Routenplaner
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Historische Richtstätte

Wander-Highlight

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Tips

  • Danny & Kalle

    Heute gibt es den Krammarkt, früher die öffentliche Hinrichtung: Schenkt man dem Stadthäger Verkehrsverein Glauben, war es ein wahres Volksfest, wenn die Stadthäger sich zum Aufknüpfen von zum Tode Verurteilten am Niederntor versammelten. Eine Tafel mit kurzem Text weist jetzt auf die einstige Richtstätte in der Nähe des Beginns der Krummen Straße hin.
    In den Aufzeichnungen finden sich die Geschichten von Folter, Mord und Gehenkten, deren Überreste man zur Abschreckung vor den Stadttoren zum Verwesen hängen ließ, nämlich nicht als Gruselmär, sondern als nüchterne Verwaltungsakte.
    Vor allem Frauen litten am Standort des Galgens gegen Ende des 16. und zu Beginn des 17. Jahrhunderts. Zu dieser Zeit erreichte der Hexenwahn in Stadthagen seinen Höhepunkt, worauf die Tafel des Verkehrsvereins ebenfalls hinweist. Im nahe gelegenen Graben fand die Wasserprobe statt. Frauen, die gefesselt ins Wasser geworfen wurden und ertranken, hatten Glück – mutmaßliche Zauberkräfte hatten sie nicht gerettet, ergo konnten sie keine Hexen sein.
    Bizarr: Den Quellen im Stadtarchiv zufolge könnte die Wasserprobe eine Suizidmethode für depressive oder anderweitig psychisch belastete Frauen gewesen sein. Einige meldeten sich nämlich freiwillig bei den Autoritäten mit dem Hinweis, sie seien selbst nicht sicher, es wäre aber möglich, dass sie Hexen seien. Gewissheit konnte nur die todbringende Wasserprobe schaffen.
    Neugierig geworden?
    Adolf Tatje ist dienstags von 9 bis 12.30 Uhr und von 13.30 bis 17 Uhr im Stadtarchiv am Landsberg’schen Hof anzutreffen.
    Quelle (szlz.de/startseite_artikel,-ort-des-grauens-und-der-haeme-_arid,639701.html)

  • Jörg Karl-Heinrich

    Ausfahrt am Kanal und durchs flache Land

  • Höhe70 m