Die Unterstadt Pfaffenthal

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Tipps

  • Commission luxembourgeoise pour la coopération avec l’UNESCO

    Das Stadtviertel „Pfaffenthal“, war einst eines der wichtigsten Viertel der Festungsstadt.
    Heute ist es Teil der UNESCO Pufferzone.
    Vauban hatte ab 1685 die Unterstadt in die Festung mit einbezogen.
    Das Siechen- und Eicher Tor erinnern an diese Zeit.
    Sie können im Rahmen des Kulturpfades „Vauban“ im Zusammenhang mit den Wehranlagen der Grünewälder Front besichtigt werden.
    Tiefe Gräben, Zugbrücken, Schießschachten sicherten die Zugänge zum Pfaffenthal.
    Näherte sich der Feind, so konnte durch Öffnungen kochendes Öl und getrocknete Erbsen auf ihn gegossen werden.
    Türöffnungen im Bereich des ersten Stockwerkes verraten den Zugang zum Wehrgang.
    Vor dem Eicher Tor liegt eine 1743 errichtete gedeckte Wehranlage in Form eines Pfeils.
    Der mächtige Schornstein erinnert an die ehemalige Wasserpumpe welche die Oberstadt mit Trinkwasser versorgte.
    Die Maueranlage zwischen Siechen-und Eicher Tor wird „Béinchen“ genannt.
    Historische Filmausschnitte werden im Siechen Tor gezeigt.
    Das Wohnviertel „Béinchen“ war am 30. Mai 1976 durch eine Gasexplosion zerstört worden.
    Man verzeichnete damals 3 Tote und 21 Verletzte.
    Das Wohnviertel wurde in den Jahren 1982 bis 1986 neu aufgebaut.
    Gegenüber des „Béinchen“ steht die Matthäus-Kirche.
    Sie war 1871/72 von Staatsarchitekt Charles Arendt in byzantinischem Stil errichtet worden.
    Der Altarraum enthält ein wertvolles Gemälde Gaspard de Crayers (1584-1669).
    Am Dachboden des Seitenschiffs der Kirche hatten sich im 2. Weltkrieg 6 Luxemburger Refraktäre versteckt.
    Heute dient das Gotteshaus der orthodoxen Gemeinschaft Luxemburgs.
    Etwas talabwärts an der Grenze zur Pufferzone der UNESCO befindet sich der Bahnhof „Pfaffenthal“, welcher mit der Standseilbahn „Pafendall-Kiirchbierg“ verbunden ist (2017).
    Der Bahnhof verbindet Pfaffenthal mit dem nationalen Eisenbahnnetz und dem Fahrradweg PC 2 in Richtung Echternach und dem Fahrradweg PC 4 in Richtung Mosel.
    Knapp 100 m vom Bahnhof entfernt, liegt der historische Friedhof „Val des Bons Malades“.
    Hier haben einige Pariser Communards ihre letzte Ruhe gefunden; hier befindet sich das Denkmal „Souvenir français“ (1870), sowie das Grab des Komponisten Laurent Menagers.
    Der Brunnen „Théiwesbuer“, links neben der Kirche führt seinen Namen auf den Heiligen Matthäus zurück.
    Hier wurde ursprünglich Trinkwasser geschöpft um in Eimern und Fässern zur Oberstadt getragen zu werden, bevor es Pumpanlagen gab.
    Gegenüber der Kirche, rechts unterhalb der Brücke, befindet sich der ehemalige Waschbrunnen. 2017 wurde er in ein Kneippbad umgewandelt.
    Das Quellwasser beträgt durchgehend 12 °C.
    Das Alzettetal wird von der Brücke Großherzogin Charlotte überspannt.
    Ingenieur Egon Jux hatte den Preis zum Bau der „Rout Bréck“ (Rote Brücke) gewonnen.
    Der Grundstein wurde 1962 gelegt, die Einweihung der Brücke erfolgte 1967.
    Sie verbindet die Oberstadt und das Stadtteil Limpertsberg mit dem Europaviertel Kirchberg.
    Das Bauwerk bietet eine Länge von 355 m und wird von Stelzen gestützt welche 234 m auseinanderliegen.
    Die Brücke erhebt sich 75 m über dem Tal. Sie erinnert an Luxemburgs Stahlbau-Kunst der Bauperiode.

    • 03.04.2019

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