Entdecken

Försterkreuz

Försterkreuz

Mountainbike-Highlight

Von komoot-Nutzern erstellt
57 von 59 Mountainbikern empfehlen das

Tipps

  • Kengel

    Der geschichtliche Hintergrund zu diesem Kreuz ist interessant:

    „Die beiden Förster hatten am frühen Morgen im Revier Kleiner Herrgott hinter der Karlsschanze bei einer Frühpirsch eine gemeinsame Streife auf Wilderer unternommen. Am gleichen Morgen ging ein Kleinenberger ahnungslos in die Nähe des Waldteils, um Birkenreiser zum Besenbinden zu schneiden. Da hörte er plötzlich Stöhnen und matte Hilferufe. Als er dem Rufe nachging, fand er den schwerverletzten Förster Gieß. Der Besenbinder eilte durch das Hellbachtal zu der nahen Waldmühle am Viadukt (Wohnort des Försters), um Hilfe zu holen. Auf einem Handwagen brachte man den Schwerverletzten nach Hause, er verstarb auf dem Transport. Der Sterbende hatte noch mit Blut in sein Notizbuch geschrieben: „H. hat auf mich zweimal geschossen“. Der Wildfrevler war, nachdem er den Förster niedergeschossen hatte, von dem Forstgehilfen Steinsträter bei seiner Flucht in die Dickung verfolgt worden. Der Wilderer hatte den Gehilfen dort auflaufen lassen und dann den Verfolger aus nächster Nähe niedergeschossen.



    Mitbeteiligter der Tat war A. Hi. aus Kleinenberg. Die flüchtigen Täter wussten sich geschickt den Nachstellungen der Gendarmerie zu entziehen, sie hielten sich verborgen in den Waldungen um Willebadessen, unterstützt von Freunden und Bekannten.

    Die Gendarmerie aus den vier Kreisen des Hochstiftes wurde zusammengezogen und kämmte in ausgedehnten Streifen die Waldungen durch. Als diese Maßnahmen nicht zum Ziele führten, beantragte der zuständige Landrat die Entsendung eines Jägerkommandos in Stärke von 120 Mann aus Bückeburg. Durch eine Polizeiverordnung war das Betreten der Wälder nur noch mit Passierscheinen gestattet. Die Jäger hatten Anweisung, auf jedermann zu schießen, der auf Zuruf nicht sofort mit erhobenen Händen stehen bliebe. Die Pächter der angrenzenden Gemeindejagden wurden ersucht, jedes Jagen und Schießen vorläufig einzustellen, um keinen unnützen Alarm auszulösen.

    Die am 3. u. 4. Juli angesetzte Prozession und Wallfahrt nach Kleinenberg wurde durch behördliche Verfügung untersagt. Es herrschte ein regelrechter Ausnahmezustand um Willebadessen.

    Inzwischen hatten die beiden Täter Zeit und Gelegenheit gefunden, nach Amerika zu entwischen. Sie sollen dort ein unrühmliches Ende gefunden haben."

    Bevor hier irgendjemand Bedenken wegen des Urheberrechtes anmeldet: Die Passage stammt aus Gerichtsakten. Deren Inhalt unterliegt aufgrund seines Alters nicht mehr dem Urheberrecht.

    • 30. April 2020

  • Rick Mave

    Das Försterkreuz erzählt die Geschichte der beiden Förster Gieß und Steinsträter, die am 31.5.1880 von Wilderern ermordet wurden.
    Bevor er seinen Schusswunden erlag, schrieb Gieß mit seinem eigenen Blut den Namen eines der Mörder in sein Notizbuch. Joh. Ha. war bereits früher von ihm beim Wildern abgefasst worden und hatte gerade eine einjährige Zuchthausstrafe in Münster verbüßt. Gegen Gieß hatte er nach seiner Entlassung schwere Drohungen ausgestoßen.
    ...
    Quelle: touristik-willebadessen.de/erleben/sehenswuerdigkeiten/sehenswuerdigkeiten.pdf

    • 24. August 2018

Du kennst dich aus? Melde dich an, um einen Tipp für andere Outdoor-Abenteurer hinzuzufügen!

Top-Mountainbike-Touren zu Försterkreuz

Unsere Tourenvorschläge basieren auf tausenden von Aktivitäten, die andere Personen mit komoot durchgeführt haben.

Ort: Willebadessen, Höxter, Regierungsbezirk Detmold, Nordrhein-Westfalen, Deutschland

Informationen

  • Höhe410 m

Meistbesucht im

  • Jan
  • Feb
  • Mär
  • Apr
  • Mai
  • Jun
  • Jul
  • Aug
  • Sep
  • Okt
  • Nov
  • Dez

Wetter - Willebadessen

Entdecken

Försterkreuz