Triathlon around Germany

Collection von Jonas Deichmann

Am 22. Juli ging es los: Ich wollte zum allerersten Mal zu einem Triathlon rund um Deutschland aufbrechen. 31 Tage, die 16-fache Ironman-Distanz und das Ganze entlang der Grenzen rund um mein Heimatland.

Ausgangspunkt der Route war Lindau, von wo aus ich erstmal 60 Kilometer durch den Bodensee schwimme. Dann wechsle ich auf das Fahrrad und fahre im Uhrzeigersinn rund um Deutschland, bis ich zurück in Bayern die Radschuhe gegen meine Laufschuhe tausche, um die Tour mit einem 16-fachen Marathonlauf zu beenden.

Wie immer ist die Reise ohne Begleitfahrzeug geplant und ich habe meine gesamte Ausrüstung dabei. Mein Ziel ist es, zügig unterwegs zu sein, aber nicht so schnell, wie ich kann. Es ist in erster Linie ein Aufwärmprogramm und Ausrüstungstest für meinen bevorstehenden „Triathlon 360 degree“ – der erste Triathlon rund um die Welt überhaupt.

Unterwegs haben mich viele Freunde, aber auch völlig fremde Menschen begleitet und mich auf diese Weise sehr motiviert. In dieser Collection möchte ich dir von meinem Triathlon rund um Deutschland berichten und dich auch ein Stück weit mitnehmen.

Auf der Karte

Touren & Highlights

    08:40
    9,44 km
    1,1 km/h
    20 m
    10 m

    Los geht’s: Um 13 Uhr starte ich von der Insel Lindau aus!

    Ein paar lokale Medien und ein Kajak begleiteten mich auf den ersten Schwimm-Kilometern. Ich habe leichten Gegenwind und Strömung, aber ich komme gut voran. Nach vier Kilometern schwimme ich an einem kleinen Badeplatz an Land und esse etwas. Im Wasser esse ich alle 20 Minuten einen Riegel, aber das ist nicht genug und eine der Herausforderungen beim Schwimmen.

    Nach einem kurzen Gewitter wird der See ruhig und windstill. Perfekte Bedingungen und ein schöner Sonnenuntergang begleiten mich auf den restlichen Kilometern. Nach weiteren zehn Kilometern dämmert es bereits und ich suche mir am Ufer einen Schlafplatz, als plötzlich jemand neben mir auftaucht und mich zum Schlafen bei sich zu Hause einlädt.

    20:05
    15,2 km
    0,8 km/h
    10 m
    20 m

    Perfekte Bedingungen am Morgen ohne Wellen und Wind.

    Ich komme sehr gut voran und nach sieben Kilometern mache ich meine erste Pause. Die einzige Schwierigkeit war die Durchquerung eines großen Yachthafens. Erst nach einigen Minuten gab es eine größere Lücke, durch die ich schnell schwimmen musste.

    Nach der Pause wurde das Wasser sehr flach. Ich schwimme weit hinaus, aber trotzdem berühre ich immer wieder mit den Händen den Boden. Trotz Sonnenschutzfaktor 50 ist mein Hals bereits total verbrannt.

    Die letzten Kilometer nach Friedrichshafen sind lang und mir geht das Essen aus. Nach 15 Kilometern erreiche ich die Stadt und steige vor dem großen Hafen aus dem Wasser. Ich muss wegen der vielen Linienschiffe drumherum laufen.

    Direkt am Hafen finde ich einen Supermarkt und kaufe meine Lebensmittel für den nächsten Tag ein. Mit Neoprenanzug und Floß ziehe ich einige neugierige Blicke auf mich. Ich gönne mir eine Pizza und suche mir einen Park, in dem mein Biwak aufschlage.

  • Entdecke Orte, die du lieben wirst!

    Hol dir jetzt komoot und erhalte Empfehlungen für die besten Singletrails, Gipfel & viele andere spannende Orte.

  • 09:54
    8,45 km
    0,9 km/h
    10 m
    20 m

    Nach einer unruhigen Nacht im Park laufe ich um das große Fährterminal in Friedrichshafen herum und gehe an der Kaimauer ins Wasser. Plötzlich kommen zwei Kellner und fragen, ob ich Ihnen zwei Stühle aus dem See holen kann. Betrunkene haben sie offenbar gestern Abend über das Geländer geworfen. Zur Belohnung werde ich zu Kaffee und Croissants eingeladen und fange etwas später an.

    Die ersten fünf Kilometer gehen gut voran, bis plötzlich starker Wind von vorne und Wellen aufkommen. Das Floß zieht mich immer wieder nach hinten und ich komme kaum voran. Nach einer Pause schwimme ich am Nachmittag weiter, aber nur sehr langsam.

    Nach zehn Kilometern erreiche ich eine schöne Insel und übernachte dort. Ich hätte noch ein bisschen weiter schwimmen können, aber dann hätte ich vielleicht in der Stadt keinen Schlafplatz gefunden.

    Erkenntnis des Tages: Der Gegenwind wirkt im Wasser viel stärker ist als auf dem Fahrrad, sodass ich morgen lieber früher losfahren werde.

    14:13
    19,0 km
    1,3 km/h
    20 m
    20 m

    Ich starte vor 7 Uhr, um dem Wind zu entkommen und wenigstens die ersten Kilometer ohne Probleme schwimmen zu können.

    In Habnau komme ich nicht umhin, an Land zu gehen, als ein Stehpaddler auf mich zukommt: Er ist ein Leser des Triathlon-Magazins und er hat süße Leckereien dabei! Kurz darauf erscheint noch ein Radfahrer mit Kaffee und Brezeln, sodass die Pause etwas länger wird.

    Vier Kilometer später erreiche ich Meersburg und umrunde den Hafen. Danach kommt Rückenwind auf und ich komme schnell voran. Inzwischen habe ich mehrere offene Wunden durch Sonnenbrand, dazu noch eine alte Fahrradverletzung. So etwas muss ich für den großen Triathlon rund um die Welt unbedingt vermeiden.
    Am Abend wird der See ruhiger und ich passiere noch die Insel Mainau, um morgen dem starken Gegenwind zu entgehen. Es sind jetzt noch 20 Kilometer und nur noch 15 bis Bodman. Ich freue mich auf mein Fahrrad.

    11:58
    14,1 km
    1,2 km/h
    50 m
    40 m

    Ich starte um 7 Uhr im Regen und komme gut voran. Die Windvorhersage zeigt ab mittags starken Gegenwind an, sodass ich lieber etwas schneller schwimme. Die ersten neun Kilometer verlaufen gut, immer entlang der einsamen und spektakulären Südküste.

    Mittags kommen der Wind und die Wellen und ich komme kaum voran. Die letzten Kilometer bis Bodman sind extrem hart mit fieser Strömung und starkem Wind.

    01:24
    36,1 km
    25,7 km/h
    280 m
    210 m

    In Bodman steige ich aus dem Wasser und auf das Rad um. Mein Vater und einige Radfahrer warten schon und begleiten mich auf den ersten 35 Kilometern, um mir dabei zu helfen, warm zu werden.

    Ich bin froh, jetzt bei meiner Paradedisziplin zu sein und dass sich mein Körper ein wenig erholen kann. Das Schwimmen war ein sehr guter Test für den großen Triathlon im September, und ich werde einige Anpassungen vornehmen. Aber das Wichtigste ist die Erkenntnis: Wenn man 70 Kilometer schwimmen kann, kann man auch 460 Kilometer schwimmen, es dauert nur etwas länger.

    09:56
    259 km
    26,1 km/h
    1 430 m
    1 750 m

    Endlich wieder auf dem Fahrrad!

    Nach einem guten Frühstück starte ich um 8 Uhr immer entlang der Schweizer Grenze. Auf meist kleinen, ruhigen Wegen geht es hügelig bis nach Basel und dann flach durch das Rheintal. Mittags wird es sehr heiß und ich mache eine Eispause. Ich genieße jeden Augenblick und merke, wie sich mein Körper langsam von den Schwimm-Strapazen erholt.

    Nach 254 Kilometern gönne ich mir eine Pizza und suche mir einen Platz zum Schlafen. Ich freue mich auf die nächsten Tage auf dem Rad.

    10:06
    237 km
    23,5 km/h
    1 690 m
    1 660 m

    Ein toller Tag auf dem Fahrrad. Ich hatte viel Begleitung, gleich mehrere Leute haben sich auf einigen Streckenabschnitte meiner Tour anschlossen. Morgens wartete eine schöne Kletterei durch den Pfälzer Wald auf mich, am Nachmittag begleitete mich dann starker Gegenwind auf der Fahrt durch das Saarland. Jetzt nähern wir uns früh morgens Trier.

    10:42
    251 km
    23,5 km/h
    3 340 m
    3 320 m

    Heute stand eine Kletteretappe durch die Eifel mit 250 Kilometern und 3300 Höhenmetern auf dem Plan.

    Ich fuhr durch schöne Hügel entlang der luxemburgischen und belgischen Grenze und freute mich über die tolle Begleitung von Ralf, der fast den ganzen Tag über dabei war. Am Abend kamen die Ryzon Crew und weitere Radfahrer hinzu und wir beendeten den Tag in einem Biergarten in Aachen. 👌

    Jetzt beginnt der flache Teil Deutschlands, und ich fahre bereits mit Patrick Engel entlang der niederländischen Grenze nach Norden.

    10:53
    276 km
    25,3 km/h
    490 m
    680 m

    Ein weiterer langer Tag im Sattel: 275 Kilometer zeigt mein Wahoo Fitness Elemnt Roam an 💪.

    Die Route verlief ziemlich flach entlang der holländischen Grenze und ich durfte mich über viel Gesellschaft freuen. Patrick schloss sich für die erste Hälfte an und eine andere Gruppe kam mittags zu einem leckeren chinesischen All you can eat Buffet dazu 😋.

    Ich fuhr bis in die Nacht, motiviert von einer Einladung zu einem Grillfest und Bier in Wietmarchen 😅. Dieser Triathlon entwickelt sich zu einer Bierverkostung mit großartigen lokalen Bieren 🍻.

    Ich habe jetzt Niedersachsen erreicht und werde heute Abend die Elbe nach Schleswig-Holstein überqueren 💪.

    10:44
    261 km
    24,3 km/h
    220 m
    230 m

    Ein superflacher Tag mit nur rund 200 Höhenmetern durch Friesland. Meistens fuhr ich über schöne und leere Straßen und genoss etwas gute Gesellschaft. Aber definitiv fehlten mir als Kletterer die Hügel.

    Ich esse nun zu Abend und suche mir dann einen schönen Schlafplatz an der Elbe, da ich die letzte Fähre nach Glückstadt verpasst habe. Ich werde morgen früh direkt die erste nehmen und meine Tour durch Schleswig-Holstein mit Mittagessen in Flensburg und wahrscheinlich Abendessen in Kiel fortsetzen.

    09:56
    262 km
    26,4 km/h
    840 m
    810 m

    Ein langer Tag in Schleswig-Holstein 💪! Am frühen Morgen bin ich mit der Fähre über die Elbe. Mit jeder Menge Begleitung ging es dann über kleine, verkehrsarme Straßen nach Norden in Richtung Dänemark.

    Um die Mittagszeit freute ich mich über die Halbzeit der Radfahrdistanz meines Triathlons rund um Deutschland. Ebenfalls cool: starker Rückenwind, den ganzen Morgen über.

    Am Abend kamen zwei Radfahrer aus Kiel hinzu und ich folgte der Einladung zum Abendessen nach 260 Kilometern 😋. Als Nächstes geht es von Kiel aus entlang der Ostsee weiter zur polnischen Grenze.

    13:14
    312 km
    23,6 km/h
    1 300 m
    1 290 m

    Ein wirklich schöner, aber auch langer Tag, führte mich heute durch Mecklenburg-Vorpommern. 💪

    Ich brach am frühen Morgen in Kiel auf und folgte dicht der Ostseeküste, wo einige echt schöne Aussichten auf mich warteten. Außerdem konnte ich mich wieder über super Begleitung freuen. Darüber hinaus traf ich aber wenige Menschen: nur lange, leere Straßen und ganz viel Natur – eine meiner Lieblingsetappen bisher!

    Bevor ich mich auf die Suche nach einem Biwakplatz mache, esse ich noch schnell eine Pizza – morgen früh geht es entlang der polnischen Grenze weiter.

    11:14
    303 km
    27,0 km/h
    530 m
    530 m

    Eine echte Hochgeschwindigkeitsetappe entlang der polnischen Grenze: flache Straßen und den ganzen Tag über Rückenwind – das ging gut nach vorn. Trotz der vielen Kopfsteinpflasterabschnitte am Morgen, die mich und das Bike ordentlich durchrüttelten...

    Heute konnten sich jedenfalls meine 30 mm Reifen von Schwalbe (ProOne) endlich mal beweisen. Hoher Komfort und keine Pannen, genau dafür hatte ich sie montiert. 😅👌

    Die Natur hier ist schön und die Gegend ist nur dünn besiedelt. In Frankfurt/Oder lege ich nach über 300 Kilometern eine Pause ein. Ich nähere mich Sachsen und dem Erzgebirge und somit einer Kletterpartie – ich freue mich!

    10:02
    244 km
    24,4 km/h
    1 130 m
    870 m

    Eine flache Etappe entlang der polnischen Grenze. Am Abend erreichte ich Zittau und somit die Berge entlang der tschechischen Grenze. Nun biege ich nach Westen in das Erzgebirge ab. Die Königsetappe mit über 4.000 Höhenmetern wartet auf mich. Nach den flachen Tagen im hohen Norden freue ich mich richtig darauf.

    09:46
    200 km
    20,5 km/h
    3 660 m
    3 260 m

    Die Königsetappe durch das Erzgebirge! 😍

    Nach den vergangenen flachen Tagen freute ich mich auf die Veränderung und auf einige schöne, steile Anstiege. Morgens und nachmittags hatte ich außerdem tolle Begleitung und machte einen kleinen Zwischenstopp in Bad Schandau für ein TV-Interview im MDR. Ein sehr abwechslungsreicher Tag!

    Jetzt bin ich schon in Bayern auf dem Weg zum letzten Wechsel: in meine Laufschuhe. 💪

    10:19
    233 km
    22,6 km/h
    3 460 m
    3 790 m

    Gleich zu Beginn wartete heute eine anspruchsvolle Etappe mit vielen Anstiegen durchs Vogtland auf mich.

    Gegen 10 Uhr erreiche ich Bayern, das letzte Bundesland auf meiner Reise durch Deutschland. Ein Fernsehteam wartet an der Landesgrenze auf mich und folgt mir für eine Weile. Es geht weiter durch die Hügel und wird sehr heiß. Noch anstrengender wird es, weil ich mich sehr beeile, damit ich einen Freund zum Abendessen treffen kann.

    Am Abend gibt es noch mehr zu klettern und ich ende nach 230 Kilometern und 3.500 Höhenmetern in einer Pizzeria, wo ich rechtzeitig Gerhard treffe, der in Bayern ein Rennen organisiert. Später fahre ich noch im Dunkeln aus der Stadt raus und schlafe hinter einer kleinen Hütte. Noch 50 Kilometer auf dem Fahrrad!

    03:57
    22,2 km
    5,6 km/h
    960 m
    340 m

    Früh morgens um 6 Uhr geht es weiter: die letzten 50 Kilometer auf dem Fahrrad! Diese waren allerdings anspruchsvoll mit zwei langen Anstiegen und über 1.000 Höhenmetern.

    Um 9.30 Uhr komme ich im Radsportgeschäft Radsport Leitl in Zwiesel an, wohin ich meine Laufausrüstung geschickt hatte. Ich werde sehr freundlich durch das Team und ein paar Journalisten in Empfang genommen. Es dauert eine Weile, bis ich mich umgezogen und mich noch beim Mittagessen im Laden gestärkt habe. Dann geht es weiter – ab jetzt in Laufschuhen.

    Zu Beginn laufe ich eher langsam, da meine Muskeln sich vom Radfahren erstmal auf das Laufen umstellen mussten. Nach den ersten 15 Kilometern fühle ich mich schon viel besser. Trotzdem lege ich hinauf auf den Großen Rachel auf 1.400 Meter Höhe (und danach wieder bergab) erstmal einige ruhige Wanderabschnitte ein, um mich auf dem steinigen Weg mit seiner dichten Vegetation nicht zu verletzen. Als es dunkel wird, finde ich einen schönen Schlafplatz zwischen den Bäumen. Ab morgen heißt es: Ein Marathon pro Tag!

    04:58
    30,0 km
    6,0 km/h
    720 m
    920 m

    Nach einer ruhigen Nacht unter schönen Sternen breche ich um 7 Uhr morgens auf. Der Weg führt direkt an der Grenze zu Tschetschenien entlang und bietet einige schöne Ausblicke. Ich passiere den Lusen, einen der höchsten Berge der Gegend, und steige dann in das Dorf Mauth hinab.

    Leider sind der Supermarkt, die Bäckerei und sämtliche andere Einkaufsmöglichkeiten schon lange geschlossen und ich habe Mühe, etwas zu essen zu finden. Ich laufe trotzdem weiter, bekomme aber am Nachmittag großen Hunger. Vor Sonnenuntergang beschließe ich deshalbb einen Abstecher in ein kleines Dorf zu machen, wo ich zum Glück noch ein Restaurant finde.

    Nach dem Abendessen schlafe ich ein paar hundert Meter weiter im Wald. Heute habe ich 45 Kilometer zurückgelegt und nehme langsam Fahrt auf.

    07:40
    48,2 km
    6,3 km/h
    950 m
    1 440 m

    Heute konnte ich nochmal ein paar Kilometer dranhängen: 51 wurden es am Ende und das, obwohl ich wirklich viel zu wenig gegessen habe.

    Der Morgen begann mit einem Sieben-Kilometer-Lauf bis Dreisessel. Von dort folgte ich in hügeligem Gelände der österreichischen Grenze und befinde mich nun am Stadtrand von Passau. Da sich mein Körper an das Laufen gewöhnt, fühle ich mich den ganzen Tag stark und motiviert, die Distanz ein bisschen zu erhöhen.

    Nur die Sache mit dem Essen...: Es ist einfach zu wenig. Ich hatte trockenes Brot mit Wasser zum Frühstück, Kuchen, Cola und Pizza zum Mittagessen und ein paar Kekse am Nachmittag. Als ich abends ein Restaurant erreiche, ist die Küche bereits geschlossen. Völlig ausgehungert liege ich also im Schlafsack an einem gemütlichen Platz im Wald.

    Ein echt schönes Wochenende ist vorbei und die Supermärkte haben wieder geöffnet. Ein Glück, denn mit meinem ultraleichten Setup kann ich einfach nicht mehr als eine halbe Tagesration Proviant mitnehmen.

    Ach ja: In der Tour-Aufzeichnung fehlen die letzten Kilometer, weil der Akku meines Handys leer war.

    07:28
    50,7 km
    6,8 km/h
    420 m
    530 m

    Noch ein Tag mit mehr als 50 Kilometern! Entlang des Inns komme ich gut voran. Nach 15 hügeligen Tagen erreiche ich Passau und folge von dort aus dem Fluss. Noch 200 flache Kilometer bis Berchtesgaden und bis zu den Alpen.

    Heute leisteten mir einige Läufer und Triathleten Gesellschaft und motivierten mich richtig auf der flachen Strecke entlang des Flusses. Oh, und es gab Essen – reichlich davon! Ich fühle mich stark und freue mich darauf, das Tempo in den nächsten flachen Tagen beizubehalten.

    07:36
    49,8 km
    6,5 km/h
    170 m
    130 m

    Weitere 50 km entlang des Inns und viel Begleitung!

    Triathlet Karl war bereits gestern Abend kurz zu mir gestoßen und hat mir ein tolles Essen in seinem Restaurant versprochen, das rund 26 Kilometer von meinem Schlafplatz entfernt ist. So hatte ich ein schönes Ziel für den Morgen.

    Unterwegs hatte ich ein paar Probleme mit meinem linken Fuß, zum Glück war es aber nicht allzu schlimm. Nach einem leckeren und vor allem großen Mittagessen und etwas Ruhe mache ich mich zusammen mit Karl und einigen seiner Freunde auf den Weg, als es nicht mehr so heiß ist. Nach 50 Kilometern finde ich eine Pizzeria und nicht weit entfernt eine nette Hütte, in der ich übernachte.

    07:19
    42,6 km
    5,8 km/h
    180 m
    130 m

    Heute war wieder ein langer Tag, der mich 43 Kilometer lang
    entlang der österreichischen Grenze führte.

    Beim Aufbruch kämpfte ich wieder ein wenig mit dem linken Fuß, aber am Nachmittag wurde es zum Glück wieder besser. Ich folge den ganzen Tag der Salzach mit einer schönen, aber eintönigen Landschaft. Am Abend gibt es noch etwas Gesellschaft, allerdings der unerwünschten Art: Tausende von Moskitos besuchen mich. Ich will nicht einmal anhalten, um Essen aus meinem Rucksack zu holen. Ich suche eine halbe Stunde lang nach einem Schlafplatz mit etwas weniger Moskitos, schlafe aber trotzdem kaum, da sie die ganze Nacht lag um mich herum wuselten.

    Ich nähere mich jetzt den Alpen und freue mich auf eine Abwechslung vom Flussmonoton.

    06:13
    41,3 km
    6,6 km/h
    240 m
    60 m

    Heute morgen bin ich noch richtig müde. Schuld daran sind wohl die Moskitos. Außerdem ist mein Schlafsack richtig nass vom Kondenswasser. Das war definitiv der schlimmste Schlafplatz bisher.

    Kurz nach dem Start werde ich von der Triathletin Cindy begleitet, die fast den ganzen Morgen mit mir läuft. Nach 28 Kilometern mache ich eine lange Mittagspause und laufe dann das letzte Stück nach Bad Reichenhall.

    Am Abend regnet es stark und ich mache mir Sorgen um meinen Schlafplatz. Zum Glück finde ich nach 43 Kilometern eine Holzhütte neben einem kleinen Fluss. Ein richtiger Luxus.

Dir gefällt diese Collection?

Kommentare

    loading

Collection Statistik

  • Touren
    34
  • Distanz
    3 625 km
  • Zeit
    299:48 Std
  • Höhenmeter
    33 970 m