Lüneburg: Die Ratsmühle

Wander-Highlight

Empfohlen von 17 von 18 Wanderern

Tipps

  • Siegfried LG

    Die Ratsmühle liegt im touristischen Winterschlaf, das hat sie nicht verdient. Ich hab dieses Viertel im letzten Jahr neu entdeckt und bin sehr angetan. Zwei alte Wassertürme (Wasserkunst) aus der Mitte des 15. Jahrhundert stehen noch. Einer hier bei der Ratsmühle, der ältere an der Abtsmühle (Das Tor zur "Brausebrücke).
    Zwei Links habe ich gefunden, die die Entwicklung dieser Mühle gut beschreiben:
    kleiekotzer.com/page30.html
    quadratlueneburg.de/ratsmuehle-getreide.html
    Mit dem Neubau "Museum Lüneburg", dem Umbau der alten Nordlandhalle und die Nähe zum Wasserturm könnte sich das ändern.
    Diese Viertel war die Schmuddelecke von Lüneburgs Zentrum. Durch die Neubauten und Umbauten bekommt diese Ecke ein neues Gesicht und ist im Sommer zauberhaft. Das neue "Museum Lüneburg" hat eine Terrasse, auf der man das ganze bei Kaffee und Kuchen geniessen kann. Es ist auch jetzt wieder möglich das ganze zu umrunden. Entdeckt es selbst.

    • 30. Dezember 2016

  • JR56

    Die Ratsmühle ist die vorderste Mühle im Verlauf der Ilmenau im Stadtgebiet. Sie wird erstmals 1319 in den Urkunden erwähnt und gehörte zu diesem Zeitpunkt dem welfischen Herzog Otto II. (dem Strengen). Seine erbberechtigten Söhne Otto III. und Wilhelm II. verkauften 1332 die inzwischen stattliche Mühle mit allen Rechten an einen Lüneburger Ratsherren. Dessen Nachkommen gaben den Mühlenbetrieb als Lehen an Pächter weiter. 1407 übernahm der Rat der Stadt Lüneburg die Belehnung. Zu dem Mühlenkomplex gehörte nicht nur zwei Getreidemühlen, sondern auch eine Walkmühle zur Herstellung von Walkstoffen, eine Lohmühle zur Weiterverarbeitung der gerbsäurehaltigen Lohe zum Gerben von Leder und die Konservierung von Fischernetzen und Tauen. Auch eine Papiermühle, eine Ölmühle und eine Schleifmühle waren vorhanden. Dazu kamen im laufe der Jahre Stallungen und Wohnraum für den jeweiligen Müller und seiner Knechte. Der große Kornspeicher reichte nicht aus, darum gab es in der Stadt verteilt etliche weitere Getreidelager, bevorzugt auf Dachböden großer Häuser. Die "Ratswasserkunst" wurde 1568-72 von der neu gegründeten "Ratswasserkunst-Gesellschaft" erbaut und diente der Stadt und der Saline zur Versorgung mit Frischwasser. Ein Schöpfwerk, angetrieben von einem Wasserrad der Mühle, beförderte das Wasser der Ilmenau in den Turm. Von dort transportierte ein kompliziertes Pumpen- und Rohrsystem aus Holz das kostbare Nass zu seinen Verbrauchern. 1932 wurde der eigentliche Mühlenbetrieb eingestellt. Stattdessen baute man in das große Mühlengebäude Turbinen zur Stromerzeugung für das öffentliche Stromnetz ein. 1938 kaufte ein Privatmann das Anwesen. Im Turm befindet sich heute eine exklusive Ferienwohnung. Die anderen Gebäude werden gewerblich, behördlich und zu Wohnzwecken genutzt. An den noch erhaltenen Fabrikschornstein von 1861 ist die Heizungsanlage angeschlossen.lustauflueneburg.de/ratsm%C3%BChle

    • 16. Januar 2020

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Ort: Lüneburger Heide, Niedersachsen, Deutschland

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