Schalgsdorf: Die Dorfkirche

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  • Siegfried LG

    Die Dorfkirche in Schlagsdorf ist eine spätromanische/frühgotische zweischiffige Hallenkirche.Die Kirche ist ein stattlicher Backsteinbau auf einem Feldsteinsockel mit einem Hallenlanghaus von vier Jochen, einem eingezogenen Chor und einem massigen Westturm mit abgewalmten Satteldach. Der älteste erhaltene Bauteil der Hallenkirche ist das Kirchenschiff, das zweischiffig mit drei Säulen in der Mitte im 12. Jahrhundert begonnen wurde. Es wurde im romanisch-gotischen Übergangsstil Anfang des 13. Jahrhunderts nach dem Vorbild der Vorhalle des Ratzeburger Doms eingewölbt. Die Außenmauern waren allerdings ursprünglich nicht für Gewölbe ausgelegt, was immer wieder zu statischen Problemen geführt hat. Ende des 15. Jahrhunderts wurde der Chor, der zuvor vermutlich als für Lauenburg und Westmecklenburg in der Übergangszeit typischer Rechteckchor (Kastenchor) ausgeführt war, vergrößert und erhielt einen 3/6-Schluss. Am Langhaus wurden neuromanische Rundbogenfenster und am Chor entsprechende Spitzbogenfenster eingesetzt. Mitte des 16. Jahrhunderts entstand der massive, quadratische (6,70 × 6,70 m) Westturm, dessen Backsteinmauern 1,80 Meter dick sind. 1623 wurde die Gerwekammer (Sakristei) an der Nordseite des Chors neu erbaut; der entsprechende Anbau an der Südseite, 1619 als Leichenhalle bezeichnet, wurde 1802 völlig erneuert und 1872 zur Sakristei umgebaut. Größere Renovierungen fanden 1795 (Gewölbe, Äußeres), 1797 und 1818 (Turm) und 1872 bis 1875 (durchgreifende Renovierung mit Vergrößerung der Fenster, Vermauerung des Südportals, Öffnung des Westportals, neues Gestühl und Ausmalung) statt. Strukturelle Baumaßnahmen erfolgten nach der Deutschen Wiedervereinigung und sind wegen des damit verbundenen finanziellen Aufwands bis heute nicht abgeschlossen. Insofern sind im Inneren des Süderschiffs vorerst Sicherungsmaßnahmen vorgenommen worden.Quelle:
    de.wikipedia.org/wiki/Dorfkirche_Schlagsdorf

    • 21. August 2018

  • JR56

    Die Backsteinkirche in Schlagsdorf fand erstmals Erwähnung in der Urkunde von 1194 in der der Bischof von Ratzeburg und das Domkapitel die Aufteilung eines Zehnten des Dorfes Sclavekestorp festlegten, entsprechend ist die Kirche auch im Ratzeburger Zehntregister von 1230 aufgeführt. Schlagsdorf wurde aber schon 1158 bei einer Grenzbestimmung als villa Zlavti genannt.
    Ab 1238 befand sich Schlagsdorf ganz im Besitz des Domkapitels. 1239 bestätigte Papst Gregor IX. dem Domkapitel das Patronatsrecht. Von der bedeutenden Burganlage in der Niederung am Mechower See hat sich nichts erhalten. In der Legende des Bischofs Ludolf heißt es, bei der Überführung seiner Leiche von Wismar nach Ratzeburg 1250 hätten die Glocken der Schlagsdorfer Kirche von selbst geläutet. Die Pastoren unterstanden dem Kapitel. Erst 1570 wurde mit M. Daelingius der erste evangelische Pastor berufen und damit der Reformationsgedanke im Kirchspiel umgesetzt. Als Teil des Fürstentums Ratzeburg gehörten Ort und Kirche seit dem Hamburger Vergleich (1701) zu Mecklenburg-Strelitz.
    In der Kirche wurden 1875 umfangreiche Restaurierungsarbeiten vorgenommen. Die 1969–1971 durchgeführten Instandsetzungs- und Restaurierungsarbeiten haben zu einer weiteren Annäherung an den ursprünglichen Raumeindruck geführt. Die Malereien zeigen einen charakteristischen rot-weißen Dreieckfries auf dem Putz und den Backsteinen.
    Während des Bestehens der DDR lagen Kirche und Gemeinde isoliert im Sperrgebiet.
    de.wikipedia.org/wiki/Dorfkirche_Schlagsdorf

    • 7. April 2019

  • Rosefahrer

    Heute wieder mit einer lebendigen Gemeinde.

    • 4. Juni 2019

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Ort: Schlagsdorf, Nordwestmecklenburg, Ostsee, Schleswig-Holstein, Deutschland

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