StadtLandFuss
 

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Über StadtLandFuss

Ich bin Andrea, wohne in Berlin und packe, so oft wie möglich, meinen Rucksack und fahre mit Bus und Bahn zum Wandern nach Brandenburg.
In Berlin gehe ich spazieren, gerne auf dem Tempelhofer Feld, am Wasser oder ich wandere kleine Touren, manchmal auch ohne Plan.

Distanz

1 521 km

Zeit in Bewegung

310:52 Std

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  1. StadtLandFuss war wandern.

    4. September 2021

    05:17
    20,7 km
    3,9 km/h
    70 m
    60 m
    √αcqu¡ ®™🌲🦣🌏, Jürgen und 25 anderen gefällt das.
    1. StadtLandFuss

      Auf dieser Tour im Landkreis Oder-Spree reihte sich eine Sehenswürdigkeit an die andere, eine Art Brandenburg Sightseeing-Tour, nur eben nicht mit dem 100er Bus wie in Berlin, sondern zu Fuß. Meine Wanderung startete in Lindenberg. Ein kleiner Ort, der mich mit seinen Besonderheiten wirklich begeisterte.
      Wenn man den Bahnhof verlässt und einen Kilometer südlich geht, am großen Edeka und noch größerem Fußballplatz vorbei, gelangt man zum Gutspark Lindenberg. Der Park, hier wieder passend zur Ortsgröße, wirkt sehr romantisch mit seinem Teich, den Brücken, einem Pavillon, und einer kleinen Anhöhe, auf der man dann Schloss Lindenberg erreicht.
      In den Farben gelb und rosa. Normalerweise kein Garant für ein harmonisches Farbmiteinander.
      Bei alten Schlössern scheint es allerdings eine ganz eigene Farblehre zu geben, der morbiden Schönheit schadet sie nicht.
      Spätestens an dieser Stelle hatte ich das Gefühl, Oder-Spree, warum war ich nicht eher hier, du Wunderkammer Brandenburgs?
      Und dabei entdeckte ich erst einen Augenblick später die schöne Kirche direkt neben dem Schloss. Wie bei dem Spiel „Ich packe meinen Koffer“, nur dass ich nicht einpacke, sondern, dass es heißen muss: Ich wandere und komme vorbei an x, daneben befindet sich y und so weiter.
      Das neue Daneben an dieser Stelle ist eine Winterlinde, auf dem Friedhof der Kirche.
      Wenn ich eine Wanderung plane, informiere ich mich meistens vorher, ob es auf der Strecke besondere Bäume gibt. Für Lindenberg wurde mir weder bei Fröhlich noch im Baumarchiv etwas angezeigt. Merkwürdig.
      Diese Linde hat es wirklich verdient, genannt zu werden. Sie ist groß, gesund und besteht aus zwei Teilen, die zusammen ein Ganzes geben, eine üppige Baumkrone. Ich hoffe, man kann es auf meinen Fotos erkennen. Durch diesen Baum kann man durchgehen! Nachdem ich ihn nicht nur ein paar Mal durchschritten hatte, sondern auch umkreist (denke dann immer an Odie von Garfield), entdeckte ich das nächste Daneben: den Eingang zur Kirche, ein Glockenhäuschen (vielleicht heißt so ein Gebäude anders?) , in dem eine Leiter nach oben führt.
      Etwas weiter auf der Strasse (neben) steht noch ein restaurierter Landarbeiterkaten. Damit war die Daneben-Reihe erstmal beendet und weiter ging es durch das Dorf, Richtung Herzberg.
      Vorbei kam ich an einem Hofflohmarkt. In einer Straße bot scheinbar jedes Haus sein Zuviel an und ich hatte den Eindruck, wirklich alle Einwohner waren da. Was nicht stimmen kann, denn das dachte ich kurz vorher schon beim Anblick der Spieler auf dem Fußballfeld.
      Für den Tag war Sonne angekündigt, in wirklich war es bis auf ein paar lichte Momente bewölkt. In Lindenberg hat man die Möglichkeit der Sache auf den Grund, und evtl. je nach Stimmung, sich zu beschweren, denn dort wird das Wetter gemacht ;-) (wie im Kate Bush Video „Cloudbusting“) und erforscht. Allerdings ist der Eingang samstags nicht besetzt. Das Wetter-Museum an anderer Stelle habe ich leider zeitlich nicht geschafft. Im nahe gelegenen Herzberg findet sich dann das Hauptziel meines Ausflugs: die imposante Kirche mit 9 Schachbrettsteinen. Überhaupt ist der Ort mit seinen alten Bauern- und Feldsteinhäusern einen Besuch wert.
      Auf anderen Wanderungen war mir aufgefallen, dass der Samstag auf dem Dorf häufig zur Grabpflege genutzt wird und so nicht der beste Tage für einen Besuch ist.
      So harkten und gossen auch dort einige Bewohner auf dem Friedhof die Gräber, während ich die Kirche umkreiste. Ein komisches Gefühl!
      Die Schachbrettsteine findet man in der Regel an Kirchen aus dem 13. Jahrhundert. Die Herzberger Kirche wurde im Jahr 1882/1883 wieder erbaut. Wie kann das sein?
      Beim Bau wurde das vorhandene Material der alten Kirche mit verbaut.
      Zwei der Steine konnte ich erst nicht finden. Die Lage der Steine war angegeben mit versteckt neben dem Abflussrohr. Erst mithilfe einer Bewohnerin stellte sich heraus, dass das Abflussrohr sich in der Höhe befand.
      So waren wir dann zu zweit damit beschäftigt, immer wieder zu zählen, ob wir wirklich alle 9 Steine ausfindig gemacht hatten.
      In Herzberg findet man auch einen über 200-Jahre alten Landgasthof, der täglich geöffnet hat. Gerade als ich in die Straße zum Kuchenglück einbog, überholte mich ein Bus, aus dem kurz später ca. 30 Menschen in der Farbe Beige zielstrebig in MEIN Kalorienziel eintraten. Das Schild geschlossene Gesellschaft zerstörte dann komplett meinen Einkehrtraum. Ich komme wieder. So nicht. Pfft!
      Auf dem Weg zum Herzberger See führt die Tour über einen Asphaltweg, der komplett umzäunt ist. Der Pfad am See ist abgesperrt mit dem Hinweis, dass nur Befugte Zutritt haben. Also bin ich weiter, habe aber kurz mal geschaut, was einen so erwarten könnte ;-) Ein ganz wunderbarer Pfad schlängelt sich am Wasser durchs Grün. Also auch auf die Später-Liste zum Gasthof Kurz hinter Glienicke, dem nächsten Dorf auf der Strecke, steht ein besonderes Bauwerk: ein Viadukt, auf dem die Bahn fährt. Ohne das Komoot-Highlight von HzP I. hätte ich das Viadukt niemals gefunden. Selbst auf dem Weg dahin hatte ich noch Zweifel, richtig zu sein
      Ein toller Anblick, allerdings mit nassen Füßen wegen der Feuchtwiese davor.
      Ab dort ändert sich die Wanderung. Jetzt ist die Natur wieder Hauptdarstellerin. Auf Feld- und Waldwegen geht es zum idyllischen Lindenberger See, bevor man zum Start- und Zielbahnhof Lindenberg zurückkehrt.
      Vor dem immer noch halb Lindenberg Fußball spielt.
      Links zur Tour: Schachbrettsteine Kirche Herzberg:
      schachbrettsteine.de/index.php?mid=3&land=1&wahl=1&markierung=3&markierungland=1
      Linde Kirche Lindenberg:
      monumentaltrees.com/de/deu/brandenburg/oderspree/9785_friedhof/19242
      Gutspark Lindenberg:
      seenland-oderspree.de/Media/Attraktionen/Gutspark-Lindenberg
      DWD Lindenberg
      dwd.de/DE/forschung/atmosphaerenbeob/lindenbergersaeule/mol/mol_node.html
      Landgasthof Simke in Herzberg
      gasthof-simke.de/index.php

      • 5. September 2021

  2. StadtLandFuss war wandern.

    2. September 2021

    Sabine B, Sven und 25 anderen gefällt das.
    1. StadtLandFuss

      Die Wanderung durch die unterschiedlichen und abwechslungsreichen Landschaften der Uckermark war ganz wunderbar zu gehen.
      Der erste Teil der Strecke von Templin aus gehört zum Märkischen Landweg und der Uckermärkischen Landrunde, der zweite Teil enthält Wanderwege, die im Flyer von Nationale Naturlandschaften beschrieben werden (gelbes Kreuz) und einer Tourvorlage von Frank Meyer, also einem Märkischen Meyer-Wanderweg ;-)
      In Templin geht es vom Bahnhof zum historischen Stadtkern. Templin wird auf 1735 Meter von einer Mauer aus dem Mittelalter umgeben. An jeder Ecke gibt es etwas zu entdecken und das Stadtbild ist hübsch. Nicht wie die kleine Schwester von irgendwem, sondern wirklich.Soweit zu den harten Fakten Templins.
      Jetzt zum gemütlichen Teil:
      Die Stadt punktet mit der Bäckerei Höhn mit eigener Backstube und am Tisch (einer) vor der Tür gibt es einen guten Grund für die erste Pause nach gefühlt einem Kilometer.
      Die weitere Route führt über schöne Wege an Seen vorbei und durch Waldgebiete, in denen es so leise war, dass ich das Essen einer Mohrrübe auf später verschob. In der Kleinen Schorfheide angekommen, änderte sich das Landschaftsbild. Weite Heideflächen, locker durchsetzt von Kiefern.
      Überwältigend der Anblick der blühenden Heide rund um die Papenwiese.
      Ein tolles bleibendes Bild!
      Nach dem Verlassen der Heideweite folgen Wege und Pfade durch lichten Wald. Hinter der Schleuse Schorfheide ergeben sich schöne Aussichten auf die Havel, auf der kleinen Boote fahren. Die Bänke und Rastmöglichkeiten stehen genau an den richtigen Stellen
      Kurz bevor es dann zum Zielbahnhof Hammelspring geht, habe ich mich noch ein bisschen im Wald verlaufen, dann aber den Weg wiedergefunden. So dass ich jetzt von dieser Wanderung berichten kann und sie wirklich weiterempfehlen kann.
      Anfahrt: Ostkreuz Bhf nach Templin 1:32 Std, Takt: stündlich
      Abfahrt: Hammelspring Bhf nach Ostkreuz 1:21 Std, Takt: stündlich
      Link
      Kleine Schorfheide
      stiftung-nlb.de/downloads/docs/Wanderwege/Faltblatt_Tangersdorf_Kleine_Schorfheide.pdf
      Wanderkarte Papier: Verlag Dr. Barthel Schöne Heimat: Templin, Zehdenick, Fürstenberg, Lychen und Umgebung

      • 2. September 2021

  3. Beate Willms, Jürgen und 26 anderen gefällt das.
    1. StadtLandFuss

      Auf der Suche nach Schachbrettsteinen, von alten Wegen und Zeiten, Karotten und einem kleinen Naturschutzgebiet mit viel Weite (Landkreis Oder-Spree) Eine Wanderung, die in Fürstenwalde mit einem Stadtrundgang startet, auf dem asphaltierten Radweg an der Spree verläuft, anschließend über einen schönen Waldpfad am Trebuser See führt und dann Richtung Neuendorf im Sande über Feldwege mit alten Eichen geht, bis man ebenda landet und von dort durch das NSG Beerenbusch nach Berkenbück durch weite Wiesenlandschaften am Bahnhof Berkenbrück in den Zug steigt, der alle 60 Minuten Richtung Berlin fährt.
      Soweit die Kurzfassung. Dazwischen liegen 30 km voller unterschiedlicher Landschaften und Eindrücke.
      Besonders gut gefallen haben mir der Pfad am Trebuser See und die Wege nach Neuendorf im Sande und von dort Richtung Berkenbrück.. Die heimlichen Stars dieser Wanderung sind nicht auf der Karte zu sehen: die Menschen, die mir begegneten. Und ganz besonders der Herr X, dessen Namen ich nicht weiß und der mir auf dem Weg zum Storchennest zurief: "Na, jetzt haben sie sich aber verlaufen. Wo wollen´se denn hin?“, und mir dann so viel Interessantes erzählte und zum Abschluss noch Karotten ausbuddelte, die ich unbedingt gleich kosten musste. Sand in Andrea in Neuendorf im Sande.Anfahrt: Ostkreuz Bhf nach Fürstenwalde 0:29 Std, Takt: alle 30 Minuten
      Abfahrt: Berkenbrück Bhf nach Ostkreuz 0:35 Std, Takt: stündlich
      Links:
      IFA Freunde Trebus:
      ifa-freunde-trebus.jimdofree.com
      Kreativort Neuendorf im Sande:
      kreativorte-brandenburg.de/neuendorf-im-sande
      Gutshof Neuendorf im Sande Geschichte
      tagesspiegel.de/berlin/hachschara-lager-in-neuendorf-im-sande-ein-gedenkort-der-an-erfuellte-und-zerstobene-traeume-erinnert/25043076.html
      Grille von Harald Müller (hier gibt es weitere interessante Arbeiten zu entdecken)
      herrmueller.eu
      Wanderkarte Papier: Verlag Dr. Barthel Schöne Heimat - Naturpark Märkische Schweiz -
      ISBN 978-3-89591-211-5
      Erwähnte ich schon, dass ich das Wandern sehr mag?

      • 22. August 2021

  4. JTH, Sven und 30 anderen gefällt das.
    1. StadtLandFuss

      Eine Wanderung auf Feldwegen im Löwenberger Land.
      Sehr schön ist der Weg am Wutzsee (der mir allerdings auf der anderen Seite noch etwas besser gefiel), die Feldwege, Glambeck mit einigen sehenswerten Häusern. Interessant waren dort die Schautafeln zum Friedhof der Vergessenen.
      Buberow, die Buckowseerinne unter den Dörfern, wirkte auf mich so schön und friedlich wie bei meinem ersten Besuch.
      Der Ort gehört zu den Dörfern mit erhaltenen historischen Dorfkernen, die gefördert werden.
      historische-dorfkerne-brandenburg.de/texte/seite.php?id=139454
      Ich habe ich mir vorgenommen, alle Dörfer auf dieser Liste zu erwandern.
      Zum Schluss der Tour ging ich ca. 1,5 km auf der Straße, obwohl es einen empfehlenswerten Weg Richtung Bergsdorf gibt, der mir aber gestern zu lang war.
      Mit dieser Wanderung habe ich die 1.000 Kilometer in 2021 überschritten.
      Niemals hätte ich vor zwei Jahren geglaubt, dass ich so viel gehen kann.
      Weitere Infos:
      Linde in Buberow:
      baumkunde.de/baumregister/6056-linde_in_buberow
      Bäcker in Lindow:
      Mühlenbäckerei Rabeneck, Straße des Friedens 52, gebacken wird in der Klosterheider Kramnitzmühle, die es seit 1550 gibt.
      Friedhof der Vergessenen Glambeck:
      b-a-b.de/portfolio/friedhof-der-vergessenen-mittelalterliche-bestattungen-in-glambeck-lkr-oberhavel

      • 15. August 2021

  5. StadtLandFuss war wandern.

    7. August 2021

    Burkhard, Frank Meyer und 23 anderen gefällt das.
    1. StadtLandFuss

      Kleiner Fotogang

      • 7. August 2021

  6. StadtLandFuss war wandern.

    6. August 2021

    1. StadtLandFuss

      Die Wanderung Golzow - NSG Buckowseerinne - Buckowsee habe ich bei Frank entdeckt:
      komoot.de/tour/363285776
      komoot.de/tour/359154763
      Vielen Dank!
      Das Naturschutzgebiet zwischen Blütenberg und Buckow ist sensationell schön, hier stimmt einfach alles.
      In Golzow hat mir besonders die Kirche gefallen - ein offenes Haus, für Vögel, für Fremde. Ein Fotowettbewerb hängt an den Wänden, jeder Besucher darf seinem Lieblingsbild eine Stimme geben.
      Winterlinde vor der Kirche: baumkunde.de/baumregister/4874-linde_in_golzow
      Sehr schön ist auch der Buckowsee mit dem Pfad direkt am Ufer. Alles nach dem Verlassen des Sees konnte das hohe Niveau dieser Wanderung nicht mehr halten. Die Fischteiche waren umsäumt von Anglern, vorweg ein Ferienhaussiedlung.
      Ein Highlight war allerdings noch die Schildkröte, die vor mir ins Wasser glitt.
      Die von Frank gewählte Variante über Klandorf passt sicher besser zur Wanderung. Ich werde wahrscheinlich nochmal den Rückweg über Britz ausprobieren.
      Das nur kurz. Müde.

      • 6. August 2021

  7. Bonnie24, SallySewing und 30 anderen gefällt das.
    1. StadtLandFuss

      Havelglück, Schwalbenschwänze und vielleicht die kleinste Kirche DeutschlandsDas war heute ein ganz außergewöhnlicher Wandertag an der Havel.
      Dabei fing er nicht so gut an. Der Bus zum Bahnhof hatte 17 Minuten Verspätung, die Umsteigezeit betrug 10 Minuten und als ob der Busfahrer wusste, was auf dem Spiel stand, hat er ein paar Minuten wieder durch Beschleunigung und abruptem Bremsen reingeholt. Wach war ich, nachdem ich meinen Rucksack im Gang aufsammelte und den Mitfahrer 3 Reihen vorher bat, mir meine Wasserflaschen, die es bis zu seinen Füßen geschafft hatten, zu geben.
      Zur Wanderung:
      Die Wanderung beginnt in Pritzerbe. Der Ort überzeugt mit einem historischen Stadtkern, einen Tante Emma Laden, der auch Brötchen verkauft und der Fähre, die nach Klützkow übersetzt. Die Fahrt, die ca. 5 Min dauert, kostet 0,60 Euro und man hat einen wunderschönen Blick über die Havel. Neben der Fähre schwamm ein braunes biberähnliches Tier. Da es seine Zähne nicht übers Wasser hielt ;-) habe ich den Fährmann gefragt, wer uns begleitet: ein Nutria.
      Auf der anderen Seite angekommen, wollte ich direkt an der Havel bis zum Künstlerdorf Bahnitz gehen, war mir aber nicht sicher, ob es den Weg überhaupt gibt. Es gab ihn und ab hier hatte ich das Gefühl, das Glück heute komplett auf meiner Seite zu haben. Der Deichweg war wie aus dem Bilderbuch. Weite, Havel, Dutzende Gänse, die aufflogen, Blumen und Gräser. Bei Bahnitz gibt es eine sehr interessante Kahnschleuse und man kommt oft direkt an den Fluß.Der Rückweg zur Schleuse Pritzerbe führt über einen Betonplattenweg, zum Glück den Großteil im Schatten. In Pritzerbe kann man sehr gut einkehren, direkt an der Havel laden Imbiss, ein Eiscafé und ein asiatisches Restaurant zur Wanderpause ein. Der zweite Teil der Wanderung führte mich nach Fohrde, ein Ort, der sich etwas zieht, bevor es dann nach Hohenferchesar ging. Das ganze Gebiet gehört zum NSG Untere Havel.Mein Ziel war der Gallberg, ein Kiefernwald auf einer Anhöhe, in dem Urnengräberfelder entdeckt wurden.
      Als ich oben ankam, war meine Entdeckung allerdings eine ganz andere:
      Auf dem Hügel flogen drei Schwalbenschwänze, einer der schönsten Schmetterlinge mit einer Spannweite von bis zu 7,5 cm. In der zweiten Generation, sie waren gelb statt weiß. Zur Hochzeit treffen sie sich auf erhöhten Stellen, dass es sich dabei auch um Lichtungen im Kiefernwald handeln darf, war mir neu. Einer der Schmetterlinge bewegte sich auf mich zu und wieder weg. So stand ich 5-10 Minuten alleine im Wald und dirigierte einen Schmetterling. Aufgrund seiner Größe fliegt dieser Tagfalter sehr langsam und lässt sich gut beobachten.
      Bevor er nach meiner Nummer fragen konnte, habe ich noch schnell ein paar Fotos mit meinem iPhone gemacht und bin dann Richtung Bahnhof Fohrde weitergezogen.
      Eigentlich wollte ich diese Woche 5 Tage in Mecklenburg-Vorpommern wandern. Kurz vor dem Start kam leider etwas dazwischen. Daher habe ich versucht, stattdessen in den schönsten Gebieten Brandenburgs zu gehen.Brandenburg hat alles wieder wettgemacht.
      Mehr sogar als das.
      Anfahrt: Berlin Hbf nach Pritzerbe, Umstieg Brandenburg/Havel 1:16 Std, Takt: stündlich
      Abfahrt: Fohrde Bhf, Umstieg Brandenburg/Havel nach Berlin Hbf 1:17 Std, Takt: stündlich
      Wanderkarte Papier: Verlag Dr. Barthel Schöne Heimat
      Rathenow, Premnitz, Rhinow -
      ISBN 978-3-89591-149-5
      verlag-dr-barthel.de

      • 24. Juli 2021

  8. dkozian, JackSkellington und 30 anderen gefällt das.
    1. StadtLandFuss

      Eine Wanderung von Oderberg nach Altranft, ab Schiffmühle über den Deichweg an der Wriezener Alte Oder.
      Oderberg - Schiffmühle nach Marflow
      komoot.de/tour/289849712 mit ein paar kleinen Änderungen. Vielen Dank, Wolfram.

      • 22. Juli 2021

  9. StadtLandFuss war wandern.

    20. Juli 2021

    Hans Wurst - Das Original, SallySewing und 30 anderen gefällt das.
    1. StadtLandFuss

      Diese Tour habe ich bei Burkhard gefunden und bin ihr, bis auf ein paar Abweichungen, gefolgt. Ab dem Dollinsee habe ich die Strecke abgekürzt, da mir Luftfeuchtigkeit plus Hunger zusetzten.
      komoot.de/tour/218905967
      Vielen Dank, Burkhard!
      Da ich jetzt erst entdeckt habe, dass die Vorlage auch aus dem Juli ist und Burkhard alles bestens dokumentiert hat, hätte ich eigentlich das Handy in der Tasche lassen können :-)

      • 20. Juli 2021

  10. Burkhard, Emmes 🧑‍🤝‍🧑🚴 und 31 anderen gefällt das.
    1. StadtLandFuss

      Känguru, Todtenkopf und unendliche Weiten - so könnte diese Wanderung auch heißen.
      Die Tour beginnt in Havelberg. Ein sehr schöner Ort mit Fluß, Dom, Altstadt und einem Bäcker, der sich auf Baumkuchen spezialisiert hat. Die Stadt kann man nur mit dem Bus erreichen (ca. 10 Min von Glöwen), einen Bahnhof gibt es nicht.
      Richtung Breddin verlässt man Havelberg direkt über einem Weg an der Havel, links kleine Häuser, rechts der Fluß.
      Der Weg führt anschließend kilometerlang durch unendliche Weiten, Deichweg ohne Havel, fast zu schön diese ganzen Grüntöne, ab und zu schwingt sich ein Storch auf und mittendrin eine glückliche Wanderin.
      Ab dem Beobachtungsturm verläuft der Weg über Betonplatten direkt neben der Jäglitz, anschließend sind es noch 2 Km auf einer Landstraße bis zum Ort Waldfrieden, in dem eine Kirche wie Weihnachtsdeko steht.
      Dort wurde ich auf einen Hof eingeladen und hatte eine so überraschende Begegnung wie damals in der Uckermark, als ein 3 Kilo schwerer Uhu auf meinem Unterarm saß, denn hier hüpften drei Kängurus durch den Garten.
      Die Känguru Chroniken 1-3
      Und eines kam und schnüffelte an meiner Hand.
      Da fährt man nach Sachsen-Anhalt und kommt mit Erinnerungen an Kängurus zurück. Und jetzt frage ich mich: Was kommt als Nächstes? Tasmanischer Nacktnasenwombat in Mecklenburg?
      Eigentlich wolle ich dann zum Königsfließ über einen ehemaligen Postkutschenweg. Dank der animalischen Reizüberflutung bin ich direkt auf der Straße geblieben, viel mehr ging nicht an Eindrücken.
      Als besonderes Highlight stellte sich dann noch das Königsfließ mit Wasserfall heraus, das sich durch den Wald schlängelt. Ein sehr schöner Waldpfad führt, meistens etwas erhöht, am Fließ lang. Gesehen hatte ich das Königsfließ bei Frank Meyer: komoot.de/tour/318736280.
      Vielen Dank, Frank!
      Die letzten zwei Kilometer bis zum Bahnhof fehlen, die Tour wurde abgebrochen.
      Das war ein großartiger Tag an der Grenze zwischen Sachsen-Anhalt und
      Brandenburg und meine erste Wanderung in der Prignitz. Ganz besonders haben mir die offenen und freundlichen Menschen gefallen, die mir begegneten und die Gespräche, die sich einfach ergaben.

      • 19. Juli 2021

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