St. Stephan Lindau

Wander-Highlight

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Tipps

  • Büchi

    Lindau ist eine schöne Insel am Bodensee.

    • 24. September 2017

  • Evangelisch im Allgäu

    Die Stadtpfarrkirche St. Stephan in Lindau bietet 800 Menschen Platz und gehört damit zu den größten evangelischen Kirchen in der gesamten Bodenseeregion. Sie ist die Kirche der Bürger von der „Insel, auf der Lindenbäume wachsen“ und entsprechend oft entdecken wir die Linde oder ihre Blätter. Wer Spaß daran hat, kann sich ja mal auf die Suche machen.

    Mit dem Bau ihrer Bürgerkirche begannen die aufstrebenden Lindauer Patrizier 1180 direkt neben der Stiftskirche. In den nachfolgenden Jahrhunderten wurde St. Stephan mehrfach umgebaut. Bei einer umfangreichen Erweiterung 1506 wurde fast der Platz zu knapp. Um die Schmiedgasse nicht über Gebühr einzuengen, mussten man das Seitenschiff an der Westecke abschrägen. 1780/81 erhielt St. Stephan endgültig ihr heutiges Gesicht.

    In Lindau begann die Reformation im heutigen Theater, dem ehemaligen Barfüßerkloster. Dort predigte anno 1523 Lesmeister Michael Hug im Geiste Martin Luthers. Die selbstbewussten Bürger witterten in der neuen Lehre neue Freiheiten und griffen schnell zu. Allerdings wehte es aus der Schweiz eher reformiert über den See und zum eigentlichen Reformator Lindaus wird Pfarrer Thomas Gassner aus Bludenz in Vorarlberg.

    Der reformierte Geist zeigte Wirkung: St. Stephan erlebte Bildersturm. Was wie ein Überfall klingt, geschah allerdings auf Befehl des Rates, der Lindau an den puristischen Lehren Zwinglis ausrichten wollte. Die Räte verboten in der 1533 erlassenen Zuchtordnung auch den „Mummenschanz“ zur Fasnacht, aber hier spielte der Alemanne in den Bürgerseelen nicht lange mit. Und um es vorwegzunehmen: Als sich abzeichnete, dass der Augsburger Religionsfrieden von 1555 zwar lutherische, nicht aber reformierte Besitzstände, schützen würde, hielt es der Rat für angebracht, sich wieder dem Luthertum anzunähern.

    Vor der Kirche wartet eine „verlorene Tochter“ von St. Stephan darauf, Besuchern ihre Geschichte zu erzählen. Die große Glocke, die 1608 auf der Insel gegossen worden war, sollte im 2. Weltkrieg eingeschmolzen werden und wurde zu diesem Zweck 1943 vom Turm heruntergelassen. Das Seil riss, die zentnerschwere Glocke donnerte nieder und bohrte sich einen halben Meter in den Boden. Beschädigt, wie sie war, reiste sie nach Hamburg auf den sogenannten Glockenfriedhof. Aber sie hatte Glück. Der Krieg war aus, bevor sie in der Schmelze endete und 1948 holten die Lindauer ihre Glocke wieder nach Hause. Nach einer Reparatur rief sie noch 45 Jahre zum Gottesdienst, bis sie 1993 ersetzt werden musste.

    • 27. Juli 2016

  • Evangelisch im Allgäu

    Parken ist nur auf den öffentlichen, kostenpflichtigen Parkplätzen möglich. Die Insel meidet man besser. Es gibt Festlandparkplätze mit kostenlosem Shuttelbus. Teilweise werden zwischen November und April auch keine Parkgebühren erhoben.

    • 6. September 2016

  • Gerd

    Der Grundstein zur Kirche St. Stephan wurde bereits in der Mitte des 12. Jahrhunderts auf der Lindauer Insel gelegt und der Vorgängerbau, eine romanische Pfeiler-Basilika, errichtet. Sollte man sich unbedingt ansehen!

    • 8. Oktober 2018

  • Gerd

    Neben dem Haupteingang der Kirche St. Stephan steht eine 400 Jahre alte Glocke, die während des 2. Weltkrieges bei einem Absturz beschädigt wurde. Die fast 4 Tonnen Gusseisen mit den Wappen Lindaus und der Freien Reichsstädte sind heute ein beliebtes Fotomotiv.

    • 9. November 2018

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Ort: Schwaben, Bayern, Deutschland

Informationen

  • Höhe410 m

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