Brandenburger Synagoge

Mountainbike-Highlight

Empfohlen von 4 von 4 Mountainbikern

Tipps

  • Korngiebel

    Einer Vertreibung im Gefolge der Pestpogrome von 1348/1349 folgte nach wenigen Jahrzehnten eine erneute jüdische Ansiedlung, besonders in der Neustadt. Die Zahl der hier lebenden Juden stieg im Laufe des 15.Jahrhunderts noch erheblich an. Im Zusammenhang mit dem Berliner „Hostienschändungsprozess“ im Jahre 1510 wurden vermutlich Juden Brandenburgs auf dem Scheiterhaufen verbrannt und andere vertrieben; doch ca. zwei Jahrzehnte später konnten sich neuerlich Juden hier ansiedeln. 1571 erfolgte dann die endgültige Vertreibung aller Juden der gesamten Mark Brandenburg „auf ewige Zeiten“. Erst im ausgehenden 17.Jahrhundert konnte sich - nach Edikt des brandenburgischen Kurfürsten - wieder eine, aus Wien vertriebene, jüdische Familie in der Stadt niederlassen. Als vereinzelt weitere Familien folgten, erregten sie den Unwillen der Stadtbürger, die in ihnen unliebsame Konkurrenten sahen. In den ersten Jahrzehnten des 18.Jahrhunderts nahm die jüdische Einwohnerzahl dann beträchtlich zu, und 1729 gründete sich eine Synagogengemeinde. Zwei Jahrzehnte später legte die neue Gemeinde eine Begräbnisstätte an, die 1840 noch erweitert wurde. Auf dem ältesten Grabstein ist das Sterbejahr 1756 verzeichnet.
    Mit dem Anwachsen der Gemeinde wurde auch die Einrichtung einer Synagoge ins Auge gefasst, dies war den Juden allerdings durch ein Edikt von 1671 verboten. Die Genehmigung eines Synagogenbaus wurde vom preußischen König an die Bedingung geknüpft, dass die jüdische Gemeinde im Gegenzug eine bestimmte Menge Porzellan aus der Kgl. Manufaktur abzunehmen hatte. Finanzielle Engpässe - Kriegskontributionen u. ä. - verzögerten den geplanten Synagogenbau dann für viele Jahrzehnte, und erst 1782 wurde ein Bethaus in der Großen Münzenstraße eingerichtet; im Laufe der ersten Hälfte des 19.Jahrhunderts erfolgten mehrfach Erweiterungen.
    Nach dessen Abriss weihte die Gemeinde 1883 an beinahe gleicher Stelle einen Synagogenneubau ein, der sich auf einem rückwärtigen Teil eines Grundstücks befand. Es war dies ein im romanischen Stil errichtetes Backsteingebäude mit einer maurischen Kuppel, das vom Breslauer Baumeister Julius Nathanson errichtet worden war und Platz für ca. 170 Gläubige bot.

    • 18. Juni 2018

Du kennst dich aus? Melde dich an, um einen Tipp für andere Outdoor-Abenteurer hinzuzufügen!

Top-Mountainbike-Touren zu Brandenburger Synagoge

Ort: Brandenburg, Deutschland

Informationen

  • Höhe30 m

Meistbesucht im

  • Jan
  • Feb
  • Mär
  • Apr
  • Mai
  • Jun
  • Jul
  • Aug
  • Sep
  • Okt
  • Nov
  • Dez

Wetter - Brandenburg