Die „Muna“ in Neuendettelsau

Mountainbike-Highlight

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Tipps

  • NobbyZ

    Schon kurz nach der „Machtergreifung“ von Adolf Hitler 1933 wurde die Wiederaufrüstung der Luftwaffe betrieben. Für die Herstellung und Lagerung der Munition brauchte man größere Waldflächen, in denen die Arbeiten möglichst unerkannt vom Ausland durchgeführt werden konnten. 1934 erwarb das Luftwaffenministerium über die dafür zuständigen Behörden den in der Gemeindeflur Neuendettelsau liegenden „Baronswald“ und einige angrenzende Grundstücke mit insgesamt ca. 200ha. Auf diesem gut getarnten Gelände entstand eine Luftmunitionsanstalt (kurz „Muna“) für Fliegerbomben. In mehreren Arbeitshäusern wurden vorgefertigte Bombenrohlinge zum „kriegsfertigen“ Einsatz mit Sprengstoff und Zündern versehen. Die einsatzfähigen Bomben wurden in etwa 100 im Wald verstreut liegenden Erdbunkern gelagert. Die Anlieferung der Einzelteile und der Transport der Bomben zum Militärflughafen in Katterbach bei Ansbach erfolgte über ein knapp 1 km langes Anschlussgleis zum Bahnhof Neuendettelsau, das extra dafür errichtet wurde.Für die Unterbringung des Personals, das für die Leitung und Verwaltung der Muna zuständig war, wie Offiziere, Soldaten und Angestellte, wurden an der Schlauersacher- und Waldstraße Wohnungen gebaut. Die Zahl der Beschäftigten wuchs im Laufe der Jahre, während des Krieges wurden auch Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene eingesetzt. Zur Sicherheit und Überwachung der Muna wurde am Haupteingang an der Waldstraße ein Wachgebäude errichtet. Die Wachposten passten Tag und Nacht auf, damit kein Unbefugter das Munagelände betreten konnte. Außerdem wurde zur Sicherheit der gesamte militärische Bereich der Muna mit einem 2,5 Meter hohen Stacheldrahtzaun umgeben. Im April 1945 wurde die Muna von den Amerikanern bombardiert, aber es wurden nur wenige Bunker und Gebäude getroffen und teilweise beschädigt.
    Als 1955 die Bundeswehr aufgestellt wurde bezog man auch das Neuendettelsauer Gelände in die Überlegungen ein, weil dort noch etwa 70 Bunker gut erhalten waren. Dieser Plan scheiterte vor allem am entschiedenen Widerstand des Diakoniewerks und der bereits ansässigen Firmen. Nach zähen Verhandlungen, die sich über einige Jahre hinzogen, einigte man sich auf einen „Zwecktausch“: die Zollhundeschule, die in der ehemaligen Muna in Oberdachstetten untergebracht war, kam nach Neuendettelsau, wofür man in Oberdachstetten wieder eine Muna in Betrieb nehmen konnten.
    Auszug aus dem Internet :)

    • 2. Juni 2019

  • NobbyZ

    Leider ist die Muna offiziell nicht begehbar und vom Wegesrand (Zaun) so gut wie nicht sichtbar

    • 3. Juni 2019

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Ort: Neuendettelsau, Ansbach, Mittelfranken, Bayern, Deutschland

Informationen

  • Höhe510 m

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