Dreifaltigkeitskirche Kaufbeuren

Wander-Highlight

Empfohlen von 6 von 9 Wanderern

Tipps

  • 🅰️gavia

    Am besten gefiel mir die Schlichtheit der Kirche.

    • 8. August 2019

  • Evangelisch im Allgäu

    Kaiser-Max-Str. 21, tagsüber offen
    Einweihung 1604
    Ab 1520 blieb der Protestantismus in Kaufbeuren eine feste, wenn auch zersplitterte Größe. Es gab Lutheraner, Zwinglianer, Schwenckfeldtianer und zeitweilig auch Täufer. Dies ist einer der Gründe, weshalb Kaufbeuren die (lutherische) Confessio Augustana von 1530 erst 1545 unterzeichnete. Der Protestantismus erlebte in den Folgejahren starken Zulauf, und als die Spitalkirche und die Liebfrauen-Kapelle zu klein wurden, rangen sich 1558 Protestanten und Altgläubige zu einer gemeinsamen Nutzung der St. Martins-Kirche durch. Gut ging es nicht. Verschreckt durch Drohungen des Bischofs von Augsburg und des Herzogs von Baiern gab der Rat 1602 der Forderung nach, den Chorraum von St. Martin allein den Katholiken zuüberlassen. Den folgenden Bürgertumult nutzte Kaiser Rudolph II. (1576-1612), um die Evangelischen ganz aus St. Martin zu verbannen. Als Ersatz überließen ihnen die Kaufbeurer Ratsherren 1604 das ehemalige Kaiserhaus am Markt. 1504 hatte der spätere Habsburger Kaiser Maximilian I. das Anwesen für 2000 Gulden erworben und nach seinem Tod war es 1565 über Umwege in den Besitz der Stadt gelangt. In nur 39 Wochen Bauzeit wurde 1604 eine Kirche daraus. Einen Turm konnte sich die Gemeinde allerdings erst 1820 leisten. Während des 30jährigen Krieges (1618-48) forderte Kaiser Ferdinand II. (1619-1637) mittels des „Restitutionsedikts“ vom 6.3.1629 alle Kirchengüter und Gebiete von den Evangelischen zurück, die nach dem Passauer Vertrag von 1552 an sie übergegangen waren. In Kaufbeuren wurde das Edikt u.a. mit der falschen Behauptung durchgesetzt, die Stadt habe sich erst 1555 dem Augsburger Bekenntnis angeschlossen. 1648 reisten die Stadtvertreter konfessionell getrennt zu den westfälischen Friedensverhandlungen. Für die evang. Seite sprachen die Juristen Matthias Lauber und Dr. Valentin Heider. Dank ihres Verhandlungsgeschicks hatten am Ende wieder die Evangelischen die Mehrheit in sämtlichen Gremien der Reichsstadt. Die Portraits der beiden hängen neben der Kanzel. Die krönt ein Christkind. Als Vorbild diente wahrscheinlich das Christkind der Augsburger Barfüßerkirche. Die Kaufbeurer Figur stiftete 1680/81 der Gastwirt und Bierbrauer Bernhard Widemann anlässlich seiner Hochzeit. Die Figur ist ein Beispiel für den großen Stiftergeist der Kaufbeurer, der neben Ausstattungsgegenstände der Kirche auch Altenheime, eine Schulstiftung, eine Stiftung für Kirchenmusik und sogar eine Aussteuerstiftung möglich machte.

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  • Bergfloh

    Viel Natur schöne Wege

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Ort: Allgäu, Schwaben, Bayern, Deutschland

Informationen

  • Höhe690 m

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