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Mandelkern
 

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Über Mandelkern

Wandern, fotografieren und darüber schreiben.Komoot ist für mich Wanderblog, Fotogalerie und Forum, Ideen, Meinungen und Erfahrungen auszutauschen. Das Wendland meine Wahlheimat. Die nächste Autobahn weit weg, die Elbe ganz nah. Der Kulturbahnhof Hitzacker - mit Anschluss nach Lüneburg und von dort weiter in alle Himmelsrichtungen - in fußläufiger Entfernung.Daniel Mandelkern ist der »Nom de Plume«, unter dem ich schreibe. Der kann hier vor sich hindenkeln, seine Meinung verklappen und Gedanken verzetteln. Er mag es, nur mit Nachnamen angesprochen zu werden.Kontakt: daniel.mandelkern@gmx.de

Distanz

7 665 km

Zeit in Bewegung

1322:52 Std

Letzte Aktivitäten
  1. Mandelkern war wandern.

    vor 2 Tagen

    03:38
    9,94 km
    2,7 km/h
    160 m
    190 m
    Uwe wandert gerne, Matthias Brandt und 48 anderen gefällt das.
    1. Mandelkern

      Januar 15, 2022
      Lippe | Über beiden Gipfeln ist Ruh
      Ich genehmige mir noch eine zweite Tour im Lipperland, die ich schon am 15. Januar 2022 gemacht habe. Eine persönliche Erstbesteigung der Velmerstot, der höchste Berg im Eggegebirge. Das besondere, er hat einen Doppelgipfel. Der Südgipfel, 468 Hm, liegt im Kreis Höxter, das Nordgipfelchen, 441 Hm, im Kreis Lippe. Ein geschichtsträchtiges Gebiet, wo vorgestern die Grenze zwischen Preußen und dem Fürstentum Lippe verlief und deshalb auch heute noch die Rede ist von der preussischen - und der lippischen Velmerstot. Während auf der lippischen Kuppel zerklüftete Sandsteinfelsen nebst Obelisk den Gipfel markieren, steht auf der preußischen ein Aussichtsturm, der Eggeturm. Gebaut viele Jahre nach dem Ende des Kalten Krieges. Zuvor war der preußische Velmerstot ein Militärstützpunkt mit Radarstation und Raketenstellung der NATO. Schnee von gestern. Der gemeine Lipper erklimmt den Velmerstot nur wegen eines besonderen Naturspektakels namens Sonnenaufgang oder -untergang, um an lauen Sommerabenden das letzte Licht über den Kämmen des Teutoburger Waldes einzufangen. Heute könnten die Bedingungen unterschiedlicher nicht sein. Temperaturen um den Gefrierpunkt, fieser Südostwind, galaktischer Nebel.Da die beiden Gipfel nur durch einen flachen Sattel getrennt sind, der in seiner Länge gerade mal 700 Meter misst, muss man sich ein paar Anläufe und Schleifen ausdenken, um wenigstens auf eine 10-Kilometer-Tour zu kommen. Die Wege rund um den Zwillingsgipfel der Velmerstot sind gut ausgeschildert und es gibt viele Variationen, die beiden Gipfel erstmal zu umrunden, um sie dann zu besteigen. Die blaue Linie, die ich heute gezogen habe, hinterlässt einen ungewöhnlichen Abdruck auf der Karte.Die Annahme, ich sei hier allein unterwegs, war vorschnell. Unter den schlechten äußeren Bedingungen, nutzen auch andere Spaziergänger und Mountainbiker den Samstagnachmittag am Berg.Gute Fotos lassen sich bei jedem Wetter machen. Vielleicht ist an dieser Binse ja doch was dran. Wenn man sich denn Zeit nimmt, vor allem für die Nachbearbeitung. Der Nebel ist ein Weichzeichner, wenig Konturen und gedämpften Farben. Ob man mit einer Fotostrecke die Geschichte einer Tour erzählen kann, das heißt, ohne Text auszukommen, habe ich mich schon oft gefragt. Mir reicht für heute die Feststellung: es war mir ein nebliges Vergnügen.

      • vor 2 Tagen

  2. Mandelkern war wandern.

    14. Januar 2022

    01:03
    4,71 km
    4,5 km/h
    20 m
    20 m
    ᴡɪʟᴅʀᴏᴄᴋᴇʀ 🌍, Anette und 44 anderen gefällt das.
    1. Mandelkern

      Januar 14, 20223
      Lippe | Das macht Sinn, Detmold
      Ein kleiner beruflicher Beitrag zum Kulturleben in Detmold, machen ein Wochenende im Lipperland möglich. Heute nutze ich ein Zeitfenster für einen Stadtspaziergang, zusammen mit einem künftigen Ex-Kollegen, der auch gerne fotografiert und mich »führt«.Wir verabreden uns am Café HALBSTARK, wo auch der Stadtspaziergang mit einem klassischen «Handbrew» und einem leckeren Schoko-Brownie endet. Die Einrichtung des Cafés ist schlicht, modern, skandinavisch. Auch der Name HALBSTARK gefällt mir, assoziiert er doch das Bild von den «Halbstarken» der 1950er Jahre, die mit Moped und Lederjacke herumjöckeln.Kleiner Rückblick. Detmold, bis 1909 Hauptstadt des Fürstentums Lippe und bis 1945 die eines Freistaates, ist seit 1947 Hauptstadt eines der fünf Regierungsbezirke in Nordrhein-Westfalen. Räumlich entspricht er der Region Ostwestfalen-Lippe. 1947 stand das Land Lippe vor der Wahl, sich für Niedersachsen oder Nordrhein-Westfalen zu entscheiden. Ein SPD-Mann, Heinrich Drake, verhandelte mit beiden Landesregierungen. Das Angebot aus Düsseldorf war besser. Es gab Zugeständnisse für mehr Selbständigkeit. Vor allen Dingen aber floss das ehemalige Vermögen nicht in die Staatskasse nach Düsseldorf, sondern verblieb auf «lippischem Gebiet».Und so kam es, wie es kommen musste. Detmold erhielt eine Bundesanstalt für Getreide- Kartoffel- und Fettforschung (heute Max Rubner-Institut), ein Landesmuseum, ein Landestheater, eine Landesbibliothek, eine Landeskirche und einen Landesverband, der bis heute das Vermögen verwaltet und verteilt. Auch auf viele Kultureinrichtungen.Die Liste der Baudenkmäler in der ehemaligen »Residenzstadt« ist lang. Im Zentrum ein Weser-Renaissance-Schloss. Ein Teil davon ist Museum, im anderen wohnt die fürstliche Familie. Schlossherr ist Stefan Prinz zur Lippe. Wenn er mit seiner Gemahlin, Gräfin zu Solms-Laubach und seinen Kindern ins Landestheater geht, steht ihm die Fürstenloge zur Verfügung. Um Missverständnisse zu vermeiden, die Angehörigen des Hauses Lippe regieren schon seit dem Jahr des Herrn 1918 nicht mehr in Lippe - sind aber immer noch da.Vieles, vielleicht alles ist restauriert und gut im Schuss. Kaum moderne Architektur. Wohlstand. Die kleinstädtische Welt ist in Ordnung. Die Vergangenheit geklärt oder verklärt? Nur die Pandemie stört, wie überall.Auch wir schaffen es auf der Fototour nicht, nicht über die Pandemie zu reden. Über die Folgen für uns, die Kultur. Auch darüber, dass «Querdenker» nicht mehr das sind, was sie mal waren, nachdem Schwurbel-Auflauf-Teilnehmer den Begriff besetzen. Der Kollege erzählt mir von Anke und Hanno Denker (die heißen wirklich so), die ihr Büro für Architektur und Grafikdesign in Detmold, das sie seit über 20 Jahren unter dem Namen «Querdenker» führen, sich gezwungen sahen, den Namen zu ändern. Im Internet erreicht man das Büro jetzt unter denkerdenker.de. Ein weiteres Pandemie-Opfer, das wir dringend schützen müssen ist das Wort «Spaziergang». Noch so eine Formulierung, die die Querdullis versuchen zu kapern.Fazit? Für ein «Fotoshooting» hatte sich die Stadt fein herausgeputzt. Auf die Flaneure wirkte sie wie ein riesiges Freilichtmuseum mit wenigen Besuchern.

      • 15. Januar 2022

  3. Mandelkern war wandern.

    6. Januar 2022

    03:32
    18,1 km
    5,1 km/h
    40 m
    40 m
    Uwe wandert gerne, Biggi und 32 anderen gefällt das.
    1. Mandelkern

      Januar 6, 2022
      Lüneburg | Stadt-Land-Fluss
      Mein Jahr mit komoot begann desaströs. Nachdem ich diese Tour abgespeichert hatte, stürzte unsere Lieblings-Tourenplattform nicht ab, verheddert sich aber mächtig. Zuerst konnte ich mich nicht einloggen. Am nächsten Tag dann doch. Mit dem Ergebnis, ein leeres Profil wurde mir angezeigt. Erst Schnappatmung, dann drei, vier E-Mails hin und her. Ein paar Missverständnisse ausgeräumt. Der Fall musste genauer untersucht und an die Entwickler weitergeleitet werden. Gestern dann, eine Woche später, waren die Probleme gelöst.Das Kalenderjahr hat für mich nicht so eine große Bedeutung. Aus beruflicher Gewohnheit denke ich in Saisonjahren wie es zum Beispiel die Fußballer tun. Lieber ist mir aber der Begriff »Spielzeit«, die im Sommer beginnt und im Sommer endet. Um im Bild zu bleiben, die zweite Hälfte der »Wander-Spielzeit 2021/22« beginnt nach einer kurzen Winterpause mit einem Auswärtsspiel in Lüneburg. Die Anreise erfolgt aber nicht mit dem Mannschaftsbus, sondern der Wendlandbahn, die mich nach Lüneburg bringt.Dort herrscht am Dreikönigstag Kaiserwetter. Über den Lüner Weg geht es erstmal stadtauswärts entlang der Gleisanlagen, vorbei am Kloster Lüne hinein ins Lüner Holz. Das ist ein Waldgebiet im Nordosten Lüneburgs. Hier ist wenig los. Manchmal treffe ich auf Spaziergänger:innen mit und ohne Hund, aber keiner trägt ein Transparent oder hält ein Schild hoch. Sie skandieren auch keine Sprüche und Slogans. Sie schwafeln auch nichts von »Corona-Diktatur«. Vor allen Dingen, sie schreien nicht. Nur einmal wird’s heute laut, beim Überqueren der Bundesstraße, die stark befahrene B4, die das Lüner Holz zweiteilt. Am Ortsrand von Adendorf nutze ich einen Bahnübergang und folge einem schönen, gleisbegleitenden Pfad entlang der wenig befahrenden Bahnstrecke Lüneburg-Lübeck.Aus dem Fußpfad wird eine Nebenstraße, die am Rand der Heinrich-Heine-Siedlung entlang führt. Hier gibt es nur kleine Lücken in Kirschlorbeer - oder Thuja Hecken, die Einblicke in die Vorgärten gewähren. Den nächsten Bahnübergang nutze ich für einen Schwenk nach links. Vorbei am Friedhof, dann folgt eine lange Strecke auf dem Trottoir der Hauptstraße - Pardon - der Dorfstraße der Gemeinde Adendorf. Die führt zwar das Wort »Dorf« in ihrem Namen, lässt aber jeden Charakter eines Dorfes vermissen. Bemerkbar machen sich eine Fahrschule, die »Blizzeria« und »Zeus«, ein griechisches Restaurant, das demnächst öffnen wird und ein Hotel mit dem Namen „Gute Nacht“!Erst am Ende des Dorfes in Anführungszeichen lande ich wieder im Wald. Am Rande entlang des Naturschutzgebietes „Streitmoor“, das man nicht betreten darf und über den schnurstracks geradeaus führenden Vrestorfer Weg erreiche ich das Gut Vrestorf. Der schönen Baumallee, die direkt am Gut vorbei an die Ilmenau führt, wäre ich gerne gefolgt. Aber der Hinweis auf Privatweg und einem ausdrücklich Verbot des Durchgangs, hält mich ab. Es war auch niemand zu sehen, den ich um eine Ausnahmegenehmigung hätte fragen können. So erfolgt ein unbehaglicher Umweg über einen Radfahrweg entlang der sehr lauten Kreisstraße nach Bardowick.Aber an der Klappbrücke über die Ilmenau, am Ortseingang von Bardowick werde ich prompt entschädigt. Die restlichen sieben Kilometer bis kurz vor dem Ziel, Lüneburgs Bahnhof, folge ich dem Fluß, der diese wunderbare Landschaft prägt: Die Ilmenau. Dieser Abschnitt bekommt keinen Text. Er erzählt sich über die Fotos, die ich bearbeitet habe, weil ich in der Mittagszeit und gleißender Sonne unterwegs war. Ich habe versucht, ihnen die Postkarten-Idylle mit dem azurblauen Himmel auszutreiben. Ich bin nicht begeistert vom Ergebnis. Beim nächsten Mal, nehme ich die X-T2 mit, das Smartphone bleibt im Rucksack.Fazit? Es war eine extrem abwechslungsreiche Tour. Eine kompakte, die auf 18 Kilometer urbanes Leben, ländliche Idylle und eine wunderbare Flusslandschaft erlebbar macht. Die werde ich im Frühjahr wiederholen. Adendorf lasse ich dann aus.

      • 12. Januar 2022

  4. Mandelkern war wandern.

    31. Dezember 2021

    00:11
    890 m
    4,7 km/h
    0 m
    0 m
    Burkhard, Frank und 57 anderen gefällt das.
    1. Mandelkern

      Dezember 31, 2021
      Auf den letzten Drücker | Silvester
      Auf den letzten Drücker ein paar Dinge eingekauft, die für das zweite Wochenende «zwischen den Jahren» nicht fehlen dürfen. Ich komme ohne Einkaufszettel aus, denn ich muss in Hitzackers Altstadt nur die vier «B’s» abklappern. Beim BÄCKER Brot, Baguette und Berliner, die aus nahe liegenden Gründen in Berlin Pfannkuchen heißen. In der BIOINSEL Balsamico, den mit der satten, dunklen Farbe und der super samtigen Konsistenz. Bei BERGMANN, der Weinhandlung, einen wunderbaren Crémant d’Alsace aus dem Elsass und bei der BUCHHÄNDLERIN meines Vertrauens, ein zuvor bestelltes Buch. «Ein alter Mann wird älter» von Günther Rühle, vielleicht einer der berühmtesten Theaterchronisten, der, 97-jährig, am 10. Dezember starb. In der Ankündigung des Verlages ist die Rede «vom Versuch im Alter nicht zu veralten».Ich habe diesen kleinen Gang aufgezeichnet und auch fotografiert und verabschiede mich für ein paar Tage, die ich mit Nichtstun verbringen will, hoffend auf rosigere Zeiten.Guten Rutsch ins neue Jahr!

      • 31. Dezember 2021

  5. Aus der Natur | Jan Verbücheln 🤠 und 34 andere waren wandern.

    31. Dezember 2021

    1. Aus der Natur | Jan Verbücheln 🤠

      Meine Jahresbilanz 2020 ( komoot.de/tour/299727733?ref=aso ) war schon sehr positiv trotz (oder wegen) Corona. Ich hätte nicht gedacht, dass 2021 noch viel besser wird. 😁 Zu meinen ersten zwei Staffelwanderungen 2020 gesellten sich noch einige Weitere dazu, welche mit der Zeit immer größer wurden: - Niederrhein 🏕: komoot.de/collection/1096254/-virtuelle-komoot-staffelwanderung-niederrhein-maerz-2021 - Der Osterhase war wohl in der Eifel unterwegs 🐇: komoot.de/collection/1110199/-virtuelle-komoot-staffelwanderung-nordeifel-ostern-2021- Mein "Geburtstagsgeschenk" 🥳: komoot.de/collection/1122809/-virtuelle-komoot-staffelwanderung-1000-km-durch-nrw-pfingsten-2021 - Absoluter Größenwahn 😍: komoot.de/collection/1243055/-mitwandern-2021-an-3-tagen-gemeinsam-durch-deutschland Eine weitere lobenswerte Aktion war von Melchior, welcher dazu aufrief, unterwegs Müll zu sammeln ( komoot.de/collection/1366787/-komoot-ler-sammeln-muell ).Normalerweise präsentiere ich auch immer meine Statistik in Zahlen. Da ich allerdings Anfang des Jahres aus dem Pionier-Programm ausgestiegen bin und meinen Fokus auf "Genuss & Community" und nicht mehr auf "Höher-Schneller-Weiter" lege, verzichte ich auf die Statistik. Außerdem ist Diese ja mittlerweile sowieso "gefälscht", was mir ja aus genannten Gründen ziemlich egal ist. Außerhalb von komoot habe ich dieses Jahr auch viele Highlights erlebt, sowie neue Menschen kennengelernt und neue Freundschaften geschlossen. Meine Ausbildung zum Forstwirt habe ich im Juni beendet, einen Monat später folgte die Alpentraversale und mittlerweile studiere ich in meiner zweiten Heimat, dem Allgäu.Ich möchte mich herzlich bei Euch allen bedanken: für Eure Unterstützung, Eure netten Kommentare und alles andere! Ihr seid das, was komoot ausmacht: eine lebendige und aktive Community, die auch in Krisenzeiten zusammenhält. Mein Dank gilt insbesondere meiner Familie, ohne deren Unterstützung ich nicht so viel hätte auf die Beine stellen können. Vielen Dank! ❤ Ich wünsche Euch einen guten Start in 2022 mit der Hoffnung, dass es wieder aufwärts geht. Ich hoffe, ich kann im nächsten Jahr auch viele "neue" Gesichter kennenlernen und "alte" Gesichter wieder treffen. --- komoot.de/user/410868532251/2021 --- Wer ebenfalls Teil der Staffelwanderungen war, kann sich gerne über den Einladungslink zur Tour hinzufügen:
      komoot.de/invite-tour/619461433?code=gikkii-hhy0feBqeppMlop_2jtsCFGt7-109UcHChaXvrK1Yu8

      • 31. Dezember 2021

  6. Mandelkern war wandern.

    25. Dezember 2021

    Peter, Silvia D. und 71 anderen gefällt das.
    1. Mandelkern

      Dezember 25, 2021
      Reise nach Jerusalem
      Tour & Türchen № 17
      Was für ein Glück, dass ich die 24. Adventswanderung für gestern geplant, erst heute machen kann. Nach der Unwetterwarnung mit Plus-Graden, Dauerregen, Schneeschauer und heftigen Westwind, schaue ich am Morgen aus dem Fenster und reibe mir die Augen. Die Wetterlage hat sich komplett gedreht. Wolkenloser Himmel. Sonne, den ganzen Tag. Beinahe windstill, kein Niederschlag. Es ist kalt, am Start -5°.Wandern über hartgefrorene Böden. Pfützen bilden dicke Eisschichten mit pittoresk anmutenden Mustern an ihrer Oberfläche. Nach den vielen Matsch- und Moddertouren der vergangenen Tage, heute reines Vergnügen. Start und Ziel ist das Dorf Thunpadel, einige Kilometer westlich von Dannenberg. Nur wenige Rundlinge haben in der Gegend überlebt. Thunpadel ist der am besten erhaltene. Die Tour führt durch zwei große Waldgebiete, den Gamehlener - und den Dragahner Forst. Kurze Pausen in den winzigen Dörfer, manchmal auch nur Hofstellen. Darunter klangvolle wie ungewöhnliche Namen: Lebbien, Gamehlen, Mützingen, Dragahn, Nausen oder Lenzen. 17 Kilometer «mussten» zusammenkommen, damit ich das letzte Türchen aufmachen konnte. Der Titel der Tour «Reise nach Jerusalem», meint nicht das Gesellschaftsspiel, sondern eine Tour, die an einer Lichtung vorbeiführt, die den biblischen Namen «Jerusalem» trägt. Woher sie ihn hat, ist unklar.Es ist nicht so, dass mir «Wandern dahoam» nicht gefällt aber in dem schönen Wort «Wanderlust» steckt auch Fernweh. Und weil die Pandemie, derzeit Fernreisen im Grunde genommen unmöglich macht, träume ich mich mal eben nach Jerusalem, der Hauptstadt Israels mit einer Idee für eine Nachtwanderung. Vielleicht ist Jerusalem der schönste Ort, um Weihnachten zu feiern. Vielleicht auch ein verrückter. Die Benediktiner der Dormitio-Abtei auf dem Berg Zion laden in der «heiligen Nacht» zu einer Wanderung ein. Eine Gelegenheit, die jedes Jahr nicht nur von Christen wahrgenommen wird. Nach dem Gottesdienst in der Basilika folgt ein nächtliches Frühstück und gegen drei Uhr machen sich Pilger, Wanderer gemeinsam auf den Weg zur Geburtskirche nach Betlehem. Aber nicht wie die Hirten in der Weihnachtsgeschichte, die das Jesuskind im Stall besuchen wollen, über stille Felder in einer sternenklaren Nacht, sondern entlang einer Hauptstraße. Gegen vier Uhr erreichen sie die Drehkreuze und den Metallzaun zum Westjordanland, gegen 5:00 Uhr die Altstadt von Bethlehem. Hier endet mein Traum, denn bedingt durch die Pandemie gilt in Israel ein Einreiseverbot und gemeinsames Wandern in einer größeren Gruppe geht dort auch nicht.Ich werde in den kommenden Tagen, die noch ausstehenden Adventstouren veröffentlichen. Ein Dankeschön geht an die, die mir folgen und die Neugierigen, die nur mal so vorbeischauen. Zu Beginn des «Experiments» hatte ich die E-Mail-Benachrichtigung «Jemand gefällt einer meiner Touren» aktiviert. Das heißt, unterwegs erklang jedesmal, wenn einer von Euch an mich dachte, ein leises Glöcklein. Ich wünsche Euch einen schönen 2. Weihnachtstag.

      • 25. Dezember 2021

  7. Mandelkern war wandern.

    20. Dezember 2021

    🚲 Naturix 🐇, Achtsamkeit und 7 anderen gefällt das.
    1. Mandelkern

      Dezember 21, 2021
      Wintersonnenwende | Tour & Türchen № 8
      Der selbstgemachte Druck, in der Adventszeit täglich zu wandern, führt nicht zum Burnout, gebiert aber für heute die Idee, eine «Kühlschrankauffüllrunde» aufzuzeichnen und zu veröffentlichen. Am Morgen einfach ein Türchen öffnen kann jeder. Für mich ist das Ritual komplexer. Zuerst der tägliche Streifzug durch «Stadt | Land | Kultur», dann am Abend das nächste Türchen öffnen. Dass ich auf jeder Tour fotografiere, ist zu einer angenehmen Gewohnheit geworden. Die Bilder sind auf dem Hinweg entstanden. Zurück wars schon dunkel am kürzesten Tag des Jahres. Wintersonnenwende.

      • 5. Januar 2022

  8. Mandelkern war wandern.

    18. Dezember 2021

    02:39
    11,3 km
    4,3 km/h
    140 m
    140 m
    1. Mandelkern

      Dezember 18, 2021
      Elbvorland | Tour und Türchen № 11
      Eine Hausrunde. Wenn ich Gäste habe, die zum ersten Mal in der Region sind, nehme ich sie oft mit auf eine Tour ins «Elbevorland zwischen Hitzacker und Drethem». So heißt dieser Abschnitt des Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue.Das graue, triste Wetter verwehrte uns die sonst so wunderbaren Aussichten vom Elbhöhenweg auf den Fluss und nach Mecklenburg. Aber wenn man jeden Tag wandert, kann man sich das Wetter nicht aussuchen. Außerdem sind wir viel zu spät los, weil ein Sonntagsfrühstück seine Zeit braucht. Und, weil auch auf der Tour selbst die Gespräche im Vordergrund standen, bleibt die Fotoausbeute äußerst mager.Kleine Überraschung am Ziel. Eine «Lichterfahrt» der Landwirte. Was schon 2020 erdacht und geplant war, der Lockdown aber verhinderte, konnte in diesem Jahr dann doch noch stattfinden. Nach dem Motto «Ein Funken Hoffnung» verzauberte ein Advents-Trecker-Umzug die Straßen der Stadtinsel. Landwirte wollten ein Zeichen setzen und «Licht in die dunkle Zeit der Pandemie» bringen. Sie schmückten ihre Traktoren weihnachtlich und die vielen Zuschauer am Straßenrand staunten nicht schlecht.

      • 20. Dezember 2021

  9. Mandelkern war wandern.

    17. Dezember 2021

    Uwe wandert gerne, Marflow und 49 anderen gefällt das.
    1. Mandelkern

      Dezember 17, 2021
      Sympathy for the Devil
      Tour und Türchen № 6
      Auf dem Weg zum Bahnhof nach Salzwedel, wo ich Besuch aus Berlin empfange, ein Zwischenstopp in Lüchow. Nach dem Einkauf in einem Vierbuchstaben-Supermarkt, folgt ein kleiner Spaziergang, um am Abend endlich das Adventstürchen № 6 aufmachen zu können.Nach nur wenigen Minuten erreiche ich die Jeetzel, der ich in südöstlicher Richtung folge. Ich nehme heute nicht die grasige Deichkrone (weil sie zu nass ist und ich die falschen Schuhe anhabe), sondern nutze den parallel dazu verlaufenden Deichverteidigungsweg.Ziel ist Jeetzel, das Dorf, das den Namen des Flusses trägt. Gehört zu meinen Lieblingsdörfern im Drawehn (so der Name der Altmoränenlandschaft im südlichen Wendland). In Jeetzel kann man auch eine schmucke Kapelle besichtigen. Drei Architekturstile nebeneinander. Der Chorraum, Ziegelbau auf Feldsteinsockel, in der Mitte Fachwerk mit Ziegelausmauerung, als Abschluss ein Holzturm. An seiner Seite, eine Linde. Ein wunderbares Ensemble.Der Rückweg erfolgt über den Fahrradweg entlang der viel zu lauten L 261. Kein Wunder, es ist Freitagnachmittag. Kurz vor der Stadt kehrt wieder Ruhe ein. Am DRK-Zentrum gehe ich nach rechts, vorbei an Kleingärten, dann über einen Fußpfad nach links erreiche ich den ehemaligen Lüchower Schlosspark. Von Schloss selbst blieb nach einem großen Stadtbrand im Jahr des Herrn 1811 nur der Amtsturm und der Park, der heute «Amtsgarten» heißt.Ein kleiner Schwenk bringt mich ganz nah an die Drawehner Jeetzel. Eigentlich nur ein Entwässerungsgraben, wird aber durch viele Wehre als Fluss am Leben erhalten.Der Gang entlang des Ufers ist ein kurzes Vergnügen. An der Langen Straße biege ich rechts ab. Kurzes Fotostopp am »Rolling Stones Museum». Hier dreht sich in einem ehemaligen Supermarkt seit 2011 alles um die »Stones«. Zurück auf die Lange Straße, Einkaufsmeile der Stadt, endet die Tour in einer Bäckerei. Frisch geboostert, lässt man mich hier rein für Kaffee und Apfel-Bienenstich. Es klang einmal:

      • 19. Dezember 2021

  10. Mandelkern war wandern.

    16. Dezember 2021

    Susanne, So, nun aber los und 58 anderen gefällt das.
    1. Mandelkern

      Dezember 16, 2021
      Zug durch die Gemeinde
      Tour und Türchen № 18
      Die App kam gestern mit dem aktualisieren der Wetterlage nicht hinterher. Bis zu ihrem Untergang um 15:56 Uhr war sie da, die Sonne. Sie spendete viel Licht und Schatten. Kaum merklich kälter als gestern, ganz wenig Westwind. Die Fotos sind so, wie die KI der Smartphone-Kamera der Firma mit dem angebissenen Apfel das berechnet. Die Bearbeitung ging leicht von der Hand.Die Tour beginnt und endet auf dem Sofa. Die Wege heute sanfter und gelenkschonender. Das «Türchenprojekt» geht weiter. Achtzehn Kilometer im Visier und knapp geschafft. Ich hab im Zielbereich immer das Tacho im Auge und wäre gestern auch noch zwei oder dreimal um den Block gelaufen, für den Fall, das es nicht gereicht hätte.Ein «Zug durch die Gemeinde», blaue Linien ziehen in den Wäldern der Gemeinde Göhrde. Die Wendlandbahn immer in Hörweite. Denn es gibt zwischen Lüneburg und Dannenberg viele ungesicherte Bahnübergänge. Das bedeutet für den Lokführer, er muss oft gleich zweimal tröten.

      • 16. Dezember 2021

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