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rdf231

Über rdf231
Distanz

2 917 km

Zeit

154:51 Std

Letzte Aktivitäten
  1. rdf231 war Fahrrad fahren.

    vor einem Tag

    04:49
    96,8 km
    20,1 km/h
    950 m
    940 m
    David, Tiago de Caux und 13 anderen gefällt das.
    1. rdf231

      Heute wieder eine weitere Tour von Badestelle zu Badestelle, in vier Seen habe ich während dieser Tour gebadet. Hin gings wie immer in die Richtung über Gosen, Wernsdorf und Niederlehme nach Neue-Mühle. Auf der Nordseite des Krüpelsees um Zernsdorf und Kablow war ich ja schon sehr oft, da kommt man ja regelmäßig vorbei. Daher wollte ich mir mal das Südufer um den Ort Senzig ansehen. Dafür ging es durch das Waldgebiet "Tiergarten" nach Senzig, nachdem man einen Teil des Ortes auf der Straße (eher wenig befahren) durchqueren muss, kann man dann weiter hinten auf einen sehr schönen Uferweg fahren. Da war dann auch schon gleich die erste schöne Badestelle am Krüpelsee, die ich gleich für eine Abkühlung genutzt habe. Nach der kurzen Erfrischung gings weiter am Krüpelsee durch Senzig und über die (heute) wenig befahrene Landstraße nach Gussow. Hier habe ich mir noch die schon sehr gut versteckte Aussichtsplattform angesehen, man kommt nur über einen schmalen Stichweg hin. Aber es lohnt sich, man hat einen tollen Blick auf den Dolgensee. Vermutlich ist neben dem Ausblick von der Fahrradbrücke Dolgenbrodt auf der Westseite des Sees, diese Aussichtsplattform und der Blick von etwas daneben, einer der wenigen Blicke, die auf den Dolgensee möglich ist. Weiter gings nach Gräbendorf und von da dann über die Straße zur Dubrow durch die Dubrow (der Wald heißt da so). Zwischen sehr gutem Asphalt, gut befahrbaren Waldweg und holperiger Betonstraße im Wald ist alles dabei. Trotzdem ist der Weg hier sehr schön, ohne Autoverkehr und ruhig durch den Wald, ist auf jeden Fall eine Alternative zu den bekannteren Radwegen.
      In Neubrück wollte ich mir wenigstens noch einen kleinen Lost Place ansehen: das alte Feldbahngelände. Die Feldbahn führte vom Hölzernen See in Neubrück zur Kiesgrube Pätz. In der Pätzer Kiesgrube war ich im März schonmal (komoot.de/tour/161828002), auch die lohnt sich anzuschauen, aber nicht im Sommer, wenn man mit dem Rad da hin will, im März war das mit dem Sand noch erträglich, doch auch da gab es einige Schiebestrecken durch hohen Sand, das wird wohl jetzt noch viel heftiger sein, damals habe ich schon Teile der Feldbahnstrecke, wo noch Gleise im Wald sind, gesehen, nur noch nicht den "Feldbahn-Friedhof", was ich heute nachgeholt habe. Man sieht so einige Waggons da mitten im Wald, die inzwischen von der Natur teilweise völlig eingewachsen sind, die Waggons stehen aber noch auf Gleisen, die aber auch völlig zugewuchert sind. Daneben liegen noch Gleise und Schwellen auf einem Haufen. Wer die Feldbahn mal in Aktion sehen will, dem sei dieses Video mit Aufnahmen von 1992 empfohlen, laut Angabe im Video herrschte damals Hochbetrieb und die Bahn war für den Kiestagebau damals unverzichtbar.

      Weiter ging es dann über die Brücke in Neubrück und dann durch den Wald nach Klein Köris zum Klein Köriser See. An der Badestelle gab es dann das nächste Erfrischungsbad, wie immer sehr schön. Weiter gings dann nach Groß Köris, dann durch die Kopfsteinpflaster-Hölle von Groß Köris über die sehr schöne Zugbrücke auf den Hofjagdweg rauf bis nach Krummensee. Der Hofjagdweg ist ja sehr schön, nur wer ist auf die Idee gekommen, ihn auch für Autos freizugeben, direkt nach der kompletten Asphaltierung war er erstmal glaube ich nur für Radfahrer frei, heute ist es eine normale Straße, auf der in der Woche auch schon mehr los ist. Heute ging es, doch ein paar Raser bleiben einem hier fast nie erspart. Interessant ist die Ruine des Zentralen Pionierlagers (ZPL), früher ein Ferienlager. Die Ruine sieht schon ziemlich einsturzgefährdet aus und ist auch mit einem Zaun abgesichert, ich habe es beim Blick von draußen belassen.
      In Krummensee an der Badestelle gab es die dritte Badepause, auch im Krummensee lässt es sich toll baden und die Erfrischung tut sehr gut. Weiter ging es am Nottekanal rein nach KW und dann den Funkerberg hoch, der einzige "Anstieg" der Tour, der für unsere Verhältnisse durchaus steil ist. Vom Funkerberg gings dann über die Fahrradstraße, gut ausgebaute Radwege und Nebenstraßen durch Wildau, Zeuthen und Eichwalde nach Schmöckwitz. Von da dann weiter Richtung Grünau am Langen See, an der Bammelecke gab es die vierte und letzte Badepause, auch die war sehr gut und erfrischend und die Bammelecke war gar nicht so voll, wie ich es erwartet hätte. Das letzte Stück ging dann wie immer durch Grünau und die Grünauer Straße nach Köpenick und von da durch den Wald und durch den Spreetunnel wieder zurück. Die Tour war wieder sehr schön, das alte Feldbahngelände bei Neubrück ganz interessant anzusehen und die Badepausen natürlich sehr schön und erfrischend, dadurch, dass man sich immer wieder im nächsten See abkühlen kann, ist so eine Tour auch bei dem Wetter ganz erträglich.

      • vor 22 Stunden

  2. rdf231 war Fahrrad fahren.

    vor 2 Tagen

    05:31
    112 km
    20,2 km/h
    1 240 m
    1 250 m
    Rosefahrer, Chorknabe und 22 anderen gefällt das.
    1. rdf231

      Heute mal eine Runde nach Südosten, aufgrund des Wetters war ich gleich drei Mal baden, was jedes Mal eine tolle Erfrischung war. Zunächst wollte ich mir mal die Baustelle für die neue Tesla Gigafactory bei Grünheide im Gewerbegebiet von Freienbrink ansehen. Obwohl ich nur etwa 12 km davon entfernt lebe und natürlich auch die ganzen komischen Proteste und "Waldspaziergänge"
      mitgekriegt habe, das Gelände habe ich noch nie gesehen. Es ist schon ganz schön groß, andererseits ist vorher nie jemand in dem Kiefer-Monokultur-Wald spazieren gegangen und wenn es dafür Ausgleichsflächen gibt, finde ich es vollkommen in Ordnung, dafür das auch etwas hierher kommt, wovon die Gegend profitieren wird. Erst mal sehen, ob es was wird, es soll ja schon im Juli 2021 planmäßig die Produktion beginnen. Derzeit sieht man außer der planierten und gerodeten Fläche für das Werk und ein paar Kränen und Grundstrukturen von zukünftigen Werkshallen nicht so viel davon, aber es wird schon noch vorangehen, wen das Baugeschehen interessiert, der kann problemlos vorbeischauen.

      Weiter ging es dann über Spreeau und Spreenhagen entlang der Hauptstraße und dann auf eine gut asphaltierte Nebenstrecke über Markgrafpieske und Kolpin nach Bad Saarow. Hier war dann auch kaum mehr Autoverkehr, man kann da sehr gut fahren. Von Briesenluch nach Kolpin gibt es sogar einen Radweg neben der Straße, heute kamen hier 3 Autos lang. Keine Ahnung, vielleicht ist es innerhalb der Woche mehr, aber ich denke schon, dass der Radweg an der Stelle etwas überflüssig ist und an anderen Stellen deutlich mehr gebraucht wird (es gibt noch einige stark befahrene Straßen in Berlin und Brandenburg ohne vorhandenen Radweg). Aber egal, will ich mal nicht über vorhandene Radwege meckern. Nach Bad Saarow rein gibt es eine tolle Bergabfahrt die richtig Spaß macht, von Bad Saarow gings auf der Westseite des Scharmützelsees nach Wendisch-Rietz, da ich bisher nur die Ostseite kannte. Der Scharmützelsee ist zwar schön, aber es gibt auf beiden Uferseiten kaum öffentliche Zugänge (nur an ein paar Badestellen und Plätzen), sonst ist der See von Häusern umbaut. An der Westseite kommt man kaum ans Ufer, noch weniger als auf der Ostseite. Dafür ist der Radweg hier besser und durchgängig und man kann hier schneller fahren. Ab Wendisch-Rietz wollte ich die kleinen Seen südlich des Scharmützelsees erkunden, daher ging es immer an der Grenze zum Truppenübungsplatz am Glubigsee vorbei zum Springsee. Der Truppenübungsplatz ist hier noch in Betrieb, überall stehen Schilder, dass man den Weg nach Westen nicht verlassen darf und das Gelände nicht betreten darf ("Achtung Scharfschießen") . Dann gings auf der anderen Seite am Springsee direkt über den Zeltplatz und dahinter weiter über Limsdorf zum Grubensee. Dort gab es dann die erste Badepause, der See war sehr klar und erfrischend und lag direkt an der Route (blöderweise auch an der Straße und ziemlich mit Autofahrern überfüllt, aber die Badestelle war recht groß, sodass es sich gut verteilte). Nach dem ersten Bad gings über die Straße weiter nach Kehrigk und von dort durch den Wald auf einem gut gepflasterten Radweg nach Schwerin. Hier ist es schon etwas hügelig, nach dem bergauf nach Kehrigk geht es dann nach Schwerin fast nur bergab (es ist natürlich niemals so viel wie die angezeigten Höhenmeter). Dann ging es ein Stück Waldweg (war aber gut befahrbar) nach Streganz, von da wieder über eine Nebenstraße nach Prieros.
      In Prieros bin ich schon häufig durchgekommen, aber am Tiefen See, der etwas östlich des Dorfes liegt, war ich noch nie. Er ist größtenteils von Kleingärten umbaut, aber es gibt auch eine sehr schöne Badestelle. Sie ist eher unscheinbar und nicht so einfach zu finden, aber sehr schön. Der Name ist beim Tiefen See übrigens Programm: man muss im Wasser gerade einmal 2 Schritte gehen und kann schon fast nicht mehr stehen, so ist man schneller im Wasser. Wie tief der See wirklich ist, konnte ich nicht rausfinden. Aber sehr schön sauber und erfrischend ist das Wasser auf jeden Fall.
      Weiter ging es von Prieros bis Wernsdorf immer auf dem Dahme-Radweg, die Strecke kenne ich schon gut und sie lässt sich immer wieder gut fahren. In Wernsdorf am Krossinsee (an der letztmöglichen Badestelle) musste ich dann nochmal ins Wasser. Diese Badestelle liegt direkt am Dahme-Radweg (durch die nahe Straße kommen natürlich auch viele Autofahrer her), die Badewiese ist sehr groß und heute war natürlich gut was los. Auch der Krossinsee war nochmal sehr erfrischend.
      Dann ging es noch die letzten Kilometer über den Schmöckwitzwerdersteg, Gosen und über den gut befahrbaren Waldweg nach Rahnsdorf.
      Die drei Badepausen zwischendurch haben sich auf jeden Fall gelohnt. Am besten und am meisten überrascht hat mich der Tiefe See in Prieros (den ich noch gar nicht kannte), hier werde ich zum Baden bestimmt nochmal herkommen, der Grubensee war natürlich auch sehr schön. Die Badestelle am Krossinsee ist halt immer gut, bekannt und schön, weil sie direkt am Weg liegt. Die Erfrischung hat aber in allen 3 Seen gut getan und auch die Route hat in der Form Spaß gemacht.

      • vor 2 Tagen

  3. rdf231 war Fahrrad fahren.

    vor 4 Tagen

    05:02
    117 km
    23,3 km/h
    1 340 m
    1 330 m
    Rosefahrer, Turbo und 22 anderen gefällt das.
    1. rdf231

      Heute wollte ich mir mal den Flugplatz Oranienburg ansehen, den ich schon länger auf dem Plan hatte, daraus wurde eine Runde nördlich von Berlin mit weiteren kleineren Lost-Places. Über Köpenick und Biesdorf ging es nach Marzahn und dann entlang der Rhinstraße weiter nach Hohenschönhausen. Dort wollte ich mir mal das "Privatstraßen-Viertel" ansehen. Nach Nummern benannte Straßen sind in Berlin nichts besonderes, das gibt es gefühlt in fast jeder Stadtrandlage, wo man halt vermutlich einfallslos war. Allerdings habe ich auch keine Ahnung, ob es bei der Verteilung der Nummern ein System gibt, glaube aber nicht, da einige Nummern in verschiedenen Stadtteilen doppelt vorkommen. Allerdings wurden hier in Hohenschönhausen 12 Straßen als Privatstraßen bezeichnet und dahinter die Nummer, das dürfte in ganz Berlin einzigartig sein, habe das noch nirgendwo anders gesehen. Ich bin natürlich auch durch die Privatstraße 1 gefahren. Finde ich echt eine geile Adresse (vor allem wenn man noch in der Privatstraße 1 Hausnummer 1 wohnt). Das sind aber nur die Straßennamen, die hier so spektakulär sind, die Gegend ist eher wenig spannend. Weiter gings dann am Kletterfelsen "Monte Balkon" vorbei durch Malchow, Blankenburg und Französisch-Buchholz nach Blankenfelde, von wo es bis Birkenwerder immer entlang der Hauptstraße (B96a) ging, zwischen den Orten meist guter Radweg, in den Orten drin eher nicht so gut. Dann gings nach Pinnow zum Oranienburger Kanal. Entlang des Kanals gibt es wieder einen sehr schönen Radweg, der direkt bis zum ersten Lost Place, dem ehem. Flugplatz Oranienburg geht, ich habe durch eine Tour von Turbo (komoot.de/tour/160325988) kennengelernt und nun endlich geschafft auch mal vorbeizuschauen. Von 1939 bis 1936 wurde der Flugplatz als Werksflughafen für die Heinkel-Werke Oranienburg gebaut, von 1939 bis 1945 nutzte auch die Luftwaffe der Wehrmacht den Flugplatz, nach dem 2. Weltkrieg waren hier bis 1990 sowjetische Luftstreitkräfte stationiert. Heute wurde der Großteil umgenutzt, so für eine Bundesstraße, ein Logistikzentrum und einen Solarpark, für weitere Infos siehe: de.wikipedia.org/wiki/Flugplatz_Oranienburg . Dennoch kann man hier schon noch was sehen, so wie den großen alten Hangar, der ist nur lückenhaft umzäunt, sodass man schon reinschauen kann. Vom Rollfeld kann man nur teilweise noch was erkennen. Weiterhin gibt es noch ein paar andere Ruinen und einen alten Bunker, es lohnt sich also schon mal anzuschauen. Auf dem gesamten Gelände gibt es von der Kanal-Seite kommend keine Absperrungen, nördlich des Hangars waren aber 2 Bagger zu sehen, dort scheint es also Bauarbeiten zu geben, was aber nicht daran hindert, das Flugplatzgelände zu erkunden.
      Weiter bin ich dann quer durch Oranienburg, am Lehnitzsee, der Lehnitzer Schleuse am Oder-Havel-Kanal bis zum nächsten Mini-Lost-Place gefahren: der alten Klinkerhafenbrücke. Die Brücke sieht mit ihrer Konstruktion wirklich toll aus und lässt sich zu Fuß auch problemlos begehen. Die Brücke wurde 1986 eröffnet, die Bahnstrecke führte von Berlin Karow über Schmachtenhagen nach Oranienburg, seit 1999 ist der Streckenteil zwischen Schmachtenhagen und Oranienburg und damit auch die Brücke ohne Bahnverkehr. Die Brücke ist sehr schön, kann man sich auf jeden Fall ansehen, wenn man da lang kommt. Weiter gings am Oder-Havel-Kanal auf einem schönen Radweg über die Grabowseebrücke. Hier habe ich schon den nächsten interessanten Lost Place passiert: die ehemalige Heilstätte am Grabowsee, sie wurde 1896 als Heilstätte für Lungentuberkulose errichtet, die letzte Nutzung war von 1945 bis 1995 als sowjetisches Militärlazarett, seitdem verfallen die Anlagen. Heute hat der Verein Kids Globe e. V. das Gelände erworben und will nun wieder die alten Gebäude aufbauen und vor weiterem Verfall bewahren, es könnte sein, dass es hier auch Führungen gibt. Das Gelände ist leider mit mehreren Zäunen abgesichert und es gibt auch Hunde auf dem Gelände (einen habe ich direkt am Tor gesehen), somit bleiben einem hier leider nur Blicke von außen von der Straße über den Zaun, näher kommt man hier so nicht ran, weitere Infos dazu: de.wikipedia.org/wiki/Heilst%C3%A4tte_Grabowsee. Dann bin ich über eine holperige Waldstraße nach Schmachtenhagen und von da weiter über Zehlendorf (das gibt es nicht nur in Berlin) und Stolzenhagen nach Wandlitz gefahren. Dann ging es direkt zum Liepnitzsee, für mich einer der Top-Badeseen rund um Berlin (vielleicht sogar mit der beste). Die kleine Badestelle im Wald und in Radwegnähe war nicht überfüllt, das Wasser war sehr klar und erfrischend (was gerade bei dem Wetter sehr wichtig ist). Ich bin wie immer einmal zum Strand der Insel im See rüber und dann wieder zurückgeschwommen, es war sehr erfrischend und hat sich wirklich gelohnt, wie immer am Liepnitzsee. Weiter ging es auf dem Radweg Richtung Bernau. Da ich die stärker befahrene Landstraße von Bernau nach Blumberg meiden wollte, habe ich mal einen anderen Weg ausprobiert und bin vor Bernau auf den schönen Radweg im Wald nach Schönow gefahren und dann auf der Straße nach Zepernick. Nach dem Zepernick durchquert wurde, gings über die weniger befahrene Landstraße über Birkholz nach Blumberg, eine gute Alternativroute, werde ich bestimmt häufiger mal nehmen. Von Blumberg ging es auf bekannter Strecke über den schönen Radweg (erst übers höllische Kopfsteinpflaster) nach Mehrow, von dort ging es über die Straße nach Hönow. Auf dem letzten Stück nach Hönow gab es einen GPS-Aussetzer, weswegen hier nur die Luftlinie drauf ist. Es ging wie immer über die Dorfstr. durch Hönow durch, dann über die Hoppegartener Str., die Dahlwitzer Str. und den Hönower Weg nach Birkenstein, von da über die Rudolf Breitscheid Str. nach Dahöwitz und dann über den Münchehofer Weg über Münchehofe nach Schöneiche, von wo es zum S Bahnhof Rahnsdorf ging und dann zurück. Die Lost Places waren heute auch wieder sehr interessant und zusammen mit dem Baden im Liepnitzsee hat die Tour auf jeden Fall Spaß gemacht.

      • vor 4 Tagen

  4. rdf231 war Fahrrad fahren.

    29. Juli 2020

    Rosefahrer, tole und 31 anderen gefällt das.
    1. rdf231

      Heute mal wieder eine Runde ins südliche Umland, gerade dort war vieles für mich noch komplett neu. hin wollte ich mal testen, wie gut die Strecke über Rudow, Großziethen und Lichtenrade ist. In Rudow und Lichtenrade sind die Radwege oft schmal und holperig, dazwischen gibt es aber einen schönen Radweg über Großziehten, kann man also auch fahren. Dann weiter südwärts nach Großbeeren, man hatte auf der Strecke von den Feldern immer einen guten Blick auf die Hochhaussiedlungen im Berliner Süden wie Gropiusstadt oder Lichterfelde Süd/Marienfelde. Weiter ging es nach Großbeeren, ich kannte den Ort bisher nur durch das große Industriegebiet, wusste aber nicht, dass es da ne Wasserskianlage und einen Golfplatz gibt. Weiter ging es auf Landstraßen ohne Radweg, die aber eher wenig befahren waren Richtung Saarmund, später gab es dann auch einen Radweg. In Saarmund darf man sich nicht von den Schildern abhalten lassen, die sagen, dass die Straße nach Michendorf gesperrt sei, das ist nur für Autos. Sie ist perfekt neu asphaltiert und heute hat es echt Spaß gemacht da lang zu fahren, da bis Langerwisch keine Autos unterwegs waren, lohnt sich also. Dann habe ich noch einen kurzen Abstecher zum Eichberg, einer riesigen Sanddüne gemacht. Der Weg hierhin ist sandig, das Rad muss man teilweise schieben und sich dann zu Fuß (ohne Rad) das letzte Stück den Berg durch den tiefen Sand hochkämpfen aber es lohnt sich echt. Der Blick von da oben über das Gelände des Flugplatzes Saarmund und die Umgebung ist wirklich toll. Etwas weiter hinten gibt es auch noch den Saarmunder Berg, aber so viel Zeit hatte ich nicht, da ich noch ein anderes Ziel hatte. Das war ein kleines Stück hinter Michendorf, nämlich den Telefonzellen-Friedhof von Michendorf, hatte das zufällig auf einem MTB-Highlight (komoot.de/highlight/1906003) entdeckt und wollte es mal anschauen. Hier lagern alle ausrangierten Telefonzellen aus ganz Deutschland, am besten und eindrucksvollsten sieht man das aus der Luft (z.B. bei GoogleMaps). Teilweise werden die Telefonzellen von hier auch an Interessenten verkauft, es sind hier etwa 3000 Telefonzellen gelagert, einen Teil kann man vom Waldweg, der am Gelände vorbeiführt gut sehen. Weitere Infos zum Telefonzellen-Zentrallager und auch hier ein tolles Luftbild des Zentrallagers gibt es hier: bz-berlin.de/berlin/umland/am-berliner-ring-der-friedhof-der-telefonzellen . Weiter bin ich dann am Radweg neben der B2 nach Potsdam, dann einmal mitten durch Potsdam durch bis zur Glienicker Brücke nach Berlin. Dann ging es immer geradeaus auf der B1, erst übern Schäferberg, dann durch Wannsee und Zehlendorf. Hinter dem Autobahnkreuz Zehlendorf wird der Radweg deutlich schlechter und er bessert sich bis Zehlendorf-Mitte überhaupt nicht. Ein schmaler Seitenstreifen, durch die Wurzelaufbrüche und Pflastersteine auch ganz schön rumpelig und sowas an einer wichtigen Verbindungsstraße. Irgendwann bin ich runter vom Holper-B1-Radweg über eine Wendelbrücke über die S-Bahn, deren Auffahrten spiralförmig waren und denen eines Parkhauses ähnelten. Dann gings weiter zum Teltowkanal. Da ist dann wieder ein sehr schöner autofreier Weg zum Radfahren direkt am Kanal vorhanden, dem Kanal bin ich auf der mir bekannten Route bis zur Ullsteinstraße gefolgt, da man dann leider nicht mehr an den Kanal kann, muss man entweder nördlich des Kanals auf der Ordensmeisterstr. oder südlich auf der Ullsteinstr. fahren. Da ich bisher immer die Variante nördlich des Kanals genutzt habe, habe ich mich heute mal zum Ausprobieren der südlichen Variante entschieden: über Ullsteinstr.-Geradestr.-Blaschkoallee. Ist auch nicht besser oder schlechter als die nördliche Variante, erst auf der Straße und dann auf kaputtem Radweg durch Industrie- und Kleingartenanlagen. Eigentlich müsste man am kompletten Teltowkanal eine schöne autofreie Radverbindung (so wie die Ostkrone am östlichen Ende des Kanals) schaffen, aber das bleibt vermutlich nur ein Traum.Wahnsinnig überrascht hat mich der neue Radstreifen in der Blaschkoallee, das wurde hier wirklich höchste Zeit, endlich muss man nicht mehr den schmalen Bürgersteig nutzen oder sich mit den Autos im Stau rumärgern. Einfach toll am Autostau vorbeizufahren. Ich weiß nicht, ob das nur ein provisorischer Radweg ist oder ob der dann auch für immer bleibt, ich hoffe Letzteres. Solche Radstreifen brauchen wir noch viel mehr. Von der Späthstr. gings dann die bekannte Route am Kanal durch die Südostallee und über Oberschöneweide und Köpenick zurück. Gesamt waren es heute (mit der nicht aufgezeichneten Anfahrt bis hinter Rudow) etwa 123 km. Die Strecke hat Spaß gemacht, gerade der Eichberg bei Saarmund und auch der "Telefonzellen-Friedhof" von Michendorf waren eine echte Überraschung.

      • 29. Juli 2020

  5. rdf231 war Fahrrad fahren.

    22. Juni 2020

    Rosefahrer, Stefan 🏳️‍🌈 und 24 anderen gefällt das.
    1. rdf231

      Heute ein weiterer Lost Place, diesmal mitten in Berlin. Schon mehrmals habe ich die Ruinen des alten Spaßbades "Blub" vom Rad- und Fußweg am Teltowkanal gesehen und mir immer einen Besuch vorgenommen, heute habe ich dies endlich geschafft. Hin gings direkt auf dem schnellsten Weg über Köpenick, An der Wuhlheide und Südostallee zum Teltowkanal, an dem es bis zum alten Spaßbad "Blub" ging.
      Das Blub in Britz wurde 1985 eröffnet, es war damit eins der ersten großen Spaßbäder im damaligen West-Berlin, anfangs erfreute es sich großer Beliebtheit, jedes Jahr gab es etwa 600.000 Besucher. Durch den baulichen Verfall im laufe der Jahre und immer schlechter werdende hygienische Zustände wurde das Blub schließlich immer unbeliebter. Im Dezember 2002 wurde das Blub vom Gesundheitsamt wegen akuten Rattenbefalls, Vogeldreck und der seuchenhygienischen Zustände geschlossen, schließlich wurde das komplette Spaßbad im Jahr 2005 endgültig dicht gemacht. Weitere Infos zum Blub: rottenplaces.de/main/berliner-luft-und-badeparadies-blub-10037 . Dann hat es auf dem Gelände mehrfach gebrannt, so wie im Jahr 2016. Nachdem sich die Pläne für die Nachnutzung mehrfach zerschlagen haben, sollen nun 4 bis 5 geschossige Wohnungen auf dem Gelände entstehen und die Ruinen sollen komplett verschwinden. Wenn alles nach Plan läuft, könnten die Bauarbeiten und der Abriss schon im nächsten Jahr beginnen. Das Gelände ist wirklich sehr spannend, auch wenn man von den Bränden auch Spuren sieht und ganz schön viel Verfall herrscht, kann man noch sehr viel erkennen, was an das alte Spaßbad erinnert, wie beispielsweise die Schwimmbecken (nur eins noch halb mit Regenwasser gefüllt), die Sanitäranlagen oder den Strömungskanal. Leider liegt auf dem Gelände auch sehr viel Müll rum und vieles ist übersäht mit Glasscherben, man muss aufpassen, wo man hintritt. Das Rad sollte man am besten draußen anschließen und das Gelände zu Fuß erkunden, um sich durch die vielen Glasscherben keine platten Reifen zu fahren. Trotzdem lohnt die Erkundung des Geländes, ich glaube die vielen Fotos zeigen das auch, sowohl das Innenareal als auch das Außenareal sind sehr interessant. Auch wieder ein Lost Place, den man wirklich empfehlen kann, vom Teltowkanal-Rad- und Fußweg kommt man durch eine große Lücke im Zaun einfach raus und rein.
      Weiter gings dann zum Tempelhofer Feld, was sich ja immer lohnt, auch wenn es etwas windiger ist und die Fahrt im Gegenwind übers Feld anstrengender ist wie heute, ist es hier immer toll. Weiter dann zum Bahnhof Südkreuz und von da über den Radweg durch den Hans-Baluschek-Park.
      Am Südkreuz traute ich meinen Augen nicht, aber da fuhr tatsächlich ein Radfahrer über die Stadtautobahn A100, die zum frühen Feierabendverkehr auch nicht unbedingt leer war. Ich frage mich, ob der die falsche Auffahrt genommen hat oder abkürzen wollte, er fuhr auf dem Standstreifen aber trotzdem ist es schon fast lebensmüde mit dem Rad auf die Stadtautobahn zu fahren. Auf dem einen Foto sollte er ziemlich gut zu erkennen sein.
      Der Radweg durch den Hans-Baluschek-Park ist wirklich top, gut asphaltiert und sehr schön sowie auch autofrei. Am Ende geht es über eine Rampe runter zum Priesterweg. Ich bin überrascht, dass jetzt tatsächlich bei der Rampe wieder ein Schild steht, dass Radfahren verboten ist. Bei meiner letzten Tour im Berliner Süden, die ich auch hier aufgezeichnet habe, bin ich erst über diese kuriose Situation aufgeklärt worden, dass Radfahren auf einer tollen Radverbindung offiziell theoretisch verboten sei, habe das am Anfang auch nicht geglaubt, aber es ist wirklich so. Heute standen auf beiden Seiten der Rampe Schilder, die darauf hinweisen, die waren im April (als ich das letzte Mal da war) noch nicht da, keine Ahnung, wer sich diesen Unsinn einfallen lässt.
      So schön wie der Radweg durch den Baluschekpark ist, so schlimm ist das kurze darauffolgende Stück Kopfsteinpflaster, ich glaube nicht, dass das jemals ausgebessert wird. Irgendwie reihen sich am S Bhf. Priesterweg drei kuriose "Radwege", einmal der verbotene Radweg, dann das Kopfsteinpflaster und die Brückendurchfahrt am Prellerweg. Hier ist der Radweg scheinbar auf die zweite Autospur markiert worden, das heißt, dass die Autos in der Praxis auch auf dem Radweg fahren, wenn sie auf ihrer rechten Spur fahren, vermutlich dürfen sie das auch, da ihre rechte Spur ja auch markiert ist, wie auch der Radweg, wer hat sich diesen Schwachsinn einfallen lassen. In die Gegenrichtung (westwärts) hat man immerhin eine Autospur weggenommen und dafür eine sehr schöne und vorbildliche mit Pollern abgesicherte Radspur gebaut, früher war die Situation da genauso wie in meine Richtung, es wird tatsächlich noch was gemacht. Vielleicht wird ja irgendwann auch der Radweg ostwärts so gestaltet, kann man nur hoffen.
      Dann gings am Mariendorfer-Hafen-Steg weiter und über den Mariendorfer-Hafen-Weg zum alten Gasometer Mariendorf. Ein schöner Weg, wusste gar nicht, dass es mitten in Berlin so eine große Freifläche für Solaranlagen gibt. Hinterm Gasometer gings zurück auf die Straße und weiter nach Mariendorf. Durch Mariendorf wählte ich eine unbekanntere Route, so war ich zum ersten Mal im Volkspark Mariendorf, von dem ich nicht wusste, dass er überhaupt existiert. Dort gibt es einen vergleichsweise großen Teich, sehr schön. Weiter gings dann über den Koppelweg, da ich eine Alternative zur viel befahrenen Gradestraße ausprobieren wollte. Ein sehr schöner Weg durch viele Kleingärten, hab mir heute bei der Tour gedacht, dass es vermutlich in keiner anderen Großstadt so viele Kleingärten wie in Berlin gibt. Der weitere Weg war eher schlecht, Alt Britz ist zwar sehr schön, hat aber heftiges Kopfsteinpflaster, die Blaschkoallee hat ostwärts überhaupt keinen Radweg, obwohl sie stark befahren ist. Richtig schön wurde es wieder an der Ostkrone am Teltowkanal, die Fahrt mit Rückenwind war einfach super. Zurück gings dann von der Ostkrone den normalen Weg wie immer. Die Tour und vor allem die Erkundung des alten Spaßbades "Blub" war sehr schön und hat sich wirklich gelohnt, jeder der weitere Lost Places in Berlin besuchen will und das Blub noch nicht besucht hat, kann ich das nur empfehlen, auch vor dem Hintergrund, dass es möglicherweise nicht mehr lange steht, wenn es nächstes Jahr vielleicht komplett abgerissen wird.

      • 22. Juni 2020

  6. rdf231 war Fahrrad fahren.

    14. Juni 2020

    tole, Turbo und 28 anderen gefällt das.
    1. rdf231

      Heute mal die klassische Müggelrunde (rund um den Müggelsee mit Müggelbergen) etwas erweitert. Inspiriert durch zwei Touren von Turbo ( komoot.de/tour/167673195 und komoot.de/tour/184784996) musste ich heute das alte Chemiewerk in Rüdersdorf auch mal besuchen. Bis zuvor kannte ich das alte Chemiewerk noch nicht, obwohl das direkt bei mir in der Ecke liegt und ich in Rüdersdorf auch schon häufig war. So lernt man auch in seiner Gegend immer noch was neues kennen, vielen Dank an Turbo für die Inspiration dazu. Hin gings durch den Wald und über Woltersdorf, durch den Regen gestern waren heute alle Waldwege gut befahrbar, sie dürften in ein paar Tagen aber wieder komplett versandet sein. Dann bin ich in Rüdersdorf mal ein paar unbekannte Wege am Museumspark lang gefahren, man kann durch die Lärmschutzwand in den Kalksteintagebau schauen, später wird die Aussicht darauf noch besser werden. Auch der Museumspark ist bestimmt interessant, kostet aber Eintritt, ich bin daran vorbei und dann am Wasser lang einen schmalen Weg (eher Wander- als Radweg) bis zur Brücke gefahren. Über die Stufen und einen weiteren Weg kommt man dann zum alten VEB Chemiewerk Coswig Betriebsteil Rüdersdorf. Seit 1999 steht das alte Chemiewerk leer, es wurde später für verschiedene Film- und Videoproduktionen als Drehort genutzt. Mehr Infos zum alten Chemiewerk gibt's hier: ruedersdorf.de/fotos/2/101891/rüdersdorf-bei-berlin/schnappschüsse/das-ehemalige-chemiewerk-rüdersdorf . Das Gelände ist wirklich beeindruckend, ich habe bestimmt eine Stunde da verbracht und die größten und interessantesten Gebäude angeschaut, wenn man noch mehr sehen will, kann man da noch viel mehr Zeit verbringen. Spektakulär waren sowohl die riesigen Hallen mit den Graffitis, am beeindruckendsten war aber der Blick von oben, ich habe Leute oben gesehen und mir war dann klar, dass man da einfach hoch muss und es nicht einsturzgefährdet ist. Man kommt über das Treppenhaus gut hoch, der Blick von oben auf das riesige Areal ist einfach atemberaubend. Außerdem kann man die Schachtofenbatterie des alten Kalkwerks (gehört heute zum Museumspark) toll von oben mit den ganzen Schornsteinen, den Kalksteintagebau Rüdersdorf und das Zementwerk sehen, der Blick von oben war einfach das beste an dem ohnehin schon tollen Ort. Ich würde schon fast sagen, dass es mit einer der beeindruckendsten Lost Places war, den ich gesehen habe. Das sehen scheinbar auch andere Leute so, heute war richtig viel los, es waren mehrere Leute wie Radfahrer, Wanderer und auch Sprayer auf dem Gelände. Wer sich für Lost Places interessiert und noch nicht hier war, der muss hier unbedingt hin, ich war bestimmt nicht zum letzten Mal hier. Zu erreichen ist das Chemiewerk am besten von der Straße (hinter dem Paketzentrum die Treppe runter und dann über den Fußweg an der Bahnbrücke und dann den Fußweg lang. Der Zugang ist sehr einfach und ohne Kletterei verbunden, das Gelände ist für jedermann zu erreichen. Zurück bin ich dann von Rüdersdorf über Schöneiche nach Friedrichshagen. Von dort habe ich dann die klassische Müggelrunde angehangen: durch den Spreetunnel erst am Müggelsee lang, dann in die Müggelberge. Da der Müggelturm wieder offen ist, sind jetzt wenigstens auch die nervigen Schranken offen, im April, als er geschlossen war, musste man sein Rad unter der Schranke durchquetschen oder an der Seite rüberheben, was sehr umständlich war. Weiter gings die Schleife durch die Müggelberge: Kammweg zum einzigen Aussichtspunkt in den Müggelbergen mit schönem Blick auf den Müggelsee (wenn man vom Müggelturm absieht). Da es am Großen Müggelberg außer dem Gipfelkreuz nichts zu sehen gibt und ich da schon häufiger war, lasse ich den mal aus. Es geht die schönen und unbekannten, aber mindestens genau so tollen Abfahrten in die Müggelberge runter, erst nach Müggelheim runter, von da nochmal runter zum Wasserwerk Köpenick. Da ist viel weniger los als an der Müggelturm-Abfahrt/Aufstieg und es ist genauso toll, asphaltiert und ohne Autoverkehr, bei einer Müggelbergrunde lohnen sich die beiden Abfahrten auf jeden Fall. Nach einem kurzen Abstecher zum Langen See und der Feststellung, dass die Badestelle da heute nicht so verlockend war (vergleichsweise klein und voll) geht's wieder zurück zum Müggelsee. Dann weiter auf dem Müggelsee-Radweg zum Kleinen Müggelsee. Da die Badestelle dort groß ist, findet man auch an einem sonnigen Wochenende wie heute immer noch einen schönen Platz, die Stelle ist ja mein eigener Favorit unter den Müggelsee-Badestellen (Wasser ist im Kleinen Müggelsee sauberer als im Großen Müggelsee und die Badestelle ist direkt am Radweg). Nach der Abkühlung im Wasser, die wie immer am Kleinen Müggelsee sehr schön war, gings das letzte Stück über den Müggelsee-Radweg und die Triglawbrücke zurück. Das größte Highlight war natürlich heute das alte Chemiewerk Rüdersdorf, hätte nicht gedacht, dass es da wirklich so viel zu sehen gibt (unübertroffen der Blick von oben) und ich da so viel Zeit verbringe, besonderer Dank nochmal an Turbo fürs Entdecken und Erkunden des Geländes. Der Rest der Runde ist halt die klassische Müggelrunde: Müggelsee und Müggelberge geht halt einfach immer und ist immer sehr schön.

      • 14. Juni 2020

  7. rdf231 war Fahrrad fahren.

    12. Juni 2020

    04:10
    90,2 km
    21,6 km/h
    1 680 m
    1 710 m
    Pascal Hug, Torsten Wildner und 31 anderen gefällt das.
    1. rdf231

      Heute mal wieder die Runde auf der anderen Seite der Havel, die ersten 26 km bis Mariendorf auf dem halbwegs direkten Weg sind nicht mit aufgezeichnet, also waren es gesamt etwa 116 km. Nachdem direkten Weg nach Mariendorf ging es am Gasometer Mariendorf (der genauso aussieht wie der deutlich bekanntere in Schöneberg, nur etwas niedriger ist) und durch Lankwitz zum Teltowkanal. Nach dem schönen Stück am Teltowkanal ging es über Straßen nach Zehlendorf. Hier waren die Radwege, sofern man sie als solche überhaupt bezeichnen kann, sehr schlecht, so wie auf Foto 8 der "Radweg" in der Mühlenstraße zu sehen ist, verdammt eng zwischen Hecke und Straße und sehr holperig. Dieses unangenehme Stück endet aber am Bhf. Zehlendorf, von da geht's auf Nebenstraßen zur Potsdamer Chaussee und zum Autobahnkreuz Zehlendorf. Hier gibt's ein interessantes Tunnel-Brücken-System: Radfahrer fahren erst in einen Tunnel, überqueren dann die Autobahn und fahren dann nochmal durch einen Tunnel, die Tunnel unterqueren die Autobahnzufahrten von der Potsdamer Chaussee. Sehr schön gemacht, so spart man zwei Ampeln und für Radfahrer nervige Wartereien. Dann gings über Wannsee direkt übern Schäferberg zur Glienicker Brücke und weiter auf Potsdamer Seite am Jungfernsee. Leider ist die direkte Brücke am Uferweg immer noch gesperrt (war im April als ich da das letzte Mal war auch schon), wollen die sich bei der Dauer der Brückenerneuerung mit Köpenick (S.-Allende-Brücke) messen oder fehlt denen nur das Geld. Hoffentlich kriegen die das bei dieser Mini-Brücke schnell hin, der Umweg übers Kopfsteinpflaster nervt schon etwas. Nach dem sehr schönen Uferweg am Jungfernsee geht's auf die Straße. Auch hier gibt's was interessantes zu sehen. In Potsdam-Krampnitz ist mir schon mehrmals das große Kasernengelände westlich der Straße aufgefallen. Es sieht wirklich interessant aus, schaut aber auch ziemlich gut abgesichert (zumindest von der Straße was ich gesehen habe) aus, vielleicht gibt's auf einer anderen Seite Zugänge, leider hatte ich auf meinen Runden dorthin nie genug Zeit das genauer zu erkunden (dorthin hin und zurück zu fahren ist schon etwas weiter). Aber vielleicht werde ich es mir doch mal vornehmen, das Gelände da mal genauer unter die Lupe zu nehmen, es sieht schon von der Straße sehr spannend aus. Weiter geht's über die Straße durch den Wald über Sacrow nach Kladow und von da über den Radweg an der Havel nach Gatow. Eine sehr schöne Strecke, zumal heute am Wochentag nicht so viel los war. Ich fahre immer die alte Strecke des Havel-Radwegs direkt am Ufer, da es deutlich schöner ist, als die neugebaute Strecke und ebenfalls gut zu fahren. Teilweise geht der Weg da direkt am Wasser lang, sodass er bei leichteren Wellen etwas überschwemmt wird. Durch das warme Wetter wollte ich auch heute mal wieder baden gehen und habe die "Kleine Badewiese" in Gatow getestet. Auch die ist eine sehr schöne große Badestelle mit tollem Blick auf die Havel und den Grunewaldturm, das Wasser war sauber und sehr erfrischend, hat sich auf jeden Fall gelohnt. Dann wollte ich auf dieser bekannten Strecke noch etwas neues sehen: die Haveldüne. Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Düne sogar als Grube genutzt und es wurde Bausand mittels einer Lorenbahn, die runter zur Havel führte abgefahren. Dann wurde die Düne bepflanzt, sodass heute nichts mehr an eine Düne (wie etwa im Grunewald) erinnert, dennoch hat man einen schönen Ausblick über die Havel und kann den Grunewaldturm und die Radarstation Teufelsberg sehen. Auf jeden Fall ein schöner Aussichtspunkt, den ich bisher noch nicht kannte. Hinter der Scharfen Lanke bin ich dann auf die Heerstr. gefahren und dann eigentlich immer geradeaus auf der schnellsten Ost-West-Verbindung (noch schneller, wenn die rote Welle am Kaiserdamm nicht immer da wäre) einmal durch die Mitte durch. Man merkt schon, dass auch hier langsam wieder normales Leben einkehrt, ich erinnere mich noch, als ich im April die völlig leere Straße des 17. Juni entlanggefahren bin und durchs leere Brandenburger Tor fahren konnte. Den Rückweg aus der Stadt raus bin ich über die Stralauer Allee und dann entlang der Rummelsburger Bucht und durch die Wuhlheide gefahren. Neben der Grunewaldrunde, ist das natürlich eine Strecke, die man immer fahren kann. Besonders waren heute vor allem die Haveldüne und das sehr schöne Bad in der Havel in Gatow, auch die alten Kasernen in Potsdam-Krampnitz sahen von außen sehr interessant aus, da muss ich unbedingt noch mal hin und das ganze genauer erkunden.

      • 12. Juni 2020

  8. rdf231 war wandern.

    6. Juni 2020

    Kernholz, Jens Steckel und 24 anderen gefällt das.
    1. rdf231

      Nachdem ich bei schlechtem Wetter im Januar ( komoot.de/tour/111102372) schon große Teile der alten Siemensbahn erkundet habe, wollte ich nun im Sommer bei besserem Wetter den kompletten Streckenverlauf (sofern er vorhanden und begehbar ist) erkunden. Los geht's dafür auch am Startpunkt der Siemensbahn, dem Bhf. Jungfernheide, etwas westlich des Bahnhofs Jungfernheide zweigte die Siemensbahn von der Ringbahn ab. Die Siemensbahn wurde von 1927 bis 1929 von der Firma Siemens gebaut, damit die Arbeiter mit den Zügen die neu entstandenen Werke in Siemensstadt besser erreichen. 17.000 Arbeiter nutzten dann täglich die neue S-Bahn für den Weg zur Arbeit, sie verkehrte im 5-Minuten-Takt. Nachdem die Strecke im 2. Weltkrieg beschädigt wurde, wurde der Betrieb im Jahr 1956 wieder aufgenommen. Da jedoch Siemens seinen Hauptsitz nach München verlegte, wurde die Strecke dann kaum noch genutzt. Die Strecke wurde 1980 eingestellt und seitdem verfällt sie mehr und mehr. Zunächst gings vom Bhf. Jungfernheide an der Spree lang bis zum Beginn der Siemensbahn unter der Rudolf-Wissell-Brücke. Dort bin ich nun auf dem alten Bahndamm bis zur Spree gegangen. Interessant ist sonst auch der Tunnel unter der alten Siemensbahn durch, den habe ich mit dem Rad schonmal befahren, er ist schmal und düster, es macht Spaß durchzufahren. Heute war ich aber auf dem Bahndamm unterwegs, der hört an der Spree auf, die Brücke über die Spree fehlt, man sieht nur noch einen Brückenrest drüben über einen Seitenarm der Spree. Daher musste ich außenrum, zuerst auf dem sehr schönen Knüppeldamm an der Spree zur Rohrdammbrücke und dann durch Siemensstadt zum Popitzweg. Dabei gings unter der Siemensbahn und am alten Bhf. Wernerwerk vorbei, der einige Buchstaben verloren hat (siehe Fotos). Am Popitzweg gibt's einen guten Aufgang auf den Bahndamm. Ich wollte auch die Hochbahn und den Bhf. Wernerwerk erkunden und bis zum Brückenrest auf der Hochbahn laufen. Dafür muss man unter einem Tor durchkriechen (allzu korpulent sollte man dafür nicht sein). Dafür ist die Hochbahntrasse und der alte Bhf. Wernerwerk (der Bahnsteig oben) wirklich spannend. Man kommt bis zum Beginn der alten Spreebrücke (bis zur Brücke über den Seitenarm). Die Brücke selbst sollte man nicht betreten, hier besteht Gefahr daneben zu treten und ins Wasser zu fallen. Von der Brücke muss man wieder zurück zum Tor und wieder durchkriechen. Dann geht's weiter auf dem Damm-Abschnitt der Siemensbahn zum Bhf. Siemensstadt, auch dieser Bahnhof ist sehr spannend mit altem Warteraum, Werbeschildern, Bahnhofsuhr-Halterungen und Gleisnummerierung. Auf diesem Teil der Strecke liegen noch Gleise mit Stromschienen der S-Bahn. Die Gleise sind mal mehr und mal weniger zugewachsen. Dann habe ich mir noch das alte Stellwerk vor Gartenfeld angesehen. Ich bin hochgegangen, die Treppe scheint noch stabil. Oben sollte man jedoch nur im Treppenbereich bleiben und nicht in den Raum gehen, der scheint tatsächlich nicht unbedingt so stabil zu sein, ich würde es nicht probieren wollen. Das letzte Stück vor dem Bhf. Gartenfeld ist das am meisten zugewachsene, aber man kommt gut durch. Auch der Bhf. Gartenfeld ist interessant, aber die Hochbahnhöfe Wernerwerk und Siemensstadt waren wegen der Lage trotzdem etwas spannender. Am Bhf. Gartenfeld kann man dafür sehr gut über einen eingetretenen Zaun steigen und die Siemensbahn wieder verlassen. Die Siemensbahn lohnt auf jeden Fall eine Begehung, die Hochbahn südlich des Popitzwegs ist nur mit Kriecheinlage zu bewältigen, der Rest ist für jeden zu Fuß gut machbar. Offiziell ist eine Begehung wahrscheinlich nicht so gern gesehen, aber wenn man immer aufpasst, wo man hin tritt, kann einem auf der gesamten Strecke eigentlich nichts passieren. Es gibt ja auch Pläne für eine Reaktivierung der Siemensbahn mit Verlängerung ins Neubaugebiet Wasserstadt-Spandau. Auch wenn das bestimmt noch lange dauern wird, sollte man die alte Strecke in ihrem jetzigen Zustand mal gesehen haben. Infos und weitere Bilder zur Siemensbahn gibt's hier: stillgelegte-s-bahn.de/siemensbahn/siemensbahn.htm . Von der Siemensbahn wollte ich nun nach Spandau, diesmal aber eher ins nördliche Spandau. Leider war der Uferweg an der Havel auf der Ostseite, den ich noch nicht kannte, teilweise gesperrt. Dort wird auch ein großes Neubaugebiet direkt am Wasser gebaut, für die ist dann irgendwann auch mal die Siemensbahn-Verlängerung. Weiter über die Spandauer-See-Brücke an der Havelspitze vorbei zum Spandauer-Nordhafen. Hier lagen drei schrottige Boote im Wasser, ich weiß nicht ob die noch fahren. Teilweise in Schräglage, Löcher im Boot, innen total zugerümpelt, ich würde da nicht einsteigen. Habe rausgekriegt, dass es Schrottboote sind, die die Polizei scheinbar nicht entfernen kann oder will, mehr Infos dazu hier: leute.tagesspiegel.de/spandau/macher/2020/03/03/113731/schrottboote-in-der-havel-schon-30-anzeigen-der-polizei . Die ganzen Neubauten im Norden Spandaus sind wenig spannend, aber der Blick auf die Havel ist immer sehr schön. Weiter ging es dann immer nach Norden an der Havel lang. Südlich der Autofähre gibt's noch einen zweiten Fähranleger, scheinbar nur für Fußgänger, wusste ich noch gar nicht. Hab aber auch keine Ahnung, ob die Fähre da noch fährt. Das letzte Stück bin ich schon oft mit dem Rad gefahren, es ist auch zu Fuß sehr schön, schöne Brücken wie Aalemannkanalsteg oder Oberhavelsteg und der Weg geht bis zur Bürgerablage immer am Wasser lang. An der Bürgerablage (bei wärmerem Wetter bestimmt auch toll zum baden), habe ich mir noch den alten Grenzstreifen angesehen, die Lichtung im Wald kann man noch gut erkennen. Dann gings von da mit dem Bus wieder zurück. Gerade die Siemensbahn-Begehung hat sich natürlich wirklich gelohnt, der Rest des Weges an der Havel lang durch den Spandauer Norden war aber auch schön.

      • 6. Juni 2020

  9. David, Torsten Wildner und 21 anderen gefällt das.
    1. rdf231

      Heute mal wieder ein paar Erkundungen in der Nähe. Der Wald zwischen Gosen und Müggelheim der nördlich durch den Gosener Damm, südlich und östlich durch den Seddinsee und westlich durch die Große Krampe begrenzt wird, ist durchaus eine große und im Vergleich zu anderen Waldgebieten in der Nähe (z.B. den Müggelbergen) eher unbekannte Fläche. Trotzdem und gerade deswegen sehr schön da, es gibt sehr viel zu sehen dort. Hin bin ich bis Müggelheim und von dort über die asphaltierte Waldstraße Richtung Seddinsee. Nach einem kurzen Schlenker zum Seddinsee geht es zur Seddingrube. Seit etwa 1900 gab es dort eine Kiesgrube, hier wurde der Kies für die Häuser in Berlin abgebaut. Bis in die 50er Jahre wurde hier Kies abgebaut. Dann entstand in der Grube ein Schießplatz, dieser wird zumindest laut dem Hinweis auch heute noch genutzt, die Grube ist im südlichen Teil umzäunt, in den nördlichen Teil kommt man runter, ist auf der Karte auch gekennzeichnet. Richtig bekannt wurde die Seddingrube vor ein paar Jahren. Im Jahr 1991 wurde das Lenin-Denkmal am heutigen Platz der Vereinten Nationen in Friedrichshain abgebaut und wurde dann hier in der Seddingrube verbuddelt. Im Jahr 2015 wurde allein der 3,5 Tonnen (!) schwere Kopf wieder ausgebuddelt und zur Zitadelle Spandau transportiert, weil er dort auf einer Ausstellung über Berliner Denkmäler ausgestellt wird. Ein Bild vom Kopf und Infos dazu: morgenpost.de/berlin/article205527123/Lenin-wird-wieder-ausgegraben.html . Der Rest der riesigen Statue ist noch heute in der Grube verbuddelt. Direkt östlich der Grube kommt der nächste spannende Ort: der ehem. Agrarflugplatz in den Seddinbergen. Von 1977 bis 1982 wurde der Wald mittels Flugzeugen gedüngt, da er durch falsche Bewirtschaftung sehr in Mitleidenschaft gezogen wurde. Die Infos habe ich vom entsprechenden Wander-Highlight: komoot.de/highlight/388139 . Heute sieht man eine Wiese im Wald und kann sich die Graslande- und Startbahn noch gut vorstellen. Weiter gings dann nördlich an der Sandgrube vorbei zur Großen Krampe. Dort gibt es einen alten Fährsteg mitten im Wald. Denn früher fuhr die Fähre F21 von Schmöckwitz auch hierher, heute fährt sie nur noch bis Krampenburg. Heute beanspruchten zwei Hausboote den Steg für sich, die scheinen hier wohl für immer zu stehen, auch wenn es kein Privatsteg ist. Sie haben extra darauf hingewiesen, dass kein Fährbetrieb herrscht. Dann bin ich weiter entlang der Großen Krampe und dem Seddinsee. Besonders schön ist die Landspitze "Windecke" zwischen Große Krampe und Seddinsee mit schönem Blick, es gibt auch noch viele andere schöne Stellen am Wasser. Weiter zur Kleinen Krampe und am Windwall lang. Die Kleine Krampe war mal länger und machte den Windwall zu einer Insel, nach dem 2. Weltkrieg wurde sie mit Trümmern zugeschüttet und es blieb nur die kleine Bucht. Heute sieht man nur die Wiese, wo die Trümmer aufgeschüttet wurden. Auch interessant war der sogenannte "Komahafen", hier wurde der in der Seddingrube abgebaute Kies auf Schiffe aufgeladen und nach Berlin transportiert, den Hafen sieht man noch gut. Der Uferweg am Seddinsee und an der Krampe ist teilweise schwer zu fahren (Sand, Wurzeln, Baumhindernis), aber dafür auch sehr schön, immer am Wasser entlang. Infos zur Kleinen Krampe, zum Komahafen und zum Seddinberg mit Flugplatz gibt's auch hier: mueggelheimer-bote.de/17/04/vergessenes-relikt-der-komahafen.html . Weiter dann auf die andere Seite des Seddinsees nach Gosen und am Ufer des Sees zur Mündung des Oder-Spree-Kanals. Am Oder-Spree-Kanal musste ich dann wieder zurück zur Fußgängerbrücke und dann auf der Südseite des Kanals nach Schmöckwitz. Da ich sonst immer von Gosen nach Schmöckwitz über die Straßen fahre, bin ich heute mal den schönen Weg am Wasser lang. Ab Schmöckwitz gings dann entlang des Langen Sees zur Bammelecke. Dort war ich gleich nochmal baden (weils gestern so schön war). Auch hier noch schön kühles, sauberes Wasser, auch die Bammelecke ist eine sehr schöne Badestelle. Zurück gings dann über Grünau, Köpenick und durch den Spreetunnel. Gerade der Wald am Seddinsee war sehr schön und hat viele Überraschungen geboten, wer es nicht so voll haben will wie am Müggelsee, sollte auf jeden Fall dorthin, auch wenn der Weg manchmal etwas beschwerlich ist. Auch zum baden eignen sich die vielen Stellen am Seddinsee und an der Krampe bestimmt sehr gut.

      • 3. Juni 2020

  10. rdf231 war Fahrrad fahren.

    2. Juni 2020

    Daragia, David und 19 anderen gefällt das.
    1. rdf231

      Nachdem in Schöneweide was zu erledigen hatte und auf dem direkten Weg dorthin gefahren bin, habe ich diese Runde noch angehangen. Zum einen wollte ich mir die Wuhlheide abseits des bekannten Radweges (Eichgestell) mal genauer ansehen und dort ein paar interessante Dinge erkunden, zum anderen hatte ich durch das warme Wetter auch das Ziel noch Baden zu gehen, hier um Köpenick rum hat man ja zum Glück sehr viele Seen mit schönen Badestellen dafür zur Auswahl. Auf dem Hinweg nach Schönweide gings über den sehr schönen Kaisersteg, der eine reine Fahrrad- und Fußgängerbrücke ist. Dort habe ich ein Boot der Wasserschutzpolizei gesehen, die Polizisten auf dem Boot haben vermutlich einen ruhigeren Job als ihre Kollegen an Land. Zurück ging es über die jüngste Spreebrücke Berlins, die Minna-Todenhagen-Brücke (Ende 2017 eröffnet), vermutlich auch die höchste Spreebrücke Berlins, Blick ist toll und die Abfahrt macht Spaß. Weiter dann übern Hegemeisterweg zur Treskowallee. Dort ist eine von vielen Dauerbaustellen in Berlin, die Straße wird schon seit gefühlt Ewigkeiten erneuert, Autos dürfen da immer im Stau rumstehen. Auch mit dem Rad ist die Verkehrsführung manchmal ziemlich komisch und uneinsichtig, aber egal. Dann habe ich das erste Mal die Trabrennbahn Karlshorst gesehen, es gibt nördlich der Rennbahn einen sehr schönen Park und einen schmalen Weg auf einem Damm, wo man auf die Rennbahn schauen kann. Heute war sogar etwas Betrieb auf der Rennbahn, hätte ich nicht erwartet. Auf dem nördlichen Teil des Geländes ist der Park und auch ein neues Wohngebiet entstanden. Weiter bin ich dann zur alten Bahnbrücke der "Karlshorst-Wuhlheider-Verbindungskurve". Diese wurde von Hitlers Generalbauinspektor Albert Speer geplant. Die Verbindungskurve sollte die vom Ostkreuz kommende Ost-West-Strecke mit dem Güteraußenring nach Norden verbinden, der Bahndamm wurde aufgeschüttet und es wurden Brücken gebaut, in Betrieb genommen wurde er jedoch nie. Später hat die DDR weiter nördlich eine neue Verbindungskurve angelegt. Unter dem Damm sind einmal auch zwei Tunnel, die für eine Straße gedacht waren, heute sind sie mitten im Wald. Der Bahndamm verläuft durchaus in einer Höhe, so kann man für Berliner Verhältnisse schon von einem Kammweg reden. Teilweise ist der Bahndamm etwas sandig, aber gut zu befahren, die Fahrt über Wuhlheide ist sehr schön und auf jeden Fall zu empfehlen. Der Bahndamm endet am alten Brückenkopf, es gibt jeweils Brückenköpfe über die Strecke nach Schönefeld und über die S3-Strecke nach Köpenick. Nun weiß ich endlich, wozu die Brückenköpfe gehören, hatte mich das beim regelmäßigen Vorbeifahren mit der S3 schon immer gefragt. Mehr Infos zum alten Bahndamm: flanieren-in-berlin.de/bezirke/treptowkoepenick/keine-schienen-auf-dem-bahndamm.html . Die zweite Ruine die es in der Wuhlheide gibt ist die alte Bahnbrücke der Parkeisenbahn. Die Parkeisenbahn verkehrt ja nun (normalerweise) im Sommer noch, aber eine Strecke wurde irgendwann (wann konnte ich nicht rausfinden) stillgelegt. Diese Strecke enthält den Bahnhof Betriebsbahnhof und direkt nördlich davon eine Brücke. Sowohl den alten Bahnhof, als auch die alte Brücke kann man heute noch sehen. Die alte Brücke mitten im Wald ist sehr viel interessanter, sie ist ohne Schienen, aber man kann sie noch gut überqueren, nur die Plattform auf der rechten Seite hat schon morsche Hölzer, die sollte man nicht betreten. Sonst scheint die Brücke noch stabil zu sein, es gibt keinerlei Absperrungen. Allerdings sieht man, dass nördlich der Brücke einige neue Schwellen verlegt wurden, die alten Gleise wurden schon entfernt. Es scheint so, als ob diese Strecke reaktiviert wird, wer sich die alte Brücke noch anschauen will, sollte vielleicht schnell sein, möglicherweise fahren da nächstes Jahr schon wieder Züge rüber. Sowohl der alte Bahndamm, als auch die alte Brücke waren sehr interessant. Weiter ging es dann aus der Wuhlheide nach Köpenick über die Wilhelm-Spindler-Brücke (glaube ich sogar die zweitjüngste (Spree-)Brücke Berlins) und dann am Ufer der Spree entlang. Dann ging es direkt über den Müggelheimer Damm bis Rübezahl und von da den Müggelsee-Radweg zur Badestelle am Kleinen Müggelsee. Zum Baden bietet der Kleine Müggelsee meiner Meinung nach viele Vorteile gegenüber dem Großen Müggelsee. Die Badestelle hier ist sehr schön und direkt am Radweg. Außerdem ist das Wasser im Kleinen Müggelsee immer sauberer und klarer als im Großen Müggelsee. Und der See wird viel schneller tief als der Große Müggelsee, wo man immer ewig ins Wasser latschen muss, um schwimmen zu können. Durch diese Gründe eignet sich der Kleine Müggelsee deutlich besser zum baden als der Große Müggelsee. Heute war das Wasser sehr sauber und erfrischend, am Anfang durchaus kalt, aber man gewöhnt sich dran, bei den warmen Temperaturen einfach die beste Abkühlung die es gibt. Zurück gings dann über die Triglawbrücke nach Rahnsdorf. Gerade die Erkundungen hinter der Trabrennbahn Karlshorst und in der Wuhlheide haben wirklich Spaß gemacht, auch direkt in der Nähe gibt's immer noch was neues zu entdecken, aber auch das Baden war natürlich toll und hat sich echt gelohnt.

      • 2. Juni 2020