7 Tage auf den Spuren der Impressionisten in der Normandie

Fahrrad-Collection von
komoot

Die Normandie – das Land des Cidre, Calvados und Camembert ist gleichzeitig auch die Wiege des Impressionismus. Motive, die du sonst von den berühmten Bildern kennst, siehst du hier mit eigenen Augen. Große Impressionisten wie Eugène Delacroix, Gustave Courbet, Eugène Boudin, Richard Bonnington und Claude Monet ließen sich von der Schönheit der Landschaft inspirieren und stellten ihre Staffelei auf.

Die Impressionisten lösten sich erstmals von der Vorgabe, dass ein Künstler das exakte Abbild der Wirklichkeit auf die Leinwand bringen muss. Vielmehr brachten sie ihren Eindruck, ihre Impression zum Ausdruck. Aber auch wenn du mit Malerei nichts am Hut haben solltest, wird dich die Landschaft begeistern und natürlich die gute Küche mit den frischen, normannischen Produkten verwöhnen.

In dieser Collection haben wir für dich eine Reise in sieben Etappen an den Seineschleifen, durch das Pays de Caux und entlang der Alabasterküste zusammengestellt. Jede der zwischen 45 und 75 Kilometer langen Etappe führt dich durch unterschiedliche und an Eindrücken reiche Landschaften. Du startest in Vernon, dem Tor zur Normandie. Zwischen den durchaus bekannten und gut frequentierten Orten wie Giverny oder Honfleur und Städten wie Rouen oder Le Havre erwarten dich einsame Wege und Sträßchen, die traumhaft zu radeln sind. Die nennenswerten Steigungen lassen sich an zwei Händen abzählen, sind dafür aber jeweils mit rund 100 Höhenmetern manchmal fordernd. Als Belohnung erwarten dich wunderschöne Ausblicke und tolle Abfahrten, denn wo es rauf geht, geht es auch irgendwann wieder runter.

Du folgst der Seine, die in unzähligen Schleifen die Normandie durchquert, bis zur Mündung, die du auf dem beeindruckenden Pont de Normandie überquerst. Unterwegs triffst du auf Zeugen der reichen Geschichte der Normandie: Von den Wikingern, den sogenannten Nordmännern, die das Land eroberten und ihm schließlich den Namen Normandie gaben, über das Mittelalter und die Landung der Alliierten bis zur Architektur der Nachkriegszeit. Landschaftlich wird dich vor allem die Alabasterküste begeistern. Über hundert Meter hohe Kreidefelsen mit spektakulären Formationen säumen die Küste der Haute Normandie, während dich in der Basse Normandie endlose Sandstrände erwarten.

Der Startort Vernon und das Ziel Caen sind gut an das französische Eisenbahnnetz angebunden und zum Beispiel von Paris aus unkompliziert erreichbar. In allen Etappenorten findest du mehrere Unterkünfte verschiedener Preisklassen. Im Sommer, allen voran im August, empfehlen wir dir, deine Unterkünfte frühzeitig zu buchen. Das gilt auch für die Campingplätze, von denen es direkt an oder unweit der Route viele gibt. Eine gute Übersicht bietet dir zum Beispiel campingfrance.com

Auf der Karte

Touren & Highlights

  • Mittelschwer
    03:30
    57,7 km
    16,5 km/h
    280 m
    300 m
    Mittelschwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Du startest deine Fahrradtour auf den Spuren berühmter Impressionisten in Vernon, dem Tor zur Normandie, das du mit dem Zug gut erreichen kannst. Freu dich auf einsame Sträßchen und eine wunderschöne Landschaft an den Flussschleifen der Seine.

    Nachdem du die Seine zum ersten Mal überquert hast, siehst du gleich das erste Highlight, eine alte Mühle, die über dem Fluss schwebt. Auf einer ehemaligen Eisenbahnstrecke fährst du zu den Gärten von Claude Monet und überwindest den erste starken Anstieg. Als Belohnung erwartet dich ein menschenleeres Hochplateau, das du mit einer schönen Abfahrt auf das Château Gaillard verlässt.

    Du folgst den Seineschleifen bis nach Val de Reuil, deinem heutigen Etappenziel. Hier findest du Unterkünfte in verschiedenen Preisklassen sowie einige Campingplätze. Wenn dir die Etappe zu kurz war, kannst du noch eine Runde um den Etang des Deux Amants drehen, darin baden oder die Seine auf der Schleuse von Poses überqueren.

  • Mittelschwer
    02:37
    44,4 km
    16,9 km/h
    100 m
    100 m
    Mittelschwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Die fast völlig flache Etappe führt dich den Seineschleifen entlang nach Rouen. Nach dem Dörfchen Orival führt dich die Straße entlang mächtiger Kreidefelsen, für die die Seine berühmt ist. Diese werden noch öfter deinen Weg säumen bis du in Etretat die berühmten Felsformationen der Alabasterküste bestaunen kannst.

    Rouen ist nicht nur das kulturelle sondern auch das wirtschaftliche Zentrum der Normandie. Das merkst du spätestens, wenn du auf Nebenstraßen und teilweise sogar auf Radwegen durch das Wirtschaftsgebiet fährst bis wie aus dem Nichts die Türme der berühmten Kathedrale von Rouen auftauchen.

    Die vielen Sehenswürdigkeiten wie der Uhrturm, der Scheiterhaufen von Jeanne d'Arc oder die Kathedrale sowie die von Fachwerkhäusern gesäumte Altstadt laden zum Flanieren ein. Am besten, du bleibst einen zusätzlichen Tag in der Stadt. Dann hast du auch genügend Zeit das Musée des Beaux-Arts ausgiebig zu besichtigen. Im Museum der schönen Künste findest du viele Werke impressionistischer Maler.

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  • Schwer
    04:15
    66,9 km
    15,7 km/h
    360 m
    370 m
    Fähre
    Schwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Auf einigen Passagen wirst du dein Rad vielleicht schieben müssen. Die Tour enthält Überquerungen mit der Fähre.

    Der heutige Tag steht ganz im Zeichen der Seineschleifen. Immer wieder radelst du auf kleinen Sträßchen am Ufer entlang und überquerst den Fluss mit kleinen, kostenlosen Fähren. Sie fahren recht häufig, den Fahrplan findest du hier: inforoute76.fr/mod_turbolead/getvue.php/48_view.pdf

    Dabei kann es vorkommen, dass riesige Containerschiffe an dir vorbeifahren, da die Seine ab Rouen nicht mehr als Binnengewässer zählt. Flussabwärts gibt es deshalb nur wenige, dafür aber riesige Brücken. Eine davon überquerst du als krönenden Abschluss deiner Etappe.

    Auf deiner Route liegen außerdem zwei imposante Abteien, Saint Georges und Jumièges, die deinem Tag einen kulturellen Kick geben.

    Falls dir die Etappe zu anstrengend ist, hast du mehrere Möglichkeiten sie zu vereinfachen. In Rouen kannst du einfach der Seine entlang weiterfahren und sparst dir dadurch den ersten großen Anstieg und einige Kilometer, dafür verpasst du aber auch Saint Georges und einige schöne Radwege.

    Oder du fährst von Saint Martin über Duclair nach Jumièges. Von dort hast du auch die Möglichkeit, auf derselben Flussseite zu bleiben. Das verkürzt die Etappe und du sparst dir den Anstieg auf die Brotonne-Brücke.

  • Mittelschwer
    02:52
    48,7 km
    17,0 km/h
    270 m
    280 m
    Mittelschwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Heute fährst du bis ans Meer. Dazu verlässt du das Seinetal über eine ordentliche Steigung. Oben angekommen erwartet dich das Hochplateau vom Pays de Caux, wo sich einst die Wikinger niederließen.

    Die Route führt dich auf winzigen Sträßchen von einem hübschen Ort in den nächsten, wo in den schieferbedeckten Backstein- und Fachwerkhäusern die Zeit stehen geblieben ist.

    Auf einer ehemaligen Bahntrasse fährst du durch Valmont. Dieser Ort ist mit Eugène Delacroix unzertrennbar verbunden, der hier mehrere Sommer verbrachte und gerne Kirchenfenster und Kapellen zeichnete.

    Das Schönste kommt zum Schluss: die Hafenstadt Fécamp. Zahlreiche Impressionisten fingen in ihren Bildern die Kreidefelsen und den Hafen der Stadt ein, von wo aus früher die Fischer bis nach Neufundland fuhren.

    Für den schönsten Blick auf den Ort musst du noch ein paar Höhenmeter in Kauf nehmen. Der Cap Fagnet befindet sich auf der anderen Seite des Hafens und bietet dir einen unvergesslichen Ausblick. Als Absacker kannst du dir den lokalen Likör "Bénédictine" gönnen.

  • Schwer
    03:55
    62,5 km
    16,0 km/h
    480 m
    480 m
    Schwere Fahrradtour. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Wahrscheinlich wird dir dieser unglaublich kontrastreiche Tag als der schönste deiner Tour in Erinnerung bleiben. Du fährst auf den Kreidefelsen, spürst die Meeresbrise und riechst den Duft der Freiheit.

    In Etretat bietet es sich an, das Rad kurz abzusperren und sowohl links als auch rechts auf das Plateau zu spazieren. Von dort oben siehst du die atemberaubenden Felsformationen und du hast Lust deine Staffelei – oder zumindest deine Handykamera – auszupacken um alles bildlich festzuhalten, wie berühmte Impressionisten vor dir, darunter Gustave Caillebotte, Eugène Boudin, Gustave Courbet und natürlich Claude Monet.

    Nach dem Anstieg auf das Plateau schlängelst du dich durch kleine Dörfer, wo gefühlt mehr Kühe als Menschen wohnen. Irgendwoher muss die Milch für den Camembert ja kommen.

    Der absolute Kontrast erwartet dich am Ende der Etappe: Le Havre. Viele Impressionisten haben in der Hafenstadt gemalt, jedoch hat sie sich seit dem 2. Weltkrieg stark verändert. Durch Bombenanschläge völlig zerstört wurde sie in nur neun Jahren wieder aufgebaut und ergibt ein einheitliches und stimmiges Bild. Egal ob man auf Beton steht oder nicht, spannend ist die Stadt allemal.

    Bevor du allerdings der langen Strandpromenade entlang nach Le Havre einfährst, genießt du die Abfahrt durch Saint-Adresse. Hier entstand das Bild, das als erstes impressionistisches Werk gilt, die Terrassen von Saint-Adresse von Claude Monet.

  • Mittelschwer
    02:49
    46,0 km
    16,3 km/h
    280 m
    280 m
    Mittelschwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Heute hast du wieder ganz neue Landschaftseindrücke vor dir. Du verlässt Le Havre durch seinen Containerhafen, teilweise sogar auf Radwegen, und dann stehst du plötzlich vor ihm. Der enorme, aber grazile Pont de Normandie überspannt elegant die Seinemündung und war sogar schon Teil der Tour de France. Die Pylonen sind so hoch, dass sich an ihnen die Erdkrümmung bemerkbar macht.

    Nachdem du den Fluss auf einer beeindruckenden Weise überquert hast, machst du noch einen kleinen Schlenker, um das Bauwerk noch einmal von unten zu betrachten. Kurz darauf erreichst du das Städtchen Honfleur. Im 19. Jahrhundert entwickelte es sich zu einem beliebten Treffpunkt impressionistischer Maler, die sich gerne im Gasthof Saint-Siméon ein Stelldichein gaben.

    Die Tour haben wir so für dich geplant, dass du mit Blick auf das berühmte Hafenbecken in die Stadt einfährst und über einen Aussichtspunkt wieder verlässt. Somit hast du viele Motive der Maler selbst gesehen.

    Anschließend fährst du durch das menschenleere Hinterland und erreichst nach kurzer Zeit Trouville, das Seebad mit den mondänen Bauten der Bäderarchitektur. Eugène Boudin zog hierher, um die eleganten Damen und Herren am Strand zu skizzieren. Seine Freunde Gustave Courbet, Johan Jongkind und Claude Monet taten es ihm gleich.

    Ein Augenschmaus in jeglicher Hinsicht ist der Fischmarkt, der Marché aux Poissons, vor allem wenn du gerne Meeresfrüchte isst. Denn dort hast du die Möglichkeit die fangfrischen Meerestiere an den Ständen zu verkosten.

  • Mittelschwer
    04:33
    72,7 km
    16,0 km/h
    400 m
    400 m
    Mittelschwere Fahrradtour. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.

    Die letzte Etappe deiner Reise durch die Normandie der Impressionisten führt dich an mehreren mondänen Seebändern vorbei. Zwischendurch schlängelst du dich auf winzigen, fast immer asphaltierten Sträßchen durch das Hinterland.

    Im Mündungsgebiet der Orne durchquerst du ein wunderschönes Naturschutzgebiet und fährst anschließend nach Ouistreham. Das war der Lieblingsort des englischen Impressionisten Richard Bonington und Schauplatz der Landung der Alliierten am D-Day. Unterwegs tauchen immer wieder betonierte Zeugen des zweiten Weltkrieges auf.

    Wenn du ein paar Kilometer abkürzen möchtest, kannst du nach der Pegasus-Brücke links abbiegen und dem Kanal folgen. Du kannst die Etappe auch an zwei Tagen absolvieren, dann bietet sich Ouistreham mit mehreren Hotels und Campingplätzen als Übernachtungsort an.

    Am Ende der Reise erwartet dich Caen. Die lebendige Universitätsstadt blickt auf eine Jahrtausende lange Geschichte zurück. Viele mittelalterliche Gebäude werden nicht nur dich in den Bann ziehen, sondern waren schon im 19. Jahrhundert beliebte Motive englischer Impressionisten, darunter Richard Bonington und William Turner.

    In Caen findest du viele Hotels für deine letzte Übernachtung. Campingplätze gibt es zwischen Ouistreham und Caen einige. Mit dem Zug bist du in rund zwei Stunden in Paris oder in zweieinhalb bis drei Stunden am Ausgangspunkt Vernon.

Collection Statistik

  • Touren
    7
  • Distanz
    399 km
  • Zeit
    24:32 Std
  • Höhenmeter
    2 180 m2 200 m

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