Das Neandertal

Wander-Highlight (Abschnitt)

Empfohlen von 162 von 170 Wanderern

Tipps

  • ZEIT Wissen

    Wer durchs Ne­andertal wandert, beginnt zu verstehen, warum sich die Neandertaler hier nieder­ließen und warum später Joachim Neander seine Zeit am liebsten hier verbrachte. Der stille Talgrund, die lichten Wälder, das Plätschern der Düssel: Das Tal ist der schönste Ort weit und breit. Allerdings trügt die Idylle – sie ist menschengemacht. Der Kalkabbau hat das Neandertal im 19. Jahrhundert völlig verändert. Aus der einst engen Schlucht, durch die Neander streifte, wurde ein weites Tal. Eine frühindustrielle Umweltsünde, aber ein Glück für die Forschung. Zwei Bergarbeiter, die 1856 eine Grotte für den Abbau von Kalk freiräumten, fanden dabei eigenartige Menschenknochen. Zwar waren es, wie man heute weiß, nicht die ersten Knochen eines Neandertalers, die gefunden wurden. Aber es waren die ersten, bei denen Forscher ahnten, was sie da vor sich hatten: Relikte einer ausgestorbenen Menschenart. Zunächst stießen sie mit dieser Vermutung auf erbitterten Widerstand: Noch lange war die Evolutionstheorie nicht allgemein akzeptiert, Charles Darwins bahnbrechendes Buch "Die Entstehung der Arten" sollte erst drei Jahre nach dem Fund erscheinen. Der damals tonangebende deutsche Pathologe Rudolf Virchow hielt die Knochen zeit seines Lebens für die von einer Krankheit deformierten Überreste eines modernen Menschen. Der Gedanke, dass neben uns noch andere Menschenarten auf der Erde gelebt haben sollten, war einfach unerhört. Bis heute ist die Vorstellung komisch, dass man vor ein paar Tausend Jahren, hier am Fluss zwischen den Bäumen, einem Neandertaler hätte begegnen können. Im Neanderthal Museum, dem Ziel der Wanderung, kann man dieses Treffen nachholen. Es gibt dort Nachbildungen von Neandertalern, die so realistisch sind, dass man sie am liebsten ansprechen möchte. Näher als so kommt man ihnen nicht mehr.

    • 12. April 2017

  • Roland

    Das Gelände um die Mühle und die Mühle selbst befinden sich in Privatbesitz und können nicht begangen bzw. besichtigt werden. Ein "Besichtigen" ist nur von der Brücke aus und von den Wegen zwischen den Gebäuden möglich. Trotzdem ist die Anlage einen Besuch wert: Die Besitzer geben sich sehr viel Mühe, das ganze Anwesen sehr ansehnlich herauszuputzen.

    • 20. Juli 2018

  • Peter_H_65 🐻

    Am linken Ufer der Düssel, 350 m westlich des Hofes Thunis und 320 m südwestlich des Hofes Winkel, steht die seit 1483 urkundlich genannte Winkelsmühle.

    Das Mühlengebäude liegt direkt unterhalb einer vorspringenden Felswand, an der Nordseite des Tales. Der ehemalige Obergraben und heutige Verlauf der Düssel wurde in den anstehenden Kalkstein hineingehauen. Das bestehende Wehr ist modern überarbeitet. Reste des alten Düssellaufes finden sich auf der Prallhangseite, der südlichen und westlichen Talseite, in Form eines Teiches.

    Bei dem Mühlengebäude handelt es sich um ein dreigeschossiges Bruchsteinhaus mit einem zweigeschossigen Anbau an der linken Seite. Dieser Teil ist nur im Erdgeschoss aus Bruchstein gearbeitet, das Obergeschoss besteht aus Fachwerk. Die gegenüberliegenden Wirtschaftsgebäude sind modern.

    Nach einem Brand wurde das Mühlengebäude 1971 umfassend renoviert. Ein weiterer Umbau erfolgte 1996.

    In seiner über 600-jährigen Geschichte hat die Winkelsmühle manche bauliche Veränderung erfahren, die sich auch in archäologischen Zeugnissen wiederfinden lassen. 1387 wird sie erstmals urkundlich erwähnt, in einer Liste der Zehntabgaben, die an das Stift Kaiserswerth gehen. 100 Jahre später erhält die Mühle durch den Herzog die Mahlrechte verliehen. Diese Regelung wurde durch Herzog Wilhelm III von Jülich-Berg 1547 aufs Neue bestätigt. Unter den Kriegswirren des 17. Jahrhunderts hat die Winkelsmühle stark gelitten. In einem Bericht von 1672 wird beschrieben, dass das Wohngebäude abgebrannt ist, die Scheune zusammengefallen und die Mühle selbst nicht mehr genutzt werden könne.

    Übrigens: In den 30-er Jahren diente der Teich als Naturfreibad

    Als der Mahlzwang mit der französischen Zeit wegfiel, war die Mühle nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben. Notwendige Reparaturen konnten nicht geleistet werden, die Mühle wurde daraufhin 1802 versteigert.

    Auf historischen Karten wird die Winkelsmühle wiederholt dargestellt. U.a. auf der Unterbacher Jagdkarte von 1641 und der Müffling-Karte aus dem Jahre 1824.

    Die Winkelsmühle und die im Untergrund nachzuweisenden archäologischen Zeugnisse in Form von Mauerfundamenten und Gebrauchsgegenständen sind bedeutend für die Industriegeschichte des niederbergischen Hügellandes, des Düsseltales und der Stadt Mettmann.

    • 5. Juli 2018

  • Hptm.mumm

    Natur pur, mit allem was man so braucht

    • 24. April 2018

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Beliebte Wanderungen zu Das Neandertal

Ort: Erkrath, Mettmann, Bergisches Land, Regierungsbezirk Köln, Nordrhein-Westfalen, Deutschland

Informationen

  • Distanz1,72 km
  • Bergauf10 m
  • Bergab20 m

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