kleine Stärkung in einem der süßen Cafés darf nicht fehlen, ehe du deine Heim- oder Weiterreise antrittst. Mit der Regionalbahn, die mindestens zwei Mal die Stunde fährt, kommst du von hier recht unkompliziert zurück nach Stuttgart.

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Collection Statistik

  • Touren
    2
  • Distanz
    59,7 km
  • Zeit
    03:38 Std
  • Höhenmeter
    450 m560 m

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