Benediktweg – Auf den Spuren von Papst em. Benedikt XVI.

Fahrrad-Collection von Tourismusregion Inn-Salzach

Papst em. Benedikt XVI. ist Namenspatron dieses Radrundweges durch das bayerische Voralpenland: An diesem gesegneten Fleckchen Erde zwischen Inn, Salzach und Chiemsee, wo der Himmel scheinbar bis zur Erde reicht, hat er seine Kindheit und Jugend verbracht.

Von Menschenhand geschaffene Orte und architektonische Perlen bilden hier den lebensfrohen Kontrapunkt zu einer unvergleichlich schönen Naturlandschaft. Der Benediktweg ist bestens beschildert und auf der gesamten Strecke finden sich radfreundliche Unterkünfte, Rad- und Servicewerkstätten.

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Auf der Karte

Touren & Highlights

    Schwer
    02:45
    34,9 km
    12,7 km/h
    170 m
    210 m
    Schwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Auf einigen Passagen wirst du dein Rad vielleicht schieben müssen.

    Start des Benediktweges ist die von Johannes Paul II. gepflanzte „Papstlinde“: Zuvor lohnt sich ein Abstecher zu den Altöttinger Museen. Sehenswert sind insbesondere die Schatzkammer mit dem Wallfahrtsmuseum und dem berühmten „Goldenen Rössl“, das Monumental-Rundgemälde und UNESCO-Denkmal „Jerusalem Panorama“ und die Dioramenschau. Durch ein Naturschutzgebiet führt der Weg nach Neuötting. Das Städtchen bezaubert mit dem weithin sichtbaren Dom des Inntals, einem modernen Stadtmuseum und dem hübschen Stadtplatz in klassischer Inn-Salzach-Architektur.Vorbei an Perach mit idyllischem Badesee und barockisierter Pfarrkirche führt der Weg weiter in Richtung Marktl. Wer Zeit und Muße hat, erfrischt sich im Marktler Badesee. Das 2.700-Seelen-Dorf Marktl wurde mit der Wahl von Kardinal Joseph Ratzinger zum Papst im Jahr 2005 schlagartig weltberühmt. Am Karsamstag im Jahr 1927 erblickte der kleine Joseph als Sohn des 50-jährigen Gendarmeriemeisters Joseph und der 43-jährigen Köchin Maria Ratzinger in der Polizeistation des Ortes das Licht der Welt. Heute ist das ehemalige Amts- und Mauthaus eine würdige Stätte der Begegnung und Auseinandersetzung mit den Fragen unseres Glaubens.Auf der Alten Poststraße geht es über Emmerting und Mehring in die mittelalterliche Residenzstadt der Wittelsbacher an der deutsch-österreichischen Grenze: Höhepunkte eines Besuchs von Burghausen sind die längste Burg der Welt mit 1.051 Meter Länge, die denkmalgeschützte Altstadt und der Stadtplatz mit den prächtigen Bürgerhäusern im Inn-Salzach-Stil. Schwimm- und Badevergnügen verspricht der über einen Kilometer lange Wöhrsee mit Blick auf die weltlängste Burg.

    Mittelschwer
    03:14
    48,5 km
    15,0 km/h
    420 m
    320 m
    Mittelschwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Die Tour kann Passagen mit losem Untergrund enthalten, die schwer zu befahren sind.

    Nach Burghausen sollte unbedingt die weithin sichtbare Wallfahrtskirche Marienberg sowie das 1146 gegründete Kloster Raitenhaslach besichtigt werden. Im ältesten Zisterzienserkloster Oberbayerns finden Besucher eine bezaubernde Mischung aus Architektur, Spiritualität, gepflegten Gärten und einem der schönsten Klostergasthöfe Bayerns vor. Ein besonderer Tipp sind die sommerlichen Plättenfahrten auf der Salzach jeden Sonntag um 14 Uhr von Tittmoning nach Burghausen. Von Burghausen geht es unweit der Salzach, die die natürliche Grenze zwischen Deutschland und Österreich bildet, in Richtung Süden. Hier, wo sich der Blick auf das Salzachbecken sowie die Berge des Salzkammerguts und des Chiemgaus weitet, führt der Benediktweg durch eine historisch bedeutsame Region, den „Rupertiwinkel“. Dieses Gebiet war von 1328 bis 1803 Teil des Erzstifts Salzburg und auch die Pfarrkirche Maria Himmelfahrt im Kirchdorf Asten befand sich bis 1816 im Besitz des Stifts Nonnberg in Salzburg. Sie ist eines der größten gotischen Gotteshäuser im südostbayerischen Raum. In Tittmoning zeugen die mittelalterliche Burg und der 300 Meter lange Stadtplatz im Inn-Salzach-Baustil von einer großen Vergangenheit. Papst em. Benedikt XVI. behielt Tittmoning immer in bester Erinnerung und bezeichnete es als „das Traumland meiner Kindheit.“Wer auf dem Weg zum Waginger See Verlangen spürt, das Fahrrad für kurze Zeit abzustellen, der begibt sich in Taching am See auf den knapp fünfeinhalb Kilometer langen Barfußweg: Mit nackten Füßen spazieren zu gehen ist ein heiteres und erdendes Erlebnis. Überhaupt ist die Region rund um den wärmsten See Oberbayerns ideal, um sich eine Auszeit zu gönnen: In Waging am See ist der Wellnessgarten mit Saunalandschaft und Hotel eine Einladung, sich selbst zu verwöhnen. Zahlreiche Cafés und Läden sowie drei Strandbäder bieten Abwechslung pur. Museumsliebhaber haben die Wahl zwischen dem „Vogelmuseum“ und dem „Barockmuseum Sebastian Schubeck“ (nur mit vorheriger Anmeldung). Auf dem Weg von Waging nach Traunstein liegen zwei idyllische Wallfahrtsorte: Die Kirche Mariä Heimsuchung in Mühlberg bietet nicht nur einen fantastischen Rundumblick über das Alpenvorland, sondern beherbergt auch eine der größten Sammlungen an Votivtafeln im südostbayerischen Raum. Die Kirche St. Leonhard in Wonneberg ist mit dem historisch wertvollen Hochaltar und den frühbarocken Wand- und Deckengemälden ein echter Geheimtipp für Kunstkenner.

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  • Mittelschwer
    02:23
    35,4 km
    14,8 km/h
    340 m
    280 m
    Mittelschwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Bier und Salz spielten in Traunstein schon immer eine wichtige Rolle. Während es heute noch drei Brauereien vor Ort gibt, gehört die Ära des „weißen Goldes“ der Vergangenheit an. Das sehenswerte Salinenviertel in der Au mit den Sud- und Härthäusern, der Salinenkapelle mit frühbarocken Fresken und der Traunsteiner Salinenweg erzählen von der Rolle der Stadt zur Zeit der Wittelsbacher: Diese kontrollierten den Traunübergang an der wichtigen Salzstraße von Bad Reichenhall nach München. Mehr zur Stadtgeschichte Traunsteins und seinen ehemaligen Bürgern wie Papst em. Benedikt XVI. oder Thomas Bernhard erfährt man im Rahmen von Stadtführungen. Heute strahlt die Stadt, in der Joseph Ratzinger seine Jugend verbrachte, eine heitere Gelassenheit aus: Das „Herz des Chiemgaus“ ist jung und modern und dennoch atmet man allerorts Geschichte. Während sich die Altstadt mit schönen Kaffeehäusern, traditionellen Biergärten und verführerischen Einkaufsadressen hervortut, zählen die Pfarrkirche St. Oswald und der denkmalgeschützte Stadtplatz mit Lindlbrunnen und Jacklturm, der Teil der spätmittelalterlichen Stadtmauer war, zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten.Von Traunstein führt der Benediktweg nun durch die malerische Landschaft des Chiemgaus in Richtung „bayerisches Meer“: Der Chiemsee ist ein Freizeiteldorado par excellence und damit ein Sehnsuchtsort für Wassersportler und alle, die das erfrischende Nass lieben. Bevor man jedoch am Ostufer eintrifft, ist ein Abstecher in das spätgotische Kirchlein in Sondermoning lohnenswert: Der um 1500 geschaffene Flügelaltar ist das früheste Werk dieser Art im Chiemgau. In dem hübschen Ort Chieming lädt das Strandbad zu Erfrischung und Sonnenbad ein. Hier ist auch die Anlegestation der Chiemsee-Schifffahrt: An Bord eines der 13 Passagierschiffe kann man beispielsweise die Große Chiemseetour unternehmen. Am Ufer des Chiemsees führt der Benediktweg weiter in das idyllische Kirchdorf Ising, das schon 744 als „Villa Usinga“ im Chiemgau urkundlich erwähnt wurde. Von einer Anhöhe grüßen die Wallfahrtskirche und das Schloss mit Gutshof, die als markantes Ensemble beinahe über den ganzen See hin zu erkennen sind. Mariä Himmelfahrt gilt mit der kostbaren Rokoko-Ausstattung als wahre „Perle des Chiemgaus“. Besonders spannend sind die Führungen mit dem örtlichen Kirchenpfleger.

    Schwer
    03:58
    62,0 km
    15,6 km/h
    450 m
    540 m
    Schwere Fahrradtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Von Seebruck – dem größten Segelhafen am Chiemsee – führt der Benediktweg nun weiter nach Seeon mit dem gleichnamigen Kloster. Wer sich Zeit für die kleinen Besonderheiten am Wegesrand nimmt, erkennt die Spuren, die der mächtige Chiemsee-Gletscher zur Würm-Eiszeit hier hinterlassen hat. Das Kloster Seeon, das 994 gegründet wurde, zählt mit seiner malerischen Lage auf einer Insel zu einem der zauberhaftesten Orte im nördlichen Chiemgau. Die Klosterkirche St. Lambert ist ein wahres Bilderbuch der Kunstgeschichte: Allein die Renaissancemalereien an der Decke sind einzigartig zwischen Hamburg und Berchtesgaden. Im elften Jahrhundert war das Benediktinerkloster eine bedeutende Schreibschule, in der sogar Kaiser Heinrich II. liturgische Bücher in Auftrag gab. Dem Geist von Seeon entspricht es, dass die Kirche tagsüber geöffnet ist und von Gästen besucht werden kann. Darüber freute sich schon Wolfgang Amadeus Mozart, der auf seinen Reisen nach München hier gerne Station machte. Regelmäßig finden Konzerte und Veranstaltungen statt. Von Mitte Mai bis Anfang Oktober lädt der Mesner jeden Sonntag um 14 Uhr zu einer Führung durch die Klosterkirche.Der Benediktweg führt zurück nach Gstadt und damit an das Ufer des Chiemsees: Nun heißt es an Bord zu gehen, denn zwei der schönsten Ausflugsziele der Region befinden sich nicht am Festland. Mit dem Schiff setzen Besucher auf die Inseln Herrenchiemsee und Frauenchiemsee über. Frauenchiemsee ist ein wahres Kleinod mit verträumten Gärten und Kunstgalerien, der Benediktinerinnen-Abtei Frauenwörth – eines der ältesten Frauenklöster Deutschlands – und dem hübschen Klosterladen. Die Insel ist in gut 25 Minuten umrundet, eingekehrt wird in traditionellen Gaststätten. Auch auf der größeren Herreninsel befand sich mit Herrenwörth einst eines der ältesten Klöster nördlich der Alpen: Heute beherbergt das Augustiner Chorherrenstift (Altes Schloss Herrenchiemsee) ein Museum zur Kloster- und Stiftsgeschichte. Das Neue Schloss Herrenchiemsee wurde von König Ludwig II. erbaut, der die Insel 1873 erwarb. Prachtvolles Vorbild war Schloss Versailles, vollenden konnte der König sein Projekt nicht mehr. Empfehlenswert ist eine Führung durch die Prunkräume sowie ein Besuch der wechselnden Sonderausstellungen. Die Insel kann auf dem Rundweg (rund sieben Kilometer) zu Fuß oder per Kutsche erkundet werden.Wasser bleibt auch im weiteren Wegverlauf das bestimmende Element: Von Gstadt geht es nach Breitbrunn 23 mit dem Strandband und zur „Eggstätt-Hemhofer Seenplatte“ – mit über 75 Jahren eines der ältesten Naturschutzgebiete Bayerns. 17 Seen umfasst diese Eiszerfallslandschaft – allesamt sind sie in der letzten Eiszeit vor etwa 10.000 Jahren entstanden. Moränenhügel, Toteislöcher, Auwälder und Schilfgürtel bieten ideale Lebensbedingungen für Vögel, Insekten und rund 50 Libellenarten, die bei Libellenführungen entdeckt werden können. Ab Seebruck bietet sich eine Alternativroute des Benediktweges über den Chiemsee-Rundweg nach Schafwaschen, Rimsting und über kleine Dörfer zur „Ratzinger Höhe“ an: Der Abstecher wird mit einem tollen Blick auf die Alpen, den Chiemsee und den Simssee belohnt. Mit viel Charme, gemütlichen Cafés und einem außergewöhnlichen Feinkostladen empfängt Amerang seine Besucher. Das stilvoll eingerichtete Schloss Amerang öffnet seine Pforten im Rahmen von Veranstaltungen, Konzerten und Festen. Das Bauernhausmuseum gewährt mit original Häusern und Werkstätten Einblicke in das ländliche Leben vor 500 Jahren. Idyllisch ist auch der Ameranger Moorrundweg.

    Schwer
    04:46
    69,5 km
    14,6 km/h
    580 m
    600 m
    Schwere Fahrradtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Die Tour kann Passagen mit losem Untergrund enthalten, die schwer zu befahren sind.

    Über die Innbrücke mit den Eisbrechern und durch das Brucktor geht es nach Wasserburg am Inn: Schon von Weitem sind die Burg mit ihren Treppengiebeln und die hochaufragenden Häuser im typischen Inn-Salzach-Baustil sichtbar. Seit 1247 war Wasserburg im Besitz der Wittelsbacher und übernahm die Funktion eines Binnenhafens für München: Der Inn war über Jahrhunderte hinweg eine der wichtigsten Handelsrouten Europas und im Mittelalter galt Wasserburg als drittreichste Stadt Süddeutschlands. Ihre Lage in der Innschleife, aber auch die besondere Stadtarchitektur mit Laubengängen, gotischen Häusern und engen Gässchen tragen noch heute zum Zauber der Stadt bei. Im Sommer bleibt es unter den Arkaden schön kühl. Wer die Stadt vom Wasser aus erleben möchte, der unternimmt eine Schifffahrt am Inn. Das „Museum Wasserburg“ beherbergt eine der reichhaltigsten kunst- und kulturgeschichtlichen Sammlungen zwischen München und Salzburg. Lohnenswert sind auch die Besichtigung der zwei Kirchen sowie eine Stadtführung. Zudem gilt Wasserburg als Shopping-Geheimtipp; durch die Stadt führt auch der historische Jakobsweg sowie der Innradweg Richtung Mühldorf beziehungsweise Rosenheim.Von Wasserburg führt der Benediktweg nun durchgehend am Inn entlang in Richtung Nordosten. Zu den Sehenswürdigkeiten zählt unter anderem das Kloster Gars am Inn, dessen Klosterkirche eine der bedeutendsten barocken Sakralbauten Altbayerns ist. Eine Oase der Stille sind der Kloster- und Kräutergarten sowie das Klostercafé. Ein Stück flussabwärts verzaubert das Kloster Au am Inn mit kunsthistorischen Juwelen und dem Charme längst vergangener Zeiten. In Aschau am Inn befindet sich das ehemalige Wohnhaus der Familie Ratzinger (Hauptstraße 21) und in Kraiburg am Inn mit der schön gelegenen St. Georgs Kapelle weht noch ein Hauch von Mittelalter durch die Gassen. Die geschichtsträchtige Innschifffahrt hat hier allerorts Spuren hinterlassen: In Mühldorf am Inn erinnert die historische, seilgebundene Treidelfähre »Josef III.« an die einst so wichtige Handelsroute. In Mühldorf zählen der 500 Meter lange Stadtplatz im Inn-Salzach-Stil, das „Hexenkammerl“ und der Nagelschmiedturm zu den Sehenswürdigkeiten. Über Polling und Tüßling (lohnenswerter Abstecher zum Schloss) führt der Weg zurück zum Ausgangspunkt Altötting.

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Collection Statistik

  • Touren
    5
  • Distanz
    250 km
  • Zeit
    17:06 Std
  • Höhenmeter
    1 950 m

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